DE169828C - - Google Patents
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- Vessels And Coating Films For Discharge Lamps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
An eine brauchbare Acetylenlampe muß, zumal wenn sie als Grubenlampe dienen soll,
in erster Linie die Anforderung gestellt werden, daß sie gegen alle Unbilden des Betriebes,
wie Schiefhalten, Schütteln, Stoßen und Umfallen, genügend unempfindlich ist und durch keinerlei äußere Einwirkungen
eine über das normale Maß hinausgehende Gasentwicklung eintreten läßt. Durch solche
ίο Unregelmäßigkeiten in der Gasentwicklung
würde der für eine bestimmte Brenndauer, bei Grubenlampen 14 Stunden, berechnete
Karbid- und Wasservorrat vorzeitig aufgebraucht, so daß der Arbeiter gegen Ende der Schicht kein Licht mehr hätte. Auch
würde das durch das Sicherheitsventil entweichende Gas durch seinen Geruch den Arbeiter
belästigen und den Aufenthalt in den oft engen Grubenräumen unmöglich machen.
Die schon bekannten Lampensysteme mit zwei übereinander liegenden Wasserbehältern,
bei denen zum Zweck der selbsttätigen Wasserzuführung und des gleichmäßigen Brennens das Wasser dem Karbid unter Aufrechterhaltung
unveränderten Wasserstandes im unteren Behälter durch ein kommunizierendes Rohr zugeführt wird, lassen, wenngleich
sie in anderer Beziehung· wertvolle Vorteile besitzen, die vorerwähnten Eigenschäften
vollkommen vermissen.
Diese Lampenarten leiden an folgenden Mängeln:
i. Beim Schiefhalten verändert sich der senkrechte Abstand der Ausflußöffnung des
Wassers vom Wasserspiegel. Hält man die Lampe nach einer solchen Richtung schief,
daß dieser Abstand zunimmt, so tritt mehr Wasser als gewöhnlich in den Karbidraum
ein, so daß die Gasentwicklung zu stark wird; hält man hingegen die Lampe so, daß
der fragliche Abstand abnimmt, so erlischt unter Umständen die Lampe, indem das Wasser im Ausflußrohr plötzlich zurücktritt
und Luft durch den Brenner ansaugt. Diese Eigenschaften stellen die Brauchbarkeit der
Lampe für alle Zwecke, besonders aber als Grubenlampe, sehr in Frage, da in der Grube
ein Schiefhalten bis zu 45 Grad oft nicht zu \rermeiden ist. Die nämlichen Nachteile zeigen
sich beim Schütteln und Stoßen, wenn hiermit auch ein Schiefhalten nicht verbunden
ist, sowie beim Umfallen der Lampe.
2. In gewissen Schrägstellungen, sowie beim Schütteln und Stoßen lassen die fraglichen
Lampen ein Freiwerden des Luftzuführungsloches — ein Luftrohr hat sich bei
kleineren Lampen nicht bewährt — vom Wasserspiegel zu, so daß aus dem oberen
Behälter zur Unzeit Wasser in den unteren eintritt und das regelmäßige Brennen stört.
3. Beim Schütteln, Stoßen und Stürzen können infolge der Trägheit des Wassers im
oberen Behälter größere Wassermengen aus diesem durch das Luftloch hinausgeschleudert
werden, sobald letzteres eben frei wird, so daß besonders bei großer Enge des unteren
Behälters dessen Wasserstand stark gesteigert werden kann.
4. Fällt die Lampe nach einer solchen Richtung um, daß der dem Loch abgewendete
Teil des unteren Behälters mit Wasser und der dem Loch zuge\vendete mit Luft
angefüllt ist, so wird sämtliche Luft in den oberen Behälter unter gleichzeitigem Abfließen
einer gleichen Menge Wasser eindringen können.
5. Im Falle des Entweichens von Gas aus der Lampe bei sich bildendem Überdruck
im Karbidbehälter, wie er beim Stürzen und heftigen Schütteln durch Herausschleudern
von Wasser aus dem Zuführungsrohr in den Karbidbehälter oder durch Vermengung der
schon stark verbrauchten Karbidstücke mit den noch frischen eintreten kann, können
Gasblasen beim Durchströmen des unteren Wasserbehälters durch das Luftloch in den
oberen Wasserbehälter gelangen und ein unzeitiges Ausfließen von Wasser in den unteren
Behälter und nach und nach ein gänzliches Herauswerfen von Wasser aus der Lampe und ein Entleeren des oberen Behälters hervorrufen.
Bei der vorliegenden Neuerung, die die Verwendung des konstanten Wasserstandes
beibehält, sollen nun die genannten Ubelstände durch Vereinigung mehrerer neuer
Merkmale mit der bisherigen Lampe behoben werden, und zwar sind diese Merkmale einmal
eine ganz bestimmte Lage der die Zuleitung des Wassers vom oberen Behälter zum Karbid vermittelnden Organe relativ zu
dem hinsichtlich seiner Lage und Oberflächengestaltung beim Schiefhalten usw. sich leicht
verändernden Wasserspiegel im unteren Behälter und dann eine bestimmte Bemessung
und Gestaltung des unteren Wasserbehälters und der Wasserzuleitungsorgane.
Ein Ausführungsbeispiel der neuen Lampe besteht nach den Fig. I und 2 aus dem durch
den Deckel e und den Bolzen t verschließbaren Karbidbehälter a, dem diesen ringförmig
umgebenden oberen Wasserbehälter b und dem unteren U-förmig gestalteten Behälter
c1 c2 c3 c4, dessen röhrenförmige Schenkel
c1 c2 den Behälter b durchsetzen und mit
der Luft durch die Rohre kl und k2, welche
in bekannter Weise ein Auslaufen des Wassers aus der Lampe verhindern sollen, in
Verbindung stehen (Fig. 2). Das Wasser wird dem Karbid aus dem Behälter c1 c~ c3 c4
durch das Rohr d und dessen Düse g zugeführt. Der Abstand zwischen g und dem
Wasserstand )ΡΛ w'2 des Wasserspiegels w ist
in bekannter Weise so bemessen, daß bei normaler Flammengröße der Gasdruck in der
Lampe abwechselnd etwas kleiner ist als der Wasserdruck, so daß fortwährend die zur
Gaserzeugung benötigte Wassermenge dem Karbid zufließt. Um die auf die Ausflußöffnung
g drückende Wassersäule oder den Wasserstand n>1 w% unverändert zu erhalten,
wird dem Behälter c1 c'2 c3 c4 aus dem hermetisch
verschlossenen Behälter b wie bekannt Wasser durch Verwendung des aufrecht gestellten
runden Luftloches m nach Maßgabe des Verbrauchs selbsttätig zugeführt. Sinkt
der Wasserspiegel durch Verbrauch des Wassers in den Rohrschenkeln c1 und c2, so
tritt Luft durch die obere Lochhälfte von m in b ein, was ein Austreten des Wassers aus
der unteren Lochhälfte von m so lange zur Folge hat, bis es wieder bis an den oberen Rand
von m gestiegen ist und damit den Luftzutritt nach b absperrt.
Die Düse g ist bei normaler Stellung der Lampe lotrecht unter demjenigen Punkt η
des Wasserspiegels w anzuordnen, welcher beim Schiefhalten der Lampe seine Lage
relativ zur letzteren nicht ändert und in den nachfolgenden Ausführungen als der neutrale
Punkt des Wasserspiegels bezeichnet werden möge. Die Unveränderlichkeit der Lage des Punktes η beim Schiefhalten wird
erreicht, wenn die Rohrschenkel c1 und c2 sowohl
zueinander als auch in bezug auf den Wasserstand η>λ w1 eine ganz bestimmte Form besitzen.
Die Rohrschenkel müssen zu diesem Behufe einmal derartig gestaltet sein, daß das Verhältnis
der Querschnitte von c1 und c2 in der durch η gelegten horizontalen Schnittebene
für alle Schieflagen konstant bleibt und dann auch bei jedem Rohrschenkel der oberhalb
des Wasserstandes wx w2 liegende Rohrteil
zu dem darunter liegenden Teile des nämlichen Rohres symmetrisch angeordnet ist.
Durch die Lage von g gegenüber dem neutralen Punkt η lassen sich die eingangs
erwähnten Übelstände schon zum Teil vermeiden. Wird durch Schiefhalten und Schütteln
der Wasserspiegel n> aus der Lage wl w2
in die Lage jp3 jp* oder wh vp6 oder in
irgend eine andere Lage gebracht, so wird das Wasser in c1 und c2 nach unten und oben
gleichmäßig ausweichen und eine Drehung des Wasserspiegels um den Punkt η stattfinden,
so daß weder ein vermehrtes Austreten noch ein merkliches Zurücktreten des Wassers
bei g möglich ist.
Da beim Schiefhalten der Druck der Wassersäule auf g immer etwas abnimmt, indem
diese gleich der Vertikalprojektion des Abstandes g η wird, so wird es sich für einige
Lampenarten empfehlen, die Rohre c1 und c2
so zu gestalten, daß sich η beim Schiefhalten in der Vertikalachse der Lampe oder parallel
zu ihr nach oben verschiebt und die Vertikalprojektion des Abstandes g η in allen
Schieflagen konstant bleibt. Es wird dann auch der auf g wirkende Wasserdruck stets
konstant sein, welche Wirkung $twa dadurch zu erreichen ist, daß den unterhalb n>x w1
liegenden Rohrteilen eine zylindrische, den oberhalb gelegenen dagegen eine sich nach
oben etwas verjüngende konische Gestalt ge-
geben, die Symmetrie also nicht genau gewahrt wird. Von dieser Maßnahme wird in
der Praxis aber meistens Abstand genommen werden können, da die Verkleinerung der
auf g drückenden Wassersäule beim Schiefhalten nicht so erheblich ist, daß das Licht
merklich schwächer wird. Bei gleicher Weite der Rohrschenkel c1 und c2 liegt der neutrale
Punkt in der Mitte des Horizontalabstandes
ίο der Schenkel. Bei ungleicher Weite nähert
er sich dem weiteren Schenkel. Damit das Wasser von g aus nach allen Seiten zum
Karbid den gleichen Weg zurückzulegen hat, ist es zweckmäßig, g in die Mitte des Ent-Wicklers
α zu verlegen, in welchem Falle c1
und c2 gleich weit zu gestalten sind, damit auch der neutrale Punkt η in der Mitte des
Entwicklers und lotrecht über g zu liegen kommt.
Beim Umfallen der Lampe läuft das Wasser entweder in die Rohre c1 c3 k1 k2 oder c2 c4 k2
hinein. Diese Rohre sind aber so bemessen, daß in der Lage der umgefallenen Lampe die
auf g drückende Wassersäule wohl kleiner oder gleich, nicht aber wesentlich größer
werden kann als der Abstand g n. Die Störungen, welche durch ein unzeitiges Freiwerden
des Luftloches m hervorgerufen werden, haben zunächst darin ihren Grund, daß
bei andauernden Schüttelbewegungen und beim Stoßen die Oberfläche des Wassers eine unregelmäßige,
wellenförmige Gestalt annimmt. Diese Oberflächenbewegungen, welche zwar meistens von kurzer Dauer sind, aber auch,
wie bei einer Zuglampe längere Zeit anhalten können, lassen sich durch möglichste Verengung
des unteren Wasserbehälters c2 beseitigen, indem dann die Adhäsion des
Wassers an den Behälterwänden und die Oberflächenspannung des Wassers der beim Schütteln zur Geltung kommenden Trägheit
mehr das Gleichgewicht hält. Es bildet sich bei größerer Engigkeit von c2 an der Oberfläche
des Wassers ein konkaver Meniskus, der sich beim Schütteln kaum ändert und m
stets verschlossen hält. Der Engigkeit des unteren Behälters ist jedoch eine Grenze durch
die Kapillarität gegeben, indem diese bei zu großer Engigkeit das Wasser festhalten und
ein Abfließen nach g verhindern würde.
Weitere Funktionsstörungen können bei ruhigem Schiefhalten, -stellen oder Schütteln
der Lampe eintreten, indem, ohne daß etwa die Oberfläche des Wassers sich zugleich bewegt,
der Wasserstand unter das Loch m herabsinkt. Diese Nachteile sind graduell
verschieden, je nachdem die Lampe in der Ebene der Fig. 1 oder in einer dazu rechtwinkligen
Ebene schief gehalten wird. In den Schieflagen letztgenannter Ebene läßt sich ein Freiwerden des Luftloches einfach
dadurch vermeiden, daß dieses in die durch die Mittellinien des Karbidbehälters α und des
Behälters c2 bestimmte Vertikalebene gelegt wird. Beim Schiefhalten dreht sich dann der
Wasserspiegel um m, ohne daß ein Freiwerden eintreten kann.
Die Nachteile beim Schiefhalten in der Ebene der Fig. 1 nach links lassen sich dadurch
beseitigen, daß durch Zuhilfenahme der Kapillarwirkung entweder eine gänzliche Unterbrechung oder die Aufrechterhaltung
des Zuflusses aus b in einem dem normalen Verbrauch entsprechenden Maße herbeigeführt
wird. Durch eine gewisse Verengung von m läßt sich erreichen, daß, sobald der Wasserspiegel
eben unter m gesunken ist, jeglicher Zufluß aufhört, daß aber in der Gerade-•
Stellung, wo der Wasserspiegel n> den Meniskus von m wieder berührt, ein erneutes Ausfließen
beginnt. Die Kapillarwirkung in m ist infolge dieser Verengung, sobald w
unter m gesunken ist, so stark, daß sich in m ein konkaver Meniskus bildet und der Austausch
von Luft und Wasser gänzlich aufhört. Erst wenn durch Geradestellen der Lampe eine Berührung des Meniskus durch w
wieder stattfindet und die Oberflächenspannung in m ausgelöst wird, kann Wasser
aus m wieder ausfließen. Diese Einrichtung go
wird jedoch nur bei solchen Lampen angewendet werden können, wo ein längeres
Schiefstellen nicht vorkommt; andernfalls kann durch Verbrauch das Wasser so erheblich
sinken, daß in der Geradestellung eine Berührung des Meniskus in m durch w nicht
mehr möglich ist und der Zufluß für immer stockt. Ist bei der Lampe mit einem längeren
Schiefstellen zu rechnen, so empfiehlt es sich, m nur in dem Maße zu verengen, daß
es in der Geradestellung in einem den Verbrauch der Lampe um ein Geringes übersteigenden
Maße auch dann noch tropft, wenn es von Wasser nicht mehr berührt ist, zugleich dann aber m eine nach der fragliehen
Schieflage hin geneigte Stellung von ungefähr 45 ° (Fig. 3) zu geben. Beim Schiefhalten
nach links ändert sich dann schon bei geringer Winkeldrehung der Vertikalabstand χ
(Fig. 3) zwischen dem oberen und unteren Lochrande so erheblich, daß der Zufluß aus m
gänzlich aufhört. Würde durch längeres Schiefstellen das Wasser in c2 verbraucht und
das Licht nachlassen, so braucht die Lampe nur wieder gerade gestellt zu werden, um m
zum Tropfen zu bringen und c2 mit Wasser von neuem anzufüllen. Es wird ein Verbleiben
der Lampe in der Schief lage für eine noch längere Dauer ermöglicht, wenn man m
derart verengt, daß der Zufluß sich, sobald w unter m sinkt, möglichst in einem dem Verbrauch
entsprechenden Maße verlangsamt und
dem Luftloch wieder eine aufrechte Stellung (Fig. i) gibt. In der Geradestellung, wo w
den Meniskus in m berührt, reguliert sich dann der Zufluß durch die normalen Schwankungen
von n>. Beim Schiefstellen dagegen tropft m, ohne daß etwa eine Berührung des
Meniskus durch w nötig wäre, in demselben Maße weiter, wie das Wasser aus c2 verbraucht
wird, so daß ein wesentliches Kleiner- oder Größerwerden des Abstandes g η ausgeschlossen
ist. Bei starkem Schiefhalten läßt allerdings der Zufluß aus m infolge Zukleinwerdens
des lotrechten Abstandes mehr und mehr nach, um endlich ganz aufzuhören.
Durch Geradestellen wird der Zufluß aus m dann wieder zunehmen und c2 mit Wasser
gefüllt. Beim Schiefhalten usw. von kürzerer Dauer, wie beim Schwenken, ist ein Ausfließen
aus m schon um deswillen nicht möglich, weil die Lampe wieder in die Geradestellung
gebracht ist, bevor der erste Tropfen aus m ausgeflossen ist.
Die besprochenen Mittel reichen nun noch nicht aus, um die übrigen eingangs erwähnten
Übelstände gänzlich zu verhindern. Beim Umfallen der Lampe kann das Luftloch m
so zu liegen kommen, daß der untere Teil desselben vom Wasserspiegel in c2 eben berührt
wird, so daß ein Austausch von Luft und Wasser im Luftloch so lange stattfindet,
bis das Wasser an den oberen Rand von πι gestiegen ist. Wegen der Horizontallage von
c2 können die in dieses und die sich daran anschließenden Rohre hineinfließenden Wassermengen
so erheblich sein, daß beim nachherigen Aufrechtstellen der Lampe der Wasserstand w zu hoch steht. Um diesen
Störungen vorzubeugen, wird die Lampe am zweckmäßigsten so eingerichtet, daß in der
Horizontallage jeglicher Zufluß nach c2 aufhört. Fällt die Lampe so um, daß das Luftloch
mehr oder weniger flach liegt, so wird allerdings ein Austausch von Luft und Wasser
in m schon um deswillen aufhören, weil der Vertikalabstand χ zwischen dem oberen und
unteren Lochrand gleich Null oder doch zu klein ist, um eine Störung der Gleichgewichtslage
des Wassers in m zuzulassen. Fällt jedoch die Lampe nach jenen Richtungen um,
wo das Loch eine mehr oder weniger aufrechte Stellung beibehält, so sind besondere
Mittel anzuwenden, um diesen Austausch zu verhindern. Zu diesem Zweck ist vor dem
Luftloch m die U-förmig gebogene, an die Wandung von c2 sich dicht anschließende
Scheidewand h1 (Fig. 1 und 2) anzubringen,
deren obere und untere, der Wandung von c2 ebenfalls angepaßte Umbiegung die kleinen,
kapillarwirkenden Löcher o1 und o2 haben.
In der aufrechten Stellung der Lampe findet die Luft durch o1 ihren Zutritt zu in und
das Wasser durch o2 seinen Austritt nach c2.
Beim Umfallen dagegen füllt sich zunächst der Raum zwischen hl und der Wandung
von c'2 mit Wasser an, ein weiteres Austreten von Wasser aus b und Eintreten von Luft
in b ist aber wegen der Kapillarwirkung der dann in gleicher oder nahezu gleicher Höhe
liegenden Löcher o1 und o2 nicht mehr möglich.
Durch die Scheidewand h1 läßt sich auch
der weitere Übelstand vermeiden , daß beim Schütteln der Lampe infolge seiner Trägheit
Wasser aus b durch in herausgeschleudert werden kann. Es wird dies immer dann
leicht eintreten können, wenn die Lampe in denjenigen Schiefstellungen geschüttelt wird,
wo w unter m gesunken ist, ein Eindringen von Luft in b durch das Wasser in c2 also
nicht verhindert wird. Auch in diesem Falle wird sich nur der Zwischenraum zwischen /21
und c2 mit Wasser füllen können und wird letzteres alsdann in den kapillaren Löchern o'
und o2 festgehalten.
Die Scheidewand /21 erfüllt ferner den
Zweck, beim Entweichen des Gases durch c2 nach außen, wie es aus den eingangs angeführten
Ursachen eintreten kann, ein Eindringen des Gases in b durch m zu erschweren.
Zwar läßt sich ein solches Eindringen in den oberen Behälter bei der vorliegenden
Form der Lampe außer durch die genannte Scheidewand h1 auch dadurch vermeiden,
daß das c1 mit d verbindende Rohr c3
etwas höher gelegt wird als das Verbindungsrohr c4. Da sich das Gas stets den bequemsten
Weg sucht, wird es bei genügendem Abstand zwischen cB und c4 nur durch
c3 entweichen. Durch Höherlegen des Rohres c3 wird ein Ausströmen des entweichenden
Gases durch c1 jedoch nur dann erzwungen, wenn die Lampe gerade steht oder
nur wenig geneigt ist. Wird dagegen die Lampe bei heftigem Ausströmen des Gases gleichzeitig nach links schief oder gar horizontal
gehalten, so wird ein Eintreten des letzteren in den Behälter c2 nicht vermieden,
indem der Anprall des empor geworfenen Wassers und gespannten Gases gegen den Meniskus in in fortwährend einen unzeitigen
Austausch von Gas und Wasser hervorruft. In diesem Falle tut dann die Scheidewand h1
ihre Dienste, indem sie Wasser und Gas an m vorbeileitet. Bei genügender Engigkeit von o1
und o2 ist die Adhäsion des Wassers in diesen Löchern (oder Schlitzen) so stark, daß der
Anprall von Wasser und Gas gegen m gemildert und eine Störung des Gleichgewichtes
des Wassers in m fast vollkommen vermieden wird. Das Entweichen des Gases durch o1
und o2 läßt sich noch durch weitere Schutzwände oder Drosselorgane vor diesen Löchern,
wie etwa durch die Scheidewand h2, erschweren,
die für gewöhnlich wohl ein Ausfließen von Wasser aus b nach c durch den
Zwischenraum o3, nicht aber so leicht ein Eindringen von Gas durch o2 zuläßt. Die
Scheidewände können auch im Innern von b hinter m angebracht werden. Auch können
statt der Scheidewände feine Netze mit kapillar wirkenden Maschen und statt der
ίο Löcher o1 und o2 feine kapillar wirkende
Schlitze oder Röhrchen usw. Verwendung finden.
Die Verwendung von d und c1 (Fig.i)
zum Ableiten des Gases setzt voraus, daß diese Rohre d und c2 keine größere Länge
haben als zum Zurückhalten des Gases im Karbidbehälter bei normalem Brennen gerade
nötig ist. Ferner muß der Behälter c2 so geräumig gestaltet werden, daß er das aus d
und c4 herausgedrängte Wasser oder ein Mehrfaches dieser Wassermenge faßt, damit
kein Wasser in k2 hineingelangt und aus der Lampe herausgeworfen wird. Es ist endlich
t dafür zu sorgen, daß beim Entweichen des Gases das Wasser in c2 nicht kapillar festgehalten
wird, daß also c2 bei seiner Engigkeit immer noch eine genügende Weite hat,
um den Gasblasen einen bequemen Durchgang durch das Wasser hindurch nach außen zu gewähren, ohne letzteres in c2 erheblich
emporzuschleudern oder gänzlich aus der Lampe zu verdrängen. Um diese Zwecke
möglichst vollkommen zu erfüllen, ist am oberen Ende, von c1 und c2 eine derartige
Erweiterung f dieser Behälter vorgesehen, daß etwa von Gas mitgerissenes Wasser vermöge
seiner Trägheit zurückfallen kann und die vom entströmenden Gas gebildeten Wasserblasen
leichter platzen können, das Gas also völlig wasserfrei in die Rohre k1 bezw. k2
gelangt.
Wenn auch die angegebenen Mittel zur Verhütung des Eindringens von Gas in den
oberen Behälter beim Entweichen desselben für viele Fälle der Praxis schon ausreichen,
so wird der fragliche Zweck doch noch vollkommener erfüllt, wenn außer den Scheidewänden
h1 und /z2 eine noch weitergehende
Verengung des Luftloches m selbst vorgenommen wird und letzterem die den Löchern
o1 und o2 zufallende Rolle mit übertragen
wird. Die Verengung von m hat jedoch bei der Anordnung der Fig. 1 bis 3 eine bestimmte
Grenze.
Würde m über diese Grenze hinaus verengt, so wäre der lotrechte Abstand χ (Fig. 1
und 3) zwischen dem oberen und unteren Lochrande zu klein, um einen Austausch von
Luft und Wasser in den beiden Lochhälften überhaupt möglich zu machen. Die Grenze
der Verengung ist daher durch die zur Gaserzeugung mindestens erforderliche Wassermenge
bestimmt. Für die meisten Fälle der Praxis liegt nun diese durch die Verbrauchsmenge bestimmte Grenze der Verengung so,
daß sie das Eintreten des entweichenden Gases in b noch nicht vollständig verhindert.
Die Fig. 4 und 5 stellen nun Ausführungsbeispiele einer Lampe dar, bei welcher sich
ein höherer Grad der Verengung erreichen läßt. Das Hilfsmittel besteht darin, daß der
den Austausch von Luft und Wasser bewirkende lotrechte Abstand vergrößert und gleichzeitig die wagerechte Abmessung des
Loches m zwecks Vermehrung der Kapillarwirkung verkleinert wird. Es kann dies entweder
durch Anwendung eines aufrecht gestellten ovalen Loches oder Schlitzes an Stelle eines runden Loches oder durch Verwendung
eines an den Boden von b angeschlossenen und in das Wasser des unteren Behälters etwas hineinragenden Rohres i
(Fig. 4 und 5) geschehen. Der Abstand χ zwischen dem oberen Lochrand von m und
der Rohrmündung r richtet sich nach dem Grad der Engigkeit von m und muß mindestens
so groß bemessen werden, daß, wenn i in das Wasser von c2 eben eintaucht,
die Wassersäule x1 zwischen n>
und m (Fig. 4) der Adhäsion in m das Gleichgewicht hält. Es bedarf . dann nur eines kleinen Übergewichtes
dieser Wassersäule, um die Gleichgewichtslage zu stören und eine Luftblase in m eindringen und Wasser aus r austreten
zu lassen. Tritt infolge Sinkens von w eine kleine Wassermenge aus r aus, so steigt n>
wieder, bis die Wassersäule die Höhe x1 erreicht
hat und die Gleichgewichtslage wieder hergestellt ist. Dieses Spiel wiederholt sich
bei jedesmaligem Sinken des Wasserspiegels w. Die Länge des Rohres i wird gleich Null in
den Fällen der Fig. 1 bis 3, wo die Adhäsionswiderstände
in m so gering sind, daß ohne Zuhilfenahme einer die Adhäsion ausgleichenden
Wassersäule x1 der Austausch von Luft und Wasser im Loche selbst stattfinden
kann. Das Rohr i muß natürlich auch möglichst verengt werden, damit durch keinerlei
äußere Einwirkungen Gleichgewichtsstörungen des Wassers in i und in eintreten können,
die Adhäsion in i und m vielmehr die Trägheit des etwa durch Stöße usw. in Bewegung
gesetzten Wassers überwindet.
In den Schieflagen der zur Ebene der Fig. 4 rechtwinkligen Ebene läßt sich eine
Zunahme des Abstandes x1 durch Verlegung von m in die durch die Mittellinien des Karbidbehälters
α und des Behälters c2 bestimmte
Vertikalebene vermeiden.
Zur Beseitigung der Nachteile des Schiefhaltens nach links in der Ebene der Fig. 4
kann eine gänzliche Unterbrechung oder die
Aufrechterhaltung des Zuflusses in einem dem Verbrauch entsprechenden Maße herbeigeführt
werden. Um eine Unterbrechung zu erzielen, ist r so nahe unter wλ w 2 zu
legen, daß schon bei geringem Schiefhalten iv unter r sinkt und r frei wird. Außerdem
sind die Länge und Verengung von i derart zu bemessen, daß beim Freiwerden von r die
zur Adhäsion in m und i hinzutretende Oberflächenspannung des Wassers in r ein Ausfließen
unmöglich macht. Der normale Zufluß tritt wieder ein, wenn beim Geradehalten das Wasser in r durch rv wieder berührt
und hierdurch die Oberflächenspannung in r ausgelöst wird. Um bei etwa durch
Verbrauch zurückgetretenem Wasserstand in c2 eine Steigerung desselben bis an r
wieder herbeizuführen, sind Länge und Verengung von i so zu bemessen, daß i in der
Geradestellung auch dann noch tropft, wenn r von w nicht berührt wird. Außerdem ist
das Luftloch m nach der Innen- und die Mündung r nach der Außenseite der Wandung
von c2 (Fig. 5) zu verlegen. Wird dann die Lampe nur wenig geneigt, so verkleinert
sich der Vertikalabstand zwischen m und r schon bei geringer Drehung so erheblich,
daß ein Ausfließen von Wasser aus f sofort aufhört, und die Lampe braucht nur
wieder geradegestellt zu werden, um i zum Tropfen zu bringen, ohne daß etwa w bis
an r heranreicht.
Auch kann i in bezug auf Länge und Querschnitt derart bemessen werden, daß der
Zufluß der Verbrauchsmenge gerade entspricht. Der Abstand g η bleibt dann beim
Schiefstellen auf längere Dauer ziemlich unverändert, da dem Behälter c'2 die nämliche
Wassermenge zufließt, die ihm entzogen wird.
Für letzteren Fall ist es zweckmäßig, die in Fig. 4 angenommene Lage von r gegenüber πι
anzuwenden, wobei m nach der Außen- und r nach der Innenseite von c2 verlegt ist. Durch
diese Lage wird im Gegensatz zu derjenigen von Fig. 5 erreicht, daß beim Schief halten
der Abstand zwischen m und r nur ganz allmählich abnimmt.
Durch die Verengung von m unter Anwendung des verengten Rohres i lassen sich
nun alle Störungen, welche bei den Ausführungsformen der Fig. 1 bis 3 noch ihren
Grund in der zu großen Lochweite haben, gänzlich vermeiden. Es kann weder beim Hin- und Herschütteln Wasser aus m herausgeschleudert
werden, noch beim Umfallen ein Austausch von Luft und Wasser stattfinden. Letzteres setzt allerdings voraus,
daß in der Lage der umgefallenen Lampe der Horizontalabstand y zwischen m und r
(Fig. 4) nicht größer ist als der Abstand x1, und daß i nahezu auf die nämliche Kapillarität
gebracht wird wie diejenige von m. Fällt dann die Lampe so um, daß m oberhalb r
liegt, so ist die Wassersäule y zu klein, um die Adhäsion in m zu überwinden. Kommt
umgekehrt r oberhalb m zu liegen, so verhindert die Adhäsion von i oder r ein Eindringen
der Luft in b durch i und ein Austreten von Wasser aus m.
Bei etwaigem Entweichen von Gas durch den Behälter c2 nach außen werden die Verengungen
von m und i ein Eindringen von Gas durch m in b und ein Ausfließen von
Wasser aus i nach c2, sowie ein Eindringen von Gas durch i in b und ein Ausfließen
von Wasser aus m nach c2 verhindern, so daß die Gleichgewichtslage des in i, m und b
befindlichen Wassers in anormaler Weise nicht gestört wird. Der Anprall des Wassers
gegen m wird noch dadurch erheblich gemildert, daß sich im Gegensatz zu Fig. 1
bis 3 zwischen m und w ein größerer Zwischenraum von der Höhe x1 befindet, in
welchem die Stoßkraft des hochgeschleuderten Wassers zum Teil verloren geht.
Da eine sehr weit getriebene Verengung von m einen großen Abstand x1 und damit
eine große Lampenhöhe bedingen würde, in der Praxis aber vielfach eine bestimmte
Lampenhöhe nicht überschritten werden darf, so wird man bei gewissen Lampenarten, wie
bei Grubenlampen, nicht über eine bestimmte Verengung hinausgehen - dürfen und außer
der zulässigen, zur Vermeidung von Störungen an sich nicht allein ausreichenden Verengung
noch Scheidewände vor dem Luftloch und der Mündung r des Röhrchens i anbringen
müssen, damit hierdurch der Stoß des gespannten Gases und des davon hochgeschleuderten
Wassers gegen das in m, i und b befindliche Wasser gemildert und eine anormale
Störung der Gleichgewichtslage des letzteren vermieden wird. Zu diesem Zweck kann,
wie in Fig. 5 dargestellt ist, vor dem Luftloch m die Scheidewand h1 mit den kapillar
wirkenden Löchern o1 und o2 für den Luftdurchlaß
und vor der Mündung r des Rohres i die Scheidewand /z2 mit den kapillar wirkenden
Löchern o3 und 0* für den Luft- und Wasserdurchlaß angebracht werden. Beim Ent- no
weichen von Gas ist dann die Adhäsion in o\ o2, o3, o4, m und i so stark, daß eine Störung
des Gleichgewichtes nicht stattfinden kann. Statt des Luftloches m kann auch ein kurzes,
kapillar wirkendes Röhrchen angewendet werden.
Die Ausführungsform der Fig. 1 und 2 leidet an dem Mangel, daß ein längeres
Schiefstellen in der Ebene der Fig. 1 nach links ein Nachlassen des Lichtes infolge iao
mangelnden Zuflusses zur Folge hat, und daß das dauernde normale Brennen ein Gerade-
setzen der Lampe erfordert. Dieser Mangel ist in den Ausführungsformen der Fig. 6 bis ι ο
dadurch beseitigt, daß die Behälter c1 und c2
in ein einziges, in der Mitte der Lampe liegendes, möglichst eng gehaltenes Behälterchen
c vereinigt sind.
Der Behälter c ist an dem kegelförmigen Boden des Behälters b befestigt, der den
Deckel des Entwicklers α bildet. Das Schlangenrohr k verbindet den Behälter c mit der
Luft und verhindert ein Auslaufen von Wasser aus der Lampe bei etwaigem Umfallen. Das
Rohr τρ verbindet den Entwickler mit dem Brenner. Das Wasser wird dem Karbid aus
dem Behälter c durch das Rohr d1 d2 und
dessen Düse g zugeführt, die möglichst in der Mitte des Entwicklers α liegt. Das runde
und vertikal gestellte Luftloch m ist an dem in c hineinragenden konischen Stutzen i des
Bodens von b angebracht. Sinkt der Wasserspiegel durch Verbrauch des Wassers in c, so
tritt Luft durch k und die obere Lochhälfte von m in b ein, was ein gleichzeitiges Austreten
des Wassers aus der unteren Lochhälfte von m so lange zur Folge hat, bis es
wieder bis an den oberen Rand von m gestiegen ist.
Beim Schiefhalten und Schütteln ist weder ein vermehrtes Austreten noch ein merkliches
Zurücktreten des Wassers bei g möglich, da g lotrecht unter dem Mittelpunkt oder neutralen
Punkt η des Wasserspiegels w liegt und der Abstand zwischen g und w sich infolgedessen
nicht wesentlich verändert.
Beim Umfallen tritt ein vermehrtes Ausfließen aus g erst recht nicht ein, da dann
der lotrechte Abstand des Wasserspiegels w von g am kleinsten ist und der Gasdruck in a
das Wasser in d2 leicht zurückhalten wird, vorausgesetzt, daß das Rohr d2 derart verengt
ist, daß das Wasser durch Adhäsion genügend festgehalten wird und den Rohrquerschnitt
auch nach dem Umfallen der Lampe ausfüllt. Ein Freiwerden von m und ein unzeitiges Ausfließen von Wasser aus b
kann beim Schiefhalten nicht eintreten, da m mit η zusammenfällt und der Wasserspiegel
sich um m dreht. Auch kann wegen der Engigkeit von c durch Schütteln das Wasser
nicht derart hin- und hergeschleudert werden, daß die Oberflache eine wellenförmige Gestalt
annimmt. Es bildet sich um i ein ringförmiger Meniskus, der beim Schütteln seine
Lage kaum verändert und m stets verschlossen hält. Der Engigkeit von c ist die Grenze
durch die Kapillarität gegeben, indem diese bei allzu großer Engigkeit das Wasser festhalten
und ein Abfließen nach g verhindern würde.
Es macht nun für die Regelmäßigkeit des Brennens nicht viel aus, wenn die Öffnungen
g und in nicht genau in der Mittellinie von c liegen, da es nur darauf ankommt, im
praktischen Gebrauch Störungen durch unregelmäßigen Wasserzufluß zu verhindern. Bei genügender Engigkeit von c dürfen daher
z. B. auch die Löcher m und g in dessen Wandung verlegt werden (Fig. 8). Der Rohrschenkel
d1 wird hier durch eine A^erlängerung
des Behälters c gebildet.
Um beim Umfallen der Lampe den Zufluß des Wassers vollkommen zu unterbrechen, ist
das Luftloch m, wie in den Fig. 1 und 2, möglichst verengt und vor dem Luftloch die
Scheidewand hl mit den kapillaren Löchern o1
und o2 (Fig. 8) angebracht. Die Scheidewand und die Verengung von m verhindern
gleichzeitig bei etwaigem Freiwerden des Luftloches m ein Herausschleudern des
Wassers aus b durch m infolge starken Schütteins.
Auch wird durch die angegebenen Mittel das Eindringen von bei Überdruck im Karbidbehälter
durch d1, d2 und c entweichendem
Gas in den Behälter b für gewöhnlich hinreichend vermieden. Die Verwendung des
Behälters c zum Ableiten des Gases nach außen setzt voraus, daß zur Vermeidung des
Herauswerfens von Wasser aus der Lampe auch hier die bei Beschreibung der Fig. 1 bis 3
besprochenen Mittel (Erweiterung f usw.) angewendet werden.
In Fällen, wo mit einer heftigen Gasentwicklung zu rechnen ist, reichen die angegebenen
Mittel allerdings noch nicht aus, um ein Eindringen der entweichenden Gasblasen in b vollkommen zu verhindern, und
es ist dann notwendig, die in den Fig. 4 und 5 benutzten Mittel, welche eine weitergehende
Verengung des Luftloches m zulassen, event. zur Vermeidung einer zu großen Lampenhöhe
in Verbindung mit vor dem Luftloch m angebrachten Scheidewänden h1 und h2 anzuwenden.
Die Fig. 9 und 10 lassen die Nutzbarmachung des entwickelten Gedankenganges
auf die Grundform der Fig. 6 erkennen. Um Störungen durch unzeitiges Größerwerden der Wassersäule x1 (Fig. 9) infolge
Schiefhaltens usw. zu vermeiden, ist m, wie bei Fig. 6 bis 8, möglichst in die Mittellinie
des Behälters c zu legen, so daß beim Schiefhalten usw. der Vertikalabstand zwischen
m und w wohl etwas kleiner, nicht aber wesentlich größer werden kann als der
Abstand x1. Das Rohr i muß um so weiter
in das Wasser von c hineintauchen, je weiter seine Lage von der Mittellinie von c entfernt
ist, damit beim Schiefhalten ein Freiwerden der Mündung r vom Wasserspiegel w und
eine Unterbrechung des Zuflusses nicht eintreten kann. Am besten liegt i ebenfalls in
der Mittellinie von c, damit .sich beim Schief-
halten der Wasserspiegel um i oder r dreht. Es ist jedoch auch bei dieser Mittellage von i
zweckmäßig, das Rohr i über den Mindestabstand χ hinaus in c hineinragen zu lassen,
damit, falls etwa einmal sämtliches Wasser aus c herausgeworfen sein sollte, ζ wieder
von selbst zu tropfen anfangen und c von neuem füllen kann. Letzteres würde nicht
der Fall sein, wenn i nur gleich dem Mindestabstand χ und zugleich stark verengt wäre,
indem dann durch Adhäsion und Oberflächenspannung das Wasser in i zurückgehalten würde.
Die zur Vermeidung des Herausschleuderns von Wasser aus der Lampe beim Entweichen
von Gas dienende Erweiterung/ (Fig. 9) bietet hier zugleich ein Mittel, ein Eindringen des
entweichenden Gases in b noch mehr zu erschweren, als es schon durch die starke Verengung
von in und den Zwischenraum zwisehen m und n>
erreicht wird, wenn die Erweiterung so geräumig gestaltet wird, daß sie ein Vielfaches des aus d1 d2 herausgedrängten
Wassers faßt und der Wasserstand während des Entweichens von Gas etwa das Niveau τρί, w9 (Fig. 9) erreicht. Es wird
dann noch weniger als in den Fig..4 und 5 möglich sein, daß das emporgeschleuderte
Wasser einen Stoß gegen m. ausübt und hier eine unzeitige Störung des Gleichgewichts
hervorruft, weil es nicht bis an m gelangt. Auch das entweichende Gas hat in der Nähe
von m seine Spannung verloren und bleibt daher ohne Einwirkung auf den Meniskus
in m. Der Behälter c kann natürlich unterhalb der Erweiterung f bis zu der Grenze,
wo das Wasser dem Gas noch seitlich ausweichen kann, verengt werden. Eine noch weitergehende Verengung von c ist zulässig,
wenn f so geräumig ist, daß es beim Entweichen von Gas das Wasser von d1, d2 und c
zusammen aufnehmen kann. Es empfiehlt sich auch, bei vorliegender Ausführungsform
zur Vermeidung einer zu großen Lampenhöhe die Verengung von m nicht zu weit zu
treiben und vor m und r die Scheidewände hl
und h2 mit den kapillar wirkenden Löchern o1,
o2, o3 und o4 anzubringen.
Es macht für die Regelmäßigkeit des Brennens nun nicht viel aus, wenn bei genügender
Engigkeit des Behälters c, m und r in der Wandung von c, also außerhalb der
Mittellinie dieses Behälters, ähnlich wie in Fig. 3 und 8 liegen. Auch lassen sich m, i und r
durch einen in der Wandung von c angebrachten kapillar wirkenden Schlitz ersetzen.
Falls etwa zur Erzielung einer größeren
Lichtstärke die Zufuhr des Wassers aus dem oberen zum unteren Behälter bei Anwendung
eines einzigen kapillaren Luftloches nicht ausreicht, kann der Ablauf durch Anbringung
mehrerer kleiner,, in derselben Höhe liegender kapillar wirkender Luftlöcher beliebig vergrößert
werden, in welchem Falle dann auch die Mündung des genügend erweiterten Rohres i
mit mehreren entsprechenden, in gleicher Höhe liegenden kapillaren Mündungslöchern versehen
sein muß. Eine solche Anordnung stellt Fig. 10 dar, wo die Luft ihren Eingang
in b durch die kapillaren Löcher m1, m2, m3
usw. und das Wasser seinen Austritt nach c durch die Löcher r1, r2, r3 usw. findet. Der
den Behälter c umgebende Mantel i stellt die Verbindung der Löcher r1, r2 r3 usw. mit dem
oberen Behälter her.
Claims (6)
1. Acetylenlampe, bei der der Druck des dem Karbid zufließenden Wassers zufolge
Anwendung übereinander liegender, durch für Luftzuführung und Wasseraustritt vorgesehene Mittel verbundener
Wasserbehälter stets der gleiche bleibt, dadurch gekennzeichnet, daß behufs Verwendung
der Lampe für Zwecke, bei denen ein Schiefhalten, Schütteln, Stoßen oder Stürzen unvermeidlich ist, die zum Karbid
führende Ausflußöffnung (g) des in Bezug auf den Wasserspiegel (wl, w2) möglichst
symmetrisch und eng ' gehaltenen unteren Wasserbehälters (c bezw. c1, c2,
c3, cl) lotrecht oder nahezu lotrecht unterhalb
desjenigen sogenannten neutralen Punktes (n) des Wasserspiegels (n>) liegt,
welcher beim Schiefhalten seine Lage zur Lampe nicht oder nur unerheblich ändert.
2. Eine Ausführungsform der Acetylenlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Austrittsöffnung (m) des Luftzuführungsmittels für den oberen Wasserbehälter (b) möglichst mit dem neutralen
Punkt (n) des Wasserspiegels zusammenfällt.
3. Eine Ausführungsform der Acetylenlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß behufs Vermeidung des beim Umstürzen der Lampe möglichen Auslaufens von Wasser in den Karbidraum
die Weite des unteren Wasserbehälters oder eines Teiles desselben gleich oder kleiner als der Abstand (g n) zwisehen
Austrittsöffnung (g) und neutralem Punkt (n) bemessen ist, oder daß der obere,
wasserleere Behälterteil event, nebst seinen Anschlüssen (k bezw. k1, k2) beim Umstürzen
der Lampe so viel Wasser fassen kann, daß der Abstand des Wasserspiegels (w) von der Ausflußöffnung auch in dieser
Lage möglichst der gleiche bleibt wie in der Geradestellung.
4. Eine Ausführungsform der Acetylenlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Vermeidung eines
Überdruckes des aus irgend einem Grunde stark entwickelten Gases der zur Ableitung
desselben benutzbare untere Wasserbehälter ein den Inhalt der kommunizierend ausgeführten
Zuführungsleitungen fd1, d2 bezw. d) möglichst mehrfach umfassendes
Volumen erhält, und daß einesteils eine der kommunizierenden Zuführungsleitungen
fd1 bezw. c1, C2J zweckmäßig weiter ausgeführt
ist als die andere (d bezw. d2), um den Gasblasen das Entweichen zu erleichtern,
andernteils der Wasserbehälter zweckmäßig eine obere, das Zurückfallen des vom Gase verdrängten Wassers erleichternde
und den Stoß des Wassers gegen die Wasserzuleitungsorgane mildernde Erweiterung ff) besitzt.
5. Eine Ausführungsform der Acetylenlampe
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Luftzuführungsmittel
fm) zwecks Erschwerung des Austausches von Luft und Wasser kapillar
wirkend verengt ist und wegen dieser Verengung nötigenfalls mit einem ebenfalls kapillar gehaltenen, den oberen und unteren
Wasserbehälter verbindenden, in horizontaler Richtung vom Luftzuführungsmittel fm) zweckmäßig nicht weiter als
um den Vertikalabstand des letzteren vom Wasserspiegel entfernten Röhrchen ft),
Schlitz oder dergl. zusammenwirkt, wobei durch den Einbau von eventuell mit kapillaren
Öffnungen (0 \ o1) versehenen
Scheidewänden (h1, K1), Drosselorganen
oder dergl. vor oder hinter dem Luftzuführungsmittel fm) und dem Röhrchen ft)
oder Schlitz usw. dem etwa entweichenden Gase ein lediglich ins Freie gerichteter
Weg vorgeschrieben bezw. noch mehr erleichtert werden kann.
6. Eine Ausführungsform der Acetylenlampe nach Anspruch 1 und 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das den oberen und unteren Wasserbehälter verbindende Organ ft) möglichst in der Mittellinie des
unteren Wasserbehälters liegt und eine stete Verbindung des oberen und unteren Wasserbehälters herbeiführt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE183572T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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|---|---|---|---|
| DENDAT182222D Active DE182222C (de) | |||
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE183572C (de) | |
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