DE1690556C - Vorrichtung zum Zusammenschrauben von Elektroden, insbesondere fur elektri sehe Lichtbogenofen - Google Patents
Vorrichtung zum Zusammenschrauben von Elektroden, insbesondere fur elektri sehe LichtbogenofenInfo
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Description
Die Hersteller von Elektroden raten deshalb von die- Vorrichtung kann schon außerhalb des Lichtbogen-
ser Verfahrensweise ab. ofens mit einem Elektrodenabschnitt bestückt werden,
Unter Berücksichtigung der geschilderten Schwie- und ohne die Anwesenheit des Bedienungspersonals
rigkeiten hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt, auf dem Ofendach zu erfordern, kann der Elektro-
einc Vorrichtung 2um Annippeln von Elektrodenab- 5 denabschnitt an dem in der ofenfesten Elektrodenfas-
schnitten zu finden, die es ermöglicht, daß sowohl sung befindlichen Elektrodenabschnitt angenippelt
das Festklemmen bzw. Lösen als auch das Drehen und anschließend die Vorrichtung wieder entfernt
und Festziehen des anzunippeliiden Elektrodenab- werden. Dadurch bleiben gesundheitsgefährdende
schnittes von fern vorgenommen werden kann. oder gesundheitsschädliche Beeinträchtigungen des
Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung io Ofen-Bedienungspersonals vermieden,
zum Zusammenschrauben von zwei Abschnitten Werden bei einem Lichtbogenofen oder bei einer
einer senkrechten Kohle- oder Graphitelektrode aus mehreren Öfen bestehenden Batterie zugleich
eines Elektroofens, insbesondere eines Lichtbogen- mehrere Annippelvorrichtungen nach der Erfindung
ofens, von denen ein Abschnitt in einer ofenfesten benutzt, so kann auch das Annippeln neuer Elektro-
Elcktrodenfassung eingespannt ist, wobei zur Verbin- 15 denabschnitte für einen oder mehrere Öfen mit rela-
dung ein Schraubnippel dient und die. Schraubbewe- tiv großer Kontinuität., jedoch unter nur geringem
gang des anzunippelnden Elektrodenabschnitts durch Personalaufwand erfolgen. Hierdurch läßt sich der
fernsteuerbare Maschinenkraft aufgebracht wird. Ofenbetrieb verbilligen, da sich Arbeitslöhne be-
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge- kanntlich kostensteit rnd auf das Produkt auswir-
!öst. daß d'e Vorrichtung zwei ;<iciiiander koaxial an- 2c ken.
geordnete, mit Hilfe eines Antriebes in Achsrichtung In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der
gegeneinander verschiebbare und mit Hilfe eines wei- Erfindung dargestellt. Die Zeichnung gibt dabei
teren Antriebs gegeneinander verdrehbare Zylinder einen Vertikalschnitt durch die Vorrichtung wieder,
aufweist, daß der den anzunippelnden Elektrodenab- In einem äußeren Zylinder 1 ist ein innerer Zylin-
schnitt aufnehmende innere Zylinder mit Klemmein- 25 der 2 mit Abstand teleskopartig eingeschoben. Im
richtungen versehen ist, die bei der in Achsrichtung Zylinder 2 befindet sich der Elektrodenabschnitt 3.
erfolgenden Verschiebung der Zylinder mit Hilfe Die Distanzierung des Zylinders 2 vom Zylinder 1 er-
einer am äußeren Zylinder drehbar gelagerten An- folgt an seinem oberen Ende mittels des Ringes 4,
drückeinrichtung an den anzunippelnden Elektroden- der dem Zylinder 2 zugleich auch Führung gibt. Auf
abschnitt radial andrückbar sind, und daß der äußere 30 dem Ring 4 ist ein Träger 5 angeordnet, auf dem der
Zylinder gegen die Elektrodenfassung drehfest ab- Antriebsmotor 6 befestigt ist. Dieser Motor steht
stützbar ist. über seine Rutschkupplung 6 α und eine Gewinde-
Nach einer bevorzugten Ausbildung der Erfin- spindel 6 b mit dem inneren Zylinder 2 in Verbindung
bestehen die Klemmeinrichtungen aus einer am dung, dessen Verschlußstück 2 α zu diesem Zwecke
ofenseitigen Ende des inneren Zylinders angeordne- 35 mit Gewinde versehen ist. Die Spindel 6 ft kann je
ten geschlitzten Spannbüchse, und die Andrückein- nach Drehrichtung das Verschlußstüc'.. auf und ab
richtung ist ein im äußeren Zylinder drehbar an- bewegen und verschiebt dadurch den Zylinder 2 in
geordneter Ring, der mit einer konischen Innenfläche axialer Richtung relativ zum Zylinder 1. Oberhalb
versehen ist, die mit den entsprechend ausgebildeten des Motors ist im Zylinder 1 eine Aufhängeöse 1 α
Außenflächen der geschlitzten Spannbüchse in Wirk- 40 befestigt, mittels welcher z. B. die ganze Zylindcranverbindung
tritt. Hierdurch wird das Zentrieren und Ordnung zum Annippeln unter Benutzung eines han-Halten
des Elektrodenabschnittes im inneren Zylin- delsüblichen Hebezeuges, etwa eines Kranes, auf den
der bewirkt, wenn dieser in Achsrichtung relativ zum Ofen gehievt bzw. von diesem entfernt werden kann,
äußeren Zylinder verschoben wird. Die Außenfläche Unweit vom unteren Ende des Zylinders 1 ist in
des Ringes kann als Schneckenrad ausgebildet sein, 45 dessen Innerem ein Ring 7 drehbar angeordnet: die
dem eine mit einem Antriebsmotor verbundene Innenfläche la des Ringes ist dabei konisch ausge-Schnecke
zugeordnet ist. bildet. Sie steht mit den entsprechend ausgebildeten
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfin- Schrägflächen 8 a einer geschlitzten Spannbüchse 8 in
dung ist im äußeren Zylinder ein zur Führung und Wirkverbindung. Die Außenfläche 7 ft des Ringes 7
radialen Distanzierung des inneren Zylinders dienen- 5° ist als Schneckenrad ausgebildet, das mit der auf der
der Ring befestigt, der zugleich einen Träger für Achse des Motors 9 angeordneten Schnecke 7 c im
einen Antriebsmotor bildet, der über eine Rutsch- Eingriff steht.
kupplung mit einer Gewindespindel verbunden ist, Der äußere Zylinder 1 ist an seinem unteren Ende
welche die axiale Relativverschiebung des inneren mit wenigstens zwei Widerlagern Td verbunden, die
Zylinders gegenüber dem äußeren Zylinder bewirkt. 55 ir entsprechend ausgebildete Ausnehmungen 10 α
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfin- des nur andeutungsweise dargestellten Lichtbogendung
ist das untere Ende des äußeren Zylinders mit ofens 10 eingreifen. Diese Widerlager dienen der
zumindest zwei achsparallelen Widerlagern versehen, Drehsicherung des Zylinders 1, wenn der Elektrodendie zur Drehsicherung des äußeren Zylinders beim abschnitt 3 am Ende des in der ofenfesten Elektro-Annippeln des Elektrodenabschnittes in entspre- 60 denfassung 12 eingespannten Elektrodenabschnittes
chend ausgebildete ofenfeste Ausnehmungen eingrei- 11 rngenippelt wird. Die Verbindung der beiden
fen. Das obere Ende des äußeren Zylinders kann mit Elektrodenabschnitte 3 und 11 erfolgt mittels des Geeiner Aufhängeöse versehen sein. windenippels 13, der im vorliegenden Ausführungs-
zielt: Die Vorrichtung ist trotz ihres einfachen und 65 sein kann.
relativ billigen Aufbaues von hohem Nutzeffekt. Der Elektrodenabschnitt 3 wird, was vom Licht-
dem rauhen Hüttenwerksbetrieb gewachsen. Die Zylinder 2 eingeschoben. Sein mit dem Gewindenip-
pel 13 versehenes Ende steht dabei aus dem äußeren ausgebildeten ofenfesten Ausnehmungen 10 α in Ein
schicbcbcwcgung werden die Backen der Spann- den Elcktrodenabschnitt 3 mit dem Ende des vorher-
büchse 8 vom Zylinder 2 mitgenommen. Sie laufen gehenden Elcktrodcnabschnittes 11 verbindet. Durch
dabei mit ihren Außenflächen 8a gegen die cntspre- entsprechende Bemessung des Schneckentriebes 76,
chcnd ausgebildete konische Fläche la des Ringes7 Ic wird die Drehbewegung derart geschwindigkeits-
an, der dadurch über die Spannbüchsenbacken einen io dosiert auf den anzunippelnden Elektrodenabschnitl
radial gleichmäßigen Spanndruck auf den Elektro- übertragen, daß weder dieser, der Verbindungsnip-
dcnabschnitl3 ausübt, wobei dieser im Zylinder 2 pel, noch das Ende des vorausgehenden Elektroden-
nicht nur festgespannt, sondern zugleich auch zen- abschnittes beschädigt werden kann. Das Drchmo-
friert wird. ment ist bei allen Annippelvorgängcn stets gleich
Zylinderanordnung mit dem in ihr eingespannten Nach beendetem Annippelvorgang wird mittels
und zentrierten Elektrodenabschnitt auf den Ofen 10 des Motors 6 der-innere Zylinder 2 nach unten vertransportiert. Dies geschieht zweckmäßigerweise mit- fahren, wodurch die Backen der Spannbüchsc8 den
tcls eines Hebezeuges, beispielsweise eines Kranes, in Elektrodenabschnitt 3 freigeben, so daß die Zylindcrdcsscn Lasthaken die am äußeren Zylinder 1 angc- »0 anordnung nunmehr mittels des Hebezeuges von dem
brachte Aufhängeöse la eingehängt wird. Zur Dreh- angenippelten Elcktrodenabschnitt3 abgehoben und
sicherung der Zylinderanordnung ist es erforderlich, sodann zur Bestückung mit einem neuen Elektroden*
daß die Widerlager 7 d mit den korrespondierend abschnitt vom Ofen entfernt werden kann.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Zusammenschrauben von Graphit od. dgl.; sie haben einen Durchmesser von
zwei Abschnitten einer senkrechten Kohle- oder 5 etwa 50 bis 610 mm. Zum Annippeln der einzelnen
Graphitelektrode eines Elektroofens, insbeson- Abschnitte eines Elektrodenstranges werden konidere
eines Lichtbogenofens, von denen ein Ab- sehe oder auch zylindrische Nippel verwendet. Der
schni!t in einer ofcnfesten Elektrodenfassung ein- Annippclvorgang wird üblicherweise auf dem Ofen
gespannt ist, wobei zur Verbindung ein Schraub- in der Weise vorgenommen, daß ein Elektrodenabnippel
dient und die Schraubbewegung des anzu- io schnitt mit Hilfe eines Hebezeuges, etwa eines Kranippelnden
Elektrodenabschnitts durch fernsteu- nes, über das in der ofenfesten Elektrodenfassung
crbare Maschinenkraft aufgebracht wird, da- eingespannte Ende eines Elektrodenstranges gefahdurch
gekennzeichnet, daß die Vorrich- ren wird. Der anzunippelnde Elektrodenabschnitt
tung zwei ineinander koaxial angeordnete, mit wird sodann abgesetzt und mit einer zuvor um ihn
Hilfe eines Antriebs (6) in Achsrichtung gegen- 15 herumgelegten Schelle angezogen. Das Anziehen creinander
verschiebbare und mit Hilfe eines weite- folgt auf manuellem Wege unter Benutzung eines
ren Antriebs (9) gegeneinander verdrehbare Zy- Hebelarmes.
linder (J 2) aufweist, daß der den anzuninneln- Es ist such die Anwendung einer Vorrichtung be-
dcr. F'okuodenabschriiit (3) aufnehmende innere kannt (deutsche Auslegeschrift 1 OGO 708), die sich
Zylinder (2) mit Klemmeinrichtungen (8) verse- 20 eines Momentenwandlers bedient. Die Vorrichtung
hen ist, die bei der in Achsrichtung erfolgenden besteht im wesentlichen an« zw^i Schellen; jede die-Verschiebung
der Zylinder (!, 2) m:· Hilfe einer ser Schellen wird dabei auf den miteinander zu veram
äußeren Zylinder (I) drehbar gelagerten An- bindenden Elektrodenabschnitten befestigt. Die eine
drückeinrichtung (7) an den anzunippelnden der beiden Schellen ist dabei mii einem Zahnkranz-Elektrodenabschnitt
(3) radial andrückbar sind, 25 segment versehen, währenddessen an der anderen und daß der äußere Zylinder (1) gegen die Elek- Schelle ein Ritzel drehbar gelagert ist. Das Ritzel
trodenfassung (12) drehtest abstützbar ist. greift in das Zahnkranzsegment ein. Mittels eines auf
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge- dem Ritzel gelagerten Hebelarmes läßt sich der eine
kennzeichi.-Vi, daß die Klemmeinrichtungen aus Elektrodenabschnitt unter Relativbewegung zum aneiner
am ofenseitigen End<* des inneren Zylinders 30 deren feststehenden Abschnitt mit diesem verbinden.
(2) angeordneten geschlitzten Spannbüchse (8) Das Ritzel kann auch von einem Motor angetrieben
bestehen und daß die Andrückeinrichtung ein im werden.
äußeren Zylinder (1) drehbar angeordneter Ring Abgesehen davon, daß das Annippeln von vor al-
(7) ist, der mit einer konischen Innenfläche (la) lern dünnen und deshalb besonderer Bruchgefahr
versehen ist, die mit den entsprechend ausgebil- 35 ausgesetzten Elektrodenabschnitten mittels der ge-
deten Außenflächen (8 a) der geschlitzten Spann- schilderten Vorrichtungen besonderes manuelles Ge-
büchse (8) in Wirkverbindung tritt. schick des Ofenpersonals voraussetzt, hat ein derarti-
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, da- ger Annippelvorgang auch den Nachteil, daß das
durch gekennzeichnet, daß im äußeren Zylinder Ofenpersonal den aus den Elektrodenkühlzylindern
(1) ein zur Führung und radialen Distanzierung 40 austretenden Kohlenoxyd- und Kohlendioxydgasen
des inneren Zylinders (2) dienender Ring (4) be- ausgesetzt ist und zudem noch in der heißen Ofenatfestigt
ist, der zug'eich einen Träger für einen mosphäre arbeiten muß.
Antriebsmotor (6) bildet, der über eine Rutsch- Es sind auch Vorrichtungen mit fernsteuerbarer
kupplung (6 a) mit einer Gewindespindel (6 b) Maschinenkraft zum 4n;i:hen der Verschraubung
verwinden ist '«eiche die axiale Rciutiwerscnie- 45 bekannt (deutsches Gebrauchsmuster 1763 496 und
bung des inneren Zylinders (2) gegenüber dem USA.-Patentschrift 2 322 918). Aber auch bei diesen
äußeren Zylinder (1) bewirkt. müssen die Schellen manuell auf dem Ofendach an
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 den Elektroden befestigt und nach dem Verschraubis
3, dadurch gekennzeichnet, daß die Außen- ben wieder gelöst werden. Es ist ferner eine VorrichfLche
(7 b) der Andrückvorrichtung (7) als 5° tung zum Transport des neuen Elektrodenabschnitts
Schneckenrad ausgebildet ist, dem eine mit einem zum Ofen und zum Aufschrauben auf den vorherge-Antriebsmotor
(9) verbundene Schnecke (7 c) zu- henden Abschnitt bekannt (USA.-Palentschrift
geordnet ist. 2 458 272), die aber nicht zum abschließenden Fest-
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 ziehen der Verschraubung geeignet ist.
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das untere 55 Wegen dieser und ähnlicher Schwierigkeiten ist
Ende des äußeren Zylinders (1) mit zumindest man seit einiger Zeit dazu übergegangen, die Elek-
zwei achsparallelen Widerlagern (7d) versehen trodenstränge komplett auszuwechseln und vom
ist, die zur Drehsicherung des äußeren Zylinders Ofen entfernt anzunippeln. Es finden hierzu hydrau-
(1) beim Annippeln des Elektrodenabschnittes lische oder pneumatische Zylinder Anwendung; diese
(3) in entsprechend ausgebildete ofenfeste Aus- 60 bieten die Gewähr für stets konstante Anzugsmonehmungcn
(10 a) eingreifen. mente.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 Eine derartige Lösung, mit welcher zwar der Einbis
5, dadurch gekennzeichnet, daß das obere satz des Bedienungspersonals beim Ofen vermieden
Ende des äußeren Zylinders (1) mit einer Auf- wird, hat jedoch den Nachteil, daß sich die glühenhängcöse
(I α) versehen ist. 65 den Elektrodenstränge laufend abkühlen und dadurch
Risse in den Elektroden auftreten. Derartige
Risse haben nicht nur einen erhöhten Elektrodenverbrauch, sonderen auch Elektrodenbrüche zur Folee.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED0055057 | 1968-01-08 | ||
| DED0055057 | 1968-01-08 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1690556A1 DE1690556A1 (de) | 1971-05-27 |
| DE1690556B2 DE1690556B2 (de) | 1973-01-11 |
| DE1690556C true DE1690556C (de) | 1973-07-26 |
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