DE1648501C2 - Verdichter mit einer Absolutdruck-Meßeinrichtung - Google Patents
Verdichter mit einer Absolutdruck-MeßeinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Überwachungs-
und Sicherheitsregeleinrichtung an einem an sich durch Drosselung und Verschließen des Einlasses regcl- und
abschaltbaren Schraubenverdichter mit kämmenden Schraubenrotoren.
Schraubenverdichter, vor allem solche mit kleinen Rotoren, sind auf Grund des geringen Spaltes zwischen
den Rotoren und der Gehäusehohlraumwand besonders gefährdet bei plötzlichem übermäßigen Anstieg der
Temperatur im Verdichterarbeitsraum. Bekanntlich steigt die Verdichtungjendtemperatur T2 gegenüber der
Anfangstemperatur 7Ί bei adiabatischer Verdichtung in Abhängigkeit vom Druckverhältnis P1/P, an, wobei die
Absolutwerte für den momentanen Enddruck Pj und
den Ansaugdruck P\ maßgebend sind.
Ein zu hohes Druckverhältnis, ι. B. infolge eines
plötzlichen Anstieges des Enddruckes P2 bei Anwachsen
des Gegendruckes in der Verdichterförderluitung, bewirkt überhöhte Endtemperatur und damit: eine
unzulässig hohe Wärmedehnung der Rotoren bis zum
metallischen Kontakt miteinander und/oder mit dem
Gehäuse. Das Anlaufen am Gehäuse kann zum Blockieren der Rotoren, zu schweren Schäden und gar
zu Zerstörung des Verdichters führen.
Bei einem bekannten Schraubenverdichter mit Saugdrossel- und Entlastungsregelung (US-PS
31 05 630) wird bei Überdruck in einem dem Verdichter nachgeschaiteten Ölabscheider-Druckluftbehälter das
Verdichtereinlaßventil pneumatisch geschlossen. Zu-
gleich wird über das betreffende Überdruckventil ein Abströmweg für Druckluft aus dem Behälter zum
Ansaugstutzen des Verdichters freigegeben. Durch Öldruck von einer der mit dem Verdichter mitlaufenden
ölpumpen wird das Einlaßventil wieder geöffnet
Zusätzliche Überwachungsregeleinrichtungen sind bei der bekannten Verdichteranlage nicht vorgesehen. Im
übrigen sind in der betreffenden Patentschrift hauptsächlich Maßnahmen zur Versorgung des zweistufigen
Verdichters mit Schmier- und Kühlöl zur ölkühlung etc.
gezeigt
Verschiedene Regelungsmöglichkeiten für Drehkolbenverdichter allgemein sind z. B. im Sonderdruck BBC
Ind/C10002/t aus BBC-Nachrichten 1938/1, S. 5 bis 9,
gezeigt Bei einer einfacheren Anordnung (siehe Abb. 6
des genannten Sonderdrucks) besteht eine Entlastungsvorrichtung für einen Drehkolbenverdichter aus einem
Steuerventil, welches-rfas Ansaugventil steuert Vor dem
Anlassen bzw. Abschalten des Gebläses wird der Kolben des Steuerventils angehoben und in seiner
Stellung durch einen Feststellstift festgelegt Die Luft aus dem Druckluftnetz drückt das Ansaugventil zu,
wobei gleichzeitig ein Entlastungsventil freigegeben wird, das die vor dem Rückschlagventil noch vorhandene Luft ins Freie entweichen läßt Nach Ablauf des
Gebläses wird das Steuerventil wieder freigegeben, worauf die Druckluft, die das Ansaugventil geschlossen
hält ins Freie entweicht Das Ansaugventil öffnet sich wieder, das Entlastungsventil schließt und das Gebläse
beginnt zu fördern.
Bei einer wesentlich weiterentwickeiten Ausführung (siehe Abb. 12 der Literaturstelle) sind anstelle von
mechanischen Regelorganen elektrisch ,geschaltete Organe verwendet wobei vor allem von einem
Druckwächter (Druckschalter) aus die Öffnung des
Entlastungsventils veranlaßt wird. Bei einer selbsttätigen Steuerung eines Drehkolbendichters mit gemischter Regelung (siehe Abb. 15 der Literaturstelle) wird der
Einlaß zu einem Drehkolbenverdichter gedrosselt oder verschlossen und zugleich eine Entlastung der Drucklei
tung des Verdichters über ein Entlastungsventil ins
Freie ermöglicht Bei Drucküberschreitung in der Förderleitung und/oder Störungen durch Temperaturanstieg wird das Abschalten des Gebläseantriebsmotors
ausgelöst Als Regelglied dient ein Kontaktdruckmesser
oder ein Druckwächter.
Bei den vorerwähnten bekannten Einrichtungen wird nicht ein Druckverhältnis, sondern nur der Überdruck
gegen die Atmosphäre gemessen. Der Saugdruck wird in die Messung nicht einbezogen.
Des weiteren ist eine bekannte Einrichtung zum Regeln von Kreiselverdichtern mit veränderlichem
Ansaugdruck (siehe die CH-PS 3 97 135) beachtenswert, bei der eine Drosselung und ein Verschließen des
Verdichtereinlasses möglich ist Ferner ist dabei ein
Meß-und Regelgerät mit zwei jeweils in einem eigenen
Gehäuse angeordneten, doppelt wirkenden Membranen vorhanden. Die eine Membran steht unter der
Einwirkung der Differenz zwischen Ansaugdruck und
Förderdruck. Die andere Membran steht unter der Einwirkung dar Differenz der Drücke unmittelbar vor
bzw. hinter einer Meßblende in der Förderleitung. Beide Membranen sind über ein gemeinsames Gestänge
miteinander verbunden und können bei gestörtem Gleichgewicht der auf die Membrane einwirkenden
Drücke ein Steuerorgan, hier ein Strahlrohr, bewegen, von dem aus ein Druckmittel (Druckö!) auf die eine oder
andere Seite eines Servomotors geleitet wird, wodurch ein Oberströmventil in einer Kurzschlußleitung von der
Druckleitung des Verdichters zur Saugseite oder zur Außenluft zu öffnen ist, um den Verdichter zu entlasten.
Anstelle der Beeinflussung des Oberströmentils kann die Einrichtung durch Verschwenken des Strahlrohres
auch auf einen Drehzahlregler des Antriebsrnotors des Verdichters einwirken.
Die beiden Membranen stehen bei dieser Einrichtung also unter der Einwirkung von Druckdifferenzen und es
wird in erster Linie ein Ableiten von Druckluft aus der Druckleitung zur Saugseite oder zur Atmosphäre
geregelt Dabei wird nicht zugleich auch das Verschließen oder das Öffnen der Ansaugseite des Verdichters
bewirkt Das in dieser Patentschrift angewandte Prinzip eignet sich also für die Regelung des Verdichtungsdrukkes,
nicht aber für die Begrenzung der Endtemperatur des verdichteten Mediums, die vom Druckverhältnis
und nicht von der Druckdifferenz abhängt.
Bisher übliche Kontaktthermometer mit nachgeschaltetem Druckwächter in der Druckleitung sprechen oft
nicht rasch genug an, so daß der Verdichter nicht rechtzeitig genug abschaltbar ist
Im übrigen ist eine für einen anderen Zweck, nämlich
als bei Flugzeugen verwendbares Druckmeß- und Kontrollgerät, bestimmte Einrichtung (s. die US-PS
32 99 701) bekannt bei der zwei Drücke, in Absolutdrükke
umgesetzt in Relation zueinander gebracht werden, wobei je ein Balg mit Luft unter dem einen und Luft
unter dem anderen Druck beaufschlagt wird und jedem dieser Bälge auf der anderen Seite eines dazwischenliegenden
Hebels ein unter Vakuum stehender gleich großer Balg gegenüberliegt Die beiden Hebel sind
verschwenkbar und an je einem ihrer Enden mittels eines Seiles an einem Bolzen angeschlossen. Die jeweils
auf die Hebel ausgeübten Kräfte werden an den Bolzen weitergegeben und dieser überträgt die Kraft auf einen
Stellarm, dessen eines Ende sich zwischen zwei Kondensatorplatten befindet, die auf einem Schwenkarm
angebracht sind. Wenn alle Teile im Gleichgewicht sind, d. h. das geforderte Verhältnis der beiden
Absolutdrücke dem Ist-Verhältnis entspricht, dann befindet sich der Stellarm in einer Lage, in der das
Kondensatorende des Stelhrmes den elektrischen Wert Null zwischen den beiden Kondensatorplatten hat. Bei
den beiden Drücken, die in Relation zueinander gebracht werden, handelt es sich zum einen um den vom
Pitot-Rohr eines Flugzeuges abgeleiteten Druck, zum anderen um einen von einer Druckquelle, einer Pumpe
mit Regelung abgeleiteten Druck.
Nimmt nun der Gesamtdruck zu oder ab, so wird die jeweilige Zu- oder Abnahme des Druckes die Lage des
Sehwenkarmes verändern, so daß die Lage des Stellarmes zwischen den Kotidensatorplatten sich
ändert, d. h. der Stellarm aus der Gleichgewichtslage gebracht wird. Diese Änderung verlangt eine Berichtigung
des von der Druckquelle abgeleiteten Druckes, damit die Gleichgewichtslage wieder hergestellt wird.
Der auf den einen der PAlge wirkende Druck wird so verändert daß die fiber den Hebel auf den Bolzen
ausgeübte Kraft den Su-Ilarm wieder in die Nullstellung
(Gleichgewichtslage) zwischen den Kondensatorplatten bringt Dip bekannte Einrichtung ist für eine rechnerische
Geschwindigkeitsermittlung gedacht und dem Zweck entsprechend kompliziert
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Meßeinrichtung zu schaffen, die das Druckverhältnis
eines Verdichters unter Last und im Leerlauf fortlaufend überwacht Bei Überschreitung des zulässigen Druckverhältnisses
soll die Maschine zur Vermeidung von Schaden augenblicklich abgeschaltet werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einer Einrichtung der eingangs genannten Art vorgeschlagen, daß von
einem eine geschlossene Einheit bildenden Meßgerät, das über Verbindungsleitungen an der Einlaßseite und
an der Druckseite des Schraubenverdichters angeschlossen ist, fortlaufend das Verhältnis des Endabsolutdruckes
zum Ansaugabsolutdmck gemessen wird und beim Überschreiten eines Sollwertes von diesem
Meßgerät die Betätigung der Drossel- und Schließeinrichtung des Verdichtereinlasses, ■>.: Entlastung der
Druckleitung des Verdichters zur Atmosphäre und zugleich das Abschalten des Verdichterantriebsmotors
ausgelöst wird.
Bezüglich der Ausbildung des wichtigsten Organs der eigentlvjhen Sicherheitsregelungseinrichtung wird in
weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, daß das Meßgerät einen zweiarmigen Hebel mit stetig
einstellbarem Übersetzungsverhältnis aufweist, an dessen Arme je ein von einem evakuierten Balg
kompensierter Balg angreift auf den jeweils der Ansaug- oder Enddruck einwirkt.
Zur Ermöglichung der richtigen Einstellung des maximal zulässigen Wertes des Druckverhältnisses ist
der zweiarmige Hebel mit einem Schlitz versehen und in dem Schlitz ein Bolzen als Achse für den Hebel
verstellbar.
Die unmittelbare Weitergabe des betreffenden Signals vom Meßgerät wird nach der Erfindung
schließlich dadurch ermöglicht, daß an dem Meßgerät ein vom zweiarmigen Hebel betätigbarer und dessen
Stellung abfühlender Schalter vorhanden ist, durch weichen beim Überschreiten eines Sollwertes für das
Verhältnis des Enddruckes zum Ansaugdruck das Signal zum Abschalten des Verdichteraniriebsmotors und
zugleich zur Betätigung des Vorsteuerventils für einen gemeinsamen Servomotorkolben der Drosselklappe
und eines Abblasventils am Ende einer Entlastungsleitung der Druckleitung elektrisch auslösbar ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und im folgenden näher beschrieben.
Es zeigt
F i g. 1 einen Verdichter mit Antriebsmotor und F. egt !einrichtung in schematischer Darstellung,
F i g. 2 ein Verdichtungs-Diagramm unter Last und Leerlauf,
F i g. 3 das bei der Anordnung nach F i g. 1 verwendete
Meßgerät in größerer Darstellung.
Der nur symbolisch dargestellte Schraubenverdichter 1 bei der Anordnung nach F i g. 1 wird von einem
AntriebselektromotoF 2 angetrieben, der seine Energie aus einem Drehstromnetz 3 bezieht und an dieses über
einen von einem Relais 4 betätigbaren Schalter 5 anschließbar ist.
Der Verdichter srugt Luft durch eine Ansaugleitung 6
an, in der eine Drosselklappe 7 angeordnet ist und deren letzter Teil den Einlaß des Verdichters darstellt. Die
Drosselklappe hat im wesentlichen zwei Stellungen, in
der einen ist sie» voll geöffnet« und in der anderen gibt sie nur einen sehr kleinen Querschnitt der Ansaugleitung
frei. Die Druckleitung 8 des Verdichters führt über ein Rückschlagventil 9 in ein Verbrauchernetz 10. aus
welchem nicht dargestellte Verbraucher gespeist werden.
Ober Verbindungs- bzw. Meßleitungen 11 und 12 ist ein Absolutdruck-Meßgerät 13 mit der Ansaugleitung 6
bzw. der Druckleitung 8 verbunden. Mit 14 ist eine elektrische Spannungsquelle bzw. Hilfsstromquelle
bezeichnet, von welcher elektrische Steuerleitungen 15,
16 und dazugehörige Zweigleitungen an einen Schalter
17 im Meßgerät 13. an einen Druckwächter 18 und an ein elektromagnetisches Dreiwegeventil 19 gelegt sind.
Auch das den Antriebsmotor 2 steuernde Relais 4 ist über eine der Zweigleitungen von 16 angeschlossen.
Der Druckwächter 18 ist ein Membran-Überdruckmeßinstrument
und ist über eine l.ufientnahmeleitung 20 und eine Zuleitung 21 mit dem Verbrauchernet/ 10
verbunden. Mittels eines Uruckminimum- und eines
Druckmaximumkontaktes verbindet er Ober Abzweigungen der elektrischen .Steuerleitungen 15 und 16 die
Hilfsstromquelle 14 mit der Arbeitswicklung 19a des als
Vorsteuerventi! dienenden elektromagnetischen Dreiwegeventil
19. Die andere, nach F i g. I untere Arbeitswicklung I9ft dieses Ventils ist im Nachfolgenden
noch erwähnt. Das Dreiwegeventil ist über eine Luftzuleitung 22 gleichfalls mn der Luftentnahmeleitung
20 verbunden. Eine Ableitung 23 führt in die freie
Atmosphäre zu einem pneumatischen Servo- oder Stellmotor 25. in den auch die l.ufientnahmeleitung 20
mundet. Von den Drücken in beiden Leitungen wird ein beidseitig wirkender Differentialkolben 26 beaufschlagt,
der sich meist in einer seiner beiden Endsteliungen befindet. Über ein Hebelgetriebe 27 bewegt der
Differentialservokolben die Drosselklappe 7. An der anderen Seite des Kolbens ist mn diesem über eine
Stange ein Ventilteller 28 verbunden, der in einer
eigenen Ventilkammer gegen einen Ventilsitz 29 sedrückt werden kann. Mit diesem Ventil kann eine mit
der Druckleitung 8 verbundene Entlastungsleitung 30 eegen die Atmosphäre abgeschlossen oder geoffne:
werden, so daß das Ventil 28/29 als Abblasventil wirkt.
Das schon in F ι g. ! enthaltene und in F i g. 3 größer
dargestellte Meßgerät 13 ist wie folgt aufgebaut: In
einem Gehäuse 31 sind vier Faitenbälge 32, 33, 35 und 36 in gleicher Bauart angeordnet, von denen die linken
Faltenbälge 32 und 35 ständig evakuiert sind. Die anderen beiden Faltenbäige 33, 36 sind an die
Verbindungs-bzw. Meßleitungen Il bzw 12 angeschlossen.
Mit 37 ist ein zweiarmiger, z. T. mit einem Längsschlitz 34 .ersehener Hebel bezeichnet, der um
einen Bolzen 38 drehbar ist. Der Bolzen 38 erstreckt sich in den Schlitz 34 des Hebels, ist darin verstellbar und
ermöglicht damit die Einstellung eines für die Verdichtung vorgegebenen, nicht zu überschreitenden Druck-Verhältnisses.
Der zweiarmige Hebel 37 pendelt unter der Einwirkung der Drücke in den Meßieitungen 11 und
12 um den Bolzen 38 als Drehpunkt und zwischen den Anschlägen 41 und 4Z die seinen Schwenkbereich
begrenzen. Durch die Verwendung der evakuierten Bälge 32 und 35 arbeitet das Meßgerät auch dann, wenn
einer oder beide Drücke in den Meßleitungen 11 und 12
sich im Vakuum-Bereich befinden. Der nicht im einzelnen gezeigte, nur für die Stellungen »Ein« und
»Au«;« wirkende Schalter 17. kann von dem Hebelarm
40 über ein Kontaktstück 43 betätigt werden.
Die Funktion der beschriebenen Anordnung ist folgende:
Es besteht die Forderung, den Druck des Gases (der Luft) im Verbrauchernetz 10 zwischen einem Minimal-
und einem Maximalwert zu halten. Wenn der Verdichter
ι 1 mit seiner Nennleistung Luft in das Netz abgibt, so
befindet sich die Drosselklappe 7 in der Offenstellung, und der Verdichter saugt Luft mit einem Druck von
I ata an. Durch ein ihm vorgegebenes Druckverhältnis verdichtet er diese Luft auf den Enddruck, z. B. auf 3 ata,
to und drückt sie mit diesem über die Leitung 8 in das Netz
10. Dies ist auch aus dem P-V-Diagramm in Fig.2 (im
oberen Teil) ersichtlich, in dem in der Ordinate die
Drücke in der Ansaug- bzw. Druckleitung und in der Abszisse das jeweils zugehörige, pro Zeiteinheit
■ angesaugte Volumen dargestellt sind. Die Druckdifferenz beider Drücke beträgt im Normalbetrieb 2 ata. das
Druckverhältnis P2/Λ beträgt 3 : I.
Wenn aber der Verdichter mehr Druckluft fördert als von den Verbrauchern in der gleichen Zeit abgenom-
·<■ inen werden kanu, wird der Druck in der Leitung b/.w.
im Netz 10 steigen. Steigt dieser Druck auf die Maximalschwelle des Druckwächters 18. so macht
dieser mit seinem Maximalkontakt die eine Arbeitswicklung 19a des Vorsteuer· bzw. Dreiwegeventiles 19
_·-, stromlos, so daß dieses Ventil unter der Wirkung einer
nicht dargestellten Feder in seine dargestellte Lage geht, bei der Druckluft über die Leitungen 20, 22 und 24
in den unteren Zylinderraum des Servomotors 25 eindririjji und den Kolben 26 unter der Wirkung des
j» Differenzdruckes nach oben bewegt. wodurch die
Drosselklappe 7 in ihre Schließstellung geht. Gleichzeitig öffnet das Abblasventil 28/29, so daß die
Druckleitung 8 des Verdichters über die Entlastungsleitung 30 mit der Atmosphäre verbunden wird. Durch den
3i Druckabfall in der Leitung 8 schließt das Rückschlagventil
9. Damit arbeitet der weiter von seinem Antriebsmotor 2 angetriebene Verdichter im Leerlauf,
d. h. er saugt Luft an, die unter der Wirkung der Drosselklappe auf einen Ansaugdruck von 0.33 ata
gebracht wird, verdichtet die Luft mit dem gleichen Druckverhältnis von 3:1 auf den Wert von 1 ata (s.
F i g. 2, unterer Teil) und entläßt sie in die Atmosphäre.
Wird nach diesem Betriebszustand beispielsweise
durch erhöhten Bedarf an Druckluft im Verbrauchernetz die Minimumschwelle des Druckwächters 18
unterschritten, so legt dieser die Spannung der Hilfsstromquelle 14 über seinen Minimumkontakt
wieder an die Arbeitswicklung 19a des Dreiwegeventils 19. so daß dieses in seine andere Endlage geht, d. h. die
Leitung 24 ist über die Leitung 23 mit der Atmosphäre verbunden und unter dem Einfluß des in der Leitung 20
wirkenden Druckes geht der Kolben 26 in seine untere Endlage. Damit wird die Drosselklappe 7 geöffnet und
zugleich durch das Ventil 28/23 die Druckleitung 8 gegenüber der Atmosphäre abgeschlossen, das Rückschlagventil
9 geöffnet und der Verdichter fördert mit Nennleistung wieder in das Netz 10.
Durch tias Vorhandensein der Drosselklappe 7 auf der Ansaugseite des Verdichters 1 sowie einer
Entlastungsleitung 30 und eines Abblasventils 28/29 auf der Druckseite, welches mittels eines gemeinsamen
Servomotors 25,26 mit der Drosselklappe gekoppelt ist,
und des Dreiwegeventils 19 vor dem Servomotor, das von einem Druckwächter an der Förderleitung zum
Verbraucher aus elektrisch betätigt wird, ist bereits eine bestimmte selbsttätige Abschalt- und Leerlaufregelungseinrichtung
für den Verdichter geschaffen. Es soll aber noch eine zusätzliche Überwachungs- und
Sicherheitsregelung für besondere Störungsfälle ermöglicht werden.
Tritt nun aus irgendeinem Grund, beispielsweise durch Zusetzen der Ansaugleitung 6, Hängenbleiben des
Rückschlagventiles, Nichtansprechen des Maximalkontaktes im Druckwächter 18 etc ein erhöhtes Druckverhältnis zwischen Ansaug- und Enddruck auf, so wird
dieses u>milässig hohe Druckverhältnis über die
Meßleitungen 11 und 12 auf das Absolutdruck-Meßgerät 13 übertragen. Der Hebel 37 des Meßgerätes 13
betätigt beim Überschreiten des eingestellten Maximalwertes das Kontaktstück 43 und damit den Schalter 17,
der das Relais 4 für den Kontaktschalter S des Motors 2 und die andere Arbeitswicklung i9b des Dreiwegeventils 19 stromlos macht. Dadurch wird der Verdichter
angehalten und außer Betrieb gesetzt, die Drosselklappe geht in ihre Schließstellung und die Druckleitung 8
wird über die Leitung 30 entlastet.
Ein Ansteigen des Druckverhältnisses über seinen für den Verdichter zulässigen Maximalwert ist auch im
Falle des Leerlaufes des Verdichters denkbar. Die erfindungsgemäße Einrichtung arbeitet dann analog.
Claims (4)
1. Oberwachungs- und Sicherheitsregelungseinrichtung an einem an sich durch Drosselung und
Verschließen des Einlasses regel- und abschaltbaren Schraubenverdichter mit kämmenden Schraubenrotoren, dadurch gekennzeichnet, daß von
einem eine geschlossene Einheit bildenden Meßgerät (13), das über Verbindungsleitungen (11, 12) an
der Einlaßseite und an der Druckseite des Schraubenverdichters (1) angeschlossen ist, fortlaufend das
Verhältnis des Endabsolutdruckes zum Ansaugabsolutdruck gemessen wird und beim Überschreiten
eines Sollwertes von diesem Meßgerät die Betätigung der Drossel- und Schließeinrichtung (7,26,27,
28) des Verdichtereinlasses (6), die Entlastung der Druckleitung (8) des Verdichters (1) zur Atmosphäre
und zugleich das Abschalten des Verdichterantriebsmotors (2) ausgelöst wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daB das Meßgerät (13) einen zweiarmigen
Hebel (37) mit stetig einstellbarem Übersetzungsverhältnis aufweist, an dessen Arme (39, 40) je ein
von einem evakuierten Balg (32, 35) kompensierter Balg (33, 36) angreift, auf den jeweils der
Ansaug-oder Enddruck einwirkt
3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweiarmige Hebel
(37) mit einem Schlitz (34) versehen und in dem Schlitz (34) ein Bolzen (38) als Drehachse für den
Hebel verstellbar ist
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ai: dem Meßgerät (13)
ein vom zweiarmigen Hebel (37) betätigbarer und dessen Stellung abfühlender Scha.' ir (17) vorhanden
ist, durch welchen beim Überschreiten eines Sollwertes für das Verhältnis des Enddruckes zum
Ansaugdruck das Signal zum Abschalten des Verdichterantriebsmotors (2) und zugleich zur
Betätigung des Vorsteuerventils (19) für einen gemeinsamen Servomotorkolben (26) der Drosselklappe (7) und eines Abblasventils (28,29) am Ende
einer Entlastungsleitung (30) der Druckleitung (8) elektrisch auslösbar ist.
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| Publication number | Publication date |
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| DE1648501A1 (de) | 1971-08-12 |
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|---|---|---|---|
| OGA | New person/name/address of the applicant | ||
| D2 | Grant after examination |