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Zwar läßt sich die Erfindung insbesondere bei der Herstellung von
Auskleidungen für Flaschenverschlüsse anwenden, und sie wird im folgenden bezüglich
ihrer Anwendung bei einer Maschine zum Auskleiden von Flaschenverschlüssen beschrieben,
doch kann die erfindungsgemäße Zumeßvorrichtung auch in Verbindung mit jeder anderen
Einrichtung benutzt werden, bei der es erforderlich ist, einen Kunststoff mit hoher
Geschwindigkeit in genau festgelegten Mengen abzugeben.
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Es ist bereits eine Zumeßvorrichtung für die Abgabe abgemessener
Mengen eines erhitzten, formbaren Kunststoffes in eine Form bekannt, die einen waagerecht
verlaufenden Zuführkanal, einen zu diesem im wesentlichen parallel verlaufenden
Abgabekanal und einen beide Kanäle miteinander verbindenden, quer zu ihnen verlaufenden
Zumeßkanal aufweist. In dem Zumeßkanal ist ein Zumeßkolben hin- und herbewegbar,
und an seiner Einmündung in den Abgabekanal ist ein zum Abgabekanal hin öffnendes
Rückschlagventil vorgesehen.
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Diese Zumeßvorrichtung ist für die Abgabe von nur sehr kleinen Mengen
eines formbaren Kunststoffes weder bestimmt noch geeignet. Dies wäre selbst bei
einer Drehung dieser Zuführvorrichtung um 900 nicht möglich, da kein Abstreifen
dieser kleinen Kunststoffmengen in etwa vorbeibewegte Aufnahmebehälter stattfindet.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung für die
Abgabe genau bemessener, kleiner Mengen eines schmelzbaren Kunststoffes zu schaffen,
die diese Abgabe mit großer Geschwindigkeit durchzuführen vermag.
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Die Aufgabe wird bei einer Zumeßeinrichtung der
eingangs
erwähnten Art dadurch gelöst, daß die drei Kanäle in einem gemeinsamen Block verlaufen
und daß längs der Seitenfiäche, an der der Abgabekanal aus dem Block austritt, ein
parallel zum Zumeßkolben verlaufender Abstreifkolben auf- und abbewegbar ist, der
die Austrittsöffnung des Abgabekanals bestreicht, wobei innerhalb des unteren Endes
des Abstreifkolbens ein radial ein- und axial austretender Luftkanal vorgesehen
ist, der abhängig von der Bewegung des Abstreifkolbens zeitweise mit einer Druckluftzuführleitung
in Verbindung steht.
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Durch den quer zum Austrittsende des Abgabekanals bewegten, periodisch
mit Druckluft angeblasenen Abstreifkolben wird es ermöglicht, in vorbeibewegte Flaschenverschlußkappen
in schneller Aufeinanderfolge je eine kleine Kunststoffmenge einzubringen.
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Die Erfindung wird im folgenden durch zwei Ausführungsbeispiele an
Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 eine Seitenansicht einer ersten
Ausführungsform der Zumeßvorrichtung nach der Erfindung, F i g. 2 einen vergrößerten
Schnitt durch die Zumeßvorrichtung nach Fig. 1, F i g. 3 einen Schnitt wie F i g.
2 und eine Flaschen-Verschlußkappe, in die eine abgemessene Kunststoffmenge abgegeben
worden ist, F i g. 4 einen senkrechten Schnitt durch eine abgewandelte Ausbildungsform
der Zumeßvorrichtung in einer bestimmten Betriebsstellung, F i g. 5 eine weitere
Betriebsstellung der Vorrichtung nach Fig. 4, F i g. 6 einen Teilschnitt durch die
Vorrichtung nach Fig. 4, F i g. 7 einen Schnitt, der angenähert in der Ebene 7-7
der Fig. 6 verläuft, F i g. 8 einen vergrößerten Teilschnitt längs der Ebene 7-7
der F i g. 6, wobei diese Darstellung dem in Fig. 6 dargestellten Betriebszeitpunkt
entspricht, Fig. 9 einen Schnitt durch den mehrteiligen Abstreifkolben nach der
Linie 9-9 der F i g. 4, Fig. 10 einen Schnitt nach der Linie 10-lO der Fig. 5, F
i g. l l die Draufsicht auf das Ende des Abgabekolbens gemäß F i g. 8.
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Die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Zumeßvorrichtung M umfaßt einen
aufrechtstehenden, von einer Grundplatte der Maschine getragenen Rahmen 38 und einen
Block 39, der so angeordnet ist, daß er gegenüber dem mit Ausschnitten versehenen
Rand eines Drehtisches 14 überhängt. Der Drehtisch 14 rotiert innerhalb eines Halteringes
22, und die an seinem Rand vorgesehenen Ausschnitte 20 unterstützen die Flaschen-Verschlußkappen
C, die eine abgemessene Menge L eines thermoplastischen Materials aufnehmen sollen.
Der Block 39 ist mit einem Zuführkanal 40 versehen, der in Verbindung mit einem
Kanal 41 eines Anschlußstückes 27 steht; dieser Kanal führt zu einer Aufschmelzvorrichtung
für den Kunststoff. Auf dem oberen Ende des Rahmens 38 sind in einem Abstand voneinander
Lager 42 angeordnet, in denen eine schwenkbare Welle 43 gelagert ist, mit der ein
Doppelhebel 44 verbunden ist. Der Doppelhebel 44 trägt nach entgegengesetzten Richtungen
vorspringende Arme, und zwar einen hinteren Arm 45 und einen vorderen Arm 46. Der
Doppelhebel 44 ist zwischen den Lagern 42 oberhalb
des Rahmens 38 angeordnet. Eine
Führungsplatte 47 ist mit dem Rahmen 38 verbunden und in einem senkrechten Abstand
oberhalb des Blockes 39 angeordnet. Ein senkrecht hin- und herbewegbarer Zumeßkolben
48 erstreckt sich durch die Führungsplatte 47 und ragt in eine Öffnung, die durch
den Block 39 verläuft. Bei seiner Abwärtsbewegung durchsetzt der Zumeßkolben das
Austrittsende des Zuführkanals 40. Das obere Ende des Zumeßkolbens 48 ist durch
ein Gestängeglied 49 mit dem Arm 45 verbunden.
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Gemäß F i g. 2 und 3 erstreckt sich ein im wesentlichen waagerechter
Abgabekanal 50 durch den Block 39, und dieser Kanal ist etwas tiefer als der Zuführkanal
40 angeordnet und mit dem Zumeßkanal 40 a verbunden, in dem der Zumeßkolben 48 vorgeschoben
werden kann. Das Eintrittsende des Abgabekanals und das Austrittsende des Zuführkanals
liegen auf entgegengesetzten Seiten des Zumeßkanals 40 a. Der Abgabekanal 50 ist
zum Austrittsende zweckmäßig nach unten geneigt; seine Austrittsöffnung liegt an
der freien senkrechten Fläche des Blockes 39.
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Gemäß Fig. 2 und 3 ist ein nach unten nachgiebiges RückschlagventilS1
in dem Zumeßkanal 40a gleitend gelagert und auf den Zumeßkolben 48 unterhalb des
Zuführkanals 40 ausgerichtet. Das Rückschlagventil 51 wird normalerweise nach oben
durch eine Druckfeder 52 so vorgespannt, daß es den Einlaß des Abgabekanals 50 verschließt;
dieses Verschließen des Abgabekanals erfolgt, wenn sich der Zumeßkolben 48 gemäß
F i g. 3 in seiner oberen Stellung befindet. Auf diese Weise wird das Einströmen
des Kunststoffs in den Abgabekanal 50 ermöglicht, und das Zurückströmen des Kunststoffs
aus dem Abgabekanal wird verhindert.
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Gemäß F i g. 2 und 3 ist ferner ein Abstreifkolben 53 vorgesehen,
der nahe der erwähnten senkrechten Fläche des Blockes 39 senkrecht hin- und herbewegbar
ist. Dieser Abstreifkolben erstreckt sich durch die Führungsplatte 47 und einen
brückenförmigen Klotz54 und wird von diesen Teilen geführt; der brückenförmige Klotz
54 ist an der erwähnten Fläche des Blockes 39 oberhalb der Austrittsöffnung des
Abgabekanals 50 befestigt. Wenn der Abstreifkolben nach unten bewegt wird, bestreicht
er das Austrittsende des Abgabekanals 50. Das obere Ende des Abstreifkolbens ist
durch ein Gestängeglied55 mit dem vorderen Arm 46 verbunden. Der mit den erwähnten
Ausschnitten versehene Rand des Drehtisches 14 bewegt sich unter dem Block 39 hindurch,
um die KappenC nacheinander auf den Abstreifkolben 53 auszurichten. Ein Luftkanal
56 erstreckt sich durch den brückenförmigen Klotz 54 ; diesem Kanal wird einer geeigneten
Quelle entnommene Druckluft über eine Leitung 57 zugeführt. Das Austrittsende des
Luftkanals liegt der Außenseite des Abstreifkolbens 53 gegenüber. Der Abstreifkolben
selbst ist mit einem Luftkanal 58 versehen, der am unteren Ende des Abstreifkolbens
austritt. Gemäß Fig. 3 werden das Eintrittsende des Luftkanals 58 und der Luftkanal
56 in Deckung gebracht, wenn der Abstreifkolben53 auf seiner Bewegung nach unten
sich dem unteren Ende seiner Bewegungsstrecke nähert.
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Gemäß F i g. 1 ist ein Hebelarm 59 an einem Ende der Welle 43 befestigt.
Dieser Hebelarm ist durch eine Stange 60 mit einer Kurbelscheibe 61 verbunden,
die
gedreht werden kann, um den Doppelhebel 44 zu schwenken und so den Zumeßkolben 48
und den Abstreifkolben 53 auf- und abzubewegen. Bei der dargestellten Ausbildungsform
wird die Kurbelscheibe 61 synchron mit der Drehbewegung des Drehtisches 14 gedreht,
so daß die Bewegungen der beiden Kolben zeitlich darauf abgestimmt sind, so daß
die einzelnen abgemessenen Mengen des erhitzten Kunststoffes nacheinander an die
zugeführten Fl aschenverschlußkappen abgegeben werden.
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Während des Betriebs der Maschine arbeitet die Zumeßvorrichtung M
wie folgt: Geschmolzenes bzw. durch Erwärmung erweichtes, gießbares thermoplastisches
Material gelangt in solcher Menge durch den Kanal 41 des Anschlußstückes 27 zum
Zuführkanal 40, daß dieser mit Material gefüllt wird.
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Gemäß Fig. 2 bewegt sich der Zumeßkolben 48 bei seiner Abwärtsbewegung
quer zum Austrittsende des Kanals 40, so daß eine bestimmte Menge des Kunststoffs
in den Abgabekanal 50 gedrückt wird, wobei das Rückschlagventil 51 nachgibt und
sich während dieser Bewegung des Materials nach unten bewegt. Das Rückschlagventil
trägt auch dazu bei, das Material in den Abgabekanal zu überführen.
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Wenn die Materialmenge in den Abgabekanal gedrückt wird, bewirkt dies,
daß eine gleiche abgemessene Materialmenge L aus dem Austrittsende des Abgabekanals
herausgedrückt wird und sich unter dem zu diesem Zeitpunkt angehobenen Abstreifkolben
53 hinwegbewegt. Die Materialmenge L hat die Form einer kleinen Kugel. Der Durchmesser
des Zuführkanals, der Durchmesser der Öffnung in dem Block 39, in welcher der Zumeßkolben
arbeitet, der Durchmesser des Zumeßkolbens sowie der Durchmesser des Abgabekanals
sind so gewählt, daß eine Charge abgegeben wird, die der gewünschten Materialmenge
L entspricht.
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Wenn sich der Zumeßkolben 48 gemäß F i g. 3 nach oben bewegt, bewirkt
die Feder52, daß das Rückschlagventil 51 das Eintrittsende des Kanals 50 verschließt,
so daß sich das Material nicht in der entgegengesetzten Richtung aus dem Abgabekanal
heraus bewegen kann, daß also keine Verringerung der abgemessenen Menge des ausgepreßten
Materials L erfolgt. Während die Aufwärtsbewegung des Zumeßkolbens stattfindet,
bewegt sich der Abstreifkolben 53 nach unten. Durch die Abwärtsbewegung des Kolbens
53 wird die ausgepreßte Materialmenge L abgeschnitten, die sich an der Seitenfläche
des Blockes 39 befindet. Diese Materialmenge wird in eine Kappe C eingebracht, die
durch den Drehtisch 14 unter das untere Ende des Abstreifkolbens gebracht worden
ist. Wenn der Abstreifkolben das untere Ende seines Arbeitshubes erreicht, gelangt
der Luftkanal 58 in Deckung mit dem Luftkanal 56 in dem Klotz 54, so daß ein Druckluftstrom
über die genannten Kanäle zugeführt wird, um die abgemessene Materialmenge L von
dem Abstreifkolben zu trennen und zu bewirken, daß diese Materialmenge gemäß Fig.3
in die darunter liegende Flaschenverschlußkappe C fällt. Diese Vorgänge zum Abmessen
und Abgeben von Kunststoffportionen wiederholen sich in zeitlicher Abstimmung auf
das Eintreffen der verschiedenen Kappe, die durch den Drehtisch 14 zu der Zumeßvorrichtung
M gebracht werden.
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Die F i g. 4 bis 11 zeigen eine weitere bevorzugte Ausbildungsform
der hier mit M' bezeichneten
Zumeßvorrichtung. Teile dieser Ausbildungsform, welche
schon beschriebenen Teilen der Zumeßvorrichtung M entsprechen, sind jeweils mit
den gleichen Bezugszahlen bezeichnet.
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Der auf- und abbewegbare Zumeßkolben 48 ist in einer Bohrung 120
angeordnet, die sich senkrecht durch den Block 122 erstreckt. Die Bohrung 120 steht
in Verbindung mit dem Austrittsende des Zuführkanals 40, der über das schon beschriebene
Anschlußstück27 zur Vorrichtung zum Aufschmelzen des Kunststoffs führt. Der Zumeßkolben
ist von einer Dichtungspackung 124 umschlossen, die in einer Aussparung des Blockes
122 liegt und vorzugsweise aus hitzebeständigem Material, z. B. Asbest, besteht.
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Der wesentliche Unterschied zwischen der ZumeßvorrichtungM' und der
weiter oben beschriebenen EinrichtungM besteht in der Konstruktion des AbstreifkolbensD
und der zugehörigen Teile, die als Abstreifkolbenaggregat bezeichnet werden. Das
im folgenden näher beschriebene Abstreifkolbenaggregat eignet sich insbesondere
zum Abmessen und Abgeben von Portionen aus Polyäthylen, das bei der gewünschten
Verarbeitungstemperatur von etwa 1850 C ziemlich klebrig ist.
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Der mehrteilige Abstreifkolben umfaßt eine Gleitbüchse 134, die gemäß
Fig. 7 auf ihrer Außenseite vorzugsweise einen quadratischen Querschnitt aufweist.
Die Gleitbüchse 134 hat eine durchgehende kreisrunde Bohrung 136. Sie ist in einem
ortsfesten Führungsteil 138 senkrecht hin- und herbewegbar angeordnet; das Führungsteil
besitzt eine senkrechte durchgehende Bohrung 140, die wie die Gleitbüchse 134 quadratische
Querschnittsform aufweist. Gemäß den F i g. 4, 5, 9 und 10 ist das Führungsteil
138 an einer Seite des Blockes 122 nahe dessen oberem Ende befestigt.
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Gemäß den Fig.4 bis 6 ist die Gleitbüchse 134 mit einer durchgehenden
Radialbohrung 142 versehen, und das Führungsteil 138 besitzt an entsprechender Stelle
eine Bohrung 144, in die eine Leitung 146 eingebaut ist, die mit einer hier nicht
gezeigten Quelle für heiße Druckluft verbunden ist.
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Wie ebenfalls in den Fig. 4 und 5 gezeigt wird, erstreckt sich durch
die Bohrung 136 der Gleitbüchse 134 eine innere Kolbenstange 148, die sowohl Relativbewegungen
gegenüber letzterer ausführen als sich auch zusammen mit der Gleitbüchse 134 bewegen
kann. Die Kolbenstange 148 hat eine solche Länge, daß sie über das obere und das
untere Ende der Gleitbüchse 134 hinausragt. Das obere Ende der Kolbenstange ist
mit dem Gestängeglied55 verbunden, das seinerseits an dem Doppelhebel 44 angelenkt
ist. Die Kolbenstange 148 ist so geformt, daß es einen Abschnitt 150 von größerem
Durchmesser aufweist, der mit enger Passung in die Bohrung 136 der Gleitbüchse 134
eingreift. Der Abschnitt 150 ist so in der Gleitbüchse angeordnet, daß er mit der
Bohrung 142 zusammenarbeitet und auf eine noch zu erläuternde Weise als Luftventil
wirkt. Die Zone zwischen der Gleitbüchse und dem Teil der Kolbenstange oberhalb
des verdickten Abschnittes 150 ist mittels eines Gewindestopfens 152 verschlossen,
der in eine Gewindebohrung am oberen Ende der Gleitbüchse 134 eingeschraubt ist.
Der Gewindestopfen 152 hat eine zentrale Bohrung zur Durchführung der Kolbenstange
148. Die Wandstärke des Gewindestopfens 152 ist so gewählt, daß eine Schulterl54
vorhanden
ist, die in die Bahn des Abschnitts 150 hineinragt und einen Anschlag bildet, durch
den die Relativbewegung zwischen der Kolbenstange und der Gleitbüchse am oberen
Ende des mehrteiligen Abstreifkolbens D begrenzt wird.
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Gemäß den F i g. 4, 5, 6 und 7 ist die Kolbenstange 148 mit gegenüberliegenden
ebenen Flächen 156 und 156' versehen, die sich über die Länge eines Abschnitts 158
erstrecken. Zwischen den Abschnitten 150 und 158 ist durch Verringerung des Durchmessers
der Kolbenstangel48 auf dieser eine ringförmige Nut 159 gebildet, deren Breite ungefähr
gleich dem Durchmesser der Bohrungl42 ist. Im übrigen besitzt die Kolbenstange 148
einen Abschnitt 160 mit kleinerem Durchmesser, der in eine Nadel 162 von noch kleinerem
Durchmesser übergeht. Das untere Ende 164 dieser Nadel 162 ist gemäß F i g. 8 konisch
geformt. Der Abschnitt 160 weist ähnlich wie der Abschnitt 158 einander gegenüberliegende
ebene Flächen auf. Gegegebenenfalls kann man den Abschnitt 160 über seine ganze
Länge zylindrisch ausbilden, ihm jedoch einen kleineren Durchmesser geben, damit
ein ausreichender Spielraum vorhanden ist und Luft zwischen diesem Abschnitt und
dem ihn umschließenden Kolbenteil 166 hindurchströmen kann. Wie im folgenden erläutert,
wirken die Nadel 162 und ihr Ende 164 als Nadelventil.
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Am unteren Ende der Gleitbüchse 134 ist der Kolbenteil 166 befestigt,
der eine zentrale Bohrung 168 aufweist, innerhalb der sich die Kolbenstange bzw.
die dünneren Abschnitte 160 und 162 gleitend bewegen können. Gemäß den F i g. 4,
5, 6, 9 und 10 ist der Kolbenteil 166 an seinem oberen Ende mit einem Außengewindeabschnitt
170 versehen, der unmittelbar oberhalb eines Flansches 172 angeordnet ist. Mit diesem
Gewindeabschnitt ist der Kolbenteil 166 in das untere Ende der Gleitbüchse 134 eingeschraubt,
wobei der Flansch 172 am unteren Ende der Gleitbüchse zur Anlage kommt. Somit bildet
der Kolbenteil 166 eine Verlängerung der Gleitbüchse 134.
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Gemäß Fig. 8 ist die Wand des unteren Endes des Kolbenteils 166 dünner
als die übrigen Teile der Wand. Dieser dünnere Wandabschnitt erstreckt sich bei
174 kegelförmig nach innen, um in ein ringförmiges Ende 176 überzugehen, dessen
Innendurchmesser kleiner ist als der Durchmesser der Bohrung 168. Das ringförmige
Ende 176 hat einen solchen Innendurchmesser, daß es das Ende 164 der Nadel 162 an
der Kolbenstange 148 so aufnehmen kann, so daß ein luftdichter Abschluß erzielt
wird.
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Gemäß den F i g. 4, 5 und 9, 10 ist der Kolbenteil 166 so angeordnet,
daß er sich senkrecht in einem unteren Führungsteil 178 bewegen kann, welches an
der Seitenfläche des Blockes 122 nahe dessen unterem Ende befestigt ist. Das Führungsteil
178 besitzt eine waagerechte Öffnung 180, die sich durch die Wand des Führungsteils
zu dem Abgabekanal 50 erstreckt. Die Bohrung 182 des Führungsteils 178, in der der
Kolbenteil 166 verschiebbar ist, weist an ihrem unteren Ende eine Austrittsöffnung
184 von kleinem Durchmesser auf. Der Innendurchmesser der Öffnung 184 ist so gewählt,
daß sie das ringförmige Ende 176 des Kolbenteils 166 mit enger Passung aufnehmen
kann, wenn sich die Gleitbüchse 134 und der Kolbenteil 166 in ihrer untersten Stellung
nach F i g. 10 befinden.
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Gemäß den Fig. 9 und 10 wird das untere Führungsteil 178 durch zwei
Tragplatten 186 und 186' unterstützt. Diese Tragplatten besitzen Öffnungen, durch
welche sich in Flucht mit Öffnungen in dem Block 122 zwei Heizelemente 188 und 188'
erstrekken, mittels deren eine hohe Temperatur in der Umgebung des Kanals für den
Kunststoff aufrechterhalten werden kann.
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Wie schon erwähnt, ist die Kolbenstange 148 so angeordnet, daß sie
sich nicht nur zusammen mit der Gleitbüchse 134 bewegen, sondern auch Relativbewegungen
gegenüber der Gleitbüchse ausführen kann. Gemäß den F i g. 9 und 10 ist das Führungsteil
138, innerhalb dessen sich die Gleitbüchsel34 senkrecht auf- und abbewegen kann,
mit zwei einander gegenüberliegenden Kupplungseinrichtungen versehen, mittels deren
die Gleitbüchse kurzzeitig festgehalten werden kann, während sich die Kolbenstange
gegenüber dieser bewegt. Diese Kupplungseinrichtungen sind im wesentlichen auf gleicher
Höhe mit der Leitung 146 angeordnet, die sich in den Führungsteil 138 hinein erstreckt,
doch sind sie gegenüber der Druckluftleitung um etwa 90C' versetzt. Die Kupplungs-
oder Halteeinrichtungen umfassen jeweils eine ringförmige Führungsbuchse 190, die
in eine waagerechte Öffnung des Führungsteils eingebaut ist. In jeder Kupplungshülse
liegt eine Kugel 192 am inneren Ende der Bohrung, so daß sie an der Wand der Gleitbüchse
134 angreifen kann.
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Diese Kugel wird durch eine Feder 194 gegen die Gleitbüchse 134 gedrückt.
Die Wand der Gleitbüchse 134 ist mit einander gegenüberliegenden Nuten 198 versehen,
die mit den unter Federspannung stehenden Kugeln 192 zusammenarbeiten können.
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Um die Abnutzung des unteren Führungsteils 178 im Bereich der Austragsöffnung
184 möglichst zu verringern, ist in einiger Entfernung von diesem Bereich ein Begrenzungsanschlag
200 vorgesehen; dieser Anschlag wird durch das obere Ende des Gewindeabschnitts
170 gebildet, an welchen das untere Ende des Abschnitts 158 anstoßen kann.
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Nachstehend wird die Wirkungsweise des mehrteiligen Abstreifkolbens
D beschrieben. Wenn sich gemäß F i g. 4 der Zumeßkolben 48 nach unten bewegt hat,
um Kunststoff aus dem Austrittsende des Abgabekanals 50 herauszudrücken, wird die
Kunststoffportion in die Bohrung 182 des Führungsteils 178 kurz vor dem Kolbenteil
166 gefördert. In diesem Stadium, und während sich die Gleitbüchse 134 und die Kolbenstange
148 in ihrer oberen Stellung befinden, befindet sich das Ende 164 der Kolbenstange
bereits in der Öffnung 177 am unteren Ende des Kolbenteils 166 und verschließt es.
Wenn der Hebel 44 die Kolbenstange 148 nach unten bewegt, greift das untere Ende
seines Abschnitts 158 am Gewindeabschnitt 170 an, der die Gleitbüchse 134 mit ihrer
Verlängerung verbindet, so daß sich die Gleitbüchse und der Kolbenteil 166 zusammen
mit der Kolbenstange 148 nach unten bewegen.
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Infolgedessen wird die Portion L aus Kunststoff aus der Öffnung 184
am unteren Ende des Führungsteils 178 herausgedrückt. Sobald dies geschehen ist,
und wenn sich die Gleitbüchse 134 aus ihrer Stellung nach Fig. 9 in die Stellung
nach Fig. 10 bewegt hat, treten die Kugeln 192 der Halteeinrichtungen in die Nuten
198 ein, um die Gleitbüchse und das damit verbundene Kolbenteil 166 kurzzeitig in
der unteren Stellung festzuhalten. In diesem Stadium des Arbeits-109 582/342
spiels
verdeckt gemäß F i g. 5 der Abschnitt 150 der Kolbenstange 148 die Bohrung 142,
um die Zufuhr erhitzter Druckluft zu unterbrechen.
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Wenn die Kolbenstange 148 durch den Hebel 44 in ihre obere Stellung
zurückgezogen wird, halten die Halteeinrichtungen den Kolbenteil 166 in seiner unteren
Stellung nach Fig. 5 und 10 in dem Führungsteill78 kurzzeitig fest, bevor auch die
Gleitbüchse und der damit verbundene Kolbenteil nach oben zurückgezogen werden.
Wenn sich die Kolbenstange 148 gemäß Fig. 6 nach oben bewegt, kommt die Bohrung
142 mit der Nut 159 zur Deckung und wird freigegeben, so daß die heiße Druckluft
längs den Seitenflächen der Abschnittel58 und 160 der Kolbenstange nach unten zu
der jetzt offenen Öffnung 177 im unteren Ende des Kolbenteils 166 strömen kann,
um die abgemessene Kunststoffportion aus dem offenen Ende des Führungsteils 178
auszustoßen. Die ebenen Flächen 156 und 156' des Abschnitts 158 und die Abflachungen
auf beiden Seiten des Abschnitts 160 bilden den Verbindungskanal von der Bohrung
142 zu der Öffnung 184 am Ende des Führungsteils 178. Bei der weiteren Auf-
wärtsbewegung
der Kolbenstange 148 wird die durch den Gewindestopfen 152 gebildete Schulter 154
erfaßt, so daß die Kolbenstangel48 die Gleitbüchse 134 und den damit verbundenen
Kolbenteil 166 mitnimmt. Dieses Arbeitsspiel wiederholt sich bei der abwechselnden
Hin- und Herbewegung des Zumeßkolbens 48 und des Abstreifkolbens D.
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Aus der vorstehenden Beschreibung ist ersichtlich, daß der Nadelventilteil
der Kolbenstange 148 mit dem Kolbenteil 166 so zusammenarbeitet, daß ein geschlossener
Stempel gebildet wird, um die Portion abzuschneiden, welche über das Austrittsende
des Abgabekanals 50 zugeführt wird. Der Nadelventilteil und der damit zusammenarbeitende
Kolbenteil treiben die Portion aus der Öffnung 184 des unteren Führungsteils 178
aus. Das nadelähnliche konische Ende 164 der Kolbenstange und das Ende 174, 176
des Kolbenteils 166 arbeiten im Hinblick auf die gezeigte Form des die Öffnung 184
umgebenden Führungsteils derart zusammen, daß sich an der Absperrstelle eine dünne,
spitz zulaufende Schneide ergibt, so daß die erhitzte Druckluft die Portion leicht
von dem Führungsorgan trennen kann.