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Hydrostatisches Übertragungssystem mit wenigstens zwei aufeinandergleitenden
Teilen Die Erfindung betrifft ein hydrostatisches Übertragungssystem mit wenigstens
zwei eine Laufpaarung bildende aufeinandergleitenden Teilen.
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Derartige hydrostatische Übertragungssysteme werden dort benötigt,
wo der Geber von Hand- oder Fußkraft bedient wird und e.s mit Rücksicht auf Ermüdung
oder Komfort angebracht ist, mit möglichst geringer Kraft auszukommen. Sie werden
ferner benötigt, wo ein markanter Punkt des Betätigungsvorganges an der Veränderung
der Betätigungskraft vom Dedienenden erfühlt werden soll.
Ein geeignetes
Beispiel für eine solche Betätigung ist die hydrostatische Kupplungsbetätigung an
einem Kraftwagen. Abgesehen vom Fußkraftaufwand liegt hier der Mißstand beim Einkupplungsvorgang
an der Tatsache, daß der Einkupplungspunkt, der sich bei direkter mechanischer '
Betätigung durch leicht fühlbaren Abfall der Fußkraft bemerkbar macht, kaum mehr
zu spüren ist. Man ist gezwungen, den Einkuppelpunkt an der Wirkung, nämlich an
der Infahrtsetzung des Kraftwagens zu testen. Die Folge ist ein gleichzeitiges verstärktes
Gasgeben oder, falls dieses unterlassen_wird, ein Abwürgen des Motors. Die Schnelligkeit
des Einkuppelvorganges wird verringert, die Kupplungsabnutzung steigt und der Bedienungskomfort
wird vermindert. Ein ähnlicher Fall liegt bei der hydraulischen Bremse vor. Der
Übertragungswirkungsgrad ist hier oft nur 60 gb, so daß in manchen Fällen zur Reduzierung
der Fußkraft ein Unterdruck-Verstärker eingebaut werden muß, den man bei besserem
Übertragungs-Wirkungsgad einsparen könnte. Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe
besteht darin, ein hydrostatisches Übertragungssyatem der eingangs genannten Gattung
zu schaffen, bei dem der Übertragungswirkungsgrad
gegenüber dem
Bekannten erheblich verbessert ist. Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung
vor, daß wenigstens eines der Teile aus Teflon besteht oder ein mit dem anderen
Teil in gleitend abdichtender Berührung stehendes Teflonelement aufweist.
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Bei einer Ausführungsform eines hydrostatischen Übertragungssystems
mit einem Zylinder und einem in diesem gleitbar angeordneten Kolben weist die Innenwand
des Zylinders eine Teflonschicht auf. Dabei kann der Kolben eine mit der Teflonschicht
in abdichtender gleitender Berührung stehende Dichtung aufweisen, die aus einem
Elastomer besteht. Bei einer weiteren Ausführungsform ist an dem Kolben eine mit
der Innenwand des Zylinders in abdichtend gleitender Berührung stehende Teflondichtung
angebracht. Die Teflondichtung kann an der Kopffläche des Kolbens angebracht sein
und die Form einer Topffolie haben, deren Umfangsflansch sich von der Kolbenkopffläche
weg erstreckt und in gleitender Berührung mit der Zylinderinnenwand gehalten ist.
Die reflon-Topffolie kann durch ein an der Innenseite des Umfangsflansches angreifendes
radial federndes Elastomerelement an der Kopffläche des Kolbens gehaltert sein,
welches durch eine sich an der Zylinderstrnfläche abstützende
Feder
in Anlage mit der Topffolie gehalten ist.
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Das Teflonelement bzw. die Teflondichtung kann aus einem Kompound
bestehen, dessen äußere in Gleitberührung kommende Schicht aus Teflon und dessen
innere Schicht aus einem Elastomer besteht.
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Die ßrfindung wird im folgenden beispielsweise anhand der Zeichnung
beschrieben; in dieser zeigen:-Figur 1 eine hängsschnittansicht eines hydrostatischen.
Übertragungssystems mit einem Zylinder und einem in diesem gleitbar angeordneten
Kolben, bei dem die Erfindung angewendet ist, Figur 2 eine. Schnittansicht einer
abgewandelten Ausführungsform der Erfindung und Figur 3 eine Schnittansicht einer
weiteren Ausführungsform der Erfindung.
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Nach Figur 1 weist ein hydrostatisches Übertragungssystem einen Zylinder
1 auf, in dem ein Kolben 2 hin- und hergleitbar angeordnet ist. Der Zylinder 1 ist
mit einem üblichen Hydraulikanschluß 3 versehen und bei 4 in geeigneter Weise
an
einem Träger befestigt.
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Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Innenwand des Zylinders
1 mit einer Teflonschicht 5 versehen und der Kolben 2 weist eine an seiner Kolbenkopffläche
angebrachte Dichtung 6 auf, die mit der Teflonschicht 5 in abdichtender gleitender
Berührung steht. Die Dichtung 6 kann aus einem geeigneten Elastomer bestehen.
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Bei der Ausführungsform nach Figur 2 ist an der Kolbenkopffläche des
in dem Zylinder 1 gleitbar angeordneten Kolbens 2 eine Teflon-Topffolie 10 angebracht,
deren Umfangsflansch 13 sich von der Kolbenkopffläche weg erstreckt und mit der
Innenwand des Zylinders 1 in abdichtend gleitender Berührung durch ein federndes
Elastomerelement 8 gehalten wird. Bei der dargestellten Ausführungsform weist das
Elastomerelement 8 die Form eines Ringes mit kreisförmigem Querschnitt auf, der
über ein Halteteil 9 mittels einer an diesem angreifenden Druckfeder 7, welche sich
an der Zylinderstirnfläche 14 abstützt,-in Anlage mit der Teflon-Topffolie 10 und
deren Umfangsflansch 13 gehalten wird.
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Die Teflon-Topffolie kann selbstverständlich in geeigneter Weise,
beispielsweise durch Verklebung oder Verschraubung an der Kolbenkopffläche angebracht
sein.
Die in Figur 3 dargestellte Ausführungsform zeigt ebenfalls
ein hydrostatisches Übertragungssystem mit einem Zylinder 1 und einem darin gleitbar
angeordneten Kolben 2. In diesem Fall ist in der an der Kolbenkopffläche ange-brachten
Teflon-Topffolie 12 eine radial federnde Elastomerscheibe 11 angeordnet, die mit
ihrer einen Stirnfläche an der Fläche der Topffolie 12 anliegt und an ihrem Umfang
federnd gegen den Umfangsflansch 13 der Topffolie 12 drückt, so daß dieser in abdichtend
gleitender Berührung mit der Innenwand des Zylinders 1 gehalten wird. An der von
dem Kolben abgewandten Seite der Elastomer-Scheibe 11 ist eine Blechscheibe
15 angeordnet, die durch die sich an der Zylinderstirnfläche 14 abstützende
Schraubendruckfeder 7 in Anlage mit der Elastomerscheibe 11 gehalten wird und diese
gegen die Teflon-Topffolie 12 drückt. Die Teflon-Topffolie 12 kann selbstverständlich
in geeigneter Weise, beispielsweise durch Verkleben oder dergleichen an der Kopffläche
des Kolbens 2 befestigt .sein. Das gemäß der Erfindung verwendete Teflonelement
bzw. die Teflondichtung kann gänzlich aus Teflon bestehen oder aus einem Kompound,
dessen äußere in Gleitberührung kommende
Schicht aus Teflon und
dessen innere Schicht aus einem Elastomer besteht.
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Gemäß der Erfindung wird somit in vorteilhafter Weise bei einem hydrostatischen
Übertragungssystem der Ubertragungswirkungsgrad erheblich verbessert, indem bei
einer Laufpaarung für die beweglichen Dichtelemente und deren Laufflächen bei wenigstens
einem Laufpartner Teflon oder ein Teflonkompound verwendet wird.
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Dieses kann in der Weise durchgeführt werden, daß entweder die zylindrischen
Laufflächen mit einer Teflonschicht belegt werden, die in üblicher Weise befestigt
wird, oder indem Dichtungen aus Teflon oder einem Teflonkompound angewendet werden,
dessen äußere, laufende Schicht aus Teflon besteht und deren innere Schicht aus
einem Elastomer, wie Buna oder Naturgummi besteht. In vorteilhafter Weise können
hierbei Dichtungen mit einer minimalen axialen Baulänge angewendet werden. Weiterhin
kann gemäß der Erfindung der Kolben durch einen Dichtring sowie durch einen zweiten
nichtmetallischen Ring getragen werden, so daß eine metallische Berührung vermieden
wird.
Bei Anwendung der Erfindung auf einen Bremshauptzylinder oder
einen hydraulischen Kupplungs- oder Bremsverstärker wird die Sicherheit durch Fortfall
des Manschettenklebens erhöht.
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Die Teflonschicht kann analer Innenwand der Zylinderbohrung beispielsweise
durch Spitzen, Sintern oder Einschrumpfen eines Schlauches aufgebracht werden.