DE1684053B2 - Vorrichtung zum herstellen und foerdern von gipsmoertel - Google Patents
Vorrichtung zum herstellen und foerdern von gipsmoertelInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen und Fördern von Gipsmörtel, die in einem
Trockenbereich das in einen Behälter eingeschüttete Material lockert und mit Hilfe einer Dosierschnecke
■kontinuierlich zu einem Naßbereich fördert, in welchem das Material von einer Misch- und Fördereinrichtung
mit Wasser gemischt und weitergefördert wird, und die von dieser Misch- und Fördereinrichtung einen von ^0
Fördermitteln freien Abschnitt aufweist.
Eine Vorrichtung dieser Gattung ist aus der US-PS 06 615 bekannt. Bei der bekannten Bauart ist die
Dosierschnecke waagerecht angeordnet. Das von ihr geförderte Material gelangt in eine ebenfalls waagerecht
angeordnete Misch- und Förderschnecke, und zwar in einen noch trocken arbeitenden ersten Bereich
dieser Schnecke, der anschließend Wasser in der Förderrichtung zugeführt wird. Vom Ausgang dieser
Misch- und Förderschnecke aus fällt aas mit Wasser vermischte Material in einen offenen Pufferbehälter, aus
welchem es von einer Schneckenpumpe über einen Schlauch zur Verbrauchsstelle gefördert wird. Trotz des
erheblichen baulichen Aufwandes erscheint es bei dieser bekannten Bauart nicht ausgeschlossen, daß bei
Betriebsstörungen und kurzem Betriebsstillstand Feuchtigkeit aus dem naß arbeitenden Teil der Misch-
und Förderschnecke in ihrem trocken arbeitenden Teil gelangt, wobei ferner nicht ausgeschlossen ist, daß
zwischen der Zumischschnecke und dem trocken arbeitenden Teil der Misch- und Förderschnecke durch
Brückenbildung ein Übergang geschaffen wird, über den die Feuchtigkeit weitergeleitet wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit hoher Sicherheit auszuschließen, daß Wasser aus dem
Naßbereich in den Trockenbereich gelangen kann, und zwar bei einer einfach ausgebildeten und einfach zu
wartenden Vorrichtung zum Herstellen und Fördern von Gipsmörtel.
Die Lösung dieser Aufgabe liegt gemäß der Erfindung darin, daß bei einer Vorrichtung der genannten Gattung
die Förderrichtung im Trockenbereich aufwärts und im Naßbereich abwärts gerichtet ist, indem die Dosierschnecke
von unten nach oben fördernd angeordnet ist, während die Misch- und Fördereinrichtung des Naßbereichs
für das Arbeiten in Abwärtsrichtung eingerichtet ist und der Abschnitt zwischen der Auslauföffnung der
Dosierschnecke und der Eingangsöffnung eines Einlaufstutzens der Misch- und Fördereinrichtung des Naßbereichs
einen Trennbereich bildet, in welchem das Material vom Trockenbereich zum Naßbereich gelangt.
Mischvorrichtungen, bei denen das Gut zuerst auf einem waagerechten Förderweg vorgemischt und dann
auf einem senkrecht von unten nach oben verlaufenden Arbeitsweg fertig vermischt wird, sind z. B. aus der
DT-PS 8 62 419 an sich bekannt. Bei der bekannien Vorrichtung nandelt ts sich aber nicht um schnell
abbindendes Material, wie Gips, sondern es ist vornehmlich an keramische Massen gedacht, so daß
zwischen trocken und naß arbeitenden Bereichen nicht unterschieden und über den Ort einer Flüssigkeits-,
insbesondere Wasserzuführung nichts ausgesagt ist.
Weiterbildungen der Erfindung liegen darin, daß der Trennbereich als Freifallstrecke ausgebildet ist sowie
darin, daß um die Mündung des Einlaufstutzens der Misch- und Fördereinrichtung herum ein das Wasser
zuführender Düsenkranz angeordnet ist.
Sonstige Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Patentansprüche 4 und 5.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung nach der Erfindung dargestellt, sie zeigt die
Vorrichtung schematisch teils in Ansicht, teils im Schnitt.
Bei dem gezeichneten Beispiel weist die Vorrichtung eingangsscitig eine Trockenmischvorrichtung auf, in
deren Einfülltrichter 1 der zu Mörtel zu verarbeitende Gips unmittelbar aus Säcken oder mit Eimern eingefüllt
wird; dabei wird dem Gips mit Meßbehältern ein Verzögerungsmittel zugegeben. Der Einfülltrichter 1
sitzt auf einem Mischbehälter 14, über dessen Boden 17 ein Mischwerkzeug 2 umläuft, das mit einer in Richtung
der Mittelachse durch den Mischbehälter 14 hindurchgehenden Vormischwelle 4 verbunden ist, die von einem
oben auf dem Mischbehälter 14 auf Stpgen 16
angeordneten Antriebsmotor 13 aus antreibbar ist. In dem Boden 17 des Mischbehälters 14 befindet sich eine
durch eine Bodenklappe 3 verschließbare Entleerungsöffnung. Durch diese läßt sich da:, vorgemischte
Material in einen Behälter 5 entleeren, dessen oberer Wandteil die zylindrische Wand des Behälters 14
fortsetzt und nach unten in einen konischen Teil 15 übergeht Die Vormischwelle 4 reicht in den Behälter 5
hinab, in welchem sie nahe ihrem unteren Ende eine Scheibe 6 und Rührstäbe 7, T trägt. Die Scheibe 6 trägt
die Hauptlast der durch die Bodenklappe 3 jeweils in den Behälter 5 eingeschütteten Gipsmtnge; ihr Umfang
hat einen Abstand von der Kegelwand des konischen unteren Teils 15 des Behäters 5. so daß dort ein Spalt
verbleibt. Auf der Vormischwelle 4 sind auch die Rührstäbe 7, T befestigt, von denen vorzugsweise vier in
Abständen von 90° angeordnet sind. Die Rührstäbe 7 ragen in den am Umfang der Scheibe 6 gegenüber der
Kegelwand des unteren konischen Teils 15 des Behälters 5 gebildeten Spalt hinein. Am unteren Ende
des konischen Teils befindet sich eine Entleerungsöffnung 20, über der ein mit der Vormischwelle 4 fest M
verbundener Flügel 21 umläuft, so daß es über der Entleerungsöffnung 20 nicht zu Brückenbildungen des
trockenen Materials kommen kann.
Die Entleerungsöffnung 20 liegt über einer Eingangsöffnung 22 einer Dosierschnecke 8, die an der
Kegelwandung des konischen Teils 15 des Behälters 5 parallel zu einer Kegelmantellinie angeordnet ist, also
unter einem dem Kegelwinkel entsprechenden Winkel von unten nach oben fördert. An ihrem oberen Ende hat
die Dosierschnecke 8 eine Auslauföffnung 23. J0
Aus der Auslauföffnung 23, mit der die trocken arbeitende Einheit endet, gelangt das Gipsgemisch in
die naß arbeitende Einheit, nämlich in den Einlaufstutzen 24 einer naß arbeitenden Misch- und Förderschnekkeneinheil
10, 12. Der Trennbereich 9 zwischen der Auslauföffnung 23 und dem Einlaufstutzen 24 bildet hier
eine Freifallstrecke für das trockene Gipsgemisch. Um die Mündung des Einlaufstutzens 24 herum ist ein
Düsenkranz 11 angeordnet, durch den Wasser zugeführt
wird. Es genügt, den unteren Halbkreis des Düsenkranzes mit Wasseraustrittsöffnungen zu versehen.
Die naß arbeitende Misch- und Förderschneckeneinheit setzt sich aus einer Mischschnecke 10 und einer
gleichachsig mit ihr angeordneten Förderschnecke (Schneckenpumpe) 12 zusammen; am Kopf der Misch- 4J
und Förderschneckeneinheit ist ein eigener Antriebsmotor 25 dieser Einheit angebracht, während am
unteren Ende der Förderschnecke 12 ein Stutzen 26 für das Weiterleiten des geförderten Mörtels angeordnet
ist. Die naß arbeitende Einheit fördert somit von oben J0
nach unten, und zwar, wie die Zeichnung zeigt, im Falle des dargestellten Beispiels in im wesentlichen senkrechter
Betriebslage.
Bei dem gezeichneten Beispiel ist die trocken arbeitende Einheit auf Stützen 18 angeordnet, die durch
Streben 19 miteinander verbunden sind und an denen Räder 30 gelagert sind. Die naß arbeitende Misch- und
Förderschneckeneinheit 10, 12 trägt eine Lenkrolle 31 und eine Stütze 32, die so ausgebildet ist, daß diese naß
arbeitende Einheit für sich in passender Lage zu der trocken arbeitenden Einheit aufgestellt werden kann.
Wenn die naß arbeitende Misch- und Fördereinrichtung 10,12 auf diese Weise als selbständige, fahrbare Einheit
mit eigenem Antriebsmotor 25 ausgebildet ist, ist sie zweckmäßig mit ihre Betriebslage gegenüber der
Auslauföffnung 23 der Dosierschnecke 8 festlegenden leicht lösbaren Verbindungselementen ausgerüstet. Es
ist jedoch auch möglich, die naß arbeitende, die Misch- und Fördereinrichtung enthaltende Einheit mit der
trocken arbeitenden Einheit starr zu verbinden. Wenn die trocken arbeitende Einheit für sich fahrbar
ausgebildet ist, und die naß arbeitende Einheit starr mit der trocken arbeitenden Einheit verbunden ist, kann ein
an der naß arbeitenden Einheit verschwenkbar gelagertes Rad als Lenkrolle für das Gesamtfahrzeug dienen.
Die starre Verbindung der naß arbeitenden Einheit mit der trocken arbeitenden Einheit schließt nicht aus,
daß der Trennbereich 9 zwischen den beiden Einheiten offen, also jederzeit beobachtbar ausgebildet ist. Es ist
aber auch möglich, den Trennbereich 9 zu umhüllen, wenn die Hülle genügend weit und gegebenenfalls
durchsichtig oder mit einem Beobachtungsfenster ausgerüstet ist.
Der Antrieb der Dosierschnecke 8 ist zweckmäßig stufenlos regelbar, so daß die Förderleistung eingestellt
werden kann.
Nach dem Mischen im oberen Mischbehälter 4 wird bei ständig weiterlaufender Vormischwelle 4 die
Bodenklappe 32 geöffnet, bis der Behälter 5 gefüllt ist. Dann wird die Bodenklappe 3 wieder geschlossen und
die nächste Materialmenge im oberen Mischbehälter 14 gemischt, während der Behälter 5 von der Dosierschnecke
8 her langsam entleert wird. Die Scheibe 6 im Behälter 5 läßt durch ihren Spalt laufend eine
Gipsmenge hindurchtreten, die von der Dosierschnecke 8 mit Sicherheit aufgenommen werden kann. Ein
Verdammen oder eine Brückenbildung des Gipses über der Scheibe 6 kann nicht erfolgen, weil einer oder einige
der Rührstäbe 7 Abwinklungen T aufweisen, die in dem Raum oberhalb der Scheibe 6 umlaufen und den Gips
auch dort ständig in Bewegung halten, ebenso wie es die Rührstäbe 7 unterhalb der Scheibe 6 tun.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Herstellen und Fördern von Gipsmörtel, die in einem Trockenbereich das in
einen Behälter eingeschüttete Material lockert und mit Hilfe einer Dosierschnecke kontinuierlich zu
einem Naßbereich fördert, in welchem das Material von einer Misch- und Fördereinrichtung mit Wasser
gemischt und weitergeförderi wird, und die vor dieser Misch- und Fördereinrichtung einen von
Fördermitteln freien Abschnitt aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderrichtung im
Trockenbereich aufwärts und im Naßbereich abwärts gerichtet ist, indem die Dosierschnecke (8) von
unten nach oben fördernd angeordnet ist, während die Misch- und Fördereinrichiung (10, 12) des
Naßbereichs für das Arbeiten in Abwärtsrichtung eingerichtet ist und der Abschnitt zwischen der
Auslauföffnung (23) der Dosierschnecke (8) und der M Eingangsöffnung eines Einlaufstutzens (24) der
Misch- und Fördereinrichtung (10, 12) des Naßbereichs einen Trennbereich (9) bildet, in welchem das
Material vom Trockenbereich zum Naßbereich gelangt. ,5
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Trennbereich (9) als Freifallstrecke ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß um die Mündung des F.inlauf-Stutzens
(24) herum ein das Wasser zuführender Düsenkranz (11) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Lockerhalten des
Gipses im Behälter (5) vor dessen Entleerungsöffnung (20) und damit vor der Eingaoigsöffnung (22)
der Dosierschnecke (8) an einer lotrechten, durch den Behälter (5) hindurchgehenden, von einem
Antriebsmotor (13) angetriebenen Vormischwelle (4) Rührorgane (7, T, 21) angeordnet sind. ^0
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Misch- und
Fördereinrichtung (10, 12) des Naßbereiches mit einem eigenen Antriebsmotor (25) ausgerüstet ist
und die den Trockenbereich bildende Einheit sowie die den Naßbereich bildende Einheit als selbständige,
fahrbare Vorrichtungen ausgebildet und mit ihre gegenseitige Lage im Betrieb festlegenden Verbindungsmitteln
versehen sind.
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-
1967
- 1967-09-09 DE DE19671684053 patent/DE1684053B2/de not_active Withdrawn
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