DE1665915A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von konzentrischen Aussenleitern elektrischer Kabel - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von konzentrischen Aussenleitern elektrischer KabelInfo
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Description
S.A. DES CABLEEIES ET IBEgIIEHIES DE COSSOMAY,
Gossonay-Gare (Schweiz)
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von konzentrischen Aussenleitern elektrischer Kabel
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines aus gewellten Einzeldrähten
bestehenden, ein Aderbündel oder eine Ader, konzentrisch umhüllenden Leiters, wobei die grössten Amplituden der Wellen
des Einzeldrahtes kleiner als die Krümmungsradien dea Kabelquerschnittes sind.
Bekanntlich wird oftmals der zum Schutz des Kabels dienende metallische Mantel als Leiter für die Energieübertragung
benützt oder ein sonst gewöhnlich im Kabelinnern gelegener leiter wird als konzentrischer Aussenleiter ausgebildet,
beides um das Kabel zu verbilligen. Diese aussenliegenden
Leiter haben aber den !fachten, dass sie entzweigeschnitten
werden müssen, wenn Absweigmngen sr. imi iimeallegenden
leitern gemacht werden sollen, es sei dem*, der aussenliegende leiter sei besonders konstruiert oder bestehe aus einem leidt
und in besonderer Weise aufschlitzbareia Material, was aber
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gerade beim bevorzugten Kupfer nicht zutrifft. Deshalb hat man seit langem u.a. vorgeschlagen, Aussenleiter aus gewellten
Drähten herzustellen, um diese an den Abzweigstellen der Kabel strecken und damit die Innenleiter zugänglich machen zu können.
Die Herstellung solcher Aussenleiter aus gewellten Drähten erheischt aber besondere Verfahren und Vorrichtungen, die bisher
entweder unzulänglich oder verwickelt oder zu wenig leistungsfähig oder nur für eine bestimmte Kabelart anwendbar sind.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, ein Verfahren und
eine Vorrichtung zur besonders einfachen, zuverlässigen und bei allen heute üblichen Kabelarten und üblichen Leiterquerschnitten
anwendbaren Herstellung von beliebig langen Aussenleitern aus gewellten Drähten zu schaffen, die nebeneinander
in Richtung der Kabelachse auf dem Aderbündel in einer oder mehreren Lagen aufgebracht sind und unter einem üblichen Kabelmantel
liegen, wobei Drahtzahl und Drahtquerschnitt so gewählt
werden können, dass der Gesamtquerschnitt einer lage des Aussen»
leiters mindestens dem Querschnitt eines des umhüllten Innenleiters
entspricht und wobei die Wellenform frei gewählt und, sofern erwünscht, sogar die Wellungen auf bestimmte Stellen
des Kabels beschränkt werden können. Wie üblich, wird die Wellenform
so gewählt, dass sieh der gewellte Draht der Rundung
des Aderbündels ohne Schwierigkeit anpasst und das Verhältnis von Amplitude zu Wellenlänge so gross ist, dass die bei Kabelabzweigungen
freizulegende länge des Aussenleiters genügt, um die Drähte, nachdem sie gestreckt sind, soweit zur Seite biegen
zu können, * taäfs die inrienieiter leicht zugänglich werden. Es
kann aber auch die Weilung an Stellen, wo eine Zugänglichkeit zu den Innenleitern nicht nötig iet, weniger ausgeprägt gemacht
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oder sogar weggelassen werden, um damit beispielsweise Leitermaterial
zu sparen oder den.elektrischen Widerstand des Aussenleiters zu verkleinern.
Das eingangs genannte erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Kabels die geraden
Einzeldrähte zwischen gezähnten Rollen gleichzeitig hindurchgezogen und damit gewellt und die gewellten Drähte so zwischen
zwei das Aderbündel oder eine Ader umschliessenden Zylinderringen
hindurch geführt werden, dass die beliebig liegenden Wellenebenen in Tangentialebenen des Kabels zu liegen kommen,
die so gelegten gewellten Drähte mittels Kanälen regelmässig auf den Umfang des Aderbündels oder einer Ader verteilt werden
und dann die so geordneten, gewellten Drähte mittels eines üblichen, das Aderbündel oder die einzelne Ader samt dem
konzentrischen Leiter umgebenden Hohlnippels möglichst phasengleich auf der ILabeloberfläche gehalten werden, bis die Drähte
mittels Umspinnung mit Fäden oder Bändern oder mittels Umpressung
mit plastischem Material in ihrer Lage auf dem Kabel festgehalten sind.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet
, dass erstens, die der gewünschte Wellenform entsprechenden üblichen gezahnten, zu Paaren zusammengebauten
Rollen so breit sind, dass mehrere Drähte nebeneinander gelegt und hindurchgesogen werden können und mehrere Bollenpaare
regelmässig und konzentrisch um das Kabel angeordnet eind und, zweitens, die zwei Zylinderringe unter sich und gegenüber dem
Rollenkranz während des Arbeitsvorganges in der Kabelachse verschoben werden können und, drittens, die auf einem Ring regelmässig
angeordneten Kanäle mindestens so lang, wie die Länge de?
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■Welle des gewellten Drahtes und mindestens so breit, wie das
Doppelte der Amplitude der der Welle des gewellten Drahtes sind und, dass diese Kanäle in Richtung der Kabelachse verschoben
und um die Kabelachse gedreht werden können und, viertens, der Hohlnippel gegenüber den Zylinderringen und
den Rollen in Richtung der Kabelachse verschoben werden kann und, fünftens, die unter erstens, zweitens, drittens und
viertens genannten Elemente aneinander gereiht sind.
An Hand der beiliegenden Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einer Ausführungsform einer erfindungsgemässen Vorrichtung.
Fig. 2 zeigt schematisch die Anordnung von drei Rollenpaaren.
Ein von feststehenden Spulen oder Ringen ablaufender Einzeldraht 2 des konzentrischen Aussenleiters wird zwischen
zwei entsprechend der gewünschten Wellenform gezahnten Rollen 3 durch die Vorwärtsbewegung des Kabels hindurchgezogen und
damit gewellt. iSer gewellte Draht läuft alsdann, zusammen mit den andern gewellten Drähten zwischen zwei das Kabel umgebenden
Zylinderringen 4 hindurch, deren Standort so gewählt wird,
dass die Wellenebene des Drahtes eine zur Querschnittform des Aderbündels tangentiale Richtung annimmt. Mit konzentrisch,
regelmässig um das Aderbündel verteilten Kanälen 5 werden alsdann die Drähte gleichmäseig auf den Umfang des Aderbündels
verteilt« Die so geordneten, gewellten Drähte werden dann zusammen
mit dem Aderbündel in einen kalibrierten Hohlnippel 6 bekannter Art gezogen und von diesem auf -dem Aderbündel 1 so
festgehalten, dass auf der Auetritteseite des Hohlnippels 6 die
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Lage der Drähte mittels Umspinnung 7 von z.b. Textilfaden oder Ketallbändern, oder mittels Umpressung 8 eines plastischen
Stoffes, wie z.B. Pölyvinylchiordt oder Blei in üblicher Weise
fixiert werden kann.
Um den Aufbau möglichst einfach zu machen und um eine möglichst phasengleiche, identische Wellung zu erhalten, was
für eine zweckmässige und wirtschaftliche Konstruktion des Aussenleiters und des fertigen Kabels wichtig ist, werden die
Drähte simultan gewellt, indem möglichst wenig, z.B. zwei bis sechs, dafür aber entsprechend breite Rollenpaare verwendet
werden, die zudem miteinander mechanisch eindeutig gekoppelt
sind, wie das in Fig. 2 schematisch gezeigt ist. Diese Kopplungen 9 und 10 können aus Zahnrädern 9, Kreizgelenken 10 oder einem
andern geeigneten Maschinenelement bestehen. Mit Vorteil für die phasengleiche Lage der gewellten Drähte werden ausserdem die
Rollenachsen so angeordnet, dass sie parallel zu Tangentialebene des Aderbündels 1 liegen und die Rollenpaare gleichmässig und
konzentrisch um das Aderbündel verteilt sind, wie das in Fig. 2 für drei Rollenpaare schematisch dargestellt ist.
Damit die Wellung auch während des Arbeitsvorganges geändert
werden kann, sind die Abstände der Rollenachsen eines Rollenpaares verstellbar, was eine Aenderung der Amplitude
bis zu deren Verschwinden ermöglicht. Eine wichtige Vorausseiairu
ist die mechanische eindeutige Kopplung der gezahnten Rolle η.
Die Zylinderringe 4 sind mit üblichen Mitteln einzeln und gemeinsam verschiebbar und so geformt, dass die Wellenebenen allmählich in die gewünschte Lage gebracht werden können.
Die konzentrisch und regelmässig um das Aderbündel ver-
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teilten Kanäle 5 werden von einem Ring getragen?-, der in Längsrichtung des Aderbündels verschiebbar und um das Aderbündel
drehbar ist, um damit, wenn nötig, die Kanäle in die günstige Stellung bringen zu können. Dieser die Kanäle tragende Ring
kann auch identisch mit einem der Zylinderringe 4 sein. Die Länge der Kanäle soll grosser als die Länge der Drahtwelle
und die Breite der Kanäle soll mindestens zweinal so gross wie die Amplitude der Drahtwelle sein.
Um die gleiche Vorrichtung für möglichst viele Kabelarten verwenden zu können, werden die Rollen 3, die Zylinderringe
4» der die Kanäle tragende Ring 5 und der Höhlnippel 6
zu einer transportablen Einheit zusammengebaut, die wegen ihrer Einfachkeit leicht vor die jweils gewünschte Umspinnungs- oder
Umpressungseinrichtunggestellt werden kann.
BAD Cni-alNAL
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Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung eines aus gewellten Einzeldrähten bestehenden, ein Aderbündel oder eine Ader, konzentrisch
umhüllenden Leiters, wobei die grössten Amplituden der Wellen des Einzeldrahtes kleiner als die Krümmungsradien des Kabelquerschnittes
sind, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Kabels die geraden Einzeldrähte zwischen gezähnten Rollen
gleichzeitig hindurchgezogen und damit gewellt und die gewellten Drähte so zwischen zwei das Aderbündel oder eine Ader
umschliessenden Zylinderringen hindurch geführt werden, dass
die beliebig liegenden Wellenebenen in Tangentialebenen des Kabels zu liegen kommen, die so gelegten gewellten Drähte
mittels kanälen regelmässig auf den Umfang des Aderbündels oder einer Ader verteilt werden und dann die so geordneten, gewellten
Drähte mittels eines üblichen, das Aderbündel oder die einzelne Ader samt dem konzentrischen Leiter umgebenden Hohlnippels
möglichst phasengleich auf der £abel»o.berfläche gehalten werden, bis die Drähte mittels Umspinnung mit Fäden oder Bändern oder
mittels Umpressung mit plastischem Material in ihrer lage auf
dem Kabel festgehalten sind.
2. Verfahren nach Anspruch I, wobei die Wellenform während des Arbeitsvorganges an allen oder vnur an einem Teil
der Drähte und auf der ganzen Länge oder nur auf Teillängen geändert wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der
Rollen eines Rollenpaares geändert wird. ;
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daes erstens, die der
gewünschte Wellenform entsprechenden üblichen gezahnten, zu Paaren zusammengebauten Rollen so breit sind, dass mehrere
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Drähte nebeneinander gelegt und hindurchgezogen werden können und mehrere Rollenpaare r,egelmässig und konzentrisch um das
Kabel angeordnet sind und, zweitens, die zwei Zylinderringe unter sich und gegenüber dem Rollenkranz während des Arbeitsvorganges
in der Kabelachse verschoben werden können und, drittens, die auf einem Ring regelmässig angeordneten Kanäle
mindestens so lang, wie die Länge der .Welle des gewellten
Drahtes und mindestens so breit, wie das Doppelte der Amplitude der der Welle des gewellten Drahtes sind, und, dass diese
Kanäle in Richtung der Kabelachse verschoben und um die Kabelachse
gedreht werden können und, viertens, der Hohlnippel gegenüber den Zylinderringen und den Rollen in Richtung der
Kabelachse verschoben werden kann und, fünftens, die unter erstens, zweitens, drittens und viertens genannten Elemente
aneinander gereit sind.
4-. Vorrichtung nach Anspruch 3, zur phasengleichen,
synchronen und identischen Wellung mehrerer Drähte, dadurch
gekennzeichnet, dass die Rollen der Rollenpaare und die Rollenpaare unter sich mittels bekannten Maschinenelementen mechanisch
eindeutig zusammengekuppelt sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3» um viele Drähte auf einfache Weise gleichseitig zu wellen, dadurch gekennzeichnet,
dass die Achsen der Rollen in Ebenen liegen, die parallel zu Tangentialebenen der Kabeloberfläche sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3 t zur Veränderung der
Wellenform während des Arbeitsvorganges, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollenpaare verschiedener Rollenformen hintereinander
regelmässig und konzentrisch angeordnet sind und
durch Veränderung der Rollendistanzen wechselweise in den Arbeitsgang eingeschaltet werden können.
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