[go: up one dir, main page]

DE1692678C - Verfahren zur Herstellung einer Aroma zusammensetzung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Aroma zusammensetzung

Info

Publication number
DE1692678C
DE1692678C DE1692678C DE 1692678 C DE1692678 C DE 1692678C DE 1692678 C DE1692678 C DE 1692678C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mixture
flavor
poultry
reaction
added
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Christopher Upper Nyack NY Giacino (V St A )
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
International Flavors and Fragrances Inc
Original Assignee
International Flavors and Fragrances Inc
Publication date

Links

Description

Nahrungsmittel mit gesteigerten, geflügelähnlichen Aromen sind bekannt und werden seit langer Zeit verwendet. Es besteht ein beträchtlicher Bedarf an Produkten mit Geflügelaroma, bei denen echtes Geflügelfleisch, wie beispielsweise von Hühnchen, Truthahn oder Ente, nicht notwendig oder sogar une-.-wünscht ist. So ist beispielsweise bei der Herstellung gewisser Saucen und Pürees der Geflügelgeschmack erwünscht, es ist jedoch notwendig, das Nahrungsmittel mit dem gewünschten Geflügel zu kochen und dann das Fleisch durch Filtrieren oder einen ähnlichen Arbeitsschritt zu entfernen, um das gebrauchsfertige Endprodukt zu erhalten.
Die Anwesenheit von wirklichem Geflügelfleisch kann außerdem unerwünscht sein, wo Gewicht, Platz und/oder Lagerfähigkeit problematisch sind, beispielsweise wenn ein bequemes Schnellgericht hergestellt wird, da es beim Lagern verdirbt und das Nahrungsmittel unbrauchbar macht. Außerdem gibt es Fälle, wo Sterilisieren oder anderweitiges Schützen des Naturprodukts für das Aroma des Naturprodukts außerordentlich schädlich ist und der gewünschte natürliche Geschmack verlorengeht.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung einer Aromazusammensetzung ist dadurch gekennzeichnet, daß man eine Mischung aus
a) einem niederen schwefelhaltigen Polypeptid oder einem Aminosäuregemisch, in dem wenigstens eine Aminosäure schwefelhaltig ist. und
W Thiamin
in Gegenwart ein?s Triglyceridfettes oder -Öles oder von Wasser als Reaktionsmedium auf 93 bis 216° C erhitzt.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten eßbaren Reaktionsprodukte sind neue Geflügelaromastoffe oder -grundlagen und können auch andere Frio:hneischaromamerkmale hervorbringen.
Der hier verwendete Ausdruck »niederes schwefelhaltiges Polypeptid« umfaßt Dipeptide und Tripeptide. Glutathion ist ein Beispiel für ein derartiges Polypeptid. Eine Mischung von Glycin, Cystein und Glutaminsäure ist ein Beispiel für eine Mischung von Aminosäuren, wovon eine schwefelhaltig ist. Es ist klar, daß eine derartige Mischung von AtiUnosäuren nicht jede Säure in der Menge enthalten mvß, in der die Säure beim Abbau eines Peptids erhalten wird. So kann aucli eine Mischung von 1 Teil Glycin, 3 Teilen Cystein und 1 Teil Glutaminsäure verwen-
ao det werden, obwohl aus Glutathion gleiche Teile Glycin, Cystein und Glutaminsäure gebildet werden. Tn den erfindungsgemäß verwendeten Aminosäuremischungen kann Cystein beispielsweise durch Cystin ersetzt werden.
as Diese schwefelhaltig::! Polypeptide können in Mischung mit inerten Stoffen, wie beispielsweise anorganischen oder organischen Salzen, zugesetzt werden, oder sie können in Form von im Handel erhältlichen Stoffen hinzugefügt werden. Sie können auch in Form der reinen Verbindungen selbst zugegeben werden, wo diese erhältlich sind.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform wird der obengenannten Umsetzungsmischung vor oder nach dem Erhitzen ein Alkanon oder ein Hydroxyalkanon, das 4 bis 8 nichtquartäre C-Ströme aufweist, und ein Alkylaldehyd, der 5 bis 8 C-Atome aufweist, zugesetzt.
Die in der vorliegenden Erfindung verwendeten Alkanone haben Butteraroma. Man verwendet z. B.
Diacetyl, Acetylmethylcarbinol und Acetylpropionyl. Als Alkylaldehyde sind Pentanal, Hexanal und Heptanal bevorzugt.
Es ist klar, daß das niedere schwefelhaltige Polypeptid oder die Aminosäuremischung, luiamin und die Carbonylverbindungen mit inerten Trägern gemischt werden können. Sie können in der Form zugese'zt werden, in der sie im Handel erhältlich sind, oder sie können in reiner Form zugesetzt werden. Wenn Thiamin verwendet wird, ist klar, daß es auch in derartigem Formen, wie Thiaminhydrochlorid, zugesetzt werden kann. Ähnlich können, wenn einzelne Aminosäuren verwendet werden, diese in Form einer Substanz zugegeben werden, die unter den Reaktionsbedingungen die Aminosäuren ergibt. Beispielsweise können sie in Form des Hydrochlorids zugegeben werden.
Es ist bevorzugt, das Verfahren in Gegenwart eines Triglyceridfettes an Stelle von Wasser durchzuführen.
Wenn in der vorliegenden Erfindung Triglyceridfette verwendet werden, soll das so verstanden werden, daß der genannte Ausdruck Ester (im allgemeinen Triestcr) von Glycerin mit Fettsäuren umfaßt, wobei die Fettsäuren überwiegend in einen Kcihlenstofflängenbereich von etwa 10 bis etwa 22 Kohlenstoffatomen liegen. Der Ausdruck Triglyceridfett soll so verstanden werden, daß er sowohl Fette als auch öle bedeutet. Es ist bevorzugt, daß
die Triglyceridfette raffiniert, gebleicht und deodorisiert sind. Die Triglyceridfette können in ihrer natürlichen Form oder hydriert vorliegen.
Bei d-r Durchführung der vorliegenden Erfindung können auch Nukleotide zugesetzt werden. Die bei der Durchführung der vorliegenden Erfindung bevorzugten Nukleotide sind Mischungen von Dinatriumäiosinat und Dinatriumguanyiat. Im allgemeinen liegt das Fett in viel größerer Menge als die anderen Komponenten der Mischung vor, wobei die Fettmenge gewöhnlich in einer Größenordnung vorliegt, die etwa das 10- bis 10Ofache des Gewichts der Gesamtheit an anwesendem schwefelhaltigem Polypeptid und Thiamin umfaßt. Dabei sind, wenn nicht anders angegeben, alle Teile, Prozentgehalte, Mengen und Verhältnisse auf das Gewicht bezogf n.
Polypeptid urid Thiamin werden vorzugsweise in etwa gleichen Mengen verwendet, obwohl klar sein soll, daß j.des die Menge des anderen mit einem Faktor von 5 oder mehr übersteigen kann. Wenn i.-Cystein in Verbindung mit Glycin und Glutaminsäure verwendet wird, können die Mengen von Glycin und Glutaminsäure in einem Bereich von etwa dem 0,1- bis etwa lOfachen der Menge an verwendetem Cystein liegen. Es ist jedoch klar, daß gleiche Mengen von jedem nicht nötig sind, wenn sowohl Glutaminsäure a1- auch Glycin verwendet wird. De: Carbonylstoff liegt in gewöhnlich geringeren Mengen als die Polypeptidmenge vor. Es ist bevorzugt, daß jeder Carbonylstoff in Mengen in ρinem Bereich von dem etwa 0,C5- bis etwa 0,5fachen der Menge der verwendeten Aminoverbindung vorliegt.
Die bei der Durchführung des Verfahrens angewendete Zeit und Temperatur muß so in gegenseitige Beziehung gebracht werden, daß das gewünschte Geflügelaroma gebildet wird. Es wurde bei der Durchführung der vorliegenden Erfindung festgesetzt, daß das gewünschte Geflügelaroma in vielen Fällen und insbesondere mit den bevorzugten Bestandteilen durch einen Wechsel im Aussehen der Mischung zu einer gelben Farbe hin gekennzeichnet ist. Es ist klar, daß der Ausdruck »gelbe Farbe« ein Gelbwerden des Reaktionsmaterials über seine ursprüngliche Farbe hinaus bedeutet. Die Bildung einer bestimmten braunen Farbe in der Mischung soll vermieden werden, da eine derartige Farbe im allgemeinen anzeigt, daß die Reaktioiismischung Merkmale starker Verbrennung aufweist, die für das echf Ce.flügelaroma nicht charakteristisch sind. Die Reaktion ist ausreichend leicht zu kontrollieren, so daß das geeignete Erhitzungsmaß leicht einfach durch Erhitzen der Reaktionsmischung für eine ausreichende Zeit, um das gewünschte Geflügelaroma herzustellen, bestimmt werden kann. In vielen Fällen ist die Farbbildung ein bequemer Indikator, Wenn die Aromazusammensetzung der vorliegenden Erfindung einem Nahrungsmittel zugesetzt wird, das anschließend erhitzt oder gekocht werden soll, kann die Reaktionszeit vermindert werden.
Bei der Durchführung der vorliegenden Erfindung ist es erforderlich, Temperaturen in der Größenordnung von mindestens 93° C anzuwenden, um die Reaktion in einer vernünftigen Zeitspanne zu vollenden. Temperaturen über 216° C machen die Reaktionskontrolle schwierig und können uncharakteristische Verbrennungsmerkmale, auch mit sehr kuizen Reaktionszeiten, hervorrufen.
Das Verfahren kann chargenweise in kleinen Mengen von beispielsweise 50 bis 100 g oder chargenweise mit viel größeren Mengen von beispielsweise 50 kg durchgeführt werden. Bei der Herstellung in großem Maßstab wurde es für erwünscht befunden, die Erhitzung kontinuierlich in Wärmeaustauschern mit hoher Wärmeübertragungsgeschwindigkeit durchzuführen. Mit solchen Austauschern kann die Reaktionsmischung schnell auf die Reaktionstemperatur gebracht und dann in einem zweiten Austauscher
ίο schnell auf eine niedrigere Temperatur gekühlt werden, bei der keine weitere Farbänderung stattfindet. Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung verwendet einen Wärmeaustauscher, dessen Wände abgeschabt werden. Im allgemeinen können in Wärmeaustauschern mit hoher Wärmeübertragungsgeschwindigkeit höhere Temperaturen als bei der chargenweisen Herstellung verwendet werden. Die Verwendung von Temperatuien im oberen Teil des angegebenen Bereichs bei der chargenweisen Herstellung führt zu der Neigung, lokale Überhitzung, rapide Reaktion und minderwertiges Aroma un·1 minderwenigen Geruch zu verursachen. Sowoul für chargenweise als ajch für kontinuierliche Verfahren ist ein bevorzugter Temperaturbereich von etwa 121
a5 bis etwa 204 ' C.
Die richtige Erhitzungszeit kann leicht durch Beobachtung des gebildeten Aromas und in vielen Fällen der Farbe bestimmt werden. Wenn die Farbe als Anzeichen verwendet wird und der Wärme:'.ustauscher nicht durchsichtig ist, werden die Bestandteile in den Austauscher eingespeist, und die Temperatur und die Berührungszeit werden eingestellt, um die bevorzugte Gelbfärbung des Produkts zu erhalten. Im allgemeinen ist es bevorzugt, Zeitspannen in der Größenordnung von etwa 'Λ Minute bis zu etwa 3 Stunden, anzuwenden. Beim chargenweisen Arbeiten ist es bevorzugt, Zeiten in der Größenordnung von etwa 10 Minuten bis etwa 3 Stunden anzuwenden. Kürzere Zeiten in der Größenordnung von etwa 1A bis etwa 3 Minuten bei 121 bis 204° C werden vorzugsweise in Wärmeaustauschern mit hoher Wärmeübertragungsgeschwindigkeit angewendet. L ie Aromazusammensetzungen der vorliegenden Erfindung können für Aromasauceii, Saucen, Suppen, Speisezubereitungen, Salate, Aspik oder Pürees ohne weitere Behandlung verwendet werden. Andererseits können sie mit Trägerstoffen oder mit anderen Würzbestandteilen oder Nahrungsmittel für die Einarbeitung in Endprodukte gemischt werden.
In der deutschen Auslegeschrift 1 124 798 wurden bereits Aromazusammensetzungen beschrieben, die aus Cystein, wenigstens einer bestimmten weiteren Aminosäure und einem bestimmten acyclischen Aldehyd in Gegenwart von Wasser hergestellt werden.
Gegenüber diesen Aromastoffen besitze.i die erfindungsgemäßen Aromastoffe den Vorteil, daß der natürliciie Geflügelgeschmack genauer wiedergegeben' wird. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Aromazusammunsetzungen besteht darin, daß sie sehr einfach aus Ausgangsstoffen erhalten werden können, die als gesundheitsunschädlich anerkannt sind.
Die erfindungsgemäß hergestellten Aromazusammensetzungen können gegebenenfalls direkt mit einem Nahrungsmittel oder zuerst mit anderen Nahrungsmittelzusätzen gemischt werden. Sie sind zur Mischung mit Trägern, Eiiudickern, Würzzutaten, Ge würzen, Einkapselungsmitteln, Trägermedien, färben-
den Mitteln, anderen Aromastoffen und Aromaintensivierern geeignet. Die neuen erfindungsgemäß hergestellten Aromazusammenset'ungen steigern auch Aromen in Nahrungsmitteln, die bereits ein Frischfleischaroma besitzen. Die verwendete Menge an Aromazusamme.nsetzung kann in einem weiten Bereich variieren. Im allgemeinen werden je 100 Teile zu aromatisierendem Nahrungsmittel etwa 0,1 bis etwa 15 Teile Geflügejaromazusammensetzung zugesetzt, vorzugsweise werden für je 100 Teile Nahrungsmittel etwa 0,2 bis etwa 10 Teile Aromazusammensetzung verwendet.
Die folgenden Beispiele sollen bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung veranschaulichen.
Beispiel I
Es wird folgende Mischung hergestellt:
Bestandteile Teile
Hydriertes Pflanzenfett 642,67
Salz 321,65
Glutaminsäure 5,14
i.-Cystein-hydrochlorid 10,28
/i-Alanin 1,28
Glycin 5,14
Thiamin-hydrochlorid 10,28
Mischung von Dinatrium-inosinat und
Dinatriumguanylat 3,34
100 g der vorstehenden Mischung werden 10 bis 15 Min Jten bei 177 bis 199° C erhitzt. Es wird eine gelbe Farbe erhalten.
Nach Kühlung werden 0,12 Teile Diacetyl und 0,J0 Teile Hexanal zugegeben. Die Mischung hat einen ausgezeichneten Hühnchengeschmack bzw. Hühnchenaroma. Dieses Hühnchenaroma ist für die Verwendung in Würzsaucen, Saucen oder Suppen geeign' t. In der obigen Reaktionsmischung kann mit ausgezeichneten Ergebnissen das Cystein durch Cystin oder Glutathion ersetzt werden. Durch Variieren der Mengen der einzelnen Bestandteile kann eine Anzahl verschiedener Geflügelaromen hergestellt werden. Beispiele von nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Geflügelaromen sind Hühnchen-, Truthahn-, Enten- und Gansaroma.
Wenn auch das vorstehende Beispiel neue Geflügelaromen und Verfahren zu ihrer Herstellung beschrieben hat, so ist doch klar, daß die vorliegende Erfindung weiter auf die Herstellung von eßbaren Zusammensetzungen mit anderen Arten von Frischfleijch-Geschmacksmerkmalen angewendet werden kann. Beispielsweise kann das erfindungsgemäße Verfahren auch zur Herstellung von Schweinefleischaromen verwendet werden, indem geringe Variationen der Mengen der Bestandteile vorgenommen werden. Die so hergestellten eßbaren Zusammensetzungen können mit anderen Aromabestandteilen, wie Rauchstoffen, kombiniert werden, um ein Speckaroma oder Würzen zu ergeben, die Schinken- oder Wurstaroma erzeugen. Wenn ein Schweinefleischaroma hergestellt werden soll, ist die Intensität des Geibwerdens, die durch die Hitze hervorgerufen wird, im allgemeir :n nicht so tief, wie wenn ein Geflügelaroma gewünscht wird.
B c ispiel II
Zur Herstellung einer eßbaren Zusammensetzung mit einer Schwdncfleischaromanote wird folgende Mischung hergestellt:
Bestandteile Teile
Schweinefett 648,12
Salz 323,20
^-Alanin 0,50
Glutaminsäure 6,4
Glycin 6,4
Thiamin-hydrochlorid 6,4
Mischung von Dinatrium-inosinat und
Dinatriumguanylat 2,5
ίο L-Cystein-hydrochlorid 6,4
Etwa 386 g der vorstehenden Mischung werden bei einer Temperatur von 185° C 5 bis 10 Minuten erhitzt, um eine leicht gelbe Farbe zu ergeben.
Nach Kühlung werden dem Reaktionsprodukt je 0,04 Teile Diacetyl und Hexanal zugesetzt. Die Mischung hai ein ausgezeichnetes Schweinefleischaroma. In der vorstehenden Rc'ctionsmischung kann das Cystein mit ausgezeichneten Ergebnissen durch Cystin oder Glutathion ersetzt werden.
Beispiel III
Es wird folgende Mischung hergestellt:
Bestandteile Teile
Hydriertes Pflanzenfett 642,67
Salz 321,65
Glutaminsäure 5,14
L-Cystein-hydrochlorid 10,28
/?-Alanin 1,28
Glycin 5,14
Thiamin-hydrochlorid 10,28
Mischung von Dinatri»m-inosinat und
Dinatriumguanylat 3,34
Die vorstehende Mischung wird kontinuierlich in einen Wärmeaustauscher, dessen Wände geschabt werden, eingespeist,- wo sie '/2 Minute bei 163° C erhitzt wird. Die Mischung wird dann unmittelbar auf 38° C in einem zweiten Wärmeaustauscher, dessen Wände geschabt werden, abgekühlt.
Nach dem Kühlen werden 0,12 Teile Diacetyl und 0,10 Teile Hexanal zugesetzt. Die Mischung hat ein ausgezeichnetes Hühnchenaroma, das für die Verwendung in Würzsaucen, Saucen und Suppen geeigne> : ist.
Beispiel IV
Es wird folgende Mischung hergestellt:
Bestandteile Teile
Hydriertes Pflanzenfett 642,67
Salz 321,61
Glutathion 10,00
/Ϊ-Alanin 1,28
Thiamin-hydrochlorid 10,28
Mischung von Dinatrium-inosinat und
Dinatriumguanylat 3,34
Diese Mischung wird wie im Beispiel I erhitzt, und es werden nach dem Kühlen 0,12 Teile Diacetyl und C,10 Teile Hexanal (Reinheit 50%) zugesetzt. Die so hergestellte Miscnung hat ein sehr gutes Hühnchenaroma.
Beispiel V Es wird folgende Mischung hergestellt:
Bestandteile Teile
Wasser 969,16
L-Cystein-hydrochlorid 10,28
Glycin 5,14
Glutaminsäure 5,14
Thiamin-hydrochlorid 10,28
Das Verhältnis von Thiaminhydrochlorid zur Aminosäuremischung beträgt 2:1.
Die vorstehende Mischung wird 4 Stunden unter Rückfluß erhitzt und anschließend hinsichtlich ihres Geschmacks und ihrer Aromaeigenschaften getestet. Es stellt sich heraus, daß sie nach dem Erhitzen einen grundlegenden Hühnchengeschmack und ein grundlegendes Hühnchenaroma besitzt.
Beispiel VI Es wird folgende Mischung hergestellt:
Bestandteile Teile
Wasser 969,16
L-Cystein-hydrochlorid 1,03
Glycin 0,52
Glutaminsäure 0,52
Thiamin-hydrochlorid 10,28
Das Verhältnis von Thiaminhydrochlorid zur Aminosäuremischung beträgt etwa 5 : 1.
Die vorstehende Mischung wird 4 Stunden unter Rückfluß erhitzt und anschließend hinsichtlich ihrer Geschmacks- und ihrer Aromacigcnschaften getestet. Es stellt sich heraus, daß sie nach dem Erhitzen einen grundlegenden Hühnchengeschmack und ein grundlegendes Hühnchenaroma besitzt.
t0 Beispiel VII
Es wird folgende Mischung hergestellt:
Bestandteile Teile
Wasser 969,16
L-Cystein-hydrochlorid 5,14
Glycin 2,57
Glutaminsäure 2,57
Thiamin-hydrochlorid 2,06
ao Das Verhältnis von Thiamin-hydrochlorid zur Aminosäuremischung beträgt 1: 5.
Die vorstehende Mischung wird 4 Stunden unter Rückfluß erhitzt und anschließend hinsichtlich ihrer Geschmacks- und Aromaeigenschaften getestet. Es
as stellt sich .voraus, daß sie nach dem Erhitzen einen grundlegenden Hühnchengeschmack und ein grundlegendes Hühnchenaroma besitzt.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung einer Aromazusammensetzung, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Mischung aus
a) einem niederen schwefelhaltigen Polypeptid oder einem Aminosäuregemisch, in dem wenigstens eine Aminosäure schwefelhaltig ist, und
b) Thiamin
in Gegenwart eines Triglyceridfettes oder -Öles oder von Wasser als Reaktionsmedium auf 93 bis 216° C erhitzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man vor oder nach dem Erhitzen ein Alkanon oder ein Hydroxyalkanon, das 4 bis 8 nichtquartäre Kohlenstoffatome aufweist, und einen Alkylaldehyd, der 5 bis 8 Kohlenstoffatome aufweist, zusetzt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man erhitzt, bis das Reaktionsprodukt eine gelbe Farbe hat.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man If) Minuten bis 3 Stunden lang erhitzt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man da.. Triglyceridfett oder -öl in einer Menge im Bereich vom 10- bis lOOfachen des Gewichts der Ausgangsmischung verwendet.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1692678B1 (de) Verfahren zur Herstellung einer Aromazusammensetzung
DE1692688C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines synthetischen Fleischaromas
DE1692812A1 (de) Verfahren zur Verbesserung der Qualitaet von Lebensmitteln,welche Fleisch von Schlachttieren enthalten
DE2952922A1 (de) Aroma und farbe liefernder nahrungsmittelzusatz
DE2504318B2 (de) Künstliches Speckprodukt und Verfahren zu dessen Herstellung
DE2100923B2 (de)
DE2529320A1 (de) Aromatisierung von lebensmitteln
DE1692679A1 (de) Aromamittel
DE2161511A1 (de) Synthetische Fleischaromen
DE1792563A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Nahrungsmitteln
DE2927090C2 (de) Verwendung von α,β-ungesättigten Aldehyden als Aromabestandteile und einige dieser Aldehyde
DE1517052A1 (de) Verfahren zur Herstellung geniessbarer Zusammensetzungen
DE1692678C (de) Verfahren zur Herstellung einer Aroma zusammensetzung
DE2426865C3 (de) Verfahren, um Nahrungsmitteln einen fleischartigen, hühnchenartigen oder leberartigen Geschmack bzw. Duft zu verleihen und Geschmacksmischung zur Durchführung dieses Verfahrens
DE2851908C2 (de)
DE1917687A1 (de) Streichfaehiger Brotaufstrich aus Sojabohnenmehl
DE1921560C3 (de) 2-Phenyl-2-alkenale, deren Herstellung und Verwendung
DE1964276C3 (de) 2-Acyl-2-thiazoline, ihre Herstellung und Verwendung
CH632396A5 (en) Process for the preparation of a fat, or oil, product
DE2852783C3 (de) Verfahren zum Aromatisieren von Lebensmitteln, Getränken, Tiernahrung oder pharmazeutischen Präparaten sowie die nach diesem Verfahren hergestellten Produkte
DE1767016A1 (de) Nahrungsmittel mit Fleischgeschmack und Verfahren zu dessen Herstellung
DE69323582T2 (de) Jungaal ähnliches Artifizielles Nahrungsmittel
DE69101103T2 (de) Verfahren zur Herstellung von getrocknetem aromatisiertem Fleisch.
DE2160418A1 (de) Aromatisiert^ Lebensmittelprodukte und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2225285C3 (de) Verfahren zur Abrundung und Verbesserung des Charakters von Fleischduftmitteln und hierfür geeignetes Mittel