DE1657122C - Zentnfugalsichter - Google Patents
ZentnfugalsichterInfo
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Description
den von beiden Seiten das Sichtmittel mm Radialspalt
strömt
Der Zentrifugalsichter gemäß der Erfindung hat folgende Wirkungsweise:
Außerhalb des Sichtrades wird reines Sichtmittel in das Sichtraumgehäuse eingedrückt. Das Sichtmittel
dringt von »ußen in den Schlitz an der Mantelfläche von beiden Seiten ein und von dort aus durch den
Spalt in das Innere des Sichtrades. Das Sichtgut, das über dem Spalt eingiblasen wird, kann aus diesem
Grunde nicht aus dem Schlitz zwischen Sichtraumgehäuse und Sichtrad entweichen, sondern wird an der
Peripherie des Sichtrades mitgeführt. Bei dem Mitführen werden Teilchenagglomerate, die insbesondere
zur Verschlechterung der Trennschärfe beitragen, aufgelöst. Diese Auflösung geschieht durch die Wirkung
der Reibung der Agglomerate aneinander, an den Wänden des Sichters und durch den Luftstrom.
Die Weite des Schlitzes, die Geschwindigkeit des Sichtmittels und die Sichtparameter stehen in einem
physikalischen Zusammenhang, der je nach Art des ,Sichtgutes nach fachmännischem Ermessen aufeinander
abgestimmt werden kann. Wesentlich ist, daß der Schlitz schmal ist und die Abmessung des Grobkornes
nur etwas übersteigt.
Weiterhin wird vorgeschlagen, daß der in das Innere des Sichtrades führende Spalt von der Mantelfläche
zum Zentrum hin sich erweitert. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, daß die einmal aufgelösten
Agglomerate sich nicht wieder leicht zusammenballen können.
Vorteilhafterweise wird weiterhin der Zentrifugalsichter so konstruiert, daß Kanäle zur Zuführung des
Sichtgutes und zur Abführung der Grobfraktion nacheinander in Drehrichtung um etwa 330° versetzt
innen an der Gehäusefläche münden. Bei dieser Art der Konstruktion ist zwangsweise ein langer Weg des
Sichtgutes um das Sichtrad herum gegeben.
Schließlich wird noch vorgeschlagen — wie an sich bekannt — radiale Rippen im Hohlraum des
Sichtrades anzuordnen, da durch derartige Rippen der Trennungseffekt innerhalb des Sichtrades erhöht
wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Die Figuren der Zeichnung
zeigen
F i g. 1 einen Schnitt durch einen Sichter,
F i g. 2 einen vergrößerten Schnitt gemäß der Linie 5-5 der F i g. 3,
F i g. 3 einen Schnitt gemäß der Linie 6-6 der F i g. 1 in verkleinertem Maßstab.
Der Zentrifugalsichter 10 besteht im wesentlichen aus einem Gehäuse 11 und einem Sichtrad 12. Das
Gehäuse 11 umfaßt eine erste flache, kreisförmige Platte 13, eine zweite flache, kreisförmige Platte 14
mit einem waagerechten Fußteil 15 und einen Ring 16, der zwischen den beiden kreisförmigen Platten
13 und 14 montiert ist, um eine allgemein kreisförmige Kammer 17 zu schaffen. Die zweite Platte
14 hat eine durchgehende, koaxiale öffnung 18. Der Ring 16 hat eine Zylinderfläche 19, die etwas schmaler
als der Rest des Ringes 16 ist.
Das Sichtrad 12 besitzt ein Paar ähnliche Ringe 25, die in einem festen axialen Abstand gehalten
werden. Der Außendurchmesser der Ringe 25 ist etwas kleiner als der Innendurchmesser der Zylinderfläche
19 des Ringes 16 und bildet so einen Zylinderschütz 28 zwischen den Ringen. Die Ringe 25 weisen
einen allgemein dreieckigen Querschnitt auf und sind so aneinander befestigt, daß Ihre Hypothenusen zum
Umfang hin konvergieren.
Die in Abstand liegenden Seiten der Ringe 25 ergeben
einen Radialspalt 29, durch den der Innenraum zwischen den Ringen 25 mit dem Schlitz 28 um den
gesamten Umfang in Verbindung steht Obwohl in der vorliegenden Ausführungsform die Ringe 25 dreieckigen
Querschnitt haben, kann jede beliebige
ίο Form, die den gewünschten Spalt ergibt — auch ohne
Verwendung von einzelnen Ringen — verwendet werden.
Eine erste und eine zweite kreisförmige Platte 30 bzw. 31 haben einen Außendurchmesser, der etwas
größer ist als der Innendurchmesser der Ringe 25. Die kreisförmigen Platten 30 und 31 sind koaxial
über die Ringe 25 mit Schrauben 32 gekiemmt und
ergeben eine Kammer 33 des Sichtrades 12.
Die zweite Platte 31 im Sichtrad 12 hat eine, koaxi-
ao ale öffnung 35, die mit der Kammer 33 in Verbindung
steht. Ein Zylinderrohr 36 mit einem sich radial nach außen erstreckenden Flansch 37 ist fest mit der zweiten
Platte 31 koaxial verbunden. Die Innenfläche des Rohres 36 bildet mit der öffnung 35 in der Platte 31
as einen kontinuierlichen Kanal. Das Rohr 36 erstreckt
sich axial vom Sichtrad 12 durch die öffnung 18 im Gehäuse 11. In zwei Lagervorrichtungen 40 sind das
Rohr 36 und das daran befestigte Sichtrad 12 um die waagerechte Achse drehbar gelagert Über ein am
Rohr 36 befestigtes Kegelrad wird das Sichtrad angetrieben. Ein Leitungsstutzen 46 führt zu einem
Sammelsystem für die Feinfraktion.
Zwei Durchlässe 50 sind im Ring 16 außerhalb der Zylinderfläche 19 in den beiderseitigen Aussparungen
21, 22 vorgesehen. Die Durchlässe 50 leiten von einer Druckquelle her ein Trennmedium oder Sichtmittel,
wie etwa Luft, in die Kammer 17. Es ist möglich, verschiedene Trennmedien in dem Gerät zu verwenden.
In der Ausführungsform wird Druckluft als Medium genannt.
Die Luft, die durch den Schlitz 28 und den Spalt 29 einströmt, fließt durch die Kammer 33 des Sichtrades
12 und aus der öffnung 35 in das Rohr 36, anschließend in die Leitung 46 und in das Sammelsystem
für die Feinfraktion, wo sie in die Außenluft abgeleitet wird oder zur Druckquelle zurückgeleitet
wird.
Das Sichtrad 12 hat im Hohlraum eine Vielzahl sich radial in gleichem Abstand um die Achse erstreckender
Rippen 65, die am inneren Ende von der Achse des Sichtrades 12 abgesetzt sind. Die äußeren
Enden der Rippen 65 liegen ungefähr am inneren Umfang der Ringe 25. So liegen die Rippen 65 vom
Schlitz 28 ungefähr um die Dicke der Ringe 25 entfernt.
Der Spalt 29 zwischen den Ringteilen 25 ist glattwandig und ohne Hindernisse. Wenr Luft durch die
Durchlässe 50 strömt, füllt sie die Kammer 17 im Gehäuse 11 und strömt in den Schlitz 28 von beiden
Seiten des Sichtrades 12 ein und schießt anschließend durch den Spalt 29. Im Betrieb läuft das Sichtrad 12
mit einer bestimmten Geschwindigkeit um; die Rippen 65 erzeugen eine Luftwirbelströmung, die bis in
den dreieckigen Bereich 20 zwischen den Ringen 25
6j wirkt.
In der Fig. 3 sind drei Kanäle im Ring 16 des Gehäuses 11 dargestellt. Im Uhrzeigersinn (F i g. 3)
ist der erste Kanal ein Einlaßkanal 70 für Feststoffe.
Der zweite, dem Kanal 70 benachbarte, ist ein Luftauslaßkanal 71. Der dritte Kanal neben dem Auslaßkanal
71 im Uhrzeigersinn ist ein Auslaßkanal 72 für die Grobfraktion. Jeder der Kanäle 70,71 und 72
liegt ungefähr auf der quer zur Achse liegenden Symmetrieachse des Ringes 16 im Gehäuse 11, d. h.
in der Ebene des Spaltes 29 im Sichtrad 12, jedoch die Mündung um die Breite des Schlitzes 28 entfernt.
In der vorliegenden Ausführungsform dreht sich das Sichtrad 12 entgegen dem Uhrzeigersinn (F i g. 3), so
daß der Auslaßkanal 72 für die grobe Fraktion hinter dem Einlaßkanal 70 für die Feststoffe in einem Abstand
von ungefähr 330° in Drehrichtung des Sichtrades 12 liegt. Die Luftströmung trennt in dem Bereich
20 und zwischen den Rippen 65 die Feststoffe in eine Grobfraktion, die auswärts auf die Zylinder- j
fläche 19 zu gedrückt wird, und in eine feine Fraktion, die mit der Luft einwärts zwischen die Rippen 65 und
in das Rohr 36 geführt wird.
Weil der Auslaßkanal 72 für die grobe Fraktion in einer beträchtlichen Entfernung in Drehrichtung des
Sichtrades 12 vom Einlaßkanal 70 liegt, werden Agglomerate des Sichtgutes, das durch den Einlaßkanal
70 eintritt, gut aufgelöst Die Sichtwirkung des Sichtrades kann sich demnach voll auf die dispergierten
Teilchen auswirken.
Es ist auch möglich, statt eines einzigen Einlaßkanals 70 für das Sichtgut und eines Auslaßkanals
72 für die grobe Fraktion eine Vielzahl von Kanälen 70 und 72 zu verwenden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Zentrifugalsichter zum Trennen eines Sicht- Pulver normalerweise in Größen klassifiziert bzw.
gutes in eine Grob- und Feinfraktion, mit einem 5 gesichtet. Das Sichten im allgemeinen ist die Trenentgegen
der Schleuderrichtung von außen nach nung eines Pulvers in eine grobe Fraktion, deren
innen vom Sichtmittel durchflossenen, als Hohl- Teilchen größer sind als eine Sollgröße, und in eine
körper ausgebildeten Sichtrad in einem Sicht- feine Fraktion, deren Teilchen gleich oder kleiner als
raamgehäuse, dem das Sichtgut und reines Sicht- die Sollgröße sind.
mittel getrennt zugeführt werden und bei dem io Bei den meisten bekannten Zentrifugalsichtern mit
von dem Sichtrad nicht angenommenes Gut Sichtrad läuft dieses innerhalb eines Sichtraumge-—
d. h. die Grobfraktion — aus dem Sichtraum- häuses um. Im Sichtraumgehäuse wird eine Luftströgehäuse
abgeführt wird, und bei dem aus einer mung gebildet, die das Pulver mit einer kontinuieröffnung
im Zentrum des Sichtrades das Sicht- liehen Geschwindigkeit in das Sichtrad hineinzieht
mittel und die Feinfraktion austreten, dadurch 15 Die Drehung des Sichtrades zwingt die größeren Teiigekennzeichnet,
daß der Umfang des chen nach außen, während die feineren Teilchen ein-Sichtrades
(12) durch einen konzentrischen wärts zu einem Auslaß für die feine Fraktion geführt
zylindrischen, aus zwei Ringen (25) bestehenden werden. Die größeren Teilchen fallen nach Erreichen
Mantel abgedeckt ist, der nur durch einen schma- der Seiten der Kammer im allgemeinen auf Grund
len, in das Innere des Sichtrades führenden, in ao der Schwerkraft in einen Auslaß für die grobe Frakdessen
radialer Symmetrieebene liegenden Radial- tion. Während des Sichtvorganges sind die Teilchenspalt
(29) unterbrochen ist, in dessen radial äuße- konzentrationen in der Luft so hoch, daß unmöglich
rem Bereich die Zuführung des Sichtgutes und alle Agglomerate gleichzeitig während des Sichtvordie
Abführung der Grobfraktion erfolgt, wobei ganges aufzulösen sind. Die Agglomerate werden
dem Mantel auf der Innenseite des Sichtraumge- »s wegen ihrer Größe als Grobteilchen nach außen gehäuses
eine Fläche (19) parallel gegenüberliegt drückt und treten durch den Auslaß der groben
und mit ihm einen schmalen, die Abmessung des Fraktion aus. So gelangen feine Teilchen mit groben
Grobkornes etwas übersteigenden Zylinderschütz Teilchen in die Grobfraktion; die Trennschärfe wird
(28) bildet, durch den von beiden Seiten das stark verringert.
Sichtmittel zum Radialspalt (29) strömt. 30 Obwohl die bekannten Zentrifugalsichter in der
Sichtmittel zum Radialspalt (29) strömt. 30 Obwohl die bekannten Zentrifugalsichter in der
2. Zentrifugalsichter nach Anspruch 1, dadurch Lage sind, Pulver in feine und grobe Fraktionen zu
gekennzeichnet, daß sich der in das Innere des trennen, ist die Trennschärfe üblicherweise nicht gut.
Sichtrades führenden Spalt (29) von der Mantel- Das heißt, beide Gruppen haben zu viele Teilchen
fläche zum Zentrum hin erweitert der anderen Größe darin. Die Streuung wird um so
3. Zentrifugalsichter nach Anspruch 1, dadurch 35 größer, je feinere Pulver verarbeitet werden. Um eine
gekennzeichnet, daß Kanäle (70,72) zur Zufüh- hohe Trennschärfe in bekannten Zentrifugalsichtern
rung des Sichtgutes und zur Abführung der Grob- zu erzielen, müssen die Pulver sehr oft behandelt
fraktion nacheinander in Drehrichtung um etwa werden.
330° versetzt innen an der Gehäusefläche (19) Aus der französischen Patentschrift 1 296 814 mit
münden. 40 Zusatz 81 540 ist ein Zentrifugalsichter der oben ge-
4. Zentrifugalsichter nach Anspruch 1, gekenn- nannten Art bekannt. Gemäß einer Ausführungsform
zeichnet durch an sich bekannte radiale Rippen des bekannten Zentrifugalsichters verengt sich das
(65) im Hohlraum des Sichtrades (12). Sichtrad nach außen. Der Abstand vom äußeren
Umfang des Sichtrades bis zum Rand des Sichtraum-45 gehäuses ist so groß, daß die nach außen getragene
Grobfraktion nach Austritt aus dem Sichtrad nicht
mehr weiter mitgenommen wird, sondern zusammen mit einem Anteil des Sichtmittels aus einem seitlich
gelegenen Kanal entweichen kann. Das zusätzlich
Die Erfindung betrifft einen Zentrifugalsichter zum so neben dem Sichtgut eingeführte reine Sichtmittel
Trennen eines Sichtgutes in eine Grob- und Fein- dient hauptsächlich zum Antrieb des Sichtrades. Wie
fraktion, mit einem entgegen der Schleuderrichtung aus der Patentschrift hervorgeht, liegt die Trenngröße
von außen nach innen von Sichtmittel durchflossenen, bei 3 μ.
als Hohlkörper ausgebildeten Sichtrad in einem Sicht- Für die Erfindung stellt sich die Aufgabe, die
raumgehäuse, dem das Sichtgut und reines Sicht- 55 Trenngröße wesentlich herabzusetzen und die Trennmittel
getrennt zugeführt wird und bei dem von dem schärfe dabei zu erhöhen.
Sichtrad nicht angenommenes Gut — d. h. die Grob- Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Zentrifugalfraktion
— aus dem Sichtraumgehäuse abgeführt sichter, bei dem der Umfang des Sichtrades durch
wird, und bei dem aus einer öffnung im Zentrum einen konzentrischen zylindrischen Mantel abgedeckt
des Sichtrades das Sichtmittel und die Feinfraktion 60 ist, der nur durch einen schmalen, in das Innere des
austreten. Sichtrades führenden, in dessen radialer Symmetrie-
Pulverförmige Werkstoffe werden in ständig zu- ebene liegenden Radialspalt unterbrochen ist, in desvichmendem
Maße in der heutigen Technik ver- sen radial äußerem Bereich die Zuführung des Sichtwendet.
Bei der Pulvermetallurgie, bei der Herstellung gutes und die Abführung der Grobfraktion erfolgt,
von Magnettonbändern, Schleifmitteln, Pigmenten 65 wobei dem Mantel auf der Innenseite des Sichtraumusw.
müssen die Merkmale, wie Korngröße, Reinheit gehäuses eine Fläche parallel gegenüberliegt und mit
usw., streng kontrolliert werden. In derartigen Fällen ihm einen schmalen, die Abmessung des Grobkornes
ist die Korngröße eine der wichtigsten Eigenschaften etwas übersteigenden Zylinderschütz bildet, durch
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