DE1648973B2 - Vorrichtung zur Messung des Trockenraumgewichtes eines Bodens und Verfahren zu ihrer Einstellung - Google Patents
Vorrichtung zur Messung des Trockenraumgewichtes eines Bodens und Verfahren zu ihrer EinstellungInfo
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Description
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sondern es ist ein Brückenabgleich erforderlich. Es ist dabei, daß sich der Wassergehalt des Bodens bei
ergeben sich dabei verschiedene Schwierigkeiten: der Verdichtung praktisch nicht ändert
Nach der Messung des Bodenwiderstandes ist nicht Der Aufbau des Analogrechners hangt wesenujui
bekannt, in welcher Weise der erhaltene Meßwert davon ab, von welcher elektrischen Meügroue aiseinen Rückschluß auf das Trockenraumgewicht des S gegangen wird. Grundsätzlich ist der AutDau soit-nci
Bodens ermöglichen soll. Das Verfahren wird daher Analogrechnerschaltungen bei Vorgabe der aurwinur
insoweit als geeignet angesehen, als es den Verlauf zuführenden Rechenoperationen dem i-acnmann gc
der Verdichtungszunahme in Abhängigkeit von der läufig. Als besonders vorteilhaft hat »cn erwiesen,
Tiefe und der Anzahl der Übergänge festzuhalten ge- wenn von dem Sondenstrom / als elektrocner iviicu
stattet, nicht jedoch für eine quantitative Messung. io größe ausgegangen wird. Es ergibt sich namiicn, o*u
Eine weitere Schwierigkeit für die Praxis ergibt sich das reziproke bezogene Trockenraumgewicni cmc
daraus, daß ein Brückenabgleich erforderlich ist. lineare Funktion des Sondenstromes ist, und zwar
Dabei gestattet der Einfluß der Polarisation an den _ ,^1, χ (/-/.V(Z1-Z2),
Elektroden nur Meßzeiten bis zu maximal 2 Sekunden. YW*-1- ^ 1ZSM' f»'
Es bedarf schon einer gewissen Geschicklichkeit des 15 darin bedeutet:
Bedienenden, in dieser Zeit eine Brückschaltung abzu- = Trockenraumgewicbt des zu messenden
gleichen. y Bodens
Um die verschiedenen Meßwerte miteinander ver- ' . . . · Kekannten
gleichen zu können, bezieht man diose auf den Meß- Yh.t = Trockenraumgewicht der zwei bekannten
wert am frisch geschütteten Boden. Es zeigt sich jedoch, 20 Bodenproben J und _,
daß Schüttdichten sehr ungleichmäßig und in keiner g = Yhlyt2,
Weise reproduzierbar sind. Der Bezug der erhaltenen / = Strom der Meßsonde bei der zu Unter-
Meßwerte auf solche unsicheren BezugsgröCen ge- suchenden Bodenprobe,
stattet keinen Vergleich der Verdichtungen an ver- I12= Strom der Bodenproben »1« und »2«.
schiedenen Orten oder bei verschiedenen Bearbeitun- 25 1-0· or,„~c(, sri
een Aus den genannten Gründen hat das bekannte Die Anordnung wird dann zweckmalJigerweise so
Verfahren der Dichteprüfung von Böden mit Hilfe getroffen, daß die Meßsonde mit konstanter Wechselelektrischer Widerstandsmessungen in der Fraxis spannung beaufschlagt ist, daß mit der Meßsonde ein
keinen Eingang gefunden. Meßwiderstand in Reihe geschaltet ist, an dem emc
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vor- 30 dem Sondenstrom proportionale Spannung abtaut
richtung zur Messung des Trockenraumgewichtes daß die an dem Meßwiderstand abgegriffene Spannung
eines Bodens zu schaffen, welche diese Meßgröfe ent- einem stetig einstellbaren Anteil der besagten κοη-weder
unmittelbar oder bezogen auf eine bekannte stanten Wechselspannung überlagert ist und dall an
Bodengröße (z. B. die Proctordichte) anzeigt. Es soll einem phasenempfindlich gleichrichtenden Anzeigedem
Bedienenden also erspart werden, verschiedene 35 gerät einem von Null aus stetig einstellbaren Anteil
Daten wie Volumen, Govicht und Wassergehalt, ein- der durch die Überlagerung erhaltenen Surnmenspanzeln
zu bestimmen und danach an Hand einer be- nungeinzweiter von Null aus stet.g einstellbarer Anteil
stimmten Rechenanleitung das bezogene Trocken- der konstanten Wechselspannung überlagert ist.
raumgewicht zu berechnen. Ferner soll eine aus- Mit eiium solchen Analogrechner laßt sich die
reichende Genauigkeit erreicht werden und Messungen 40 oben angegebene Beziehung nachbilden so aau eine
in jeder Tiefe des Bodens sowie ein Einsatz auf mög- unmittelbare Anzeige des bezogenen Trockenraumlichst
allen in der Praxis vorkommenden Böden mög- gewichtes bzw. des Reziprokwertes desselben erhalten
ch sein. Schließlich soll eine kurze Meßzeit erreicht wird. Die Einstellung der Vorrichtung kann vorteilhaft
werden und Messungen auch während der Bearbeitung in der Weise erfolgen, daß aus dem zu untersuchenden
des Bodens möglich sein. Insbesondere soll die Vor- 45 Boden eine erste und eine zweite Bodenprobe berichtung
mechanisch gegen die Bearbeitung des Bodens kannten Trockenraumgewichts hergestellt wird dall
unempfindlich sein bei einer Meßsonde in der zweiten Bodenprobe der
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch zweite Anteil der konstanten Wechselspannung aut
gelöst, daß die Meßsonde an eine Wechselstromquelle Null eingestellt und der erste Antei so eingestel wird
angeschlossen ist und daß der die Meßstrecke ent- 5o daß das Anzeigegerät Null anze.gt, daß anschießend
haftende Stromkreis mit einem an Hand von Test- bei einer Meßsonde in der ersun _Bodenprobe der
messungen mit bekannten Bodenproben einstellbaren Anteil der Summenspannung zunächst auf NuU und
Analogrechnerneuwerk zur Erzeugung eines dem be- der zweite Anteil der konstanten Wechselspannung so
zogenen Trockenraumgewicht analogen Ausgangs- eingestellt wird, daß die Anzeige dem Trockenraumsienals
verbunden ist 55 gewicht der zweiten Bodenprobe entspricht, und daß
C Grundgedanke der Erfindung beruht auf der anschließend der Anteil der S^^^f^Jj^
empirisch gefundenen Erkenntnis, daß sich der Strom verändert wird, bis s.ch eine dem Trockenraumgewicht
S die Meßstrecke als Produkt je einer Linearform der ersten Bodenprobe entsprechende Anzeige ergibt
des Wassergehaltes des Bodens und des bezogenen Hin Ausführungsbe.spid der EWindung s:m der
Trockenraumgewichte darstellen läßt. Durch Messung 60 Abbildung dargestellt und ,m :folge^Jj"*^
an zwei Proben des untersuchten Bodens mit be- Mit 1 ist em Niederfrequenz-Oszillalor meiner
kannten Trockenraumgewichten lassen sich die Koef- Schwingfrequenz von bei.pidswe.« »» H^^cJn£
fizienten bestimmen. Es ist vorgesehen, daß die Zu- dessen Ausgangsspannung auf e Jen ^™Γ 2 ge
sammenhänge zwischen dem bezogenen Trockenraum- geben w.rd. Der Verstarke 2 ^1^1"™;1"^^«
gewicht und den elektrischen Meßgrößen durch ein 65 niedrigen Ausgangswiderstand. Zum anderen ist er
Slogrecn'ernetz^rk durch Tes.messungen so ein- aber kurzschlußfest. Die A-^^^^ ^
stellbar sind, daß sich ein dem bezogenen Trockenraum- stärkers gelangt über einer. Meß«loerstan η zwe
gewicht analoges Ausgangssignal ergibt. Wesentlich Zungen eines Schrittschalters 4, der wenigstens zwei
Schaltebenen aufweist. Über diese beiden Schalt- angezeigt wird. Dieses Trockenraumgewicht war ja
ebenen des Schalters 4 sind Meßsonden 6 über Kabel 5 bekannt. Wenn das Potentiometer 13 auf diese Weise
wahlweise in den Ausgangsstromkreis des Verstärkers 2 eingestellt ist, wird nun das Potentiometer 11 so verin
Reihe mit dem Meßwiderstand 3 einschaltbat·. Von stellt, daß die Anzeige dem auf die Proctordichte beeinem
Leiter 7, der im folgenden als Bezugspotential 5 zogenen Trockenraumgewicht der Bodenprobe »!«entangesehen
wird, führt ein Mitkopplungswiderstand 8 spricht. Damit ist der Analogrechner vollständig einauf
den Eingang-des Verstärkers 2 zurück. Die an dem gestellt. In den weiteren Stellungen arbeitet der
Meßwiderstand 3 abgegriffene Spannung wird über Schalter 4 als Meßstellenumschalter für die weiteren
Addierwiderstände 9 mit einer Teilspannung der Aus- angeschlossenen Sonden 6.
gangsspannung des Verstärkers 2 addiert. Diese Teil- io Man erkennt, daß mit der beschriebenen Einstellung
spannung wird an einem einstellbaren Potentiometer 10 die oben angegebene Beziehung zwischen dem auf die
abgegriffen. Von der so erhaltenen Summenspannung Proctordichte bezogenen Trockenraumgewicht der
wird an einem Spannungsteiler 11 wiederum eine Teil- jeweils untersuchten Probe und dem Sondenstrom
spannung abgegriffen. Diese Teilspannung der Sum- nachgebildet ist. Am Meßwiderstand 3 bildet sich eine
menspannung, welche am Potentiometer 11 abge- 15 Spannung aus, die dem durch die angeschlossene Meßgriffen
wird, wird über weitere Addierwiderstände 12 sonde bei dieser konstanten Spannung fließenden
zu einer zweiten Teilspannung der Ausgangsspannung Strom I entspricht. Am Addierpunkt vor dem Potendes
Verstärkers 2 addiert, die an einem Potentiometer tiometer 11 ist hiervon der der Bodenprobe »2* ent-13
abgegriffen wird. Die so erhaltene Summenspan- sprechende Meßwert in Abzug gebracht. Das Potentionung
gelangt an einen gesteuerten Gleichrichter 14, 20 meter 10 war ja so eingestellt worden, daß in der
der von der Ausgangsspannung des Verstärkers 2 ge- Bodenprobe »2« die Summenspannung Null wurde,
steuert wird. Die so erhaltene phasenempfindlich Das Signal entspricht also 1-I2. Die Einstellung des
gleichgerichtete Spannung wird an einem Anzeige- Potentiometers 11 berücksichtigt den Faktor, mit
instrument 15 angezeigt. welchem /—/2 in der oben angegebenen Beziehung im
Auf den Eingang des gesteuerten Gleichrichters 14 25 rechten Summanden erscheint. Die an dem Potentiowird
zusätzlich über einen Addierwiderstand 16 die meter 13 abgegriffene und hinzuaddierte Spannung
Ausgangsspannung einer Phasenumkehrstufe 17 hinzu- stellt den linken Summanden der angegebenen Beaddiert.
Der Eingang der Phasenumkehrstufe 17 wird Ziehung dar.
über eine weitere Zunge 18 des Schrittschalters 4 in Die über den Addierwiderstand 16 über die Phasendessen
dritter Schaltebene in der ersten Stellung des 30 umkehrstufe 17 auf den Eingang des gesteuerten Gleich-Schalters
mit dem Bezugspotential des Leiters 7 und richters 14 hinzuaddierte Spannung bewirkt eine Trenin
allen weiteren Stellungen mit der darauf bezogenen nung des elektrischen und des mechanischen Null-Spannung
des Verstärkers 2 verbunden. punktes des für die umgekehrte Stromrichtung durch Die beschriebene Anordnung arbeitet wie folgt: eine Diode geschützten Instrumentes 15. Das Instru-Zwischen
der Trockenraumdichte der zu unter- 35 ment trägt über seinem mechanischen Anzeigebereich
suchenden Probe und dem Sondenstrom besteht, wie die folgende Skala:
oben angegeben, der Zusammenhang °/0 vom Vollausschlag ... 100 80 60 50 40 20 0
γφί = 1 —(1 —l/g) (1-I2W1-I2). Skalenwert 75 83 94 100 107 125 15
An den Elektroden der Meßsonden 6 liegt eine kon- 40 Zweckmäßigerweise ist die Bodenprobe »1« auf die
stante Spannung an, die durch den Oszillator 1 und Proctordichte des gemessenen Materials und die
den Verstärker 2 bestimmt wird. Der erhaltene Sonden- Bodenprobe »2« auf 80°/0 dieses Wertes verdichtet,
strom / erzeugt einen dazu proportionalen Spannungs- In sinngemäßer Weise könnte eine Vorrichtung der
abfall an dem Meßwiderstand 3. Die Schaltung wird vorliegenden Art statt zur Bestimmung des Trocken-
nun wie folgt eingestellt: 45 raumgewichtes eines Bodens bei konstantem Wa^ser-
In der ersten Stellung des Schrittschalters 4 wird die gehalt auch zur Bestimmung des variablen Wasser-Ausgangsspannung
des Verstärkers 2 über den Meß- gehaltes bei konstantem Trockenraumgewicht benutzt
widerstand 3 und über das erste der Verbindungs- werden. Die oben angegebene Beziehung würde in
kabel 5 an diejenige Sonde 6 geführt, die sich in der äquivalenter Weise auch für den Wassergehalt gelten.
Bodenprobe »2« befindet. In dieser Schalterstellung 50 Statt zweier Bodenproben bekannten Trockenraumstellt
man den Schleifer des Potentiometers 11 auf den gewichtes wurden zwei Bodenproben mit bekanntem
Addierpunkt, d. h., es wird die volle Summenspannung Wassergehalt für die ersten beiden Sonden vorgesehen
abgegriffen. Der Spannungsteiler 13 wird mit seinem werden. Die Einstellung des Analogrechnernetzwerkes
Schleifer auf das Referenzpotential der Leitung 7 ge- würde in gleicher Weise vorgenommen, wie es oben für
legt. Es wird also von diesem Spannungsteiler keine 55 das Trockenraumgewicht beschrieben worden ist. Die
Spannung abgegriffen. Unter diesen Umständen wird Skala des Anzeigeinstruments trägt zu diesem Zweck
dann der Spannungsteiler 10 so lange verstellt, bis das vorteilhaft eine zweite Teilung zur Messung des
Instrument 15 gleichstromfrei wird. Der Schalter 14 Wassergehalts des Bodens.
wird dann in die zweite Stellung geschaltet, bei welcher Die beschriebene Vorrichtung gestattet somit, die
die Ausgänge des Verstärkers 2 über den Meßwider- 60 Verdichtung eines Bodens sogar schon während der
stand 3 an die in der Bodenprobe »!«befindliche Sonde Bearbeitung laufend auf eine sehr bequeme Art und
geführt sind. In dieser Schalterstellung führt man mit ausreichender Genauigkeit zu messen. Es ergibt
zunächst den Abgriff des Potentiometers 11 auf das sich eine direkte Anzeige. Es können somit die Ar-Referenzpotential
der Leitung 7. Es wird also von der beiten auf der Baustelle laufend überwacht werden.
Summenspannung der Anteil Null abgegriffen. Mittels 65 Die beschriebene Vorrichtung kann auch im Prüffeld
des Potentiometers 13 wird dann die Anzeige am bei der Ermittlung der Einsatifähigkeit und der Lei-Instrument
15 so eingestellt, daß das auf die Proctor- stungsdaten verschiedener Verdichtungsgeräte verdichte
bezogene Trockenraumgewicht der Probe »2« wendet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Vorrichtung zur Messung des Trockenraum- Elektroden in dem zu untersuchenden Eoden.
gewichts eines Bodens entweder unmittelbar oder Für die Erstellung von Unterbauten von Straßen bezogen auf eine bekannte Bodengröße (z. B. die 5 sowie auch bei Schüttungen von Dämmen ist eine aus-Proctordichte) mit einer Meßsonde, enthaltend reichende Verdichtung des aufgebrachten Bodens zwei Elektroden in dem zu untersuchenden Boden, unerläßlich. In der Regel geben die Ausschreibungsdadurch gekennzeichnet, daß die Meß- bedingungen der Baubehörden hierfür bestimmte sonde (6) an eine Wechselstromquelle (1, 2) ange- Mindestwerte an, die bei der Erstellung des Bauwerkes schlossen ist und daß der die Meßstrecke enthal- io zu erreichen sind. Es sind verschiedene Verfahren tende Stromkreis mit einem an Hand von Test- bekannt, die bei der Verdichtung des Bodens erzielte messungen mit bekannten Bodenproben einstell- Verdichtung der Schüttung zu messen. Übliche Verbaren Analogrechnernetzwerk (9 bis 13) zur Er- fahren bedienen sich dabei der Entnahme ungestörter zeugung eines dem bezogenen Trockenraum- Bodenproben, deren Trockengewichte und Volumina gewicht analogen Ausgangssignals verbunden ist. 15 bestimmt werden. Diese Verfahren sind aber wegen
gewichts eines Bodens entweder unmittelbar oder Für die Erstellung von Unterbauten von Straßen bezogen auf eine bekannte Bodengröße (z. B. die 5 sowie auch bei Schüttungen von Dämmen ist eine aus-Proctordichte) mit einer Meßsonde, enthaltend reichende Verdichtung des aufgebrachten Bodens zwei Elektroden in dem zu untersuchenden Boden, unerläßlich. In der Regel geben die Ausschreibungsdadurch gekennzeichnet, daß die Meß- bedingungen der Baubehörden hierfür bestimmte sonde (6) an eine Wechselstromquelle (1, 2) ange- Mindestwerte an, die bei der Erstellung des Bauwerkes schlossen ist und daß der die Meßstrecke enthal- io zu erreichen sind. Es sind verschiedene Verfahren tende Stromkreis mit einem an Hand von Test- bekannt, die bei der Verdichtung des Bodens erzielte messungen mit bekannten Bodenproben einstell- Verdichtung der Schüttung zu messen. Übliche Verbaren Analogrechnernetzwerk (9 bis 13) zur Er- fahren bedienen sich dabei der Entnahme ungestörter zeugung eines dem bezogenen Trockenraum- Bodenproben, deren Trockengewichte und Volumina gewicht analogen Ausgangssignals verbunden ist. 15 bestimmt werden. Diese Verfahren sind aber wegen
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge- ihrer Umständlichkeit in der Handhabung sowie wegen
kennzeichnet, daß die Meßsonde (6) mit konstanter der Zeitdauer, die man zu ihrer Durchführung be-Wechselspannung
beaufschlagt ist, daß mit der nötigt, in der Praxis wenig geschätzt. Es kommt hinzu,
Meßsonde (S) ein Meßwiderstand (3) in Reihe ge- daß die Bestimmung der Trockenraumdichte in beischaltet
ist, an dem eine dem Sondenstrom (/) 20 spielsweise 50 oder 80 cm Tiefe unter der Oberfläche
proportionale Spannung abfällt, daß die an dem der Schüttung sehr beschwerlich ist und daher selten
Meßwiderstand (3) abgegriffene Spannung einem mit der erforderlichen Sorgfalt und Genauigkeit ausstetig
einstellbaren Anteil der konstanten Wechsel- geführt werden kann.
spannung überlagert ist und daß an einem phasen- Andere Meßverfahren benutzen die Absorption
empfindlich gleichrichtenden Anzeigegerät (14, 15) 25 radioaktiver Strahlen durch die festen und flüssigen
einem von Null aus stetig einstellbaren Anteil der Bodenbestandteile. Die Trennung dieser beiden Ab-
durch die Überlagerung erhaltenen Summenspan- Sorptionseinflüsse macht es erforderlich, die Absorp-
nung ein zweiter von Null aus stetig einstellbarer tionen verschiedener Strahlungen (Neutronenstrahlung
Anteil der konstanten Wechselspannung über- und Gammastrahlung) nebeneinander zu beobachten,
lagert ist. 30 wodurch neben den Schwierigkeiten, die mit dem Um-
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge- gang mit radioaktiven Stoffen allgemein verbunden
kennzeichnet, daß auf das Anzeigegerät (14,15) sind, insbesondere der apparative Aufwand ins Geüber
einen Schalter (4) und eine Phasenumkehr- wicht fällt. Es bietet außerdem Schwierigkeiten, aus
stufe (17) zusätzlich die volle konstante Wechsel- den erhaltenen Zählraten auf die gesuchten Meßgrößen
spannung aufschaltbar ist. 35 zu schließen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge- Es ist ferner bekannt, Dichtebestimmungen des
kennzeichnet, daß eine Mehl zahl von Meßsonden Bodens zu ersetzen durch Bestimmung der Elastizitäts-(6)
vorgesehen ist, die über einen Umschalter (4) moduln mittels statischer (Lastplattenversuch) oder
wahlweise in den Stromkreis der Wechselspannung dynamischer Methoden (Ausbreitungsgeschwindigkeit
und des Meßwiderstandes (3) einschaltbar sind. 40 räumlicher oder flächiger Wellenformen). Abgesehen
5. Verfahren zum Einstellen einer Vorrichtung davon, daß Plattendruckversuche praktisch auf obernach
Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß flächennahe Bereiche beschränkt bleiben und die Ausaus
dem zu untersuchenden Boden eine erste und Wertung der Messungen über die Wellenausbreitung
eine zweite Bodenprobe bekannten Trockenraum- für die Praxis zu verwickelt und im einzelnen auch
gewichts (y„ y2) hergestellt wird, daß mit einer 45 nicht genügend sicher ist, haftet diesem Verfahren der
Meßsonde (6) in der zweiten Bodenprobe der Nachteil an, daß die durch sie ermittelte Größe viel
zweite Anteil der konstanten Wechselspannung auf eher durch die Verspannung des Bodens als durch
Null eingestellt und der erste Anteil so eingestellt dessen Verdichtung bestimmt wird. So lassen sich
wird, daß das Anzeigegerät (15) Null anzeigt, daß z. B. nach J. T h e i η e r, Dissertation TH Aachen,
anschließend mit einer Meßsonde (6) in der ersten 50 1957, durch die bessere Verspannung der oberen
Bodenprobe der Anteil der Summenspannung zu- Schotterlage mit schweren Glattwalzen die Werte des
nächst auf Null und der zweite Anteil der kon- Elastizitätsmoduls um bis zu 100% erhöhen, ohne daß
stanten Wechselspannung so eingestellt wird, daß dabei das Trockenraumgewicht wesentlich verändert
die Anzeige dem Trockenraumgewicht y2 der zwei- wird. Zieht man in Betracht, daß bei den Ausschreiten
Bodenprobe entspricht, und daß anschließend 55 bungsbedingungen bereits einige Prozente des Trokder
Anteil der Summenspannung solange verändert kenraumgewichts eine bedeutsame Rolle spielen, so
wird, bis sich eine dem Trockenraumgewicht yx kann von diesen Verfahren nicht erwartet werden, daß
der ersten Bodenprobe entsprechende Anzeige von ihren Ergebnissen ein Entscheid über die Annahme
ergibt. oder Ablehnung einer Bauleistung gemacht werden
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekenn- 60 kann.
zeichnet durch ihre Verwendung zur Bestimmung Es ist ferner bekannt, für die Dichteprüfung von
des Wassergehaltes eines Bodens. Böden elektrische Widerstandsmessungen zu ver
wenden (G. Kronenberger in Forschungs-
berichte des Landes Nordrhein-Westfalen, Nr. 977).
65 Das bekannte Verfahren arbeitet mit Gleichstrom. Der
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Messung Widerstand des Bodens wird mit einer Wheatstonedes
Trockenraumgewichts eines Bodens entweder un- sehen Brücke gemessen. Es ergibt sich also nicht eine
mittelbar (z. B. in Tonnen pro Kubikmeter) oder direkte Anzeige des gesuchten Trockenraumgewichtes,
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