DE1655566C - Verschlußkappe, insbesondere für Kraftstoffbehälter von Kraftfahrzeugen - Google Patents
Verschlußkappe, insbesondere für Kraftstoffbehälter von KraftfahrzeugenInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft eine Verschlußkappe, ins- gen liegen, um ein zu hartes Aufschlagen des Kraftbesondere für Kraftstoffbehaiier von Kraftfahr- Stoffs zu vermeiden.
zeugen, bei der zwischen einem Kappengehäuse und Bei einer anderen baulichen Ausführung der Erciner
ringförmigen Dichtung eine mit dem Behälter findung wird vorteilhaft ein topfartiger Einsatz ver-
in Verbindung stehende Kammer vorgesehen ist. 5 wendet, in dessen zweimal rechtwinklig abgewinkel-
Verschlußkappen dieser Art sind bekannt. Sie tem und mit seiner Außenfläche im Gehäuse anwerden
bei Kraftstoffbehältern meist zusammen mit liegendem Flansch die von dem Balg umfaßten ringeiner
gesonderten Entlüftungsleitung verwendet, die, förmigen Federteller für eine konische Anpreßfeder
vom Einfüllstutzen unterhalb der öffnung abgehend, sitzen, wobei der Einsatz zur Bildung eines großen
für den nötigen Drucicausgleich im Behälter sorgt. io Durchströmquerschnittes im Durchmesser wesentlich
Eine Feder hat lediglich den Zweck, ein sattes An- kleiner als der Innendurchmesser des unteren Federliegen
der Dichtung auf dem oberen Rand des Ein- tellers ist. Durch am Umfang des Einsatzes anfüllstutzens
ohne größeren Kraftaufwand beim Auf- geordnete Fenster ragt ein am Boden des Einsatzes
schrauben zu erreichen. Nachteilig ist hierbei, daß befestigter Verschlußbügel hindurch. Eine zwischen
beim Bremsen, bei plötzlichen Bergauf- oder Bergab- 15 Dichtung und Balg liegende Ringplatte ist mit einem
fahrten oder bei scharf gefahrenen Kurven es infolge nach unten abgewinkelten Innenrand als Kragen vertier
Fliehkraft vorkommt, daß die Flüssigkeit von sehen, der bei abgenommener Kappe unter dem
innen uegen die die Dichtung tragende Platte schlägt, Druck der Anpreßfeder gegen den Verschlußbügel
die Anpreßkraft dtr Feder aber nicht ausreicht, das anliegt. Ein Verschieben der Dichtung beim Auf-Austreten
von Kraftstoff zu verhindern. Abhilfe ao setzen der Verschjußkappe wird hierbei durch Nasen
würde zwar eine Verstärkung der Anpreßkraft der verhindert, die an den inneren zylindrischen Flächen
Feder schaffen, die Handhabung der Kappe wäre da- des unteren Federtellers und der Ringplatte sitzen
durch aber erheblich erschwert. und in eine Einbuchtung des Einsatzes eingreifen.
Ein Kraftstoffaustritt wird sich vor allem bei Zu- In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele
sammenstößen gefährlich auswirken, da durch die 35 der Erfindung veranschaulicht. Es zeigt
Wucht des Aufpralls des Kraftstoffs ein weiter Ring- Fig. 1 die Ansicht einer Verschlußkappe nach
spalt zwischen der Dichtung und dem Rand des einer ersten Ausführungsform in abgenommenem
Einfüllstutzens entsteht, durch den eine große Kraft- Zustand im Schnitt nach Linie I-I der Fig. 2,
stoffmenge herausfraßen und sich entzünden kann. Fig. 2 einen Schnitt nach Linie H-II der Fig. 1,
Der Erfindung liegt die Aufgphe zugrunde, die 30 F i g. 3 die Ansicht einer Verschlußkappe nach
Verschlußkappe der eingang·! genannten Art unter einer weiteren Ausführungsform im Schnitt nach
allen vorkommenden Umständen nbedingt dicht Linie HI-III der F i g. 4, links im aufgesetzten, rechts
und damit unfallsicher zu gestalten, so daß die Ge- dagegen im abgenommenen Zustand, und
fahr eines Brandes beseitigt ist. Fig. 4 einen Schnitt nach Linie IV-IV der Fig. 3.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge- 35 Bei der Ausführung nach F i g. 1 und 2 sitzt zwi-
lösi, daß der Innendurchmesser der Kammer über sehen dem Gehäuse 1 der den Einfüllstutzen 9
den Außendurchmesscr der Dichtfläche zwischen eines Kraftstoffbehälters von Kraftfahrzeugen ver-
der Unterseite der Dichtung und dem Einfüllstutzen schließenden Kappe und der die Dichtung 2 aus
hinausreicht, den die Kammer gasdicht abschließt. Kork tragenden Ringplatte 3 ein im Querschnitt
Bei der erfindungsgemäßen Verschlußkappe strömt 40 U-förmiger Balg 4 aus Kunststoff, Gummi od. dsl.,
also eine auftretende Kraftstoffwelle in die oberhalb dessen offene Seite zur Längsmittelachse des Geder
Dichtung liegende Kammer und verstärkt die häuses 1 hin gerichtet ist. Der Balg 4 umfaßt die
Anpressung der Dichtung um so mehr, je größer Außenränder von zwei die Anpreßfeder 5 der Dichdie
Wucht des aufprallenden Kraftstoffs ist, so daß lung 2 haltenden Fcdertellern 6α und 7, wobei der
ein Ausfließen von Kraftstoff über die Dichtung mit 45 obere Federteller 6 a den Flansch eines Topfes 6
Sicherheit unterbunden ist. bildet und in den ringförmigen unteren Federin weiterer Ausbildung der Erfindung ist in der ieller7 axial verschiebbar eingesteckt ist. Der Topf 6
Kammer ein ringförmiger Balg aus Kunststoff is. mit starken Eindrückungen 6 b zur Bildung von
od. dgl. angeordnet, dessen U-förmiger Querschnitt möglichst großen, den Kraftstoffbehälter mit einer
pur Längsmittclachsc des Gehäuses hin offen ist. 5° zwischen dem Gehäuse 1 und der Dichtung 2 liegen-
£wcckmäßig werden die die Anpreßfeder der Dich- den Kammer K verbindenden Kanälen und der
tung häutenden Fcdertcller an ihren Außenrändern untere Federteller 7 mit Abflußlöchern Ta ver-Von
dem Balg umfaßt, wobei ein als Topf ausge- sehen, die ein Ansammeln von Kraftstoff in der
bildctcr Federteller in den ringförmigen anderen Kappe und ein Herauslaufen bei deren Abnehmen
eingesteckt ist und zur Bildung möglichst großer 55 vermeiden sollen. Der Innendurchmesser der den
tinstrümkanäle in die Kammer an seinem Umfang Einfüllstutzen 9 gasdicht abschließenden Kammer K
mit Eindrückungen versehen ist. Im ringförmigen reicht über den Außendurchmesser der Dichtfläche
Federtetter befinden sich Abflußlöcher. Eine zwi- zwischen der Unterseite der Dichtung 2 und dem
sehen der unteren Planfläche des Balges und der Einfüllstutzen 9 hinaus. Um allzu starke Schwall-Dichtung angeordnete Ringplatte stufet sich bei ab- βο bewegungen des Kraftstoffe aufzufangen, ist am
genommener Kappe mit einem abgewinkelten Kragen Boden des Topfes 6 ein beispielsweise angenieteter
gegen am Rand des Gehäuses eingedrückte Bügel ab. Prallschirm 8 vorgesehen, der unterhalb der Ein-Eine an der Ringplatte befindliche Nase greift zur drückungen 66 große Durchströmlöcher 8 a, bei-Verhinderung eines Mitdrehens des Tellers und der spielsweise von etwa 12 mm Durchmesser, besitzt.
Dichtung beim Aufsetzen de* Verschlusses in eine ij Die Ringplatte 3 hat am Außenrand einen nach
Vertiefung des Gehäuses ein. Gegebenenfalls wird unten abgewinkelten Kragen 3 α, der sich bei abge-,
unten am Topf ein gelochter PraÜschirm befestigt, nommener Kappe unter dem Druck der Anpreßde**en Durchströmlöcher unterhalb der Elndrückun- feder S gegen drei am Rand des Gehäuses l einge-
Claims (11)
1. Verschlußkappe, insbesondere für Kraftstoffbehälter von Kraftfahrzeugen, bei der zwischen einem Kappengehäuse und einer ring-
formigen Dichtung eine mit dem Behälter in Verbindung stehende Kammer vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Innendurchmesser der Kammer (K bzw. A'l)
über den Außendurchmessur der Dichtfläche zwischen der Unterseite der Dichtung (2 bzw. 12)
und dem Einfüllstutzen (9) hinausreicht, den die
Kammer gasdicht abschließt.
2. Verschlußkappe nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen in der Kammer (K oder
K I) angeordneten ringförmigen Balg (4 bzw. 14) aus Kunststoff od. dgl., dessen U-förmiger
Querschnitt zur Längsmittelachse des Gehäuses (1 oder 11) hin offen ist.
3. Verschlußkappe nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch zwei die Anpreßfeder
(5) der Dichtung (2) haltende, an ihren Außenrändern von dem Balg (4) umfaßte Federteller
(6 α und 7), wobei der eine als Topf (6) ausgebildete Federteller (6 a) im ringförmigen
anderen Federteller (7) steckt und an seinem Umfang zur Bildung .on die Kammer (K) mit
dem Behälter verbindenden Kanälen mit Eindrückungen (6 b) versehen ist.
4. Verschlußkappe nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch im ringförmigen
Federteller (7) befindliche Abflußlöcher (7 α).
5. Verschlußkappe nach den Ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine zwischen der
unteren Planfläche de«: Balges (4) und.der Dichtung
(2) angeordnete Ringplatte (3), die sich mit einem nach unten abgewinkelten Kragen (3 α) bei
abgenommener Kappe gegen am Rand des Gehäuses (1) eingedrückte Bügel (1 a) abstützt.
6. Verschlußkappe nach den Ansprüchen 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine an der Ringplatte
(3) befindliche Nase (3 b), die in eine Ver tiefung (1 b) des Gehäuses (1) eingreift.
7. Verschlußkappe nach der Ansprüchen 1 bis 6, gekennzeichnet durch einen unten am
Topf (6) befestigten gelochten Prallschirm (8), dessen Durchströmlöcher (8 a) unterhalb der
Eindrückungen (6 b) angeordnet sind.
8. Verschlußkappe nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch einen topfartigen Einsatz
(16), in dessen zweimal rechtwinklig abgewinkeltem und mit einer seiner Außenfläche im Gehäuse
(11) anliegendem Flansch die von dem BaIg(H) umfaßten ringförmigen Federteller (16 α und 17) für
eine konische Anpreßfeder (15) sitzen, wobei der Einsatz zur Bildung eines großen Durchströmquerschnittes
im Durchmesser wesentlich kleiner als der Innendurchmeser des unteren Federtellers (17) ist.
9. Verschlußkappe nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch am Umfang des Einsatzes (16)
angeordnete Fenster (16 c), durch die ein am Boden des Einsatzes befestigter Verschlußbügel
(18) hmdurchragt.
10. Verschlußkappe nach den Ansprüchen 8 und 9, gekennzeichnet durch eine zwischen Dichtung
(12) und Balg (14) angeordnete Ringplatte (13), deren nach unten abgewinkelter Knnenrand
als Kragen (13 a) bei abgenommener Kappe unter dem Druck der Anpreßfeder (15) gegen
den Verschlußbügel (18) anliegt.
11. Verschlußkappe nach den Ansprüchen 8 bis 10, gekennzeichnet durch Nasen (17 6 und
13 b) an den inneren zylindrischen Flächen des unteren Federtellers (17) und der Ringplatte
(13), die in eine Einbuchtung (16 d) am Umfang des Einsatzes (16) eingreifen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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