DE1669586C - Verfahren zur Vorbehandlung von mit Schlichten überzogenen Glasfasern für die Metallisierung - Google Patents
Verfahren zur Vorbehandlung von mit Schlichten überzogenen Glasfasern für die MetallisierungInfo
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Description
I 669 586
Mie einliegende Erfindung bezieht sich auf ein
Verfahren /in Vorbehandlung w>u mit Schlichten
überzogenen Glasfasern für die Metallisierung.
l'.s ist hcieils hekannt, vor iler Metallisierung vim
Glasfasern eine besondere Reinigung derselben vor-/unehmen.
Mit Schlichte ülier/iigeiie Cilasfasern
weisen näuilieh den Nachteil auf, daß in vielen
lullen aiii (iriiiul der /usummciiicizung uiul tier
Konsistenz der Schlichtesubstanzen eine Metallisierung
auf Sclmiciiukcitcn stüüt. Diese Schwierigkeiten
liegen darin begiiiudct, daü tue Schlichte im alluemeinen
die Haftfähigkeit eines metallischen (Iherzuges, /.. It. wenn dieser durch Zersetzung von Melallcarhonyl
aufgetragen wird, erheblich beeinträchtigt. Mau kam die auf der Glusfaser befindliche Schlichte
«lurch Anwendung entsprechend hoher Temperaturen verdampfen. Die Erhitzung eines Glasfaserstranges
• ist aber wegen der sc'ilechtcn Wärmeleitfähigkeit
: nicht einfach zu bewirken. Außerdem fordert die Abdampfung der Schlichte die Zuführung einer
relativ erheblichen Wärmeenergie, die nur in geringem l'mfange ausgenutzt wird.
Es ist bereits bekannt, Glasfasergewebe durch Anwendung von Strahlungsheizkörpern oder heiße Gasströme
so weit zu erhitzen, daß die flüchtigen Schlichtebestandteile entfernt werden. Fs ist weiterhin
bekannt, eine Strahlungsheizung und einen heißen Gasstrom bei der Erhitzt«.ig der Glasfasergewebe zu
kombinieren, um die Beschädigung d«"S Gewebes
duicli Verbrennen der flüchtigen Schlichtebestandleile
in der Nähe des Gewebes zu vorhin lern. Alle diese bekannten Verfahren haben den Nachteil, daß
nur ein geiinger Teil der erzeugten Wärme von der Glasfaser aufgenommen wird, weil einerseits die
Glasfaser nur eine geringe Strahlungsabsorption zeigt und andererseits die Verwendung von Heizgasen
auch bei mehrmaligem Vorbeiströmen des Glasfasergewebe mir zu einer relativ geringen Aufnahme von
Wanne liiliil. Infolge der geringen Wärmeleitfähigkeit
d-.-r I aser und der Schlichte müssen außerdem
die Gaie und auch die Strahlungsquelle)! bei relativ
hohen I empnatunMi arbeiten, um in einer mcßlmen
/eil eine gelingende Wärmemenge auf das Glasfasergewebe
aiil/uliringeii. Diese hohen Temperaturen
liihien ,ilier wiederum h.itilig zu einer Beschädigung
beslimmlei I eile, die am meisten der Wirkung der Strahlungsquelle oder der Heizgase ausgesetzt sind,
deren Kiiipeialur vielfach für die Glasfaser /u hoch
ist. Die lelaliv geringe Wärmeleitfähigkeit und geringe Stialiliingsiibsorplionsfiiliigkeit der Cilasfasern
führt iiul'u rd/ni da/u, daf>
die Heseitigung der Schlichte ι in fi'lativ lange dauernder Vorgang ist,
was L-iii'iseit·. das Ailu'itslempo begrenzt und andererseits
ι inr /η laiiüc Einwirkungsdauer hoher Teuipcratiuui
auf die Glasfaser zur Folge hat.
Is ist weitcihiti bekannt, Glasfasern dadurch zu
behandeln dall die Schlichte mit einer offenen Mallinie aiii (Ir Olicillüchc ties Gewebes abgebrannt
wild I.nie solide Behandlung ist in der Kegel für
die Eifeii,ι hallen dci (ilasfaseru unerwünscht, ganz
abgesehen davon, dull auch in diesem Fall die llcizenergie
mn unvollständig genutzt wird und eine relativ lange Πι h.iuilluugsdaiier erfordeilich ist, die zu
einer Ileeinträchiigung der Glasfascrcigcuschaflcn
führen kann.
Die vorliegende Erfindung hat .-.ich die Aufgabe
gestellt, die Beseitigung der Schlichte auf der Glasfaser
besonders schnell und wirksam durchzuführen. I-!ine weitere Aufgabe der Eiliiulung liegt darin, die
Vorbehandlung der Glasfaser so durchzuführen, dall die Ohcillächc der Glaslaser eine besonders gute
Haftung für die aufzutragende Metallschicht bietet.
ίο Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß
zunächst ein relativ dünner Mctu'lauflrag durch /ersetzen
von Melalicarhoml auf der Gherllächc der
GlasfasL.· aufgebracht wird und daß danach ein so starkes lluchfrcqucn/.fcld längs des Fadens erzeugt
wird, daß sieh längs des Fadens eine Gasentladung ausbildet.
Es hat sich gezeigt, daß durch ein genügend starkes Hochfrequenzfeld in jedem Falle eine Gasentladung
erreicht werden kann, die dazu führt, daß eine so schnelle Aufheizung des Schliclueüberzuges
stattfindet, daß dieser erweicht und anschließend explosionsartig abgeschleudert wird. Durch das
Hochfrequenzfeld ergibt sich eine Konzentrierung der Gasentladung auf drr Oberfläche des Fadens.
Nach dem Abspratzen von Teilen der Metallschicht verläuft die Gasentladung bevorzugt zwischen den
nebeneinanderliegenden metallischen Inseln, die dann gleichfalls im Zuge des Vorganges abgeschleudert werden.
Es hat sich gezeigt, daß sich durch das Abspratzen auf der Oberfläche der Glasfaser Unregelmäßigkeiten
ergeben, die eine besonders gute Haftung einer nachfolgend aufgetragenen Metallschicht bewirken.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich mit den handelsüblichen Hochfrequcnzp-ncratoren ausführen.
Die Erfindung ist an Hand der Figur beispielsweise veranschaulicht.
In der Figur ist der Glasfaserstrang mit 1 bezeichnet,
während die Metallschicht, die den (ilasfaden uniüibt und nicht zusammenhängend zu sein braucht,
im der Hezugs/ilfer 2 angedeutet ist. Die an sich
dünne Metallschicht ist lediglich aus Gründen der vereinfachten Darstellung relativ dick veranschaulicht.
Der Ilochfrequen/gcneiatiir ist über die beiden
rohrförmig, den Faden umgebenden Elektroden 3 und 4 angckoppe'l. durch die der Faden berührungslos
hindurchgefühlt werden ki'.nn. /wischen den Elektroden 3 und 4 entsteht ein durch den Faden
gebündeltes Hochfieqiicn/fcld. welches zu einer Gasentladung
führt, die zwischen den Elektroden längs
r» lies Fadens verläuft.
Claims (1)
- PatentanspruchVerfahren zur Vorbehandlung von mit Schlichten überzogenen Glasfasern für die Metallisierung, wobei die Schlichte vor dein Aufbringen des endgültigen metallischen Ober/iigi-s beseitigt wird, d a d ti r c h gc k c η η /e i c h η e l. daß zu· nächst ein relativ dünner Mclallaullrag durch /.ersetzen von Metallcarbonyl auf der Oberfläche der Glasfaser aufgebracht wird und daß danach ein so starkes Hochfrcqiicnzfcld längs des Fadens erzeugt wird, dall sich längs des Fadens eine Gasentladung ausbildet.
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