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DE1658631B - Verfahren und Einrichtung zum Herstellen mehrfeldriger Brücken od.dgl - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Herstellen mehrfeldriger Brücken od.dgl

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Publication number
DE1658631B
DE1658631B DE1658631B DE 1658631 B DE1658631 B DE 1658631B DE 1658631 B DE1658631 B DE 1658631B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bridge
scaffold
girder
pillars
support legs
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Bruno Dipl.-Ing. 5060 Bensberg Suter
Original Assignee
Strabag Bau-AG, 5000 Köln

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen mehrfeldriger Brücken od. dgl., bei dem die Fundamente und Pfeiler von einem in Längsrichtung der Brücke verschiebbaren und etwa zwei Feldweiten langen Gerüstträger aus mit auf dem Gerüstträger angeordneten Baugeräten, wie Hebezeugen, Rammen od. dgl., aufeinanderfolgend hergestellt werden.
Es ist bekannt, Fundamente und Pfeiler einer mehrfeldrigen Brücke von einem Gerüstträger aus herzustellen, der zwei Brückenfelder überspannt und auf den das im Bau befindliche Brückenfeld begrenzenden Pfeilern abgestützt ist. Da die hierfür verwendeten Geräte, wie Rammen, Hebezeuge od. dgl., am vorderen Ende des über ein ganzes Brückenfeld frei auskragenden Gerüstträgers stehen, ist das Gewicht dieser Geräte beschränkt, und es können jeweils nur kleine Bauteile mit begrenztem Gewicht eingebaut werden. Hierdurch ergibt sich eine verhältnismäßig lange Bauzeit für die Fundamente und den Schaft des jeweils herzustellenden Pfeilers.
Es ist auch schon bekannt, das vordere Ende des Gerüstträgers auf einer Hilfsstütze abzustützen, die ihrerseits auf dem Fundament des herzustellenden Pfeilers steht. Der Pfeiler kann darin zwar aus wenigen großen Teilen zusammengebaut werden, die
Fundamente der Pfeiler müssen jedoch auf andere ten Baugerät hochzuziehen, nach dem Herstellen der
Weise, beispielsweise von Schiffen aus oder in Pfeiler an beiden Enden mit Verlängerungsstücken
trockener Baugrube hergestellt werden. " zu versehen und nach dem Absetzen auf den Pfei-
Beiden bekannten Verfahren ist gemeinsam, daß lern bis zu einer mindestens über zwei Brückenfelder von der Brückenwurzel aus, d.h. von einem Brücken- 5 reichenden Länge weiterzuverlängern. Herstellen widerlager beginnend, vorgebaut wird und die der ersten Pfeiler und die Montage des Gerüst-Gerüstträger vom Land aus auf den errichteten trägers vollziehen sich so mit geringstmbglknem Pfeilern vorgeschoben werden. Aufwand, da zum Herstellen der ersten Pfeiler nur
Die bekannten Verfahren sind dort nicht anwend- der hierfür unbedingt notwendige Mittelabschnitt bar, wo infolge ungünstiger Geländeverhältnisse. io des Gerüstträgers bereitgestellt wird und zum weikein Brückenkopf gebildet und nicht an einem teren Vorbau des Gerüstträgers die auf dessen Mittel-Widerlager mit dem Bau der Brücke begonnen abschnitt bereits montierten Hebezeuge Verwendung werden kann. Derartige Verhältnisse liegen bei- finden können, die auch zum Aufbau der Pfeiler spielsweise beim Bau von Landungsbrücken in dienen.
Gebieten vor, wo sich undurchdringlicher Urwald 15 Wenn sich, in Arbeitsrichtung gesehen, hinter dem
bis an die Meeresküste erstreckt. Hier ist es not- Gerüstträger ein fertiggestellter Überbauteil befindet,
wendig, sowohl die Baugeräte als auch die Baustoffe ist es zweckmäßig, vor dem Vorfahren des Gerüst-
vom Wasser her heranzuschaffen und mit dem Bau trägers ins nächste Brückenfeld das auf dem
der Brücke im Wasser zu beginnen. Gerüstträger angeordn'.'..; Baugerät auf den fertig-
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren an- 20 gestellten Überbau des vorhergehenden Brückenzugeben, mit dem auch in unwegsamem Gelände feldes zurückzuziehen und die in Verschieberichtung oder über von Wasser bedecktem Untergrund der vorderen Stützbeine nach hinten in den im vorher-Bau einer Brücke an jeder beliebigen Stelle des gehenden Brückenfeld befindlichen Teil des Gerüst-Brückenzuges begonnen und nach beiden Brücken- trägers umzusetzen. Das Umsetzen kann mit dem längsrichtungen fortgesetzt werden kann. 25 Hebezeug geschehen, das auch zum Herstellen der
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch Fundamente und Pfeiler dient. Durch diese Maßgelöst, daß der Gerüstträger in dem Brückenfeld, nähme wird erreicht, daß der Gerüstträger von einem dessen Pfeiler als erste hergestellt werden sollen, in Brückenfeld ins andere ois zu einer Brückenfeldder Flucht der Brückenlängsachse in Stellung ge- länge frei auskragend vorgefahren werden kann, bracht und an außerhalb des herzustellenden 30 Hierbei können die in Vorschubrichtung hinteren Brückenquerschnitts angeordneten Stützbeinen bis Stützbeine, die vor dem Umsetzen und Ablassen der oberhalb der herzustellenden Pfeiler hochgezogen vorderen Stützbeine in dem auskragenden Teil aus wird und daß sodann von dem Gerüstträger aus Stabilitätsgrünüen wieder abgesenkt werden, beim die dieses Brückenfeld begrenzenden Pfeiler herge- Vorfahren des Gerüstträgers ungehindert an den stellt werden und der Gerüstträger auf diesen 35 bereits fertiggestellten Pfeilern vorbeigelangen, da sie Pfeilern abgesetzt wird. Daraufhin wird der Gerüst- am Gerüstträger außerhalb des Brückenquerschnitts träger so weit in Längsrichtung der Brücke od. dgl. angeordnet sind.
verschoben, daß sich sein mit den Stützbeinen ver- Außer den Pfeilern und Fundamenten können
sehener Teil in dem anschließenden Brückenfdd vom Gerüstträger aus auch die Überbauten herge-
befindet, wo er durch Ablassen der Stützbeine auf 40 stellt werden, die zweckmäßig aus Fertigbauteilen
dem Untergrund abgestützt wird. Danach wird der bestehen und entweder vom Land her oder übers
dieses Brückenfeld begrenzende folgende Pfeiler Wasser antransportiert werden,
hergestellt, der Gerüstträger auch auf diesem abge- Weitere Merkmale des Verfahrens nach der
stützt und in das nächste Brückenfeld weitergefahren. Erfindung sind Gegenstand der Ansprüche 2 und 5.
Nach dem Herstellen der jeweils ein Brückenfeld 45 Die Erfindung betrifft ferner eine ?um Ausüben
begrenzenden Pfeiler oder auch spater wird dann des Verfahrens geeignete, einen auf Pfeilern in
der Überbau hergestellt. Längsrichtung der Brücke verfahrbaren, etwa zwei
Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß bei schwie- Feldweiten langen Gerüstträger aufweisende Einri^en Ufer-Verhältnissen an den oder den Brücken- richtung. Diese besteht nach der Erfindung aus enden, z. B. am Ufer mit dem Bau der Brücke an 50 einem rahmenartigen, verwindungssteifen Mittelteil, beliebiger Stelle, z. B. vom Wasser her, begonnen balkenartigen, an dem Mittelteil lösbar angeschloswerden kann. Nach dem Hochziehen des Gerüst- scnen Verlängerungsstücken und aus Stützbeinen, trägers an auf dem Baugrund abgestützten Stütz- die mit Hubvorrichtungen hvb- und senkbar am bcinen wird zunächst eine Arbcitsplattform geschaf- Mittelteil geführt und in an den Verlängerungsfen, die über dem Untergrund liegt und von der 55 stücken angeordneten Taschen einhängbar sind,
aus die ersten Pfeiler hergestellt werden können, auf Die:,e Einrichtung hat den Vorteil, daß zusammen denen dann der Gerüstträger abgestützt werden mit dem verwindungssteifen Mittelteil auch verhältkann. Zum Herstellen der nächstfolgenden Pfeiler nismäßig schwere Geräte an den Stützbeinen sichel werden die Stützbeine eingezogen und nach dem gehoben werden können. Die Hubvorrichtungen Vorfahren des Gerüstträgers wieder abgelassen, so 60 können dann später nach Vervollständigung des daß sich der Gerüstträger gleichsam schreitend von Gerüstträgers zum Heben und Senken der Stützeinem Brückenfeld ins andere weiterbewegt. beine dienen, wenn der Gerüstträger in Längsrich-
Um zum Heben des Gerüstträgers nur verhältnis- tung der Brücke weiterbewegt wird,
mäßig kleine Kräfte aufwenden zu müssen, ist es Am Mittelteil des Gerüstträgers sind zweckmäßig
zweckmäßig, zunächst nur ein als Arbeitsplattform 65 über das Profil des herzustellenden Brückenquei·
dienendes, sich zwischen den Stützbeinen erstrek- Schnitts seitlich hinausragende Konsolen angeordnet
kcndes Stück des Gerüsttrcgers mitsamt dem für in denen die Stützbeine geführt sind. Hierdurch wire
das Herstellen der Fundamente und Pfeiler benötig- erreicht, daß der Gerüstträger auch an bereit:
fertiggestellten Pfeilern ungehindert vorbeifahren so großen Abstand voneinander angeordnet sind, da£
kann. Gleichzeitig wird die Stabilität der Abstützung der Überbau 12, bestehend aus den Hauptträgertl
durch die weit außen angeordneten Stützbeine ver- und der nicht dargestellten Fahrbahnplatte, zwischen
bessert. ihnen Platz findet. Das Mittelteil 11 α und die Ver-
Wird die Einrichtung zum Ausüben des Verfah- 5 längerungsstücke 11 b und 11 c sind in ihren Abrens zum Herstellen von Brücken od. dgl. verwendet, messungen so aufeinander abgestimmt, daß viel die über ein Gewässer führen, ist es besonders Verlängerungsstücke 11 c in die von den Längszweckmäßig, wenn Mittelteil und Verlängerungs- holmenlla' und den Traversen 11 α" begrenzte stücke des Gerüstträgers Schwimmkörper sind, die Rahmenöffnung des Mittelteiles 11 α und jeweils in ihren Abmessungen so aufeinander abgestimmt io zwei Verlängerungsstücke 11 b in den Raum auf dei sind, daß die Verlängerungsstücke in die Rahmen- Außenseite eines Längsholms 11 d zwischen Konöffnungen des Mittelteiles passen. Hierdurch ist es solen 13 passen, die in Verlängerung der Traversen möglich, die Teile des Gerüstträgers auch in seich- Il α" an dem Mittelteil angeordnet sind,
tem Wasser zur ersten Verwendungsstelle zu bringen Die in dieser Weise zusammengefügten Teile des und auf dem Gerüstträger selbst hierbei schwere is Gerüstträgers 11 bilden einen Ponton, der als Hebe-Baugeräte an Ort und Stelle zu transportieren. Durch zeug 14 einen Kran mit Auslegerteilen 15 sowie vier die Anpassung der Verlängerungsstücke an die Stützbeine 16 und 17 trägt (Fig. 1) und als Ganzes Abmessungen der Rahmenöffnungen des Mittelteiles schwimmend zur Verwendungsstelle gebracht wird entsteht ein Ponton von großer Tragfähigkeit, auf (Fig. 2).
dem schwerste Lasten bei nur geringer Tauchtiefe des to Nach dem Einschwimmen des Gerüstträgers 11 in Pontons transportiert werden können. Hierbei brau- die Längsachse der Landungsbrücke zwischen die chen die Verlängerungsstücke mit dem Mittelteil Standorte von ein beliebiges Brückenfeld 28 begrenentweder überhaupt nicht oder doch nur leicht lösbar zenden Pfeilern 22 und 23 werden die Auslegerteile verbunden zu sein. Beim Hochheben des Mittelteiles 15 am Kran montiert und die Stützbeine 17 in die an den Stützbeinen bleiben die Verlängerungsstücke 45 dafür bestimmten öffnungen 18 in den Konsolen 13 zunächst auf dem Wasser zurück, so daß nur die des Mittelteiles 11 α eingeführt. Mit vorher in Stelunbedingt notwendigen Gerüstteile und Geräte an lung gebrachten Hubvorrichtungen 19 werden dann den Stützbeinen aus dem Wasser gehoben werden die Stützbeine 17 auf die Gewässersohle abgelassen, müssen. und das Mittelteil 11 α des Gerüstträgers 11 wird
An Hand der Zeichnung wird ein Ausführungs- 30 mitsamt dem Hebezeug 14 an den Stützbeinen 17
beispiel der Erfindung erläutert. Es zeigt aus dem Wasser gehoben und bis in die Höhe des
Fig. 1 einen schwimmfähigen Gerüstträger mit zukünftigen Überbaus hochgezogen (Fig. 3). Da-
einem darauf angeordneten Hebezeug im Grundriß, nach werden von den zunächst im Wasser zurückge-
Fig. 2 den Gerüstträger nach Fig. 1 in einer lassenen Verlängerungsstücken die Verlängerungs-Seitenansicht, 35 stücke 116 mit dem Kran in der Flucht der Längs-
Fig. 3 das Hochziehen des Gerüstträgermittel- holme 11 d des Mittelstücks 11 α an diesem ange-
teiles mitsamt dem Hebezeug an auf der Gewässer- schlossen. Nach dem Anhängen eines Rüstwagem
sohle abgestützten Stützbeinen, 31, der an den Längsholmen 11 d des Gerüstträgers
Fig. 4 das Herstellen von zwei mittleren Pfeilern 11 entlangfährt und Bohrgeräte, Mantelrohre u. dgl
einer Landungsbrücke vom Gerüstträger aus in einer 40 trägt, werden die Fundamente und Pfeiler 22 und
seitlichen Ansicht, 23 mit dem Hebezeug 14 vom Geriistträger 11 au?
Fig. 5 das Ansetzen von Verlängerungsstücken hergestellt. Die Pfeiler22 und 23 bestehen aus μ
an den auf den Pfeilern gelagerten Geriistträger, zwei Stahlbeton- oder Spannbetonstützen, z. B. Ha
F i g. 6 das Herstellen eines weiteren Pfeilers der und 23 b, die an ihrem Kopf durch je einen Joch-
Landungsbrücke von dem verlängerten Geriistträger 45 balken 22 c bzw. 23 c miteinander verbunden sind,
aus. An den JochbaTken werden Knaggen 32 löst*-«- be-
F i g. 7 ein Zwischenstadium beim Herstellen der festigt. Auf an deren Oberseite angeordnete Rollen-Landungsbrücke, das den Geriistträger in seiner ins bocke 33 wird der Geriistträger 11 nach dem Fertignächste Brückenfeld vorgefahrenen und in dieses stellen der Pfeiler22 und 23 abgesetzt (Fig. 11). auskragenden Stellung zeigt, 50 Sobald der Gerüstträger 11 auf den Pfeilern 22
Fig. 8 eine neue Arbeitsstellung des Gerüst- und 23 ruht, können die Verlängerungsstücke 11 c
trägers. mit dem Hebezeug 14 montiert werden. Danach
Fig. 9 den Geriistträger nach Fig. 8 in der werden die, in Verschieberichtung gesehen, vorderen
Draufsicht, " Stützbeine 17 von dem Hebezeug herausgenommen
Fig. 10 den Geriistträger in einem Querschnitt 55 und Taschen34 (Fig. 8) eingehängt, die an den
in der Ebene der F i g. 9 und Verlängerungsstücken 11 b angeordnet sind. Dei
Fig. 11 die Landungsbrücke nach Fig. 9 in Gerüstträger 11 wird mm mit eingezogenen Stütz-
einem Schnitt. beinen 16 und 17 in Richtung des Pfeiles 35 auf
Zum Herstellen der in den Fig. 7 bis 11 darge- das noch herzustellende Widerlager zu, mit seinem
stellten, ins Meer hinaus führenden Landungsbrücke 60 vorderen Ende frei auskragend, so weit vorgescho-
10 wird ein Gerüstträger 11 verwendet, der aus ben, daß das Mittelteil 11 α sich in dem nächstfoleinem rahmenartigen, verwindungssteifen Mittelteil genden Brückenfeld 27 befindet und das vordere
11 α und balkenartigen Verlängerungsstücken 11 b Verlängerungsstück 11 b den Standort des nächstund lic besteht. Sowohl das Mittelteil lla als folgenden Pfeilers21 überspannt. Die Stützbein? 16 auch die Verlängerungsstücke 11 b und lic sind 65 werden abgelassen. Die Stützbeine 17 werden von Schwimmkörper mit Kastenquerschnitt. Das Mittel- dem Hebezeug 14 umgesetzt und ebenfalls auf die teil 11 α hat im Grundriß die Form eines recht- Gewässersohle medergefahren. Hierauf wird dei eckigen Rahmens, dessen Längsholme 11 d in einem nächstfolgende Pfeiler 21 hergestellt und so fort, bis
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die Pfeilerkette bis zum Widerlager der Landungsbrücke hin fertiggestellt ist. Danach kann mit dem Verlegen der überbauteile 12 auf den Pfeilern 20 bis 24 und vom Widerlager aus begonnen werden, wozu der Gerüstträger 11 und das Hebezeug 14 ebenfalls \e ,"wendet werden.
Die Überbauten können auch unmittelbar nach dem Errichten der einzelnen Pfeiler hergestellt werden, wie dies in den F i g. 7 und 8 dargestellt ist. Dies geschieht zweckmäßig immer dann, wenn vom Lande her ins Meer hinaus gebaut wird, die Vorbaurichtung also die entgegengesetzte ist. Die Fertigbetonbauteile für die Brückenunterbauten, wie Stahlbetonpfähle, vorgefertigte Spannbetonstützen und Jochbalken, werden ebenso wie die vorgespannten Hauptträger der Brücke über den fertigen Überbau mit Tiefladern 35 herangebracht, von Portalkränen 36 auf dem Gerüstträger 11 weitertransportiert und von dem Hebezeug 14 übernommen und eingebaut. Sobald ein Pfeiler, beispielsweise der Pfeiler 24, fertiggestellt und der Gerüstträger 11 hierauf abgestützt ist, werden vor dem weiteren Vorfahren des Gerüstträgers 11 in das nächste Brückenfeld 30 das Hebezeug 14 und die Portalkräne 36 auf den inzwischen fertiggestellten Überbau des vorhergehenden Brückenfeldes 28 zurückgezogen und die Stützbeine 17 nach hinten in den im vorhergehenden Brüekenfeld 28 liegenden Teil des Gerüstträgers 11 umgesetzt, wo sie in die Taschen 34 eingehängt werden. Gleichzeitig wird der am Untergurt des Gerüstträgers 11 fahrbar aufgehängte Rüstwagen 31 an dem Pfeiler 24 angehängt, so daß er beim
ίο Vorschieben des Gerüstträgers 11 ins Brüekenfeld 30 an diesem entlangrollt, seine Lage zum Pfeiler 24 jedoch nicht ändert. Sobald der Gerüstträger 11 das Brüekenfeld 30 überspannt, werden die Stütebeine 16 auf die Gewässersohle abgelassen, das Hebezeug
14 wird bis über den Pfeiler 24 vorgefahren, so daO er die Stützbeine 17 wieder nach vorn umsetzer kann. NaGh dem Ablassen dieser Stützbeine auf die Gewässersohle ist der Gerüstträger 11 nunmehr in Brüekenfeld 30 fest abgestützt. Der Rüstwagen 31
ao und das Hebezeug 14 können auf dem Gerüstträgei 11 in dieses Feld vorfahren, und Fundamente unc Pfeiler 2S können hergestellt werden. Dieser Zustanc ist in den Fig. 8 bis 11 dargestellt.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
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Claims (9)

Patentansprüche·
1. Verfahren zum Herstellen mehrfeldriger Brücken od. dgl., bei dem die Fundamente und Pfeiler von einem in Längsrichtung der Brücke verschiebbaren und etwa zwei Feldweiten langen Gerüstträger aus mit auf dem Gerüstträger angeordneten Baugeräten, wie Hebezeugen, Rammen od. dgl., aufeinanderfolgend hergestellt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Gerüstträger (11) in dem Brückenfeld (28), dessen Pfeiler (22 und 23) als erste hergestellt werden sollen, in der Flucht der Brückenlängsachse in Stellung gebracht und an außerhalb des herzustellenden Brückenquerschnitts angeordneten Stützbeinen (16 und 17) bis oberhalb der herzustellenden Pfeiler hochgezogen wird, daß sodann von dem Gerüstträger (11) aus die dieses Brückenfeld begrenzenden Pfeiler (22 und 23) hergestellt werden und der Gerüstträger auf diesen Pfeilern abgesetzt wird, daß daraufhin der Gerüstträger (11) so weit in Längsrichtung der Brücke od. dgl. verschoben wird, daß sich sein mit den Stützbeinen (16 und 17) versehener Teil in dem anschließenden Brückenfeld (27) befindet, wo er dun h Ablassen der Stützbeine auf dem Untergrund abgestützt wird, daß nunmehr der dieses Brückenfeld begrenzende folgende Pfeiler (21) hergestellt, der Gerüstt äger auch auf diesem abgestützt und in das nächste Brückenfeld weitergefahren wird und daß der Überbau nach dem Herstellen der jeweils ein Brückenfeld begrenzenden Pfeiler oder später hergestellt wird. 35,
2. Verfahren zum Herstellen von Gewässer überspannenden Brücken od. dgl. nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gerüstträger (11) in Teile zerlegt zur ersten Vorwendungsstelle geschwommen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst nur ein als Arbeitsplattform dienendes, sich zwischen den Stützbeinen (16 und 17) erstreckendes Stück des Gerüstträgers (11) mitsamt dem für das Herstellen der Fundamente und Pfeiler benötigten Baugerät hochgezogen, nach dem Herstellen der Pfeiler (22 und 23) an beiden Enden mit Verlängerungsstücken (11 b und 11 c) versehen und nach dem Absetzen auf den Pfeilern bis zu einer mindestens über zwei Brückenfelder reichenden Länge weiter verlängert wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß, wenn sich, in Arbeitsrichtung gesehen, hinter dem Gerüstträger (11) ein fertiggestellter Überbauteil befindet, vor dem Vorfahren des Gerüstträgers' ins nächste Brückenfeld das auf dem Gerüstträger angeordnete Baugerät auf den fertiggestellten Überbau des vorhergehenden Brückenfeldes (28) zurückgezogen wird und die in Verschieberichtung vorderen Stützbeine (17) nach hinten in den im vorhergehenden Brückenfeld befindlichen Teil des Gerüstträgers umgesetzt werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum Montieren des Gerüstträgers (11) und zum Umsetzen der Stützbeine (16 und 17) ein Hebezeug verwendet wird, das später zum Hersfellen der Fundamente und Pfeiler dient.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Überbauten vom Gerüstträger (11) aus hergestelJt werden.
7. Einrichtung zum Ausüben des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, die einen auf Pfeilern in Längsrichtung der Brücke verfahrbaren, etwa zwei Feldweiten langen Gerüstträger aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Gerüstträger (11) aus einem rahmenartigen, verwindungssteifen Mittelteil (11 a), balkenartigen, an dem Mittelteil (11 a) lösbar angeschlossenen Verlängerungsstücken (11 b und 11 c) und aus Stützbeinen (16 und 17) besteht, die mit Hubvorrichtungen (19) heb- und senkbar am Mittelteil (11 d) geführt und in an den Verlängerungsstücken angeordneten Taschen (34) einhängbar sind.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß am Mittelteil (Ha) des Gerüstträgers (11) über das Profil des herzustellenden Briiikenquerschnitts seitlich hinausragende Konsolen (13) angeordnet sind, in denen die Stützbeine (16 und 17) geführt sind.
9. Einrichtung nach Anspruch 7 oder 8. dadurch gekennzeichnet, daß das Mittelteil (U «1 und die Verlängerungsstücke (11 b und 11 c) des Gerüstträgers (11) Schwimmkörper sind, die in ihren Abmessungen so aufeinander abgestimmt sind, daß die Verlängerungsstücke (11 b und lic) in die Rahmenöffnungen des Mittelteils (11 d) passen.

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