[go: up one dir, main page]

DE1667925A1 - Arzneimittel - Google Patents

Arzneimittel

Info

Publication number
DE1667925A1
DE1667925A1 DE19681667925 DE1667925A DE1667925A1 DE 1667925 A1 DE1667925 A1 DE 1667925A1 DE 19681667925 DE19681667925 DE 19681667925 DE 1667925 A DE1667925 A DE 1667925A DE 1667925 A1 DE1667925 A1 DE 1667925A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pyridyl
amines
beta
alkyl
cyclobutane
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19681667925
Other languages
English (en)
Inventor
Schayer Richard William
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Unimed Inc
Original Assignee
Unimed Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Unimed Inc filed Critical Unimed Inc
Publication of DE1667925A1 publication Critical patent/DE1667925A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description

PATENTANWALT 8500 NÜRNBERG,
DIPL.-ING. PR. BÜCHNER 12.1.1968
Betr.: Patentanmeldung in Deutschland Anm.: Messrs. TJnimed Inc., Morristown, New Jersey /USA
Arzneimittel
Gegenstand der Erfindung ist die Beseitigung von, bei normaler Verabreichung auftretenden Nebenwirkungen bei öorticosteroiden (z.B. Glykosteroiden), die sich bei verschiedenen Krankheiten als wertvolle Arzneimittel erwiesen haben. Die Beseitigung dieser, bei normaler Verabreichung üblichen Nebenwirkungen wird dadurch erreicht, daß man gleichzeitig mit dem Corticosteroid oder kurz vorher oder nachher, eine wirksame Menge von Beta-(2- oder 4-Pyridyl-alkyl)amin oder einer ähnlich wirkenden Substanz verabreicht. Es hat sich nämlich gezeigt, daß - aus Gründen die noch nicht völlig geklärt sind, aber für die eine gewisse theoretische Erklärung gefunden wurde - Verbindungen, wie z.B. Beta-(2- oder 4-pyridil-alkyl)amine bewirken, daß das Corticosteroid wie bei normaler Verabreichung und zur Erleichterung der Krankheit beiträgt, ohne daß dabei aber die bekannten Nebenwirkungen auftreten.
Die Anwendung von Corticosteroiden für viele Zwecke, wie z.B. akute Entzündungen und allergische Erkrankungen der Augen, der Haut, der Schleimhaut, rheumatische Arthritis, Bronchial-Agthma, ulcerativer Colitis und anderer Krankheiten, deren vollständige Aufzählung hier zu weit führen würde, hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Das häufige Auftreten
— 1 —
109830/1843
-2- I667925
unerwünschter Nebenwirkungen bei der Verabreichung von Corticosterioden, z.B. Hydrocortison, in Krankheitsfällen hat jedoch die Anwendung der Corticosteroide erheblich eingeschränkt. Es wurden auch schon Versuche unternommen, die bekannten unerwünschten Nebenwirkungen zu vermindern, indem man verschiedene neue Steroid-Derivate entwickelte. Da aber diese neuen Steroid-Derivate in manchen Fällen zu einer erhöhten Aktivität je Molekül führte, verlief die Wirksamkeit pro biologischer Einheit im Verhältnis zur biologischen Basis im wesentlichen parallel zu den Nebenwirkungen. Es war also bisher nicht möglich für die Beseitigung oder wenigstens Verminderung der unerwünschten Nebenwirkungen der Corticosteroide eine befriedigende lösung zu finden.
Zu den bekannten, bei der Anwendung von Corticosteroiden auftretenden, unerwünschten Nebenerscheinungen gehören: Iatrogene (oder durch den Arzt induzierte) Cushing'sche Krankheit, Natrium-Retention, Kaliumausscheidung verbunden mit Ödemen, Hyp er t envision, Hyperglkaemie, Glykosurie usw. In vielen Fällen sind die Nebenwirkungen so groß, daß die weitere Verabreichung von Corticosteroiden nicht mehr fortgesetzt werden kann, obwohl, die Notwendigkeit weiterer Verabreichung dringend erforderlich wäre. Man hat eich dann oft so beholfen, daß man geringere Mengen, als erforderlich waren, verabreichte oder daß man oft die Behandlung mit Corticosteroiden völlig abbrach, obwohl die Fortsetzung der Behandlung zweckmäßig gewesen wäre. Es ist nun gelungen ein Verfahren zu finden, durch welches die Nebenwirkungen der Corticosteroide ausgeschaltet werden, indem man gleichzeitig mit dem Corticosteroid,oder kurz vorher oder kurz nachher ein Mittel zusätzlich verabreicht. Dieses erfindungsgemäße Mittel beseitigt die bekannten Nebenwirkungen, ohne daß dabei die erwünschte Wirkung der Corticosteroide beseitigt
109830/1843
oder eingeschränkt wird.
Es ist demgemäß in erster Linie Aufgate der Erfindung, die Beseitigung der Nebenwirkungen bei der Verabreichung von Corticosteroiden zu erreichen, wobei die gewünschten wesentlichen Wirkungen der Corticosteroide gleichzeitig erhalten bleiben.
Eine weitere wesentliche Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein überlegeneres Arzneimittel zu schaffen, das
es ermöglicht, auch größere Mengen Corticosteroide und ä
über längere Zeiträume hinaus zu verabreichen, ohne daß die bekannten Nebenwirkungen auftreten.
Weitere Zwecke und Vorteile der Erfindung sind in der nachfolgenden Beschreibung und in den Ansprüchen dargestellt.
Das Wesen der Erfindung besteht also darin, daß man ein Verfahren fand, das das Verabreichen von Corticosteroiden ohne unerwünschte Nebenwirkungen ermöglicht, indem man entweder gleichzeitig mit dem Corticosteroid oder unmittelbar vor oder nach der Verabreichung des Corticosteroids wenigstens eine Verbindung der folgenden Gruppen ' verordnet:
Beta-(2-pyridyl-alkyl)-amine, Beta-(4 pyridyi-alkyl)amine, 1-(2'-pyridyl) 2,3-cis oder trans-Di-carbonsäure Cyclouutane, 1-(4-'-pyridyl)-2,3-cis oder trans-Di-caruonsäure Cyclobutane, Di-niederalkyl-amide der Alpha-picolinsäure, sowie deren nicht-toxischen sauren Anlagerungssalze.
109830/18 A 3
Das erfindungsgemäße Verfahren ist anwendbar für alle Corticosteroide und deren Derivate, welche zur Heilung von Entzündungen und ähnlichen Krankheitserscheinungen verwendet werden. Solche Steroide, welche hier nur beispielsweise aufgeführt werden, können sein: Cortison, einschließlich seiner Derivate, wie beispielsweise Cortison-Phosphate usw., Hydrocortison und seine Derivate, wie beispielsweise 21-Natrium-Succinat usw., Prednison, Dexamethason, ACTH, Corticosteron, 11-Dehydrocorticosteron, 11-Desoxycorticosteron, Aldosteron usw. Diese Corticosteroide werden zur Behandlung der Addison1 sehen Krankheit, von Hypopituitarismus, Adrenal-Hyperphasie, wie rheumatische Arthritis, rheumatisches Meber und rheumatische Herzbeschwerden, Allergien, wie Bronchialasthma, allergischer vasomotorischer Schnupfen, Entzündungen der Augen, lungenfibrosis, sarcoider Tumor, Hautkrankheiten und akute arthritische Gicht usw. verwendet.
Die genaue Dosis des zu verabreichenden Corticosteroids ist abhängig von der Art des eingesetzten Corticosteroids und der Krankheit die es zu heilen gilt. Die Erfindung is.t anwendbar bei allen wirksamen Mengen. Beispielsweise kann die Dosis bei Cortison und oralerVerabreichung 2,5 bis 100 mg, bei intramuskulärer Verabreichung 5 - 300 mg, bei intravenöser Verabreichung bis zu 100 mg betragen, und bei Salben für örtliche Behandlung und bei Susbensionen 0,5 - 2,5 96. Bei der Behandlung von Rindern gegen Azetonämie kann die Dosis zwischen 1,0 und 1,5 g i. m. betragen. Bei der Behandlung von Hunden gegen Arthritis kann sie zwischen 25 und 75 mg liegen, bei oraler Einnahme. Bei der Verwendung von Hydrocortison liegt die Dosis im allgemeinen bei 2/3 der Dosis von Cortison. Für Predison liegt für die Erzielung der eindämmenden Wirkung die orale Dosis bei 20 bis 60 mg pro Tag, die dann stufenweise erhöht werden kann, bis die optimale
109830/1843
Erhaltungsdosis erreicht ist. Bei der Verwendung von Dexamethason, welches annähernd 7 mal so stark ist, als Prednisolon und 20 bis 35 mal so stark wie Hydrocartison liegt die Dosis bei 0,5 bis 1,5 mg oral, während bei örtlicher Anwendung eine Lösung von 0,1 $ zweckmäßig ist. Wie bereits oben angedeutet wurde ist die vorliegende Erfindung anwendbar für alle wirksamen Dosen und für alle Corticosteroide.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Mittel der obengenannten Art (genaue Beispiele werden weiter unten gegeben) f verabreicht, entweder gleichzeitig mit dem Corticosteroid oder kurz vor oder nach Verabreichung des Corticosteroids. Das Mittel hat, aus bisher noch nicht geklärten Gründen, die Fähigkeit das Entstehen von unerwünschten Nebenerscheinungen des Corticosteroids zu verhindern ohne daß dabei die hauptsächliche Wirkung des Corticosteroids beeinträchtigt wird. Die Anwendung des die Nebenwirkungen verhindernden Mittels erfolgt vorzugsweise oral. Die Dosis ist abhängig vom eingesetzten Mittel und ist verschieden.
Vorzugsweise werden für die Zwecke der Erfindung folgende ( Mittel verwendet: Beta-Pyrldyl-Alkyl-Amin, Beta4-Pyridyl-Alkyl-Amin und deren nicht toxischen sauren Anlagerungssalze.
Am zweckmäßigsten sind diejenigen Verbindungen, welche ein niederes Alkyl aufweisen, wie beispielsweise Methyl und/oder Äthyl, z.B. Beta-2-Pyridyl-Äthyl-methyl-Amin, Beta-4-Pyridyl-Athylmethyl-Amin, 1-2 Pyridyl-2 Methylamin-Propan und deren nicht toxischen sauren Anlagerungssalze
100830/ 1 8A 3
wie Hydrochlorid, Tartrat, Fumarat, Glukonat usw.
Die Beta-2- oder 4-Pyridyl-Amine werden vorzugsweise in Dosen von etwa 4 - 45 mg pro Tag gegeben, am besten jedoch in einer Menge von 12 mg - 45 mg pro Tag. Vorteilhaft wird eine einheitliche Dosis von etwa 2 - 15 mg drei bis viermal pro Tag gegeben. Diese Verbindungen können entweder oral oder durch Injektion gegeben werden.
Andere Pyridylalkyl-Amine und Pyridylalkyl-Amine saure Additionssalze sind: 2-(2'-(N,N-diäthylamin)-Äthyl) pyridinmonofumarat; 2-(2'-N,-äthylamin)-äthyl) pyridinmonofumarate; 2-(2'-(amin) äthyl) pyridinmonofumarat; 4-(2'-(amin) äthyl) pyridinmonofurmarat; 4-(2'-(methylamin)-äthyl) pyridinmonofumarat; Beta-(2-pyridyl)-äthyl-diäthyl-amin hydrochlorid; 1-(1-pyridyl)-2-methylaminpropan hydrochlorid; und Beta-(2-pyridyl)-äthylamin hydrochlorid.
Von· den Pyridyl-dicarbonsäure-cyklobutanen werden erwähnt: 1-(2'-pyridyl)-2,3-trans dicarbonsäure-cyklobutan; 1-(4'-pyridyl)-2,3-trans dicarbonsäure-cyclobutan; 1-(2'-pyridyl) -2,3-cis dicarbonsäure-cyclobutan; und 1-(4'-pyridyl)-2,3-cis dicarbonsäure-cyclobutan;
Von den Di-niedr. alkyl-amiden der Alpha-picolinsäure seien erwähnt: Diäthylamid der Alpha-picolinsäure, Dimethylamid der Alpha-picolinsäure, und natürlich deren sauren AnlagerungssiLzen wie Hydrochlorid, Sulfat usw.. Die allgemein verwendete Dosis liegt bei ungefähr 0,1 1 mg dreimal tägliche
Die Erfindung soll zwar nicht auf irgend eine spezifische Theorie bezüglich der Fragen beschränkt sein, wie oder
ORIGINAL
109830/1843
warum die unerwünschten Nebenwirkungen des Corticosteroids durch die erfindungsgemäßen Vorschläge verhindert werden, trotzdem aber soll nachfolgend eine Theorie aufgestellt werden in der Hoffnung, daß die Darstellung dazu beiträgt, weitere Forschungen auf diesem Gebiet anzuregen.
Es wird angenommen, daß die Wirkung der Corticosteroide durch passive Bindung an microvasculare glatte Muskelzellen und durch Interferenz mit der krampflösenden Wirkung von Histamin zustande kommt. Histamin ist normalerweise in kleinen Mengen in den glatten Muskelzellen enthalten. ä Die Erzeugung von Histamin wird jedoch durch starke Reize entweder örtlicher oder systemischer .Natur erzielt (local or systemic nature)· Die lokale Aktivierung des Histaminaufbaues, welche durch eine örtliche Gewebereizung zustande kommt, verursacht die Anfangsphasen der Entzündung. Ganz allgemein erfolgt eine Erhöhung der Histaminproduktion, wenn eine erhebliche Reizung (stress), wie z; B.größere Verletzung, vorliegt, und bewirkt dann, daß zusammenziehende Substanzen wie Adrenali/n und Noradrenalin frei werden.
Es könnte also sein, daß die durch das Corticosteroid beabsichtigte Gegenwirkung gegen die erhöhte Histamin- * produktion die Hauptfunktion (essential stress function) dieser Hormone, die Anfälligkeit gegen Verletzungen bei Tieren, welche unter Adrenalinmangel leiden und die grosse Streuung, hinsichtlich der Anforderung an das Corticosteroid bewirkt (underly).
Es scheint daher so zu seiin, daß die bedenklichen Nebenwirkungen der Cortxcosteroidtherapme durch die Tendenz dieser üormone, die mikrovascularen Muskeln infolge der Gegenwirkung der normalen Entspannungswirkung des Histamine verursacht sind. Daraus ergibt sich, daß die Corticosteroid-
109830/1843
gäbe den cappilaren Blutstrom vermindern, daß das Gewebe unterernährt wird und infolgedessen vielfältige (widespread) abnorme Reaktionen hinsichtlich der chemischen Vorgänge in den Zellen und anderer Funktionen entstehen, welche die Nebenwirkungen der Corticosteroidtnerap^ie verursachen.
Die Mittel gemäß Erfindung wirken anscheinend der Tendenz der Hormone entgegen, die darin besteht, die capillare Durchblutung zu vermindern, während andererseits die Vermehrung der Durchblutung Nebenwirkungen der Corticosteroidbehandlung verhindert, wobei aber gleichzeitig eine Wechselwirkung mit der entzündungs-hemmenden Wirkung des Corticosteroids nicht auftritt. Vorteilhaft ist außerdem dabei, daß die erfindungsgemäßen Mittel nur eine geringe Toxizität aufweisen und, was außerdem besonders wichtig ist, daß sie oral verabreicht werden können.
Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung der Erfindung. Der Schutzumfang der Erfindung soll jedoch durch die angeführten Ausführungsbeispiele nicht beschränkt werden.
Beispiel 1
Einer verletzten, zum Zweck des Versuches dienenden Ratte ( a stressed adrenalectomized rat), der man Teile der Nebenniere entfernt hat, werden 5 mg Hydrocortison injiziert. Die vergrößerte Schließzeit der mikrovaskularen Muskeln der Leber bewirkt ein abnormal schnelles Überfliessen der offen gebliebenen Kapillaren. Der Vorgang bewirkt die Aktivierung des Stoffwechsels der überernährten Leberzellen, wobei die allgemeine nicht spezifische Leberanabolismus-Charakteristik des mit dem Corticosteroid behandelten Tieres ansteigt.
109830/1843
Einer anderen in dieser Weise präparierten Ratte wurde die gleiche Dosis von Hydrocortison, sowie 1 mg Beta-2-Pyridyl-Methyläthylen-Hydrochlorid, Beta-Histin-Hydrochlorid in physiologischer Salzlösung injiziert. Dabei hat sich gezeigt, daß trotz der Wiederherstellung der Punktion (Restoration) der offenen und geschlossenen Schließmuskeln das Ausmaß der Nebenwirkungen erheblich herabgesetzt ist.
Beispiel 2
Von dem Arzneimittel nach der Erfindung können auch in f
üblicher Weise Tabletten hergestellt werden. Jede Tablette enthält zweckmässig:
Cortison 10 mg Beta-2-Pyridyläthylmethyl-
Amin-Hydrochlorid 5 g
Calcium Carbonat (q.s.) 200 mg
Diese Tabletten können für alle Zwecke verwendet werden, für welche auch Cortison bei oraler Anwendung verwendet wird. Dabei wird die volle Cortison-Wirkung bei verminderter
Gefahr des Auftretene von Nebenwirkungen erzeugt· (
Beispiel 3;
Auch Ampullen mit 10 cbcm Inhalt können hergestellt werden, wobei jeder cbcm 50 mg Hydrocortison und 10 mg 1-2-Pyridyl-2-Ä'thylmethylamin-Hydrochlorid gelöst in einer 0,9#igen Natriumchloridlösung enthält. Die lösung kann in allen Fällen angewendet werden, in denen Hydrocortison verwendet wird, und zwar über längere Zeiträume, ohne daß Nebenwirkungen auftreten,
109830/1843
die normalerweise mit der Verwendung von Hydrocortison allein entstehen.
Beispiel 4:
Andere Tabletten können wie folgt zusammen gesetzt sein:
Prednison 5 mg Beta-2-Pyrydil-Äthylamin-
Hydrochlorid 2 mg
lactose (q> s.) 250 mg.
Die genannten Tabletten können in allen Fällen unbedenklich, (freely) verwendet werden, bei denen die Verabfolgung von Prednison abgezeigt erscheint, wobei aber das Auftrjeten von unerwünschten Nebenwirkungen des Prednisons beträchtlich vermindert ist.
Beispiel 5:
Einen Patienten mit einer akuten Entzündung der Schleimhaut wurden täglich Injektionen von 1 - 100 mg Cortison Acetat intermuskulär gegeben. Viermal täglich bekam der Patient zwölf mg Beta-2-Pyridyl-Äthyldiäthylamin-Hydrochlorid oral in Tablettenform. Es haben sich auch nach mehreren Wochen nach der Behandlung keinerlei unerwünschten Nebenwirkungen des Cortisons gezeigt.
Beispiel 6;
Augentropfen können beispieleweise folgende Zusammensetzung pro Kubikzentimeter aufweisen:
Dexamethason-NatriumPhosphat 1mg
Beta-2-Pyridyl-Methyläthylamin 2 mg
Hydrochlorid
Natrium-Bisulfat (Konservierungsmittel) 0,32 #
Wasser zur Injektion (q.s.) 1 cc
109830/1843
- 1 1 - IbB/925
Beispiel 7
Eine Salbe kann wie folgt zusammengesetzt sein:
Hydrocortieon-Acetat 25 mg
üeta-2-Pyridyl Methyläthylamin
Hydrochlorid ' 5 mg
milde, nicht reizende Salbe,
z.B. anhydrisches lanolin, weisses Petrolat und Mineralöl (q.s«) 1g
Diese Salbe kann örtlich auf der Haut angewendet werden, ä für Beseitigung von örtlichen Entzündungen.
Natürlich ist es auch möglich, noch andere Anwendungsmöglichkeiten und Variationen des Arzneimittels nach der Erfindung zu finden, ohne dabei von deren wesentlichen Eigenschaften abzuweichen, sodaß diese ebenfalls im Schutzumfang der nachiolgenden Ansprüche liegen.
10-98-30/1843 OR»»·*.

Claims (1)

  1. .Betr.:
    Patentanmeldung in Deutschland
    "Arzneimittel"
    Anm.: Messrs. unimed Inc. Morristown, JMew «Jersey / USA
    Patentansprüche
    1. Arzneimittel zur Herabsetzung der bei der Verabreichung von Oorticosteroiden entstehenden Nebenwirkungen, dadurch gekennzeichnet, daß dieses wenigstens eine Verbindung der nachfolgenden Gruppen, nämlich .tfeta-(2-pyridyl-alkyl)-amine, Beta-(4-pyridyl-alkyl>- amine, 1-(2·-pyridyl)-2,3-eis-dicarbonsäurecyclobutan, 1-{2·-pyridyl)-2,3-trans-diearbonsäurecyclobutan, 1-(4'-pyridyl-2,3-ci3-dicarbonsäurecyclobutan, 1-(4'-pyridyl) -2,3-trans-dicarbonsäurecyclobutan, Diniederalkylamide der Alpha-±"icolinsäure, sowie deren sauren nicht-toxischen Additionssalzen und einer pharmazeutisch verträglichen Grundlage besteht.
    2. Arzneimittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung aus der Gruppe der Beta-(2-pyridylniederalkyl)aminen, der £eta-(4-pyridyl-niederalkyl) aminen ausgewählt ist und deren saure nicht-toxische Additionssalze enthält.
    3. Arzneimittel gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die pharmazeutische Grundlage sich für orale Verabreichung eignet.
    4) Arzneimittel nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung m einer Einheitsdosis von ungefähr 2,50 mg vorliegt.
    109830/18A3
    - 01 -
    5β Corticosteroid-Zusammensetzung mit verminderten Corticosteroids ebenwirkungen, dadur nzeichnet, daß diese Zusammensetzung besteht .^xdestens einem Glied der nachfolgenden Gruppen, nämlich .beta-(2-pyridyl-alkyl)amine, Beta-(4-pyridyl-alkyl-amine, 1 —(2 *-pyridyl)-2,3-cis-diearbonsäure-cyclobutan, 1_(2'-pyridyl)-2,3-trans-diearbonsäure-cyclo butanen, 1-(4·-pyridyl)-2,3-cis-dicarbonsäure-cyclobutan, 1-(4'-pyridyl-2,3-trans-dicarDonsäure-cyclobutan, Diniederalkylamiden der Alpha-Picolinsäure und deren saure nicht-toxischen Additionssalzen besteht.
    6. Zusammensetzung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung ein Glied aus der Gruppe der Beta-(2-pyridyl-niederalkyl)-aminen, Beta-(4~pyridyl-niederalkyl ) -aminen und sauren nicht-toxischen Additionssalzen ist.
    7. zusammensetzung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die wirksame VerDindung,gemäß Erfindung, in einer Menge von ungefähr 2 - 15 mg vorliegt.
    8. zusammensetzung gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
    daß diese eine für orale Verabreichung geeignete Form hat. j
    9· Zusammensetzung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß diese eine für orale Verabreicnung geeignete Form hat.
    10. zusammensetzung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß diese injizieroar ist, wobei das Corticosteroid und die zusätzliche Verbindung in einer injizierbaren Flüssigkeit verteilt ist.
    -02-
    109830/1843
DE19681667925 1967-03-09 1968-01-15 Arzneimittel Pending DE1667925A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US62179167A 1967-03-09 1967-03-09

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1667925A1 true DE1667925A1 (de) 1971-07-22

Family

ID=24491653

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19681667925 Pending DE1667925A1 (de) 1967-03-09 1968-01-15 Arzneimittel

Country Status (9)

Country Link
US (1) US3474168A (de)
BE (1) BE710504A (de)
DE (1) DE1667925A1 (de)
FR (1) FR7356M (de)
GB (1) GB1175482A (de)
IE (1) IE31885B1 (de)
IL (1) IL29319A (de)
NL (1) NL6801136A (de)
SE (1) SE347874B (de)

Families Citing this family (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4353896A (en) * 1981-06-08 1982-10-12 Levy Michael A Penetrating topical medicament
US5358943A (en) * 1987-12-29 1994-10-25 Clark Abbot F Use of tetrahydrocortisol to prevent elevations in intraocular pressure caused by corticosteroids
US4945089A (en) * 1987-12-29 1990-07-31 Alcon Laboratories, Inc. Use of tetrahydrocortexolone to prevent elevations in intraocular pressure caused by corticosteroids
US20060074063A1 (en) * 1995-12-29 2006-04-06 Fernandez-Pol Jose A Pharmacological agent and method of treatment

Family Cites Families (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2794763A (en) * 1955-01-27 1957-06-04 Pfizer & Co C Pressor amines
US3105010A (en) * 1959-06-19 1963-09-24 Schering Corp Steroid-amino acid compositions for preventing negative nitrogen balance
US3415833A (en) * 1964-04-16 1968-12-10 Unimed Inc Pyridyl-dicarboxylic acid cyclobutane derivatives
US3984304A (en) * 1974-11-11 1976-10-05 Ppg Industries, Inc. Electrode unit

Also Published As

Publication number Publication date
FR7356M (de) 1969-10-20
IE31885L (en) 1968-09-09
GB1175482A (en) 1969-12-23
US3474168A (en) 1969-10-21
SE347874B (de) 1972-08-21
IE31885B1 (en) 1973-02-07
NL6801136A (de) 1968-09-10
IL29319A (en) 1971-11-29
BE710504A (de) 1968-06-17

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69805202T2 (de) Verwendung von benzhydrylsulfinylderivaten zur behandlung der schläfigkeit medikamentösen ursprungs
DE69806246T2 (de) Zusammensetzung enthaltend capsaicin oder seine analogen und lokalanästhetika
DE69836352T2 (de) Transdermales therapeutisches Pflaster mit Capsaicin und seinen Analogen
DE69027220T2 (de) Zusammensetzung und verfahren zur behandlung von schmerzvollen entzündlichen oder allergischen erkrankungen
EP0754453B1 (de) Lokalanästhetika zur topischen Therapie von Kopfschmerzen
DE4037708A1 (de) Appetitzuegler und verfahren zu seiner anwendung
DE10197266T5 (de) Verfahren zur örtlichen Betäubung und Schmerzstillung
DE1902227A1 (de) Arzneimittel zur psychotherapeutischen Anwendung und Verfahren zu seiner Herstellung
EP2323645A1 (de) Verwendung niedrig-dosierter lokalanästhetika oder derivate davon zur therapie chronischer schmerzen, insbesondere migräne
DE69300608T2 (de) Verwendung von L-Deprenyl zur Herstellung eines Arzneimittels zur Behandlung der Cushing's-Krankheit.
DE69232516T2 (de) Behandlung von neurologischen Zuständen durch eine Interleukin-i-inhibierende Verbindung
DE69328792T2 (de) Behandlung von migräne
DE10039449A1 (de) Verwendung einer lokalanästhetikumhaltigen Zusammensetzung zur Behandlung von Hyperalgesien
DE1667925A1 (de) Arzneimittel
DE2758549A1 (de) Pharmazeutische zubereitung
EP2367546B1 (de) Kombination aus lokalanästhetikum und analgetikum zur linderung von brustschmerz
EP1605976B1 (de) Kombination von phenylcarbonsäureamiden mit blockern des ikr-kanals und deren verwendung zur behandlung von vorhofarrhythmien
DE69123580T2 (de) Verwendung von antagonisten des plättchen-aktivierenden faktors bei pruritus
DE60006284T2 (de) Arzneimittel zur behandlung konvulsivischer zustände
DE69304266T2 (de) Zusammensetzung enthaltend Dibucaine-Hydrochlorid, ein Salicylat, Calciumbromid und ein antiphlogistisches steroid zur Schmerzbekämpfung
DE2444652A1 (de) Mittel zur bekaempfung lokaler schmerzen
DE2117762A1 (de) Behandlung von Alopecia und pharmazeutische Präparation für die Durchführung der Behandlung
DE102004059613A1 (de) Zusammensetzung und Methode einer topischen Therapie von Neurodermitis
DE2803592A1 (de) Therapeutisches mittel
DE69214647T2 (de) Verwendung von atipamezol zur behandlung der männlichen sexuellen impotenz