DE1660598B2 - Synthetischer textilverbundstoff - Google Patents
Synthetischer textilverbundstoffInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen synthetischen Textiiverbundstoff mit einer Vielzahl im wesentlichen gleich aufgebauter
gleichartig im Stoff angeordneter Grundkörper, die mittels einer Vielzahl von Fasern miteinander
*5 verbunden sind.
AuSer üblichen Textilstoffen, die aus miteinander verschlungenen oder verflochtenen Fäden und Fasern
aufgebaut sind, sind Textilverbundstoffe beispielsweise in Form von synthetischen Spaltfaserprodukten bekannt,
die aus einem Gemisch unterschiedlicher Materialien mit beispielsweise unterschiedlicher Spaltbarkeit
zum Begrenzen der Aufspaltung auf bestimmte örtliche Bereiche aufgebaut sein können. Bei einem bereits vorgeschlagenen
bahnförmigen Textiiverbundstoff mit den eingangs erwähnten Merkmalen (DT-AS 15 69 335) besteht
die Bahn aus dünnen, etwa gleich orientierten miteinander verbundenen Lamellen, die einen Winkel mit
der Bahnebene bilden und durch Fasern miteinander verbunden sein können. Zur Ausbildung einer solchen
Ba'm kann diese aus miteinander abwechselnden Schichten aus unterschiedlichen Materialien aufgebaut
sein, von denen das eine Material die Lamellen und das andere Material nach einem entsprechenden Aufspalten
die die Lamellen verbindenden Fasern bildet.
Jedoch sind derartige Spaltfaserstoffe im Hinblick auf ihre größtmögliche Zerreißfestigkeit, ihre Spaltfaserstruktur,
die örtlich begrenzte Steuerung des Aufspaltens und sonstige an die Ausbildung als Spaltfaserstoffe
anzupassenden Herstellungsmaßnahmen in ihren möglichen Ausbildungsformen und ihren Anwendungsmöglichkeiten beschränkt.
Demgegenüber wird durch die Erfindung die Aufgabe gelöst, einen Textiiverbundstoff der eingangs erwähnten
Art zu schaffen, welcher die Anpassung an
S5 eine Vielzahl von Anwendungsfällen in möglichst großer
Variationsbreite erlaubt.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Grundkörper als längliche Rückenteile ausgebildet
sind, daß von den Grundkörpern jeweils aus dem glei-
chen Material und einstückig mit diesen eine Vielzahl von Fasern abragt, daß sich die Fpsern im wesentlichen
in einer gemeinsamen in der Ebene des Stoffes liegenden Richtung erstrecken, und daß die Grundkörper sich
quer zur Faserrichtung in der Ebene des Stoffes er-
strecken.
Die mit den Rückenteilen einstückigen und aus demselben Material wie diese bestehenden Fasern erlauben
durch ihr Verfilzen oder Verschlingen eine einwand-
reie Bindung der den Textilverbundstoff aufbauenden arundkörper aneinander. Durch die beim erfindungsgemäßen
Textilverbundstoff vorhandene große Variationsbreite für die Formgebung und Anordnung der
Rückenteile läßt sich dör erfindungsgemäße Texiiiversundstoff
in Aufbau und in seinen Eigenschaften an eine Vielzahl unterschiedlicher Anwendungszwecke anpassen.
Die erfindungsgemäßen Textilverbundstoffe können als Textilien, beispielsweise für Bekleidungszwecke,
verwendet werden. Sie können auch als Teppichbelag, zur Verpackung, als Bauplatten, als Lederimitation
u. dgl. einen weiten Verwendungsbereich finden.
Die den erfindungsgemäßen Textilverbundstoff aufbauenden Stoffelemente können in mannigfacher Gestalt
ausgebildet werden. Die Fasern können aus den Seiten der Rücken der Stoffelemente ausgezogen werden
oder sie können sich au den zentralen Teilen der Rücken erstrecken.
Das Prinzip der Erfindung beruht auf dem Ausziehen von Fasern aus den Stoffelementen aus synthetischem
Material, wobei die Fasern anschließend zum Zusammenbinden der Stoffelemente verwendet werden. Abhängig
von der äußeren Gestalt der Stoffelemente und von der Länge, Menge und Anordnung der Fasern an
den Rücken wird die äußere Gestalt des Rückens jedes Stoffelementes bestimmt. Oftmals sind die Rücken Lamellen,
d. h., daß ihre Dicke wesentlich geringer ist, als ihre anderen Abmessungen. Jedoch können die Rücken
statt dessen auch stabförmig sein. Beispielsweise können zwei der Abmessungen der Rücken einander im
wesentlichen entsprechen und die dritte Abmessung kann wesentlich größer sein als die beiden anderen.
Unabhängig von der Grundform der Rücken sind diese im allgemeinen nicht gerade in dem Material angeordnet.
Beispielsweise können lamellenförmige Rücken sattelförmig gebogen sein und stabförmige Rücken
können in sich zurückgezogen sein.
Weitere die Erfindung ausgestaltende Merkmale sind Gegenstand der Unteransprüche.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand bevorzugter Ausführungsbeispiele, die aus der Zeichnung ersichtlich
sind, erläutert. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung eines Blockes aus einer Reihe von im wesentlichen lamellenförmigen
Elementen, die jeweils durch eine Schicht aus einer zweiten Materialkomponente voneinander getrennt
sind,
F i g. 2 bis 7 schematische Darstellungen von Stoffelementen, aus welchen die erfindungsgemäßen Textilverbundstoffe
zusammengesetzt sein können,
F i g. 8 eine schematische Darstellung für einen Textilverbundstoff,
bei welchem die Fasern sich von der Seite der Lamellen aus erstrecken,
F i g. 9 und 10 schematische Darstellungen von Textilverbundstoffen,
bei welchen die Fasern sich ausgehend von den Zentralteilen der Lamellen erstrecken,
F i g. 11 eine schematische Darstellung eines Verbundstoffes,
der aus parallelen Reihen sattelförmiger Grundkörper aufgebaut ist, und
Fig. 12 bis 14 eine Darstellung einer Vorrichtung
zum Extrudieren der Stoffelemente, wobei Fig. 13 einen Querschnitt entlang der Linie XIII-XlII in
Fig. 12 und 14 eine Draufsicht gemäß den Pfeilen XIV-XIV in Fig. 12darstellt.
Im Prinzip werden die Einzelbestandteile des Textilverbundstoffes,
wie in F i g. 1 erläutert, aus einem extrudierten Schichtenblock aus lamellenförmigen Stoffelementen
1 gebildet, die voneinander durch Schichten 2 einer zweiten Materialkomponente getrennt sind,
wobei das gesamte System in flüssigem oder haJbflüssigem
Zustand ist Die schichtförmigen Stoffelemente 1 S können dann längs der gestrichelten Linien unterteilt
werden unter Bildung von Fasern 3, die voneinander getrennt sind, aber sämtlich an dem zentralen Rückenteil
4 festgelegt sind. So kann beim Abspalten der Fasern ein Produkt erhalten werden, wie es in F i g. 2 gezeigt
ist Je nachdem, wie weit die Fasern 3 ausgezogen werden, ist der Rücken 4 mehr oder weniger zylindrisch
oder er bleibt lamellenförmig.
Je nach den Bedingungen, unter welchen die Anfangselemente extrudiert werden und die Fasern aus
den Elementen ausgezogen werden, kann die äußere Form der Elemente in dem Textilverbundstoff ge
steuert werden. Wie in F i g. 3 gezeigt, können die Rükken 4 der Elemente sattelförmig geformt sein, wobei
die Fasern 3 von den beiden Kanten der Rücken ausgehen. Wie in F i g. 4 gezeigt, können die Rücken tassenförmig
sein, oder sie können, wie in F i g. 5 gezeigt, zylindrisch oder halbzylindrisch ausgebildet sein. Es ist ersichtlich,
daß in der Praxis die in den F i g. 3 bis 5 gezeigten Stoffelemente an ihren Stirnseiten nicht, wie
gezeigt flach bzw. eben sind, sondern sich verjüngen. Die Fasern können auch an nur einer Seite eines Rükkens,
wie in F i g. 6 gezeigt, ausgezogen sein. Das hier gezeigte Stoffelement ist ein leicht gebogenes Flockenelement.
Wenn die Rücken lamellenförmig sind, werden sie im wesentlichen quer zur Ebene der Textilbahn angeordnet.
Die Bahn und die lamellenartigen Elemente sind natürlich nicht vollständig eben, und wenn hier von der
Ebene einer Bahn gesprochen wird, so gilt dies jeweils für die Stelle, welche gerade betrachtet wird. Wenn daher
an irgendeiner betrachteten Stelle die Bahn gekrümmt ist, wird unter der Ebene der Bahn die Richtung
längs der Tangente an diese Bahnstelle verstanden. Wenn davon gesprochen wird, daß die Lamellen
im wesentlichen querlaufend zur Ebene der Bahn angeordnet sind, so heißt dies, daß die Lamellen nicht
vollständig in der Ebene der Bahn liegen, sondern daß sie die Bahn, wenigstens in einem gewissen Ausmaß,
kreuzen. So kann die in F i g. 6 gezeigte Flocke sich über die Dicke einer Bahn 6 erstrecken, selbst wenn die
Flocke beinahe flach liegt. So kann ihre obere Kante 5 an der einen Oberfläche der Bahn angeordnet sein,
während ihre Fasern 3 an der entgegengesetzten Oberfläche der Bahn liegen.
Es wurde bereits erwähnt, daß die Rücken der Elemente in dem Textilmaterial beispielsweise zu sich
selbst zurückgeführt sein können. Jedoch ist es auch leicht möglich, solche Elemente herzustellen, bei welchen
die Rücken von vornherein ungerade sind. Solch ein Element ist aus F t g. 7 ersichtlich, wo der Rücken 4
etwa schlangenlinienförmig verläuft und die Fasern 3 aus den vorspringenden Teilen der Bögen des Rückens
herausgezogen sind. Dieser dargestellte Rücken kann jedoch noch im wesentlichen als lamellenförmig angesprachen
werden, da seine Gesamtbreite und Gesamtlänge beide im allgemeinen beträchtlich größer sind als
seine Dicke.
Die Rücken können verhältnismäßig kurz sein mit einer Länge, die beispielsweise nur ausreicht, die Dicke
des Textilverbundstoffes zu überspannen. Ihre Länge muß nicht durch die Dicke der Bahn festgelegt sein,
weil kurze Segmente nicht quer zu der Bahn verlaufend angeordnet sein können. So können die Rücken bei-
spielsweise Kante an Kante in im wesentlichen parallelen Reihen angeordnet sein. Die Länge der Rücken
kann beispielsweise von nur ein paar Millimetern bis hinauf zu ungefähr 1 cm reichen. Es werden jedoch mitunter
kurze Rücken mit größeren Längen verwendet. Im Gegensatz zu Stoffelementen mit kurzen Rücken
können Elemente hergestellt werden, in welchen die Rücken langgestreckt sind. So können diese Rücken im
wesentlichen endlos sein und können sich quer über die volle Breite des Bahnmaterials erstrecken. Die Elemente
mit langgestreckten Rücken werden im allgemeinen mit diesen im wesentlichen parallel zueinander verlaufend
angeordnet, wobei jeder Rücken sich mit seiner Länge im wesentlichen in der Bahnebene erstreckt. Jedoch
müssen bei Elementen mit langgestreckten, parallel zueinander verlaufenden Rücken oder mit kurzen.
Kante an Kante in parallelen Reihen liegenden Rücken diese Rücken bzw. Reihen nicht linear verlaufen. Vielmehr
wird es oftmals vorgezogen, sie — gesehen von einer Stoffoberfläche her — zickzackweise anzuordnen.
Wie auch immer die besondere Anordnung der Stoffelemente sein mag, liegen die Fasern der Elemente
längs beider Oberflächen der Bahn oder bevorzugt sämtliche Fasern längs nur einer Oberfläche der Bahn.
F i g. 8 zeigt einen Teil eines solchen Bahnmaterials, das aus einer Anzahl langgestreckter Lamellen 7 zusammengesetzt
ist, bei denen die Fasern 3 nur an einer Oberfläche des Materials verlaufen. Diese Fasern sind
aneinander gebunden und dadurch werden die Lamellen 7 in ihrer parallelen Stellung zueinander gehalten.
Die Fasern müssen nicht aus den Seitenteilen der Lamellen oder Rücken herausragen, sondern sie können
sich statt dessen von dem Zentralteil der Lamellen durch Löcher in benachbarten Lamellen erstrecken, um
das eine Element mit dem benachbarten Element zu verbinden. Wenngleich eine solche Anordnung der Fasern
bei einer Vielzahl von Anordnungen und Typen von Elementen wertvoll ist, ist sie bei zwei Arten von
Materialien besonders zweckmäßig. Bei dem einen dieser Materialien sind die Rücken langgestreckte Lamellen,
die im wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind. Ein Teil eines solchen Materials ist in F i g. 9 gezeigt.
Zwei langgestreckte lamellenförmige Rücken 7 sind dargestellt, die eine Reihe von Löchern 9 und Fasern
10 haben, welche von den Zentralteilen der Rükken, ausgehend durch die Löcher benachbarter Rücken,
ragen. Es ist ersichtlich, daß die Fasern 10 selbst an den Rückenbereichen -"· den Lochrändern ansetzen. Das
andere bevorzugte iViaterial ist ein solches, bei welchem
die Rücken kurze Lamellen sind und im wesentlichen Kante an Kante jn im wesentlichen parallelen
Reihen angeordnet sind. Ein Ausschnitt einer derartigen Bahn ist in F i g. 10 gezeigt, in welcher jeweils nur
ein Rücken 4 zweiter paralleler Reihen dargestellt ist. Wie bei dem Material aus F i g. 9 werden die Reihen
durch die Fasern 10, die durch Löcher 9 in den benachbarten Rücken 4 hindurchragen, zusammengehalten. In
diesem Material jedoch werden die benachbarten Stoffelemente innerhalb der Reihen zusammengehalten
durch das Zusammenbinden von Fasern 3, die von den Seiten der Rücken zu den entsprechenden Fasern an
den Rücken benachbarter Elemente in den Reihen reichen. Es ist danach ersichtlich, daß bei dieser Modifikation
immer wenigstens drei Fasern in jedem Element vorhanden sein müssen, wobei jeweils eine der Fasern
durch ein Loch in einem benachbarten Element reicht. Vorzugsweise sind jedoch für jedes Element meh" als
drei Fasern vorhanden.
Wie in den F i g. 9 und 10 gezeigt, sind die durch die Löcher in den Rücken benachbarter Elemente reichenden
Fasern vorzugsweise miteinander zur Verbesserung der Bindung verschlungen bzw. verzwirnt. Ob sie
nun verzwirnt sind oder nicht, ist es notwendig, daß die Fasern durch die Rücken mehrerer benachbarter Elemente
reichen, wenn die Reihen ausschließlich durch diese Bindungsart zusammengehalten werden. So reichen
im allgemeinen die Fasern durch wenigstens drei lamellenförmige Elemente, so daß durch jedes Element
drei oder meist noch viel mehr Fasern hindurchlaufen.
Wenn die Rücken der Elemente kurz sind, können sie in im wesentlichen parallelen Reihen, mit den Rücken
'5 quer zu den Reihen, angeordnet sein. F i g. 11 zeigt ein
solches Material. Wenngleich aus Gründen der Vereinfachung die Rücken so dargestellt sind, als hätten sie
flache obere Stirnflächen, haben sie in der Praxis solche flachen Stirnflächen nicht, es sei denn, sie sind nach
ze dem Ausbilden des Stoffes geeignet beschnitten oder
sonstwie behandelt worden. Das in F i g. 11 gezeigte
Material besteht aus im wesentlicnen sattelförmigen Elementen, die mit den sattelförmigen Rücken 11 querverlaufend
zu den Reihen angeordnet sind, wobei jedes
*5 Element mit den benachbarten Elementen in der gleichen
Reihe und mit denen in den benachbarten Reihen durch das Zusammenbinden der Fasern 3 gehalten
wird.
Ein weiterer möglicher Materialtyp besteht einfach aus einer einzelnen Reihe von Elementen, die mit den Rücken der Elemente querverlaufend zu der Länge der Reihe angeordnet sind. Dieses Material kann fadenähnlich sein, wobei dann die Rücken notwendigerweise extrem kurz sind. Es kann jedoch auch streifenförmig sein, wobei dann jeder Rücken in einer im wesentlichen geraden Linie liegen und den Abstand von einer Kante des Streifens zur anderen überspannen kann. Für dieses Material sind die Rücken langgestreckt, wobei sie wenigstens so lang sind, wie die Breite des Streifens. So kann dieses Streifenmaterial die Form schmaler Bänder oder breiter Bahnen haben.
Ein weiterer möglicher Materialtyp besteht einfach aus einer einzelnen Reihe von Elementen, die mit den Rücken der Elemente querverlaufend zu der Länge der Reihe angeordnet sind. Dieses Material kann fadenähnlich sein, wobei dann die Rücken notwendigerweise extrem kurz sind. Es kann jedoch auch streifenförmig sein, wobei dann jeder Rücken in einer im wesentlichen geraden Linie liegen und den Abstand von einer Kante des Streifens zur anderen überspannen kann. Für dieses Material sind die Rücken langgestreckt, wobei sie wenigstens so lang sind, wie die Breite des Streifens. So kann dieses Streifenmaterial die Form schmaler Bänder oder breiter Bahnen haben.
Die Fasern, welche aus den Rücken der Stoffelemente herausgezogen werden, sind meist fiberähnlich und
ein Teil des Verbindens erfolgt wenigstens im allgemeinen durch das Verfilzen der Fasern miteinander. Jedoch
können die Elemente zusätzlich zu diesem Verfilzen, oder statt dessen auch unter Verwendung eines geeigneten
Bindemittels verbunden werden. Dieses Bindemittel oder ein anderes Material (d. h. ein geformtes
Material oder ein Spaltfasermaterial, wie dies nachfolgend im einzelnen beschrieben wird), das zwischen den
benachbarten Elementen vorhanden ist, kann das Zusammenhalten der Elemente ebenfalls begünstigen. Im
allgemeinen sind jedoch die Fasern immer so ausgebildet, daß die Elemente mit oder ohne Bindemittel durch
die Fasern zusammengehalten werden, wobei eine Bindung, die von einem Material zwischen benachbarten
Elementen herrührt und nicht den Fasern zugeordnet werden kann, ausschließlich der Vergrößerung der Festigkeit
des späteren Produktes dient.
Damit das Bahnmaterial zusammengehalten wird, ist es wesentlich, das ausreichend viele Fasern von jedem
Element herausgezogen werden. Eine ausreichende Bindung wird nicht erhalten, wenn gerade nur eine Faser
jeweils von jeder Seite der Rücken abgezogen wird oder wenn nur zwei Fasern von den Zentralteilen benachbarter
lamellenförmiger Rücken vorstehen. Es müssen vielmehr an jedem Rücken eine Mehrzahl von
Fasern, wenigstens drei Fasern, vorhanden sein. Wie in der Zeichnung gezeigt, ist die Anzahl der Fasern an
jedem Rücken im allgemeinen viel größer, besonders wenn die Fasern von den Seiten, statt von den Zentren
«ler Rücken ausgezogen werden.
Ein Verfahren zum Extrudieren flüssiger oder halbflüssiger, im wesentlichen lamellenförmiger Elemente
aus polymerem Material, die abwechselnd durch eine zweite flüssige oder halbflüssige Materialkomponente
getrennt werden, ist in der älteren DT-AS 15 69 335 beschrieben.
Das Grundverfahren umfaßt im allgemeinen die Verwendung eines Extruderdüsenkörpers, in welchem eine
Reihe von benachbarten parallelen Kanälen vorhanden sind, von denen jedem zweiten Kanal das eine geschmolzene
Material als die Stoffelemente bildender erster Materialkomponente, und den verbleibenden
Kanälen die zweite Materialkomponente zugeführt wird.
Zur Herstellung der vorliegenden lamellenförmigen Stoffelemente wird es im allgemeinen vorgezogen, die
Lamellen durch eine Re ie von Kanälen als kontinuierliche
flache Ränder zu extrudieren, die dann Zickzack förmig zu einem Strang mit abwechselnden Schichten
aus der einen und anderen Materialkomponente zusammengefaltet werden. Dieser Strang wird dann mit
der Seite, an welcher die Fasern von den lamellenförmigen Elementen aus der ersten Materialkomponente
gezogen werden sollen, über einen entsprechenden Kamm geführt, der die Elemente, wie in F i g. 1 angedeutet,
schlitzt. Eine andere, bevorzugte Möglichkeit besteht darin, den Schichtenstrang mit der Seite, von
welcher die Fasern gezogen werden sollen, unter Druck über eine geriffelte, gegebenenfalls gezackte
Kante und dann über eine Messerschneide zu ziehen, an welcher die bereits gebildeten Fasern weiter ausgezogen
werden.
Eine geeignete Vorrichtung hierfür ist in den F ι g. 12
bis 14 gezeigt. Die beiden geschmolzenen Polymerisate 1 und Il werden der Vorrichtung mittels zweier nicht
gezeigter Extrudiervorrichtungen zugeführt. Das Material I wird verwendet zur Bildung der Stoffelemente,
und das Material Π bildet die dazwischenliegenden Schichten aus der zweiten Komponente. In der Zeichnung
ist das erste Material 1 mit schattierten Linien angedeutet wohingegen das Material Il nicht weiter
gekennzeichnet ist Aus den Extrudiervorrichtungen werden die Materialien I und Il in die Vorrichtung
durch Hauptkanäle gepreßt und nachfolgend in eine Reihe von sehr engen Kanälen 13 und 14, getrennt
durch Wandungen 12, aufgeteilt. Die Wandungen 12 trennen die Kanäle 13, durch welche das polymere Material
I extrudiert wird, von den Leitungen 14, durch welche die zweite Materialkomponente II extrudiert
wird.
Im Abstand vor den Mündungen 16 der Kanäle 13,
14 ist eine Reihe einander ähnlicher Keile 15 mit Zwischenräumen zwischen ihnen angeordnet Die an der
Keilspitze liegenden Keilkanten 18 sind gegen die Mündungen 16 gerichtet und die den Zwischenräumen
zugewendeten Eckkanten 17 sind sägeartig ausgebildet. Diese ganze Anordnung ist von Gehäusewandungen 37
umgrenzt und an sie schließt eine haubenförmige Kammer 19 zur Aufnahme des Materials an. Die Keilreihe
•wird entsprechen den eingezeichneten Pfeilen quer zu den Mündungen 16 hin und her bewegt Dabei werden
die aus den Mündungen 16 ausgetretenen Materialbänder 21,22 vor- und zurückgeschoben. Unter dem Druck
des aus den Mündungen nachgeförderten Materials werden die Materialbänder 21, 22 gegen die an der
Keilspitze verlaufenden Kanten 18 gedrückt und in kurze Segmente getrennt. Die Kanten 18 sind vorzugsweise
leicht gezahnt.
Die so gebildeten Segmente 23 werden dann durch die von den Zwischenräumen zwischen den Keilen gebildeten
Durchgänge gepreßt, die allmählich bis zu einem von den Kanten 17 gebildeten Hals enger werden.
An den grob gezahnten Kanten 17 bleiben die Seiten der Segmente 23 hängen, so daß unter dem Druck
der nachfolgenden Materialmasse die Fasern aus den Seiten der Elemente herausgezogen werden. Dabei erhalten
die vorgedrückten Mittelteile der Elemente 23 eine etwa sattelförmige Querschnittsform.
Die Durchgänge werden hinter dem Hals wieder breiter und enden an den Keilkanten 24, die den Mündungen
16 abgewendet sind und sägeartig gezahnt sind. Durch die Hin- und Herbewegung der Keilreihe werden
die von den Kanten 17 ausgezogenen Fasern an den Keilkanten 24 weitergezogen und überdies zusammengefaltet.
Außerdem werden die Elemente 23 durch die Hin- und Herbewegung des durch die Keilkanten 24
jeweils gebildeten Kammes nach dem Austritt aus den Durchgängen zickzackförmig in parallele Reihen angeordnet,
so daß die Elemente Ende an Ende zu liegen kommen. Beim Durchlauf durch die Kammer 19 und
den Auslaß 20 werden die in Reihen gefalteten Elemente dicht gegeneinander gedrückt, wodurch die Bindung
der Elemente aneinander verbessert wird.
Die den Auslaß 20 bildenden Backen können gegebenenfalls gegenläufig zueinander hin und her bewegt
werden, so daß die Elemente quer verstreckt werden und auf diese Weise die Zugfestigkeit in dieser Richtung
verbessert wird.
Wenn der Auslaß 20 im Verhältnis zur Breite der Kammer 19 an den Keilkanten 24 geeignet dimensioniert
ist. werden die Elemente beim Durchgang durch die Kammer um 90° verdreht. Der Auslaß muß wesentlieh
enger als die Länge der Elemente in Richtung der F i g. 13 sein, damit dies geschieht Im Auslaß kann eine
Schneidkante ausgebildet sein, gegen welche die ausgefaserten Seiten der Elemente gedrückt und die Fasern
weiter ausgezogen werden.
Das die zweite Komponente bildende Material kann nach dem Aushärten des die Stoffelemente bildenden
Polymermatertals entfernt oder aufgespalten werden.
Sowohl das polymere Material für die Stoff elemente, als auch die andere Materialkomponente, die zusammen
mit dem polymeren Material extrudiert wird, müssen flüssig oder halbflüssig sein, um extrudierbar zu
sein. Es wird im allgemeinen für das polymere Material, aus welchem die Stoffelemente gebildet werden, ein
sehr weiches Polymerisat bevorzugt, um die Eigenschäften des Endproduktes zu verbessern, wobei die
Textileigenschaften und die Zerreißfestigkeit bei der Bindung der Fasern mit den Rücken im besonderen
verbessert werden. Geeignete polymere Materialien sind Polyamide, Polyester, Polyurethane, Polypropylen,
Polyäthylen und andere kristalline Polyolefine. Polyvinylchlorid im allgemeinen leicht weichgemacht, und extrudierbare
Copolymerisate von Polyvinylidenchlorid, modifiziertes Polystyrol hoher Schlagfähigkeit und Polycarbonate.
Besonders bevorzugt werden Polymerisate der Polyamide, die als Nylon bekannt sind. Die Polymerisate
können als Vorpolymerisate extrudiert und nachfolgend während des Verfahrens polymerisiert
werden.
509583/322
Die zweite Materialkomponente muß derart sein, daß ihre kontinuierliche Struktur, wenn gewünscht, zerstört
werden kann. Sie kann vom gleichen Polymerisattyp sein, wie das für die Stoffelemente verwendete polymere
Material, wobei jedoch das Molekulargewicht unterschiedlich ist, oder es kann ein anderes polymeres
Material verwendet werden. Es kann auch eine Paste, frei von irgendeinem polymeren Material, wie beispielsweise
ein Gemisch eines Gleitmittels und eines Eindickmittels, verwendet werden. Es wird besonders
vorgezogen, für die zweite Komponente insgesamt oder teilweise ein Polyoxyäthylenharz zu verwenden,
weil dieses wasserlöslich ist und leicht durch Waschen mit Wasser entfernt werden kann. Gemische von polymerem
Material, von welchem die Elemente gebildet werden, und einem anderen polymerem Material oder
anderen Materialien können als zweite Komponente verwendet werden. Welche zweite Komponente auch
immer verwendet wird, so ist die ausgewählte Kombination für die zweite Komponente und das die Stoffelemente
bildende polymere Material vorzugsweise derart, daß eine geringe Grenzflächenspannung zwischen
denselben besteht. Dies ist besonders wichtig, wenn das polymere Matertal die Form eines Vorpolymerisats hat.
Im allgemeinen wird die zweite Komponente so ausgewählt, daß ihre kontinuierliche Struktur zerstört werden
kann. Wenn es gewünscht wird, die zweite Komponente durch Waschen zu entfernen unter Zurücklassung
eines Produktes, das im wesentlichen nur aus den Stoffelementen besteht, dann muß die zweite Komponente
in einem geeigneten Lösungsmittel entfernbar sein. Wenn die kontinuierliche Struktur durch Schaumbildung
zerstört werden soll, dann muß die zweite Komponente verschäumbar sein. Wenn die kontinuierliche
Struktur durch Aufspalten in Fasern zerstört werden soll, dann muß die zweite Komponente zur Aufspaltung
geeignet sein. Vorzugsweise sollte die zweite Komponente zur Erleichterung des Aufspaltens härter
sein als das polymere Material und sollte mit dem letzteren unverträglich sein, damit sie an den Grenzflächen
leicht gleitet. Das Aufspalten kann dann einfach durch Biegen der ausgehärteten Bahn oder des Fadenmaterials
oder durch Walzen desselben erfolgen. Das Aufspalten kann so durchgeführt werden, daß für die zweite
Komponente eine Struktur erhalten wird, die allgemein als Spaltfaser bezeichnet wird, oder daß die zweite
Komponente einfach von den Polymerisatelementen ausreichend stark abspringt daß sich das Material ausreichend
biegen läßt.
Wenn natürlich das polymere Material selbst nicht mit aufgespalten werden soll, während die zweite Komponente
aufgespalten wird, muß das polymere Material gegenüber Aufspalten stark resistent sein. Es wird im
allgemeinen vorgezogen, ein Expandierungsmittel in der zweiten Komponente einzuschließen und dadurch
die Expansion zu beeinflussen, während die Elemente des Bahn- oder Fadenmaterials noch flüssig sind. Diese
Expansion öffnet die Struktur des Materials ohne Rücksicht darauf, ob die zweite Komponente im
Schaumzustand zurückbehalten wird oder nicht, oder auf welche Weise sie entfernt wird.
Insbesondere für ein Extrudieren des Materials in
Fadenform wird als Material für die Elemente Nylon und für die zweite Komponente ein Gemisch aus Nylon
und Polyoxyäthylen besonders bevorzugt Hierbei wird nach dem Aushärten der Nylonelemente das Polyoxyäthylen
aus der zweiten Komponente herausgewaschen und das Nylon in der zweiten Komponente wird dann
in Spaltfasern aufgespalten.
Wenn gewünscht, können ein Teil der Elemente aus dem einen polymeren Material und andere Elemente
aus einem unterschiedlichen polymeren Material sein.
Auch können die Elemente unterschiedliche Farben haben.
Der Textilverbundstoff kann einer Vielzahl von Endbehandlungen, abhängig von der beabsichtigten Verwendung,
unterworfen werden. Oftmals wird er quer
ίο oder der Länge nach, oder beides, gezogen oder verstreckt,
häufig noch während die lamellenförmigen Elemente noch weich sind. Das Verstrecken kann geeigneterweise
unter Druck mittels Walzen erfolgen. Die offene Struktur des Materials wird zusammenbrechen.
■ s sich aber nachfolgend wieder öffnen. Natürlich muß das
Pressen so erfolgen, daß die Elemente miteinander zu einer kontinuierlichen Bahn verschweißt werden. Eine
andere Verfahrensweise zur Herstellung einer sehr offenen Struktur besteht darin, die Schicht zu kalandrieren,
während die Elemente fest, aber leicht verformbar sind und während die zweite Komponente sehr stark
verformbar ist und dann die zweite Komponente herauszulösen. Die in den Rücken der Elemente hervorgerufenen
Spannungen öffnen solche Elemente bis zu einem voluminösen Zustand, sogar dann, wenn kein Expansionsmittel
verwendet wird. Im allgemeinen können zur Herstellung einer offenen Struktur eines oder mehrere
der nachfolgenden Verfahren verwendet werden:
1. Expansion mittels eines Expansionsmittels in derselben Komponente,
2. Herauslösen wenigstens eines Teils der zweiten Komponente,
3. Aufspalten der zweiten Komponente, wobei als eine solche Komponente entweder ein brüchiges
Polymerisat oder ein Material verwendet wird, das durch Aufquellen oder eine andere chemische Behandlung
geschwächt wurde, oder
4. durch Schlüpfrigmachen der Bindung zwischen den beiden Polymerisaten.
Die Textilverbundstoffe können mit hoher Geschwindigkeit hergestellt werden. Beispielsweise ist es
durchaus möglich, eine Bahn von 10 cm Breite mit einer
Geschwindigkeit von 30 kg polymeres Material pro Stunde zu extrudieren und dann diese Bahn, falls gewünscht,
auf eine sehr dünne Schicht herunterzukalandrieren. Die Textilverbundstoffe können für eine Vielzahl
von Verwendungen vorgesehen werden. So können sie als Textilprodukte dienen. Diese werden im allgemeinen
durch Kalandrieren eines Bahnmaterials auf das gewünschte Gewicht und die gewünschten Dimensionen
hergestellt. Beispielsweise kann Bahnmaterial, das mit einem Gewicht von 1 kg pro m2 extrudiert wurde,
zweimal in jeder Richtung auf ein Gewicht von weniger als 500 g pro m2, beispielsweise 100 bis 200 g pro
m2, kalandriert werden. Materialien, die so dünn sind, daß sie ein Flächengewicht von 10 g pro m2 haben,
können nach diesem Verfahren hergestellt werden.
** Wenn die Materialien als Textilien verwendet werden
sollen, wird die zweite Komponente im allgemeinen vollständig aus ihnen herausgelöst oder in Spaltfasern
durch Verstrecken umgewandelt Bodenbeläge oder Teppiche können durch geeignete Anordnung der
Stoffelemente hergestellt werden. Im allgemeinen werden kurze Elemente, die in dem Material auf Kante stehen,
verwendet Die zweite Komponente wird im allgemeinen gänzlich gelöst. Lederähnliche Produkte können
hergestellt werden. Bei diesen wird die zweite Komponente im allgemeinen in Spaltfasern aufgespal-
ten. Diese Produkte können, wenn gewünscht, mit einem geeigneten Harz imprägniert werden. Für Verpackungszwecke
oder bei Verwendung als Bauplatten ist die zweite Komponente vorzugsweise ein verschäumbares
Material, das verschäumt und aus dem Material entfernt wird.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (20)
- Patentansprüche:. Ί. Synthetischer Textüverbundstoff mit einer Vielzahl im wesentlichen gleich aufgebauter gleichartig im Stoff angeordneter Grundkörper, die mittels einer Vielzahl von Fasern miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundkörper als längliche Rückenteile ausgebildet sind, daß von den Grundkörpern jeweils aus dem gleichen Material und einstückig mit diesen eine Vielzahl von Pasern abragt, daß sich die Fasern im wesentlichen in einer gemeinsamen in der Ebene des Stoffes liegenden Richtung erstrecken, und daß die Grundkörper sich quer 2ur Faserrichtung in der Ebene des Stoffes erstrecken.
- 2. Textiiverbundstoff nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rücken stabförmig sind.
- 3. Textiiverbundstoff nach Anspruch 1, dadurch f ekennzeichnet, daß die Rücken Lamellen sind.
- 4. Textiiverbundstoff nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rücken sich über Zumindest einen wesentlichen Teil der Dicke des Stoffes erstrecken.
- 5. Textiiverbundstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rücken über die Breite des Stoffes durchlaufen.
- 6. Textiiverbundstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rücken in einer fischgrätmusterartigen Zick-Zack-Anordnung verlaufen.
- 7. Textiiverbundstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern in mindestens und vorzugsweise einer in Rückenlängsrichtung verlaufenden Reihe von den Rücken abragen.
- 8. Textiiverbundstoff nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die in je einer Reihe von den Rücken abragenden Fasern im wesentlichen an einer Oberfläche des Stoffes verlaufen.
- 9. Textiiverbundstoff nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichne'., daß bei zwei Faserreihen der Rükken jeder Faserreihe im wesentlichen an einer anderen Oberfläche des Stoffes verläuft.
- 10. Textiiverbundstoff nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Rücken mit seinen beiden Faserreihen einen der beiden ihm benachbarten Rücken umfaßt.
- 11. Textiiverbundstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß Fasern von den Rändern von Löchern der Rücken durch Löcher der in einer Richtung benachbarten Rücken ragen.
- 12. Textiiverbundstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern der in Faserrichtung aufeinanderfolgenden Rücken zu einer Vielzahl von im Abstand voneinander verlaufenden Fasersträngen zusammengefaßt sind.
- 13. Textiiverbundstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Haftung der Fasern des Stoffes durch Verfilzen derselben verbessert ist.
- 14. Textiiverbundstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Haftung der Fasern aneinander durch die Bindemittel verbessert ist.
- 15. Textiiverbundstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß in Richtungdes Faserverlaufs benachbarte Rücken mit ihren zugehörigen Fasern jeweils aus unterschiedlichen Polymerisaten bestehen.
- 16. Textiiverbundstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß sich zusätzlich Spaltfasern zwischen den Rücken erstrecken.
- 17. Textilverbundstpff nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet daß zusätzlich ein Polymerisatschaum zwischen den Rücken vorgesehen ist
- 18. Verwendung eines Textilverbundstoffes nach einem der Ansprüche 1 bis 16 als Kunstleder.
- 19. Verwendung eines Textilverbundstoffes nach einem der Ansprüche 1 bis 16 als Bodenbelag.
- 20. Verwendung eines Textilverbundstoffes nach Anspruch 17 ais Bauplatte.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19661785525 DE1785525A1 (de) | 1965-06-08 | 1966-06-08 | Verfahren zur Herstellung von folienaehnlichem Material |
Applications Claiming Priority (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB2406865 | 1965-06-08 | ||
| GB2406865 | 1965-06-08 | ||
| GB2670865 | 1965-06-24 | ||
| GB26708/65A GB1171111A (en) | 1965-06-08 | 1965-06-24 | Sheet Material of Polymeric Substances and Method for Producing said Material. |
| DER0043439 | 1966-06-08 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1660598A1 DE1660598A1 (de) | 1971-02-18 |
| DE1660598B2 true DE1660598B2 (de) | 1976-01-15 |
| DE1660598C3 DE1660598C3 (de) | 1976-08-26 |
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ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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| SE334209B (de) | 1971-04-19 |
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| FI48810C (fi) | 1975-01-10 |
| JPS516717B1 (de) | 1976-03-01 |
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| DE1660598A1 (de) | 1971-02-18 |
| NL6607962A (de) | 1966-12-09 |
| FI48810B (de) | 1974-09-30 |
| SE342405B (de) | 1972-02-07 |
| DK127684B (da) | 1973-12-17 |
| GB1171111A (en) | 1969-11-19 |
| AT298658B (de) | 1972-05-25 |
| CH494304A (de) | 1970-07-31 |
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |