Patentanspruch:
Flachgepreßter Hohlkastenträger für große Spannweiten, dessen oberer Gurt und unterer
Gurt aus miteinander verleimten, hochkant stehenden Brettlamellen besteht und bei dem an
jedem Ende des unteren Gurts je eine Diagonalstrebe zum Obergurt geführt ist und diesen abstützt,
bei dem des weiteren die Außenstege aus --o rechteckigen Sperrholzeinzelplatten mit über die
Spannweite verteilten Stößen durch Schiiftung und Verlcimung zusammengesetzt sind und im
mittleren Bereich der Spannweite des Hohlkastenträgers eine Überhöhung vorgesehen ist, d a durch
gekennzeichnet, daß die in Trägerlängsrichtung verlaufenden LMngskanten
der Sperrholzeinzelplatten (7 a) an den über die Spannweite verteilten Stoßen (20) jeweils einen
Winkel von etwas weniger als 180:r miteinander
bilden und die Summe der einzelnen, durch diese Winkel gebildeten endseitigen vertikalen Abweichungen
der Sperrholzeinzelplatten (7 a) einer Trägerhälfte von ihrer Horizontallage der Überhöhung
der Gurte (1, 2) im mittleren Bereich der Spannweite des Hohlkastenträgers (A) gegenüber
seinem jeweiligen Ende entspricht.
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Die Erfindung betrifft einen flachgepreßten Hohlkastenträger für große Spannweiten, dessen oberer
Gurt und unterer Gurt aus miteinander verleimten, hochkant stehenden Brcttlamellcn besteht und bei
dem an jedem Ende des unteren Gurtes je eine Diagonalstrebe zum Obergurt geführt ist und diesen abstützt,
bei dem des weiteren die Außenstege aus rechteckigen Sperrholzeinzelplatten mit über die
Spannweite verteilten Stoßen durch Schäftung und Verleimung zusammengesetzt sind und im mittleren
Bereich der Spannweite des Hohlkastenträgers eine Überhöhung vorgesehen ist.
Ein derartiger Hohlkastenträger ist bekannt. Um die erstrebten großen Spannweiten zu erhalten, muß
er im Mittelbereich seiner Spannweite aus statischen Gründen gegenüber seinen Enden überhöht sein. Bei
den Gurten des Hohlkastenträgers läßt sich diese Überhöhung durch Biegen der einzelnen Brettlamellen,
aus denen die Gurte bestehen, vor dem Flachpressen bewirken, wobei die Brettlamellen entsprechend
der Überhöhung jeweils an drei Punkten, d. h. an den beiden Enden und in der Mitte, auf einem
Sperrholzsteg angeheftet, z. B. angenagelt, werden. Bei den Außenstegen ist ein derartiges Biegen zur
Erzielung der Überhöhung nicht möglich, da die Stege bei den angestrebten großen Spannweiten aus
Einzelplatten zusammengesetzt werden müssen. Bisher hat man die Einzelplatten der Stege mit geraden
Schäftstößen zusammengefügt und die Stegplatten insgesamt höher als erforderlich, und zwar um so viel
höher bemessen, als die Überhöhung ausmacht, so daß die Außenstege unten und oben über die Gurte
hinaus vorstehen. Die überstehenden Ränder der Außenstege müssen bei der bekannten Herstellungsweise
auf der vollen Länge des Trägers abgefräst bzw. ausgeschnitten werden, damit ihre Kanten mit
d<-- gebogenen Unterseite bzw. Oberseite der Gurte
fluchten. Dies ist mit einem entsprechenden Zeitaufwand und mit Materialverlust verbunden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen flachgepreßten Hohlkastenträger der eingangs
genannten Art mit einer Überhöhung so auszubilden, daß ein größerer Holzverschnitt durch Ausschneiden
der Außenstege aus den Sperrholzeinzelplatten vermieden wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die in Tragerlängsrichiung
verlaufenden Längskanten der Sperrholzeinzelplauen an den über die Spannweite verteilten Stoßen jeweils
einen Winkel von etwas weniger als 180 miteinander bilden und die Summe der einzelnen, durch diese
Winkel gebildeten endseitigen vertikalen Abweichungen der Sperrholzeinzelplatten einer Trägerhälfte von
ihrer Horizontallage der Überhöhung der Gurte im mittleren Bereich der Spannweite des Hohlkastenträgers
gegenüber seinem jeweiligen Ende entspricht.
Die auf die angegebene Weise zusammengcscjiäfteten
Außenstege werden mit den einzelnen vorgespannten, vorgebogenen Gurtlamellen, die nach dem
Biegen auf den in der Presse untenliegenden Auüensteg
angenagelt worden sind, im Flachprcßverfatiren verleimt. Der dadurch entstehende Hohlkastenträger
kann praktisch ohne Materialverlust der Außens.tege bei Beibehaltung seiner Überhöhung und in relativ
kurzer Zeit hergestellt werden.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Hohlkastenträgers
nach der Erfindung, wobei der in der Figur vordere Außensteg weggelassen wurde,
F i g. 2 schematisch die Verbindung mehrerer Sperrholzeinzelplatten zu einem überhöhten Außensteg,
F i g. 3 vergrößert eine Einzelheit einer Schaftteile
zweier Sperrholzeinzelplatten nach F i g. 2.
Der dargestellte flachgepreßte Hohlkastenträger A besteht im wesentlichen aus einem oberen Gurt 1 und
einem unteren Gurt 2, zwei Diagonalstreben 3 an jedem Ende des Hohlkastenträgers A und zwei
Außenstegen 7, die den Hohlkastenträger an" seiinen beiden Längsseiten abdecken. Die Gurte 1, 2 und die
Diagonalstreben 3 bestehen jeweils aus hochkam: stellenden,
miteinander verleimten Vollholzbrettlamellen. Die Diagonalstreben sind an den Enden des
Hohlkastenträgers jeweils vom unteren Gurt 2 zum oberen Gurtl geführt. Ferner sind mehrere, in Abständen
über die Länge des Hohlkastenträgers verteilte Abstandssteifen 4 vorgesehen, sowie zwei Stirnwandungen
aus hochkant stehenden, miteinander verleimten Vollholzbrettlamellen. Des weiteren sind
zwei nicht dargestellte Mittelstege aus Sperrholz vorgesehen, und zwar jeweils ein Mittelsteg im Bereich
jedes der beiden Trägerenden. Die Mittelstcge erstrecken sich von den Trägerenden ausgehend zur
Trägermitte hin nur über einen Teil der Länge des Trägers, und zwar über eine Strecke, die etwa der
zweifachen Steghöhe des Trägers entspricht. Die Außenstege 7 bestehen au., Sperrholzplatten. Sie; laufen
über die ganze Länge des Hohlkastenträgers durch und sind mit den Gurten, Diagonalstreben und
Steifen verleimt.
Außerdem kann an jedem Trägerende noch eine Stützstrebe 8 vorgesehen sein, die jeweils beiderseits
des betreffenden Mittelsteges 6 mit diesem und mit