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DE1655704C3 - Anhängerbremseinrichtung für Acker- und Straßenzugmaschinen - Google Patents

Anhängerbremseinrichtung für Acker- und Straßenzugmaschinen

Info

Publication number
DE1655704C3
DE1655704C3 DE19661655704 DE1655704A DE1655704C3 DE 1655704 C3 DE1655704 C3 DE 1655704C3 DE 19661655704 DE19661655704 DE 19661655704 DE 1655704 A DE1655704 A DE 1655704A DE 1655704 C3 DE1655704 C3 DE 1655704C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
brake
control valve
trailer
braking device
step plate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19661655704
Other languages
English (en)
Other versions
DE1655704B2 (de
DE1655704A1 (de
Inventor
Ewald 3251 Nienstedt Pekrul
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wabco Westinghouse GmbH Germany
Original Assignee
Wabco Westinghouse GmbH Germany
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wabco Westinghouse GmbH Germany filed Critical Wabco Westinghouse GmbH Germany
Publication of DE1655704A1 publication Critical patent/DE1655704A1/de
Publication of DE1655704B2 publication Critical patent/DE1655704B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1655704C3 publication Critical patent/DE1655704C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Die Erfindung betrifft eine Anhängerbremseinrichtung für mit einer Drucklufterzeugungsanlage ausgerüstete Acker- und Straßenzugmaschinen, deren mechanisehe Hinterradbremsen mittels zweier miteinander verriegelbarer, jeweils aus einem Bremshebel und einer Trittplatte bestehender Bremspedale wahlweise einzeln oder gemeinsam betätigt werden, wobei die beginnende Betätigungskraft des einen Bremspedals zugleich ein pneumatisches oder hydraulisches Anhängersteuerventil, die des anderen Bremspedals einen Federungskörper mit gleichem Federweg in Betrieb setzt.
Derartige Einrichtungen sind beispielsweise in den deutschen Patentanmeldungen W 36 618 ll/63c (bzw. FR-PS 14 07 990) und W 39 330 Il/63c beschrieben. In den beiden dort vorgeschlagenen Einrichtungen ist in einer der Bremszugstangen ein Anhängersteuerventil und in der anderen Bremszugstange ein Federungskörper mit gleichem Federw»g vorgesehen. Nachteilig ist dabei, daß manche Ackerzugmaschinen gar keine oder nur so kurze Zugstangen für die mechanische Bremse •ufweisen, daß der Einbau des Anhängersteuerventils und des Federungskörpers nicht möglich ist. Der zweite Vorschlag befaßt sich mit einer Hebelübersetzung zwischen dem Auslaßventilglied des Anhängersteuerventils und der Bremszugstange. Sie hat sich an Fahrzeugen als erforderlich erwiesen, die ein Bremspedal mit großem Untersetzungsverhältnis haben und infolgedessen beim eingebauten Anhängersteuerventil einen zu geringen Weg des Auslaßventilgliedes erzeugen. Zur feinfühligen Bremsung muß dieses jedoch einen ausreichend langen Steuerweg aufweisen. Hierfür eine besondere Hebelübersetzung vorsehen zu müssen, ist ein Nachteil.
Schließlich ist gemäß der GB-PS 3 39 435 eine Servobremseinrichtung bekannt, bei der lediglich ein Bremshebel aufgezeigt ist. der an einem zum Bremshebel abgewinkelten Rohr am Hebelende einerseits eine relativ zur Hebelbewegung gegen Federwirkung bewegliche Trittplatte und andererseits ein Relaisventil aufweist, dessen Betätigungsstößel mit der Trittplatte in Wirkverbindung steht und im Betätigungsfalle relativ zum Bremshebel axial verschoben wird. Dabei ist nachteilig, daß der Betätigungsstößel aus Einbaugründen extrem lang sein muß und somit bei Trittplattenbetätigung mit insbesondere bei Arbeitsund Zugmaschinen überwiegend schräg angesetzter Betätigungskraf' zum Verkanten oder Verklemmen neigt, was einer feinfühligen Bremsung abträglich ist. Außerdem erbringt die extreme Stößelstangenlänge zwangläufig zu aufwendige Geräteabmessungen einerseits und erhöhten Stößelführungsaufwand andererseits.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile der erwähnten älteren Lehren zu vermeiden, d. h, das Anhängersteuerventil und der zugehörige Federungskörper sollen so angeordnet werden, daß ihr Einbau und ihre Funktion von Bremsgestängen und vom Übersetzungsverhältnis vorhandener Bremspedale unabhängig sind, wobei eine feinfühlige Bremsung ohne zusätzliche Mittel gewährleistet sein soll.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe wird darin gesehen, daß die Trittplatten drehbar an den Bremshebeln gelagert und unmittelbar miteinander verriegelbar sind und daß durch die Relaiivverdrehung zwischen den Trittplatten und den Bremshebeln das starr mit der einen Trittplatte verbundene Anhängersteuerventil bzw. der ebenfalls starr mit der anderen Trittplatte verbundene Federungskörper betätigbar ist. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Anhängerbremseinrichtung sind den Ansprüchen 2 und 3 entnehmbar.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß auf Grund der drehbaren Lagerung und Bewegung der Trittplatten in organisch in die drehbare Lagerung und Bewegung der Bremshebel eingefügter Weise die Betätigung des Anhängersteuerventils ohne Mitwirkung von Bremsgestängen allein durch Verschwenken seines starr mit der Trittplatte verbundenen Gehäuses erfolgt, wobei die gelenkige Verbindung der Betätigungsstößel des Anhängersteuerventils und des Federungskörpers mit je einem gelenkig an den Bremshebeln befestigten Stab die Betätigung des Anhängersteuerventils in gegenüber an den Trittplatten richtungsdivergierend ansetzenden Betätigungskräften störungsfreier Weise zuläßt und damit in Verbindung mit der definierten Drehbewegung der Trittplattenkörper, deren Betätigungsweg durch einen sicheren Anschlag am Bremshebelende begrenzbar ist, einerseits eine feinfühlige und der Verkehrssicherheit dienende Bremsung gewährleistet und andererseits den Einbau extrem kurzer Betätigungsstößel zuläßt, was zusammen mit den vorerwähnten konstruktiven Merkmalen zu einer platzsparenden Kompaktbauweise der so in rationeller Serienfertigung vollständig vorfertigbaren Anhängerbremseinrichtung führt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht nach der in Fig.2 eingetragenen Schnittlinie, während
F i g. 2 eine Draufsicht ist.
In Fig.l und 2 sind Bremshebel 1 bzw. la auf einer Achse 2 drehbar gelagert und werden von Zugfedern 3 bzw. 3a in ihrer oberen Endstellung gehalten. Am Ende des Bremshebels 1 ist bei 4 ein Anhängersteuerventil 5 in für diese Einbauweise geeigneter Gestaltung angelenkt. Es kann sich um ein Ventil für eine Einleitungs- oder für eine Zweileitungsbremse handeln, deren innerer Aufbau Fachleuten hinreichend bekannt ist. Auf dem Gehäuse des Anhängersteuerventils 5 ist eine Trittplatte 6 befestigt. Wie bei anderen Ventilen dieser Art ragt auch aus diesem eine Verlängerung des Betätigungsstößels 7 des Anhängersteuerventils 5 heraus, und er ist durch einen gelenkigen Stab 8 mit eineni Festpunkt 9 am Bremshebel 1 verbunden. In einem Zuführungsschlauch 10 steht die Druckluft des nicht dargestellten Vorratsbehälters an, während ein Schlauch 11 zur Kupplung der Anhängerbremsleitung führt. Wird auf die Trittplatte 6 getreten, so schwenkt das Anhängersteuerventil 5 um das Gelenk 4 bis zum Ende des Bremshebels 1, das als Anschlag 12 dient. Während dieser Bewegung des Anhängersteuerventils 5 wird der Betätigungsstößel 7 festgehalten. Die Relativbewegung zwischen beiden betätigt das Anhängersteuerventil. In gleicher Weise ist am anderen Bremshebel Ia (Fig. 2) ein Federungskörper 15 mit einer Trittplatte 16 angelenkt. Hier jedoch wirkt das dem Betätigungsstößel 7 entsprechende Teil lediglich auf eine Feder mit einer der Feder im Anhängersteuerventil 5 gleichen Federkonstante. In den Relativbewegungen beider Trittplatten zu den Bremshebeln 1 bzw. la verlaufen dadurch die Betätigungskräfte und die Schwenkwinkel synchron.
Das ist erforderlich, damit bei gemeinsamer Betätigung beider — nicht starr verriegelter — Bremshebel 1 und la deren Zugstangen 13 bzw. 13a gleich große mechanische Bremskräfte übertragen. Mit einem eingelegten Riegel 17 können beide Trittplattenkörper 5, 6 und 15, 16 zu einer staTen Einheit verbunden werden.
ίο Die Wirkungsweise ist wie folgt. Fährt das Zugfahrzeug mit Anhänger, so ist es zweckmäßig, die beiden Trittplattenkörper 5, 6 und 15, 16 durch Einlegen des Riegeis 17 starr zu verbinden. Dann ist es gleichgültig, ob der Fahrer auf die Trittplatte 6 oder 16 oder auf beide tritt. Die zusammenwirkenden Federkräfte sind so abgestimmt, daß beim Betätigen der Trittplatte zuerst die Bremshebel 1 bzw. la nachgeben und diese über die Zugstangen 13 bzw. 13a die mechanische Schlepperbremse anlegen. Dann bleiben die Bremshebel 1 und la stehen, und ein geringer Widerstand genügt, um die Relativbewegung zwischen den Trittplattenkörpern 5,6 und 15, 16 und den Bremshebeln 1 und la beginnen zu lassen, die zur pneumatischen Abbremsung des Anhängers mit Voreilung gegenüber der Zugmaschine führt.
Arbeitet die Zugmaschine ohne Anhänger, jedoch mit Feldgeräten auf dem Acker, so wird der Riegel 17 entfernt, damit zur Lenkunterstützung jedes Hinterrad auch einzeln gebremst werden kann. In diesem Falle ist die pneumatische Anhängerbremseinrichtung außer Betrieb.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Anhängerbremseinrichtung für mit einer Drucklufterzeugungsanlage ausgerüstete Acker- und Straßenzugmaschinen, deren mechanische Hinterradbremsen mittels zweier miteinander verriegelbarer, jeweils aus einem Bremshebel und einer Trittplatte bestehender Bremspedale wahlweise einzeln oder gemeinsam betätigt werden, wobei die beginnende Betätigungskraft des einen Bremspedals zugleich ein pneumatisches oder hydraulisches Anhängersteuerventil, die des anderen Bremspedals einen Federungskörper mit gleichem Federweg in Betrieb setzt, dadurch gekennzeichnet, daß die Trittplaaen (6 und 16) drehbar an den Brtmshebeln (1 und la) gelagert und unmittelbar miteinander verriegelbar sind und daß durch die Relativverdrehung zwischen den Trittplatten und den Bremshebeln das starr mit der einen Trittplatte
(6) verbundene Anhängersteuerventil (5) bzw. der ebenfalls starr mit der anderen Trittplatte (16) verbundene Federungskörper (15) betätigbar ist.
2. Anhängerbremseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsstößel
(7) sowohl des Anhängersteuerventils (5) als auch des Federungskörpers (15) mittels je eines gelenkig befestigten Stabes (8) mit den Bremshebeln (1 bzw. la) verbunden sind.
3. Anhängerbremseinrichtung nach den Anspriichen J und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Relativverdrehungen zwischen den Bremshebeln (1 bzw. la) und den Trittplattenkörpern (5, 6 bzw. 15, 16) durch je einen Anschlag (12) begrenzt sind.
35
DE19661655704 1966-04-13 1966-04-13 Anhängerbremseinrichtung für Acker- und Straßenzugmaschinen Expired DE1655704C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEW0041341 1966-04-13
DEW0041341 1966-04-13

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1655704A1 DE1655704A1 (de) 1970-08-06
DE1655704B2 DE1655704B2 (de) 1975-09-11
DE1655704C3 true DE1655704C3 (de) 1976-04-29

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