DE1648706C3 - Vorrichtung für einen amplitudenbegrenzten Schwingsaitenoszillator in einer akustischen Kraftmeßzelle - Google Patents
Vorrichtung für einen amplitudenbegrenzten Schwingsaitenoszillator in einer akustischen KraftmeßzelleInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung für einen amplitudenbegrenzten Schwingsaitenoszillator
in einer akustischen Kraftmeßzelle mit einer eine Erregerspule und eine Rückkoppelspule magnetomechanisch
koppelnden Schwingsaite. Bei solchen akustischen Kraftmeßzellen wird eine Saite in Schwingungen
versetzt. Um die Frequenz dieser Schwingungen messen zu können, wird eine Oszillatorschaltung
mit Erreger- und Rückkoppelspule verwendet. Die inagnetisierbare Saite induziert eine Wechselspannung
in den Spulen, die die gleiche Frequenz wie die Saitenbcwcgung hat.
Es wird nun verlangt, daß mit solchen Oszillator schaltungen die Wechselspannung möglichst klirrfaktorarm
und amplitudenstabil unabhängig von der Speisespannung gewonnen wird. Voraussetzung dafür
sind wirksame Amplitudenbegrenzer, die bei den bekannten Anordnungen entweder aufwendig sind oder
den an die Meßgenauigkeit gestellten Anforderungen nicht genügen.
Die obenerwähnte, der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird bei einer eingangs genannten
Vorrichtung gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß Magnetjoche der Erreger- und Rückkoppclspulc
symmetrisch zur Schwingsaite einander gegenüberliegen und die durch beide Schenkel jedes der Magnetjoche
verlaufenden Symmetrieebenen senkrecht aufeinanderstehcn, daß die Polschuhe der Rückkoppclspule
zu Gabeln, zwischen deren Zinken die Saite beim Auslenkvorgang schwingt, geformt sind und daß
mit zunehmender Auslenkung die Gabeln des Pclschuhs eine gegen Null gehende Auslenkkrafl aufweisen.
Die Erreger- und die Rückkoppelspule werden also so angeordnet, daß sich die von der Vormagnetisierung
der beiden Spulenjoche herrührenden magnetischen Auslenkkräfte an der Saite, die aus magnetisicr·
barem Material, z. B. Stahl, besteht, kompensieren. Außerdem liegen die Erreger- und Rückkoppeispulc
so, daß sich die Magnetflüsse, welche jeweils von Pol zu Pol des dazugehörigen Spulenjochs reichen, in der
Saite senkrecht durchsetzen und so eine direkte induktive Kopplung vermeiden. Der Magnetfluß der Erregerspule
durchsetzt die Saite senkrecht zu ihrer Längsachse, während der Magnetfluß der Rückkoppebpule
der Längsachse der Saite gleichgerichtet ist.
Die Polschuhe der Rückkoppelspule sind ais Gabeln ausgebildet. Mit zunehmender Auslenkung der
Saite wird von der Erregerspule auf die Saite eine
kleinere, gegen Null strebende Auslenkkraft ausgeübt. Die Gabelzinken sind nämlich derart geformt, dall
das Magnetfeld, welches von den Zinken zur Saite reicht, immer homogener wird, je weiter die Saiu in
den Raum zwischen den Gabelzinken eindringt. Die Auslcnkkraft wird somit immer geringer.
Auch das Magnetjoch der Erregerspulc selbst ist derart gabelförmig ausgebildet, so daß auch hier ei ic
magnetische Auslenkkraft auf die Saite je nach Lieder Saite variiert. Die gabelförmigen Ausbildungen
der Polschuhe der Rückkoppel- bzw. des Magnejoches
der Erregerspule haben außerdem den Vorteil, daß auch bei noch so großer Auslenkung cm
Anschlagen der Saiten an die Polschuhe vermieden wird.
Die Erfindung wird an Hand der F i g. I bis 4, die
ein Ausführungsbeispiel darstellen, näher erläutert.
In Fig. 1 wird die Lage der Erregerspulc E /ur
Rückkoppelspule R in bezug auf die Saite 5a gezeig;. Die Saite 5« ist beidseitig eingespannt und kann in
Schwingungen versetzt werden. Die Magnetjoche M und M2 sind U- bzw. gabelförmig ausgebildet und
stehen um 9CT zueinander verdreht. Die durch beiiie
Schenkel jeder der Magnetjoche M1 und M., verl.u1
fenden Symmetricebenen stehen senkrecht aufeinander.
Der Magnetfluß des Magnetjoches M1 durch
dringt die Saite Sa senkrecht zur Achsenrichtung. ;ik>
senkrecht zur Figurenebene, und der Magnetfluß ck-.
Magneijoches M., durchsetzt die Saite 5a in axialer
Richtung vom Nordpol N zum Südpol 5, also in der Figurenebene.
In I- ig. 2 ist die Erregerspulc f." mit Magnet joch
M1 dargestellt. Die Magnetfehllinicn gehen vom
Nordpoi N des Magnetjoches M1 aus, durchdringen die Saite 5a und treten im Südpol 5 wieder ein. Zwischen
den Polschuhen ist die Saite 5« in zwei Stellungen gezeigt. Da das Erregerspulenjoch vormagnctisicrt
ist, wirkt auf die Saite Sn in der Stellung I eine
magnetische Kraft, die die Saite SV/ zwischen die PoI-schuhe
des Magnetjoches M1 zieht Dabei wird das magnetische Feld, wie oben schon erwähnt, im Polschuhluftraum
immer homogener, und damit wirkt auf die Saite Sa eine immer kleiner werdende Kraft.
In Stellung 2 wird die Saite Sa nicht mehr weiter von dem Magnetfeld ausgelenkt.
F i g. 3 stellt den Südpol S des Magnetjoches M,
dar. Der Nordpol N ist abgeschnitten, so daß die Wicklungen der Rückkoppclspule R sichtbar sind.
Der Südpol S und auch der Nordpol N sind zu Gabeln geformt, zwischen deren Zinken Z1 und Z2 die
Saite Sa, im Schnitt gezeichnet, schwingen kann. Die Magnetfeldlinien dringen am Nordpol N in die Saite
Sa ein, durchlaufen sie in axialer Richtung und treten im Bereich des Südpols allseitig wieder aus, um
in die Zinken Z1 und Z., des Südpols 5 einzudringen. Außerdem wird, wie bei der Ausbildung des Magnctjochcs
M1 nach Fig. 2, eine Homogenisierung des
Magnetfeldes im Polschuhluftraum zwischen den Zinken Z1 und Z., der Polschuhgabeln erreicht, je mehr
die Saite Sa ausgelenkt ist. Erreger- und Rückkoppelspule
E und R sind damit, wie gewünscht, induktiv
vollständig entkoppelt. Dagegen heben sich bei geeigneter Dimensionierung der Vorrichtung die Auslenkkräfte
der vormagnetisierten MagnetjochcMj undMä,
die auf die Saite Sa einwirken, gegenseitig in der
Ruhelage der Saite Sa auf.
Ein Anwendungsbeispiel dieser Vorrichtung ist in F i g. 4 aufgezeichnet. Die Erregerspule E und die
Rückkcppelfpule- Ji liegen in einem elektrischen
Schaltkreis mit einem Transistor T od. dgl. Eine Speisespannung Usp ist an den Kollektor und über
die Erregerspule £ ac den Emitter des Transistors T
angelegt. Die Rückkoppelspule R liegt zwischen Emitterabgriff A und Basis B. Eine Spannung U wird
zwischen dem positiven Pol der Speisespannung U^1,
und dem Emitterabgriff A abgegriffen. Die Saite Sa
ist am einen Ende C fest und am anderen Ende D beweglich angebracht. Sie kann in Schwingungen versetzt
werden und koppelt magneto-raechanisch die Erregerspule E und die Rückkoppelspule R des dargestellten
Transistor-Oszillatorkreises. Die abgegriffene Spannung U ist sinusförmig mit einer Frequenz,
die der Schwingfrequenz der Saite Sa entspricht. Wird nun die Länge der Saite Sa verändert, z. B. durch
Variation des Endes D in der gezeichneten Pfeilrichtung, so verändert sich die Schwingfrequenz der Saite
ίο Sa. Genauso ändert sich aber die Frequenz der abgegriffenen
Spannung U, so daß mit dieser Methode eine Messung der Frequenzänderung der Saitenschwingung
ermöglicht ist. Da die Längenänderung einer Saite Sa proportional zur auf sie einwirkenden
Transversalkraft ist bzw. in einem mathematischphysikalischen Zusammenhang zu ihr steht, hat man
somit ein Mittel, diese Transversalkraft aus der Frequenzänderung der Spannung U zu ermitteln.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
- Patentansprüche:I. Vorrichtung für einen amplitudenbegrenzten Schwingsaitenoszillator in einer akustischen Kraftmeßzelle mit einer eine Erregerspule und eine Rückkoppelspule magneto-mechanisch koppelnden Schwingsaite, dadurch gekennzeichnet, daß Magnetjoche (M1 und M5) der Erregerund Rückkoppelspule (E und R) symmetrisch zur Schwingsaite (5a) einander gegenüberliegen und die durch beide Schenkel jedes der Magnetjocbe (M1 und Λί.,) verlaufenden Symmetrieebenen senkrecht aufeinanderstellen, daß die Polschuhe der Rückkoppelspule (E) zu Gabeln, zwischen deren Zinken (Z1 und ZJ die Saite (5a) beim Ausienkvorgang schwingt, geforuit sind und daß mit zunehmender Auslenkung die Gabeln des Polschuhs eine gegen Null gehende Auslenkkraft aufweisen.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingsaite (5a) aus magnetisierbarem Material besteht.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DES0112591 | 1967-10-27 |
Publications (3)
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| DE1648706A1 DE1648706A1 (de) | 1971-08-05 |
| DE1648706B2 DE1648706B2 (de) | 1973-08-30 |
| DE1648706C3 true DE1648706C3 (de) | 1974-04-04 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19671648706 Expired DE1648706C3 (de) | 1967-10-27 | 1967-10-27 | Vorrichtung für einen amplitudenbegrenzten Schwingsaitenoszillator in einer akustischen Kraftmeßzelle |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE1648706C3 (de) |
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1967
- 1967-10-27 DE DE19671648706 patent/DE1648706C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1648706B2 (de) | 1973-08-30 |
| DE1648706A1 (de) | 1971-08-05 |
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