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DE1658077B2 - Verfahren zum behandeln von abwasser - Google Patents

Verfahren zum behandeln von abwasser

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DE1658077B2 DE19671658077 DE1658077A DE1658077B2 DE 1658077 B2 DE1658077 B2 DE 1658077B2 DE 19671658077 DE19671658077 DE 19671658077 DE 1658077 A DE1658077 A DE 1658077A DE 1658077 B2 DE1658077 B2 DE 1658077B2
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    • B01J19/088Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor employing electric or magnetic energy giving rise to electric discharges
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Description

30
Versorgung der Elektroden mit hochgespanntem Strom ein Transformator und zur zeitweiligen Erwärmung der angesaugten Luft eine Heizvorrichtung vorgesehen ist und daß zur Inbetriebnahme der Vorrichtung eine das Gebläse, die Heizvorrichtung und den Transformator beeinflussende Folgesteuereinrichtung angeordnet ist.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Ansprüche 4 bis S.
Da durch die Einleitung des Gasgemisches tier biologische Abbau der Abwasserinhaltsstoff schon während der Fließzeit zur Kläranlage beginnt, ergibt sich durch die Hrfindung der Vorteil, daß biologisch vorgereinigtes Wasser zur Kläranlage gelangt, so daß ohne Ü't/erlastung der Kläranlage größere Abwasser- -engen behandelt werden können. Weiterhin ergibt ih durch die Behandlung mit dem genannten aktierien Gas ein günstiger Einfluß sowohl aul den ae- : 11 als auch auf den anaeroben AbbaL.>organg dei invasserinhaltsstoffe in tier Kläranlage selbst. Wei-■1 wird die Bildung von Schlamm und Schleim in ■11 Abwasserleitungen verhindert und der Fettgehalt dem die Kläranlage erreichenden Abwasser beachtlich verringert. Dadurch werden insgesamt der ,(!chemische und chemische Sauerstoffbedarf des hwassers verringert. Außerdem wird erreicht, tlaß .ststoffe in tlem die Kläranlage erreichenden Abisser sich verstärkt absetzen können. VOn Bede.;-ng ist auch die Fähigkeit des Gasgemisches, schäd-. he Gerüche zu beseitigen, insbesondere die BiI-1 ing von Sulfiden und Methan in den Abwasserleitungen wesentlich herabzusetzen.
Schließlich wird inreicht, daß das Rosten von Me-1 Ii. Korrosion und Zerstörung von Farbe und Beton pi Abwasserleitungen und in mit Abwasserleitungen
ibundenefi Gebäuden verhindert wird. Dabei könp-.·η mit tier verhältnismäßig kleinen kompakten Vorr.chiung nach der Erfindung außerordentlich große v- tiliimer. des Stickoxyd-Luft-Gemisches erzeugt und 1:, 111 Abwasser kontinuierlich beigemischt werden
Die gen nie Zusammensetzung der in dem Veifaht.'i gemäLl der Erfindung verwendeten Gase kann nicht exakt bestimmt werden. Auf alle Fälle werden j -doch durch die stille elektrische Entladung, welcher die Luft unterworfen wird, die Stickstoffmolekiile iiuigebrochcn, und die Stickstoffatome verbinden s-ich dünn mit den gleichzeitig vorhandenen Sauerstoffatomen, wodurch der Stickstoff in verschiedenen lomplexen Stickstoffoxyden, einschließlich NO. NO.. NA1, N._,O;| und N.A1. fixiert wird. Die Gase ergeben eine negative Reaktion in dem bekannten sogenannten Orlholidintest für Ozon, tla theses zerfallen otler mit den erzeugten Stickstofioxyden reagieren würde, um komplexe Verbindungen zu bilden. von denen viele unstabil sind und bis heute nicht analysiert werden konnten. Es ist bekannt, daß bei einer Konzentration von Ozon und Stickoxyd von IOO Teilen je Million Teile diese nach der Gleichung NO ι O.,·—>■ NO.A, reagieren, wobei Ozon Zerfallhalbzeit von etwa 0,018 Sekunden hat. Stickoxyd (NO) anfänglich im Überschuß vorhanden ist, wird das erzeugte Ozon vor der Abgabe des Gasgemisches aus der Abpbeaustrittskammer der Vorrichtung schnell verbraucht. Diese Theorie wirtl durch den Geruch des erzeugten Gases unterstützt, der süß und beißend imd dem unverkennbaren Geruch von Ozon ähnplt. jedoch von. diesem unteischeidbar ist. Eine Analyse des C-'-v 'eint an. dai.< .. 1 dei
das Gemisch höchstens kleine Spurün von Ozon enthält.
Es ist zu vermuten, daß die unerwarteten Eigenschaften der erzeugten Gase hinsichtlich der Verhiiiderung der Rost- und Schiemibildung ein Ergebnis dei' hygroskopischen Eigenschallen des wasserifcieii Gemisches der Stickstolloxvde ist, welche Feuchtigkeit sozusagen aus der umgebenden Atmosphäre heiausziehen und dadurch die Bildung von Schlamm. Schleim und Rost an den Wänden der Abwasserleitungen und sonstigen Behandliingsanlagcn ν ei hindern.
Der verstärkte biologische Abbau wählend tier Fließzeit des Abwassers zur Kläranlage isi oflcnbar darauf zurückzuführen, daß bei Zufuhr von lixiertem S'.ic1 u>U zu AKsü^eni durch Absorption und Aul lösung von !Mstörmiücn S1.u1·-auhvdridcn und N. bein dem Abwasser die ei Inru-Tlkhcn Nähisiolle zu gelührt werden und eine geeignete Umgebung itir die Mikroben geschalfen wird, die für den Abbau bzw die Aufschließum; vmi Abwasser veianlwortlich sind Die Verminderung tlei (ieruclisbelästigung beruh! wahisehe;:;lieli daiauf. daß die erzeugten Slickowilc im Abwasser vorhandene Suiiiile entweder als Gas oiler in Wasseilosung zu verhältnismäßig geruchslosen Verbindungen oxidieren.
Die Zeichnung zeigt ein Ausfiihrungsbcisp \ orrichiung zur Durchluhiiinu ties Verlahrcn tier Erfindung. Is zeigt
E ig. 1 einen schematischen Längsschnitt. I- i g. 2 ilen Oiieischnitt nach Linie 2-1· i g. 1 und
L i υ. .1 ein Sehaltbild tier \ orriclitung. Die Vorrichtung weiM ein Gehäuse 4 ".nil. welches tier Reihe nach eine Ansaugkammer (;, eine Linirillskainmer Ut. eine Entladungskammer 46 mit einem Geiäi 26 zur Erzeugung stiller elektrischer Entladiuiijeii und eine Auslaßkammer 28 enthält. Aus dieser wird das Lufl-Gas-Gemisdi in die Abwassetanlage ahncucben.
In der Ansauükaminer 6 ist ein von einem Induktionsmotor angetriebenes Gebläse 2 angeordnet, welches i uli aus tier Atmosphäre durch ein Filier 8 hindtuch in die Allsaugkammer 6 saugt und aus dem Ab'iaberohr 12 ties Gebläses 2 in die Eiutniiskammer !0 gedrückt wird.
Das Gebläse 2 kann ein beliebiges von einem Inih'stionsmoior angetriebenes Gebläse von großen! Volumeiidurchsatz sein, welches beispielsweise eine Lcistuiiü von , ί\ν;ι I4m:i je Minute bat. Der Fillei H kann beispielsweise lose zusammengedrückte Glaswolle enthalten, um Schmutz otler antlerc grobeie N'eiunreiniüuiii'.en aus tier in die Vorrichtung eintretenden Luft zu einlernen.
Vor jedem Startvorgang ties Gebläses 2 wird ein von einem Induktionsmotor angetriebenes Si.irigcbläse 14 erregt, welches in seiner Ausbreitung IK eine I leizvorrichtunü 16 enthält. Die Leistung dieses Slartgebläses 1-» kann dei Leistung des Gebläses 2 Da 60 entsprechen oiler kleiner als diese sein. Wenn beispielsweise das Gebläse 2 eine Leistung von 14 m:l je Minute hat, kann die Leistung des Startgeblases 14 in der Größenordnung von 0.S5 m:l je Minute heuen. Die von der Heizvorrichtung 16 erhitzte Luft wird 6s durch eine Rückschlagklappe 20 hindurch in die E'intrittskammer 10 und dann zwischen die Elektroden 44. 45 lies Gerätes 26 zur Erzeugung stiller elekirischer Ladungen hindurch ahgegebrn. Der Zwec!·. de:
IUnIi iltskanirner 10 besteht darin, einen Rückstrom Min uncrhit/ter oiler cihit/tci Lull, clic durch die Vorrichtung hindurchgcdruckl wird, /u verhindern.
Das Startgebläse 14 wird für einen v οι bestimmten Zeitraum eingeschaltet, und /war mittels einer Folgcsteuercinrichlung 22, die durch I.eiler 54. 56 an eine geeignete Stromquelle (nicht dargestellt) angeschlossen und mittels eines Schalters 24 cinschaltbar ist.
Nachdem die Elektroden 44, 45 durch die vom Startgebläsc 14 kommende erhitzte Luft gereinigt und getrocknet sind, hören das Startgchläse 14 und die Heizvorrichtung 16 auf zu arbeiten. Etwa gleichzeitig mit der Beendigung dieses Arbeitsvorganges wird ein Transformator 38 eingeschaltet, der das Gerät 26 mit Silrom versorgt. Nach der Inbetriebnahme des Gerätes 26 drückt das Gebläse 2 atmosphärische Luft durch das Gerät 26. Das Gerät Z6 wird während eines vorbestimmten Zeitraumes vor dem Inbetriebsetzen des Gebläses 2 erregt, damit Tempcralurändcrungcn der zugeführten Luft keine Beschädigung der Isolierung hervorrufen.
Das in dem Gerät 26 erzeugte Luft-Gas-Gemisch wird in die Auslaßkammer 28 abgegeben, aus der es durch ein Auslaßrohr 30 hindurch zum Anwendungsort gedruckt wird.
Das Gerät 26 arbeitet nach dem Prinzip der stillen elektrischen Entladung. gemäß welchem die zugeführtc Luft einer elektrischen Entladung ausgesetzt und dadurch in ein Stickoxyde enthaltendes aktiviertes Gasgemisch umgewandelt wird. Trennwände 32 und 34 bilden Stützen für eine Plattform 36, auf welcher das Gerät 26 angeordnet ist. Die Trennwände 32 und 34, die Plattform 36 und die Oberwand des Gehäuses 4 bilden somit eine Hntladungskammer 46. in welcher das Gerät 26 angeordnet ist. Auf diese Weise müssen alle aus der Eintrittskammer 10 zur Aiislaßkammcr 28 gedrückten Gase durch das Gerät 26 hindurchgehen. Die Trennwände 32 und 34, die Plattform 36 und der Boden des Gehäuses 4 bilden eine im wesentlichen abgeschlossene Kammer, in welcher der eine Hochspannung erzeugende Transformator 38 angeordnet ist. Der Transformator 38 erzeugt an seinen Sekundäranschlüssen 40 und 42 eine Spannung in der Größenordnung von 15 0(!0VoIl. die derart an die Elektroden 44, 45 des Gerätes 26 angelegt wird, so daß benachbarte Elektroden entgegengesetzte Ladung haben.
Das Gerät 26 hat. wie dies aus der Qucrschniltsansicht gemäß Fig. 2 ersichtlich is\. die Form einer Gitterpackung, die eine Vielzahl von aus Nichteisenmetall bestehenden Elektroden 44 und 45, Isolicrplatten 48 und isolierende Abstandhalter 47 aufweist. Diese Gitterpackfiig ist mittels sie umgebendei Isolierstreifen 49 fest zu einer kompakten Einheit zusammengebunden und auf der Plattform 36 angebracht.
Wie in F i g. 2 im einzelnen dargestellt, sind die Elektroden 44 und 45 senkrecht verlaufend nebeneinander gestapelt. Die Isolierplatten 48 bestehen beispielsweise aus hochdieiektrischem Glas oder anderem lsolie.material. Die Abstandhalter 47 bestehen vorzugsweise aus dem gleichen dielektrischen Material wie die Isolierplatten 48. Die Elektroden 44 und 45 sind in jedem der von den Isolierplatte!! 48 und den Ausiandhaliern 47 gebildeten Räume angeordnet. Die Elektroden 44, 45 sind über isolierte Leiter 72 bzw. 74 mit den Sekundäranschlüssen 40 bzw. 42 des Transformators 38 verbunden.
Die Elektroden 44, 45 sind aus grob gewebter Aluminiumwolle oder aus Schichten von Alumir.iumslrcckmelall hergestellt, da solche Elektroden gegenüber Korrosion durch salzhaltige atmosphärische S Luft unanfällig sind. Weiterhin sind solche Elektroden gegen Lochfraß infolge elektrischer Entladung beständig. Derartig ausgebildete Elektroden 44, 45 schaffen eine große Oberfläche für die elektrische Entladung, ohne den Durchsatz großer Luftmengen
xo durch die Elektroden hindurch und um sie herum zu behindern.
Die Auslaßkammer 28 der Vorrichtung dient dazu, die unmittelbare Abgabe des erzeugten Gasgemisches zu verhindern, um den Zerfall irgendwelchen erzeugten Ozons hervorzurufen. Diese Auslaßkammer 28 bildet weiterhin ein Mittel zur verhältnismäßig langsamen Verteilung des aktivierten Gases in die Abwasserleitungen.
Ein Schaltbild der Vorrichtung ist in F i g. 3 dargc-
ao stellt. Als Folgesteucreinrichtung 22 kann z.war jede zweckentsprechende Vorrichtung dienen, welche das Gebläse 2, das Gerät 26 und das Startgebläse 14 mit der Heizvorrichtung 16 aufeinanderfolgend in Betrieb setzt. Im vorliegenden Beispiel ist die Folgcsteuereinrichtung 22 durch einen Zeitgeber 60, der über auf einer Nockenwelle 66 sitzende Nocken 62, 64. 90 entsprechende Schalter 68, 70, 92 betätigt, gebildet.
Im Betrieb sind d'c an die Stromquelle angcschlosscncn Leiter 54 und 56 über den Schalter 24 mit dem Zeitgeber 60 verbunden. Der Zeitgeber 60 betätigt über die Nockenwelle 66 den Nocken 62 und bewirkt, daß der Schalter 68 das Startgebläsc 14 und die Heizvorrichtung 16 erregt. Das Startgebläse 14 drückt die erhitzte Luft von der Atmosphäre durch das Gerät 26, um es zu reinigen und zu trocknen, damit die wirksamste Oberfläche zur elektrischen Entladung geschaffen wird.
Wenn nach einer entsprechend gewählten Zeit der Trocknungsvorgang beendet ist, wird der Schalter 68 vom Nocken 62 etwa gleichzeitig mit dem Schließen des Schalters 92 durch den Nocken 90 geöffnet. Der Transformator 38 wird erregt und liefert nunmehr Hochspannung an die Elektroden 44 und 4r Nach
♦5 Erregen des Transformators 38 wird das Gebläse 2 eingeschaltet, was durch das Schließen des Schalten 70 durch den Nocken 64 erfolgt.
An Stelle der hier dargestellten Erzeugung erhitz ter Trocknungsluft durch Verwendung des Startgebiases 14 und seiner Heizvorrichtung 16 kann aucr eine Heizvorrichtung verwendet werden, die mit den Gebläse 2 zusammenarbeitet, um die von dem Ge blase 2 geförderte Luft für den gewünschten ZwecV zu erhitzen. Jedoch wird die getrennte Trocknungs vorrichtung gemäß F i g. 1 bevorzugt, da die Elektro dentrocknung durch die Heißluft nur bei Inbetricb nähme oder bei Wiederaufnahme des Betriebes nachdem der Arbeitsvorgang durch Energicausfal oder aus einem anderen Grund unterbrochen worder ist, notwendig ist.
Zum. Gebrauch werden entweder eine einzeln· oder mehrere Vorrichtungen an den erforderlicher Stellen entlang der Abwasserleitungen in verhältnis mäßig großer Entfernung von der Kläranlage cinge
6S baut. Die Anzahl der erforderlichen Vorrichtungei hängt von den Erfordernissen der bestehenden Ab Wasserbehandlungsanlagen ab.
Bei einer praktischen Erprobung des Verfahren
wurden zwei Vorrichtungen gemäß der Erfindung mit einer Abwassersammelleitung verbunden, welche fii: 15 000 Personen vorgesehen war. Die eine Vorrichtung wurde mit der Abwasserleitung an einer etwa 5.6 km von der Kläranlage entfernt liegenden Stelle verbunden, während die andere Vorrichtung mit der gleichen Abwasserleitung an einer etwa 3,2 km von der Kläranlage entfernt liegenden Stelle verbunden wurde. Es wurden täglich Beobachtungen durchgeführt. Nach 15 Tagen wurden folgende Ergebnisse erhalten:
1. Verringerung des Gcsamtrohschlammes, welcher die Abwasscrbchandlungsanlage erreichte 48.0°/o
2. Die Abwasserleitung und das Abwasser waren vollständig geruchsfrei
3. Verringerung des Fettgehaltes des
Abwassers 66,0 0Zo
4. Verringerung des Bedarfs an biochemischem Sauerstoff 48,0%
5. Korrosion und Rostbildung wurden
vermieden
6. Aller Schleim bzw. Schlamm war
von den Wänden der Abwasserleitung
von der Stelle des Einbaus bis zur
Behancüungsamage beseitigt
Ferner wurden an rohem Abwasser Vergleichsuntersuchungcn durchgeführt, wobei das Abwasser entweder einer Behandlung mit Luft oder mit dem Gas-I.uft-Gcmisch gemäß der Erfindung unterworfen wurde.
Die Ergebnisse ergaben gegenüber nur mit Luft behandeltem Abwasser eine insgesamt vergrößerte aerobe Dehydrierungsaktivität und erhöhte Oxydation von organischen Mctabolitcn durch die Mikroflora des mit dem Gas gemäß der Erfindung behandelten Abwassers. Die Ergebnisse zeigen an, daß die Mikroflora des mit dem Gas-Luft-Gemisch gemäß der Erfindung behandelten Abwassers sich in ihrer Anzahl gegenüber der Flora des mit Luft behandelten Abwassers vergrößert hatte und weiterhin ihre Fähigkeit zugenommen hatte, physiologische Atmung auszuführen oder die Oxydation organischer Metabolite auf Grund erhöhter aerober Aktivität von Dehydrierungsenzym zu bewirken. Dies führt im Ergebnis dazu, daß die Mikroflora des mit dem Luft-Stickoxyd-Gemisch behandelten rohen Abwassers die organischen und anorganischen Stoffe des Abwassers
ίο besser katabolisiercn kann, als es die Flora des nur mit Luft behandelten Abwassers vermag.
Es wurden weiter Untersuchungen durchgeführt, um die Wirkung des Gas-Luft-Gemischcs gemäß der Erfindung auf die Fähigkeit der Mikroflora des bchandchen Abwassers zu bestimmen, aus proteinhaltigem Material anaerob Schwefelwasserstoff zu bilden, was ein Maß für die Fähigkeit der Mikroflora darstellt, organische Stoffe anaerob abzubauen.
Die Untersuchungen zeigten, daß durch die Behandlung von rohem Abwasser mit dem Gas-Luft-Gemisch gemäß der Erfindung die Fähigkeit der Mikroflora des Abwassers erhöht wird, aus prolcinhaltigem Material, das die schwefelhaltige Aminosäure Cystin enthält, anaerob Schwefelwasserstoff zu erzeugen. Dies zeigt an. daß durch das Verfahren noch der Erfindung die Anzahl und/oder die enzymatisch': Aktivität der auf das Protein bzw. auf dessen Spaliproclukte einwirkenden Mikroflora progressiv mit dei Behandlungsdauer zunehmend erhöht wird. Es kanr daraus geschlossen werden, daß durch das Verfahrer gemäß der Erfindung die Bildung einer Mikroflor; ermöglicht wird, die besser in der Lage ist. den an aeroben Abbau von schwefelhaltigem organischen' Material in Abwasser herbeizuführen.
Im Gegensatz dazu ergab sich bei Belüftung de: Abwassers keine merkbare Erhöhung der Anzahl de Lebewesen und/oder der cnzymatischcn Akliviui desjenigen Teils der Mikroflora, die in der Lage ·■: Proteine oder Proteinspaltprodukte anaerob zi
Schwcfelwasscrstoffgas umzuwandeln.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
309 522/:

Claims (5)

tigung wird das Abwasser aus Haushalt und Indu- Pütentansprüche: strie gesammelt und in verzweigten Abwasserleitun gen über Hauptleitungen zu einer Kläranlage geführt.
1. Verfahren zum Behandeln von Abwasser Nach der Reinigung wird das Abwasser in Flüsse, durch Einleiten eines Gas-Lufl-Gemisches in Ab- 5 Ströme und Häfen abgegeben und wird theoretisch Wasserleitungen, dadurch gekerinzeich- zu einem Teil des wiederverwendbaren Wasservor net, daß das Gas-Luft-Gemisch aus einem rals.
durch stille elektrische Entladung gebildeten, von Die immer weiter verzweigten, komplizierteren
Ozon weitgehend befreitem Gemisch aus Luft und längeren Leitungen haben zwischenzeitlich zu und Stickoxyden besteht. io ernsthafter. Problemen hinsichtlich der Geruchsbesei-
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- !igung und der Reinigung des Abwassers gelühri. kennzeichnet, daß atmosphärische Luft vor ihrer und 'war aus dem Grund, weil sich das organische Ionisierung durch stille elektrische Entladung ge- Mater.al im Abwasser zu zersetzen beginnt, bevor es filtert und erhitzt wird. durch die heute übliche Behandlung mit aeroben
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfall- 15 Bakterien abgebaut werden kann. Daher ergeben sich rens nach einem der Ansprüche 1 und 2 mit entlang des Abwassernetz.es laufend Geruchsbclästieinem f iehause, m ; einem Luftfilter, mit in dem gungen und in der Kläranlage Schwierigkeiten bei Gehäuse angeordneten, plattenförmigen Eleklro- tier Reinigung.
den und mit Mitteln zum Hindurchfördern der Zwai ist oftmals bei Anlagen zur Abwasserbeseil·-
I uit durch das Gehäuse, dadurch gekerinzeich- 20 gung eine Vorchlorierung angewendet worden, jenet. daß tlas Gehäuse in eine Ansaugkammer (6) doch ist es bekannt, daß die Verwendung von Chlor mn einem Filter (8) und einem Gebläse (2), in dauernde Gefahren für die Sicherheit benachbarter eine mit der Ansaugkammer (6) in Verbindung Bereiche und für diejenigen Personen mit sich bringt, stehende Entladungskainmer (46) mit einem (ic- welche tlas Chlor täglich handhaben, rät zur Erzeugung stiller elektrischer Entladun- 23 Ls ist auch bekannt (deutsche Zeitschrift »Das gen (26), das aus Aluminium bestehende Elektro- Gas- und Wasserlach«. Heft 4. 1°M. S. (> I. "2), ein ilen (44. 45) enthält und in eine Auslaßkammer aktiviertes Gas in Form eines Ozon-Luft-Gemisches (28) /tu Befreiung von Ozon unterteilt ist, daß in Abwasser einzuleiten. Hierdurch kann zwar eine zur Versorgung der Elektroden ,4-4, 45) mit Geruchsbeseitigung erzielt wertlen. jedoch wird hochgespanntem Strom ein 1 ransformator (38) 30 durch tlas giftige Ozon die im Abwasser vorhandene und zur Erwärmung tier angesaugte.. Luft eine Mikrotlora zerstört, was die nachfolgende bioloui- ! leizvorrichtung (16) vorgesehen ist und daß zur sehe Reinigung beeinträchtigt. Außerdem kann wclubelriebnahme der Vorrichtung eine das Ge gen dei Giftigkeit des Ozons nicht in den Abwasser-
bläse (2). die Heizvorrichtung (16) und den kanälen und sonstigen Anlagen gearbeitet werden. I ransformator (38) beeinflussende Folgesieuer- 35 Aufgabe der Erfindung ist es. Abwasser so zu beeinriehtung (22) angeordnet ist. handeln, daß ohne Schädigung der den biologischen
4 Vorrichtung nach Anspruch 3. dadurch gV- Abbanxorgang bewirkenden Bakterien durch this kennzeichnet, daß zur Trocknung der Elektroden Abwasser verursachte Geruehsbeläsligungen vermiculit Warmluft in tier Ansaugkammer (6) ein den sind und gleichzeitig der Reinigungsvorgang des Startgebläse (14) angeordnet ist, in dessen Aus- 40 Abvvii^ers bereits während des Zufließens zur Kliiiiaßleilung (18) die Heizvorrichtung (16) einge- anlage eingeleitet wirtl. Gelöst wird these Aufgabe baut ist. und daß die Auslaßleitung (18) mit einer bei einem Verfahren zum Behandeln von Abwasser Rückschlagklappe (20) verschließbar ist. durch Einleiten eines Gas-Luft-Geniisehes in Abwas-
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder4. du- serleitungen dadurch, daß das Gas-I .uft-Gemisch aus durch gekennzeichnet, tlaß die plattenförmigen 45 einem durch stille elektrische Entladung gebildeten. Elektroden (44, 45) durch dazwischenliegende von Ozon weitgehend befreitem Gemisch aus Luft Isolierplatte!! (48) und isolierende Abslandhalter und Stickoxyden besteht.
(46) voneinander gelrennt sind. Vorzugsweise wird atmosphärische Luft vor ihrer
<y Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch ge- Ionisierung durch stille elektrische Entladung gefilkcnnzeiehnet. 'Jaß die Elektroden (44, 45) lot- 50 tert und erhitzt.
recht angeordnet sind. Die Erfindung umfaßt auch eine Vorrichtung zur
\ orrichtuiii· nach Anspruch 6. dadurch ge- Durchführung des Verfahrens. Dabei wird ausgegankenn.'cichnct. daß die Elektrollen (44. 45). die gen von einer Vorrichtung mit einem Gehäuse, mit Is'iherplaiicn (48) und die Abstandhalter durch einem Luftfilter, mit in dem Gehäuse angeordneten, Isoiiersiieilen (4(); /u einem Stapel verbunden 55 plaiicnfömiigen Elektroden und mit Mitteln zum siud- Hindurchfördern der Luft durch das Gehäuse. Eine
S. \ Errichtung nach einem tier Ansprüche 6 solche Vorrichtung ist bekannt für die Erzeugung l|'i'·! .ladiireh gekennzeichnet, tlaß die Eleklro- eines gasförmigen Gemisches aus atmosphärischer de:i ■-'■; 45) aus Aluminiumsireckmetall oder aus Luft und gasförmigen, von Ozon weitgehend freien L'p'i'.."'- .'i'ic;■ Muminiunnvolie bestehen. 60 Stickoxyden (britische Patentschrift 257 694). Eine
solche Vorrichtung ist gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse in eine Ansaug-
kammer mit einem Filter und einem Gebläse, in eine
mit der Ansaugkammer in Verbindung stehende 6"> lonisierungskammer mit einem Gerät zur Erzeugung
i; '■ '-i^v: iv/!ciii sich am ein Verfahren z.uiv. stiller elektrischer Entladung, das aus Aluminium be- ;'-η "■■ ' "-'.1'..1'I. ·:: henJe Elektroden enthält, und in eine Auslaßkam-
'■■■' ■■> i .·. ■-' ■Juichneführte.. \h\>. a vj;-i>ese;- nier zur Befreiung von Ozon unterteilt ist, daß zur
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