[go: up one dir, main page]

DE1695329C - Verfahren zur Herstellung von 5-Purinnucleotiden durch Fermentation von Mikroorganismen in Gegenwart von Antibiotica oder oberflächenaktiven Substanzen. Ausscheidung aas: 1570022 - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 5-Purinnucleotiden durch Fermentation von Mikroorganismen in Gegenwart von Antibiotica oder oberflächenaktiven Substanzen. Ausscheidung aas: 1570022

Info

Publication number
DE1695329C
DE1695329C DE1695329C DE 1695329 C DE1695329 C DE 1695329C DE 1695329 C DE1695329 C DE 1695329C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
amounts
hours
microorganisms
fermentation
encore
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Nara Tokio; Masanaru Misawa; Kawasaki; Toshio Komuro Tokio; Takashi (Japan). C07d 99-04
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KH Neochem Co Ltd
Original Assignee
Kyowa Hakko Kogyo Co Ltd
Publication date

Links

Description

1 2
Verfahren zurv Herstellung von 5'-Purinnucleotiden Im Rahmen der Erfindung werden Antibiotics, wie
aus Purinbasen ;durch Fermentierung von Mikro- Penicillin, Mitomycin, Streptomycin, Cycloserin, Ba-
organismen sind aus den französischen Patentschriften citracin, Tetracyclin, Hydroxytetracyclin, Chlortetra-
849 519 und I 301 052 bekannt. Jedoch ergeben die cyclin, Carzinophilin (Antibioticum aus Strep. Saha-
bekannten Verfahren nur geringe Ausbeuten an dem 5 chiroi-KuIturen), Kanamycin oder Neomycin benutzt,
gewünschten 5'-Purinnucleotid. Besonders wirksam sind Mitomycin, Penicillin,Strepto-
Demgegenüber befaßt sich die Erfindung mit einem mycin und Cycloserin.
Fermentationsverfahren zur Herstellung von 5'-Purin- Im allgemeinen wird das Antibioticum bei Beginn nucleotiden, wie 5'-lnosinsäure, 5'-Xanthylsäure, der logarithmischen Wachstumspenode der Mikro-5'-Guanylsäure und 5'-Adenylsäure in wirtschaftlich io Organismen, wenn deren Zunahme üblicherweise ausgünstiger Weise im Industriemaßstab aus Purinbasen. nehmend stark ist, zugefügt. Jedoch wird eine weitere
Geeignete Basen sind z. B. Hypoxanthien, Guanin Zunahme an gewünschtem Produkt dann erzielt, und Adenin. Die Basen können als solche oder als wenn das Antibioticum kurz nach der obengenannten Nucleoside oder in Naturprodukten, die Basen bzw. Periode bei normalem Wachstum der Bakterien zuge-Nucleoside enthalten, vorliegen. Die erfindungsgemäß 15 fügt wird, und es erfolgt dann eine ausgezeichnete Anverwendeten Mikroorganismen sind Brevibacterium reicherung.
ammoniagenes ATCC 6871 und 6872 und Micro- Gemäß der Erfindung können die vorstehenden mit
coccus sodonensis ATCC 15 932. Antibiotica erzielbaren Ergebnisse, d.h. die Unter-
Die Erfindung befaßt sich mit einer Verbesserung drückung des übermäßigen Bakterienwachstums zu-
der bei der fermentativen Herstellung von 5'-Purin- 20 gunsten der Bildung von 5'-Purinnucleotid, statt durch
nucleotiden mit Brevibacterium ammoniagenes oder Zugabe von Antibiotica auch durch die Verwendung
Micrococcus sodonensis auftretenden Verminderung von oberflächenaktiven Substanzen im Fermentations-
dcr Ausbeute des angestrebten Produktes infolge über- medium erreicht werden.
mäßiger Zunahme von Mikroorganismen wegen der Die Bildung der gewünschten Produkte wird ferner
Anwesenheit zu großer Mengen wachstumsfördernder »5 dadurch erhöht, daß oberflächenaktive Mittel nicht
Substanzen. Diese Erscheinung ist um so leichter zu nur im Falle übermäßigen Bakterienwachstums zuge-
beobachten, wenn Nährstoffe mit großem Gehalt an fügt werden, sondern auch, ähnlich wie bei der Be-
wachstumsfördernder Substanz, z. B. einige Arten handlung mit Antibiotica, wenn 5'-Purinnucleotid
Maisquellwasser, Reiskleie oder Fischextrakte ver- ausgezeichnet entwickelt wird,
wendet werden. 30 Als oberflächenaktive Mittel können solche mit
Ebenso wie die übermäßige Zugabe von Amino- kationischen, anionischen, amphoteren oder nicht säurequellen verursacht die Zufügung kleiner Mengen ionischen Eigenschaften verwendet werden. Kationenvon Substanzen, wie Mangansalz oder Eisensalz, in aktive Substanzen sind am wirkungsvollsten, dann einer über einem bestimmten Wert liegenden Konzen- folgen nichtionische Substanzen, und etwas weniger tration zum Kulturmedium, welches Pantothensäure 35 wirkungsvoll sind anionenaktive Stoffe. Beispiele für und Thiamin enthält, ungewöhnliches Bakterienwachs- kationenaktive Stoffe sind Polyoxyäthylenalkylamin, turn und damit geringe Bildung von 5'-Purinnucleotid. Cetylpyridinchlorid, Cetyltrimethylammoniumbromid Aus wirtschaftlichen Gründen werden als Quelle für und Alkyldimethylbenzylammoniumchlorid. Beispiele AminosäurenzweckmäßigerweisebilligeNaturprodukte für nichtionische oberflächenaktive Stoffe sind Gebenutzt. Einige dieser Naturprodukte enthalten jedoch 40 mische aus 40% Polyoxyäthylen und 60% PoIyauch erhebliche Mengen Eisen- oder Mangansalz. propylen oder aus 10% Polyoxyäthylen und 90%
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung Polypropylen.
von 5'-Purinnucleotiden durch Fermentation von Im allgemeinen empfiehlt es sich, die oberflächen-
Mikroorganismen in einem wäßrigen Nährmedium, aktiven Mittel relativ spät in der Periode des logärith-
das neben üblichen Mengen an Kohlenstofflieferanten, 45 mischen Wachstums der Mikroorganismen — im
Stickstoffquellen, anorganischen Salzen und Vitamin H Falle übermäßig starker Zunahme — zuzufügen,
auch größere Mengen wachstumsfördernder Substan- Wenn z. B. das maximale Wachstum 30 mg/ml,
zen sowie Eisen- und Mangansalze enthalten kann, bezogen auf getrocknete Bakterienzellen, ausmacht,
in Gegenwart einer dem 5'-PurinnucIeotid entsprechen- so ist es zweckmäßig, die Substanz bei zwei Drittel
den Purinbase als Vorläufer ist dadurch gekennzeich- 50 dieser Größe, d. h. bei etwa 20 mg/ml, zuzugeben,
net, daß man als Mikroorganismen Brevibacterium Die Zunahme des zu gewinnenden Produkts wird
ammoniagenes ATCC 6871 und 6872 oder Micro- weiter erhöht, wenn man die oberflächenaktiven
coccus sodonensis ATCC 15 932 verwendet und dem Substanzen zu einem späteren als dem obengenannten
Fermentationsmedium ein Antibioticum oder eine Zeitpunkt zufügt, also kurz danach,
oberflächenaktive Substanz in der Periode des loga- 55 Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung an
rithmischen Wachstums oder Mikroorganismen oder Hand bevorzugter Ausführungsformen. Falls nichl
kurz danach zugibt. anders angegeben, beziehen sich die Prozentangaben
Erfindungsgemäß wird somit die unerwünschte Ent- in den folgenden Beispielen auf das Gewicht prc
wicklung von Mikroorganismen ohne ausreichende Volumen Fermentationsmedium.
Erzeugung der 5'-Purinnucleotide verhindert, indem 60
die Fermentation in einem Fermentationsmedium mit Beispiel 1
zugefügten Antibiotica oder oberflächenaktiven Mit- Als Impfbaktcrium wird Brevibacterium ammonia-
teln ausgeführt wird, wodurch die Erzeugung von genes (ATCC 6872) 24 Stunden in einem Kultur-
5'-Purinnucleotid erhöht wird. Die Anwesenheit von medium aus 2% Glucose, 1,5% Pepton, 0,2% Harn
Antibiotica ist für eine Maximalerzeugung von 5'-Pu- 65 stoff, 0,Γ'/0 K2HPO4, 0,03% MgSO4 · 7 H2O, 0,3"/,
rinnucleotid auch dann zweckmäßig, selbst wenn keine NaCl, 0,01% FeSO1 · 7 H2O und 30 y/l Vitamin H
Bedingungen vorliegen, die ein übermäßiges Wachs- (Restprozente — Wasser), pH = 7,3, kultiviert. Dam
turn von Mikroorganismen begünstigen. werden 10 Volumprozent dieser Impfkultur auf eir
Fermentationsmedium übertragen. Beide Medien sind zuvor sterilisiert worden. Die Kultivierung wird bei 300C unter Schütteln in einem Fermentationsmedium durchgeführt, das die folgende Zusammensetzung aufweißt: 10 "/„ Glucose, 1% K8HPO4, 1,3% KH2PO4, 1,1 % MgSO4 · 7 H2O, 0,01 °/0 CaCl2 · 2 H8O, 30 y/1 Vitamin H, 5 y/ml Calciumpantothenat, 3 y/ml Thiaminhydrochlorid, 0,5% .Maisquellwasser, 3 mg/ml Hypoxanthin (Restprozente = Wasser). Der pH-Wert wird vor der Sterilisierung mit 5 n-NaOH auf 8,0 eingestellt. Nach der Sterilisierung wird zuvor sterilisierter Harnstoff in das Kulturmedium bis zu einem Gehalt von 0,6% gegeben. Die nachstehend angeführten Mengen Mitomycin C wurden in einzelnen Dosen nach einer bestimmten Kulturdauer zugegeben. Tabelle I gibt die nach 96stündiger Kultivierung in der Fermentationsflüssigkeit angesammelten Mengen 5'-Natriuininosinat an.
Tabelle 1 Mitom
Zugabe
zeit
(Std.)
ycin C
Zugabe
mengen
(V/ml)
Entstandene
Mengen an
5'-Natriuminosinat*)
(mg/ml)
Mengen
getrockneter
Bakterienzellen
(mg/ml)
8 15
30
1,3
2,5
12,9
11,0
12 20
40
8,82
11,03
15,1
14,8
16 20
40
3,92
4,03
18,0
17,6
20 30
40
1,22
1,11
21,3
20,7
Keine Zugabe Spuren 32,8
Penicillin G-Natrium Zugabe
Zugabe inenge
zeit (r/ml)
(Std.) 5
8 10
5
12 10
50
10
18 50
Keine Zugabe
Entstandene
Mengen an
5'-Natriuminosinat*)
(mg/ml)
2,3
4,1
4,0
6,3
10,2
9,0
7,9
Spuren
Mengen
getrockneter
Bakterienzellen
(mg/ml)
13,3
13,0
15,9
15,9
14,2
19,1
18,3
38,2 tation und in verschiedenen Konzentrationen Cycloserin zugefügt. Die übrigen Kulturbedingungen bleiben dieselben wie im Beispiel 1. Nach 96 ständiger Kultur hat sich 5'-Natriuminosinat gebildet wie in Tabelle III angegeben.
Tabelle III
*) Bestimmt als S'-Inosinsäuredinatriumsalz · 71/» HaO.
Beispiel 2
Der Vorgang entspricht dem im Beispiel 1 angegebenen, außer, daß an Stelle von Mitomycin C hier zu verschiedenen Zeiten Penicillin G-Natrium zugefügt wurde. Die entstandenen Mengen an 5'-Natriuminosinat nach 120stündiger Kultivierung sind in Tabelle Il angegeben.
Tabelle Il
*) Bestimmt als 5'-Inosinsauredinatriumsalz · 71/» HaO.
Beispiel 3
Es wird das gleiche Impfbakterium sowie das gleiche Fermentationsmedium wie im Beispiel 1 verwendet, jedoch statt Maisquellwasser 0,0005% MnSO4 ■ 4 H11O zugegeben. Ferner wird an Stelle von Mitomycin (Beispiel 1) zu verschiedenen Zeiten während der Fermen
Cycloserin Zugabe
Zugabe menge
zeit (y/ml)
(Std.) 400
7 800
1600
800
10 1600
2000
800
13 1600
2000
Keine Zugabe
Entstandene
Mengen an'
5'-Natriuminosinat*)
(mg/ml)
5,3
•7,2
9,0
3,1
10,2
9,9
6,4 9,2 6,8
Spuren
Mengen
getrockneter
Bakterienzellen
(mg/ml)
13,8 12,0 12,2
•14,2 14,0 13,6
18,2 17,3 17,5
39,1
*) Bestimmt als S'-Inosinsäuredinatriumsalz - 71/* H1O.
Beispiel 4
Es werden das gleiche Impfbakterium wie im Beispiel 1 und das Fermentationsmedium wie im Beispiel 3, jedoch ohne Hypoxanthin verwendet. Nach 48stündiger Kultivierung wird Guanin mit 3,0 mg/ml zugefügt. Dihydrostreptomycinsulfat wird als Antibioticum in unterschiedlichen Konzentrationen und zu verschiedenen Zeiten zugegeben. Die übrigen Kulturbedingungen entsprechen denen des Beispiels 1.
Tabelle IV zeigt die Bildung von 5'-Natriumguanylat nach 96stündiger Kultur.
Tabelle IV .
Dihydrostrepto- sulfat
Zugabe
menge
Entstandene Menffcn
mycin
Zugabe
zeit
(WmI) Mengen an
5'-Natrium-
guanylat*)
getrockneter
Bakterienzellen
(Std.) 5 (mg/ml) (mg/ml)
8 10 1,3 15,2
50 2,6 14,9
5 2,7 14,1
14 10 2,3 19,2
50 4,4 18,1
5 5,1 18,8
20 10 1,2 22,5
50 1,2 23,0
Keine Zugabe 2,0 21,6
Spuren 38,9
·) Bestimmt als S'-Guanylsäuredinatriumsalz.
Beispiel 5
Das gleiche Impfbakterium wie im Beispiel I und das Fermentationsmedium wie im Beispiel 4 werden verwendet. Nach 48stündiger Kultivierung werden 2,5 mg/ml Adenin zugegeben. Tetracyclin wird als Antibioticum in unterschiedlichen Konzentrationen zu verschiedenen Zeiten zugefügt. Die übrigen Kulturbedingungen entsprechen denen des Beispiels 1. Nach 96 Stunden sind die in Tabelle V aufgeführten Mengen 5'-Adenylsäure nachzuweisen.
Tabelle V
Tetracylin-Zusatz Zugabe- Zugabezeit menge (Std.) I (WmI)
1
2
1
2
5
1
2
5
Keine Zugabe
Entstandene
Mengen an
5'-Adenylsäure
(mg/ml)
1,1 2,3
2,1 4,1 1.9
.0,8 3,8 2,7
Spuren
Mengen
getrockneter
Bakterienzellen
(mg/ml)
17,1 16,8
18,1 15,3 14,2
13,1 12,9 13,0
40,2 Bei spi el 6
Es werden das gleiche Impfbakterium und das gleiche Fermentationsmedium wie im Beispiel 1 verwendet, jedoch Maisquellwasser durch 0,3% eines enzymatischen Gaseinhydrolysats ersetzt und die Hypoxanthinzugabe auf 4 mg/ml erhöht. Während der Kulturdauer werden bestimmte Konzentrationen von
ίο Penicillin G-Kalium, Mitomycin C und Dihydrostreptoiriycinsulfat zu bestimmten Zeiten zugegeben. Im übrigen sind die Kulturbedingungen wie im Beispieil. TabelleVI gibt die nach 120stündiger Kultivierung im Fermentationsmedium gefundenen Mengen 5'-Natriuminosinat wieder.
Tabelle VI
Antibioticum Art
Zugabe Zugabe
zeit menge
(Std.) (WmI)
24 10
28 20
30 50
Keine Zugabe
Entstandene Mengen
Mengen an getrockneter
5'-Natriuminosinat*) Bakterienzellen
(mg/ml) (mg/ml)
15,1 15,7
16,0 16,3
13,8 17,0
9,9 19,8
Penicillin-G-Kalium
Mitomycin C ...χ . ί Dihydrostreptomycihsulfat
*) Bestimmt als S'-lnosinsäuredinacriumsalz ■ 7 Vt H1O.
Beispiel 7
Kanamycin
Zugabezeit (Std.)
Zugabemenge
WI
10
20
50
10 20 50
Mengen
getrockneter'
Bakterienzellen
(mg/ml)
12,0 11,5 10,1
14,5 13,1 13,3
Entstandene Mengen
an 5'-Natrium-
guanylat*)
(mg/ml)
0,9 2,9 1,3
2,0 3,9
5,2
Keine Zugabe 28,3 Spuren
*) Bestimmt als S'-Guanylsäuredinatriumsalz.
Beispiel 8
Impfbakterium: Micrococcus sodonensis (ATCC 15932); Kulturmedium: 2% Glucose, 0,5%> Hefeextrakt, 1,5% Pepton und 0,25% NaCl (Restprozente = Wasser), pH = 7,3; Fermentationsmedium: 10% Glucose, 0,6% K2HPO4, 0,6% MgSO4 · 7H2O,
65 0,01»/,
Impfbakterium: Brevibacterium ammoniagenes (ATCC 6871), Fermentationsmedium nach Beispiel Nach 50stündiger Kulturdauer werden 3,0 mg/ml Guanin zugegeben. Kanamycinsulfat wird in unterschiedlicher Konzentration nach 10 bzw. 15 Stunden zugesetzt. Die übrigen Kulturbedinguugen entsprechen denen des Beispiels 1. Tabelle VII gibt die nach 96 Stunden gewonnenen Mengen an 5'-Natriumguanylat wieder.
Tabelle VII
ο CaCl2 · 2 H2O, 5 y/ml Calciumpantothenat, 1 y/mlThiamin, 30 y/Vitamin H, 0,1% FeSO4 · 7 H2O, 1% Caseinaminosäuren, 0,6% Harnstoff und 2,5 mg/ ml Hypoxanthin (Restprozente = Wasser); pH-Wert = 8,0 vor der Sterilisation. Die übrigen Kulturbedingungen entsprechen denen des Beispiels 1. Nach lOstündiger Kultivierung wird Penicillin G-Kalium in unterschiedlichen Konzentrationen zugegeben. Die nach 96stündiger Kultur gefundenen Mengen an 5'-Natriuminosinat sind in Tabelle V3II wiedergegeben.
Tabelle VIIJ
Penicillin G-Kalium
Zugabemenge
(WmI)
Mengen
getrockneter
Bakterienzellen
(mg/ml)
Entstandene
Mengen an
5'-Natriuminosinat*]
(mg/ml)
5
10
20
50
Keine Zugabe
19,3
18,2
14,3
14,1
30,8
4,1
5,8
7,2
7,0
Spuren
*) Bestimmt als S'-Inosinsäuredinatriumsalz · 7Vi H2O.
Beispiel 9
Impfbakterium: Brevibacterium
(ATCC 6872); Kulturmedium: 2%
ammoniagenes Glucose, 2%
Pepton, 0,1% Harnstoff, 0,1% K2HPO4, 0,03% MgSO4-7 H2O, 0,3% NaCl, 0,01% FeSO-7 H2O und 30y/ml Vitamin H (Restprozente = Wasser); Kulturdauer 24 Stunden; pH-Wert = 7,3. 10 Volumprozent dieses Impfmediums werden in ein Fermenta-
tionsmedium gegeben. Beide Kulturmedien sind zuvor sterilisiert. Das Fermentationsmedium besitzt die unten angegebene Zusammensetzung. Die aerobe Kultivierung wird bei 300C unter Schütteln durchgeführt.
Zusammensetzung des Fermentationsmediums: 10% Glucose, 1% K2HPO4, l°/0 KH2PO1, 1% MgSO4-7 H2O, 0,1 % CaCl2 · 2 H2O, 30 y/ml Vitamin H, 5 y/ml Calciumpantothenat, 3 y/ml Thiaminhydrochlorid, 4 mg/ml Hypoxanthin (Restprorente = Wasser). Der pH-Wert wird vor der Sterilisation mit 5 n-NaOH auf 8,0 eingestellt. Nach'der Sterilisation werden zu dem Fermentationsmedium 0,6% sterilisierter Harnstoff gegeben.
Nach 20, 24 und 48 Stunden Kulturdauer wird Polyoxyäthylenalkylamin in unterschiedlichen Kon zentrationen zugegeben. Die nach 120stündiger Kultivierung gewonnenen Mengen 5'-Natriuminosinat sind in Tabelle IX wiedergegeben.
Tabelle IX Beispiel 11
Es werden das gleiche Impfbakterium wie im Beispiel 1 und das Fermentationsmedium nach Beispiel 1 verwendet, das jedoch an Stelle von Maisquellwasser 0,0005 °/o MnSO4-4 H2O enthielt. Cctyl- trimethylammoniumbromid wird als oberflächenaktives Mittel verwendet. Die übrigen Kulturbedingungen stimmen mit denen im Beispiel 1 überein.. Nach 96stündiger Kultivierung waren die in Tabelle Xl angegebenen Mengen 5'-Natriuminosinat entstanden.
Polyoxy
alkyl
Zugabe
zeit
(StQ.)
ithylen-
imin
Zugabe
mengen
(y/tnl)
Mengen
getrockneter
Bakterienzellen
(mg/ml)
Entstandene
Mengen an
5'-Natriuminosinat *)
(mg/ml)
20 500
750
1000
24,3
21,2
19,9
7,6
9,0
6,3
24 750
1000
1300
22,0
20,1
21,0
10,1
15,9
13,6
28 750
1000
1300
23,2
22,0
21,7
9,8
12,2
12,0
Keine Zugabe 30,8 Spuren
Cetyl-trir
ammoniu
Zugabe
zeit
(Std.)
tiethyl-
mbromid
Zugabe
menge
O/ml)
Tabelle XI Entstandene
Mengen an
S'-Natriuminosinat*]
(mg/ml).
15 20 500
750
1000
Mengen
getrockneter
Bakterienzellen
(mg/ml)
3,6
5,2
6,5
20 24 750
1000
1250
24,0
20,2
16,5
10,6
14,9
15,1
«5 28 750
1000
1250
21,3
21,8 ,
19,2
8,2
9,1
8,7
Keine Zugabe 22,3
22,5
21,5
Spuren
30 34,8
35
·) Bestimmt als S'-Inosinsäuredinatriumsalz · I1I, H,O.
Beispiel 10
Es werden die gleichen Maßnahmen wie im Beispiel 1 angewendet; an Stelle von Polyoxyäthylenaikylamin wird zu verschiedenen Zeiten in unter-i schiedlichen Konzentrationen Cetylpyridinchlorid zugefügt, Mengen an 5'-Natriuminosinat, die nach 120-stündiger Kultivierung nachzuweisen sind, sind in Tabelle X wiedergegeben.
Tabelle X
*) Bestimmt als S'-Inosinsäurcdinatriumsalz · 71/« H1O.
Beispiel 12
Es werden, das gleiche Impfbakterium und Fermentationsmedium wie im Beispiel 1, jedoch ohne Hypoxanthin verwendet. Nach 50stündiger Kultivierung werden 2,5 mg/ml Guanin zugegeben. Als oberflächenaktives Mittel wird Alkyldimethylbenzylammoniumchlorid verwendet. Die übrigen Kulturbedingungen entsprechen denen des Beispiels 1. Nach 96stündiger 'Kultur finden sich die in Tabelle XII angegebenen Mengen an 5'-NatriumguanyIat.
Tabelle XlI
AlkyldimethylbenzylaramoniumcMorid
Zugabezeit (SId.)
Cetylpyridinchlorid
Zugabezeit (Std.)
250 500 750
500 750
Keine Zugabe
Zugabemengen (y/ml)
250 500 750
Mengen
getrockneter
Bakterienzellen
(mg/ml)
25,0 22,3 19,1
25,9 23,2 20,4
24,8 23,2
32,9
Entstandene Mengen an 5'-Natriuminosinat*) (mg/ml) 22
3,5 4,9 4,1
8,1 12,9 10,2
6,3 7,1
Spuren 26
30
6o Zugabemengen (V/ml)
500
1000
500
1000
1250
500
1000
1250
Keine Zugabe
Mengen
getrockneter
Bakterienzellen
(mg/ml)
19,5 17,1
20,3 19,3 20,1
21,5 21,3 22,7
36,8
Entstandene Mengen an
5'-Natrium-
guanylat*)
(mg/ml)
1,1 2,0
1,9 5,9 4,7
2,3 4,0 3,1
Spuren
*) Bestimmt als S'-Inosinsäurcdinatriumsalz · 7'/t H,O.
·> Bestimmt als S'-Guanylsäuredinatriamsalz.
Beispiel 13
Es werden das gleiche Impfbakterium und Fcrnicntationsmedium wie im Beispiel 1 verwendet, jedoch
209632/285
an Stelle von Maisquellwasser 0,4% Pepton eingesetzt. In bestimmten Konzentrationen werden zu bestimmten Zeiten Polyoxyäthylenalkylamin, Cetylpyridinchlorid lind Alkyldimethylbenzylammoniumchlorid
zugegeben. Die übrigen Kulturbedingungen stimmen mit denen aus Beispiel 11 überein. Nach l20stündiger Kultivierung sind die in Tabelle XIII angegebenen Mengen 5'-Natriuminosinat nachzuweisen.
Tabelle XIII
Oberflächenaktive Substanz Art
Mengen
getrockneter
Bakterienzellen
(mg/ml)
Entstandene
Mengen an
5'-Natriuminosinat*)
(mg/ml)
Polyoxyäthylenalkylamin Cetylpyridinchlorid Alkyldimethylbenzylammoniumchlorid
*) Bestimmt als 5'-lnosinsäuredinatriumsalz · 7'/i H8O.
38 36 38
400
200
400
Keine Zugabe
18,6 18,9 19.0 22,9
15,8
15,0
14,7
8,9
Beispiel 14
Impfbakterium: Brevibacterium ammoniagenes (ATCC 6871), Fermentationsmedium nach Beispiel 11, jedoch mit nur 2 mg/ml Hypoxanthin. Im übrigen gleiche Kulturbedingungen wie im Beispiel 11. Als oberflächenaktive Substanz wird ein Gemisch aus 40% Polyoxyäthylen und 60% Polypropylen verwendet. Nach 120 Stunden sind die in Tabelle XIV angegebenen Mengen 5'-Natriuminosinat entstanden.
Tabelle XIV Tabelle XV
Ein Gemisch aus Zugabe Mengen Entstandene
40% Polyoxyäthvlen mengen
(ylrnW
getrockneter
Bakterienzellen
Mengen an
5'-Natriüminosinat·'»
und
60% Polypropylen
500
Zugabe 1000 (mg/ml) (mg/ml)
zeit
(StcU
1000 25,4 1,3
16 1500 23,2 ' 2,2
1000 23,9 7,5
20 1500 21,0 6,1
Keine Zugabe 24,3 4,0
24 22,0 2,6
37,2 Spuren
33
Polyoxyäthylen Mengen Entstandene Mengen
alkylamin getrockneter an 5'-Natrium-
Zugabemengen Bakterienzellen adenylat·)
(WmI) (mg/ml) (mg/ml)
500 24,9 1,08
750 22,1 3,93
1000 20,4 4,08
1250 18,2 2,99
Keine Zugabe 29,3 Spuren
*) Bestimmt als S'-Adenylsäuredinatriumsalz.
*) Bestimmt als S'-Inosinsäuredinatriumsalz ■ 7'/i H1O.
Beispiel 15
Impfbakterium: Micrococcus sodonensis (ATCC 15932); Kulturmedium: 2% Glucose, 0,5% Hefeextrakt, 1,5% Pepton und 0,25% NaCl (Restprozente = Wasser); pH = 7,3. Das Fermentationsmedium: 10% Glucose, 0,6% K2HPO4, 0,6% KHgPO4, 0,6% MgSO4 · 7H8O, 0,01% CaCl · 2 H2O, 5 y/mi Calciumpantothenat, 1 y/ml Thiamin, 30 y/ml Vitamin H, 0,1 % FeSO4 · 7 H2O, 1 % Casein-Aminosäuren und 0,6% Harnstoff (Restprozente = Wasser); pH-Wert = 8,0 vor der Sterilisation. Nach 48stündiger Kultivierung werden 20 mg/ml Adenin und nach 30 stündiger Kultivierung noch Polyoxyäthylenalkylamin in verschiedenen Konzentrationen zugegeben. Die übrigen Kulturbedingungen entsprechen denen von Beispiel 11. Nach 96stündiger Kultivierung konnten die ra Tabelle XV angegebenen Mengen 5'-Netriumadenylat gewonnen werden.
Beispiel 16
Es wurden das gleiche Impfbakterium und Kulturmedium wie im Beispiel 15 verwendet; an Stelle von Adenin werden in das Medium nach 48 Stunden jedoch 2,0 mg/ml Guanin gegeben. Ferner wird Cetylpyridinchlorid nach 30stündiger Kultivierung in unterschiedlichen Konzentrationen hinzugefügt. Die sonstigen Kulturbedingungen entsprechen denen des Beispiels 11. Die nach 96stündiger Kultivierung gewonnenen Men gen an 5'-Natriumguanylat ergeben sich aus Ta belle XVI.
Tabelle XVI
Cetylpyridinchlorid Zugabemengen
(y/ml)
55
250
500
750
1000
Keine Zugabe
Mengen
getrockneter
Bakterienzellen
(mg/ml)
22,8 22,0 20,1 19,6 28,7
Entstandene Mengen
. an 5'-Natrium-
guanylat*)
(mg/ml)
2,1 4,3 4,7 1,8 Spuren
*) Bestimmt als 5'-Guanylsäun:dinatriumsalz.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von 5'-Purianucleotiden durch Fermentation von Mikroorganismen in einem wäßrigen Nährmedium, das heben üblichen Mengen an Kohlenstofflieferaiiien, Stickstoffquellen, anorganischen Salzen und Vitamin H auch
    größere Mengen wachstumsfördernder Substanzen sowie Eisen- und Mangansalze enthalten kann, in Gegenwart einer dem 5'-Purinnucleotid entsprechenden Purinbase als Vorläufer, dadurch gekennzeichnet, daß man als Mikroorganismen Brevibacterium ammoniagenes ATCC 6871 und 6872 oder Micrococcus sodonensis ATCC 15 932 verwendet und dem Fermentationsmediuir ein Antibioticum oder eine oberflächenaktive Sub· stanz in der Periode des logarithmischen Wachstums der Mikroorganismen oder kurz danacr zugibt.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1695329C (de) Verfahren zur Herstellung von 5-Purinnucleotiden durch Fermentation von Mikroorganismen in Gegenwart von Antibiotica oder oberflächenaktiven Substanzen. Ausscheidung aas: 1570022
DE1695325A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Nicotinamidadenindinucleotid
DE1695329B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 5'-Purinnucleotiden durch Fermentation von Mikroorganismen in Gegenwart von Antbiotica oder oberflaechenaktiven Substanzen
DE1695326A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Nicotinsaeureamidadenindinucleotid
DE1277856B (de) Verfahren zur Herstellung von Uridylsaeure
DE1916813C3 (de) Biotechnisches Verfahren zur Herstellung von Nicotinsäuremononucleotid
DE1445977C (de) Verfahren zur mikrowellen Herstellung von 5 Purinnucleosid monophosphaten
DE1570027A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Flavin-adenin-dinucleotid
DE1695323A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Adenosindiphosphat und Adenosintriphosphat
DE1695325C3 (de) Verfahren zur fermentativen Herstellung von Nicotinamidadenindinucleotid
DE1802754C3 (de) Verfahren zur Herstellung von g-beta-D-Ribofuranosid-S'-mono-, -di- und -tri-phosphaten von 2-substituierten 6-Hydroxypurinen
DE1442248C (de) Verfahren zur biotechnischen Herstel lung von 5 Inosinsaure
DE1795356A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Inosin und 5'-Guanylsaeurenukleotiden
DE1792724C3 (de) Verwendung eines Fermentationsmediums zur Gewinnung von Nicotinamidadenin-dinucleotid
DE1517836A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 5'-Purinnukleotiden
DE1695327C3 (de) Verfahren zur fermentativen Herstellung von Nikotinamidadenindinukleotid
DE1278439B (de) Verfahren zur fermentativen Herstellung von Nicotinsaeureamiddinucleotid
DE1517831C (de) Verwendung von Fermentationsflussig keiten zur Gewinnung von Flavinadenindi nucleotid
DE1570018B1 (de) Verfahren zur fermentativen Herstellung von 5-Amino-4-imidazolcarboxamidribotid
DE2151325C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Nicotinsäureamidadenindinucleotidphosphat
DE936412C (de) Herstellung von Erythromycin
DE1795721C2 (de) Verfahren zur fermentativen Herstellung von Orotidylsäure
DE1695327A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Nikotinamidadenindinucleotid
DE1695331A1 (de) Verfahren zur Herstellung 1 ss-D-Ribofuranosid-5'-phosphorsaeureestern von 1 H-Pyrazolo(3,4-d)pyrimidinen
DE1695304B2 (de) Verfahren zur Herstellung von 5'-Inosinsäure und S'-Guano-sinmono-,- di- und -triphosphat