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DE1670264A1 - Verfahren zur Abtrennung und Gewinnung von Oxazol aus waessrigen Loesungen - Google Patents

Verfahren zur Abtrennung und Gewinnung von Oxazol aus waessrigen Loesungen

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Publication number
DE1670264A1
DE1670264A1 DE19671670264 DE1670264A DE1670264A1 DE 1670264 A1 DE1670264 A1 DE 1670264A1 DE 19671670264 DE19671670264 DE 19671670264 DE 1670264 A DE1670264 A DE 1670264A DE 1670264 A1 DE1670264 A1 DE 1670264A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxazole
parts
weight
water
complex
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19671670264
Other languages
English (en)
Inventor
Francis Dennis Futvoye
Hall Reginald Harold
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BP Chemicals Ltd
Original Assignee
BP Chemicals Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BP Chemicals Ltd filed Critical BP Chemicals Ltd
Publication of DE1670264A1 publication Critical patent/DE1670264A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F3/00Compounds containing elements of Groups 2 or 12 of the Periodic Table
    • C07F3/003Compounds containing elements of Groups 2 or 12 of the Periodic Table without C-Metal linkages
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C253/00Preparation of carboxylic acid nitriles
    • C07C253/32Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C253/34Separation; Purification
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D263/00Heterocyclic compounds containing 1,3-oxazole or hydrogenated 1,3-oxazole rings
    • C07D263/02Heterocyclic compounds containing 1,3-oxazole or hydrogenated 1,3-oxazole rings not condensed with other rings
    • C07D263/30Heterocyclic compounds containing 1,3-oxazole or hydrogenated 1,3-oxazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D263/32Heterocyclic compounds containing 1,3-oxazole or hydrogenated 1,3-oxazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with only hydrogen atoms, hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, directly attached to ring carbon atoms

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

PAT E N T A N W A LT E * · .. ■ .
DIPL.-ING. G. E. M. DANNENBERG · DR.V. SCHMIED-iCOWARZIK
6 FRANKFURT AM MAIN
QR. ESCHENHEIMER STR. 39
SK/SK
■D-η r,v, · -, Λττ rr N τ · · jl ^ -B.A. 41 179/66
BP Chemicals (U.K.) Limited ;—" ""—
Devonshire House . .
Mayfair Place, Piccadilly
London W* 1, England
Verfahren zur Abtrennung und Gewinnung von Oxazol aus v/äs sr igen Lösungen
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Trennung und Gewinnung von Oxazol aus wässrigen Lösunga% die es enthalten; sie bezieht sich insbesondere auf die Abtrennung von Oxazol aus wässrigen Mischungen, die es zusammen mit Acetonitril enthalten.
Verfahren zur Herstellung von Acrylnitril durch katalytisch^ Dampfphasenreaktion von Propylen, Sauerstoff und Ammoniak sind bekannt. Das als Reaktionsprodukt aus diesen Verfahren anfallende rohe Acrylnitril kann neben Acrylnitril .noch Nebenprodukte, wie Acetonitril und Oxazol - letzteres nur in Spurenmengen - enthalten. Diese Substanzen können von Acrylnitril durch extraktive
Destillation mit Wasser gemäß Patentanmeldung 3 92 275 (B.A. 1 9021/66 von 2Q.4.1966)
abgetrennt werden. Die so erhaltene wässrige Losung aus Acetonitril und Oxazol kann dann fraktioniert destilliert werden zu einem Kopfprodukt, das im wesentlichen aus dem Acetonitril/ Wasser-Azeotrop beeteht und die Hauptmenge des Oxazole enthält.
v.vw BAD
209 810/17 44
Me Konzentration des letztgenannten in dieser lösung beträgt gewöhnlich etwa Ü,O3-O,3 % "Gew./Vol. Die anschließende Isolierung des Oxazole aus dieser Lösung durch Destillation oder Extraktion ist - teilweise wegen der sehr niedrigen Oxazolkonzentrationen in der lösung und teilweise wegen der Anwesenheit relativ großer Wassermengen (z.B. 10-15 Gew./Vol) - sehr schwierig.
Erfindungsgemäß hat es sich nun als möglich ernesen, die Komplexbildung des Oxazols mit anorganischen Salzen bei der Abtrennung und Gewinnung von Oxazol aus wässrigen Lösungen, die es in Mischung mit Acetonitril enthalten, anzuwenden.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Abtrennung und Gewinnung von Oxazol aus wässrigen Lösungen, die es zusammen mit Acetonitril enthalten, ist dadurch gekennzeichnet, daß man die Lösung mit einem oder mehreren geeigneten, anorganischen Salzen zwecks Ausfällung eines Komplexes aus dem. Oxazol und anorganischen Salz behandelt, den ausgefallenen Feststoff abtrennt, den agetrennten Feststoff zwecks Zersetzung zur Bildung von Oxazol behandelt und
das Oxazol gewinnt.
Ϊ
Geeignete anorganische Balze sind z.B./* Ifercurichlorid, Cuprisalze, wie Ouprichlorid und Cuprith.i0cy9.nat, Gadmiumbromid oder Gadmiumchlorid, wobei die Verwendung von Cadmiumsalzen bevorzugt wird.
Die wässrige Lösung aus Oxazol und Acetonitril kann in jeder geeigneten Weise mit den anorganischen Salz behandelt vverdeu. So kann das anorganische Salze der wässrigen Lösung in Form des /* solche des zweiwertigen Quecksilbers und Kupfers bzw. Cadmiums, wie z.B.
209810/1744 BADG^---^
Feststoffes oder als Lösung, .z.B. in Wasser oder Acetonitril, zugefügt oder auch in situ gebildet werden.
Der ausfallende Komplex aus Oxazol und anorganischem Salz kann in geeigneter Weise filtriert oder abzentrifugiert und vom Lösungsmittel befreit werden. In letztgenannter Hinsicht kann manchmal die Umkristallisation des Komplexes, z.B. aus verdünnter Salzsäure, oder auch eine längere Behandlung mit heißem Wasser notwendig sein, um das Acetonitril vollständig zu entfernen. \
Die Zersetzung des abgetrennten festen Komplexes zur Erzielung von freiem Oxazol kann erfolgen, indem man den Komplex allein oder in einem inerten, hoch siedenden Verdünnungsmittel, wie flüssiges Paraffin oder Wasser, erhitzt. Der lösungsmittelfreie Peststoff kann auch durch Waeser, z.B. durch Erhitzen zum Sieden, zersetzt werden, wodurch man eine wässrige Oxazollösung erhält, aus der das Oxazol durch fraktionierte Destillation gewonnen werden kann. In Abwesenheit von Acetonitril ist die Abtrennung von Oxazol von Wasser durch Destillation nicht besonders schwierig ( und es kann praktisch reines Oxazol als Kopfprodukt erhalten werden. Geringe, möglicherweise im destillierten Oxazol anwesende Wassermengen können durch Trocknen über einem Trocknungsmittel, wie festes Kaliumhydroxyd, entfernt und das trockene Oxazol kann durch Destillation gewonnen werden. Das aus der Zersetzung des Komplexes zurückgewonnene, anorganische Salz kann in manchen Fällen im Verfahren erneut verwendet werden»
810/1744
Die folgenden Beispiele veranschaulichen die vorliegende Erfindung, ohne sie zu beschränken* die Gew.-Teile und Vol.-Teile haben das gleiche Verhältnis zueinander wie g zu ecm· Beispiel 1 ■=■
Das rohe Acetonitril/Wasser-Azeotrop, das durch fraktionierte Destillation des Bodenproduktes aus der Hydroextraktionskolonne in einer Acrylnitrilanlage erhalten'wurde, wurde einer kontinuierlichen azeotropen Dehydratisierung mit Benzol unterworfen. Die wässrige, kontinuierlich vom Kolonnenkopf dekantierte Phase war eine wässrige Lösung aus Acetonitril und enthielt etwa 0,5 Gew./Vol. Oxazol.
1500 Vol.-Teile dieser Lösung wurden bei Zimmertemperatur gerührt, dann wurde allmählich pulverisiertes Ammoniumsulfat zugefügt, bis sich kein weiteres mehr löste. Der pH-Wert der Mischung wurde durch Zugabe von wässrigen Ammoniak (spez.
Gewicht 0,880) auf 7-8 eingestellt, und die beiden flüssigen Phasen wurden getrennt. Die obere Phase (200 Vol.-Teile) bestand weitgehend aus Acetonitril und enthielt etwa 2,7 tf° Gew./Vol.
Oxazol. Sie wurde bei Zimmertemperatur gerührt, und es wurden ' 40 Gew.-Teile Mercurichlorid zugefügt. Das Chlorid löste sich, und es schied sich ein weißer, kristalliner Komplex aus Oxazol und Mercurichlorid ab. Dieser wurde gesammelt und im Vakuum bei Zimmertemperatur getrocknet und ergab 29,15 Gew.-Teile weiße Kristalle mit einem Ϊ, von 147-148°C. (schnelles Erhitzen).
Die Kristalle wurden in' 100 Vol.-Teilen Wasser suspendiert und die Mischung unter einer wirksame yraktionierungskolonne erhitzt. Oxazol wurde als Kopffraktion erhalten und gesammelt, bis sich
209 8 1 0/1 7 A4 . -, .
der Siedepunkt auf etwa 980G. erhöhte. Das Destillat wurde über festem Kaliumhydroxyd getrocknet, und die 3 Gew.-Teile getrocknete Flüssigkeit wurden erneut destilliert und ergaben 2,5 Gew2-Teile reines Oxazol mit einem Siedepunkt von 68-690C, das laut IR-Spektrum mit einer synthetischen, gemäß Chem* Ber» (1964), 97, 14-14, hergestellten Probe von Oxazol identisch war. Reispiel 2 .
13,45 Gew.-Teile des gemäß Beispiel 1 erhaltenen, trockenen Oxazol/Mercurichlorid-Komplexes wurden in trockenem Zustand in einer Destillationsvorrichtung erhitzt. Der Komplex schmolz und <| begann sich bei etwa 15O0C. zu zersetzen. Die Temperatur des Heiäades wurde dann langsam auf 2400C, erhöht, und das Destillat wurde bis zu einer Kopftemperatur von 780O« gesammelt. 1,26 Gew.-Teile des farblosen, beweglichen Destillates erwiesen sich laut Analyse aus Oxazol von etwa 96 fo Reinheit. Die vorhandene Hauptverunreinigung war Wasser. .
Beispiel 3
19»40 Gew.-Teile des gemäß Beispiel 1 erhaltenen, trockenen Oxazol/Mercurichlorid-Komplexes wurden mit 50 Vol.-Teilen flüssigem Paraffin ("Risella Oil 17") gemischt und die Mischung gerührt und in einer Destillationsvorrichtung erhitzt. Die Zersetzung des Komplexes begann bei ,etwa 11O0C; die farblose Flüssigkeit begann bei Erreichung der Badtemperatur von etwa 1700C zu destillieren. Schließlich wurde die Badtemperatur auf 27O°C· erhöht. 2,30 Gew.-Teile des hauptsächlich bei 680C siedenden Destillates in Form einer farblosen, beweglichen Flüssigkeit erwiesen sich laut Analyse als Oxazol von etwa 96-^ig. Reinheit ο - _^-<-""*
20 98107174
Beispiel 4 .
10 OOÖ YoI.-Teile des rohen Acetonitril/Wasser-Azeotrops, das durch fraktionierte Destillation des Bodenproduktes aus der Hydroextraktionskolonne in einer Acrylnitrilan^lage stammte und etwa 0,18 $ Gew./Vol. Oxazol enthielt wurden bei Zimmertemperatur gerührt, wobei man langsam 30 Gew.-Teile pulverisiertes Cupnichloriddihydrat zugab. Die Mischung wurde eine Stunde gerührt und über Nacht bei 0-50C gehalten. Der ausgefallene, kristalline Oxazol-Cuprichlorid-Komplex wurde abfiltriert und unter vermindertem Druck bei Zimmertemperatur getrocknet; er ergab 6,6 Gew»-Teile eines blaß blauen Feststoffes.
6,0 Gew.-Teile dieses Feststoffes wurden in 50 Vol.-Teilen Wasser, suspendiert und die Mischung, unter einer wirksamen Fraktionierung» kolonne erhitzt. 4jO Vol.-Teile Destillat wurden bei einer Kopftemperatur zwischen 70-100°C. gesammelt. Zu diesem Destillat wurde festes Ammoniumsulfat zugefügt, bis es gesättigt war; die beiden gebildeten Phasen wurden getrennt. Die obere, wässrige Phase wurde über festem Kaliumhydroxyd zu etwa 1,0 Gew.-Teil einer farblosen, beweglichen Flüssigkeit getrocknet, die sich laut Analyse als Oxazöl einer etwa 95~$igen Reinheit erwies. Die Hauptverunreinigung war Wasser.
Beispiel 5
Gemäß Absatz 1 von Beispiel 1 wurde eine wässrige, etwa 0,35 Gew./Vol. Oxazol enthaltende Acetonitrillösung erhalten.
2000 Vol.-Teile dieser Lösung wurden bei Zimmertemperatur gerührt, wobei 450 Gew.-Teile Magnesiumsulfatmonohydrat zugefügt wurden.
20981071744
■Nach Lösen desselben wurde der pH-Wert der Mischung auf 7 einge stellt, und die beiden Phasen wurden getrennt. 250 Vol.-Teile der oberen Phase bestanden weitgehend aus Acetonitril und enthielten etwa 1,4 $> Gew.-/Vol. Oxazol. Unter heftigem Eühren wurden ihr 40 Gew.-Teile Cuprichlor!ddihydrat langsam zugefügt. Die Mischung wurde über Nacht bei 0-5°G. gehalten? der ausgefallene !Feststoff wurde gesammelt und bei Zimmertemperatur unter vermindertem Druck getrocknet. Die 5»07 Gew.-Teile des so erhaltenen, blauen Feststoffes wurden in trockenem Zustand in einer Destillationsvorrichtung erhitzt. Bei 1000O. veränderte sieh die Farbe ä nach grün und bei Erreichung einer Badtemperatur von 2400O. schließlich nach schwarz. 1,22 Gew.-Teile einer farblosen Flüssigkeit destillierten über, die laut Analyse Oxazol einer ähnlichen Reinheit wie in Beispiel 4 waren. Beispiel 6
2000 Vol.-Teile rohes Aeeonitril/Wasser-Azeotrop aus der fraktionierten Destillation des Bodenproduktes aus einer Hydroextraktionsdestillation von rohem Acrylnitril (vgl. Beispiel 1), die etwa 0,31 Gew./Vol Oxazol enthielten, wurden bei Zimmertemperatur gerührt, wobei eine Lösung aus 25 Gew.-TeilenCadmium- ^ Chloridhydrat (CdCl22,5H20) in 20 Vol.-Teilen Wasser langsam zugefügt wurde. Die Mischung wurde 3 Stunden gerührt, wobei sich ein weißer Niederschlag des Öxazol/Cadmiumchlorid-Komplexes abschied, und über Nacht bei Zimmertemperatur gehalten·
20 93 ΙΟ/Ι7Λ4
-Der Komplex wurde abfiltriert, zur Entfernung von Acetonitrilspuren mit wenig (30 YoI.-Heilen) A'than-1 ,2-diol gewaschen.und zu 200 Vol.-geilen Wasser zugegeben. Die Mischung wurde unter einer wirksamen Fraktionierungskolonne zum Sieden erhitzt, und das Destillat wurde bis zur Eheichung einer Kopftemperatur von 10O0G. gesammelt. 5,.$2 Gew.-Teile des Destillates enthielten 65 Gew./Gew.-Oxazol und Spuren von Acetonitril« Die Gesamtausbeute an Oxazol in form einer konzentrierten wässrigen Lösung feetrug also etwa 56 f°.s
Bei Verwendung von Cuprichlorid anstelle von Cadmiumchlorid als Ausfällungsmittel unter vergleichbaren Bedingungen betrug die Gesamtausbeute an Oxazol etwa 40 $. .
In ähnlichen Versuchen mit=Cadmiumchlorid wurde der Oxazol/ Gadmiumchlorid-Komplex mit Äther oder wenig kaltem Wasser anstelle des A'than-1 ,2-diols gewaschen. Es wurden ähnliche Ergebnisse erzielt.
Beispiel 7
Beispiel 6 wurde unter Verwendung von 40 Gew.-Teilen Cadmiumchloridhydrat (GdOl2^SH2O) in 30 Vol.-Teilen Wasser wiederholt. Die Gesamtausbeute an Oxazol als 33-$ige Gew./Gew. Lösung (T2j5 Gew.-Teile) in Wasser betrug 67 f». Die Lösung enthielt nur Spuren Acetonitril.
Die nach Abfiltrieren des Oxazol/Cadmiumchlorid-Komplexes erhaltenen Acetonitril/Wasser-Mutterlaugen wurden mit weiteren 5 Gew. Teilen Gadmiumchlorid (OdGl2.2,5H2O) in 5 Vol.-Teilen Wasser behandelt. Es wurde kein weiterer Niederschlag erhalten. Die Mischung wurde zur AceternitriIgewinnung destilliert* Die Destil-
2098 1Q/ 17U
!ation wurde abgebrochen, als das Volumen der restlichen Flüssigkeit etwa 50 Teile "betrug* Dieser Rückstand enthielt das gesamte, nicht in Form eines Komplexes ausgefallene Oadmiumchlorid und wurde zur Behandlung von weiterem oxazölhaltigem Material verwendet (siehe unten). r
Die wässrige Cadmiumehloridlösung? die nach der zersetzung des Oxazol/öadmiumchlorid-Komplexes und der Destillation von Oxazol verblieb, enthielt nur eine sehr geringe Menge (0,4 Gew,-Teile) unlösliches Material.,Dieses wurde abfiltriert, und das Λ liltrat wurde fast bis zur Sättigung mit öadcmiumchlorid konzentriert. Diese Lösung wurde zu der gemäß dem vorhergehenden Absatz gewonnenen öadmiumchloridlösung zugefügt. Die Mischung wurde zur Behandlung weiterer 2QG0 Vol.-Teile der 0,31 % Gew./ Vol. Oxazol enthaltenden Ace/tonitril/Wasser-Mischung (siehe Beispiel 6) verwendet. Die Einzelheiten des Verfahrens waren wie in Beispiel 6, wobei jedoch der ausgefallene Oxazol/Cadmiumchlorid-Komplex mit 20 Vol.-Teilen gesättigter, wässriger Cadmiumchloridlösung anstelle des Äthan-1,2-diols gewaschen wurde. Das Oxazol wurde vom Komplex wie in Beispiel 6 gewonnen.
Die Gesamtausbeute an Oxazol als 31-^ige Gew./Gew. Lösung (12,8 Gew.-Teile) in Wasser betrug etwa 64 foe Oxazol wird leicht aus einer wässrigen, derartigen Lösung in praktisch wasserfreier Form durch fraktionierte Destillation (vgl» Beispiel 1) gewonnen»
209 8 1 Q/17U
Beispiel 8;.
Eine Lösung aus 10,8 Gew.^eile Cadmiumbromidtetrahydrat (CdBr2. 4H2O) in 9,6 Vol.-Teilen Wasser wurde unter Rühren zu/einer Mischung aus^24 Vol.-Teilen^Oxazol, Wasser und Acetonitril mit einem Siedepunkt von 65~66°G. und einem Gehalt an oxazol von 9,5 io Gew./vol. zugegeben. Der weiße Niederschlag des Oxazol/ Oadmiumbromid-Komplexes wurde abfiltriert, mit wenig gesättigter, wässriger Cadmiumbromidlösung gewaschen und zu 100 ToI.-Teilen Wasser zugefügt. Die Mischung wurde unter einer wirksamen Frak^· ·■ tionierungskolonne zum Sieden erhitzt und das Destillat bis zu einer Köpftemperatur von 1000C. gesammelt. Die 5,16 Gew.-Teile des Destillates enthielten 1,89 Gew.-Teile Oxazol und nur Spuren Acetonitril.
Beispiel' 9
Beispiel 6 wurde wiederholt, wobei der ausgefallene Oxazol/ Cadmiümchlorid-Komplex anstelle mit Äthan-'i ,2-diol mit einer gesättigten Cadmiumchloridlösung gewaschen wurde.
Das gemäß Beispiel 6 aus dem Komplex gewonnene Oxazol wurde in Form einer wässrigen Lösung (5,72 Gew.-Teile) erhalten, die 70 io Gew./Gew. Oxazol und etwa 10 $> Gew.-/Gew. Acetonitril enthielt.
5,42 Gew.-Teile dieses Material wurden unter Rühren zu einer Lösung aus 26 Gew.-Teile Cädmiumehlorid (CdCl2.2,5 H2O) in 17' Gew.vTeilen Wasser zugegeben. Der ausgefallene Komplex wurde nach einigen Stunden gesammelt, mit einer wässrigen, 10-^igen Gew./GeW. Cadmiumchloridlösung gewaschen und zu 100 Gew.-Teilen
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- π . 1670284
Wasser zugefügt. Die Mischung wurde unter einer wirksamen· Fraktionier·!ngskolonne (vgl."Beispiel 1) zum Sieden erhitzt; es wurden die folgenden Fraktionen gesammelt: (1)3,08 Gew.. Teile mit einem Siedepunkt von 68,5-70,50G; (2) 1,63 Gew.-Teile mit einem Siedepunkt von ".70.,5-1"00°Ö.
Fraktion (1) "bestand aus etwa 95 $ Gew./öew. Oxazol, 1-2 $ Gew.-/Gew. Acetonitril und 3,6 io Gew./(jew. Wasser. Die Fraktion (2). enthielt 41 $ Gew./Gew. Oxazol, weniger als 0,5 Gew./Gew. Acetonitril, und der Rest war Wasser..
Bei s ρ i e 1 10
Der erste Teil des Versuches von Beispiel 6 wurde wiederholt, wobei jedoch der ausgefallene Oxazol/Cadmiumchlorid-Komplex anstelle der Äthan-1 ,2-diol-Wäsehe mit 10 io Gew./Gew. wässriger Oadmiumchloridlösung gewaschen wurde.
Der feste Komplex wurde zu 50 Gew.-Teilen Wasser zugefügt und die Mischung 3 Stunden unter Rückfluß zum Sieden erhitzt, ^gekühlt und filtriert. Der gewonnene Feststoff .wurde mit wenig 10 4 Gew./Gew. wässriger Oadmiumchloridlösung gewaschen und zu 100 Gew.-Teilen Wasser zugefügt. Aus dieser Mischung wurde Oxazol durch fraktionierte Destillation durch eine wirksame Kolonne gewonnen. Es'wurden die folgenden Fraktionen gesammelt:
(1) 3,30 Gew.-Teile mit einem Siedepunkt von 68,5-7O0G.;
(2) 1,46 Gew.-Teile mit einem Siedepunkt von 7Q-IOO0C.
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- - 12 -
Fraktion (1) enthielt 95 f<> Gew.-/Gew. Oxazol und 1 ,2 fo Acetonitril; Fraktion (2) enthielt 35 $Gew»/Gew. Gxazol, weniger als 0,5 $ Acetonitril, und der Eest war Wasser. B e is pi e 1 11
Beispiel 6 wurde wiederholt, wobei der ausgefallene Oxazol/ Cadmiumchlorid-Komplex anstelle mit Xthan-1,2-diol mit wenig 10io Gew./Gew. wässriger Cadmiumchloridlösung gewaschen wurde.
Gemäß Beispiel 6 wurde aus dem Komplex Oxazol gewonnen, wobei das Destillationin einer Fraktion bis zu einer Kopftemperatur von 10O0C. gesammelt wurde« Die im Destillationskolben verbleibende, Cadmiümchlorid enthaltende Flüssigkeit wurde abgekühlt, und das gesamte Destillat wurde ihr zugefügt* Der ausgefallene Oxazol/Cadmiumchlörid-Komplex wurde nach einigen Stunden gesammelt, mit wenig 10 $ Gew./Gew. wässriger öadmiumchloridlösung gewaschen und wi6 oben zur Gewinnung des Oxazols zersetzt. Es wurden zwei Fraktionen gesammelt^1) 2,84 Gew.-Teile mit einem Siedepunkt von 68,5-71°C; und (2) 2,26 Gew.-Teile mit einem Siedepunkt von 71-1000O.
Fraktion (1) enthielt 90 ^ Gew./Gew. Oxazol, 0,6 fo Gew./Gew. Acetonitril j der Rest war Wasser; Fraktion (2) enthielt 14 </o Gew./Gew. Oxazol, der Best war Wasser. Beispiel 12
10 000 Vol.-Teile des in Beispiel 6 verwendeten, rohen Aceonitril, Wasser-TÄzeotropB wurden bei Zimmertemperatur gerührt, v/obei langsam eine Lösung aus 200 Gew.-^eile Cadmiümchlorid (CdCl2. 2,5 H2O) in 125 Gew.-Teilen Wasser zugefügt wurde«, Die Mischung wurde über Nacht bei Zimmertemperatur gehalten»
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Dei· ausgefallene Oxazol/Cadmiumchlorid-Komplex wurde gesammelt und bei 700C. in 64Ο Vol.—Teilen 2H>Salzsäure gelöst. Die Mischung γ/urde abgekühlt und der abgeschiedene, feste Komplex gesammelt. Analysen einer-getrockneten Probe des Komplexes zeigten, daß er die emprische Formel C^iLJIC), CdC Ip hat.
Der-Komplex wurde zu 500 Gew.-Teilen Wasser zugefügt und die Mischung zur üblichen Gewinnung des Oxazöl durch eine wirksame Fraktionierungskolonne destilliert. Es wurden die folgenden ^ Fraktionen erhalterg(1) 11 ,0 Qew.-Teile mit einem Siedepunkt von 68-71°ö. und (2) 10,15 Gew.-Teile mit einem Siedepunkt von 71-10Q0C.
Fraktion (1) enthielt 97 Gew./ö-ew. Oxaz öl und etwa 0,02 <fo Acetonitril. Fraktion (2) enthielt etwa 30 % Gew»/Gew. Oxazol und weniger als 0,01 % Acetonitril.
2098 10/1744

Claims (5)

  1. Pat ent ana prüche
    1 .- Verfahren zur Abtrennung und Gewinnung von Oxazol aus wässrigen Lösungen, die es zusammen mit Acetonitril enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß man die Lösung mit einem oder mehreren geeigneten anorganischen Salzen zur Ausfällung eines Komplexes aus dem Oxazol und anorganischen Salz behandelt, den ausgefallenen Feststoff abtrennt, den abgetrennten Feststoff zur Zersetzung zwecks Bildung von Oxazol behandelt und das Oxazol gewinnt.
  2. 2.- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß. man als anorganisches Salz Mercurichlorid, Cadmiumchlorid, Cadmiumbromid, Cuprichlorid oder Guprithiocyanat verwendet·
  3. 3.- Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der abgetrennte Feststoff durch Erhitzen, vorzugsweise in einem inerten, flüssigen Medium, zersetzt wird.
  4. 4.- Verfahren nach Anspruch 4» dadurch gekennzeichnet, daß als inertes flüssiges Medium ein flüssiges Paraffin o'der Wasser verwendet wird.
  5. 5.- Verfahren nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Oxazol durch Destillation des flüssigen Mediums gewonnen wird.
    Der Patentanwalt:
    2 0 9 810/1744
DE19671670264 1966-09-15 1967-08-23 Verfahren zur Abtrennung und Gewinnung von Oxazol aus waessrigen Loesungen Pending DE1670264A1 (de)

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US4208329A (en) * 1978-07-31 1980-06-17 E. I. Du Pont De Nemours & Co. Oxazole removed from acrylonitrile as oxazole sulfate
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US7211674B2 (en) * 2003-01-07 2007-05-01 Ineos Usa Llc Process for the recovery of oxazole

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US3522268A (en) 1970-07-28

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