DE1665953C - Verfahren zum Bestucken einer Isolierstoffplatte mit einstückig hergestellten Kontaktstucken - Google Patents
Verfahren zum Bestucken einer Isolierstoffplatte mit einstückig hergestellten KontaktstuckenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bestükken einer Isolierstoffplatte mit einstückig hergestellten
Kontaktstücken, die jeweils aus einem hindurchsteckbaren, in Form einer Kontaktfahne ausgebildeten
Teil und einem einsteckbaren, durch teilweise Verformung in der Einstecköffnung befestigbaren Teil
bestehen. Das Bedürfnis für die Erfindung besteht insbesondere bei Drehschaltern mit scheibenförmigem
keramischem Scator und Rotor, sofern diese in Miniaturbauweise hergestellt werden sollen. Solche
Schalter finden weitverbreitete Anwendung, ?- B. als Wellenbereichsschalter in Funkgeräten.
Die Verwendung keramischen Materials hai gegenüber Hartpapier den Vorteil einer größeren Feuchtigkeitsbeständigkeit
und geringerer Hochfrequenzverluste. Eine Schwierigkeil ist aber in der Ungenau igkeit
der Abmessungen der keramischen Teile infolge der veränderlichen Schrumpfung beim Sintern zu sehen.
Hieraus ergibt sich der Nachteil, daß die ortsfesten Kontaktteile in keramischen Statorplatten häufig keinen
festen Sitz haben. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die feststehenden Kontaktteile als Rundniete
ausgeführt sind, die in eine Bohrung der Kontaktfahne eingesetzt und dann in üblicher Weise mit der
Kontaktfahne und der Keramikplatte vernietet werden. Abgesehen davon, daß diese Ausführungsform
zwischen dem Kontaktniet und der Lötfahne einen nicht zu vernachlässigenden Übergangswiderstand
aufweist, der sich durch Korrosion unkontrollierbar erhöht, ist sie gegenüber Verdrehung und Lockerung
besonders anfällig. Für ein einwandfreies Arbeiten eines Schalters ist es jedoch erforderlich, daß die
feststehender Kontaktteile einen verdrehungssicheren und festen Sitz haben.
Diese Nachteile können an sich vermieden werden, wenn gemäß einem bekannten Vorschlag einstückig
hergestellte Kontaktstücke verwendet werden, die jeweils aus einem hindurchsteckbaren, in Form einer
Kontaktfahne ausgebildeten Teil und einem einsteckbaren, durch teilweise Verformung in der Einstecköffnung
befestigten Teil bestehen (deutsche Auslegcschrift 1 227 121). Es ist jedoch nicht möglich, Statorplatten in Miniaturbauweise mit solchen feststehenden
Kontaktteilen zu bestücken, da hierbei die Einstecköffnungen in der Statorplatte sehr klein gehalten sind,
um genügend viele Kontakte unterzubringen, aber trotzdem die einzelnen Lötfahnen zum mühelosen
Anlöten von Kontaktzuleitungen genügend groß ausgebildet sein müssen.
Es ist auch bereits bekannt, einstückige Kontaktstücke mit rechtwinklig abgebogenen Ansätzen zu
versehen, welche den Kontaktteil überragen und zur Befestigung der Kontaktstücke in der öffnung einer
Isolierstoffplatte dienen (britische Patentschrift 978 373).
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, diese Schwierigkeiten zu beseitigen, und schlägt zu diesem
Zweck bei einem Verfahren der eingangs erwähnten Art vor, daß die den befestigten Kontaktteil seitlich
überragende Kontaktfahne vor dem Hindurchstecken auf einen der Einstecköffnung entsprechenden Querschnitt
gefaltet und nach dem Hindurchstecken wieder in die ursprüngliche Form gebracht wird, so daß sie
in der Gebrauchslage auch die Einstecköffnung seitlich überragt.
In weiterer vorteilhafter Augestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß das Kontaktstück aus
massivem Feinsilber besteht und daß es ein rechteckiges, insbesondere quadratisches Profil aufweist.
Die Kontaktfahne soll mit einem Loch versehen werden, das sich annähernd über die gesamte Breite der
Einstecköffnung erstreckt.
Um ein möglichst großes Kontaktstück trotz kleiner Einstecköffnung in der Isolierstoffplatte zu erhalten,
ist es weiterhin von Vorteil, wenn die Kontaktfahne vor dem Hindurchstecken auf einen U-förmigen
Querschnitt gebracht wird, welcher der Querschnitts-
form des Kontaktniets bzw. der Eins:ecköffnung angepaßt
ist.
Nachdem der Kontaktniet bis an die Ansclilagnasen eingesteckt worden ist, wird er durch Verformung
seines von den Anschlagnasen abgewandten, aus der Isolierstoffplatte herausragenden Endes formschlüssig
nach Art einer Vernietung in der Einstecköffnung befestigt.
Durch das Verfahren gemäß der Erfindung ist ein Bestücken von Isolierstoffplatten mit feststehenden
Kontaktstücken selbst dann möglich, wenn die Einstecköffnungen nur noch einen Durchmesser unter
1 mm, z. B. 0,8 mm, haben. Darüber hinaus zeichnet eich das erfindungsgemäße Verfahren durch seine
Einfachheit und somit durch die Möglichkeit aus, auch in der Massenherstellung verwendet zu werden.
So läßt sich die an dem Kontaktstück angebrachte Faltung beim Ausformen des Kontaktstückes in
einem Arbeitsgang herstellen, ebenso wie die Auffaltung des Kontaktstückes in einem Arbeitsgang mit
der Befestigung, z. B. nach Art einer Vernietung, durchgeführt werden kann. Schließlich gewährleistet
das Verfahren nach der Erfindung einen besonders festen, verdrehungssicheren Sitz der Kontaktstücke,
selbst bei größeren Fertigungstoleranzen der Isolierstoffplatte.
Weitere Einzelheiten der Erfindung seien an Hand einer Zeichnung erläutert, die in
F i g. 1 als Ausführungsbeispiel ein einstückig hergestelltes Kontaktstück zeigt, wie es zum Bestücken
einer Isolierstoffplatte verwendet wird, während
F i g. 2 die einzelnen Arbeitsgänge zum Bestücken dieser Isolierstoffplatte mit solchen Kontaktstücken
veranschaulicht.
Das Kontaktstück 1 besteht aus einem in Form einer Kontaktfahne 2 ausgebildeten Teil und einem
durch Verformung befestigbaren Teil nach Art eines Kontaktniets 3, der an seinem freien Ende mit seitlich
vorstehenden Anschlagnasen 4 versehen ist. Die den Kontaktniet 3 in der Gebrauchslage seitlich überragende
Kontaktfahne 2 weist zum Anlöten von Kontaktzuleitungen ein Loch 5 auf, das sich annähernd
über die gesamte Breite des Kontaktniets erstreckt und somit Abmessungen besitzt, die zum mühelosen
Anlöten der Kontaktzuleitungen erforderlich sind.
Zur verdrehungssicheren Befestigung des Kontaktniets 3 hat dieser einen rechteckigen, insbesondere
quadratischen Querschnitt, der der Einstecköffnung 6 der Isolierstoffplatte 7 angepaßt ist. Es ist daher
zweckmäßig, das Kontaktstück 1 aus Profilmaterial gleichen Querschnitts auszuformen, indem an einem
entsprechenden Drahtstück, z. B. aus Feinsilber, die Kontaktfahne 2 und die Anschlagnasen 4 angeformt
Kontaktniets entsprechenden
U-Form, gefaltet werden
U-Form, gefaltet werden
hat
Kontakt
„ zurA"gÄnsihlatnasen4 mit der Unter-
eTe9 deSierstoffplatte hindurchgesteckt werfen.
Auf diese Weise ergibt sich die in Fig. 2 mit A1
^ennSknete Anordnung. In einem«^
beilsaane erfolgt das Verformen des Kontaktniets 3
„ nach A?t ener§ Vernietung. Zu diesem Zweck wird
dTvon den Anschlagnasen 4 abgewandte auS der
Isolierstoffplatte 7 herausragende Ende 10 dei Kontaktniets
3 in üblicher Weise mit der Isolierstoffplattc
vernS, wie es aus der mit A.2 gekennzeichneten
ao Anordnung (Fig. 2) ersichtlich ist Be1 einer derartigen Befestigungsart wird somit ein fester S U
auch bei größeren Toleranzen der Isolierstoffplatte bewerkstelligt. Schließlich werden in einem weiteren
Arbeitsgang die eingefalteten Teile 8 de.Kontakt-
a5 fahne 2 wieder in ihre Ausgangslage gebracht so daß
sie in der mit B (Fig. 2) gekennzeichneten Gebrauchslage
die Einstecköffnung 6 seitlich überragen und das Anlöten von Kontaktzuleitungen ohne
Schwierigkeit ermöglichen. .
,o Die Isolierstoffplatte 7 kann Bestandteil emc,
Drehschalters oder eines sonstigen elektrischen Apparates sein. In diesem Falle bilden die Kontaktstücke
1 die feststehenden Kontaktteile des Schalters, auf denen ein beweglicher Schaltteil gleite.: z.weck-
» mäßigerweise sind dann die Endbereiche der Anschlagnasen
4 an ihrer Stirnseite 11 etwas abgeschrägt, um dem beweglichen Schaltteil bei seiner
Bewegung über die ortsfesten Kontaktteile hinweg das Auflaufen auf die Stirnseiten zu erleichtern.
Verzeichnis der verwendeten Bezeichnungen
Kontaktstück
Kontaktfahne
Kontaktniet
Anschlagnase
Loch
6 Einstecköffnung
7 Isolierstoffplatte
8 überragendes Teil
9 Unterseite der Isolierstoffplatte
10 herausragendes Ende des Kontaktniets
11 Stirnseite der Anschlagnase
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Verfahren zum Bestücken einer Isolierstoffplatte, insbesondere Statorplatte eines Stufendrehschalters,
mit einstückig hergestellten Kontaktstücken, die jeweils aus einem hindurchsteckbaren,
in Form einer Kontaktfeder ausgebildeten Teil und einem einsteckbaren, durch teilweise Verformung
in der Einstecköffnung befestigbaren Teil bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß die den befestigbaren Kontaktteil (1) seitlich überragende
Kontaktfahne (2) vor dem Hindurchstecken auf einen der EinstecKÖffnung (6) entsprechenden
Querschnitt gefaltet und nach dem Hindurchstecken wieder in die ursprüngliche Form gebracht wird, so daß sie in der Gebrauchslage auch die Einstecköffnung (6) seitlich überragt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der eingesteckte Kontaktteil so
durch teilweise Verformung nach Art einer Vernietung befestigt wird und zu diesem Zweck als
Kontaktniet (3) ausgebildet ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der an seinem freien Ende mit
seitlich vorstehenden Anschlagnasen (4) versehene Kontaktniet (3) bis an die Anschlagnasen (4) eingesteckt
und dann durch Verformung seines von den Anschlagnasen (4) abgewandten, aus der Isolierstoffplatte (7) herausragenden Endes (10)
formschlüssig in der Einstecköffnung (6) befestigt wird,
4. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung
eines Kontaktniets (3) von im wesentlichen rechteckiger, insbesondere quadratischer Querschnittsform die Kontaktfahne (2) vor dem Hindurchstecken
auf einen U-förmigen, der Querschnittsform des Kontaktniets (3) angepaßten Querschnitt
gefaltet wird.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet durch die Verwendung einer mit
einem Loch (5) versehenen Kontaktfahne, das sich annähernd über die gesamte Breite der Einstecköffnung
(6) erstreckt.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, gekennzeichnet durch die Verwendung eines durch
Ausformung hergestellten Kontaktstückes (1) aus rechteckigem, insbesondere quadratischem Profilmaterial,
so
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, gekennzeichnet durch die Verwendung eines aus
massivem Feinsilber bestehenden Kontaktstückes (1).
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Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES0110087 | 1967-05-31 | ||
| DES0110087 | 1967-05-31 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1665953A1 DE1665953A1 (de) | 1971-02-11 |
| DE1665953B2 DE1665953B2 (de) | 1972-08-24 |
| DE1665953C true DE1665953C (de) | 1973-05-10 |
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