DE1659277A1 - Verfahren und Folie zur Dacheindeckung - Google Patents
Verfahren und Folie zur DacheindeckungInfo
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Description
Allied Chemical Corporation, Few York, N.T. (USA)
11 Verfahren, und Folie zur Dacheindeckung"
Die Erfindung "betrifft ein Verfahren und eine Folie zur
Dacheindeckung, wobei die Dachverschalung mit einer wasserundurchlässigen
Schicht abgedeckt wird.
3ei den üblichen. Dachkonstruktionen, besteht die Dachhaut
aus bituminiertem Zement, bitumengetränkter Dachpappe, Übergußmaterial und einer Sand- oder Schlackenschicht die auf
einer passenden Verschalung verlegt wird. Die zur Herstellung solcher Dacheindeckungen verwendeten Bestandteile sind wasserundurchlässige
Stoffe, wie z.B. Tränkmassen, Kleber oder Übergußmassen
und Trägermaterialien wie Textil- Asbest- oder Glasfaser-Filz, sowie wetterfeste Deckschichten aus Sand, Schlacke
oder zerkleinerten Steinen.. Die übliche Methode, eine Holzverschalung
abzudecken, besteht darin, eine lage Deckpappe, zwei · genagelte, getränkte Filzlagen und drei zementgetränkte Filz- "
lagen zu verwenden, die alle miteinander verbunden werden, mit Pech oder Asphalt übergössen werden und dann alne Oberflächen
schicht von losem Sand oder Sohlacke erhalten, um gegen UV-licht
zu schützen und.das Dach begehbar zu machen. Die vielen Yerx'ahrensschritte
einer solchen, aus mehreren. Komponenten bestehenden.
Dacheindeckung führen zu hohen Arbeitskosten, vor allem wegen, der erforderlichen. Handarbeit und der langen. Bauzeit.
Weiterhin, sind üblicherweise Abdeckungen vorgesehen, um
ft -
eiüzelnen Teile der Dachkonstruktion untereinander gegen Wasser
abzudichten. .Als solche Abdeckungen, sind Kehlbleche bekannt,
die durch Zuschneiden und Warmverformung in. die jeweils notv/endige
Form gebracht werden» Beispielsweise'verhindern derartige
ICehlbleche das Einsickern, von/ Yfosser durch das Dach an
Schornsteinköpfen., Dunsthüten oder Luftschächten. In ähnlicher
Weise werden. Kehlbleche zwischen Dachverschalung und äuierer Sragmauer
angebracht. Im Rahmen solcher Konstruktionen werden Kehlbleche üblicherweise als Unterlage für Eindeckungen wie Dach-"
ziegel verwendet, sowie an der Dachrinne, um dort das'-Eindringen,
von. Wasser zwischen Dachhaut und Dachstuhl= zu verhindern.
Solches Kehlblechmaterial kann auch für Dehnungsfugen zwischen
verschiedenen Seilen der Konstruktion verwendet werden. Als
Material für solche Kehlbleche sind Kupfer, verzinktes Eisen, .„
Aluminium und Blei in Gebrauch und werden in großen Mengen dafür verwendet. Man hat auch schon versucht, Kunststoffe mit Püll-'
mitteln einzusetzen, um die Schwierigkeiten zu vermeiden, die bei der Benutzung von Metallen auftreten. Solche Kunststoffe
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bestehen im allgemeinen, aus einem Kun.stn.arz, Weichmachern und
füllstoffen, und können verhältnismäßig einfach in. die schwierigsten
formen gebracht v/erden, die sich bei gewissen. Aiiwendun^sfallen
ergeben. Die Herstellung dieser Kunststoffe ist jedoch infolge der geforderten Eigenschaften, nicht einfach.
Solche 2igenschaften. sind Härte, hohe Biegefestigkeit, ]?ormbeständigkeit
bei Temperaturänderungen., große Dehnbarkeit, geringe Temperaturempfindlichkeit, geringe Schrumpfung, geringe
Pllichtigkeit, Alterungsbeständigkeit und leichte Yerarbeitbarkeit.
Der Kunststoff muß verträglich mit den üblicherweise verwendeten. 3indemitteln. wie Pech und Asphalt sein, er muß warmverformbar
sein, bei mäßigen. Temperaturen, und er muß der Witterung
für unbestimmte Zeit widerstehen.können, ohne zu brechen oder
sich sonst zu verschlechtern, was Durchlässigkeit zur Polge haben
würde.
Ss wurde deshalb vorgeschlagen, eine Einlagen-Dachein.deckung
anstelle des Mehrlagensystems zu verwenden. Da jedoch die gleichen
Anforderungen an. die Elnlagen-Eindeckung gestellt v/erden
müssen., die die gleiche Lebensdauer von 15 - 25 Jahren haben
muß wie die Mehrlagen-Ein.deckuhg, ist es sehr schwierig, ein
Einlagen-System bzw. eine -Eindeckung zu finde^,Uie gleich
gut oder besser ist als eine Mehrlagen-Eindeckung. Schon die
bei der Verdunstung der Feuchtigkeit unter der Dachhaut auftretenden,
enormen Kräfte kennzeichnen die hier vorliegenden.
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Schwierigkeiten. Die Verdampfung bewirkt eine groiöe Vo lumenexpansion,
durch die große Blasen entstehen, die sich "bei anschließender
Kondensation zusammenziehen. Das wiederholte Aufwerfen der Dachhaut bei der Verdunstung und das Zusammenziehen
bei der Kondensation, führt bald zu Brüchen..
In. letzter Zeit sind verschiedene Vorschläge gemacht worden
bezüglich der Verwendung von. Kunststoffen, die bei einer verringerten Zahl von Lagen, die üblicherweise geforderten Eigenschaften
einer Dacheindeckung erreichen sollten. Bestimmte Kunststoffe wurden vorgeschlagenals Kehlmaterial, andere als Material für
die Dachhaut selbst und wieder andere sowohl als Kehlmaterial als auch als Material für die Dachhaut; letztere Kombination ist
besonders wünschenswert, weil sie es ermöglicht, eine Dacheindeckung aus ein. und demselben. Material herzustellen. Wegen der
harten Anforderungen an das Eindeckmaterial hatten die Kunststoffen,
wechselnden Erfolg, obwohl solche Kunststoffe die Arbeitszeit und die erforderlichen. Katerialniengen, die bei einer
Dacheindeckung erforderlich waren, eingeschränkt haben.. Im allgemeinen
sind Kunststoff-Eindeckungen^/erheblich geringerer Dicke
im Vergleich zu den herkömmlichen Mehrlagen-Eindeckungen.. Diese
geringere Dicke ist der Grund für eine Reihe möglicher Vorteile, bei der Verwendung als Eindeckung, es haben sich aber auch gewisse
!Nachteile oder Grenzen der Anwendungsmöglichkeiten, ergeben,
Kunststoffe als Einlagen-Eindeckung zu verwenden. Um die
zerstörenden Kräfte des Wasserdampfes zu verringern, hat man
eine wasserdampi'uadurchlässige Schicht zwischen der Verschalung
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■ -5-
■ und der Dachhaut vorgesehen. Jedoch läßt die Forderung nach solch
einer undurchlässigen Schicht die Anzahl der lagen, und des sonstigen,
Zubehörs anwachsen und verringert zugleich die Vorteile un.d die Wirkung der Kunststoff schicht als Einlagen-Eindeckung. Kurz,'
solche Probleme haben einen, weiten Raum für die gewünschte Verbesserung
bei Einlagen-Dacheindeckungen gelassen trotz vieler Xösungsversuche.
G-emäß der Erfindung ist eine Dacheindeckung vorgesehen, die da- ™
durch gekennzeichnet ist, daß eine poröse Unterschicht aus Kunststoff schaum auf der Verschalung angebracht wird, wobei diese Un-
- terschicht auf porösem, synthetisch hergestellten Kunststoff-*
schaum besteht, z.B. offenporigem Polyurethan oder einem Schauinfaserstoff,
dessen Pasern in besonderem Maße wasserabweisend sind,
so daß vorhandener Wasserdampf frei abziehen kann und daß ferner
eine wasserundurchlässige Schicht hierauf befestigt wird.
Erfindungsgemäß ist weiterhin eine Kombinationsfolie zur Dach- |
eindeckung vorgesehen, die eine wasserundurchlässige Deckschicht
aufweist, die auf einer flexiblen Unterlage aus porösem, synthetisch
hergestellten. Kunststoffschaum, z.B. offenporigem Poly- urethanschaum
oder einem Schaumfaserstoff, dessen. Pasern in besonderem
Maße wasserabweisend sind, befestigt ist.
Um die Erfindung verständlich, zu machen, ist sie im folgenden
ale AuBfühxungöljeispiel an. Hand der Zeichnungen, erläutert.
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Pig. 1A zeigt einen. Längsschnitt durch ein Dach mit der er-
findangsgemäßen Eindeckung; :-
Pig. 13 zeigt eine andere Aasführungsform, bei der anstelle
des offenporigen Plastikschaums eine andere offenporige Unterlage verwendet ist;
Jig. 2A und · "^
2B zeigen in Perspektive eine "bevorzugte Ausführungs-
£ form an der Verbindungsstelle der Dachverscha
lung und der Wand unter Verwendung eines Materials nach Pig. 1A;
Pig. 3 zeigt einen !Längsschnitt durch den Aufbau der Vor-
stufe einer Dachkante unter Verwendung des erfindungsgemäßen. Materials;
Pig. 4 zeigt im Längsschnitt eine bevorzugte Konstruktion
der Dächkante oder !Traufe nach Vollendung der Vorstufe gemäß Pig. 3;
Pig. 5 zeigt ein Vergleichsdiagramm, das die verbesserten
!Toleranzen bezüglich der Bruchfestigkeit (crack absorption tolerance) einer Einlage nach der
, findung dargestellt.
. Gemäß Pig. 1A der Zeichnung ist die erfindungsgemäße Eindeckung
auf einer üblichen Betondachverschalung 10 aufgetragen. Eine Kombinationsfolie aus PoIie/Schaum 11 ist mit einem geeigneten
Kleber 12 auf der Verschalung 10 aufgebracht; als Kleber wird
aa besten ein physikalisch trocknender Kunstharzkleber wie z.B.
Poii^chloroprenkunstharz verwendet. Ais andere brauchbare ICLeber
Iroiaaen solche auf 3itmiienbasis und andere die warm und kalt verarbeitet
werden können, inirage. Die aus" Plast ikmaterial auf ge—
"oaute, vorgefertigte Kombinationsfolie besteht aus einer Plastikfolie
11, die durch eine Einlage 13 z.B. aus gewebten, handelsüblichen Glasfaserverstärkt ist und aus einer darauf auf gebrachten
Schicht von offenporigem Plastikschaura 15. Diese Kombinationsfolie
wird auf die Klebersehicht 12 verlegt; damit entsteht die
Sindeckung in zwei einfachen Arbeitsgängen, nämlich der Aufbringung
des Klebers und der Aufbringung einer einzigen Schicht als Dachhaut.
Ausführungsbeispiel 1B ist eine Polypropylenfasermatte 15A, ■
durch „die die verdunstende Feuchtigkeit abziehen, kann, auf einer
Holzverschalung oder einer anderen. Verschalung 10 B durch Hageln oder. Kleben fest aufgebracht. Über der Matte 15A sind wechselweise
Lagen HB und 14C aus Filz oder harzimprägniertem Papier f
und lagen 9 aus Pech oder Asphalt aufgebracht, um die notwendige Wasserfes t iglceit sicherzustellen. Bei diesem Aufbau stellt die
Tiüftungsschieht 15A. die notwendige Abzugsmöglichkeit für den Wasserdampf
dar. Bei Bedarf kann, auf der obersten Schicht von Pe'ch
oder Asphalt Sand aufgetragen, werden.
Fig. 2A zeigt die doppelte Anwendungsmöglichkeit der Kombinationsfolie 11 sowohl als Dachhaut als auch als Kehlmaterial. Die Folie
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11 wird in Roller, geeigneter Breite hergestellt, vorzugsweise
36 oder 48-inch (91,2 bzw. 121,9 cm). Die Kombinationsfolie
bat einen Kantenteil TiC, (vgl. Pig. 2B), der keine Schaum-Schicht
.15 trägt, und der die. .offenen.Stöße 11D zu überlappen
geeignet ist. Die Unterseite des Kantenteils 11C ist Kit einen
Zbntaktkleber versehen, so daß eine direkte Verbindung zwischen
»Ι den Pollen 14 erfolgt. Eine Ankeilung 1? ist in üblicher Weise
zwischen der Verschalung und einer Wand 16 vorgesehen. Die Kombinationsfolie 11 wird über die Ankeilung 17 'geführt und endet
an"der Wand 16. Sine Klebersciiicht 12 verbindet die Polie
mit der Oberfläche der Ankeilung 17. Ein passender Streifen der Kombinationsfolie 11 ist als Kehlung 18 zugeschnitten; dieser
hat einen. Kantenteil 110, der verbunden ist mit dem Polienteil
19 der Kombinationsfolie 11, die ihrerseits auf der Ankeilung
17 liegt, verbunden durch ein Klebe- oder Kastixband, um eine
direkte Polie-auf-Polie-Verbindung zu schaffen. Der Teil der
Kehlung 18, der eine Schaumschicht trägt, ist ausschließlich senkrecht verlegt und in geeigneter Weise auf der Oberfläche
der Wand 16 aufgebracht, und zwar über der Stelle, an. der die Oberfläche 21 der Wand mit der Ankellung 17 verklebt oder sonst
in geeigneter Weise abgedichtet ist. Dieser Aufbau verhindert
das Einsickern, von feuchtigkeit an. der Verbindungsstelle von
Kantenteil und Ankeilung,, Die Abdeckkehlung 22 überlappt das
Oberteil der Wand 16 und reicht in. bekannter Weise über den
senkrecht verlegten. Seil der als Kehlung verwendeten Kombi- » nationsfolie 18.
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j.m Ausführungsbeispiel nach Pig. 2B ist kein "besonderer KeTiI-teil
vorgesehen.. Die Kombinationsfolie 11B wird über die Aniceilung
17B hochgeführt und endet in einem senkrechten üleil,
•ier dui-ch eine Kleberschicht 12B mit der senkrechten Fläche 21B
der Wand 163 verbunden ist. Die- Folie 11B ist mit, einer Glasfaserverstärkung
13B versehen; eine Kante der Folie 11B trägt am Kantenteil 110 keine Schaumschicht 15Bi Dieser Kantenteil
wird, direkt auf den Folienteil der vorherverlegten Kombinations- ™
folie 11p geklebt. Da an dieser Verbindungsstelle die poröse
Schaumschicht weggelassen ist, kann an dieser Stelle kein Einsickern von Feuchtigkeit auf die Dachverschalung eintreten. Es
wird darauf hingewiesen, daß es entscheidend für eine gleichmäßige Entlüftung ist, daß die poröse Schicht sonst durchgehend
ist, so daß entstehender Dampf durch die poröse Schicht 1-5 hindurchtreten
kann und an mit dem Pfeil V gekennzeichneten Stellen entweichen kann. .
. i
?ig. 3 und ]?ig. 4 zeigen Vor- und Endstufen einer Dachkanten- . :
bzw. Traufenkonstruktion unter Verwendung der erfindungsgemäßen Kombinationsfolie. Zum Zweck der Erklärung ist in Fig. 3 und 4
ein Stück der Dachkante gezeigt, die aus der Verschalung 26 und
der isolierenden Faserschicht 27 besteht. Wie in.Fig, 3 gezeigt ist, liegt die Dachverschalung 26 auf einem Träger 28 auf; diese
Konstruktion enthält einen an sich bekannten Dachabschlußträger ·
29, der an seiner Stirnseite ein Bogenstück: 30 aufweist. Die vorgefertigte Kombinationsfolie 11 ist auf der äußeren Oberfläche
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der ]?as ermatte 27 und an der Dachkante 29 mittels einer Klebeschicht
12 befestigt. Die Komtinationsfolie 11 hat eine poröse
Unterschicht wie in Fig. 1A und *1B beschrieben, und verläuft
abwärts über den senkrechten Teil der Dachkarite 29 und endet
vorzugsweise an der Auflage kante des Trägers 28.
In der Konstruktionsstufe gemäß Pig. 4 ist die Traufenausführung
durch Anfügen einer bekannten Holzunterlage 31 mit Sandleiste
32 vervollständigt, die mittels Hageln 33 an der Dachkante
29 und der Verschalung befestigt sind. Eine Ausnehmung 34 is"k
zwischen der Dachkante 29 und der Holzunterlage 31 vorgesehen, um 'zu verhindern, daß die Holzunterlage 31 gegen die Kante 29
preßt und das poröse Material zusammenquetscht, wodurch die Entlüftungsfähigkeit
der Kombinationsfolie entfallen würde. In ähnlicher Weise schafft die abgerundete Oberfläche 30 der Kante
29 einen Hohlraum 36, wodurch das Zusammenquetschen der Schaumschicht
durch die Holzunterlage 31'und die Sandleiste 32· verhindert
wird. Ein Verbindungsstreifen 37 wird auf die Oberfläche der Kombinationsfolie aufgebracht und stößt gegen die Sandleiste
32. Eine,Klebeschicht 38 ist auf die Oberfläche des waagerechten
Schenkels der Sandleiste und dem Verbindungsstreifen 37 aufgebracht.
Darauf ist eine Kehlung 39 befestigt, durch die eine wasserdichte Ausführung erreicht wird, die das Eindringen von
Wasser zwischen der Oberfläche der Kombinationsfolie 11 und
der Unterseite des waagerechten Schenkels der Sandleiste 32 verhindert.
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. K 009884/0653 ^11..
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Bei der erfiEdungsgemäßen. Eindeckung "unter Verwendung von
Plastikschaum wird der Folienteil aus irgendeinem geeigneten synthetischen Material hergestellt, bei dem durch Einlagerung
von Yerstärkungseinlagen bereits eine dünne Schicht in die lage
versetzt ist, den Erfordernissen einer Dacheindeckung gerecht zu werden. !Für die Herstellung der Folien kommen folgende thermoplastische
Materialien in Frage: chloriertes Polyäthylen, Chlorosulfopolyäthylen, Polyvinylchlorid, Polychloropren, Polyisobutylen
und Polyvinylfluorid. Die Folie ist hochelastisch und verträgt die Zugprüfung über einen Dorn von 3,2 mm. Die Plastikfolie
mui3 auch bei niedrigen, !temperatureη elastisch sein, und
eine Bruchtemperatur unter G0C ist wünschenswert, vorzugsweise
unter -50O. Bevorzugte Plastikmaterialien sind solche, die zu
einer Folie verarbeitet werden können, die bei so niedriger Temperatur
noch elastisch ist und für., die. eine Zugabe von nicht mehr
als 15 Teilen Weichmacher auf 100 Teile Kunstharz - mögliehst
zwischen 0 und 10 Teilen - in Frage kommt; am brauchbarsten sind
Elastomere. Vorzugsweise haben die Folien eine maximale Dehnbarkeit von wenigstens 100 %, eine Zugfestigkeit von wenigstens
p '
56,24kg/cm , eine Reißfestigkeit. (ASTMD 1004) von wenigstens 7,03 kg/cm , geringe Wasserdampf'durchlässigkeit und hohe Beständigkeit
gegen Lösungsmittel und Chemikalien. Die Dicke der Folien
kann zwischen etwa 0,1 - 1,9 mia variieren, bevorzugt sind 0,38 1,52
mm.
Bei der Herstellung der Folie können verschiedene Zuschlagstoffe
wie Füllstoffe, Pigmente,. Stabilisatoren usw. zugefügt werden.
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-3?üllstoffe werden im allgemeinen vernünftigerweise beigegeben
in Abhängigkeit von den endgültig gewünschten Eigen.scb.aften der
Folie wie Dehnbarkeit, Steife, Bruchtemperatur usw. Die Abso.lutmengen
für Füllstoffe und Pigmente können, zwischen 20 und 500
!eilen -'vorzugsweise zwischen. 50 und 200 !Teilen - auf 100 Seile
Kunstharz variieren, und zwar in Abhängigkeit von dem jeweils verwendeten. Kunstharz und den gewünschten. Eigenschaften. Als Beispiel
für geeignete Füllstoffe, die zur Herstellung der Folie verwendet werden können, kommen in Frage: Kieselerde oder Kieselgel,
Silikate wie CaIζium- oder Erdalkalisilikate; ebenso
!materialien, die Silikate enthalten wie Kieselgur, Bimsstein, oder
Stein- oder Asbestpulver, ferner andere Füllstoffe wie Kohle,. Graphit, Cryolith, Asbestfasern, Sand, Kaolin, Calzlumcarbonat,
Asche und lextilfasern. . _
Organische und mineralische Pigmente können in die Folie eingebettet
werden. Beispiele hierfür sind litandioxyd, Ruß, Antimontrioxyd,
Eisenoxyde, Phtaloxyamine und andere. Man. kann sie einzeln
oder in Mischungen verwenden. Die Zusatzmengen, können
variieren von etwa 2 bis 50 Seilen auf 100 Gewichts teile der ·
Kunstharzmischung. Für schwarzgefärbte Folien genügen, im allgemeinen
"5 Teile Ruß, während Undurchsiohtigkeit bei Folien erreicht
wird, wenn, vorzugsweise zwischen 28 und 38 Gewisciitsteilen !Ditandioxyd
zugefügt werden. Kleine Mengen anderer Pigmente können, mit Titandioxyd kombiniert werden, um Pastelltönungen zu erhai-
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ten. Gleichzeitig mit ihrer eigentlichen Funktion als Parb-.träger
wirken Pigmente wie üitandioxyd oder Ruß als Abschirmung
gegen die zerstörerische Einwirkung von UV-licht und bewirken'
einen ausgezeichneten Schutz; für das Kunstharz. Ruß· ist*
ein ausgezeichnetes Verstärkungsagens für chlorierte Polyäthylene. Pigmente wie Ruß und Eisenoxyd können bedarisweise
sowohl als Füllstoff als auch als Pigment verwendet werden.
Die als Dachhaut gemäß der Erfindung verwendeten Folien bedürfen einer Verstärkung, die wünschenswerterweise eingekaspelt
oder aufkaschiert ist und vorzugsweise mitten in der Folie plaziert ist, so daß die Plastik der Folie durchgehend ist
trotz der Einlagerung der Verstärkung. In dieser Weise werden
vorzugsweise dünne Plastikschichten verwendet, um die Folie
in Sandwichärt herzustellen mit Einlagerungen von Glas oder anderen geeigneten Stützmaterialien wie z.B. Glasgewebe, das
unter dem Handelsnamen "Victor' S 229" bekannt ist, wobei nur
Druck und Hitze angewendet werden (Druck etwa 80 psi; Temperatur
etwa 2500F). Bei Bedarf werden Klebemittel bei der Vorbereitung des Sandwichaufbaus verwendet. In ähnlicher Weise
kann die Folie in Sandwichbauweise aus einer großen Anzahl von Stoffen aufgebaut werden, wie z.B. mit Asbestfilz, der
mit Neopren und Masonit imprägniert ist* Falls es gewünscht '
wird, kann das Versteifungsmateriai nur auf einer Seite der
Plastikfolie aufgebracht werden, um eine Schichtung zu erhalten,
in der die Piastik£olie als äußere oder obere Fläche dient
I-
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.und das aridere Material die Unter- oder Rückseite für die !Folie
abgibt. Jedoch bei Einkapselung der Verstärkung ist die Abgrenzung
der Plastikfoiie nicht so deutlich, als wenn z.B. ein Asbestfilz zur Kaschierung verwendet wird,.
Das thermoplastische Kunstharz, das hauptsächlich für die Herstellung
einer Folie verwendet wird, ist elastomeres, chloriertes,
lineares Polyäthylen mit 25 bis 40 Gewichtsprozent Chlorgehalt, das eine Yerglasungstemperatur von nicht, höher als 1O0C hat und
eine Kristallisationsneigung von nicht mehr als 10 $ aufweist,
die festzustellen ist durch, das JTichtvorhandensein eines Spitzenwertes bei einer endothermischeη Differentialanalyse bei der
Schmelztemperatur des Polyäthylens, von dem ausgegangen wurde. In dieser V/eise chloriertes Polyäthylen kann kombiniert werden
mit Füllstoffen und Stabilisatoren, zur Herstellung besonders
hochwertiger Dachhautfolien, die in. besonderem Maße die an eine Dachhaut gestellten. Anforderungen vereinigen, wie Wetter- und
Färbteständigkeit, Widerstandsfähigkeit gegen. Wasser und Feuer,
Elastizität auch bei niedrigen Temperaturen, Hitze-, Licht-, Abrieb-, Druck-, Chemikalien- und Fettresistenz, sowie geringes'
Erfordernis von Weichmachern. Eine besonders bevorzugte Folie
wird hergestellt bei Verwendung eines größeren leils - ungefähr.
75-95 1° - von. chloriertem, linearem Polyäthylen mit 25 - 40 # j
Chlorgehalt, einer Verglasungstemperatur von nicht höher als i 100C und e.iner Kristallisätionsneigung von nicht mehr als 10. #;;
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ale durch thermische Dlfferentialanajyse festzustellen, Ist und
einer Struktinsiskositat zwischen etwa 1,0 bis 2.0 dl/giiT in.
ο-Dichlorbenzol bei 1000C und ferner einem geringeren Anteil etv/a
5-25 /« - eines chlorierten, linearen. Polyäthylens von. 30-40$
Gew. Chlorgehalt mit einer ¥erglasungstemperatur von nicht
höher als 50C, Kristallisation nicht mehr als 1 fo und einer
Strukturviskosität zwischen, etwa 3,5 üecL 4.'8. dl/gm in O-DiJ»fc|-
chlorbenzol bei 10O0G. (j
Beispiele für brauchbare thermoplastische Materialien für die Herstellung der Schauraschicht sind: Polyurethan, Polyäthylen,
chloriertes Polyäthylen, und Polyvinylchlorid. Bei der Zusammenfügung
mit der Plastikfolie ist die äußere Oberfläche des Schaums frei von der Haut, die sich gewö.hnlich während der Herstellung
bildet, so daß die. Schaumporen offen an der Oberfläche : liegen. Die Dicke der Schaumschicht kann, in der Größenordnung
zwischen etwa 0,51 mm und 12,7 mm liegen? sie liegt vorzugs-
■■."'■■■ ■' ' . ■ I
weise zwischen. 0,76 mm und 3,81 mm. Schäume von der brauch- . ^
baren Dicke können direkt hergestellt werden, werden, aber vorzugsweise abgeschnitten oder abgehobelt (sliced) von dickeren
lagen, wodurch erreicht wird, daß die Oberflächenporen, offen
sind. ? ,
Die erfindungsgeraäße, vorgefertigte Kombinationsfolie wird vorzugsweise
hergestellt duxeh ELebeverbindung der Plästikfolie
mit einer Schicht flexiblem Schaums oder einer, anderen porösen
OO90B4/ÖSS3 BÄDOKß^AL -16-
Schicht, Ein physikalisch trocknendes Polychloroprenkunstharζ
kann als Beispiel eines, geeigneten Klebers angeführt werden,
obgleich auch verschiedene andere hochfeste Kleber,, hauptsächlich
elastomere Kleber, Verwendung finden können. Die Klebeschicht wird vorzugsweise auf der Polienoberflache aufgebracht und
die poröse Schicht fortlaufend leicht unter 2uliilfenahine
eines V/alzenpaares in Kontakt mit der kleberbeschichteten Folie
gebracht. Bei Verwendung von Plastikschaum zur Herstellung
der Kombinationsfolie wird diese dann erhöhten Temperaturen ausgesetzt, vorzugsweise zwischen 49'0C-und 1090C, und zwar für
etwa 1/2 bis 5 Minuten, um den Kleber zu trocknen. Die Kombi-?
nationsfolie kann auch hergestellt werden durch direkte Verbindung der Folie mit der Schaumschicht bei hoher Temperatur
ohne Verwendung eines Klebers. Die Folie kann auch hergestellt werden durch direktes Auftragen einer schaumbildenden Mischung
auf die Plastikfolie, Dachpappe u. dgl. oder durch Herstellung
einer Sandwichkonstruktion von verschäumbarem Material zwischen zwei solchen Schichten, die dann aufgeschnitten werden, so daß
-man zwei vorgefertigte Kombinationsfolien erhält.
Ein typisches Verfahren zur Einlagen-Eindeckung unter Verwendung der erfindungsgemäßen Kombinationsfolie ist im folgenden beschrieben:
Ein Kleber wird auf einer sauberen, trocknen Dachverschalung wie Sperrholz, Steinbeton, Stahl oder einem anderen Material
mit einer Rolle oder einem anderen Auftragegerät verteilt. Die ·
Kombifolie wird auf den Kleber aufgerollt und dann durch Bürsten
oder Rollen in guten Kontakt damit gebrachtj die Verbindungsstellen
können unter 'Verwendung von. Kleber überlappt wer- - »
·' 009884/51853 /\
■ ":■■ " - 17-
BAD OHiGlNAL
den und - falls gewünscht - mit einem Band abgedichtet werden.
Die Kantenteile der Kombifölie können ohne Schaumschicht für
die Überlappungsverbindungen hergestellt werden. Die aufzuwendende
Arbeitszeit hangt von dem verwendeten Kleber ab. Dann
werden Kehlungen angebracht, um die Eindeckung zu vollenden.
3s ist klar, daß die Schaumschicht auch zuerst aufgebracht werden
kann und daran anschließend ein separates Aufkleben der Polie erfolgt. Gleichfalls können andere poröse Unterlagen, wie
nichtverfilzte Faserdecken, z.B. aus Polypropylen, auf die Dachverschalung
aufgeklebt werden; hierauf kommen eine lage Pech, Pilz usw. wie in Verbindung mit Fig·,- 1 B beschrieben ist.
Die Bruchabsorbtionstoleranz der erfindungsgemäßen Eindeckung ist durch das Diagramm in Fig. 5 demonstriert. Gemäß dem Diagramm
sind die Dehnungskräfte gegen die Bruchöffnungeii bei
23,50O aufgetragen. Hieraus geht die relative Überlegenheit
der rückseitig porös kaschierten Folie hervor, während das Materiai,
z.B. konventionelle Dachpappe ohne elastische poröse Unterlage (Kurve A) eine Dehnungsgrenze, bei der der Bruch eintritt,
von unter etwa- 1,59 mm. hat. Die Plastikfolie, wie sie
im untenstehenden Beispiel 1 beschrieben und in der Erfindung vorgesehen ist, aber ohne poröse Rückseite, hat eine Dehnungsgrenze, bei der der Bruch eintritt, von etwa Ti95 Mn. Das mit
einer offenporigen Schaumschicht auf der Rückseite beschichtete Material gemäß, der Erfindung hat eine Dehnungsgrenze, bei
der der Ba?uch eret nach 15,9 mm eintritt.
Per obige lest wurde durchgeführt, indem 50,8 cm des Testmate-
008804/0653 .
rials aufgebracht wurden auf zwei getrennte Stücke Sperr-'
holz von 15j9 mm Stärke und ungefähr 30,48 cm Länge. Die
beiden Sperrholzstücke wurden zusammengestoßen, so daß sich eine Fläche von 60,96 cm ergab. Der Teststreifen in
einer Länge von 50,8 cm und einer Breite von 5>08 cm-wurde
auf die. zusammengestoßenen Sperrholzteile aufgebracht, wobei er die Stoßfuge überlappte und je 5»08 cm an den
Außenseiten der Sperrholzteile für Griffe freiließ (vgl.
[Deilzeichnung im Diagramm).
Der Testkörper wird der -Länge nach auseinandergezogen, -um.
eine Öffnung an jener Stelle, an der die beiden Sperrholzteile zusammenstoßen zu erhalten. Die Daten bis zum Bruch
werden aufgezeichnet, d.h. die Strecke des Auseinanderweichens der Sperrholzstücke und der Bruchpunkt und die Belastung
werden aufgezeichnet. Bei Kurve A wurden zwei Schichten der herkömmlichen asphaltimprägnierten und beschichteten
Dachpappe verwendet. Bei Kurve B wurde eine Schicht chlorierten Polyäthylens mit eingebetteten Glasfasern getestet. Kurve G zeigt die Testergebnisse einer Schicht chlorierten Polyäthylens,
die Glasfasern eingebettet enthielt und auf der eine
dünne Schicht Polyurethanschaum als Unterlage aufgebracht war.
Es ist offensichtlich, daß jegliches Unterlägmaterial, das . I
porös ist und vorzugsweise fäulnisbeqtändig sein sollte, und. j
das von sich aus keine Feuchtigkeit anzieht, offenporigen · , I
Schaums, wie oben beschrieben, verwendet werden kann. Verwendbare Materialien sind z.B. verfilmtes, verflochtenes, geweb-
0098 8 4/06S3
PAD 0RIQIN4IL " _
1859277
tes oder anderweitig ineinandergreifendes Fasermaterial, Ils .
■besondere Beispiele werden genannt, sogenannte "in-door/outaoor"-Decken,
die im Handel erhältlich sind und von denen einige
aus Polypropylen hergestellt sind, andere auswanderen
Fasern wie .Nylon-, Acryl-Fasern u,ä, . .
Ss ist wünschenswert* daß die "bei 'der so gearteten Eindeckung
verwendeten Kleber, eine hohe Anfangsklebkraft haben, schnell abbinden, gegen Hitze und Feuchtigkeit resistent sind und
gute Alterungsbeständigkeit aufweisen, hohen Festkörpergehalt ™
haben und leicht zu verarbeiten sind. Drei Haupttypen von Klebern
können verwendet werden, nämlich warmschmel.zende Typen wie z.B." iDach.asph.alt, in Wasser emulgierter Latex, und physikalisch,
trocknende, elastomere Mischungen.· Beispiele solcher Klebemittel nach HandeUsn-a^men und chemischer Zusammensetzung sind-:
Flintkote Nr. 746 (gummiverschnittener Asphaltkleber auf Wasserbasis);
Flintkote Nr. 231 (weißer Latexkleber)j Rubber-weld
3004 (Kontaktkleber auf Gummibasis),* 3M Kleber EO-1828 (ein synthetischer
Kontaktkleber auf Gummibasis, in organischem Lösungs- ä
mittel). Der bevorzugte Kleber ist ein physikalisch trocknender
elastomerer Kleber, aus Neopren oder chloriertem Polyäthylen, der als Sikkativ Stoffe wie Magnesiumoxyd, Zinkoxyd und ähnliche enthält,
zusammen mit oxydationshemmenden Stoffen; diese Sikkative
und oxydationshemmenden Mittel sind allgemein bekannte Stoffe.
Das folgende 'Beispiel, in dem Anteile und Gewichtsprozente angeführt
sind, ist eine Erläuterung der Erfindung; ■
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- 20 -
Eine Plastikfolie folgender Zusammensetzung wurde hergestellt
geile
Chloriertes Polyäthylen = 90
Chlorgehalt = 30 lfa
Strukturviskosität = 1,5
Kristallisation = 1 fo-Verglasungstemperatur = -100C.
Strukturviskosität = 1,5
Kristallisation = 1 fo-Verglasungstemperatur = -100C.
Chloriertes Polyäthylen 10
Chlorgehalt = 40 fo , .
Strulcturviskosität = 4>0
Kristallisation = 1 f» ■
Yerglasungstemperatur = -100C. ·
"Epoxyd 201» e.W. (3,4-Epoxy-6-methylcyclomethyl-3ι4epoxy-6,
methylcyclohexankarboxylat)
Pentaerythrit 1
"Ionol" e.W. (2,6-Di-tertiäres
Butyl-4-methyl-phenol) 1
Ruß 3
009884/0653
- 21 -
Dioctylphthalat . 6,4
Atonit (Calciumcarbonat) 150
Die obengenannte Mischung wurde zu einer Folie verarbeitet,
indem sie zuerst mit einem Henschel-Mischer gemischt wurde,
in einem Banbury-Gerät bei ungefähr 1600C Reaktionstemperatur
geknetet wurde, ausgewälzt wurde in einer Farrell-Gummimühle
bei ca. 165° - 1670C V/alztemperatur und schließlich
kalandert wurde in einer Yierwalzeneinheit (hergestellt von
der Farrell Corp. of Ansonia, Connecticut). Die Foliendicke
betrug 0,61 mm.
Eine offen gewebte Glaseinlage ("Victor" S 229) wurde in
Sandwichweise zwischen zwei Lagen der im Beispiel 1 genannten
chlorierten Polyäthylenfolie bei einer Temperatur von 1500C
und einem Druck von 5>63 Eg/cm eingebracht. Das fertige Sandwich
war 0,61 mm dick und war eine richtige Einschichtfolie, bei der die Einlage völlig eingekapselt war im chlorierten Polyäthylen,
so daß das Kunstharz durch die Gewebeöffnungen aufeinander
zu liegen kam.
Eine Schicht von flexiblem offenporigen Polyurethanschaum wurde
hergestellt durch Aufschäumen einer schaumbildenden Mischung, die folgende Zusammensetzung hatte:
44»6 Teile Toluoldiisocyanat
100 !eile Polyoxypropylentriol, erhältlich unter dem Handelsnamen "Actol" 31-56IrIoI ■■ u
009884/0653 ^ü^
» ■ -.■■..: - 22 -
= 10 rieile Fluortrichloraethan, erhältlich, unter dem Eandels-
namen "Genetron" 11 .
1,5 Teile eines Silikonöl-CRykol-Mischpolymerisats als Si- _v
likonemulgator ,. -
1,0 Teile eines Aminkatalysators, erhältlich, unter dem Warenzeichen
"Dabco" 33 LV
0,3 Teile eines Zinnoctoats und
3,5 Teile Wasser. . ■ ■
0,3 Teile eines Zinnoctoats und
3,5 Teile Wasser. . ■ ■
Eine ausreichende Menge der schaumMldenden Mischung wurde
auf eine Unterlage aufgetragen, um Schaum in ausreichender
Dicke herzustellen, von dem mit heißen Drähten eine Schicht von nur 2,54 ram abgeschnitten wurde". Diese dünne Schaums chi cht
wurde dann aufgeklebt auf die mit Verstärkungseinlage versehene dünne Polyäthylenfolie, indem die eine Oberfläche der
Folie mit einem Butatien-acrylnitril-Kleber mit einem aromatischen
Lösungsmittel beschichtet v/orden war. Der Kleber ist unter der Bezeichnung 566-1 HeatSeal Adhesiv von Clifton
Adhesive, Inc. erhältlich.■'Anschließend wurde eine Oberfläche
der dünnen, flexiblen Polyurethanschicht in Kontakt mit der
Klebeschicht gebracht. Diese Kombination und Verbindung von
Folie und Schaum wurde nachbehandelt, indem'der Kleber bei
einer Temperatur von 122,20G eine Minute lang getrocknet wurde. .
Die vorgefertigte Kombinationsfolie aus Folie und Schaumschicht
wurde auf ein Dach aufgebracht, wobei sie direkt mit der Fasermatte verbunden wurde, die als Isolation auf einer
Dachverschalung auflag. Dabei wurde ein Aufitrich eines Klebers
verwendet, der zusammengesetzt war aus 100 !eilen einer
009884/06S3 - 23 -
IAD ORlGiNAL J
j55 ^igen Lösung von Polychloropren, 4 Seilen Magnesiumoxid,
5 Teilen Zinkoxyd, 20 Seilen Faser-Eüllstofi, 50. Seilen Kunst-·
harz als Bindemittel und 2 Seilen eines Antioxydationsmittels,
das unter dem Warenzeichen "Salba Special" erhältlich ist.
Beobachtungen der Eiiideclcurig über einen längeiren Zeitraum zeigten,
daß tatsächlich kein Wasserdampf vorhanden war, der Blasen bilden konnte, ein Umstand, der normalerweise eingetreten wäre
bei einer solchen Bauweise, bei der eine einzige Dachhautschicht
ohne offenporigen Schaum verwendet worden war.
- 24 00988Λ/06Β3
Claims (5)
- Patent- (Schutz-) Ansprüche . . ■(i.) Verfahren zur Eindeckuiig eines Daches, wobei die Verschalung mit einer wasserundurchlässigen Schicht abge-. deckt wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine poröse- ,. Unterschicht aus Kunststoffschaum auf der Verschalung angebracht wird, wobei diese Unterschicht aus porösem, synthetisch hergestellten Kunststoffschaum besteht, s.B. offenporigem Polyurethanschaum oder einem Schaumfaserstoff, dessen Fasern in besonderem Maße wasserabweisend, sind, so daß vorhandener Wasserdampf frei abziehen kann und dass hierauf eine wasserundurchlässige Schicht be-s festigt wird,
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem verwendeten Eindeckmaterial an einer Kante die.Unterschicht weggelassen wird, und»daß die flexible Unterschicht=aus aneinanderstoßenden Streifen hergestellt wird, die im wesentlichen eine durchgehende Lage schaffen, wobei die Deckschichten einander überlappen.
- 3. Eindeckmaterial zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder beiden vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kombinationsfolie gebildet wird', die eine wasserundurchlässige Deckschicht (9, 11» 13, 14A1 HB) aufweist, die auf einer flexiblen Unterlage (15, 15A, 15B) aus porösem synthetisch, her-009884/0653 _ 2,- _.•AD ORIGINALgestellten Kunststoff schaum z.3. offenporigen Polyurethanschaum oder einem Schaumfaserstoff "besteht, dessen Fasern in besonderem Maße vreisserabweisend sind, befestigt ist.
- 4. Eindeckmaterial nach Anspruch 3, dadurch, gekennzeichnet, daß die Deckschicht aus Plastikmaterial besteht, z.B. chloriertem Polyäthylen. ■
- 5. Eindeckmaterial^ nach einem oder beiden der vorhergehenden Ansprüche 3 und 4> dadurch gekennzeichnet, daß die Deckschicht Verstärkungsmaterialien (13) enthält, z.B. Glasfasern, und daß eine Kante (HG) vorgesehen ist, die nicht mit einer Unterschicht versehen ist.0 0 9 8 8 4/ 0653Leerseite
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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| DE (1) | DE1659277A1 (de) |
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| JPS5038895B1 (de) | 1975-12-12 |
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