-
'9 Aus einzelnen paketweise zusammengesetzten Schleiflamellen bestehendes
Schleifrad oder Schleifwalze 11
Die Lrfindung betrifft ein aus einzelnen paketweise
zusammengesetzt en Schleiflamellen bestehendes Schleifrad oder Schleifwalze.
Schleifräder,
welche aus einzelnen Schleiflamellenpaketen bestehen, sind bekannt. Die einzelnen
Schleiflamellen, die zu einem Paket zusammengesetzt sind9 werden dabei an den Lamellenfüßen
durch Klammern miteinander verbunden. In den Seiten einer jeden Schleiflamelle sind-dabei
Aussparungen angebracht, in die entsprechende ringsumlaufende Nasen einer Spannscheibe
eingreifen, damit auf diese Weise die -Schleiflamellenpakete gehalten werden können.
-
Solche Schleifräder haben den Nachteil, daß sie nicht formstabil sind.
Unter der Wirkung der infolge der hohen Umdrehungszahl auftretenden Zentrifugalkraft
und unter der Wirkung der beim Schleifen auftretenden Belastungen werden die Schleiflamellen
gerade im Bereiche der Einspannstelle verformt. Das ist darauf-zurückzuführen, daß
die flexiblen Gewebeeinlagen der Schleiflamellen in ihrer Qualität und ihrer Elastizität
unterschiedlich sind und demzufolge auch unübersehbar den Druck- und Zugspannungen,
die unter der hast auftreten, ausweichen. Das bedeutet aber, daß ein solches Schleifrad
festigkeitsmäßig nicht mehr zu beherrschen ist.
-
Infolge dieser Umstände ist es praktisch nicht voraussehbar, ob ein
solches Schleifrad bei bestimmten Drehzahlen zerstört wird oder nicht. Daher ist
die Gefahr von Unfällen naturgemäß groß.
-
Es sind aber auch Schleifräder bekanntgeworden, die aus einzelnen
Schleiflamellen bestehen, die jedoch
nicht -2@al,:etweise zusammengefaßt
sind, sondern bei denen ,?n den -Seien ebenfalls eine iLus#,parung angeordnet ist,
die bei zu einem Kreis zusarmaengesetzten ächleiflamellen entsprechende Ringkanäle
ergeben, in denen j e ein dtahlring eingesetzt wird, der alsdann durch die seitlich
an dpa Schleifrad angesetzten Flansche festgehalten wird. Dabei sind die Schleiflarsellen
bei dieseril Schleifrad r:n den Füßen mit einer Üffnung versehen, durch die ein
halterigesetzt ist. Auch bei dieser rLusbildung eines Schleifrades treten unter
der v@irkung der Zentrifuä!_=lkraft und unter der Last beim Schleifen Verformungen
im Bereiche der Einspannstelle auf, die dazu führen, daß ein solches Schleifrad
festigkeitsmäßig nicht mehr zu Überblicken ist.
-
2s giut auch Schleifräder, bei denen eine ,Schleiflamelle ve1=rendet
wird, die in der Mitte eine Verstei%ung aufweist. Zu beiden Seiten der Versteifung
erstreckt sich der Schleifbelag. Dabei ist in dieser Versteifung eine ÜffnunJ angeordnet,
durch die ein Haltering gesteckt ist. Diese Versteifung =der Schleiflamelle hat
die Aufgabe, einen bestimmten Abstand der Schleiflamellen untereinander zu gewährleisten,
da sonst die sich nach innen erstreckenden Teile der Schleiflamellen infolge des
kleiner werdenden Umfangs nicht untergebracht werden können, wenn die bchleiflamellen
zu einem Ring aufgereiht sind. ,auch ein Scli.eifrad dieser Art besitzt keine definierte
Festigkeit, äa Verformungen im Bereiche der Einspannstelle
unvermeidbar
sind.
-
Die Erfindung hat sich die iLufgabe gestellt, ein aus einzelnen paketweise
zusammengesetzten Schleiflamellen bestehendes Schleifrad so auszubilden, da.ß die
rakete im Bereiche der Einspannstelle formstabil in dem Sinne sind, da13 das gesamte
Schleifrad festigkeitsmäßig bestimm-bar ist.
-
Nach der Erfindung wird. das dadurch erreicht, daß jedes Schleiflamellenpaket
wenigstens an der Vorder- und tiückseite des Paketes im Bereiche der Lamellenfüße
ein starres sich über die Breite der Lamelle erstreckendes Trägerelement vorzugsweise
eine Trägerplatte aufweist, wobei die Trägerelemente und die Schleiflamellen durch
diese Teile zusaLimenpressende Spannmittel verbunden sind. Durch diese Ausbildung
wird im Bereiche der Lamellenfüße eine Trägerkonstruktion geschaffen, die nach den
Regeln der Festigkeitslehre definiert ist.
-
Dabei sind die Trägerelemente mit den Schleiflamellen durch Heftklammern
verbunden, deren Enden hinter dem Tragelement umgebogen sind. Eine solche Heftklammer
kann zugleich durch die f rägerelemente und die Schleiflamellen hindurchgeschossen
werden, wenn riierilir ein besonderer Stahl verwendet wird. Vor dera Durchschießen
einer solchen Heftklammer sind die Trägerelemente und die Schleiflamellen miteinander
innerhalb einer Vers.1:)annvorrichtung angeordnet, damit die notwendige Vorspannung
erzielbar
ist. Anstelle einer Heftklammer kann auch ein Niet verwendet
werden.
-
Die Schleiflamellen weisen an den gegenüberliegenden Seiten in an
sich bekannter Weise Aussparungen für den Eingriff von Spannscheiben auf.
-
Das Trägerelement besitzt in der Mitte eine Öffnung, in die ein Haltering
zu liegen kommt. Der Haltering besitzt vorzugsweise Halbkreisform im Querschnitt.
-
Viiie Versuche ergeben haben, kann ein solches Schleifrad selbst bei
einer Umfangsgeschwindigkeit von 140 m/sec. nicht zerstört werden.
-
In der Regel arbeiten die gebräuchlichen Schleifräder bei einer Umfangsgeschwindigkeit
von 45 m/sec.
-
Das Bestreben geht dabei dahin, mit 50 - 70 m/sec. arbeiten zu können,
was aber bisher aus Sicherheitsgründen nicht durchgeführt werden konnte. Durch die
erfindungsgemäße Ausbildung des Schleifrades ist nunmehr erreicht, daß Umfangsgeschwindigkeiten
von 70 m/sec. gewählt werden können, ohne daß die Gefahr besteht, daß das Schleifrad
zerstört wird. Höhere Umdrehungszahlen von Schleifrädern bedeuten aber auch eine
höhere Spanabnahme und damit eine bessere Oberflächengüte des bearbeiteten Werkstückes.
Darüber
hinaus hat diese Gestaltung noch den Vorteil, daß aus den Schleiflamellenpaketen
Schleifräder verschiedener Größe zusammengesetzt werden können, indem die einzelnen
Schleiflamellenpakete auf verschieden große Halteringe aufgereiht werden, was insbesondere
bei Kleinserienfertigung von Bedeutung ist. Hinzu kommt, daß der einwandfreie Zustand
der einzelnen Schleiflamellenpakete sofort erkennbar ist. Das ist immer dann der
Fall, wenn die Heftklammer an den Enden umgebogen ist.
-
Die Ausbildung eines Schleifrades in der erfindungsgemäßen Weise hat
schließlich auch ganz besondere Vorteile gegenüber den Schleifrädern, bei denen-die
Schleiflamellen an den Füßen durch einen Kunstharzring, der im flüssigen Zustand
an die Schleiflamellenfüße herangebracht wird' verbunden sind; denn ein solches
auf einem Kunstharzring angeordnetes Schleifrad besitzt ebenfalls keine definierte
Festigkeit, da der chemische Abbindungsprozeß von den verschiedensten Einflußfaktoren
abhängt, die ständig unterschiedlich sind, mit der Folge, daß ein solches Schleifrad
keine gleiche, sondern je nach den Herstellungsumständen eine verschiedene Festigkeit
besitzt.
-
Die Praxis hat nämlich gezeigt, daß bei Schleifrädern mit Kunstharzring
dieser Kunstharzring wegen seiner relativ leichten Zerstörbarkeit eine große Gefahr
für die Benutzer solcher Schleifräder darstellt. Ein solcher Kunstharzring ist bei
dem erfindungsgemäßen Schleifrad vermieden.
In der Zeichnung ist
eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
-
Fig. 1 zeigt das erfindungsgemäße Schleifrad im Schnitt; Fig.2 zeigt
einen Ausschnitt aus dem Schleifrad von der Seite ohne die Anordnung der seitlichen
Spannscheiben; Fig. 3 zeigt das einzelne Sehleiflamellenpaket. Wie Fig. 1 und 2
zeigen, besteht das Schleifrad aus einzelnen Schleiflamellenpaketen 1.
-
Die Ausbildung des Schleiflamellenpaketes ist in Fig. 3 dargestellt.
Mehrere z.B. 12 bis 25 Schleiflamellen 2 sind zu einem Paket 1 zusammengefaßt.
-
Im Bereiche der Lamellenfüße 3 ist ein Trägerelement 4 angeordnet,
das sich über die gesamte Breite der Schleiflamelle erstreckt und das über die Lamellenkante
übersteht. Dieses Trägerelement kann eine Trägerplatte seins z.B.
-
ein Stahlblech. Wesentlich ist dabei, daß ein solches Trägerelement
ein hohes festigkeitsmäßig definiertes Widerstandsmoment besitzt.
-
Diese Trägerplatte 4 ist an der Vorderseite und an der Rückseite
des Schleiflamellenpaketes angeordnet. Grundsätzlich ist es natürlich möglich, auch
noch in der Mitte des Schleiflamellenpaketes ein weiteres Trägerelement anzubringen.
Die
Trägerelemente 4 und die Schleiflamellen sind durch mehrere Spannmittel miteinander
verbunden, so daß das gesamte Paket zusammen mit dem Trägerelement eine biegungssteife
und verwindungofreie, verspannte Einheit bildet.
-
Das Verspannen der Trägerelemente 4 und 4 a mit den Schleiflamellen
erfolgt zweckmäßig durch Heftklammern 5, die im vorgespannten Zustand der Einzelteile,
nämlich Trägerelemente 4 und. 4 a und Schleiflamellen, durch die Trägerelemente
und die Schleiflamellen durchgeschlossen werden. Am Ende sind die Heftklammern umgebogen
6, so daß sämtliche Teile fest miteinander verspannt sind.
-
An den Seiten besitzt jede Schleiflamelle die bekannte Aussparung
7, 7 a, in die die ringförmigen Vorsprünge 8 bzw. 8 a der beiderseits angesetzten
Spannscheiben 9 und 9 a eingreifen (Fig. 1).
-
In dem Trägerelement 4 bzw. 4 a ist eine Öffnung 1(3 angeordnet, durch
die ein Ha;bering 11 gesteckt ist, der jedoch nicht durch das Lamellenpaket hindurchgeführt
ist. Die Öffnung besitzt vorzugsweise Halbkreisform und der Haltering einen entsprechenden
Querschnitt, so daß auch das Schleifrad als ganzes (selbst ohne Einspannung in die
Spannflansche) formstabil ist.
Durch diese Gestaltung ist erreicht,
daß jedes Schleif lamellenpaket eine genau definierte Festigkeit besitzt, weil die
Halterung der Schleiflamellen einen Träger darstellt, der festigkeitsmäßig zu beherrschen
ist und der Verformungen der Lamellen im Bereiche der Einspannstelle unter der Last
nicht zuläßt.