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DE165994C - - Google Patents

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Publication number
DE165994C
DE165994C DENDAT165994D DE165994DA DE165994C DE 165994 C DE165994 C DE 165994C DE NDAT165994 D DENDAT165994 D DE NDAT165994D DE 165994D A DE165994D A DE 165994DA DE 165994 C DE165994 C DE 165994C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ring
workpiece
die
split
press die
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT165994D
Other languages
English (en)
Publication of DE165994C publication Critical patent/DE165994C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D35/00Combined processes according to or processes combined with methods covered by groups B21D1/00 - B21D31/00

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Shaping Metal By Deep-Drawing, Or The Like (AREA)

Description

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filz It
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Diese Erfindung besteht in einer besonderen Ausgestaltung einer Vorrichtung zur Herstellung von Gegenständen aus Blech durch aufeinander folgendes Stanzen, Ziehen und Pressen, wobei das Werkstück nach dem Ausstanzen und Ziehen in bekannter Weise mittels des Zieh- und Preßstempels durch einen freien Raum nach der Preßmatrize bewegt wird, in welcher es der Stempel fertigpreßt.
Die neue Erfindung beruht darin, daß in dem Räume zwischen der Zieh- und Preßmatrize ein gespaltener Ring angebracht ist, der den Zieh- und Preßstempel hindurchfallen läßt, worauf er zusammengedrückt und gegen die Preßmatrize bewegt wird, so daß er über den Rand des Werkstücks greift, denselben niederstaucht und dadurch zwischen dem gespaltenen Ringe und der Preßmatrize einen Flansch bildet.
Dies kann unter Zuhilfenahme eines unter der Wirkung des niedergehenden Stempels stehenden zweiten Ringes erfolgen, der sich mit einer schrägen Fläche gegen eine schräge Fläche des ersten Ringes legt. Beide Ringe können beim nächstfolgenden Hochgehen des Stempels durch einen unter Federwirkung stehenden Tragering in ihre höchste Stellung zurückgeführt werden, wobei gegebenenfalls der erste Ring gegen einen gleichfalls mit schräger Fläche versehenen Ring anstößt und wieder ausgedehnt wird.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht.
Fig. ι zeigt die Seitenansicht einer doppeltwirkenden Presse bekannter Art, auf welche die Erfindung angewendet ist.
Fig. 2 ist ein senkrechter Schnitt durch Matrizen, Stempel und Werkstückhalter nach der Linie 2-2 der Fig. 8 und zeigt den Zieh- und Preßstempel in der höchsten Stellung.
Fig. 3 ist eine der Fig. 2 ähnliche Ansicht, welche die Teile in der untersten Stellung darstellt, worin das Fertigpressen stattfindet.
Fig. 4, 5 und 6 sind' Einzelansichten, welche den Zieh- und Preßstempel und das Werkstück in verschiedenen Stellungen während. des Niederganges des Stempels zeigen.
Fig. 7 veranschaulicht die Entstehungsweise des Werkstücks.
Fig. 8 ist ein Grundriß der Matrize. .
Fig. 9 zeigt einen Teil der Matrize mit der Öffnung für den Austritt des Werk-Stücks.
Fig. 10 ist ein Schnitt durch den unteren ausdehnbaren und senkrecht beweglichen Ring nach der Linie 10-10 der Fig. 8.
Fig. Ii ist die Einzelansicht einer Abänderung.
Fig. 12 zeigt ein Werkstück, welches mit Hilfe dieser abgeänderten Einrichtung hergestellt ist.
Ein Gestell 1 von geeigneter Bauart trägt die verschiedenen Teile der Presse. Mit 2 ist die Matrizeneinrichtung, mit 3 der Zieh- ■ und Preßstempel und mit 4 der Werkstückhalter bezeichnet (Fig. 1). Die feststehende Ziehmatrize 5 mit Schneidkante 6 und Auf-
ziehteil 7 (Fig. 2) dient mit dem Stempel und Werkstückhalter zusammen dazu, das Werkstück auf die übliche Weise auszuschneiden und zu ziehen. Unterhalb der Ziehmatrize ist ein ausdehnbarer und senkrecht beweglicher gespaltener Ring 8 angeordnet, welcher von einem Ring 10 getragen wird und einen zweiten Ring 9 aufnimmt (Fig. 2). "Die Ringe 9 und 10 sind vermittels eines oder mehrerer Stifte 11 (Fig. -io) verstellbar so zusammen befestigt, daß sich der Ring 8 ausdehnen und zusammenziehen kann. Der Tragering 10 legt sich unmittelbar auf Bolzen 13, welche von der Platte 12 aufgenommen werden (Fig. 2 und 3). Diese Platte 12 und folglich auch der ausdehnbare Ring wird normal in ihrer obersten Stellung durch eine Feder oder die Gummihülse 14 gehalten, welche auf dem am Gestellteil 16 befestigten Bolzen 15 angebracht ist. Durch den Stempel und zweckmäßig vermittels der Bolzen 17, die von dem oberen Ring 9 getragen und von der Platte 18 bewegt werden, läßt sich der Ring 8 nach unten schieben (Fig. 3). Beim Niedergang des Stempels bewegt die Platte 18, welche mit dem Bolzen 17 in Berührung kommt, den Ring 9 nach unten, und da sich dieser Ring mit einer schrägen Fläche 19 gegen eine entsprechende schräge Fläche 20 des Ringes 8 legt, so wird der letztere von dem Ring 9 mitgenommen und gleichzeitig zusammengedrückt. Zwischen dem feststehenden Matrizenring S und dem unteren ausdehnbaren und senkrecht beweglichen Ring 8 befindet sich ein Ring 21 von etwas größerem Durchmesser als der innere Durchmesser des Matrizenringes. Dieser Ring 21 besitzt eine schräge Fläche 22, gegen welche der Ring 8 bei der Aufwärtsbewegung mit einer schrägen Fläche 23 tritt und ausgedehnt wird (Fig. 2).
Die Preßmatrize 24 ist mit einer mittleren Vertiefung 25 versehen, die von einem vorstehenden Rand 27 umgeben ist und nimmt ein Messer 26 auf, durch welches ein Loch in das Werkstück geschnitten wird. Die mittlere Vertiefung dient zur Gestaltung des Werkstücks. Der Ring 8 ist innen mit einem Absatz 28 versehen, mit welchem er über das Werkstück greift, damit das Metall zwischen den vorstehenden Rand 27 und die untere Fläche des Ringes 8 gedrückt wird, um den Flansch zu bilden (Fig. 3 und 6).
Der Zieh- und Preßstempel 3 besitzt einen Kopf 28 a,- der beim Ziehen des Werkstücks, im vorliegenden Fall etwas über einen Zentimeter, nachgeben kann. Dieser Stempelkopf 28 a ist an dem Teil 29 vermittels einer Schraube 30 befestigt, deren Kopf 31 sich in der Bohrung 32 des Stempelkopfes frei bewegen kann (Fig. 2 und 3).
In dem Ausführungsbeispiel wird der Werkstückhalter 4 von der Welle 33 aus vermittels der Rollen 34 und Daumen 35 in der Führung 36 bewegt. Zweckmäßig wird der Stempel von derselben Welle aus vermittels der Kurbel 37 in der Führung 38 bewegt (Fig. 1).
Auf geeignete Weise führt man das Blech der Maschine zu, worauf der Werkstückhalter 4 niedergeht und das Werkstück abschneidet. Dann bleibt der Halter stehen und der Stempel 3 geht nieder und preßt das Werkstück in den Ziehring 7 der Ziehmatrize 5 hinein, so daß dasselbe gezogen wird, wobei der Stempelkopf 28 a nachgibt und im vorliegenden Fall etwas mehr als einen Zentimeter von seiner Bewegung verliert. Bei der fortgesetzten Bewegung des Stempels 3 wird das nunmehr gezogene Werkstück in den feststehenden Ring 21 hineinbewegt. Da dieser Ring einen etwas größeren inneren Durchmesser als die Ziehmatrize 5 hat, so werden Stempel und Werkstück aus der eingeklemmten Stellung, welche sie in der Ziehmatrize 5 einnehmen, befreit, wodurch dem Stempelkopf 28 a gestattet wird, die verlorene Bewegung wieder nachzuholen, indem derselbe herunterfällt und das Werkstück mitnimmt, was außer seiner regelmäßigen Fortbewegung geschieht. Gleichzeitig kommt die Platte 18 mit den vom Ring 9 getragenen Bolzen 17 in Berührung und bewegt diesen Ring und mit demselben den ausdehnbaren Ring 8 nach unten. Infolge der schrägen Flächen 19 und 20 wird der letztere gleichzeitig zusammengedrückt. Stempel und Werkstück haben jedoch infolge der durch das Fallen des Stempelkopfes 28 a stattfindenden weiteren Bewegung die Preßmatrize 24 vor dem ausdehnbaren und senkrecht beweglichen Ring 8 erreicht, so daß er sich beim Niedergehen und nach erfolgtem Zusammendrücken mit dem inneren Absatz 2.8 über das Werkstück legt und es niederdrückt (Fig. 3). Hierbei tritt das überschüssige Metall zwischen den vorstehenden Rand 27 der Preßmatrize 24 und den unteren Teil des ausdehnbaren Ringes 8, so daß der Flansch des Werkstücks entsteht. Hierbei gibt die Preßmatrize 24 dem Werkstück die passende Gestalt, während das Messer 26 ein Loch hineinschneidet.
Beim Niedergange hat der Ring 8 die Feder bezw. Gummihülse 14 zusammengedrückt. Nach Beendigung des beschriebenen Vorganges gehen Stempel und Werkstückhalter gemeinschaftlich in die Höhe und die Feder bezw. Gummihülse 14 bringt den Ring 8 in seine normale obere Stellung zurück (Fig. 2). Wenn die schräge Fläche 23 des Ringes 8 mit der schrägen Fläche 22 des
Ringes 2i in Berührung kommt, dehnt sich der Ring 8 aus, welche Bewegung infolge der verstellbaren Verbindung zwischen den Ringen 9 und 10 ermöglicht wird.
Selbstverständlich beschränkt sich die Erfindung nicht auf die Herstellung runder Gegenstände, sondern umfaßt auch solche von vierkantiger und unregelmäßiger Gestalt, welcher die Ringe usw. angepaßt werden.
Im allgemeinen ordnet man die Presse schräg auf einem passenden Gestell an, so daß beim Aufgange des ausdehnbaren Ringes 8 das Werkstück durch die Austritts-Öffnung 39 (Fig. 9) hindurch fällt.
Die Presse dient nicht ausschließlich zur Anfertigung von Gegenständen aus Blech, die mit einem Flansch versehen werden sollen. So läßt sich dieselbe Einrichtung, wenn man einfach die Gestalt der Teile ändert, für andere Zwecke benutzen, beispielsweise zum Umbördeln becherförmiger Gegenstände, wie Fig. 12 zeigt. Das Werkstück wird in diesem Fall dadurch hergestellt, daß man den inneren Absatz 40 des unteren gespaltenen Ringes 8 erhöht und erweitert und oben abrundet
' (Fig. 11).

Claims (4)

  1. Patent-An Sprüche:
    I. Vorrichtung zur Herstellung von Gegenständen aus Blech durch aufeinander folgendes Stanzen, Ziehen und Pressen, bei welcher der Ziehstempel das Werkstück nach dem Ausstanzen und Ziehen durch einen freien Raum unterhalb der Ziehmatrize nach der Preßmatrize hin bewegt, in welcher der zugleich als Preßstempel ausgebildete Ziehstempel das Werkstück fertigpreßt, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Räume zwischen der Zieh- und der Preßmatrize ein gespaltener Ring (8) angeordnet ist, durch den der Ziehstempel (28 a) nach erfolgtem Ziehen mit dem Werkstücke hindurchfällt, worauf der gespaltene Ring (8) zusammengedrückt und gegen die Preßmatrize (24) bewegt wird, so daß er über den Rand des Werkstücks greift, denselben niederstaucht und dadurch zwischen dem gespaltenen Ringe (8) und der Preßmatrize (24) einen Flansch bildet.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der der gespaltene Ring (8) dadurch zusammengedrückt und gegen die Preßmatrize (24) bewegt wird, daß er mit einer schrägen Fläche (20) versehen ist, auf die sich ein zweiter Ring (9) mit schräger Fläche (19) legt, der seinerseits unter der Wirkung des niedergehenden Stempels (29) mit dem gespaltenen Ringe (8) niedergedrückt wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der gespaltene Ring (8) auf einem Trageringe (10) aufliegt, der unter der Einwirkung einer Feder (14) steht, so daß beim Hochgehen des Stempels (29) sowohl der gespaltene Ring (8) als auch der über ihm liegende Ring (9) in die Anfangsstellung zurückbewegt wird.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der gespaltene Ring (8) bei seinem Zurückgange in die Anfangsstellung gegen einen Ring (21) mit schräger Fläche (22) stößt, wodurch er ausgedehnt wird, so daß er beim folgenden Niedergange des Stempels (29) den freien Durchgang des Werkstücks gestattet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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