DE1655704C3 - Anhängerbremseinrichtung für Acker- und Straßenzugmaschinen - Google Patents
Anhängerbremseinrichtung für Acker- und StraßenzugmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anhängerbremseinrichtung für mit einer Drucklufterzeugungsanlage ausgerüstete
Acker- und Straßenzugmaschinen, deren mechanisehe Hinterradbremsen mittels zweier miteinander
verriegelbarer, jeweils aus einem Bremshebel und einer Trittplatte bestehender Bremspedale wahlweise einzeln
oder gemeinsam betätigt werden, wobei die beginnende Betätigungskraft des einen Bremspedals zugleich ein
pneumatisches oder hydraulisches Anhängersteuerventil, die des anderen Bremspedals einen Federungskörper
mit gleichem Federweg in Betrieb setzt.
Derartige Einrichtungen sind beispielsweise in den deutschen Patentanmeldungen W 36 618 ll/63c (bzw.
FR-PS 14 07 990) und W 39 330 Il/63c beschrieben. In den beiden dort vorgeschlagenen Einrichtungen ist in
einer der Bremszugstangen ein Anhängersteuerventil und in der anderen Bremszugstange ein Federungskörper
mit gleichem Federw»g vorgesehen. Nachteilig ist dabei, daß manche Ackerzugmaschinen gar keine oder
nur so kurze Zugstangen für die mechanische Bremse •ufweisen, daß der Einbau des Anhängersteuerventils
und des Federungskörpers nicht möglich ist. Der zweite Vorschlag befaßt sich mit einer Hebelübersetzung
zwischen dem Auslaßventilglied des Anhängersteuerventils und der Bremszugstange. Sie hat sich an
Fahrzeugen als erforderlich erwiesen, die ein Bremspedal mit großem Untersetzungsverhältnis haben und
infolgedessen beim eingebauten Anhängersteuerventil einen zu geringen Weg des Auslaßventilgliedes
erzeugen. Zur feinfühligen Bremsung muß dieses jedoch einen ausreichend langen Steuerweg aufweisen. Hierfür
eine besondere Hebelübersetzung vorsehen zu müssen, ist ein Nachteil.
Schließlich ist gemäß der GB-PS 3 39 435 eine Servobremseinrichtung bekannt, bei der lediglich ein
Bremshebel aufgezeigt ist. der an einem zum Bremshebel abgewinkelten Rohr am Hebelende einerseits eine
relativ zur Hebelbewegung gegen Federwirkung bewegliche Trittplatte und andererseits ein Relaisventil
aufweist, dessen Betätigungsstößel mit der Trittplatte in Wirkverbindung steht und im Betätigungsfalle relativ
zum Bremshebel axial verschoben wird. Dabei ist nachteilig, daß der Betätigungsstößel aus Einbaugründen
extrem lang sein muß und somit bei Trittplattenbetätigung mit insbesondere bei Arbeitsund
Zugmaschinen überwiegend schräg angesetzter Betätigungskraf' zum Verkanten oder Verklemmen
neigt, was einer feinfühligen Bremsung abträglich ist. Außerdem erbringt die extreme Stößelstangenlänge
zwangläufig zu aufwendige Geräteabmessungen einerseits und erhöhten Stößelführungsaufwand andererseits.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile der erwähnten älteren Lehren zu vermeiden,
d. h, das Anhängersteuerventil und der zugehörige Federungskörper sollen so angeordnet werden, daß ihr
Einbau und ihre Funktion von Bremsgestängen und vom Übersetzungsverhältnis vorhandener Bremspedale unabhängig
sind, wobei eine feinfühlige Bremsung ohne zusätzliche Mittel gewährleistet sein soll.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe wird darin gesehen, daß die Trittplatten drehbar an den
Bremshebeln gelagert und unmittelbar miteinander verriegelbar sind und daß durch die Relaiivverdrehung
zwischen den Trittplatten und den Bremshebeln das starr mit der einen Trittplatte verbundene Anhängersteuerventil
bzw. der ebenfalls starr mit der anderen Trittplatte verbundene Federungskörper betätigbar ist.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Anhängerbremseinrichtung sind den Ansprüchen
2 und 3 entnehmbar.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß auf Grund der drehbaren
Lagerung und Bewegung der Trittplatten in organisch in die drehbare Lagerung und Bewegung der Bremshebel
eingefügter Weise die Betätigung des Anhängersteuerventils ohne Mitwirkung von Bremsgestängen allein
durch Verschwenken seines starr mit der Trittplatte verbundenen Gehäuses erfolgt, wobei die gelenkige
Verbindung der Betätigungsstößel des Anhängersteuerventils und des Federungskörpers mit je einem gelenkig
an den Bremshebeln befestigten Stab die Betätigung des Anhängersteuerventils in gegenüber an den Trittplatten
richtungsdivergierend ansetzenden Betätigungskräften störungsfreier Weise zuläßt und damit in Verbindung
mit der definierten Drehbewegung der Trittplattenkörper, deren Betätigungsweg durch einen sicheren
Anschlag am Bremshebelende begrenzbar ist, einerseits eine feinfühlige und der Verkehrssicherheit dienende
Bremsung gewährleistet und andererseits den Einbau extrem kurzer Betätigungsstößel zuläßt, was zusammen
mit den vorerwähnten konstruktiven Merkmalen zu einer platzsparenden Kompaktbauweise der so in
rationeller Serienfertigung vollständig vorfertigbaren Anhängerbremseinrichtung führt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht nach der in Fig.2
eingetragenen Schnittlinie, während
F i g. 2 eine Draufsicht ist.
In Fig.l und 2 sind Bremshebel 1 bzw. la auf einer
Achse 2 drehbar gelagert und werden von Zugfedern 3 bzw. 3a in ihrer oberen Endstellung gehalten. Am Ende
des Bremshebels 1 ist bei 4 ein Anhängersteuerventil 5 in für diese Einbauweise geeigneter Gestaltung
angelenkt. Es kann sich um ein Ventil für eine Einleitungs- oder für eine Zweileitungsbremse handeln,
deren innerer Aufbau Fachleuten hinreichend bekannt ist. Auf dem Gehäuse des Anhängersteuerventils 5 ist
eine Trittplatte 6 befestigt. Wie bei anderen Ventilen dieser Art ragt auch aus diesem eine Verlängerung des
Betätigungsstößels 7 des Anhängersteuerventils 5 heraus, und er ist durch einen gelenkigen Stab 8 mit
eineni Festpunkt 9 am Bremshebel 1 verbunden. In einem Zuführungsschlauch 10 steht die Druckluft des
nicht dargestellten Vorratsbehälters an, während ein
Schlauch 11 zur Kupplung der Anhängerbremsleitung führt. Wird auf die Trittplatte 6 getreten, so schwenkt
das Anhängersteuerventil 5 um das Gelenk 4 bis zum Ende des Bremshebels 1, das als Anschlag 12 dient.
Während dieser Bewegung des Anhängersteuerventils 5 wird der Betätigungsstößel 7 festgehalten. Die Relativbewegung
zwischen beiden betätigt das Anhängersteuerventil. In gleicher Weise ist am anderen Bremshebel
Ia (Fig. 2) ein Federungskörper 15 mit einer Trittplatte 16 angelenkt. Hier jedoch wirkt das dem
Betätigungsstößel 7 entsprechende Teil lediglich auf eine Feder mit einer der Feder im Anhängersteuerventil
5 gleichen Federkonstante. In den Relativbewegungen beider Trittplatten zu den Bremshebeln 1 bzw. la
verlaufen dadurch die Betätigungskräfte und die Schwenkwinkel synchron.
Das ist erforderlich, damit bei gemeinsamer Betätigung beider — nicht starr verriegelter — Bremshebel 1
und la deren Zugstangen 13 bzw. 13a gleich große mechanische Bremskräfte übertragen. Mit einem
eingelegten Riegel 17 können beide Trittplattenkörper 5, 6 und 15, 16 zu einer staTen Einheit verbunden
werden.
ίο Die Wirkungsweise ist wie folgt. Fährt das Zugfahrzeug
mit Anhänger, so ist es zweckmäßig, die beiden Trittplattenkörper 5, 6 und 15, 16 durch Einlegen des
Riegeis 17 starr zu verbinden. Dann ist es gleichgültig, ob der Fahrer auf die Trittplatte 6 oder 16 oder auf beide
tritt. Die zusammenwirkenden Federkräfte sind so abgestimmt, daß beim Betätigen der Trittplatte zuerst
die Bremshebel 1 bzw. la nachgeben und diese über die
Zugstangen 13 bzw. 13a die mechanische Schlepperbremse anlegen. Dann bleiben die Bremshebel 1 und la
stehen, und ein geringer Widerstand genügt, um die Relativbewegung zwischen den Trittplattenkörpern 5,6
und 15, 16 und den Bremshebeln 1 und la beginnen zu lassen, die zur pneumatischen Abbremsung des Anhängers
mit Voreilung gegenüber der Zugmaschine führt.
Arbeitet die Zugmaschine ohne Anhänger, jedoch mit Feldgeräten auf dem Acker, so wird der Riegel 17
entfernt, damit zur Lenkunterstützung jedes Hinterrad auch einzeln gebremst werden kann. In diesem Falle ist
die pneumatische Anhängerbremseinrichtung außer Betrieb.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Anhängerbremseinrichtung für mit einer Drucklufterzeugungsanlage
ausgerüstete Acker- und Straßenzugmaschinen, deren mechanische Hinterradbremsen mittels zweier miteinander verriegelbarer,
jeweils aus einem Bremshebel und einer Trittplatte bestehender Bremspedale wahlweise
einzeln oder gemeinsam betätigt werden, wobei die beginnende Betätigungskraft des einen Bremspedals
zugleich ein pneumatisches oder hydraulisches Anhängersteuerventil, die des anderen Bremspedals
einen Federungskörper mit gleichem Federweg in Betrieb setzt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Trittplaaen (6 und 16) drehbar an den Brtmshebeln (1 und la) gelagert und unmittelbar
miteinander verriegelbar sind und daß durch die Relativverdrehung zwischen den Trittplatten und
den Bremshebeln das starr mit der einen Trittplatte
(6) verbundene Anhängersteuerventil (5) bzw. der ebenfalls starr mit der anderen Trittplatte (16)
verbundene Federungskörper (15) betätigbar ist.
2. Anhängerbremseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsstößel
(7) sowohl des Anhängersteuerventils (5) als auch des Federungskörpers (15) mittels je eines gelenkig
befestigten Stabes (8) mit den Bremshebeln (1 bzw. la) verbunden sind.
3. Anhängerbremseinrichtung nach den Anspriichen J und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Relativverdrehungen zwischen den Bremshebeln (1 bzw. la) und den Trittplattenkörpern (5, 6 bzw. 15,
16) durch je einen Anschlag (12) begrenzt sind.
35
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW0041341 | 1966-04-13 | ||
| DEW0041341 | 1966-04-13 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1655704A1 DE1655704A1 (de) | 1970-08-06 |
| DE1655704B2 DE1655704B2 (de) | 1975-09-11 |
| DE1655704C3 true DE1655704C3 (de) | 1976-04-29 |
Family
ID=
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