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DE1690179C3 - Rundsteuerverfahren mit hoher Sicherheit gegen Störimpulse - Google Patents

Rundsteuerverfahren mit hoher Sicherheit gegen Störimpulse

Info

Publication number
DE1690179C3
DE1690179C3 DE19671690179 DE1690179A DE1690179C3 DE 1690179 C3 DE1690179 C3 DE 1690179C3 DE 19671690179 DE19671690179 DE 19671690179 DE 1690179 A DE1690179 A DE 1690179A DE 1690179 C3 DE1690179 C3 DE 1690179C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sector
pulse
pulses
execution
impulse
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19671690179
Other languages
English (en)
Inventor
Anmelder Gleich
Original Assignee
Schmid, Hans, Dr.-Ing, 8000 München
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schmid, Hans, Dr.-Ing, 8000 München filed Critical Schmid, Hans, Dr.-Ing, 8000 München
Application granted granted Critical
Publication of DE1690179C3 publication Critical patent/DE1690179C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1. Ein derartiges Verfahren ist bereits bekannt (Elektrotechnik und Maschinenbau, Bd. 73 [1956], S. 380 bis 386) und daselbst beschrieben im Rahmen eines Beispieles mechanischer Befehlsauswertung. Einem Startimpuls folgt ein Sperrimpulssektor, daran anschließend ein Gruppenimpulssektor, gefolgt von einem Ausführungssektor für die Betätigungsimpulse. Es ist eine Besonderheit dieses Beispiels, daß im Ausführungssektor für ein sogenanntes Doppelkommando (EIN/AUS-Befehl-bistabile JA/ NEIN-Stellung) nur ein Impulsplatz verwendet wird (Nullimpuls « AUS, Impuls »EIN). Im allgemeinen legt man einem Doppelkommando zwei Plätze mit je einem aktiven Impuls zugrunde. Voraussetzung für das Schalten im Ausführungssektor sind die Erfüllung des Sperrkriteriums (Nullsignal im Sperrimpulssektor) und des Gruppenkriteriums (aktiver Impuls im Gruppenimpulssektor). Durch unterschiedliche Einstellung dieser beiden Vorkriterien kann die Zahl der Ausführungsbeispiele vervielfacht werden. Auch die Vorkriterien werden im angesprochenen Beispiel rein mechanisch ausgewertet
Ähnliche Verfahren sind behandelt in DT-PS 25 049, DTPS 10 87 242 und in d«n AEG-Mitteilungen, Bd. 46 (1956), S. 248/49, wo insbesondere ein Spcrrplatz als Kontrolle gegen zu langen Startimpuls beschrieben wird. CH-PS 3 53 063 und CH-PS 3 53 zeigen aufwendige Abtastvorrichtungen für beliebige im™.uhilrfer im Vorwahlsektor. Auch hier ist der ZeftmaßS gebildet durch die Abwicklung eines auf die Netzgrundwelle abgestützten Synchronmotors. nr PS 1169 010 zeigt die Modulation eines Ausfüh-
rungssektors zu Luftschutzzwecken, wobei der gezielte Ausfall von Wiederholungsimpulsen verwertet wird.
Nebst RundsteuerempfänSern mit mechanischer Impulsauswertung haben vor allem Empfänger mit elektrischer Auswertung mehr und mehr Anwendung
gefunden Die Abtastung längs des abgewickelten Ze Maßstabes erfolgt hier mittels ^stabiler Schaltg ie-Je Das können, oft direkt als Le.stungsschalter änUebildete Kipprelais oder bistabile elektronische sSgider seiaWird auch die auf die Netzgrundwel-
fe abgSütze Abwicklung des Ze.tmaßstabes durch Auszählung mittel, bekannter elektronischer Schaltungen bewerkstelligt, werden derartige Empfänger der elektrischen Typenklasse als »elektronische Empfän geB3HchrOdehreSchnelligkeit der Befehlsabwicklung sind elektrische Empfänger der mechanischen Impulsauswertung naturgemäß überlegen Andererseits sind auf Grund der Impulsverzerrungen durch die Empfangsfilter der Schnelligkeit der Befehlsabwicklung auch bei
der elektrischen Empfängerklasse Grenzen gesetzt. Bei nicht zu kleiner Bandbreite dieser Filter sind Impulszeiten von 100 bis 200 ms und Impulspausen von 400 bis 600 ms möglich, was der üblichen Unterbringung von etwa 100 Befehlsimpulsen je Minute entspricht.
jo Gebräuchlich ist z.B. die Unterbringung von etwa 50 Plätzen auf einer Zeitachse von etwa einer halben
ZuHErzielung großer Befehlszahlen und zur Erhöhung der Sicherheit gegen Störimpulse im Rahmen eines gegebenen Zeitmaßstabes (z. B. 30 Sekunden) verwendet man. wie beschrieben, Gruppen- oder Kombinationswahl. Anspruchsvolle Kombinationen mit wenigen zugeordneten Ausführungsbefehlen erfordern zur Nacheinanderabwicklung großer Befehlszahlen viel Zeit Auch der apparative Aufwand für die Verarbeitung der Vorimpulssektoren kann dann kostspielig werden und die Anwendung auf Sonderfälle kleinerer Stückzahl begrenzen Die Anwendung lediglich eines nackten Ausführungsimpulssektors ist trotz bestechender Einfachheit wegen zu großer Störanfälligkeit nicht mehr üblich. Insbesondere bei schwachen Sendepegeln im heute meist üblichen Frequenzbereich zwischen der dritten und fünften Netzharmonischen sind für den Bau einfacher Massenempfänger derartige, sogenannte Direktcodes kaum mehr tragbar. Bezüglich Geschwindigkeit, Störanfälligkeit und Aufwand ist deshalb die Technik der Vorwahlimpulssektoren ein gravierender Gesichtspunkt, insbesondere mit Blick auf einen hinreichend gesicherten, einfachen Massenempfänger. Aufgabe der Erfindung ist es, bei einem Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 die Länge des Impulstelegramms zu verringern und seine Auswertung zu vereinfachen bei nahezu gleicher Sicherheit gegen Störimpulse. Diese Aufgabe ist durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs !gelöst.
Die Vereinfachung besteht in der Vereinigung des Startimpulslängenbegrenzungs-, des Gruppenwahl- und Sperrkriteriums mittels eines einzigen bistabilen Schaltgliedes Da Störimpulse an den beiden Nullsignalplät-6« 2εΠι die zugleich die beiden einzig möglichen Störplätze des Vorbereiches sind, Befehlsausführungen im Ausführungssektor verunmöglichen, wird eine sehr große Sicherheit erreicht Blockierte Befehlsausführung oder
vereinzelt wirksame Störimpulse im aktivierten Ausführungssektor können durch die bekannte, sehr wirksame statistische Befehlswiederholungsmethodik korrigiert werden, für welche wiederum eine gestraffte, schnelle Programmabwicklung wesentliche Voraussetzung ist. s Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es dieserweise mit einem einfachen Massenempfänger auch bei schweren Netzstörbedingungen (z. B. große Elektroöfen) einen gesicherten und flexiblen Betrieb zu führen.
Der lange Startimpuls bezweckt, den Anlauf der Empfänger bei kurzen Impulsen zu verhindern. Solche Empfänger haben für den Start im allgemeinen ein Minimal- bzw. Rückführkriterium; d. h., bei zu kurzem Impuls wird automatisch der Startpunkt des Zeitmaßstabes wieder hergestellt. Durch den einfachen Aufbau des Startlängenbegrenzungs- und des Sperr-Gruppenkriteriums eignet sich das erfindungsgemäße Verfahren besonders für die Praktizierung mehrerer Startimpulse verschiedener Länge, bei der das Miäimalkriterium eines der Startimpulse jeweils größer ist als das Längenbegrenzungskriterium des vorausgegangenen. In den im allgemeinen sehr großen Ruhepausen im Arbeitsvolumen eines bestimmten Startimpulses lassen sich dieserweise mit zwei oder mehreren Startimpulsen mit ein und demselben Empfangsfilter Aufgaben lösen, für die man üblicherweise zwei oder mehrere Frequenzen benötigen würde, was insbesondere bei sehr großräumigen Höchstspannungsanlagen von Interesse ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren sei weiter an Hand eines Beispiels gemäß der Zeichnung verdeutlicht. Der Zeitmaßstab / enthält neben dem beginnenden Startimpuls 5 eine fortlaufende Reihe von Plätten t, 2,3... bis f. Die Plätze s und 1 bilden den Startsektor S, die Plätze 2 bis 6 den Sperrimpuls-Gruppenwahlsektor SG, die Plätze 7, 8, 9, 10 ... den Ausführungssektor A und der Platz eden Nachimpulssektor N. Mit dem Gleitkontakt iv ist die Abtastung längs des Zeitmaßstabes symbolisiert. Je zwei Plätze E, A im Ausführungssektor sind zu Doppelkommandos DK (DK 1, DK 2 ...) zusammengefaßt. Die bistabilen Schaltglieder sind als Kipprelais dargestellt. Die Kippreiais K(I), K(2) ... betätigen direkt nicht abgebildete Leistungskontakte mit ihren bistabilen Schaltstellungen EIN und AUS. Die Kipprelaisspulen werden erregt, wenn der Kreis OP geschlossen ist. Der Markierer für die eintreffenden Sendeimpulse ist symbolisiert durch den Kontakt m. Im Startsektor 5 ist das Minimumkriterium des Startimpulses s mit R bezeichnet. Ist s größer als t = 0 bis R. dann wickelt die Abtastung tv den Zeitzyklus ab. Ist s kleiner als f = 0 bis R, dann wird die Nullage von w wieder hergestellt, 1 ist der Sperrplatz für das Startlängenbegrenzungskriterium. Im Sperrimpuls-Gruppenwahlsektor SG, im Vorausgegangenen meist kurz als Sperrimpulssektor angesprochen, werden die Plätze 2, 3,4 und 6 stets mit einem Impuls belegt, während der Platz 5 als Nullsignal mit keinem Impuls belegt wird. Der Platz 5 ist mit einem bistabilen Schaltglied, in der Zeichnung mit einem Kipprelais K (SSG) belegt, dessen Spulen 2 an Platz 5 und 1 an Platz e angeschlossen sind. Ihnen entsprechen die Stellungen 1, 2 des Kontaktes k (SSG). Platz 1 ist ebenfalls an die Kippspule 2 angeschlossen. Die Kipprelais K im Ausführungssektor werden über die Abtastung w erregt, wenn der Kreis OP geschlossen ist. Normalerweise ist hierzu der Kontakt 1 von k (SSG) geschlossen. Trifft ein Impuls bei Platz 1 ein (Störimpuls oder zu langer Startimpuls) wird dieser Kreis geöffnet. Ebenso, wenn ein Impuls an Platz 5 eintrifft (Störimpuls oder Sendung einer anderen Gruppe, z. B. 2, 4, 5, 6). Nach Ablauf eines Zyklus wird am Platze t-das bistabile Schaltglied K (SSG) wieder zurückgestellt. Die Bezeichnung (SSG) dieses Gliedes weist auf die vereinigte dreifache Aufgabenbewältigung hin: Startimpulslängenbegrenzung, Sperrung in einem Sperrimpulssektor und in diesem die Vor- bzw. Gruppenwahl selber. Aus diesem Bereich herrünrende Falschschaltungen im Aiisführungssektor sind damit ausgeschlossen. Durch diesbezügliche Störimpulse blockierte Befehlsausführung im Ausführungssektor wird durch die bekannte Programmwiederholung beseitigt. Die letztere ist als statistische Methode für die Rundsteuerung fundamental; ist die Rundsteuerung doch eine Flächensteuerung zahlreicher Punkte ohne Rückmeldung, zudem in einem nach Struktur und Störpegel komplexen »Übertragungskanal«, der primär nur nach den Gegebenheiten der Energieversorgungsaufgaben ausgerichtet werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Rundsteuerverfahren mit hoher Sicherheit gegen Störimpulse ,iur Steuerung von Empfängern mittels Impulsmodulation einer tonfrequenten Netzüberlagerungsspannung mit einem Zeitmaßstab mit Plätzen für eine Vielzahl von unter sich gleich langen und im gleichen zeitlichen Abstand angeordneten Impulsen, denen ein Startsektor vorausgeht, bei dem innerhalb des Zeitmaßstabes unmittelbar nach dem Startsektor ein Sperrimpulssektor folgt, bei dem alle Plätze mit Ausnahme des eine anzuwählende Gruppe bestimmenden Platzes, der ein Nullsignal enthält, mit einem Impuis belegt sind, bei dem jeder vorhandene Impuls (auch Störimpuls) die Sperrung der jeweils diesem Platz zugeordneten Gruppe von Empfängern bewirkt und bei dem der Zeitmaßstab einen Ausführungssektor aufweist, der Ausführungsimpulse für Befehle innerhalb der angewählten Gruppe enthält, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausführungssektor dem Sperrimpulssektor unmittelbar folgt, daß der Startsektor einen gegenüber den übrigen Impulsen verlängerten Startimpuls und ein Nullsignal im ersten Platz nach dem Startimpuls enthält und daß zur Erkennung dieses Nullsignals und des zur Gruppenwahl bestimmten Nullsignals im Sperrimpulssektor lediglich ein bistabiles Schaltglied gemeinsam verwendet wird.
2. Rundsteuerverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Startsektor nach dem Startimpuls mehrere Plätze enthält zur empfängerseitigen selektiven Unterscheidung mehrerer unterschiedlich langer Startimpulse.
DE19671690179 1967-05-30 1967-05-30 Rundsteuerverfahren mit hoher Sicherheit gegen Störimpulse Expired DE1690179C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DESC040801 1967-05-30

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Publication Number Publication Date
DE1690179C3 true DE1690179C3 (de) 1977-09-29

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