DE1680556B1 - Zerlegbarer Fahrradrahmen - Google Patents
Zerlegbarer FahrradrahmenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen in zwei unabhängige Teile zerlegbaren Fahrradrahmen mit einem mittleren,
die vordere und hintere Radgabel tragenden U-förmigen Rahmen, der in zwei Trägerabschnitte
unterteilt ist, die an ihren Endteilen im Trennbereich mit je einer Endplatte versehen sind, von denen
eine am unteren Rand eine Abbiegung aufweist, in welche der untere Rand der anderen Endplatte
schwenkbar eingehängt ist und von denen die eine Endplatte am oberen Rand eine Aussparung aufweist,
in die ein an der anderen Endplatte angeordnetes vorspringendes Teil eingreift, welches in der
Aussparung durch einen völlig lösbaren Schnellverschluß zur Verriegelung der beiden Endplatten
festlegbar ist.
Bei einem bekannten Fahrradrahmen dieser Art werden die in der Trennebene des Fahrradrahmens
auftretenden Kräfte nur durch Reibverschluß zwischen den beiden Endplatten und durch einen Schraubenbolzen
aufgenommen, der obendrein noch die Aufgäbe des Schnellverschlusses durch Aufschrauben
einer Flügelmutter zu übernehmen hat. Wegen der verhältnismäßig großen Bohrung, durch die der
Schraubenbolzen in der anderen Endplatte hindurchgreift, kann eine gegenseitige Verschiebung der beiden
Endplatten in vertikaler Richtung eintreten, insbesondere bei der dauernden Beanspruchung der
beiden Rahmenhälften während der Fahrt, wenn zudem die Flügelmutter nicht fest genug angezogen
ist. Diese Verschiebemöglichkeit erschwert auch den Zusammenbau der beiden Rahmenteile, da auf ein
exaktes Ausrichten geachtet werden muß, was den Zusammenbau verzögert.
Es ist auch ein in zwei unabhängige Teile zerlegbares Fahrrad bekannt, bei dem zwei Rahmenteile
durch Endplatten abgeschlossen sind, die jedoch durch Schraubverbindungen zusammengehalten werden,
die im Bedarfsfalle gelöst werden können. Zur Erleichterung des Zusammenbaues sind entweder
Paßstifte oder konische Führungen vorgesehen. Die Herstellung wird dadurch jedoch verteuert. Für das
Lösen bzw. den Zusammenbau dieser Schraubenverbindung ist nicht nur ein besonderes Werkzeug erforderlich,
sondern sie ist auch zeitlich sehr aufwendig.
Die Verwendung von teilbaren Bowdenzügen bei Fahrrädern mit einem teilbaren Rahmen ist ebenfalls
bereits grundsätzlich bekannt, doch sind deren Kupplungsteile nicht an den einander zugekehrten
Enden der Trägerabschnitte derart angeordnet, daß sie gleichzeitig mit den Rahmenabschnitten zusammensetzbar
sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung dieser Nachteile einen in zwei unabhängige
Teile zerlegbaren Fahrradrahmen der eingangs erläuterten Art dahingehend auszugestalten,
daß einerseits das Zerlegen und der Zusammenbau der beiden Rahmenteile wesentlich vereinfacht wird
und daß auch bei ungenügend gesichertem Schnellverschluß bzw. bei einem Lösen dieses Schnellverschlusses
die beiden Rahmenteile sogar im Fahrbetrieb nicht auseinanderfallen, um somit die Betriebssicherheit
zu erhöhen. Darüber hinaus soll bei Vorhandensein einer Bowdenzug-Bremse für das
Hinterrad eine Kupplung vorgesehen sein, die trotz dieser Bowdenzug-Bremse ein völliges Trennen beider
Rahmenteile auf einfache Weise gestattet.
Diese Aufgabe wird bei einem in zwei unabhängige Teile zerlegbaren Fahrradrahmen der eingangs erläuterten
Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Endplatten eine derartige Ausgestaltung aufweisen,
daß nur diese Endplatten in dem gegeneinander geschwenkten Zustand in an sich bekannter
Weise unter Formschluß paßsitzartig ineinandergreifend die in vertikaler Richtung in der Trennebene
auftretenden Kräfte aufnehmen, und daß bei Vorhandensein einer Bowdenzug-Bremse für das
Hinterrad an den einander zugekehrten Enden der Trägerabschnitte Kupplungsteile angeordnet sind, an
denen die Enden der Bowden-Kabel angreifen, und die bei zusammengesetztem Rahmen die Bremskraft
übertragen.
Der hierdurch erzielbare Fortschritt ist darin zu sehen, daß einerseits der Zusammenbau der beiden
Rahmenteile wesentlich vereinfacht wird, da die im unteren Bereich ineinandergehakten und gegeneinander
verschwenkten Endplatten auf Grund ihres formschlüssigen Eingriffs sich nicht wieder gegenseitig
verschieben, so daß der als Sicherung dienende Schnellverschluß bequem geschlossen werden kann
und andererseits darin, daß auch bei ungenügend gesichertern Schnellverschluß bzw. bei einem Lösen (|
dieses Schnellverschlusses die beiden Rahmenteile wegen der formschlüssigen Verbindung der Endplatten,
in der sie durch das vom Rahmen getragene Gewicht gehalten werden, sogar im Fahrbetrieb nicht
auseinanderfallen.
Es sind auch Klappräder bekannt, bei denen die Endplatten durch einen Schnellverschluß miteinander
verbunden werden, die aber auf der dem Schnellverschluß gegenüberliegenden Seite feste Gelenkbolzen
aufweisen, so daß die einzelnen Rahmenteile nicht voneinander getrennt werden können, ohne
daß die Bolzenverbindung mit Hilfe von Werkzeugen gelöst wird. Zwei voneinander unabhängige Rahmenteile
können aber im Kofferraum eines Kraftfahrzeuges viel leichter untergebracht werden als ein
Klapprad, bei dem die beiden Rahmenteile über einen Schwenkbolzen zusammenhängen.
Es ist auch eine Ausbildung von Endplatten einer Rohrverbindung bekannt, bei der die eine Endplatte
eine Abbiegung aufweist, in die der Rand der anderen Endplatte eingehängt werden kann, wobei am Λ
gegenüberliegenden Ende dieser Endplatten ein ™ Schraubenbolzen vorgesehen ist. Die Endplatten dieser
bekannten Rohrkupplung greifen jedoch nicht formschlüssig ineinander, so daß bei gelöster Verbindungsschraube
diese Endplatten keine Kräfte in Richtung der Trennebene übertragen können.
Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Ansicht eines zerlegbaren Fahrradrahmens in auseinandergenommenem
Zustand mit einer erfindungsgemäßen Verbindungseinrichtung,
F i g. 2 eine perspektivische Ansicht im vergrößerten Maßstab, welche die Verbindungseinrichtung für
die beiden Trägerabschnitte und Kupplungsteile für das zweiteilige Bowden-Kabel der Hinterradbremse
des Fahrrads darstellt,
F i g. 3 eine Seitenansicht der Endteile der beiden Trägerabschnitte des zerlegbaren Rahmens im auseinandergenommenen
Zustand,
F i g. 4 eine Seitenansicht der Endteile der beiden Trägerabschnitte im zusammengesetzten Zustand, und
I 680 556
Bei Gebrauch des Fahrrades werden die beiden Rahmenteile 1 und 2 zusammengefügt, indem man
die unteren Vorsprünge 14 der mit dem vorderen Trägerabschnitt 3 festverbundenen Endplatte 12 in
5 die Aussparungen 17 der mit dem hinteren Trägerabschnitt 6 fest verbundenen Endplatte 16 einsetzt
und somit eine Teilgelenkverbindung der beiden Endplatten herstellt. Die beiden Rahmenteile werden
daraufhin zusammengebracht, indem man die beiden
F i g. 5,6 und 7 perspektivische Ansichten von drei
Ausführungsbeispielen der Verbindungseinrichtung
für die beiden Rahmenteile.
Ausführungsbeispielen der Verbindungseinrichtung
für die beiden Rahmenteile.
Der zerlegbare Fahrradrahmen mit der Verbindungseinrichtung gemäß der Erfindung umfaßt zwei
Teile 1 und 2, von denen das vordere Rahmenteil 1
einen rohrförmigen Trägerabschnitt 3 aufweist, der
—· wie aus F i g. 1 zu ersehen ist — nach abwärts
geneigt und an seinem oberen Ende mit einem Rohrteil 4 verbunden ist, in welchem die vordere Fahrrad- io einander zugekehrten Endplatten 12 und 16 gegengabel 5 schwenkbar gelagert ist. einander schwenkt, wobei die Nase 13 der vorderen Das hintere Rahmenteil 2 umfaßt einen weiteren Endplatte 12 in den Einschnitt 18 der hinteren Endrohrförmigen Trägerabschnitt 6, der an seinem obe- platte 16 einrückt. Anschließend wird die Verschlußren Ende einen Paßsitz 6 b zur Aufnahme des Sattels vorrichtung auf bekannte Weise betätigt und werden und an seinem unteren Ende eine angeschweißte 15 somit die beiden Trägerabschnitte 1 und 2 fest mit-Halterung 8 für die Pedale aufweist. An die Halte- einander verbunden.
Teile 1 und 2, von denen das vordere Rahmenteil 1
einen rohrförmigen Trägerabschnitt 3 aufweist, der
—· wie aus F i g. 1 zu ersehen ist — nach abwärts
geneigt und an seinem oberen Ende mit einem Rohrteil 4 verbunden ist, in welchem die vordere Fahrrad- io einander zugekehrten Endplatten 12 und 16 gegengabel 5 schwenkbar gelagert ist. einander schwenkt, wobei die Nase 13 der vorderen Das hintere Rahmenteil 2 umfaßt einen weiteren Endplatte 12 in den Einschnitt 18 der hinteren Endrohrförmigen Trägerabschnitt 6, der an seinem obe- platte 16 einrückt. Anschließend wird die Verschlußren Ende einen Paßsitz 6 b zur Aufnahme des Sattels vorrichtung auf bekannte Weise betätigt und werden und an seinem unteren Ende eine angeschweißte 15 somit die beiden Trägerabschnitte 1 und 2 fest mit-Halterung 8 für die Pedale aufweist. An die Halte- einander verbunden.
rung 8 ist ein Steg 7 angeschweißt, der mit der hin- Die Endplatten für die beiden Rahmenteile konteren
Fahrradgabel 9 fest verbunden ist. Ferner ist nen auch anders ausgebildet sein als die in den F i g. 1
ein aus zwei Rohren bestehendes Traggitter 10 am bis 4 gezeigten Konstruktionen. Drei mögliche Ausoberen
Ende des Trägerabschnittes 6 angebracht und 20 führungsformen sind beispielsweise in den Fig. 5,6
dient als Gepäckträger. Am hinteren Ende des und 7 veranschaulicht.
Rahmenteils 2 befindet sich der Gepäckträger 10, der Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5
zu einer rückwärtigen Gabel 11 verlängert ist, die mit sind an die zwei Endteile 3 a bzw. 6 a der Rahmender
hinteren Gabel 9 in Verbindung steht. teile zwei Endplatten 101 bzw. 102 angeschweißt, die
Die beiden Trägerabschnitte 3 und 6 weisen je- 25 so angeordnet sind, daß sie sich beim Zusammenweils
ein unteres Endteil 3 α und 6« auf, an denen setzen des Fahrrades gegenüberstehen. Die vordere
die erfindungsgemäßen Einrichtungen für einen Endplatte 101 ist an ihrem unteren Ende zu einem
schnellen Zusammenbau des Fahrradrahmens ange- U-Profil 103, 104 ausgebildet. Diese Endplatte 101
bracht sind. Im zusammengesetzten Zustand bilden ist außerdem an ihrem oberen Ende rechtwinklig abdie
beiden Trägerabschnitte 3 und 6 einen aus einem 30 gebogen, wobei diese Abbiegung 105 einen zentralen
einzigen Träger bestehenden, etwa U-förmigen Rah- Einschnitt 106 besitzt.
men. Die beiden Trägerabschnitte 3 und 6 werden Die hintere Endplatte 102 weist an ihrem oberen
dabei über die beiden unteren Endteile 3 α und 6 a Ende ebenfalls eine in Richtung zum hinteren End-
miteinander verbunden. teil 6 a zeigende, mit einem Einschnitt 112 versehene,
Wie man aus den F i g. 2, 3 und 4 erkennt, ist an 35 rechtwinklige Abbiegung 107 auf. An deren Unter-
dem Endteil 3 α des vorderen Trägerabschnittes 3 seite sind zwei Bügel 108 befestigt, die als Lagerung
eine Endplatte 12 angeschweißt, welche mit einer für einen Drehzapfen 109 für einen aufgeschraubten
oberen, gegen das Vorderteil 1 des Fahrrades leicht Knopf 111 dienen, der ein Gewindeteil 110 trägt,
gebogene Nase 13 und mit zwei unteren zapfenarti- Das Gewindeteil 110 ist so bemessen, daß es von
gen Vorsprüngen 14 versehen ist. In gleicher Weise 40 dem Einschnitt 112 in der hinteren Endplatte 102
ist am freien unteren Ende des Endteils 6 a des hin- und ferner von dem Einschnitt 106 in der vorderen
teren Trägerabschnittes 6 eine Endplatte 16 ange- Endplatte 101 beim Ineinandersetzen der Endplatten
schweißt, die an ihrem unteren Ende rechtwinklig erfaßt werden kann, wodurch die beiden Endplatten
abgebogen ist (vgl. 16«) und die an diesem abgebo- verriegelt werden können. Ein derartiges Verriegeln
genen Ende 16 a zwei Ausnehmungen 17 aufweist. In 45 ist erst möglich, nachdem das untere Ende 102 a der
diese Ausnehmungen 17 werden beim Zusammen- hinteren Endplatte 102 in Eingriff mit dem U-Profil
setzen der beiden Fahrrad-Rahmenteile 1 und 2 die 103,104 der vorderen Endplatte 101 gebracht wurde.
Vorsprünge 14 der vorderen Endplatte 12 eingeführt. Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 6 sind
Die hintere Endplatte 16 ist auch an ihrem oberen an den beiden Endteilen 3 α und 6 a zwei gekrümmte
Ende rechtwinklig nach vorn abgebogen (vgl. 16b), 50 Endplatten 113 und 114 angeschweißt, wobei das
und weist einen in der Mitte dieser Abbiegung 16 b untere Teil 115 der vorderen Endplatte 113 zu einem
angebrachten Einschnitt 18 auf, der so bemessen ist,
daß er die Nase 13 der vorderen Endplatte 12 aufnehmen kann, und an den sich ein zum hinteren
Trägerabschnitt 6 reichendes Tragstück 19
schließt.
daß er die Nase 13 der vorderen Endplatte 12 aufnehmen kann, und an den sich ein zum hinteren
Trägerabschnitt 6 reichendes Tragstück 19
schließt.
Auf diesem Tragstück 19 ist eine Verschlußvorrichtung 20 mit einem gelenkig angebrachten Hebel
und einem Bügel 20 α angeschraubt, der in der Verschlußstellung um die Nase 13 der vorderen End- 60 durch die zwei Teile in der bereits beschriebenen platte 12 greift. Weise verriegelt werden.
und einem Bügel 20 α angeschraubt, der in der Verschlußstellung um die Nase 13 der vorderen End- 60 durch die zwei Teile in der bereits beschriebenen platte 12 greift. Weise verriegelt werden.
Wie aus F i g. 2 hervorgeht, können die Endplatten Bei dem in F i g. 7 dargestellten Ausführungsbei-12
und 16 in an sich bekannter Weise zentrale Öff- spiel sind zwei Endplatten 118 und 119 an den zwei
nungen 21 haben, die isolierte elektrische Kontakte Endteilen 3 λ und 6 a der beiden Rahmenteile angeenthalten.
Diese Kontakte sind so ausgebildet, daß 65 schweißt. Die vordere Endplatte 119 ist in ihrer Mitte
sie beim Zusammensetzen des Fahrradrahmens zu- mit einer halbzylindrischen Ausbuchtung 122 versammenwirken
und dadurch das Rücklicht des Fahr- sehen, welche von einer dazu passenden Einbuchrades
mit dem Dynamo verbinden, tung 123 in der hinteren Endplatte erfaßt werden
U-Profil 115, 116 abgebogen ist, das beim Zusammensetzen des Rahmens die untere Kante 114 a der hinteren
Endplatte 114 aufnimmt. Die hintere Endplatte an- 55 114 trägt an ihrem oberen Ende eine Gewindeschraube
110, die schwenkbar um einen von zwei Bügeln 108 gehaltenen Drehzapfen 109 befestigt ist.
Die Schraube 110 kann in zwei Einschnitte 117,117 a in den jeweiligen Endplatten 114 und 113 treten, wo-
kann, wodurch ein gegenseitiger Paßsitz der beiden Endplatten hergestellt wird. Das untere Ende 120 der
hinteren Endplatte 119 ist wiederum zu einem U-Profigl20,
121 abgebogen, das beim Zusammensetzen die untere Kante 118 a der vorderen Endplatte 118
aufnimmt. Auf die vordere Endplatte 118 ist ein mit Gewinde versehener Bolzen 124 aufgeschweißt, der
durch eine Bohrung 125 in der hinteren Endplatte 119 tritt. Die beiden Endplatten werden dabei durch
Aufschrauben einer Rändelmutter 126 miteinander verbunden.
Die genannten verschiedenen Endplatten gewährleisten ein schnelles und stabiles Zusammensetzen
der beiden Rahmenteile 1 und 2, wobei die Endplatten so angeordnet sind, daß eine Last auf dem
Fahrrad das Zusammenkuppeln noch vervollständigt, indem die beiden Endplatten gegeneinandergedrückt
werden.
Gemäß der Erfindung sind die beiden Rahmenteile 1 und 2 außerdem mit einer Einrichtung versehen,
die beim zusammengesetzten Rahmen das geteilte Bowden-Kabel vom Handbremshebel an der
Lenkstange zur hinteren Bremse verbindet, jedoch ohne weiteres eine völlige Trennung des Bowden-Kabels
beim Trennen der beiden Rahmenteile gestattet.
Eine derartige Einrichtung wird an Hand des in den F i g. 1 bis 4 gezeigten Ausführungsbeispiels beschrieben;
sie ist jedoch selbstverständlich auch bei Verwendung der Verbindungen gemäß den Ausführungsbeispielen
nach den F i g. 5, 6 und 7 möglich.
Das Vorderteil 1 bzw. 3 α trägt einen Bügel 22, der um eine querverlaufende Achse23 (Fig. 4) schwenkbar
ist, welche in zwei diametral sich gegenüberliegenden, in dem Endteil 3 α des vorderen Trägerabschnitts3
gebohrten Öffnungen23α (vgl. Fig.2)
gelagert ist. Der Bügel 22 ist auf einer Seite mit einem Mittelstück 24 versehen, das mit seinem hinteren
Ende an der vorderen Endplatte 12 zum Anliegen kommt.
Ein nach unten, mit einer Bohrung 26 versehener, gebogener Ansatz 25 befindet sich auf der vorderen
Seite des Bügels 22. Durch diese Bohrung 26 wird das vom Bremshebel kommende vordere Bowden-Kabel
27 durchgeführt, wobei das Kabelende mittels einer Klemme 28 hinter dem Ansatz 25 festgehalten
wird.
Auf dem Endteil 3 a des vorderen Trägerabschnitts 3 ist eine mit einer Gewindebohrung versehene
Verdickung angebracht. In dieser Gewindebohrung befindet sich ein mit einem Bolzen 30 versehener
Block 31, durch den eine Gewindebohrung geht, die eine über eine Mutter 32 mit einem Gewindeende
versehene Kabelschutzhülle 33 aufnimmt. Die Mutter 32 befindet sich am Ende der Schutzhülle
33 des vorderen Bowden-Kabels 27. Eine Druckfeder 34 liegt zwischen dem Block 31 und dem Ansatz
25 des Bügels 22.
An dem Endteil 6 a des hinteren Trägerabschnitts 6 ist eine Halterung 35, 35 a und 35 ft befestigt, die an
ihrem vorderen Teil 35 a eine Ausnehmung 36 hat, durch die eine Zwischenplatte 37 geführt werden
kann. Diese Zwischenplatte 37 besitzt eine Anschlagfläche 37 a und an ihrem vorderen Ende eine Ausnehmung
38. Beim Zusammensetzen des Fahrrades greift der Ansatz 25 des Bügels 22 in diese Ausnehmung
38. An dem hinteren Ende der Platte 37 ist eine Verschlußschraube 39 angebracht, die das Ende
des von der Hinterradbremse kommenden Bowden-Kabels 40 festhält, dessen Schutzhülle 42 an der
Rückseite des Halteteils 35 & der Halterung 35 anliegt, wobei sich in dem Halteteil 35 & eine Bohrung
befindet, durch das das hintere Bowden-Kabel 40 durchgeführt wird.
Das hintere Bowden-Kabel 40 ist mit der nicht gezeigten Hinterradbremse verbunden, und deren Rückholfeder
hält die Platte 37 derart fest, daß deren Anschlagfläche 37 a an das vordere Halteteil 35 a der
Halterung 35 anliegt. Im zusammengesetzten Zustand des Rahmens ist der Ansatz 25 des Bügels 22 (vgl.
F i g. 4) in der Ausnehmung 38 der Platte 37 eingerastet, wodurch eine kontinuierliche Übertragung der
Bremskraft erzielt werden kann. Wird das vordere Bowden-Kabel 27 über den Handbremshebel, der auf
der Lenkstange angebracht ist, angezogen, so schwenkt der Bügel 22 um seinen Drehpunkt 23, wobei der
Ansatz 25 diese Bewegung der Platte 37 überträgt, die ihrerseits das hintere Bowden-Kabel 40 anzieht
und dadurch die Bremse betätigt.
Beim Auseinandernehmen der Rahmenteile werden die Kupplungsteile für das zweiteilige Bowden- A
Kabel der Hinterradbremse in gleicher Weise aus- ™ einandergenommen, so daß die Rahmenteile völlig
voneinander getrennt werden können.
Claims (7)
1. In zwei unabhängige Teile zerlegbarer Fahrradrahmen mit einem mittleren, die vordere und
hintere Radgabel tragenden U-förmigen Rahmen, der in zwei Trägerabschnitte unterteilt ist, die an
ihren Endteilen im Trennbereich mit je einer Endplatte versehen sind, von denen eine am
unteren Rand eine Abbiegung aufweist, in welche der untere Rand der anderen Endplatte schwenkbar
eingehängt ist und von denen die eine Endplatte am oberen Rand eine Aussparung aufweist,
in die ein an der anderen Endplatte angeordnetes vorspringendes Teil eingreift, welches in der Aussparung
durch einen völlig lösbaren Schnellverschluß zur Verriegelung der beiden Endplatten
festlegbar ist, dadurch gekennzeichnet, . λ daß die Endplatten (12, 16; 101, 102; 113, 114; f
118, 119) eine derartige Ausgestaltung aufweisen, daß nur diese Endplatten in dem gegeneinander
geschwenkten Zustand in an sich bekannter Weise unter Formschluß paßsitzartig ineinandergreifend
die in vertikaler Richtung in der Trennebene auftretenden Kräfte aufnehmen und daß bei Vorhandensein
einer Bowdenzug-Bremse für das Hinterrad an den einander zugekehrten Enden der Trägerabschnitte (3; 6) Kupplungsteile (22;
25; 37) angeordnet sind, an denen die Enden der Bowden-Kabel (27; 40) angreifen, und die bei
zusammengesetztem Rahmen die Bremskraft übertragen.
2. Fahrrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Endplatte (16; 101) außer
der unteren Abbiegung (16 a; 103,104) auch noch eine obere, in dieselbe Richtung wie die untere
Abbiegung gerichtete Abbiegung (16 b, 105) aufweist, die den Rand der anderen Endplatte (12,
101) übergreift.
3. Fahrrad nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der unteren Abbiegunq (16 a)
der einen Endplatte (16) Ausnehmungen (17) vor-
gesehen sind, in die entsprechende zapfenartige Vorsprünge (14) der anderen Endplatte (12) eingreifen
und daß die obere Abbiegung (16 b) einen Einschnitt (18) aufweist, in den eine an der anderen
Endplatte (12) angeordnete Nase (13) eingreift, die den einen Teil des Schnellverschlusses
(13, 20) bildet.
4. Fahrrad nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise
die eine Endplatte (101, 113, 119) in ihrem unteren Teil zu einem U-Profil (102, 104; 115, 116;
120, 121) umgebogen ist, das die untere Kante (102 a, 114 a, 118 a) der anderen Endplatten (102,
114,118) beim Zusammensetzen aufnimmt.
5. Fahrrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Endplatten (113,114; 118,119)
insgesamt oder teilweise so bogenförmig gestaltet sind, daß sie im Paßsitz einander anliegen.
6. Fahrrad nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungseinrichtung
für die Bremse einen Bügel (22) aufweist, der schwenkbar an dem Endteil (3 a) des
vorderen Trägerabschnittes (3) gelagert ist und der ein bis zur einen Endplatte (12) anliegendes
Mittelstück (24) sowie einen nach unten gebogenen, mit einer Bohrung (26) versehenen Ansatz
(25) enthält, durch dessen Bohrung das vordere Bowden-Kabel (27) geführt wird und an dem eir
Ende dieses Kabels befestigt ist, dessen Schutzhülle (33) sich nahe dem Schwenkbügel (22) untei
Zwischenschaltung einer Druckfeder (34) befinde; und daß das Endteil (6 a) des hinteren Trägerabschnittes
(6) eine Halterung (35, 35 a, 35 b] trägt, welche eine, in der Ausnehmung (36) des
vorderen Halteteils (35 a) verschiebbare, mit eine] Anschlagfiäche (37 a) versehene und an ein Ende
des hinteren Bowden-Kabels (40) angeschlossene Platte (37) hält, und daß die Schutzhülle (42) des
hinteren-Bowden-Kabels (40) an dem hinteren mit einer Bohrung (41) für das Kabel versehener
Halteteil (35 b) anliegt, wobei die verschiebbare Platte (37) mit ihrer Ausnehmung (38) beim Zusammensetzen
des Fahrrades in den Ansatz (25] des Schwenkbügels (22) einrastet, um die beider
Bowden-Kabel (27,40) miteinander zu verbinden
7. Fahrrad nach Anspruch 5 oder 6, dadurcl gekennzeichnet, daß die mit einem Gewindeende
versehene Schutzhülle (33) des vorderen Bowden-Kabels (27) an einer Mutter (32) anliegt, die sie!
vor dem mit einer Gewindebohrung versehenen an dem Endteil (3 a) des vorderen Trägerabschnittes
(3) befestigten Block (31) befindet, unc daß die Druckfeder (34) zwischen dem Block (31)
und dem Bügel (22) liegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen Copy
009 551/59
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT2649365 | 1965-11-26 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1680556B1 true DE1680556B1 (de) | 1970-12-17 |
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