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DE168905A - - Google Patents

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DE168905A
DE168905A DE168905A DE 168905 A DE168905 A DE 168905A DE 168905 A DE168905 A DE 168905A
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Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung stellt eine Verbesserung für selbsttätige Fernsprechvermittlungssysteme derjenigen Art dar, bei welchen jeder Teilnehmer auf der Zentrale einen Wählerapparat besitzt, vermittels dessen er die gewünschte Verbindung herstellen kann. Solche Systeme sind sehr kostspielig, da mindestens ebensoviel Wählerapparate auf der Zentrale vorhanden sein müssen, als die Anlage Teilnehmer umfaßt.
Erfahrungsgemäß übersteigt die Zahl der in einer Fernsprechanlage gleichzeitig geführten Gespräche niemals den Betrag von 15 Prozent der Teilnehmerzahl. Demnach würde es genügen, 15 Prozent der Wählerapparate zum gemeinsamen Gebrauch aller Teilnehmer aufzustellen.
Um diese Anordnung, welche die Kosten einer Fernsprechanlage bedeutend verringert, zu ermöglichen, ist gemäß vorliegender Erfindung eine in der Patentschrift 156334 beschriebene Schaltstellenanordnung mit einem der obengenannten Systeme vereinigt, und zwar in vorliegendem Falle mit dem selbsttätigen Fernsprechsystem Strowger. An die Stelle dieses Systems kann jedoch auch ein anderes treten. In der erwähnten Patentschrift 156334 bewirkt der anrufende Teilnehmer einen Stromstoß, welcher unter einer Anzahl von Schaltstellen, von denen jede aus einer Relaisgruppe besteht, die nächste unbesetzte aussucht, diese für die Ströme anderer anrufender Teilnehmer sperrt und überbrückt, wobei der anrufende Teilnehmer durch eine Relaisanordnung, welche ihm in der besetzten Relaisgruppe zugeordnet ist, mit einer gemeinsamen Leitung dieser Schaltstelle verbunden wird.
Nach dem System Strowger besitzt jeder Teilnehmer an der Zentrale einen im wesentliehen aus einer drehbaren und verschiebbaren Welle bestehenden Wählerapparat, welcher von der Teilnehmerstelle aus vermittels eines Nummernschalters durch Stromstöße bewegt wird und so jede gewünschte Verbindung selbständig herstellen kann.
Nach vorliegender Erfindung sind für eine Gruppe von Teilnehmern eine Anzahl Wählerapparate zum gemeinsamen Gebrauch dieser Teilnehmer auf der Zentrale aufgestellt. Jeder dieser Wählerapparate befindet sich an einer Schaltstelle in Verbindung mit der gemeinsamen Doppelleitung 54, 65, wobei jeder Teilnehmer an jeder Schaltstelle eine Relaisanordnung (Elektromagnete 45, 45' und 45//, 45'//) besitzt, welche den Zweck hat, die Teilnehmerleitung, über die gemeinsame Leitung 54, 65 an den Wählerapparat anzuschließen.
Die selbsttätige Auswahl eines unbesetzten Wählerapparates findet bei der ersten Erdung des Anrufenden statt, welche dieser bei Drehung des Nummernschalters in der bekannten Weise bewirkt.
Es fließt nämlich, wie später näher gezeigt wird, nach erfolgter Einstellung des Nummern-
Schalters auf der Teilnehmerstelle von einer gemeinsamen Stromquelle S ein Stromstoß nach der nächsten unbesetzten Schaltstelle und bewirkt, daß diese unzugänglich und der Weg zur nächsten überbrückt wird.
Hierbei verbindet infolge der erwähnten Erdung an der anrufenden Teilnehmerstelle . die Relaisanordnung (Elektromagnet 45) des Anrufenden dessen Teilnehmerleitung α b mit dem Wählerapparat an dieser Schaltstelle, so daß dieser durch eine entsprechende Anzahl von Stromstößen in gewünschter Weise in Betrieb gesetzt werden kann.
Die Verbindung des Anrufenden mit dem Wählerapparat wird hierbei durch einen später angegebenen Strom über das Sperrrelais 47 des Anrufenden, über dessen Relaisanordnung (Elektromagnet 45) an der besetzten Schaltstelle bei einem Schalter X aufrecht erhalten. Der wesentliche Unterschied gegenüber bekannten Schaltungsanordnungen, bei welchen jeder Teilnehmer einen Wahlschalter besitzt, welcher sich selbsttätig und schrittweise auf einen freien Wählerapparat (Hauptschalter) einstellt, besteht demnach bei vorliegender Erfindung darin, daß jeder Teilnehmer ebensoviele Relaisanordnungen besitzt, als Wählerapparate (Hauptschalter) ihm zur Verfügung stehen, wobei das Aufsuchen eines unbesetzten Wählerapparates nicht schrittweise geschieht, sondern dadurch, daß nur die der nächsten unbesetzten Schaltstelle zugeordnete Relaisanordnung des Anrufenden diesen mit dem Wählerapparat der Schaltstelle verbindet. Hierdurch ergibt sich der Vorteil wenig bewegter Teile (keine rotierenden Mechanismen) und der Vorteil der Billigkeit. Denn nicht jeder Teilnehmer besitzt in der Zentrale einen Wahlschalter, sondem es sind in derselben nur so viel Wahlschalter vorgesehen, als gleichzeitig bestehende Verbindungen bei maximalem Betrieb zu erwarten sind (etwa 15 Prozent der angeschlossenen Teilnehmer). Es sind also für eine Anzahl Teilnehmer eine wesentlich geringere Anzahl von Schaltstellen mit je einem Wählerapparat (Hauptschalter) vorhanden. Zu jedem Wählerapparat gehören außer je einem Hub- und Drehmagneten Ra und Rb so viel Schaltelektromagnete 45, als Teilnehmer an die Zentrale bezw. an die zu einem Wählerapparat gehörige Relaisgruppe angeschlossen sind.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel dar. In der Zeichnung sind zwei Schaltstellen mit den Elektromagneten 45, 45', 45//' 45'// zweier Teilnehmer gezeichnet.
An jeder Schaltstelle befindet sich in Verbindung mit einer Doppelleitung 54, 65 ein Wählerapparat, welcher von dem Anrufenden, der sich mit diesem über 54, 65 verbunden hat, durch eine entsprechende Anzahl von Stromstößen über die Elektromagnete Ra Rb ί derart beeinflußt wird, daß er in bekannter Weise vermittels der Welle n> die Verbindung dieses Teilnehmers mit der gewünschten Leitung herstellt.
Es sind nur die für die vorliegenden Stromläufe in Betracht kommenden Teile der beiden Wählerapparate dargestellt, nämlich die Hub- und Drehelektromagnete Ra Rb, die durch Erregung derselben bewegte Welle w und ein Umschalter U. Derselbe hat den Zweck, die Relais Ra und Leitung 54 sowie Relais Rb und Leitung 65 von der Stromquelle S abzuschalten und mit dem Kontaktarm des Wählerapparates zu verbinden, sobald dieser Kontaktarm auf der gewünschten Leitung steht. Die beim Betrieb der Wählerapparate sich abspielenden Schaltvorgänge sind zum Verständnis vorliegender Erfindung nicht nötig.
Der vom anrufenden Teilnehmer A durch die erste Erdung bewirkte Stromstoß verläuft, angenommen die erste Schaltstelle sei unbesetzt, von 5 über 39, U2, Ra, Kontakt 42, Schaltelektromagnet 45 des Anrufenden, mittlere Ankerfeder des Sperrelais 47, Relais 47, a, zur Erde des anrufenden Teilnehmers.
Es wird infolgedessen Ra erregt und bewirkt in bekannter Weise, daß die Welle w sich um einen Schritt hebt. Infolgedessen hebt sich ein Umschalter X, öffnet den Kontakt 42 und schließt die Kontakte 58 und 51.
Ferner wird der Schaltelektromagnet 45 erregt und verbindet die a- und b- Leitung des anrufenden Teilnehmers A über die Ankerfedern des Elektromagneten 45 mit Ra und Rb, so daß die weiteren Erdungen des Nummernschalters des Teilnehmers A den Wählerapparat an der ersten Schaltstelle in der gewünschten Weise zwecks Verbindung mit der gewünschten Leitung bewegen können.
Außerdem spricht Relais 47 an und unterbricht vermittels der mittleren Ankerfeder die Verbindung von 46 mit der α -Leitung des anrufenden Teilnehmers A, wodurch verhindert wird, daß, durch die weiteren Erdungen des Anrufenden die Elektromagnete 45^ in den anderen Schaltstellen erregt werden. Die Sperrelais 47, von denen für jeden Teilnehmer eins vorgesehen ist, sind nur neben den Schaltelektromagneten 45, 45' usw. des ersten Wählerapparates w vorgesehen.
Da jetzt Strom vom mittleren Pol der Zentralbatterie S über 47, untere Ankerfeder des Relais 47, Schaltelektromagnet 45, über dessen untere Ankerfeder, Kontakt 58 zur Erde fließt, bleiben die Anker von 47 und 45 während der Arbeitsstellung des Wählerapparates an der ersten Schaltstelle angezogen.
Wenn ein anderer Teilnehmer, z. B. B, anruft, sobald Kontakt 51 geschlossen ist, so

Claims (3)

  1. wird er einen Stromstoß S, 51, 40, Ra11, n 45'//, 46', mittlere Ankerfeder des Relais 47', Relais 47', a', Erde bei Teilnehmer B bewirken.
    Die Elektromagnete, 47', 45'// und Ran sprechen an, die zweite Schaltstelle wird, da 40 durch Heben der Welle Wn geöffnet wird, unzugänglich und der Weg zur nächsten (dritten) Schaltstelle über 5i/7 überbrückt.
    Teilnehmer -B wird mit dem Wählerapparat an der zweiten Schaltstelle über Elektromagnetanker von 45'// und die Leitungen 54', 65' verbunden. Die zur weiteren Bewegung des Wählerapparates nötigen Stromstoße verlaufen hierbei von S über 39, die zweitoberste Feder von Xn über 40, Ran, Rbn, die beiden oberen Federn des Ankers des Elektromagneten 45'// zum Teilnehmer B. Die Anker von 47' und 45'^ bleiben während der Arbeitsstellung des Wählerapparates Wn durch den Strom »Erde, S, 47', untere Ankerfeder von 47', 45'//, untere Ankerfeder von 45'//, 58//, Erde« erregt.
    Da bekanntlich beim Strowger-System und anderen Systemen die Sperrleitung eines Teilnehmers, welche zu den Kontaktsperrstiften der Wählerapparate führt, an Erde liegen muß (vergl. z. B. den Aufsatz in der Elektrotechnischen Zeitschrift 1903, S. 728 und 729, sowie die deutsche Patentschrift 128391), sobald der Teilnehmer angerufen hat, damit er gegen einen Anruf von anderer Seite geschützt ist, so wird bei der beiliegenden Zeichnung bei Erregung des Relais 47 eines Teilnehmers die Sperrleitung sp des Teilnehmers über die obere Ankerfeder geerdet.
    Pate ν τ-Α ν Sprüche:
    ι. Schaltungsanordnung für selbsttätige Fernsprechvermittlungssysteme, bei welchen auf der Zentrale eine Anzahl Wählerapparate, von denen jeder eine gewünschte Verbindung ausführen kann, zum gemeinsamen Gebrauch der Teilnehmer aufgestellt sind, mit einer An-
    Ordnung, wonach ein vom Anrufenden bewirkter elektrischer Stromvorgang unter einer Anzahl Schaltstellen, von denen jede aus einer Relaisgruppe besteht, sich die nächste unbesetzte aussucht, dieselbe für die elektrischen Stromvorgänge anderer anrufender Teilnehmer unzugänglich macht und überbrückt, wobei in dieser Relaisgruppe die Relaisanordnung des Anrufenden diesen mit einer Leitung (54, 65) dieser Schaltstelle verbindet, dadurch gekennzeichnet, daß jeder dieser Relaisgruppen (45, 45' ... bezw. 457/, 45 1J1) ein Wählerapparat (w Wn) derart zugeordnet ist, daß der Anrufende (z. B. B) vermittels der in der nächsten unbesetzten Relaisgruppe 45//> 45'// · · · ^r mn vorgesehenen
    ■ (45'//) mit dem Wählerapparat (wn) dieser Relaisgruppe über die Ankerfedern der zum rufenden Teilnehmer gehörigen Relaisanordnung (45'//) verbunden wird (über 54', 65').
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterbrechung eines die Verbindung des Anrufenden mit dem Wählerapparat aufrecht erhaltenden Haltestroms (— S, 47', untere Ankerfeder von 47', 45'//, 58//, Erde, S —-) bei Zurückführung des Wählerapparates (wn) in Ruhestellung dadurch erfolgt, daß ein von letzterem (wn) beeinflußter Umschalter (Xn) in seine Normallage zurückgebracht wird.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die Anschaltung der rufenden Teilnehmerleitung (a b) an einen freien Wählerapparat (w) bewirkende Schaltelektromagnet (45) durch einen Linienstrom erregt wird, welcher von der Zentralbatterie (S) über den Hubelektromagneten (Ra) des ersten freien Wählerapparates (w), einen Ruhekontakt (42) seines Umschalters (X), sowie den Ruhekontakt eines zum rufenden Teilnehmer (A) gehörigen Sperrelais (47) und einen Leitungszweig (a) des rufenden Teilnehmers fließt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    J. tiΠ

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