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DE1648501C2 - Verdichter mit einer Absolutdruck-Meßeinrichtung - Google Patents

Verdichter mit einer Absolutdruck-Meßeinrichtung

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Publication number
DE1648501C2
DE1648501C2 DE19681648501 DE1648501A DE1648501C2 DE 1648501 C2 DE1648501 C2 DE 1648501C2 DE 19681648501 DE19681648501 DE 19681648501 DE 1648501 A DE1648501 A DE 1648501A DE 1648501 C2 DE1648501 C2 DE 1648501C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
compressor
valve
measuring device
line
Prior art date
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Expired
Application number
DE19681648501
Other languages
English (en)
Other versions
DE1648501A1 (de
Inventor
Karl Heinz 4200 Oberhausen-Sterkrade Konka
Klaus Dieter Lelgemann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gutehoffnungshutte Sterkrade AG
Original Assignee
Gutehoffnungshutte Sterkrade AG
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Filing date
Publication date
Application filed by Gutehoffnungshutte Sterkrade AG filed Critical Gutehoffnungshutte Sterkrade AG
Publication of DE1648501A1 publication Critical patent/DE1648501A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1648501C2 publication Critical patent/DE1648501C2/de
Expired legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L13/00Devices or apparatus for measuring differences of two or more fluid pressure values
    • G01L13/02Devices or apparatus for measuring differences of two or more fluid pressure values using elastically-deformable members or pistons as sensing elements

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Control Of Positive-Displacement Pumps (AREA)
  • Applications Or Details Of Rotary Compressors (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Überwachungs- und Sicherheitsregeleinrichtung an einem an sich durch Drosselung und Verschließen des Einlasses regcl- und abschaltbaren Schraubenverdichter mit kämmenden Schraubenrotoren.
Schraubenverdichter, vor allem solche mit kleinen Rotoren, sind auf Grund des geringen Spaltes zwischen den Rotoren und der Gehäusehohlraumwand besonders gefährdet bei plötzlichem übermäßigen Anstieg der Temperatur im Verdichterarbeitsraum. Bekanntlich steigt die Verdichtungjendtemperatur T2 gegenüber der Anfangstemperatur 7Ί bei adiabatischer Verdichtung in Abhängigkeit vom Druckverhältnis P1/P, an, wobei die Absolutwerte für den momentanen Enddruck Pj und den Ansaugdruck P\ maßgebend sind.
Ein zu hohes Druckverhältnis, ι. B. infolge eines plötzlichen Anstieges des Enddruckes P2 bei Anwachsen des Gegendruckes in der Verdichterförderluitung, bewirkt überhöhte Endtemperatur und damit: eine unzulässig hohe Wärmedehnung der Rotoren bis zum metallischen Kontakt miteinander und/oder mit dem Gehäuse. Das Anlaufen am Gehäuse kann zum Blockieren der Rotoren, zu schweren Schäden und gar zu Zerstörung des Verdichters führen.
Bei einem bekannten Schraubenverdichter mit Saugdrossel- und Entlastungsregelung (US-PS 31 05 630) wird bei Überdruck in einem dem Verdichter nachgeschaiteten Ölabscheider-Druckluftbehälter das Verdichtereinlaßventil pneumatisch geschlossen. Zu-
gleich wird über das betreffende Überdruckventil ein Abströmweg für Druckluft aus dem Behälter zum Ansaugstutzen des Verdichters freigegeben. Durch Öldruck von einer der mit dem Verdichter mitlaufenden ölpumpen wird das Einlaßventil wieder geöffnet
Zusätzliche Überwachungsregeleinrichtungen sind bei der bekannten Verdichteranlage nicht vorgesehen. Im übrigen sind in der betreffenden Patentschrift hauptsächlich Maßnahmen zur Versorgung des zweistufigen Verdichters mit Schmier- und Kühlöl zur ölkühlung etc.
gezeigt
Verschiedene Regelungsmöglichkeiten für Drehkolbenverdichter allgemein sind z. B. im Sonderdruck BBC Ind/C10002/t aus BBC-Nachrichten 1938/1, S. 5 bis 9, gezeigt Bei einer einfacheren Anordnung (siehe Abb. 6 des genannten Sonderdrucks) besteht eine Entlastungsvorrichtung für einen Drehkolbenverdichter aus einem Steuerventil, welches-rfas Ansaugventil steuert Vor dem Anlassen bzw. Abschalten des Gebläses wird der Kolben des Steuerventils angehoben und in seiner Stellung durch einen Feststellstift festgelegt Die Luft aus dem Druckluftnetz drückt das Ansaugventil zu, wobei gleichzeitig ein Entlastungsventil freigegeben wird, das die vor dem Rückschlagventil noch vorhandene Luft ins Freie entweichen läßt Nach Ablauf des Gebläses wird das Steuerventil wieder freigegeben, worauf die Druckluft, die das Ansaugventil geschlossen hält ins Freie entweicht Das Ansaugventil öffnet sich wieder, das Entlastungsventil schließt und das Gebläse beginnt zu fördern.
Bei einer wesentlich weiterentwickeiten Ausführung (siehe Abb. 12 der Literaturstelle) sind anstelle von mechanischen Regelorganen elektrisch ,geschaltete Organe verwendet wobei vor allem von einem Druckwächter (Druckschalter) aus die Öffnung des Entlastungsventils veranlaßt wird. Bei einer selbsttätigen Steuerung eines Drehkolbendichters mit gemischter Regelung (siehe Abb. 15 der Literaturstelle) wird der Einlaß zu einem Drehkolbenverdichter gedrosselt oder verschlossen und zugleich eine Entlastung der Drucklei tung des Verdichters über ein Entlastungsventil ins Freie ermöglicht Bei Drucküberschreitung in der Förderleitung und/oder Störungen durch Temperaturanstieg wird das Abschalten des Gebläseantriebsmotors ausgelöst Als Regelglied dient ein Kontaktdruckmesser oder ein Druckwächter.
Bei den vorerwähnten bekannten Einrichtungen wird nicht ein Druckverhältnis, sondern nur der Überdruck gegen die Atmosphäre gemessen. Der Saugdruck wird in die Messung nicht einbezogen.
Des weiteren ist eine bekannte Einrichtung zum Regeln von Kreiselverdichtern mit veränderlichem Ansaugdruck (siehe die CH-PS 3 97 135) beachtenswert, bei der eine Drosselung und ein Verschließen des Verdichtereinlasses möglich ist Ferner ist dabei ein Meß-und Regelgerät mit zwei jeweils in einem eigenen Gehäuse angeordneten, doppelt wirkenden Membranen vorhanden. Die eine Membran steht unter der Einwirkung der Differenz zwischen Ansaugdruck und
Förderdruck. Die andere Membran steht unter der Einwirkung dar Differenz der Drücke unmittelbar vor bzw. hinter einer Meßblende in der Förderleitung. Beide Membranen sind über ein gemeinsames Gestänge miteinander verbunden und können bei gestörtem Gleichgewicht der auf die Membrane einwirkenden Drücke ein Steuerorgan, hier ein Strahlrohr, bewegen, von dem aus ein Druckmittel (Druckö!) auf die eine oder andere Seite eines Servomotors geleitet wird, wodurch ein Oberströmventil in einer Kurzschlußleitung von der Druckleitung des Verdichters zur Saugseite oder zur Außenluft zu öffnen ist, um den Verdichter zu entlasten. Anstelle der Beeinflussung des Oberströmentils kann die Einrichtung durch Verschwenken des Strahlrohres auch auf einen Drehzahlregler des Antriebsrnotors des Verdichters einwirken.
Die beiden Membranen stehen bei dieser Einrichtung also unter der Einwirkung von Druckdifferenzen und es wird in erster Linie ein Ableiten von Druckluft aus der Druckleitung zur Saugseite oder zur Atmosphäre geregelt Dabei wird nicht zugleich auch das Verschließen oder das Öffnen der Ansaugseite des Verdichters bewirkt Das in dieser Patentschrift angewandte Prinzip eignet sich also für die Regelung des Verdichtungsdrukkes, nicht aber für die Begrenzung der Endtemperatur des verdichteten Mediums, die vom Druckverhältnis und nicht von der Druckdifferenz abhängt.
Bisher übliche Kontaktthermometer mit nachgeschaltetem Druckwächter in der Druckleitung sprechen oft nicht rasch genug an, so daß der Verdichter nicht rechtzeitig genug abschaltbar ist
Im übrigen ist eine für einen anderen Zweck, nämlich als bei Flugzeugen verwendbares Druckmeß- und Kontrollgerät, bestimmte Einrichtung (s. die US-PS 32 99 701) bekannt bei der zwei Drücke, in Absolutdrükke umgesetzt in Relation zueinander gebracht werden, wobei je ein Balg mit Luft unter dem einen und Luft unter dem anderen Druck beaufschlagt wird und jedem dieser Bälge auf der anderen Seite eines dazwischenliegenden Hebels ein unter Vakuum stehender gleich großer Balg gegenüberliegt Die beiden Hebel sind verschwenkbar und an je einem ihrer Enden mittels eines Seiles an einem Bolzen angeschlossen. Die jeweils auf die Hebel ausgeübten Kräfte werden an den Bolzen weitergegeben und dieser überträgt die Kraft auf einen Stellarm, dessen eines Ende sich zwischen zwei Kondensatorplatten befindet, die auf einem Schwenkarm angebracht sind. Wenn alle Teile im Gleichgewicht sind, d. h. das geforderte Verhältnis der beiden Absolutdrücke dem Ist-Verhältnis entspricht, dann befindet sich der Stellarm in einer Lage, in der das Kondensatorende des Stelhrmes den elektrischen Wert Null zwischen den beiden Kondensatorplatten hat. Bei den beiden Drücken, die in Relation zueinander gebracht werden, handelt es sich zum einen um den vom Pitot-Rohr eines Flugzeuges abgeleiteten Druck, zum anderen um einen von einer Druckquelle, einer Pumpe mit Regelung abgeleiteten Druck.
Nimmt nun der Gesamtdruck zu oder ab, so wird die jeweilige Zu- oder Abnahme des Druckes die Lage des Sehwenkarmes verändern, so daß die Lage des Stellarmes zwischen den Kotidensatorplatten sich ändert, d. h. der Stellarm aus der Gleichgewichtslage gebracht wird. Diese Änderung verlangt eine Berichtigung des von der Druckquelle abgeleiteten Druckes, damit die Gleichgewichtslage wieder hergestellt wird. Der auf den einen der PAlge wirkende Druck wird so verändert daß die fiber den Hebel auf den Bolzen ausgeübte Kraft den Su-Ilarm wieder in die Nullstellung (Gleichgewichtslage) zwischen den Kondensatorplatten bringt Dip bekannte Einrichtung ist für eine rechnerische Geschwindigkeitsermittlung gedacht und dem Zweck entsprechend kompliziert
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Meßeinrichtung zu schaffen, die das Druckverhältnis eines Verdichters unter Last und im Leerlauf fortlaufend überwacht Bei Überschreitung des zulässigen Druckverhältnisses soll die Maschine zur Vermeidung von Schaden augenblicklich abgeschaltet werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einer Einrichtung der eingangs genannten Art vorgeschlagen, daß von einem eine geschlossene Einheit bildenden Meßgerät, das über Verbindungsleitungen an der Einlaßseite und an der Druckseite des Schraubenverdichters angeschlossen ist, fortlaufend das Verhältnis des Endabsolutdruckes zum Ansaugabsolutdmck gemessen wird und beim Überschreiten eines Sollwertes von diesem Meßgerät die Betätigung der Drossel- und Schließeinrichtung des Verdichtereinlasses, ■>.: Entlastung der Druckleitung des Verdichters zur Atmosphäre und zugleich das Abschalten des Verdichterantriebsmotors ausgelöst wird.
Bezüglich der Ausbildung des wichtigsten Organs der eigentlvjhen Sicherheitsregelungseinrichtung wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, daß das Meßgerät einen zweiarmigen Hebel mit stetig einstellbarem Übersetzungsverhältnis aufweist, an dessen Arme je ein von einem evakuierten Balg kompensierter Balg angreift auf den jeweils der Ansaug- oder Enddruck einwirkt.
Zur Ermöglichung der richtigen Einstellung des maximal zulässigen Wertes des Druckverhältnisses ist der zweiarmige Hebel mit einem Schlitz versehen und in dem Schlitz ein Bolzen als Achse für den Hebel verstellbar.
Die unmittelbare Weitergabe des betreffenden Signals vom Meßgerät wird nach der Erfindung schließlich dadurch ermöglicht, daß an dem Meßgerät ein vom zweiarmigen Hebel betätigbarer und dessen Stellung abfühlender Schalter vorhanden ist, durch weichen beim Überschreiten eines Sollwertes für das Verhältnis des Enddruckes zum Ansaugdruck das Signal zum Abschalten des Verdichteraniriebsmotors und zugleich zur Betätigung des Vorsteuerventils für einen gemeinsamen Servomotorkolben der Drosselklappe und eines Abblasventils am Ende einer Entlastungsleitung der Druckleitung elektrisch auslösbar ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 einen Verdichter mit Antriebsmotor und F. egt !einrichtung in schematischer Darstellung,
F i g. 2 ein Verdichtungs-Diagramm unter Last und Leerlauf,
F i g. 3 das bei der Anordnung nach F i g. 1 verwendete Meßgerät in größerer Darstellung.
Der nur symbolisch dargestellte Schraubenverdichter 1 bei der Anordnung nach F i g. 1 wird von einem AntriebselektromotoF 2 angetrieben, der seine Energie aus einem Drehstromnetz 3 bezieht und an dieses über einen von einem Relais 4 betätigbaren Schalter 5 anschließbar ist.
Der Verdichter srugt Luft durch eine Ansaugleitung 6 an, in der eine Drosselklappe 7 angeordnet ist und deren letzter Teil den Einlaß des Verdichters darstellt. Die Drosselklappe hat im wesentlichen zwei Stellungen, in
der einen ist sie» voll geöffnet« und in der anderen gibt sie nur einen sehr kleinen Querschnitt der Ansaugleitung frei. Die Druckleitung 8 des Verdichters führt über ein Rückschlagventil 9 in ein Verbrauchernetz 10. aus welchem nicht dargestellte Verbraucher gespeist werden.
Ober Verbindungs- bzw. Meßleitungen 11 und 12 ist ein Absolutdruck-Meßgerät 13 mit der Ansaugleitung 6 bzw. der Druckleitung 8 verbunden. Mit 14 ist eine elektrische Spannungsquelle bzw. Hilfsstromquelle bezeichnet, von welcher elektrische Steuerleitungen 15,
16 und dazugehörige Zweigleitungen an einen Schalter
17 im Meßgerät 13. an einen Druckwächter 18 und an ein elektromagnetisches Dreiwegeventil 19 gelegt sind. Auch das den Antriebsmotor 2 steuernde Relais 4 ist über eine der Zweigleitungen von 16 angeschlossen.
Der Druckwächter 18 ist ein Membran-Überdruckmeßinstrument und ist über eine l.ufientnahmeleitung 20 und eine Zuleitung 21 mit dem Verbrauchernet/ 10 verbunden. Mittels eines Uruckminimum- und eines Druckmaximumkontaktes verbindet er Ober Abzweigungen der elektrischen .Steuerleitungen 15 und 16 die Hilfsstromquelle 14 mit der Arbeitswicklung 19a des als Vorsteuerventi! dienenden elektromagnetischen Dreiwegeventil 19. Die andere, nach F i g. I untere Arbeitswicklung I9ft dieses Ventils ist im Nachfolgenden noch erwähnt. Das Dreiwegeventil ist über eine Luftzuleitung 22 gleichfalls mn der Luftentnahmeleitung 20 verbunden. Eine Ableitung 23 führt in die freie Atmosphäre zu einem pneumatischen Servo- oder Stellmotor 25. in den auch die l.ufientnahmeleitung 20 mundet. Von den Drücken in beiden Leitungen wird ein beidseitig wirkender Differentialkolben 26 beaufschlagt, der sich meist in einer seiner beiden Endsteliungen befindet. Über ein Hebelgetriebe 27 bewegt der Differentialservokolben die Drosselklappe 7. An der anderen Seite des Kolbens ist mn diesem über eine Stange ein Ventilteller 28 verbunden, der in einer eigenen Ventilkammer gegen einen Ventilsitz 29 sedrückt werden kann. Mit diesem Ventil kann eine mit der Druckleitung 8 verbundene Entlastungsleitung 30 eegen die Atmosphäre abgeschlossen oder geoffne: werden, so daß das Ventil 28/29 als Abblasventil wirkt.
Das schon in F ι g. ! enthaltene und in F i g. 3 größer dargestellte Meßgerät 13 ist wie folgt aufgebaut: In einem Gehäuse 31 sind vier Faitenbälge 32, 33, 35 und 36 in gleicher Bauart angeordnet, von denen die linken Faltenbälge 32 und 35 ständig evakuiert sind. Die anderen beiden Faltenbäige 33, 36 sind an die Verbindungs-bzw. Meßleitungen Il bzw 12 angeschlossen. Mit 37 ist ein zweiarmiger, z. T. mit einem Längsschlitz 34 .ersehener Hebel bezeichnet, der um einen Bolzen 38 drehbar ist. Der Bolzen 38 erstreckt sich in den Schlitz 34 des Hebels, ist darin verstellbar und ermöglicht damit die Einstellung eines für die Verdichtung vorgegebenen, nicht zu überschreitenden Druck-Verhältnisses. Der zweiarmige Hebel 37 pendelt unter der Einwirkung der Drücke in den Meßieitungen 11 und 12 um den Bolzen 38 als Drehpunkt und zwischen den Anschlägen 41 und 4Z die seinen Schwenkbereich begrenzen. Durch die Verwendung der evakuierten Bälge 32 und 35 arbeitet das Meßgerät auch dann, wenn einer oder beide Drücke in den Meßleitungen 11 und 12 sich im Vakuum-Bereich befinden. Der nicht im einzelnen gezeigte, nur für die Stellungen »Ein« und »Au«;« wirkende Schalter 17. kann von dem Hebelarm 40 über ein Kontaktstück 43 betätigt werden.
Die Funktion der beschriebenen Anordnung ist folgende:
Es besteht die Forderung, den Druck des Gases (der Luft) im Verbrauchernetz 10 zwischen einem Minimal- und einem Maximalwert zu halten. Wenn der Verdichter
ι 1 mit seiner Nennleistung Luft in das Netz abgibt, so befindet sich die Drosselklappe 7 in der Offenstellung, und der Verdichter saugt Luft mit einem Druck von I ata an. Durch ein ihm vorgegebenes Druckverhältnis verdichtet er diese Luft auf den Enddruck, z. B. auf 3 ata,
to und drückt sie mit diesem über die Leitung 8 in das Netz 10. Dies ist auch aus dem P-V-Diagramm in Fig.2 (im oberen Teil) ersichtlich, in dem in der Ordinate die Drücke in der Ansaug- bzw. Druckleitung und in der Abszisse das jeweils zugehörige, pro Zeiteinheit ■ angesaugte Volumen dargestellt sind. Die Druckdifferenz beider Drücke beträgt im Normalbetrieb 2 ata. das Druckverhältnis P2/Λ beträgt 3 : I.
Wenn aber der Verdichter mehr Druckluft fördert als von den Verbrauchern in der gleichen Zeit abgenom-
·<■ inen werden kanu, wird der Druck in der Leitung b/.w. im Netz 10 steigen. Steigt dieser Druck auf die Maximalschwelle des Druckwächters 18. so macht dieser mit seinem Maximalkontakt die eine Arbeitswicklung 19a des Vorsteuer· bzw. Dreiwegeventiles 19
_·-, stromlos, so daß dieses Ventil unter der Wirkung einer nicht dargestellten Feder in seine dargestellte Lage geht, bei der Druckluft über die Leitungen 20, 22 und 24 in den unteren Zylinderraum des Servomotors 25 eindririjji und den Kolben 26 unter der Wirkung des
j» Differenzdruckes nach oben bewegt. wodurch die Drosselklappe 7 in ihre Schließstellung geht. Gleichzeitig öffnet das Abblasventil 28/29, so daß die Druckleitung 8 des Verdichters über die Entlastungsleitung 30 mit der Atmosphäre verbunden wird. Durch den
3i Druckabfall in der Leitung 8 schließt das Rückschlagventil 9. Damit arbeitet der weiter von seinem Antriebsmotor 2 angetriebene Verdichter im Leerlauf, d. h. er saugt Luft an, die unter der Wirkung der Drosselklappe auf einen Ansaugdruck von 0.33 ata gebracht wird, verdichtet die Luft mit dem gleichen Druckverhältnis von 3:1 auf den Wert von 1 ata (s.
F i g. 2, unterer Teil) und entläßt sie in die Atmosphäre.
Wird nach diesem Betriebszustand beispielsweise
durch erhöhten Bedarf an Druckluft im Verbrauchernetz die Minimumschwelle des Druckwächters 18 unterschritten, so legt dieser die Spannung der Hilfsstromquelle 14 über seinen Minimumkontakt wieder an die Arbeitswicklung 19a des Dreiwegeventils 19. so daß dieses in seine andere Endlage geht, d. h. die Leitung 24 ist über die Leitung 23 mit der Atmosphäre verbunden und unter dem Einfluß des in der Leitung 20 wirkenden Druckes geht der Kolben 26 in seine untere Endlage. Damit wird die Drosselklappe 7 geöffnet und zugleich durch das Ventil 28/23 die Druckleitung 8 gegenüber der Atmosphäre abgeschlossen, das Rückschlagventil 9 geöffnet und der Verdichter fördert mit Nennleistung wieder in das Netz 10.
Durch tias Vorhandensein der Drosselklappe 7 auf der Ansaugseite des Verdichters 1 sowie einer Entlastungsleitung 30 und eines Abblasventils 28/29 auf der Druckseite, welches mittels eines gemeinsamen Servomotors 25,26 mit der Drosselklappe gekoppelt ist, und des Dreiwegeventils 19 vor dem Servomotor, das von einem Druckwächter an der Förderleitung zum Verbraucher aus elektrisch betätigt wird, ist bereits eine bestimmte selbsttätige Abschalt- und Leerlaufregelungseinrichtung für den Verdichter geschaffen. Es soll aber noch eine zusätzliche Überwachungs- und
Sicherheitsregelung für besondere Störungsfälle ermöglicht werden.
Tritt nun aus irgendeinem Grund, beispielsweise durch Zusetzen der Ansaugleitung 6, Hängenbleiben des Rückschlagventiles, Nichtansprechen des Maximalkontaktes im Druckwächter 18 etc ein erhöhtes Druckverhältnis zwischen Ansaug- und Enddruck auf, so wird dieses u>milässig hohe Druckverhältnis über die Meßleitungen 11 und 12 auf das Absolutdruck-Meßgerät 13 übertragen. Der Hebel 37 des Meßgerätes 13 betätigt beim Überschreiten des eingestellten Maximalwertes das Kontaktstück 43 und damit den Schalter 17, der das Relais 4 für den Kontaktschalter S des Motors 2 und die andere Arbeitswicklung i9b des Dreiwegeventils 19 stromlos macht. Dadurch wird der Verdichter angehalten und außer Betrieb gesetzt, die Drosselklappe geht in ihre Schließstellung und die Druckleitung 8 wird über die Leitung 30 entlastet.
Ein Ansteigen des Druckverhältnisses über seinen für den Verdichter zulässigen Maximalwert ist auch im Falle des Leerlaufes des Verdichters denkbar. Die erfindungsgemäße Einrichtung arbeitet dann analog.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

1 Patentansprüche:
1. Oberwachungs- und Sicherheitsregelungseinrichtung an einem an sich durch Drosselung und Verschließen des Einlasses regel- und abschaltbaren Schraubenverdichter mit kämmenden Schraubenrotoren, dadurch gekennzeichnet, daß von einem eine geschlossene Einheit bildenden Meßgerät (13), das über Verbindungsleitungen (11, 12) an der Einlaßseite und an der Druckseite des Schraubenverdichters (1) angeschlossen ist, fortlaufend das Verhältnis des Endabsolutdruckes zum Ansaugabsolutdruck gemessen wird und beim Überschreiten eines Sollwertes von diesem Meßgerät die Betätigung der Drossel- und Schließeinrichtung (7,26,27, 28) des Verdichtereinlasses (6), die Entlastung der Druckleitung (8) des Verdichters (1) zur Atmosphäre und zugleich das Abschalten des Verdichterantriebsmotors (2) ausgelöst wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daB das Meßgerät (13) einen zweiarmigen Hebel (37) mit stetig einstellbarem Übersetzungsverhältnis aufweist, an dessen Arme (39, 40) je ein von einem evakuierten Balg (32, 35) kompensierter Balg (33, 36) angreift, auf den jeweils der Ansaug-oder Enddruck einwirkt
3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweiarmige Hebel (37) mit einem Schlitz (34) versehen und in dem Schlitz (34) ein Bolzen (38) als Drehachse für den Hebel verstellbar ist
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ai: dem Meßgerät (13) ein vom zweiarmigen Hebel (37) betätigbarer und dessen Stellung abfühlender Scha.' ir (17) vorhanden ist, durch welchen beim Überschreiten eines Sollwertes für das Verhältnis des Enddruckes zum Ansaugdruck das Signal zum Abschalten des Verdichterantriebsmotors (2) und zugleich zur Betätigung des Vorsteuerventils (19) für einen gemeinsamen Servomotorkolben (26) der Drosselklappe (7) und eines Abblasventils (28,29) am Ende einer Entlastungsleitung (30) der Druckleitung (8) elektrisch auslösbar ist.
DE19681648501 1968-02-09 1968-02-09 Verdichter mit einer Absolutdruck-Meßeinrichtung Expired DE1648501C2 (de)

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