DE1660513B - Spinnkopf zur Herstellung kräuselbarer synthetischer Verbundfäden - Google Patents
Spinnkopf zur Herstellung kräuselbarer synthetischer VerbundfädenInfo
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Description
anderen, sondern daß einer neben dem anderen zu liegen konimt; diese Lösung bringt aber die Gefahr
mit sich, daß sich die beiden Bestandteile voneinander
lösen, d. h. daß die Einzelfäden einen schlechten ao Zusammenhalt aufweisen und der Faden sich spaltet.
Die Erfindung betrifft einen Spinnkopf zur Her- Man hat deshalb auch schon versucht, die Einzelstellung
kräuselbarer synthetischer Verbundfaden komponenten durch eine gemeinsame Hüllenaus
zwei Einzelfäden unterschiedlichen Schrumpf- komponente zusammenzuhalten (USA.-Patentschrift
Verhaltens, mit mindestens zwei Spinndüsenkanälen, 2 932 079). Bei den hierfür verwendeten Spinnköpfen
die mit Zuführeinrichtungen der einen Komponente as sind mehrere Spinnkanäle »teleskopartig« ineinander
in Verbindung stehen, und mit einem Durchlaß, der angeordnet und enden in einer gemeinsamen Ausaxial in einem Spinndüsenkanal mündet sowie mit stoßöffnung. Hierbei ist zwar die Gefahr des Aufeiner
Zuführeinrichtung einer zweiten Komponente spaltens der Verbundfäden weitgehend vermieden,
in Verbindung steht. andererseits wird aber auch die Möglichkeit einge-Nach synthetischen Kräuselfaden besteht bekannt- 30 schränkt, Fäden mit wirklich asymmetrischem bzw.
lieh im Handel eine starke Nachfrage, denn diese exzentrischem Querschnitt herzustellen, d. h. die so
sind in wichtigen Eigenschaften (elastische Schrumpf- erhältlichen Verbundfäden zeigen nur eine befähigkeit,
Deckvermögen, Voluminosität, Wärme- schränkte Kräuselneigung.
isolation, Griff, optische Effekte usw.) den glatten Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines zur
Fäden überlegen. 35 Herstellung von synthetischen Verbundfäden mit
Es ist auch bekannt, daß unter den Kräuselfaden maximaler Kräuselneigung geeigneten Spinnkopfes
diejenigen von besonderem Interesse sind, die eine mit mindestens zwei Spinndüsenkanälen, bei dem die
bleibende Kräuselneigung und -fähigkeit besitzen, Kanäle zueinander und zur Austrittsöffnung derart
d. h. die im Querschnitt Asymmetrien, z. B. solche angeordnet sind, daß ein Spinnfaden mit unrundem
geometrischer Natur oder was ihre Beschaffenheit 40 Querschnitt erzeugt wird, in dem die Komponenten
anbelangt, aufweisen, so daß ihre Kräuselneigung ohne Gefahr einer Aufspaltung asymmetrisch ange-
von der unsymmetrischen Verteilung der inneren ordnet sind.
Kräfte über den Fadenquerschnitt herrührt. Wenn Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
man eine möglichst starke Kräuselneigung erhalten gelöst, daß die beiden Spinndüsenkanäle in getrennt
will, muß man versuchen. Verbundfaden von mög- 45 nebeneinander vorgesehenen Spinndüsenöffnungen
liehst exzentrischem Querschnitt herzustellen. 18,19 einmünden. Der Spinnkopf weist den Vorteil
Bei einem bekannten Verfahren benutzt man zum auf, daß die Asymmetrie des Querschnitts und damit
Schmelzspinnen zweier oder mehrerer Polymeren nur die Kräuselfähigkeit der Verbundfaden bis zu einem
ein einziges Spinndüsenloch und erhält damit einen noch vertretbaren Maximum gesteuert werden kann,
Verbundfaden, worin einer der Polymerbestandteile 50 ohne daß hierzu komplizierte Zusatzeinrichtungen
von dem oder den anderen umhüllt ist. Durch benötigt werden.
geeignete Wahl von Bestandteilen verschiedener Die mit Hilfe des erfindungsgemäßen Spinnkopfes
Beschaffenheit und/oder mit verschiedenem hergestellten Fäden bestehen aus einem Kern, der
Polymerisationsgrad, die jedenfalls verschiedene eine einzige oder mehrere Komponenten umfassen
Schrumpf- und Quelleigenschaften besitzen, sowie 55 kann und einer Hülle von einheitlicher Beschaffen-
durch unsymmetrische Verteilung der Bestandteile heit. In der Zeichnung sind solche Verbundfaden
über den Querschnitt des ausgepreßten Fadens dargestellt.
während des Spinnens wird die gewünschte Kräusel- F i g. 1 zeigt den Querschnitt eines Verbundfadens
neigung entwickelt. aus einem asymmetrisch angeordneten Kern A und
Zieht man in Betracht, daß die aus einem einzigen 60 einer Hülle B; gemäß
Loch einer Spinndüse austretenden Fäden zufolge F i g. 2 ist die Asymmetrie des Querschnitts gegender
Oberflächenspannung bestrebt sind, einen Kreis- über Fig. 1 durch die Ausgestaltung der Düsenquerschnitt
anzunehmen, dann ist ersichtlich, daß öffnung sowie durch die Beschaffenheit der verwendie
mit Hilfe solcher Spinnköpfe erzeugten Fäden deten Polymeren, die das Schrumpfverhalten der
stark abgerundete, im wesentlichen bohnenförmige 65 Komponenten A und B bestimmt, noch gesteigert,
oder ovale Querschnitte aufweisen, in denen die Der erfindungsgemäße Spinnkopf ist in den
inneren Bestandteile mehr oder weniger unsymme- Fig. 3 bis 5 dargestellt, wobei Fig. 5 einen vertrisch
verteilt sind. Es erscheint jedoch praktisch größerten Ausschnitt aus Fig. 3 darstellt. Er weist
3 4
eine Lochplatte 10 auf, in der sich die getrennt an- polyterephthalat und die Polyterephthalate anderer.
geordneten Spinndüsenöffnungen 18 und 19 befinden beispielsweise aromatischer Glykole zu erwähnen.
und die z. B. mittels einer Gev/indehülse 12, mit Von den Polyolefinen sind das Polyäthylen und das
einem Zuführungskörper 11 verbunden ist, in dem Polypropylen sowie andere Mischpolymeren bevor-
verschiedene Zuführungskanäle vorhanden sind. Der 5 zugt
mittlere Zuführungskanal 13 dient der Zuführung des Unter den trocken- oder naßverspinnbaren Stoffen
Polymeren B für die Hülle und der ringförmige Zu- verdienen insbesondere die Polymeren und Misch-
führungskanal 14 dient der Zuführung der Kern- polymeren des Acrylnitril und das Polyvinylchlorid
komponente A. In der dargestellen Ausführung ist der Erwähnung.
die Spinndüse beispielsweise zur Herstellung von io Die verschiedenen Polymeren können miteinander
Fäden nach F i g. 1 geeignet. Der Zuführungskanal kombiniert werden, indem das eine zur Bildung des
13 steht über Verbindungskanäle 15 mit einem Kernes und das andere zur Bildung der Hülle verZwischenraum
16 zwischen der Lochplatte 10 und wendet wird oder indem ihr Strukturverhältnis umdem
Körper 11 in Verbindung. Der ringförmige Zu- gekehrt wird. Die Fäden können auch stabilisierenführungskanal
14 speist eine der Anzahl der auszu- 15 den Wärmebehandlungen unterworfen werden, um
pressenden Fäden entsprechende Anzahl Kanälen 17, die gewünschten Unterscheidungseigenschaften zu
die jeweils in eine Spinndüsenöffnung 18 münden. erhalten.
Wie F i g. 4 zeigt, besitzt der Spinnkopf eine kreis- Die Polymeren können im übrigen durch Einfüh-
förmige Form, und die Anzahl der Spinndüsenpaare rung von sauren oder basischen Gruppen modifiziert
18,19 entspricht der Anzahl der auszupressenden ao sein.
Fäden. Neben jeder öffnung 18 ist eine öffnung 19 Anschließend seien einige Beispiele für die Herangeordnet,
die aus dem Zwischenraum 16 gespeist stülung besonderer Fäden mit Hilfe des erfindungswird.
gemäßen Spinnkopfes beschrieben.
Beim Betrieb der mit dem erfindungsgemäßen . .
Spinnkopf ausgerüsteten Einrichtung werden die »5 Beispiel 1
Polymeren A und B in geschmolzenem Zustand unter Mittels eines Spinnkopfes nach den F i g. 3 bis 5,
dem gewünschten Auspreßdruck mit Hilfe bekannter bei dem die Düsenlöcher kreisförmig sind, werden
Einrichtungen den beiden Zuführungskanälen 13 und Fäden mit einem Querschnitt gemäß F i g. 1 und mit
14 zugeleitet. den folgenden Merkmalen gesponnen: Der Kern A
Zur Herstellung der Fäden nach F i g. 1 besitzen 30 besteht aus Äthylenpolyterephthalat mit einer Grund-
die an der Austrittsöffnung kapillar verengten Spinn- viskosität von 0,6 in einer Phenol-Tetrachloräthandüsenöffnungen
18 und 19 einen kreisförmigen Quer- mischung (60:40). Die Hülle und der homogene
schnitt. Fadenteil B bestehen aus Polycaprolactam mit einer
Zur Bildung von Fäden der in F i g. 2 dargestellten Grundviskosität von 0,98 in Methacresol. Die Fäden
Art wird die kapillar verengte Düsenöffnung in an 35 besitzen einen Gesamttiter von 4 den., und der PoIysich
bekannter Weise mit trapezförmigem Querschnitt amidbestandteil nimmt 60 %j des Gesamtquerschnitausgebildet,
wobei die kleinere Basisfläche des Tra- tes des Fadens ein. Nach dem Abkühlen und dem
pezes der benachbarten kapillar verengten Düsen- Aufwickeln der Fäden auf Spulen werden sie in
öffnung zugewandt ist. einem Streckverhältnis von 3,5 kalt verstreckt. Der
Der erfindungsgemäße Spinnkopf findet zum Ver- 40 erhaltene Verbundfaden besitzt eine ausgezeichnete
spinnen von Polymeren der verschiedensten Art zu Kräuselfähigkeit, wenn er einer Wärmebehandlung,
endlosen Verbundfäden Anwendung. Insbesondere beispielsweise in Form von Strähnen, d. h. spaneignet
er sich zum Verspinnen von Polyamiden, nungslos, in kochendem Wasser unterworfen wird.
Polyestern und Polyolefinen im Schmelzspinnverfah- . .
Polyestern und Polyolefinen im Schmelzspinnverfah- . .
ren. Bevorzugt als Ausgangsmaterial sind unter den 45 B e 1 s ρ 1 e 1 2
Polyamiden das Polymere des Hexamethylen- Gemäß Beispiel 1 wird ein Verbundfaden herge-
diammoniumadipats, das Polymere der Amino- stellt, in dem jedoch an Stelle des Polycaprolactams
capronsäure und des Caprolactams, die Misch- ein Hexamethylendiammoniumpolyadipat mit einer
polymeren der Terephthal- und Adipinsäure mit Grundviskosität von 1,03 verwendet wird. Nach dem
Hexamethylendiamin oder der Sebacin- und Adipin- 50 Verstrecken des Fadens im Verhältnis 3,5 wird er
säure mit Hexamethylendiamin, die Mischpolymeren aufgespult und bei einer Temperatur von 120° C in
der Adipinsäure und des Hexamethylendiamins und inertem Gas 30 Minuten lang im Ofen behandelt. Die
des Caprolactams sowie das Polymere des Me- so erhaltenen Fäden besitzen eine potentielle Kräusethaxylylendiammoniumadipats.
lung, die durch Wärmebehandlung entsprechend Bei-
Von den Polyestern sind besonders das Äthylen- 55 spiel 1 entwickelt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- unerreichbar, beim Extrudieren derartiger Verbund-Patentanspruch: fäden durch eine einzige Spinndüsenöffnung vonbeliebiger Form Querschnitte zu erhalten, die sshrSpinnkopf zur Herstellung kräuselbarer synthe- vom Kreisquerschhitt abweichen und eine Vertei-tischer Verbundfäden aus zwei Einzelfäden 5 lung zu erzielen, die stärker unsymmetrisch ist alsunterschiedlichen Schrumpfverhaltens: mit min- diejenige, die man durch eine axiale Verschiebungdestens zwei Spinndüsenkanälen, die mit Zuführ- der verschiedenen Bestandteile im Querschnitt deseinrichtungen der einen Komponente iu Verbin- zusammengesetzten Fadens erhält. Hierdurch wirddung stehen, und mit einem Durchlaß, der axial die Kräuselfähigkeit des Fadens eingeschränkt, dennin einem Spinndüsenkanal mündet sowie mit einer io diese Fähigkeit hängt vom Grad der asymmetrischenZuführeinrichtung einer zweiten Komponenten in Verteilung der verschieden schrumpf- und quell-Verbindung steht, dadurch gekeiinzeich- fähigen Bestandteile über den Fadenquerschiiitt ab.net, daß die beiden Spinndüsenkanäle in ge- Es wurde auch schon der Vorschlag gemacht, dietrennt nebeneinander vorgesehenen Spinndüsen- beiden Bestandteile eines zusammengesetzten Fadensöffnungen (18,19) einmünden. iS derart zu verteilen, daß nicht einer innerhalb des
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2506258A1 (de) * | 1974-02-15 | 1975-08-21 | Du Pont | Buntgarn sowie verfahren und spinnduesenaufbau zur herstellung desselben |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2506258A1 (de) * | 1974-02-15 | 1975-08-21 | Du Pont | Buntgarn sowie verfahren und spinnduesenaufbau zur herstellung desselben |
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