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DE1667642A1 - Kontaktverfahren zur Herstellung von Schwefelsaeure - Google Patents

Kontaktverfahren zur Herstellung von Schwefelsaeure

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Publication number
DE1667642A1
DE1667642A1 DE1967N0029967 DEN0029967A DE1667642A1 DE 1667642 A1 DE1667642 A1 DE 1667642A1 DE 1967N0029967 DE1967N0029967 DE 1967N0029967 DE N0029967 A DEN0029967 A DE N0029967A DE 1667642 A1 DE1667642 A1 DE 1667642A1
Authority
DE
Germany
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sulfuric acid
roasting
production
sulfur
fluorine
Prior art date
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Application number
DE1967N0029967
Other languages
English (en)
Other versions
DE1667642C3 (de
DE1667642B2 (de
Inventor
Borodastowa Sinaida B
Amelin Anatoly G
Genrich M Schteingart
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
NII UDOBRENIJAM I INSEKTOFUNGI
Original Assignee
NII UDOBRENIJAM I INSEKTOFUNGI
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from SU1052189A external-priority patent/SU194778A1/ru
Application filed by NII UDOBRENIJAM I INSEKTOFUNGI filed Critical NII UDOBRENIJAM I INSEKTOFUNGI
Publication of DE1667642A1 publication Critical patent/DE1667642A1/de
Publication of DE1667642B2 publication Critical patent/DE1667642B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1667642C3 publication Critical patent/DE1667642C3/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/69Sulfur trioxide; Sulfuric acid
    • C01B17/74Preparation
    • C01B17/76Preparation by contact processes
    • C01B17/765Multi-stage SO3-conversion
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/69Sulfur trioxide; Sulfuric acid
    • C01B17/74Preparation
    • C01B17/76Preparation by contact processes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Preventing Corrosion Or Incrustation Of Metals (AREA)

Description

Kontaktverfahren zur Herstellung von Schwefelsäure
Die Erfindung betrifft ein Kontaktverfahren zur Herstellung von Schwefelsäure aus schwefelhaltigen Rohstoffen$ die über 0,001 Gewo% fluor enthaltene
Uach einem "bekannten Eontaktverfahren zur Herstellung von Schwefelsäure wird ein schwefelhaltiger Rohstofft der eine lluorbeimengung von über 0s001 Gew.% enthält, geröstet und das erhaltene Röstgas entstaubt, worauf ein Waschen des Gases mit Schwefelsäure einer Konzentration von höchstens 60$ und anschließend mit Schwefelsäure einer Konzentration von 25 bis 35% erfolgte Beim Waschen des Röstgases mit Schwefelsäure findet eine Abscheidung der fluorhaltigen Verbindungen, die beim Rösten gebildet waren, statt, wodurch eine Vergiftung
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des Katalysators während der Oxydation von Schwefeldioxid zu Schwefeltrioxid verhindert wirdo Das anschließend in Naßelektrofiltern gereinigte, getrocknete und auf eine Temperatur von 420 "bis 4500O erhitzte Röstgas wird einer Oxydation des enthaltenen Schwefeldioxids zu Schwefeltrioxid unterworfen und das letztere auf Schwefelsäure verarbeitet (vgl. A.G. Amelin "Herstellung von Schwefelsäure", (russ.) Verlag "Ghimija", Moskau-Leningrad 1964).
Nachteilig ist einerseits die Mehrstufigkeit des Vorgangs der Ausscheidung der fluorhaltigen Verbindungen aus dem Röstgas, andererseits die Abkühlung des Röstgases auf eine Temperatur von 40 bis 500G beim Waschen mit Schwefelsäure, wodurch das gewaschene Röstgas vor der Oxydation erneut auf die erforderliche Temperatur von 420 bis 4500O erhitzt werden muß.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht in der Be~ seitigung der genannten Nachteile durch Entwicklung eines derartigen Kontaktverfahrens zur Herstellung von Schwefelsäure aus fluorhaltigen Schwefelrohstoffen, bei welchem eine Bildung fluorhaltiger Verbindungen, die üblicherweise eine Vergiftung des Kontaktkatalysators verursachen, verhindert und damit der mehrstufige Prozeß zur Abscheidung fluorhaltiger Verbindungen und zusätzlichen Erhitzung des Röstgases ausgeschaltet wird, wodurch die gesamte Herstellung von Schwefelsäure wesentlich vereinfacht wird.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das entstaubte heiße Röstgas mit einem geringen Gehalt an Wasserdampf, der zur nachträglichen Gewinnung von Schwefelsäure nicht ausreicht, jedoch mindestens 1 Vol.% beträgt - ohne Zwischenschaltung einer zur Fluorentfernung dienenden Waschstufe - unmittelbar der Oxydation zugeleitet wird«.
Der Wasserdampfgehalt der Röstgase wird durch Benutzung von ™ faueiitem schwefelhaltigem Rohstoff und/oder feuchter Luft für den Röstvorgang erzielt. Der Gehalt an Wasserdampf richtet sich lediglich nach der Konzentration des auf Schwefeltrioxid zu oxydierenden Schwefeldioxidgases; er soll jedoch mindestens 1 Vol.%, bei einem ITuorgehalt der Schwefelrohstoffe bis 0,04% mehr als 2 Vol.% betragen.
Es ist zwar bekannt, übliche schwefeldioxidhaltige, d.h. fluorfreie Röstgase in Gegenwart so großer Mengen Wasserdampf ^ daß sie zur Bildung von Schwefelsäure ausreichen, der Oxydation mittels platinfreier Kontaktmassen zuzuführen.
Dieses Verfahren ändert jedoch grundlegend den üblichen Prozeß zur Gewinnung von Kontaktschwefelsäure und ist daher in den vorhandenen Anlagen nicht durchführbar; zudem dient er nicht zur Verarbeitung fluorhaltiger Rohstoffe.
Das Verfahren wird nachstehend anhand einer Zeichnung, in der schematisch das gesamte Kontaktverfahren sair Herstellung von
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Schwefelsäure dargestellt ist, näher erläutert.
Das aus einem schwefelhaltigen Rohstoff mit einem Fluorgehalt von über 0,001 Gew.% erhaltene heiße Röstgas wird in den Trockenelektrofiltern 1 entstaubt und hierauf mit einem Gehalt an Wasserdämpfen von mindestens 1 Vol.% und einem Staubgehalt bis zu 50 mg/nm* unmittelbar dem Kontaktapparat 2 zwecks Oxydation des Schwefeldioxids zu Schwefeltrioxid zugeführt, wobei auch ein zweistufiges Kontaktverfahren benutzt werden kann. Die Verarbeitung der SO^-haltigen Kontaktgase zu Schwefelsäure erfolgt in üblicher Weise, z.B. in einem Turm mit Füllung, die mit konzentrierter Schwefelsäure berieselt wird. Die Verarbeitung von Schwefeltrioxid zu Schwefelsäure kann auch in einem !Durm mit gelochten Böden, in welchem das Wasser bzw. die verdünnte Schwefelsäure sowohl von oben als auch auf die Teller der Böden zuläuft, erfolgen.
Das aus dem Absorber 3 austretende Gas wird zur Reinigung von entstandenen Nebeln und Spritzern von Schwefelsäure in das Filter 4 geleitet, wonach es durch den Ventilator 5 in die Atmosphäre geleitet wird. Die im Absorber 3 in einer Konzentration von 92,5 bis 95% erhaltene Schwefelsäure wird über den Sammelbehälter 6 mittels der Tauchpumpe 7 zum Lagertank geführt.
Das neue Verfahren kann auch bei Anwendung von fluorhaltigen Röstgasen, die einen zusätzlichen Selengehalt aufweisen,
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benutzt werden; es wurde nämlich, gefunden« daß das Selendioxid im Eontaktapparat von der Kontaktmasse nicht absorbiert wird, vielmehr im dampfförmigen Zustand den Apparat durchstreicht und danach mit konz. Schwefelsäure aus dem SOv-haltigen Gas ausgewaschen werden kann«,
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Claims (2)

29. Oktober 1969 SJ/Su P 16 67 642.9-41 P 13 862 Patentansprüche
1. Kontaktverfahren zur Herstellung von Schwefelsäure durch Rösten eines schwefelhaltigen Rohstoffes, der einen lluorgehalt von über 0,001 Gew.% enthält, Oxydieren des im Röstgas enthaltenen Schwefeldioxid zu Schwefeltrioxid und Verarbeiten des letzteren zu Schwefelsäure, dadurch gekennzeichnet , daß das entstaubte heiße Röstgas mit einem geringen Gehalt an Wasserdampf, der zur nachträglichen Gewinnung von Schwefelsäure nicht ausreicht, jedoch mindestens 1 Vol.% beträgt, unmittelbar der Oxydation zugeleitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1f dadurch gekennzeichnet, daß das entstaubte Röstgas einen Staubgehalt bis zu 50 mg/nnr aufweist.
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DE1967N0029967 1966-02-09 1967-02-07 Kontaktverfahren zur Herstellung von Schwefelsäure Expired DE1667642C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
SU1052189A SU194778A1 (ru) 1966-02-09 Способ получения серной кислоты

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1667642A1 true DE1667642A1 (de) 1972-01-05
DE1667642B2 DE1667642B2 (de) 1979-05-23
DE1667642C3 DE1667642C3 (de) 1980-01-17

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DE1967N0029967 Expired DE1667642C3 (de) 1966-02-09 1967-02-07 Kontaktverfahren zur Herstellung von Schwefelsäure
DE19671667643 Pending DE1667643B2 (de) 1966-02-09 1967-02-08 Kontaktverfahren zur Herstellung von Schwefelsaure aus selenhaltigem Rohstoff

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DE19671667643 Pending DE1667643B2 (de) 1966-02-09 1967-02-08 Kontaktverfahren zur Herstellung von Schwefelsaure aus selenhaltigem Rohstoff

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BE693786A (de) 1967-07-17
FR1583608A (de) 1969-11-21
DE1667643B2 (de) 1971-01-07
GB1139285A (en) 1969-01-08
GB1128435A (en) 1968-09-25
JPS4932704B1 (de) 1974-09-02
DE1667643A1 (de) 1970-01-02
DE1667642C3 (de) 1980-01-17
DE1667642B2 (de) 1979-05-23

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