DE1685366B2 - Umbuggmaschine zum Umbuggen von Flachmatenal - Google Patents
Umbuggmaschine zum Umbuggen von FlachmatenalInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Umbuggmaschine zum Umbuggen von Flachmaterial, insbesondere
von Schuheinlagen, bei der ein von einem Falzer im Zusammenwirken mit einem Drückerfuß
vorgebogener Flachmaterialrand von einem nachgeschalteten, quer zu dessen Verschiebungsrichtung
zyklisch zusteilbaren Überschieber weiter flachgedrückt und schließlich durch einen Hammer gepreßt
wird.
Es sind Umbuggmaschinen dieser Art bekannt (deutsche Patentschrift 882 201 und 915 786), bei
denen der Überschieber mit dem Hammer verbunden ist und zusammen mit diesem zyklisch hin- und herschwenkt.
Diese Antriebskupplung erfordert ein verhältnismäßig kompliziertes Lenkersystem mit dem
Nachteil sich addierenden Gelenkspiels, so daß abgesehen von der recht ungünstigen Krafteinwirkung
nicht mit Sicherheit durch deia Überschieber ein Flachdrücken erreicht wird, das ausreicht, damit der
teilweise umgebogene Rand durch den Hammer nicht zurückgebogen wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine einfachere Überschieberanordnung mit effektiverem Antrieb zu
schaffen, die sichere Vervollständigung der Umbiegung gewährleistet.
Diese Aufgabe ist dadurch gelöst, daß der Überschieber unabhängig vom Hammer parallel zur
Arbeitsfläche über einen eigenen Antrieb geradlinig hin- und herbewegbar ist. Dieser Überschieber bewegt
sich somit geradlinig gegen die Seite des teilweise umgebogenen Flachmaterialrands und arbeitet
dadurch effektiver mit dem Vorteil der Möglichkeit einer einfacheren Ausbildung seines Antriebs und
der Möglichkeit, ihn beispielsweise in einem anderen Rhythmus als den Hammer arbeiten zu lassen, un
optimale Anpassung an die jeweiligen Umstände zi erreichen. Vom Prinzip her lassen sich hierbei grundsätzlich
Gelenkverbindungen vermeiden, so daß mi dem geringstmöglichen Risiko an Fehlfunkticn ge
arbeitet werden kann. Darüber hinaus erhält man du Möglichkeit, durch die Ausbildung des Überschiebers
als einfachen Hebel sehr wirkungsvoll und sichel das Abheben des Arbeitsendes vom umgebogener
ίο Rand herbeizuführen, was in den bekannten Fäller
nur mit erheblichen Umständen zu erreichen ist.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind ir den Unteransprüchen enthalten.
Die Umbuggmaschine nach der Erfindung ist nichl
ig nur für das Umbuggen des Rands von Einlegesohlen
verwendbar, sondern eignet sich in gleicher Weise auch bei Werkstücken aus Leder, Kunststoffolien od.
dgl. Derartige Werkstücke können beispielsweise Taschen, Geldbörsen, Koffer, Gürtel u. dgl. sein.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand schematischer
Zeichnungen näher erläutert.
F i g. 1 ist eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer Maschine zum Umbiegen des Randes von biegsamen
Werkstoffen, welche mit der erfindungs-
gemäßen Vorrichtung ausgestattet ist;
F i g. 2 zeigt die Vorrichtung im einzelnen in Schnittansicht;
F i g. 3 ist eine Draufsicht zu F i g. 2 und
Fig. 4 ist eine analoge Schnittansicht wie Fig. 2,
wobei sich jedoch das Biegeorgan in einer anderen Lage befindet.
Die in der Zeichnung dargestellte Umbuggmaschine zum Umbuggen des Randes von biegsamem Flachmaterial
ist allgemein mit 10 bezeichnet und weist ein Maschinengestell 11 auf, unter dem sich die nichtdargestellten
Antriebs- und Steuermittel befinden. Am Maschinengestell 11 befindet sich ein Gehäuse 12,
welches die verschiedenen Mechanismen der Maschine einschließt, die an sich bekannt und der Einfachheit
halber nicht dargestellt sind. Am Gehäuse 12 ist auskragend ein Kopf 13 befestigt, welcher über
eine Arbeitsfläche 14 vorragt, auf der sich das in Bearbeitung befindliche Flachmaterial senkrecht zur
Zeichenebene bewegt. Das Flachmaterial weist eine stärkere Schicht 45 und eine dünne Schicht 15 auf.
Vom auskragenden Kopf 13 steht ein Drückerfuß 16 nach unten gegen die Arbeitsfläche 14 vor, welcher
mit der stärkeren Schicht 45 des Flachmaterials in Eingriff kommt und am Ende eines im Punkt 18
schwenkbar gelagerten Hebels 17 befestigt ist. Mit dem anderen Ende des Hebels 17 ist ein Zapfen 19
fest verbunden, der in eine Ausfräsung 20 am Ende eines Hebels 21 eingreift, welcher um den Punkt 22
schwenkbar ist. Das andere Ende 24 des Hebels 21 kann sich in einem Langloch 23 lotrecht bewegen,
welches an einem gehäusefreien Teil vorgesehen ist. Mit dem Ende 24 des Hebels 21 sind geeignete und
nicht dargestellte Steuermittel verbunden, durch welche dieses Hebelende im Langloch 23 hin- und
herbewegt wird, svodurch über die Hebel 21 und 17 abwechselnd mit dem in Arbeit befindlichen Flachmaterial
in Eingriff und außer Eingriff kommt. Auf den Hebel 17 wirkt eine nicht dargestellte Feder ein,
die bestrebt ist, den Drückerfuß 16 gegen das Flachmaterial zu drücken.
Auf der Arbeitsfläche 14 ist ein Auflageteil 25 angebracht, dessen gekrümmte Oberfläche mit der konvexen
Seite nach oben weist und über welches das
3 ' 4
Flachmaterial derart geführt wird, daß sein Rand 26 Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende. Innach
innen umgebogen wird. Anschließend an das folge der Berührung des Kugellagers 36 mit dem
Auflageteil 25 ist ein Überschieber 27 angeordnet, Nocken 37 unter der Wirkung der Feder 34 wird die
dessen in F i g. 1 rechtes Ende abgerundet ist und Stange 32 hin- und herverschoben, wobei diese Verder
an seinem anderen Ende 23 an einem lotrechten 5 Schiebung mittels des lotrechten Zwischenhebels 29
Zwischen! ,ebel 29 angelenkt ist, wobei Überschieber auf den Überschieber 27 übertragen wird, der sich
27 und Zwischenhebel 29 untereinander einen rech- nach oben verschiebt, wenn das Kugellager 36 mit
ten Winkel einschließen. Um den Überschieber 27 in dem tieferen Teil des Nockens 37 in Eingriff steht,
der gewünschten waagerechten Lage zu halten, ist Der Überschieber 27 wirkt dabei auf den Rand 26
eine Feder 30 vorhanden, weiche mit einem Ende am io des Flachmaterials derart eiu, daß er ihn in der durch
Überschieber 27 und mit dem anderen Ende an einem die Rippe bzw. Krümmung der Fläche des Auflage-Zugglied
39 befestigt ist, welches seinerseits mittels teils 25 vorgegebenen Richtung weiterbiegt. Wenn der
einer Befestigungsschraube 31 am lotrechten Zvvi- Überschieber 27 seine Endlage erreicht (s. F i g. 2),
schenhebel 29 befestigt ist. Mit Hilfe der gleichen Be- dann dreht sich die Klaue 51 derart, daß ihr Zahn
festigungsschraube 31 oder anderer beliebiger Mittel 15 50 mit dem Zahn 49 des Kipphebels 47 in Eingriff
ist der Zwischenhebel 29 mit einer Stange 32 fest ver- gelangt, welcher somit um den Zapfen 48 so verbunden,
dessen anderes Ende in einen Hohlraum 33 schwenkt wird, daß das Ende 46 den Überschieber
eingreift, in welchem sich eine Druckfeder 34 befin- 27 entgegen der Wirkung der Feder 30 nach oben
det. An der Stange 32 ist ein Block 35 angebracht, verschiebt (s. F i g. 4). Die Rückverschiebung des
der aus zwei Hälften 40 und 41 besteht, die mittels 20 Überschiebers 27 erfolgt daher in einer Weise, daß
einer Schraube 42 miteinander verbunden sind, deren er nicht auf dem bereits umgebogenen Rand gleitet
Kopf von der Arbeitsfläche 14 vorsteht und in eine und ihn daher nicht beschädigen kann. Wenn der
Rille 43 einer Abdeckplatte 44 verschiebbar eingreift. Überschieber 27 in seine entgegengesetzte Endlage
An der Hälfte 41 ist ein Rad bzw. Kugellager 26 be- gelangt (links in F i g. 2), dann wird der Zahn 49 des
festigt, welches durch die Feder 34 gegen einen 25 Kipphebels 47 seitens des Zahnes 50 freigegeben, wo-Nocken
37 gedrückt wird, der auf der Antriebswelle durch der Hebel 47 in seine normale Lage (wie in
38 der Maschine 10 sitzt. Die Ausnehmung 33 ist im F i g. 2 dargestellt) zurückkehrt, was unter der Wir-Maschinengehäuse
12 vorgesehen. Etwa in der Mitte kung der Feder 30 auf den Überschieber 27 erfolgt,
seiner Länge liegt der Überschieber 27 am Ende 46 Inzwischen bewirkt der Hammer eine Vorwärtsvereines
Kipphebels 47 auf, der um einen Schrauben- 30 Schiebung eines neuen Stückes des in Bearbeitung
bolzen 48 kippbar ist und an seinem anderen Ende befindlichen Flachmaterials in den Wirkungsbereich
einen Zahn 49 trägt, mit welchem ein entsprechender des Überschiebers 27 usw.
Zahn 50 einer Klaue 51 in Eingriff kommen kann. Es versteht sich, daß die Frequenz und Weite der
Die Klaue 51 ist bei 52 schwenkbar gelagert und geradlinigen Hin- und Herbewegung des Kugellagers
kann sich in einer lotrechten Ebene, senkrecht zur 35 36 und des Überschiebers 27 von dem Profil des
Schwenkebene des Kipphebels 47 verschwenken. Nockens 37 abhängen. Es ist ferner klar, daß der
Das Flachmaterial wird durch einen nicht dargestell- Überschieber 27 auf den Rand 26 des Flachmaterials,
ten Hammer vorgeschoben, welcher das Umbiegen welcher bereits teilweise gebogen ist, derart einwirkt,
seines Randes 26 vervollständigt und gleichzeitig für daß die Biegung in der gleichen Richtung fortgesetzt
den Vorschub des Flachmaterials sorgt. 40 und vervollständigt wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Umbuggmaschine zum Umbuggen von Flachmaterial,
insbesondere von Schuheinlagen, bei der ein von einem Falzer im Zusammenwirken mit
einem Drückerfuß vorgebogener Flachmaterialrand von einem nachgeschalteten, quer zu dessen
Verschiebungsrichtung zyklisch zustellbaren Überschieber weiter flachgedrückt und schließlich
durch einen Hammer gepreßt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß der Überschieber (27) unabhängig vorn Hammer parallel zur Arbeitsfläche über einen eigenen Antrieb (32,
36, 37) geradlinig hin- und herbewegbar ist.
2. Umbuggmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Überschieber (27) ein an
seinem Arbeitsende abgerundeter Stab ist, der mit einer in Vorschubrichtung federvorgespannten
achsparalleien Stange (32) verbunden ist, die mit Hilfe eines umlaufenden Nockens (37) axial
verschiebbar ist.
3. Umbuggmarchine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Überschieber (27) an
einen mit der Stange (32) verbundenen Zwischenhebel (29) angelenkt und mit Hilfe einer Feder
(30) in Parallellage zur Arbeitsfläche gehalten ist, wobei zwischen Arbeitsende und Anlenkung (28)
des Überschiebers ein Kipphebel (47) vorgesehen ist, mit dem der Überschieber gegen die Feder
(30) am Ende des Arbeitshubs und während des Rückhubs anhebbar ist.
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|---|---|---|---|
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