DE1648129C - Dosiervorrichtung zur Abgabe von Flus sigkeiten aus einer unter Druck stehenden Quelle an eine Verbrauchsstelle - Google Patents
Dosiervorrichtung zur Abgabe von Flus sigkeiten aus einer unter Druck stehenden Quelle an eine VerbrauchsstelleInfo
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Description
i 648 129
Die Erfindung bezieht sich auf eine DäKiervorrichtung
zur Abgabe von Flüssigkeit?» aus einer unter Druck sichenden Quelle an" eine VerbrauchssieUe,
bei der eine in ihrem Volumen unterschiedlich einstellbare Meßkammer über eine Zuflu31eitiüU eine
Flüssigkeilsmenge aus der unter Druck stehenden Quelle gegen die Wirkung einer Federkraft aufnimmt
und bei Fortfall des Druckes mittels der Federkraft über eine AbfluBlettung. an die VerbrauchssteUe abgibt.
Eine bekannte Dosiervorrichtung dieser Art eignet sich nicht für die automatische Abgabe von hochviskosen
Flüssigkeiten, beispielsweise sirupartigen Flüssigkeiten, da die bei dieser Art bekannten Ausführungsform
vorgesehenen Ventile bei länferem Betrieb
nicht mehr einwandfrei arbeiten können, da sie durch die Flüssigkeit verklebt werden. Die vorhandene Ventilausbildung
gestattet es ferner nicht, die dosierte
was vielfach zur automatischen Herstellung von Fruchtsaftgetränken gefordert wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine solche bekannte Dosiervorrichtung so auszubilden,
daß sie Flüssigkeiten beliebiger Viskosität, also auch siruparlige dickere Flüssigkeiten verarbeiten kann,
ohne daß die Gefahr einer Verstopfung der Vorrichtung gegeben ist; außerdem soll die Dosiervorrichtung
nach der Erfindung auf einfache und sichere Weise die Vermischung der dosierten Flüssigkeit, z. B.
Fruchtsirup, mit einer zweiten Flüssigkeit, beispielsweise Wasser, in der Vorrichtung gestatten, so daß
an der Verbrauchsstelle das fertige Fruchtsaftgetränk ausgegeben wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelost,
daß der Meßkammer je eine in der Zuflußleitung und in der Abflußleitung liegende rohrartige,
elastische Manschette zugeordnet ist. die einseitig je an einem feststehenden Nocken anliegt, daß in
Gegenüberlage zu den feststehenden Nocken getrennt bewegliche, der Öffnung und der Schließung der
Manschette dienende Gegennocken vorgesehen sind, denen ein hydraulischer Druckzylinder zugeordnet
ist, dessen kolben die Gegennocken über durch Federn vorgespannte Zwischenglieder derart steuert,
daß bei nicht beaufschlagtem Kolben die Zutiußmanschette
offen und die Abflußmanschette geschlossen ist, während der Beaufschlagung des Kolbens
zunächst die Zuflußmanschette geschlossen und darauf die Abflußmanschette geöffnet wird und bei
Entlastung des Kolbens zunächst die Abflußmanschette geschlossen und dann die Zi'flußmanschette
geöffnet wird.
Diese erfindungsgemäße Dosiervorrichtung ermöglicht es. Flüssigkeiten unabhängig von der Viskosität
und dem Druck zu dosieren; das Volumen der durch die Meßkammer abzugebenden Flüssigkeitsmenge
laßt sich auf bequeme Weise einstellen. Die Flüssigkeit kommt mit keinen beweglichen mechanischen
Teilen in Berührung, so daß eine Verstopfungsgefahr oder ein Verkleben ausgeschlossen sind. Wesentlich
ist, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung keinerlei Ventile aufweist, bei denen die Gefahr besteht, daß
sie bei Verwendung sirupartiger Flüssigkeiten auf ihren Sitzen festkleben und damit die einwandfreie
Funktion beeinträchtigen.
Einen besonderen Vorteil erreicht man dadurch, daß der hydraulische Druckzylinder durch ein Ventil
steuerbar ist, dessen Eingang an eine Quelle einer anderen Dfuckltüsagbek, beispielsweise Wasse», und
dessen Ausgang gfekbmti* an dem hydraulischen
Druckzylinder und über eine Brassriöflnuag an dk-Abflußieitung
der Meßkammcr angeschlossen ist.
s Hierdurch wird das bequeme Mischen einer Fiüss«-
kett mit einer anderen unmittelbar in der Dosiervorrichtung
ermögtidu, wobei die Dosiervorrichtung in
chemischer und mechanischer Hinsicht resilient
gegenüber den Flüssigkeiten ist.
ίο Die Meßkamroer besteht vorzugsweise aus einem
Zylinder, in dem ein Kolben axial verschiebbar· ist. der mit dem Boden einer nachgiebigen Membran in
Form eines umstüipbanen Balges fest verbunden ist,
deren ringförmiger Rand an dem Zylinder befestigt
is isL und daß die Kolbenstange in einer in ein Gewinde
des Bodens des Zyrinders eingreifenden hohlen FJnsteUschraube
verschiebbar angeordnet ist, deren im Zylinder befindliches Ende als Anschlag für den
unter der Wirkung einer Druckfeder stehenden
ao Kolben dient
Bei einem Ausführungsbeispiel der erfindungs.eemäßen
Vorrichtung sind die bevueglicben Gesennocken
über mit Tothub arbeitende Zwischenglieder gegen die Wirkung der Federn der Nocken mit einem
gemeinsamen Zwischenglied verbunden» das in Offnungsrichtung
der Abflußmanschette der Einwirkung des hydraulischen Druckzylinders und in Öffnungsrichtung der Zuflußmanschette der Einwirkung der
Feder unterliegt, die die Wirkung der das den Zuflußnocken
tragende Zwischenglied beaufschlagenden Feder aufhebe
Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform ist die Abflußmanschette durch das mitteis der Feder
in Schließrichtung beaufschlagte bewegliche Zwi-
schenglied und die Zuflußmanschettc mittels der
Feder durch das der Einwirkung des Druckzylinders unterliegende Zwischenglied steuerbar, wobei dei
Kolben des Druckzylinders in einem ersten Hubabschnitt das Zwischenglied der Zuflußmanschetle
und in einem zweiten Hubabschnitt das Zwischenglied der Abflußmanschette entgegen der Feder in
Öffnungsstellung beaufschlagt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind durch die l'nteranspriiche gekennzeichnet.
Die Zeichnungen zeigen Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Dosiervorrichtung.
Es zeigt
Es zeigt
F i g. I einen senkrechten Schnitt durch die Dosiervorrichtung.
F i g. 2 einen Schnitt durch eine Manschette gemäß Linie 11-11 der Fig. 1,
Fig. 3 und 4 Teildarsteliüngen gemäß Fig. I bei
unterschiedlichen Arbcitsstellungcn der beweglichen Nocken und ihrer Zwischenglieder,
F i g. 5 einen senkrechten Schnitt durch eine abgewandelte Ausführungsform,
Fig. 6 Teilschnitt gemäß Linie Vl-Vl der Fig. 5.
F i g. 7 eine abgewandelte Ausführungsforni, bei
der die Flüssigkeit ohne Mischung an den Vcibraucher
abgegeben wird.
Die in Fig. 1 dargestellte volumetrische Dosiervorrichtung ist auf einer Halteplatle 1 angeordnet,
auf der in Nebeneinanderanordnung weitere Dosiervorrichtungen befestigt sein können. Die Dosiervor-
richtung selbst ist an einem Tragwinkel 2 befestigt, der mit der Halteplatte 1 verbunden ist und an
seinem senkrechten Schenkel einen Körper 3 trägt. der mittels Distanzbolzen 4 und Bcfestigungsschrau-
ben 5 im Abstand parallel zu dem Tragwinkel 2 gehalten ist.
Die Dosiervorrichtung weist eine Meßkammer 11 mit veränderbarem Volumen auf, die durch eine in
einer Stopfbuchse ausgebildete Bohrung 12, durch eine in einem Deckel 15 ausgebildete Bohrung 14
gleichen Durchmessers und durch einen beweglichen Kolben 16 begrenzt ist, dessen Kolbenstange 16 A in
axialer Richtung in einer hohlen Einstellschraube 17 verschiebbar ist, die in eine Platte 18 eingeschraubt to
ist, die ihrerseits durch Schrauben 19 auf dem Deckel
15 befestigt ist. Die Einstellschraube 17 läßt sich mit Hilfe einer auf ihr befindlichen Gegenmutter 21, die
sich gegen die Außenfläche der Platte 18 abstützt, in jeder gewünschten Einstellage festlegen. Der Kolben
16 ist mit Hilfe einer Feder 25, die sich einmal gegen die Innenfläche der Platte 18 und zum anderen gegen
die Ringfläche des Kolbens 16 abstützt, beaufschlagt, so daß der Kolben 16 sich in Richtung auf den
Boden der Bohrung 12 verstellen kann. Das innere ao Ende der Einstellschraube 17 bildet eine Anschlagfläche,
die die Verstellung des Kolbens 16 entgegen der Kraft der Feder 25 begrenzt.
Die Meßkammer 11 ist durch eine verformbare,
praktisch nicht dehnbare, rohrförmige Membrane 17 abgedichtet; der Boden der Membrane 17 ist beispielsweise
durch Verkleben mit der Stirnfläche des Koibens 16 verbunden, während der Rand der Membrane
eine Verstärkungslippe 28 aufweist, die in einer Ringnut 29 des Deckels 15 eine O-Ringdichtung
bildet. Die Stopfbuchse besteht aus einem geeigneten Kunststoff, der chemisch und mechanisch gegen die
zu verarbeitende Flüssigkeit resistent ist.
In den Boden der Bohrung 12 der Stopfbuchse 13 mündet der mittlere Schenkel 32 eines T-förmigen
Anschlußstückes 31 ein, von dem der eine der koaxialen anderen Schenkel mit Hilfe einer aufwärts
gerichteten Manschette 33 an eine Leitung 34 angeschlossen ist, die als Zufluß für eine Flüssigkeit, beispielsweise
einen Sirup dient und mit einem nicht dargestellten abgedichteten Behälter verbunden ist,
der unter einem konstanten Druck, beispielsweise unter Kohlensäuredruck, steht. Die Leitung 34 ist mit
einer Platte 36 fest verbunden, die mittels Schrauben
38 auf der Oberseite des Körpers 3 befestigt ist. Der andere koaxiale Schenkel des T-Stückes 31 ist mit
Hilfe einer nach unten gerichteten Manschette 41 an einen Stutzen 42 angeschlossen, der in eine Verteilerleitung
43 für ein Gemisch aus zwei Flüssigkeiten, beispielsweise ein aus Wasser und Sirup bestehendes
Fruchtsaftgetränk, mündet, wie später beschrieben wird. Die Abdichtung zwischen dem Schenkel 32 des
T-Stückes 31 und der Meßkammer 11 erfolgt durch eine O-Ringdichtung 45, die in einer Ringnut liegt,
die zwischen dem Schenkel 32 des T-Stückes 31 und dem Körper 3 und der Stirnfläche eines Ansatzes 46
der Stopfbuchse 13 gebildet ist.
Die aufwärts gerichtete Zuflußmanschette 33 dient zur Steuerung des Zuflusses des druckbeaufschlagten
Sirups aus dem Behälter über die Leitung 34 in die Meßkammer 11, während die abwärts gerichtete
Ausflußmanschcttc 41 zum Durchfluß der dosierten Sirupmenge aus der Meßkammer 11 in die Abflußleitung
43 dient. Die beiden elastischen, aus natürlichem oder synthetischem Gummi bestehenden Manschelten
33, 41 besitzen in ihrem Mitlclabschnitt den in I"i g. 2 dargestellten rautenförmigen Querschnitt,
während sie an ihren linden einen kreisrunden Querschnitt zum Anschluß an die jeweilige Leitung aufweisen.
Jede Manschette 33, 41 liegt an einem durch den Körper 3 gebildeten konvexen Nocken 51, 52 an
und läßt sich gegen diesen Nocken flachdrücken, um im geeigneten Zeitpunkt absperren zu können. Zu
diesem Zweck sind zwei, den feststehenden Nocken 51, 52 gegenüberstehende konvexe Nocken 53,54 angeordnet,
die durch zwei hebelartige Zwischenglieder 55, 56 gebildet werden, die um eine an einem Ansatz
58 des Winkelteiles 2 befestigte gemeinsame horizontale Achse 27 schwenkbar sind.
Die Betätigung der Zwischenglieder 55, 56 wird durch einen hydraulischen Druckzylinder 61 gesteuert,
der aus einem auf der Außenseite des senkrechten Schenkels des Tragwinkels 2 befestigten
Körper 62, einem Deckel 63 und einem Kolben 64 besteht, der in einer Kammer 65 verschiebbar ist, die
aus einer Bohrung 66 des Körpers 62 und einer Bohrung 67 des Deckels 63 gleichen Durchmessers gebildet
ist. Der Kolben 64 wird mittels einer zylindrischen Verlängerung 68 mit balligem Abschlußboden
geführt, die in einer Bohrung 69 des Körpers 62 gleiten kann. Die Abdichtung der Kammer 65 erfolgt
durch eine Membrane 71, deren Bodenfläche auf der Außenfläche des Kolbens 64 befestigt ist,
während ihr Außenumfang ein Ringflansch 72 mit Verstärkungsrippe aufweist, der in einer Ringnut 74
des Körpers 62 nach Art einer O-Ringdichtung aufgenommen ist. Das ballige Ende der Kolbenstange 68
des Kolbens 64 wirkt auf ein hebelartiges Zwischenglied 73, das aus einem U-förmig gebogenen Blechteil
besteht, dessen beide Schenkel auf der Achse 57 schwenkbar angeordnet ist. Das Zwischenglied 56
steht unter der Wirkung einer Druckfeder 76, die sich in einem im unteren Ende des Zwischengliedes 56
ausgebildeten Senkloch und andererseits gegen den Boden einer in den Winkel 2 einschraubbaren Einstellschraube
79 mit Senkloch 78 abstützt. Die Feder 66 hat eine ausreichende Kraft, um die Abflußmanschettc
41 schließen zu können. Durch mehr oder weniger starkes Einschrauben der Einstellschraube
79 läßt sich der Druck des Gegennockens 54 gegen den Nocken 52 vergrößern oder verkleinern,
um die gegenüberliegenden Wandungen der Abflußmanschette 41 aneinanderzudrücken und damit den
Durchfluß der Flüssigkeit zu unterbinden.
Das Zwischenglied 73 weist einen Zapfen auf zur Mitnahme des Zwischengliedes 56 in Richtung des
Pfeiles / und einen Zapfen 83 zur Mitnahme des Zwischengliedes 65 in entgegengesetzter Richtung.
Das Zwischenglied 73 ist durch eine Druckfeder
83 ständig in Richtung auf das ballige Ende der Kolbenstange 68 des Kolbens 64 beaufschlagt; die
Feder 83 stützt sich einmal auf einem am unteren Teil des Hebels 73 angeordneten Zentrierzapfen
84 und andererseits in einer Bohrung 85 einer in den Winkel 2 eingeschraubten Einstellschraube
86 ab.
Eine weitere Druckfeder 91 dient dem Andruck des Gegennockens 53 gegen die Zuflußmanschette
33; die Feder 91 ist einerseits in einer Sackbohrung 92 des Zwischengliedes 55 und andererseits in einer
Sackbohrung 93 einer in den Winkel 2 eingeschraubten Einstellmutter 94 abgestützt.
Die Kräfte der Federn 76, 83, 91, die auf die Zwischenglieder 56, 73, 55 einwirken, lassen sich
durch die Einstellschrauben 79, 86, 94 einzeln einstellen. Die Federn 91, 76 werden hierbei so cinge-
stellt, daß sie bei Freigabe der Zwischenglieder 55, des Kolbens 64 in die in der Zeichnung dargestellte
56 die Manschetten 33, 41 schließen. Die Kraft dei Stellung zurückzuführen, da die Leitung 98 nicht
Feder 83 muß ausreichend sein, um ein Zusammen- mehr unter Wasserdruck steht. Das durch den Druckdrüclken
der Feder 91 mit Hilfe des Zwischengliedes z> linder 61 iii die Leitung 98 zurückgedrückte Wasser
73 des Zapfens 88 und des Zwischengliedes 55 zu 5 kann durch die Drosselöffnung 104 hindurchströmen
erreichen. Die Feder 83 dient somit auch als Rück- und in die Abflußleitung gelangen,
stellfeder für den Druckzylinder 61, wobei der Druck- Mit dem Rücklauf des Kolbens 64 des Druckzy-
zylinder eine ausreichende Kraft aufbringen muß, um linders 61 ist das Zwischenglied 73 entgegen dem
die Federn 76 und 83 zu überwinden. Uhrzeigersinn geschwenkt worden, wobei die Feder
Die Speisung des Druckzylinders 61 mit Wasser io 76 die Abflußmanschette 41 schließt, wie F ι g. 3
erfolgt über eine Leitung 98, die über ein elektrisches zeigt. Beide Manschetten 33 und 41 sind nunmehr
Ventil 101 dem gegebenenfalls ein Regulierhahn 102 geschlossen. Wenn das Verbindungsglied 73 weiterin
Form eines Nadelventils vorgeschaltet ist, an die schwenkt, schiebt sein Zapfen 88 das Zwischenglied
Speiseleitung 99 angeschlossen ist. Die Leitung 99 55 zurück, wodurch die Zuflußmanschette 33 wieder
kann je nach Bedarf zur Zuführung von kaltem oder 15 geöffnet wird, wie in Fig. 1 gezeigt ist, so daß unter
warmen Wasser dienen. Der Ausgang des Ventils 101 der Einwirkung des Druckes der Sirup durch diese
ist über eine Rohrleitung 105 und über eine Drossel- Manschette wiederum die Meßkammer 11 gegen die
öffnung 104 an die Getränkeabgabeleitung 43 ange- Wirkung der Feder 25 füllen kann und zur erneuten
schlossen Abgabe bereit ist.
Die Arbeitsweise der vorbeschriebenen Vorrich- ao Jeder Zapfen 81 und 88 ist auf dem Zwischenglied
tung ist folgende: Bei der in Fig. 1 gezeigten Dar- 73 so angeordnet, daß dieses Verbindungsglied erst
stellung ist die Zuflußmanschette 33 geöffnet, so daß dann mit dem entsprechenden Zwischenglied 56 oder
der Sirup unter dem Behälterdruck durch die Leitung 55 in Berührung tritt, wenn der andere Zapfen sich
34 über die geöffnete Zuflußmanschette 33 in die von dem betreffenden Zwischenglied abgehoben hat.
Meßkammer 11 gelangt, wobei der Kolben 16 ent- »5 Auf diese Weise wird das gleichzeitige Schließen der
eeeen der Wirkung der Feder 25 durch den Druck des beiden Manschetten in einer bestimmten Zeitspanne
Sirups in zurückgeschobener Stellung gehalten wird. erreicht, die im übrigen sehr kurz bemessen ist.
Die Abflußmanschette 41 ist geschlossen. Außerdem Das Volumen der Meßkammer 11 hängt ab von
ist das Ventil 101 geschlossen, und der Kolben 64 des dem Hub des Kolbens 16, der durch die hohle Ein-Druckzylinders
61 wird durch die Feder 83 in zurück- 30 stellschraube 17 veränderbar ist. Das jeweilige Voeeschobener
Stellung gehalten. Um ein Mischgetränk lumen kann in Abhängigkeit von der Stellung der
entnehmen zu können, wird das Elektroventil 101 Schraube 107 auf einer Skala 106 abgelesen werden,
eine bestimmte Zeit lang geöffnet, wobei die öffnung Die H g. 5 zeigt eine abgewandelte Ausführungs-
des Hahnes 102 auf einen der gewünschten Wasser- form der Dosiervorrichtung hinsichtlich der Baumenge
entsprechenden Wert eingestellt ist. Beim 35 weise der der Schließung und öffnung der Manöffnen
des Ventils 101 entsteht wegen des Drossel- schetten dienenden Zwischenglieder,
ventils 104 in der Leitung 98 ein Druck, der den Der Gegennocken 54 für die Abflußmanschette 41
Kolben 64 des Druckzylinders 61 gegen die Federn ist an einem hebelartigen Zwischenglied 121 ange-76
und 83 verschiebt. Das Wasser strömt außerdem ordnet, das um eine von zwei Ansätzen 123 des
durch die Drosselöffnung 104 und die Leitung 105 in 40 Tragwinkels 2 getragene Achse 122 schwenkbar ist.
die Verteilerleitung 43. Der Kolben 64 wird zurück- Die Rückstellfeder dieses Zwischengliedes ist eine
geschoben und schwenkt dabei das Zwischenglied 73 Zugfeder, die einerseits an einem auf dem Deckel 63
in Richtung des Pfeiles / gemäß F i g. 3. Das Zwi- des Druckzylinders 61 befestigten Klotz 126 und anschenglied
73 schwenkt unter Einwirkung der Feder dererseits an einem Distanzstift 127 (F i g. 6) ange-91
den Hebel 55, dessen Gegennocken 53 die Zufluß- 45 bracht ist, der die Schenkel einer Gabel 129 miteinmanschette
33 schließt und damit den weiteren Zu- ander verbindet, die ihrerseits das Ende 131 des
fluß des Sirups in das T-Stück 31 unterbindet. Zu Zwischengliedes 121 bildet. Die Feder 125 wirkt sodiesem
Zeitpunkt ist die Abflußmanschette 41 noch mit in Schließrichtung der Abflußmanschette 41 und
geschlossen, weil die wechselseitige Lage der Zapfen ist entsprechend ausgelegt.
81 und 88 des Zwischengliedes 73 derart bestimmt 50 Das Schließen der Zuflußmanschette 33 erfolgt
ist, daß der Zapfen 81 das Zwischenglied 56 noch durch den Gegennocken 134, der das Ende eines
nicht erreicht hat. Das weiterschwenkende Verbin- Zwischengliedes 135 bildet, das in einer Bohrung
dungsglicd 73 bedingt über seinen Zapfen 81 eine des Kolbens 64 A des Druckzylinders 61 verschiebbar
Schwenkbewegung des Zwischengliedes 56 im Uhr- angeordnet ist. Das stößelartige Zwischenglied
zeigersinn gemäß Fig. 4, wobei sich der Gegen- 55 bewegt sich zwischen den beiden Schenkeln der Gabel
nocken 54 des Zwischengliedes 56 von dem fest- 129 hindurch und ist von einer Feder 137 beaufslchcnden
Nocken 52 entfernt und die Abflußman- schlagt, die sich einerseits gegen den Boden eines
schelte 41 öffnet. Die Kraft der Feder 25 schiebt den axialen Senkloches 138 des Zwischengliedes 135 und
Kolben 16 zurück der die in der Meßkammer 11 andererseits gegen den Boden der Bohrung 136 des
enthaltene Sirupmenge über das T-Stück 31 und die 60 Kolbens 64 A abstützt. Die Feder 137 ist so ausge-Abflußmanschcltc
41 in den Stutzen 42 und damit in legt, daß diese bei Freigabe die Zuflußmanschette
die Getränkeabgabeleitung 43 drückt, wobei sich der schließt.
Sirup mit dem durch die Leitung 105 zufließenden Wenn der Kolben 64 A des Druckzylinders
Wasser vermischt. durch das unter Druck stehende Wasser verschoben
Wenn die Meßkammer 11 entleert ist, wird das 65 wird, beginnt er über die Feder 137 das Zwischenglied
Ventil 101 geschlossen. Hierbei reicht die Kraft der 135 und damit den Gegennocken 134 zu verschieben.
Feder 83 aus, um das Zwischenglied 73 entgegen dem der sich gegen den feststehenden Nocken 51 anlegt
Uhrzeigersinn zu schwenken und die Kolbenstange 68 und die Zuflußmanschette 33 schließt. Die beiden
Manschetten sind nunmehr geschlossen. Darauf drückt sich die Feder 137 zusammen, wobei der
Kolben 64 A die Gabel 129 zurückschiebt, wobei sich das Zwischenglied 121 und damit der Gegennocken
54 von dem feststehenden Nocken 52 entfernt, so daß die Abflußmanschette 41 geöffnet wird. Auch
hierbei ist die Drosselöffnung 104 so bemessen, daß der durch sie herbeigeführte Druckverlust es dem
Kolben 64/4 ermöglicht, die beiden Federn 125 und 137 zu spannen.
Ebenso wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 ist die Zuflußmanschette33 in Ruhestellung
geöffnet, so daß die Meßkammer 11 mit dem unter Druck stehenden Sirup gefüllt werden kann bei geschlossener
Abflußmanschette 41. Um die abgemessene Sirupmenge zu entnehmen, wird das elektrische
Ventil iOi betätigt, wobei das Wasser sowohl in die Abflußleitung 43 als auch in den hydraulischen
Druckzylinder 61 eintritt. Der Kolben 64 A des Druckzylinders 61 wird hierbei verschoben, wobei ao
er mit Hilfe der Feder 137 das Verbindungsglied 135 verschiebt und die Zuflußmanschette 33 schließt.
Beim Schwenken des Verbindungsgliedes 121,131 in Richtung des Pfeiles/ öffnet sich die Abflußmanschette
41, so daß die in der Meßkammer 11 aufgenommene Sirupmenge über die Abflußmanschette
41 in die Abflußleitung 43 eintritt und mit dem ebenfalls in die Abflußleitung 43 geförderten Wasser vermischt
wird.
Beim Schließen des Ventils 101 wird kein Wasser in die Verteilerleitung 43 abgegeben, und der Druckzylinder
61 entleert sich über die Drossel 104 in die Abflußleitung 43. Die Feder 125 schwenkt das Verbindungsglied
131 entgegen dem Uhrzeigersinn, so daß zunächst die Abflußmanschette 41 geschlossen
und dann die Zuflußmanschette 33 geöffnet wird.
Hierbei bewegt sich der Kolben des Druckzylinders 61 in seine Ausgangsstellung zurück.
Bei dieser Ausführungsform ist die aus dem Ranc der Membran 27 der Meßkammer 11 gebildete Ringdichtung
28 als an die abgerichtete Außenfläche de! Körpers 3 unmittelbar anliegend gezeigt, während die
Abdichtung des mittleren Schenkels 32 des T-för· migen Anschlußstückes 31 durch eine in den Körper 2
eingeschraubte Stopfbuchse 143 gewährleistet ist, dk
mit dem Schenkel des T-Stückes verschweißt ist, wobei zwischen einem Bund dieser Stopfbuchse unc
einem abgerichteten Anschnitt 145 der Innenflächf des Körpers 3 eine Dichtung 144 eingelegt ist.
F i g. 7 zeigt schließlich eine gegenüber F i g. f abgewandelte Ausführungsform. Sie weicht vor
dieser insoweit ab, als die Abflußleitung 43 für di< Flüssigkeit nicht an die Leitung für das Wasser
sondern lediglich an den Abflußstutzen 42 für dei Sirup angeschlossen ist. Das Ventil 101 A ist hier eh
Dreiwege-Ventil, das an einen freien Abfluß 141 angeschlossen ist, der zur Entleerung des Druck
Zylinders 61 dient. In der Ruhestellung stellt da; Ventil 101 A die Verbindung /wischen der Leitunj
98 und der Abflußleitung 141 her, so daß das unge hinderte Abfließen des Wassers aus dem Druck
zylinder 61 möglich ist. In der Arbeitsstellung ver schließt dieses Ventil die Abflußleitung 141 und setz
die Zufuhrleitung 99 mit der Leitung 98 für dei Druckzylinder 61 in Verbindung, wodurch, wie vor
stehend geschildert, der Sirup aus der Meßkamme 11 in die Abflußleitung 43 gegeben wird. Die Aus
führungsform gemäß Fig. 7 ist also lediglich zu Abgabe einer einzigen Flüssigkeit bestimmt, die ai
sich beliebiger Art sein kann. Sonst stimmt die Aus führungsform gemäß F i g. 7 mit der Darstellung ge
maß F i g. 5 überein.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Dosiervorrichtung zur Abgabe von Flüssigkeiten aus einer unter Druck stehenden Quelle an
eine Verbrauchsstelle, bei der eine in ihrem Volumen unterschiedlich einstellbare Meßkammer
über eine Zuflußleitung eine Flüssigkeitsmenge aus der unter Druck stehenden Quelle gegen die
Wirkung einer Federkraft aufnimmt und bei Fortfall des Druckes mittels der Federkraft über
eine Abflußleitung an die Verbrauchsstelle abgibt, dadurch gekennzeichnet, daß der
Meßkammer (11) je eine in der Zuflußleitung und in der AbSußleitung liegende rohrartige, elastische
Manschette (33, 41) zugeordnet ist, die einseitig je an einem feststehenden Nocken (51,
52) anliegt, daß in Gegenüberläge zu den feststehenden Nocken (51, 52) getrennt bewegliche,
der Öffnung und der Schließung der Manschetten dienende Gegennocken (53 bzw. 134, 54) vorgesehen
sind, denen ein hydraulischer Druckzylinder (61) zugeordnet ist, dessen Kolben (64,
64A) die Gegennocken über durch Federn (76, 83, 91 bzw. 125, 137) vorgespannte Zwischenglieder
(55, 56, 73 bzw. 131, 135) derart steuert, as d;«ß bei nicht beaufschlagtem Kolben (64, 64 A)
die Zuflußmanschette (33) offen und die Abflußmanschette (41) geschlossen ist, während der
Beaufschlagung des Kolbens zunächst die Zuflußmanschette (33) geschlossen und darauf die
Abflußmanschette (41) geöffnet wird und bei Entlastung des Kolbens zunächst die Abflußmanschette
(41) geschlossen und dann die Zuflußmanschette (33) geöffnet wird.
2. Dosiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der hydraulische
Druckzylinder (61) durch ein Ventil (101) steuerbar ist, dessen Eingang an eine Quelle (99) einer
anderen Druckflüssigkeit, beispielsweise Wasser, und dessen Ausgang gleichzeitig an dem hydraulischen
Druckzylinder (61) und über eine Drosselöffnung (104) an die Abflußleitung (43) der
Meßkammer angeschlossen ist.
3. Dosiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der hydraulische
Druckzylinder (61) über eine Verbindungsleitung (98) und ein Dreiwege-Ventil (101/4) mit einer
Leitung (99) einer Wasserdruckquelle, und einer mit einem Entleerungsbehälter für den Druckzylinder
(61) verbundenen Leitung (141) derart steuerbar ist, daß bei geschlossener Ventilstellung
der Druckleitung (99) die mit dem Druckzylinder (61) verbundene Verbindungsleitung (98) an die
Entleerungsleitung (141) angeschlossen ist, während bei geöffneter Ventilstellung der Druckleitung
(99) die Entleerungsleitung (141) geschlossen ist und die an den Druckzylinder (61)
angeschlossene Verbindungsleitung (98) mit der Druckleitung (89) verbunden ist.
4. Dosiervorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßkammer
(11) aus einem Zylinder (15) besteht, in dem ein Kolben (16) axial verschiebbar ist, der mit dem
Boden einer nachgiebigen Membran (27) in Form eines umstülpbaren Balges fest verbunden isi,
deren ringförmiger Rand an dem Zylinder befestigt ist, und daß die Kolbenstange (16A) in
einer in ein Gewinde des Bodens (48) des Zylinders (25) eingreifenden hoftlen Einstellschraube
(17) verschiebbar angeordnet ist, deren im Zylinder (15) befindliches Ende als Anschlag für
den unter der Wirkung einer Druckfeder (25) stehenden Kolben (16) dient.
5. Dosiervorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen
Gegennocken (53, 56) über mit Tothub arbeitende Zwischenglieder (88, 55 und 81, 56) gegen
die Wirkung der Federn (91, 76) der Nocken (53, 56) mit einem gemeinsamen Zwischenglied (73)
verbunden sind, das in Öffnungsrichtung der Abflußmanschette (41) der Einwirkung des
hydraulischen Druckzylinders (61) und in Öffnungsrichtung der Zuflußmanschette (33) der
Einwirkung der Feder (83) unterliegt, die die Wirkung der das den Zuflußnocken (53) tragende
Zwischenglied (55) beaufschlagenden Feder (91) aufhebt (Fig. 1).
6. Dosiervorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abflußmanschette
(41) durch das mittels der Feder (125) in Schließstellung beaufschlagte bewegliche Zwischenglied
(121) und die Zuflußmanschette (33) mittels der Feder (137) durch das der Einwirkung
des Druckzylinders (61) unterliegende Zwischenglied (135) steuerbar ist, wobei der Kolben des
Druckzylinders (61) in einem ersten Hubabschnitt das Zwischenglitd (135) der Zuflußmanschette
(33) und in einem zweiten Hubabschnitt das Zwischenglied (121) der Abflußmanschette
(41) entgegen der Feder (125) in Öffnungsstellung beaufschlagt (F i g. 5).
7. Dosiervorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Nocken (54)
der Abflußmanschette (41) von einem schwenkbaren Hebe! (56 bzw. 121) getragen ist.
8. Dosiervorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden beweglichen
Nocken (53, 54) der Manschetten (33, 41) von zwei Hebeln (55, 56) getragen ~>ind, die auf
einer gemeinsamen Achse (57) schwenkbar angeordnet sind, auf der ein Steuerhebel (73) mit
U-förmigem Querschnitt schwenkbar ist, dessen Schenkel die beiden Hebel (55, 56) umgreifen
und zwei Verbindungszapfen (88, 81) mit Tothub für die beiden anderen Hebel tragen.
9. Dosiervorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenglied
(121) der Abflußmanschette (41) ein schwenkbarer Hebel ist, der mit einer Gabel (129) fest
verbunden ist, zwischen deren Schenkeln ein das Zwischenglied der Zuflußmanschette (33) bildender
Stößel frei hindurchragt, der mittels der Feder (137) mit dem beweglichen Teil (64/1) des
Druckzylinders (61) verbunden ist, der nach Spannung der Feder (137) im ersten Hubabschnitt
an der Gabel in Anschlag gelangt und diese beim zweiten Hubabschnitt bei Erhöhung
der Federspannung unter Öffnung der Abflußmanschette (41) zurückdrückt.
10. Dosiervorrichtung nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der
Manschette (33, 41) in ihrem mittleren Abschnitt im wesentlichen rautenförmig und an ihren Enden
kreisförmig ist.
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