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DE1671499C - Verfahren und Vorrichtung zum Aufbrin gen eines negativen Bildmusters auf einen zweitägigen Siebdruckzylinder für den Textildruck - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Aufbrin gen eines negativen Bildmusters auf einen zweitägigen Siebdruckzylinder für den Textildruck

Info

Publication number
DE1671499C
DE1671499C DE1671499C DE 1671499 C DE1671499 C DE 1671499C DE 1671499 C DE1671499 C DE 1671499C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
screen printing
die
cylinder
printing cylinder
squeezer
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Almerindo Jamie Correia de Lissabon Oliveira Barros
Original Assignee
Aljaba Ltd, Manchester, Lancashire (Großbritannien)
Publication date

Links

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Aufbringen eines negativen Bildmusters auf einen zweilagigen Siebdruckzylinder für den Textildruck od. dgl.
Verfahren bzw. Anordnungen und Vorrichtungen, bei denen eine Zeichnung oder ein Muster von ebenen auf zylindrische Flächen aufgebracht werden, sind beispielsweise schon aus der deutschen Patentschrift 47 460, der deutschen Patentschrift 226 794 und der österreichischen Patentschrift 40 001 bekannt. Die Deutsche Patentschrift 47 460 bezieht sich auf ein Verfahren, bei welchem eine Druckwalze über eine Umdruck bogenplatte gezogen wird. Die Walze ist massiv ausgeführt und kann durch zusätzliche Gewichte von oben auch noch bei ihrem Lauf über die Umdruckbogenplatte beschwert werden. Weiterhin ist eine genau abgerichtete Eiscnplalte "orgesehen, auf welcher die Walze laufen kann.
Ähnliches gilt für die Anordnung nach der deutschen Patentschrift 226 497, bei welcher ebenfalls eine Walze auf einer Musterzeichnung abrollt.
Der Anordnung nach der österreichischen Patentschrift 40 001 liegt die Aufgabe zugrunde, ein Muster von einer ebenen auf eine zylindrische Fläche derart zu übertragen, daß die Länge des Musters exakt dem Umfang der Walze entspricht, so daß schließlich keine Übergreifungen und auch keine leeren Räume auf der Walzenoberfläche übrigbleiben. Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß die Geschwindigkeit der Walze, wenn sie über das ebene Muster gleitet, gleichmäßig verkürzt oder gleichmäßig erhöht wird, so daß Verzerrungen des Musters auftreten, die jedoch mehr oder weniger nicht merklich sind.
Der Erfindung, die von den bekannten Anordnungen nicht berührt wird, liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Aufbringen eines negativen Bild-
musters auf einen zweilagigen Siebdruck- bzw. Rotationsrasterdruckzylinder für den Textildruck vorzusehen, d.h. daß der Zylinder mit einem Muster aus durchlässigen und undurchlässigen Bereichen versehen wird, welche dem zu druckenden Zeichenmuster entsprechen. Dabei ist besonders wichtig, daß das auf dem fertigen Siebdruckzylinder aufgebrachte Muster endlos ist, d. h. keine Querlinie aufweist, welche beim nachfolgenden Ausdrucken stets wieder erscheint. Weiterhin müssen beide Lagen des Siebdruckzylinders fest miteinander verbunden werden, so daß eine Ablösung während des Betriebes nicht möglich ist.
Die Erfindung, die von einem Verfahren der eingangs beschriebenen Art ausgeht, löst die Aufgabe dadurch, daß der Siebdruckzylinder drehbar pelagert wird und eine ebene, das positive Bildmuster aufweisende Matrize in einer Tangentialebene zu dem Siebdruckzylinder so angebracht wird, daß eine Verschiebung in dieser Ebene möglich ist, daß auf die Musterfläche der Matrize ein Abdeckmittel (Lack, Farbe, Kunstharz u. dgl.) aufgebracht und an der Stelle, wo sich Matrize und Zylinder berühren, ein voreinstellbarer Quetschdruck auf beide ausgeübt wird, daß schließlich die Musterfläche der Matrize über den Zylinder bei gleichzeitiger Drehung des letzteren gezogen wird, um so das Abdeckmittel durch die Matrize hindurch auf Zwischenräume des Zylinders zu übertragen und ein negatives Bildmuster der Matrize auf dem Zylinder abzubilden.
Als Abdeckmittel bzw. Lacke sind solche Stoffe geeignet, die den Beanspruchungen widerstehen, die das Druckmuster auf dem Druckzylinder im Verlauf des Druckvorganges erfährt. Der hier verwendete Ausdruck Lack bzw. Abdeckmittel umfaßt Schmelzglasuren (Emaille), Farben, Kunstfasern oder Lacke, beispielsweise solche auf Polyurethan-, Polyvinylchlorid oder Epoxyharzbasis, wie sie zum Aufbringen von Bildern oder Herstellen von Schabionen oder Druckschirmen für die Textilindustrie verwendet werden.
Die Erfindung betrifft weiterhin eine Vorrichtung zur Durchführung der erfindungsgemäßen Verfahren, welche darin besteht, daß der Siebdruckzylinder drehbar in Lageranordnungen gelagert ist, daß Halteanordnungen für die ein positives Bildmuster aufweisende ebene Matrize vorgesehen sind, die eine Bewegung der Matrize tangential zu und in Berührung mit dem Siebdruckzylinder zulassen, so daß sich auch der Siebdruckzylinder dreht, daß weiterhin Quetschanordnungen zur Ausübung eines Quetschdiuckes auf Matrize und Zylinder an der Stelle, wo diese sich berühren, vorgesehen sind und daß der von den Quetschanordnungen ausgeübte, das Durchtreten des Abdeckmittels durch Matrize auf den Siebdruckzylinder bewirkende Quetschdruck einstellbar ist.
Besonders vorteilhaft bei der Erfindung ist also, daß ein zweilagiger Siebdruckzylinder für den Textildruck verwendet wird, welcher vorteilhafterweise aus einem grobmaschigen inneren und aus einem feinmaschigen äußeren Zylinder besteht und wobei das Muster dadurch aufgebracht wird, daß die Siebdruckzylinderoberfläche mit einem Abdeckmittel, beispielsweise einem Lack versehen wird, welcher einmal das Zusammenhaften der beiden Lagen des Siebdruckzylinders bewirkt und andererseits gleichzeitig das Muster für den Siebdruck bildet. Der Siebdruckzylinder wird also dadurch mit einem Bild verschen, daß der Lack bzw. das Abdeckmittel durch die Matrize hindurch auf die Zylinderoberfläche gelangt. Dies geschieht vorzugsweise mittels Quetscheinrichtungen, die den Lack durch die Matrize hindurch auf die Zylinderoberfläche überführen. Vorteilhafterweise ist der Druckzylinder mit einer inneren Abstützwalze versehen, deren Achse in einer Ebene liegt, welche die Achse des Druckzylinders und die Achse der Quetscheinrichtungen enthält. Die Abstützwalze ist vorzugsweise justierbar relativ zu den Haltemitteln
ίο des Druckzylinders gehalten. In ähnlicher Weise können auch die Quetscheinrichtungen in stärkere oder schwächere Berührung mit der Matrize gebracht werden, wie es den jeweiligen Bedürfnissen entspricht. Die Matrize wird vorzugsweise durch den Spalt zwi-
sehen dem Siebdruckzylinder und den Quetscheinrichtungen hindurchgezogen, so daß der Druckzylinder auf einer Seite, gewöhnlich der Unterseite der Matrize abrollt.
Die nachstehende Beschreibung einer bevorzugten
ao Ausführungsform der Erfindung dient im Zusammenhang mit den Figuren der weiteren Erläuterung. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Aufbringen einer »5 Zeichnung auf einen Siebdruck- bzw. einen Rotationssiebdruckzylinder,
F i g. 2 einen Längsschnitt entlang der Linie 2-2 in Fig. 1, ohne Matrize und Druckzylinder und
F i g. 3 eine Schnittansicht entlang der Linie 3-3 in Fig. 1.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfaßt ein Hauptgestell und ein Hilfsgestell zur Befestigung des Siebdruckzylinders. Das Hilfsgestell ist ortsfest, jedoch lösbar mit dem Hauptgestell verbunden. Am Hauptgestell ist gleitbar ein rechteckiger Rahmen befestigt, der die flache Matrize trägt, die zur Aufbringung eines Bildes auf den Druckzylinder verwendet wird. Der Druckzylinder kann eine Länge besitzen, die größer als etwa 200 cm ist. Im Betrieb der Vorrichtung wird Lack durch die Matrize hindurchpassiert, um den Rotationsdruckzylinder mit einem Muster bzw. Bild zu versehen.
Wie aus der Zeichnung, insbesondere Fig. 1, hervorgeht, umfaßt das Hauptgestell zwei Rahmen 14 und 15. Jeder Rahmen weist zwei rinnenförmige Basisglieder 16 und zwei Seitenstützen 17 auf, die durch ein oberes Querglied 18 verbunden sind. Die hinteren Seitenstützen 17 erstrecken sich über das obere Querglied 18 hinaus und stützen das rückwärtige Ende eines oberen, in Längsrichtung verlaufenden Gliedes 19 ab, dessen vorderes Ende durch einen Arm 21 gehalten ist. Ein senkrechtes Zwischenglied 22 erstreckt sich vom Basisglied 16 nach oben durch die Glieder 18 und 19 zu einem später noch zu beschreibenden Zweck hindurch. Die Zwischenglieder 22 eines jeden Rahmens sind durch eine Querklammer 23 verbunden. Die Qucrklammer dient dazu, die beiden Rahmen 14 und 15 genau am Platze zu halten. Der Arm 21 am Rahmen 14 trägt einen Elektromotor 24, der, wie später noch erläutert werden wird, über ein Reduktionsgelriebe 26 eine kleine Rolle 25 antreibt. Ausgehend von der Rolle 25 verläuft ein Seil 27 um eine Lecrlaufrolle 28 herum, die an einem Verlängerungsarm 29 befestigt ist, der seinerseits über das Ende des Rahmens 14 hinaus vorsteht.
Die oberen Glieder 19 sind jeweils mit einer Führungsbahn 31 ausgestattet. Zwei Querglicdcr 32, von Jenen jedes an den Enden mit Rollen 33 verschen ist,
und weiterhin zwei Längsglieder 34 bilden einen rechteckigen Rahmen, der entlang den Gliedern 19 beweglich ist, wobei die Rollen 33 auf den Führungsbahnen 31 laufen. Eine auf den Tragrahmen 35 α aufgespannte Matrize 35 wird abnehmbar von dem erwähnten Rahmen aufgenommen, wobei der Matrizenrahmen auf Flanschteilen 32 α aufruht, die an den Qucrgliedern 32 befestigt sind. Der Matrizenrahmen 35 α besitzt ferner ein Paar von im Abstand angeordneten (nicht dargestellten) geschlitzten Nasen, die an einer Querscite des Rahmens vorgesehen sind. An dem verschieblichen Rahmen ist ein Paar korrespondierender, gezinkter Stäbe vorgesehen. Wenn die Stäbe in die Schlitze der erwähnten Nasen eingreifen, kann der Matrizenrahmen 35 a genau auf dem verschiebüchen Rahmen plaziert werden. Die Matrize 35 wird dadurch hergestellt, daß das gewünschte Muster in konventioneller Weise auf einem flachen Sieb aufgebracht ist, das beispielsweise aus Nylon, einem metallischen Maschengitter oder einem anderen passen- »o den Material bestehen kann. Der verschiebliche Rahmen besitzt ferner am vorderen Querglied 32 eine zentrale öse 32 b, an der das Seil 27 befestigt wird.
Die senkrechten Zwischenglieder 22 sind an ihren oberen Enden, die über die oberen Glieder 19 hinausragen, mit einem rechteckigen Kastengestell 36 versehen, welches die nach oben abgekröpften Enden 37 eines qucrverlaufenden Abstützgliedes 38 aufnimmt. Jedes Ende 37 nimmt drehbar das Ende eines kalibrierten Schraubengliedes 39 auf und hält dieses Ende gegenüber einer axialen Verschiebung fest. Das Schraubenglied 39 ist in eine Mutter 41 eingedreht, die vom Gestell 36 gehalten und mittels eines Handgriffs 42 drehbar ist.
Das Abslützglied 38 trägt einen gummibedeckten oder aus Metall bestehenden Quetscher 43, der, wie dargestellt, zylindrisch ausgebildet sein oder auch die Form eines Blattes haben kann. Der Quetscher 43 besitzt an den Stirnseiten Wellen, die von zwei Kastenrahmen 44 aufgenommen werden, welche ihrerseits das Abstützglied 38 umgeben, so daß sie sowohl axial als auch auf und ab relativ zum Glied 38 bewegbar sind. Jeder Kastenrahmen 44 umfaßt eine einstellbare Schraube, die durch einen Handgriff 45 beiäligbar ist, so daß der Betrag der Verschiebung des Kastenrahmcns 44 auf- und abwärts relativ zum Glied 38 geringfügig begrenzt ist. Auf diese Weise kann die Ausgangsstellung des Quetschers 43 manuell eingestellt werden. Oberhalb des mittleren Teils des Quetschers 43 ist ein Gewichtskasten 46 angeordnet. Der Gewichtskasten ist mit einem Paar von Kastengestellen 47 verschen, die vom Kasten 46 abstehen, das querverlaufende Abstützglied 38 umgeben und mit ausgehöhlten Füßen 48 versehen sind, die ihrerseits auf dem Quetscher 43 aufruhen. Durch passende Auswahl der in den Kasten 46 eingelegten Gewichte läßt sich stets erreichen, daß dem Quetscher der korrekte Druck auferlegt wird
Ein das Rotationssieb tragendes HilfsgestelF SO umfaßt einen Querträger 51, der die Rahmen 14 und 15 unterhalb des Quetschers 43 überbrückt, wobei die Enden des Trägers zwischen die Glieder 18 und 19 vorstehen. Die Enden des Querträgers 51 besitzer. Aussparungen zur Anordnung eines Zapfens, der seinerseits eine Verlängerung einer Einstellschraube 53 ist, so daß der Querträger 51 angehoben oder ab-, gesenkt werden kann. Weilerhin gewährleisten die Zapfen an den Enden der Schraube 53, daß das Hilfsgestell 50 in Ausfluchtung mit dem Hauptgestell gehalten ist. Eine Klemme 52 kann dazu dienen, die Höhe, auf welche der Querträger 51 angehoben ist, genau beizubehalten. Handgriffe 54 stehen von den Enden des Querträgers 51 ab und erleichtern die Handhabung des Hilfsgestells 50, wenn es in seine Position auf dem Hauptgestell und bezüglich eines (nicht dargestellten) Hilfstragrahmens hin und her bewegt wird und wenn schließlich ein Rotationsrasterzylinder 12 auf dem Hilfsgestell angebracht wird.
Auf dem Querträger 51 ist ein Paar von Bunden 55 drehbar befestigt, von denen lediglich ein Bund dargestellt ist. Die beiden Bunde sind in gegenseitigem Abstand angeordnet, so daß sie in die Enden des Rotationszylinders 12 eingepaßt werden können und den letzteren abstützen. Der Rotationssiebdruckzylinder 12 kann in konventioneller Weise ein zweilagiger Zylinder sein, wie er z. B. in der britischen Patentschrift 1 050 649 beschrieben ist. Eine Abstützwalze 56 von etwas geringerer axialer Länge als der Zylinder 12 ist ebenfalls am Querträger 51 befestigt, wobei die Achse der Walze 56 parallel zu und unmittelbar oberhalb der Achse der Bunde 55 verläuft. Die Abstülzwalze 56 ist so angeordnet, daß ihre Oberfläche sich auf der Innenfläche des Zylinders 12 abstützt. Wenn das Hilfsgestell 50 richtig positioniert ist, liegt die Walze 56 direkt unter und in Ausfluchtung mit dem Quetscher 43. Die Abstützwalze 56 besitzt an den Stirnseiten Lagerzapfen 57, die in Angüssen 58 am Querträger 51 geführt sind, wobei die Angüsse 58 eine freie senkrechte Verschiebebewegung der Abstützwalze 56 ermöglichen. Eine Anzahl von Justierrollen 59, z. B. drei, von denen lediglich zwei dargestellt sind, die eine axiale Länge von z. B. 5 cm besitzen, sind jeweils an Armen 6l befestigt, die vertikal einstellbar am Querträger 51 vorgesehen sind. Die Einstellung erfolgt mit Hilfe von Schrauben 62 mit quadratischen Köpfen. Die Abstützwalze 56 ruht auf den Einstellrollen 59 auf. Es ist ersichtlich, daß die Matrize 35 in einer Tangentialebene zum Zylinder 12 Hegt.
Im Betrieb wird die mit dem Matrizenrahmen 35 υ verbundene Matrize 35 auf dem verschieblichen Rahmen in Stellung gebracht. Das den Rotationszylinder 12 tragende Hilfsgestell 50 wird anschließend in seiner Position festgeklemmt. Vor der Anordnung des Zylinders 12 auf den Bunden 55 werden die Einstcllrollcn 59 so eingestellt, daß die Abstützwelle 56 den Rotationszylinder 12 nicht verbiegt, sondern diesem über seine gesamte axiale Länge hinweg eine genaue Abstützung verleiht. Nunmehr wird die vertikale Lage des Querträgers 51 mit Hilfe der Schrauben 53 eingestellt, falls dies erforderlich ist Die axiale Lage des Zylinders 12 wird dadurch überprüft, daß eine Ausgangsmarkierung auf der Matrize mit einer entsprechenden Markierung auf dem Zylinder 12 verglichen wird. Nunmehr wird die vertikale Höhe des Quergliedes 38 mit Hilfe der Schraube 39 eingestellt Die Schrauben 45 werden aufgedreht, so daß der Quetscher 43 sich auf die korrekte Höhe einstellt. Die optimale Belastung des Quetschers 43 wird dadurch eingestellt, daß die Gewichte in den Kasten 46 eingelegt oder aus diesem herausgenommen werden.
Nunmehr wird auf die Matrize 35 Lack in einer Menge abgeschieden, die quantitativ genau -reicht daß das auf dem Rotationszylinder aufbrachte Bildmuster opak ist. Der vsrschiebliche Rahmen und die Matrize werden nun unter Vermittlung des Seiles
27 vom Motor 24 vorgeschoben. Die Verschiebung der Matrize 35 veranlaßt auf Grund von Reibung eine Rotation des Zylinders 12. Gleichzeitig gelangt der Lack durch die positive Matrize hindurch und erzeugt ein Negativ von großer Genauigkeit auf der Oberfläche des Rotationszylinders 12.
Die oben beschriebenen Einstellungen können mit beträchtlicher Genauigkeit, Feinheit und Geschwindigkeit ausgeführt werden. Auch der Überlragungsvorgang des Musters geht rasch vonslattcn. z. B. innerhalb weniger Minuten. Das flache Raster oder die Malrize 35 kann wieder abgenommen und zu einem späteren Gebrauch aufgehoben werden. Ss ist darauf hinzuweisen, daß die Abslützwalzc 56 nicht nur den Siebdruckzylinder 12 abstützt, sondern auch den Quetscher 4-3, .so Haß die Mairizc nicht das Gewicht des Quctsehers und des Gewichtskastens 46 tragen muß. Da weiterhin der Quetscher 43 entlang seiner Längsausdelinung belastet ist, ist die Neigung des Quetschers zu verbiegen, bei einem Minimum gehalten.
Bei einer Herstellung von Siebdruckzylindern für »Duplcx«-Druckmaschinen, in welchen ein Tuch oder ein anderes Textilmaterial auf beiden Seilen bedruckt wird, wobei die Rückseite des Textilmaterial mit einem Spiegelbild des auf die Oberseite des aufgedruckten Musters versehen wird, kann der Rahmen 35 u und mit ihm die Mairizc 35 umgedreht werden, um auf diese Weise einen Rotationszylinder zum Bedrucken der Rückseite zu gewinnen. In diesem Fall müssen Bcschlagklötze verwendet werden, um die Matrize 35 in der Maschine auf die genaue Höhe zu bringen.
ίο Die Erfindung ist nicht auf die im Voranstellenden beschriebene Konstruktion und deren Einzelheiten beschränkt. So kann beispielsweise auch ein rotierender Quetschrollcr verwendet werden, gegebenenfalls zusammen mit anderen Millein, um die Höhe der verschicdencn Teile der Vorrichtung einzustellen. Wenn ein rotierender Quetscher benutzt wird, kann der Gewichlskasten mit Rollen entsprechend den Rollen 59 ausgestattet werden, die auf dem Rollenquclscher aufruhen. Falls erwünscht kann auch eine Vorrichlung gemäß der Erfindung verwendet werden, bei der die Malrize ortsfesl gehalten und ein Untergestell mit dem Rotationszylinder Sowie ein Quetscher horizontal entlang der Matrize 35 bewegt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (12)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Aufbringen eines negativen Bildmusters auf einen zweitägigen Siebdruckzy- s linder für den Textildruck od.dgl., dadurch gekennzeichnet, daß der Siebdruckzylinder drehbar gelagert wird und eine ebene, das positive Bildmuster aufweisende Matrize in einer Tangentialebene zu dem Siebdruckzylinder so angebracht wird, daß eine Verschiebung in dieser Ebene möglich ist, daß auf die Musterfläche der Matrize ein Abdeckmittel (Lack, Farbe, Kunstharz u. dgl.) aufgebracht und an der Stelle, wo sich Matrize und Zylinder berühren ein voreinstellbarer Qaetschdruck auf beide ausgeübt wird, daß schließlich die Musterfläche der Matrize über den Zylinder bei gleichzeitiger Drehung des letzteren gezogen wird, um so das Abdeckmittel durch die Matrize hindurch auf Zwischenräume des Zylin- ao ders zu übertragen und ein negatives Bildmuster der Matrize auf dem Zylinder abzubilden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweilagiger Siebdruckzylinder verwendet wird, der aus einem feingittrigen as Siebdruckzylinderteil besteht, welcher auf der äußeren Oberfläche eines relativ grobgittrigen Siebdruckzylinders aufgelagert ist.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Siebdruckzylinder (12) drehbar in Lageranordnungen (50, 56) gelagert ist, daß Halteanordnungen (35 a) für die ein positives Bildmuster aufweisende ebene Matrize (35) vorgesehen sind, die eine Bewegung der Matrize tangential zu und in Berührung mit dem Siebdruckzylinder zulassen, so daß sich auch der Siebdruckzylinder (12) dreht, daß weiterhin Quetschanordnungen (43) zur Ausübung eines Quetschdruckes auf Matrize und Zylinder an der Stelle, wo diese sich berühren, vorgesehen sind· und daß der von den Quetschanordnungen (43) ausgeübte, das Durchtreten des Abdeckmittels durch Matrize auf den Siebdruckzylinder bewirkende Quetschdruck einstellbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die aus einem Quetscher (43) bestehenden Quetschmittel auf der Matrize (35) und einer inneren Abstützwalze (56) ablaufen, die innerhalb des Siebdruckzylinders (12) angeordnet ist und daß die Längsachsen des Quetschers (43) der Abstützwalzen (56) und des Siebdruckzylinders (12) in einer einzigen Ebene angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Quetscher (43) aus einem drehbaren Roller besteht.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß mit der inneren Abstützwalze (56) in Wirkverbindung stehende Einstellrollen (59) vorgesehen sind, die mit der Abstützwalze zur Erzielung einer Einslellbewegung in einer Ebene gelagert sind und durch welche ein auf die Abstützwalze (56) zurückzuführender Gegenquelschdruck einstellbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellrollen (59) in Armen (61) gelagert sind, die durch Schrauben (62) in einer Ebene verschiebbar sind, die der eben« Siebdruckzylinder (12), Quetscher (43) und Ab stützwalze (56) entspricht.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren dei Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dal eine Belastungseinrichtung (56) zur Einstelluni des von dem Quetscher (43) ausgeübten Quetschdruckes vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Belastungseinrichtung aus einem Gefäß (46) zur Aufnahme von Gewichten besteht und daß sich die Belastungseinrichtung auf dem Quetscher (43) abstützt.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren dei Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Belastungseinrichtung (46) Rollen besitzt, die sich auf dem Quetscher (43) abstützen.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Belastungseinrichtung (46) auf den Quetscher (43) an mehreren Stellen einwirkt, die im Abstand von den Enden des Quetschers (43) liegen.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß Antriebseinrichtungen vorgesehen sind, die die Matrizen (35) durch den Spalt zwischen dem Siebdruckzylinder (12) und dem Quetscher (43) hindurchziehen, so daß sich der Zylinder (12) auf einer Seite der Matrize (35) abrollt.

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