DE1646658A1 - Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden ausgepraegter Gestalt aus Kohle - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden ausgepraegter Gestalt aus KohleInfo
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Description
g. Wilhelm Beichei
5455
Kureha Kagaku Kogyo Kabushiki Kaisha, Tokyo-Ιο, Japan
Verfahren zur Herstellung von Gegenständen ausgeprägter Gestalt aus Kohle
SS SS SS SS SS SS S3
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von Gegenständen ausgeprägter Gestalt aus Kohle, wobei die
Graphitierungseigensehaften der Gegenstände in einem Bereich
von einer leichten.Graphitisierbarkeit bis zu einer schwierigen
Graphitisierbarkeit wählbar sind und die Gefügezustände
vom glasartigen bis zum porösen Zustand reichen.
Es handelt sich dabei insbesondere um aus Kohle gebildete oder geformte Gegenstände, deren Graphitierungseigenschaften
und Gefügestrukturen sich über weite Bereiche erstrecken, wobei modifizierte Pecharten als Ausgangsmaterialien zum λ
Herstellen der Gegenstände dienen.
Es ist bereits bekannt, Gegenstände oder Gefüge von ausgeprägter Gestalt aus verschiedenen Kohlearten herzustellen.
So sind beispielsweise glasartige Kohlearten bekannt, wie die sogenannte Cellulosekohle, hergestellt von der G.E.C.,
Ltd., England, die sogenannte Glaskohle, hergestellt von *?er Tokai Denkyoku Company, Ltd., Japan, und Kohleprodukte,
hergestellt von Shigen Gijutsu Shiken-Jo, Japan, zu deren
Herstellung Aceton-Purfurol-Harze als Ausgangsmaterial verwendet
werden. Perner sind weitere verschiedenartige Kohle-
209818/0803
oder Kohlenstoffprodukte bekannt, einschließlich poröser
Gegenstände und Fäden. Während diese Kohleprodukte ausgezeichnete Eigenschaften aufweisen, werden sie jedoch nach
schwierigen und zeitraubenden Verfahren hergestellt oder benötigen sehr teure Ausgangsmaterialien.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein einfacheres und weniger aufwendiges Herstellungsverfahren für diese aus
Kohle oder Kohlenstoff gebildeten Gegenstände zu schaffen. Die Graphitierungseigenschaften sollen dabei in einem Bereich
von einer leichten bis zu einer schwierigen Graphit!— sierbarkeit wählbar sein und die Gefügestruktur soll vom
glasartigen bis zum porösen Zustand reichen. Ferner sollen
die Produkte gleichförmig und homogen sein, wozu als Ausgangsmaterialien
Pecharten dienen, die durch geringen Aufwand modifiziert wurden.
Diese Aufgabe wird von dem Verfahren nach der Erfindung dadurch gelöst, daß ein modifiziertes Pech mit einem Wasserstoff/Kohlenstoff-Atomverhältnis
von 0,2 bis 0,6 und mit einem Erweichungspunkt von mindestens 170 0C hergestellt
wird, daß aus diesem als Hauptausgangsmaterial benutzten
modifizierten Pech ein Gegenstand ausgeprägter Gestalt hergestellt wird, und daß dieser Gegenstand in einer inerten
Gasatmosphärejeiner Verkohlungs- und bzw. oder Graphitierungsbehandlung
ausgesetzt wird oder stattdessen zuerst einer Oxidationsbehandlung und anschließend in einer inerten Gas—
atmosphäre einer Verkohlungs- und bzw« oder Graphitierungs—
behandlung ausgesetzt wird.
An Hand von Ausführungsbeispielen sollen im folgenden die Einzelheiten der Erfindung näher ausgeführt und der Anwendungsbereich
des Erfindungsgegenstandes angegel-sn werden«
209818/0803 bad or»*«.
Unter "modifiziertem Pech" oder "modifiziertenPecharten"
seilen sämtliche Pecharten verstanden werden, die durch Wärmebehandlung, durch Behandlung mit einem Dehydriermittel,
beispielsweise Ozon, Sauerstoff, Luft, Halogene
und Schwefel, oder durch eine mit einem Lösungsmittel durchgeführte Extraktionsbehandlung aus Steinkohlenteerpech,
Petroleumasphalt und anderen Teer- und Pecharten, die als industrielle Nebenprodukte entstehen, gewonnen werden. Diese
modifizierten Pecharten sind ferner dadurch gekennzeichnet, daß bei ihnen das Wasserstoff/Kohlenstoff-Atomverhältnis
zwischen 0,2 und 0,6 liegt und die Erweichungstemperatur 170 0C oder höher ist.
Unter der "Erweichungstemperatur" oder dem "Erweichungspunkt"
soll d ejenige Temperatur verstanden werden, bei der eine Probe in Form eines feinen Pulvers in der Größenordnung von
etwa 0,1 mm in einer abgeschlossenen Röhre eine vollkommen kugelige Form annimmt, wozu ein Mikroschmelzpunktmeßgerät
verwendet wird. Zahlreiche modifizierte Pecharten mit einem Wasserstoff/Kohlenstoff-Atomverhältnis in der Größenordnung
von 0,60 bis 0,4b zeigen Erweichungspunkte in der Größenordnung
von 170 bis 300 0C.
Pecharten mit einem Wasserstoff/Kohlenstoff-Atomverhältnis von 0,46 bis 0,40 nehmen, wenn sie in Pulverform erhitzt
werden, keinen ausgesprochenen geschmolzenen Zustand an, quellen jedoch in vielen Fällen beim Erhitzen auf, wenn sie
in einer inerten Gasatmosphäre unter Druck geformt oder gegossen wurden, wobei das Aufquellen durch die Ausbildung
eines halbgesehmozenen Zustandes und durch die Erzeugung von
Gasen hervorgerufen wird. Auch wenn die Pecharten mit einem Wasserstoff/Kohlenstoff-Atomverhältnis von 0,4 bis 0,2 keinen
ausgesprochenen geschmolzenen Zustand haben, wenn sie in
209818/0803
Form von Pulver erhitzt werden, oder keinen halbgeschmolzenen
Zustand haben, wenn sie in Form eines gepreßten Gefüges erhitzt werden, so weisen diese Pecharten dennoch hinreichend
gute Sinterungseigenschaften auf.
Die beschriebene Beziehung zwischen dem Wasserstoff/Kohlenstoff—
Atomverhältnis und dem Erweichungspunkt ändert sich in einem gewissen'Maß, und zwar in Abhängigkeit davon, ob
funktionelie Gruppen mit hoher thermischer Reaktionsfähigkeit
im modifizierten Pech vorhanden sind.
Modifizierte Peche können nach zahlreichen Verfahrensarten hergestellt werden. Im folgenden sollen einige dieser Verfahren
beschrieben werden.
A. Wenn in einer inerten Gasatmosphäre eine Trockendestillation ausgeführt wird, dann kann der Destillationsrückstand
be;. einer Temperatur von 3·-0 bis 500 0C als modifiziertes
Pech mit den ober, beschriebenen Eigenschaften benutzt werden.
B. Wenn bei der Trockendestillation das Pech mit Luft angeblasen
wird, dann kann man den Destillationsrückstand in einem Temperaturbere eh von 3^30 bis 430 0C verwenden.
In dem nach diesem Verfahren hergestellten modifizierten
Pech konnte keine Anreicherung des Sauerstoffgehalts festgestellt werden.
C. Bei einem anderen als dem unter A und B beschriebenen Verfahren zur Herstellung von modifiziertem Pech mit den
genannten Eigenir haften wird eine Behandlung mit Chlorgas vorgenommen. Wenn beispielsweise Steinkohlenteerpech in
einer Cül-Tgasatinosphäre beginnend mit Raumtemperatur allmählich
erhitzt wird, dann erhält man ein modifiziertes
2098 18/0803 bad original=
Pech rait e nein Erweichungspunkt in der Größenordnung von
170 bis 300 0C, und zwar bei einer Behandlung bis zu einer
Temperatur von 150 bis 270 0G. Dieses modifizierte Pech
enthält 5 bis 15 $ Chlor.
Es ist auch möglich, eine Kombination aus den unter A und C
oder B und C beschriebenen Verfahren oder irgendein anderes der beschriebenen Verfahren entweder allein oder zusammen
mit anderen Verfahren zu benutzen.
D. Ein Verfahren mit einer Ozonbehandlung bei Raumtemperatur und einer unmittelbar darauffolgenden Luftoxidationsbehandlung
bis zu einer Temperatur von etwa 250 C ist insbesondere zur Erhöhung des Erweichungspunktes und Erniedrigung des'
Wasserstoff/Kohlenstoff-Atomverhältnisses der als Ausgangsmaterialien
benutzten Pecharten geeignet. Ferner wird eine funktionelle Gruppe, die Sauerstoff mit einer hohen thermischen
Reaktionsfähigkeit aufweist, in ein modifiziertes
Pech eingebracht, das bereits die vorgenannten Eigenschaften
aufweist. Auf diese Wei'se kann man sehr leicht Sauerstoff bis su einer Menge von etwa 30 σβ>
in das Pech einbringen.
Zur Formgebung des Materials wird ein einziges modifiziertes Pech oder eine Mischung aus verschiedenen Pecharten zu
einer gewünschten Teilchengröße oder Kombination aus verschiedenen Teilchengrößen zermahlen. Durch Formpressen Lei
einem Druck von 100 bis 3 000 kg/cm werden die gemahlenen Teilchen zu einer Form gepreßt. Ein Merkmal dieses Verfahrens
besteht darin, daß die Beimengung eines Aggregats, wie Koksteilchen, oder eines Bindemittels, wie Pech, nicht
notwendig ist. Zusatzmittel wie Koks und Graphit können
zugegeben, werden, insbesondere wenn der Erweichungspunkt
des Peches gering ist.
209818/0803 bad
Die Fo rna ge "bung nach der Erfindung kann man durch Spritzen
oder Pressen in einer Sprit zforia, Preßform oder Hohl form
ausführen. In "beiden Fällen werden gute Ergebnisse dadurch
erzielt, daß man dem modifizierten Peeh etwa 10 -p oder
weniger Alkohol oder irgendeine andere geeignete flüssigkeit
zusetzt.
Bei einem modifizierten Pech mit einer Erweichungstemperatur
von 300 0C oder weniger wird zunächst die Formgebung des
Peches durchgeführtr dann das Pech getrocknet und anschließend
in Luft allmählich auf eine Temperatur von 200 bis 300 C gebracht, wobei die Temperaturzunähme zwischen
0,1 und 3 0C pro Minute liegt. Die. Anstiegsgeschwindigkeit
der Temperatur kann erhöht und die maximale Behandlungstemperatur in Luft erniedrigt werden, wenn das modifizierte
Pech eine höhere Erweichungstemperatur aufweist und insbesondere
wenn das modifizierte Pech eine thermisch reaktionsfähige Punktionsgruppe hat. Bei größeren Gegenständen sind
niedrigere Temperaturanstiegsgeschwindigkeiten vorzuziehen.
Auch bei modifizierten Peeharten mit einer Erweichungstemperatur
von 300 C oder mehr oder bei einem Kodifizierten Pech, das keine bestimmte Erweichungstemperatur aufweist,
dessen Wasserstoff/Kohlenstoff-Atomverhältnis jedoch 0,4
oder größer ist, wird die Wärmebehandlung vorzugsweise in
Luft ausgeführt, wenn die hergestellten Gegenstände eine hohe Festigkeit und Haltbarkeit aufweisen sollen. Bei einem
modifizierten Pech mit einer mengenmäßig großen thermisch reaktionsfähigen Funktionsgruppe ist eine Hitzehärtung
lediglich durch"Erhitzen in einer inerten Gasatmosphäre bei
einer hinreichend niedrigen Temperaturanstiegsgesehwindigkeit
möglich, wobei die Erhitzung in Luft fortfallen kann. Bei
einem modifizierten Pech mit einem Erweichungspunkt, den
20 98 18/€8 0 3 BAD ORIGINAL
t646658
man nicht genau "bestimmen kann, und einem Wasserstoff/Kohlenstoff-iLtomverhältnls
von 0,2 bis 0,4 ist eine Erhitzung in
nicht netwendig«
Die Verkohlung und Graphitierung von denjenigen geformten
Gegenständen, die eine derartige Behandlung benötigen, wird
bei einer Temperaturanstiegsgeschwindigkeit von etwa 5 G
pro Minute in einer inerten Gasatmosphäre im Anschluß an die
•Wärmebehandlung in luft ausgeführt.
Im folgenden werden einige allgemeine Eigenschaften der ™
Kohleprodukte angegeben, die nach dem erfandungsgemäßen
Verfahren hergestellt werden können.-
1. In Abhängigkeit von dem Erweichungspunkt des modifizierten
Pechs und dea Formgebungsdruck können Gegenstände mit einer Porosität im Bereich von δ bis 60. % hergestellt werden*
2. Diese Produkte öder Gegenstände haben im allgemeinen
einen hohen Härtegrad. Die Shore-Härte eines Gegenstandes
aus Carbid mit einer Porosität von etwa 30 $>
oder weniger beträgt ÖO bis 130. Würde der Gegenstand einer Graphitierungsbehandlung
(bei 2 600 °G) ausgesetzt, dann beträgt die λ
öhore-Härte 50 bis 90 bei einer Porosität von etwa 30 CA*
3. Das spezifische Schüttgewicht dieser Gegenständeist 0,7
bis 1 ,fv* ■■.-..■" "'■..."■-.
4,. Die mechai-~sche Festigkeit dieser Gegenstände hängt von
der Porosität unä dem spezifischen Schüttgewicht ab. Im
alj^emeinor ist die Festigkeit bei carbonisierten Gegenständen
lioch ui.ei bei graphitisierten Gegenständen niedriger«
-jf rlt einer Porosität von 8 bis 15 0A haben eine
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Biegefestigkeit von 800 bis 1. 100 kg/cm , Gegenstände mit
einer Porosität von 15 bis 30 i» eine Biegefestigkeit von
400 bis 800 kg/cm und Gegenstände mit einer Porosität vo über 30 $ eine Biegefestigkeit von 100 bis 400 kg/cm .
Gegenstände mit einer Porosität von 8 bis 15 $>
die bei 6OQ 0C einer Hitzebehandlung unterzogen wurden, haben eine
ρ Biegefestigkeit von 100 bis 200 kg/cm und eine Shore-Härte
von 100 biB 130. '
5. Unter den gemessenen physikalischen Eigenschaften dieser
geformten Gegenstände lieferten die Graphit ierungseigenschaft
en das überraschendste Ergebnis. Ein geformter Gegenstand, für den als Ausgangsmateriäl ein modifiziertes
Pech benutzt wird, das nach dem beschriebenen Verfahren A bei einer Temperatur von über 450 0C hergestellt wird und
danach dem Verfahren D unterzogen wird, zeigt beispielsweise in bezug auf Röntgenstrahlen Eigenschaften, die den
Eigenschaften eines leicht graphitisierten Kohlematerials
entsprechen, obwohl das als Ausgangsmaterial benutzte modifizierte
Pech einen Sauerstoffgehalt von 15 bis 25 $ aufweist.
Im Gegensatz dazu zeigt ein geformter Gegenstand, für den als Ausgangsmaterial ein modifiziertes Pech verwendet
wird, das nach dem Verfahren B bei einer Temperatur
von über 380 0C, hergestellt wird, in bezug auf Röntgenstrahlen
die Eigenschaft von Kohlematerialien, die sehr schwierig
zu graphitisieren sind, obwohl in dem Ausgangsmaterial auf
analytischem Wege kein Sauerstoff nachgewiesen werden kann.
Zur weiteren Erläuterung dieser Merkmale wurde die Beziehung
zwischen dem Modifikationsverfahren der als Ausgangsmaterialien
benutzten Pecharten und den Graphitierungseigenschaften der
hergestellten Kohlematerialien untersucht. Hierbei zeigte sich folgendes: -
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1. Modifizierte Pecharten, die nach dem beschriebenen Verfahren A hergestellt werden, und modifizierte Pecharten,
die nach dem Verfahren A und anschließend nach einem Verfahren
zum Einbringen einer thermisch reaktionsfähigen funktioneilen Gruppe oder einem anderen Verfahren, also dem
Verfahren C und D, oder nach einem anderen oben genannten
Verfahren hergestellt werden, ergeben leicht graphitisierte
Kohlematerialien und Kohlematerialien mit mangelhaften Grraphitierungseigens chaf ten. „
2. ModifiziertePeche, die nach dem Verfahren B, dem Verfahren C, dem Verfahren D oder nach einem anderen Verfahren
hergestellt werden, bei dem ein Dehydriermittel zugesetzt
wird, und modifizierte Pecharten, die durch eine Kombination
von diesen Verfahren hergestellt werden, ergeben Kohlematerialien, die von schwierig zu graphitisierenden Kohlematerialien
bis zu Kohlematerialien mit mittleren Grraphitierungseigens chaf ten reichen. ~ ;
Es ist daher leicht möglieh, geformte Kohlematerialien
herzustellen, die einen Bereich von Kohlematerialien überdecken,
die leicht zu graphitisieren und die schwierig Λ
zu graphitisieren sind und die einen Porositätsbereich von
8 bis 60 ia aufweisen. Dazu werden als Ausgangsmaterial für
die Gegenstände ausgeprägter.-.Gestalt modifizierte Pecharten
benutzt, die nach den verschiedenen beschriebenen Verfahren zum Herstellen modifizierter Peche hergestellt wurden und
ein Wasserstoff/Kohlenstoff-Atömverhältnis von 0,20 bis
0,60 und einen Erweichungspunkt von 170 0C oder mehr haben.
Bei dem Carbonisierverfahrensschritt beträgt der lineare
Schrumpfungskoeffizient 5 bis 20 $, wobei er in den meisten
lallen zwischen 10 und 15 $ liegt.
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- to -
Da die physikalischen Eigenschaften der nach der Erfindung
hergestellten Kohle- oder Kohlenstoffgegenstände einen weiten Bereich überstreichen, finden die erfindungsgemäßen
Produkte einen großen Anwendungsbereich.
Die nach der Erfindung hergestellten Gegenstände ausgeprägter
Gestalt mit geringer Porosität können beispielsweise als Elektroden, elektrolytisehe Platten, Gefüge—
materialien, feuerbeständige Materialien und Aggregate verwendet werden. Dabei werden bei ihrem Herstellungsverfahren wiederholte Hitzehärtungen, Imprägnationen und erneute
Wärmebehandlungen vermieden. Die gebildeten Gegenstände mit hoher Porosität können beispielsweise als
Elektroden für Brennstoffzellen, Filterelemente und als wärmeisolierende Materialien benutzt werden.
Ein wichtiges Merkmal der Erfindung besteht darin, daß
man nach dem erfindungsgemäßen Verfahren die Möglichkeit
hat, in einfacher Weise Kohlemateriälien im glasartigen
Zustand herzustellen, die leicht graphitisierbar sind oder
schwierige Graphitierungseigenschaften aufweisen, und poröse Kohlematerialien herzustellen, die leicht graphitisierbar
sind oder schwierige Graphit ierungs eigens chaf ten aufweisen, also Kohlematerialien, die entsprechend ihrem Gefüge
vom glasartigen Zustand bis zu einem hohen porösen Zustand reichen und die gleichzeitig ein Grundgefüge haben,
das von leicht graphitisierbaren bis zu schwierig graphitisierbaren
Eigenschaften reicht» Dieses Merkmal erweitert den Anwendungsbereich s-owohl der glasartigen als auch der
porösen Kohle- bzw. Kohlenstoffmaterialien.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß zur Herstellung
der Kohlematerialien Peoharten verwendet werden, die vom
industriellen Standpunkt aus als äußerst wirtschaftliche Ausgangsmaterialien bezeichnet werden können.
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BAD ORIGINAL
Um die Erfindung voll und ganz zu beschreiben, und den
großen Anwendungsbereich aufzuzeigen, werden im folgenden konkrete Ausführungsbeispiele der Erfindung angegeben.
Die Erfindung ist jedoch keineswegs auf die folgenden Beispiele
beschränkt.
Kohlenpech mit einem Erweichungspunkt von 85 0C, hergestellt ™
von Kawasaki Seitetsu (Kawasaki Iron and Steel), Japan,
wurde 60 Minuten lang bei 380 0C trockendestilliert. Dann
wurden 20 g der Extraktionssubstanzen, die übrig blieben, wenn die in η-Hexan lösbaren Bestandteile von dem Rückstand
der Trockendestillation entfernt worden waren, in Chloroform
gelöst. Zur Oxidation wurde bei Raumtemperatur luft mit Ozon durch die lösung geleitet. Nach Entfernen des
Chloroforms wurde die restliche Substanz gemahlen. Das
Wasserstoff/Kohlenstoff-Atomverhältnis dieser Substanz betrug 0,43.
Diese pechähnliche Substanz wurde bei einem Druck von g
400 kg/cm in eine Seheibe mit einem Durchmesser von 20 mm
und einer Dicke von 10 mm gepreßt. Die Scheibe wurde in
luft auf eine Temperatur von 320 0C erhitzt, wobei der
Temperaturanstieg 2 0C pro Minute betrug.
Danach wurde der· Gegenstand in eine Stickstoff atmosphäre
gebracht und auf 1 000 0G mit einer Temperaturanstiegsgeschwindigkeit
von 5 °C pro Minute erhitzt.
Der auf diese Weise hitzebehandelte Gegenstand war sehr
gleichförmig und hatte nach dem Polieren eine spiegelartige
Oberfläche. Die übrigen Eigenschaften waren die folgenden:
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Shore-Härte (Hs): 100 - 115
Porosität: 17 f°
Schrumpfung: 15 ^
Spezifisches Schutt gewicht: 1 ,'4 .
Carbonisierausbeute: 87 i°
Biegefestigkeit: 600 kg/cm
Dieser Gegenstand wurde durch Erhitzen auf eine Temperatur
von 2 800 0C in einem "inerten Gas graphit is iert. Der sich
dabei ergebende Gegenstand hat folgende Eigenschaften:
Shore-Härte (Hs): 68 .
Porosität: 16 ^
"- 2 Biegefestigkeit: 300 kg/cm
Spezifischerwiderstand: 7,0 · 10 0hm »cm.
Die Teränderungen der Gitterabstände, die durch die Wärmebehandlung bei Temperaturen von 4 600 0C und mehr hervorgerufen
wurden, waren die gleichen wie bei leicht graphitisierbaren
Kohlematerialien und betrugen 3,365 α für einen Gegenstand, der bei einer Temperatur von 2 800 0C hitzebehandelt wurde.
Ein Polyvinylchloridpulver wurde in Sfcickstoffgas bei einer
Temperatur von 400 bis 430 0G hitzebehandelt. Die dabei
erzeugte pechähnliche Substanz hatte einen Erweichungspunkt
von 195 bis 202 0C. Diese pulverförmig^, als Ausgangsmäterial
benutzte Substanz wurde so gut wie möglich ausgebreitet
und zur Oxidation in Luft bei einer Temperaturanstiegsgeschwindigkeit
von 2 bis 3 0C pro Minute auf 200 0C
erhitzt. Man erhielt ein Pech mit einem Wasserstoff/Kohlenstoff-Ätomverhältnis
von 0,48.
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-' 13 -
Dieses Pech wurde gemahlen und dann bei einem Druck von
450 kg/cm zu einer Scheibe mit einem Durchmesser von 20 mm
und einer -Stärke von 4 mm gepreßt. Diese Seheibe wurde denselben
Verfahrensschritten ausgesetzt, die bereits im Beispiel 1 vor dem Graphitierungssehritt beschrieben sind. Der
auf diese Weise gebildete Gegenstand war gleichförmig und
konnte auf eine spiegelähnliche Oberfläche poliert werden.
Folgende Eigenschaften wurden gemessen:
| Shore-Härte (Hs): | 108 τ. 120 |
| Porosität: | 16 Io |
| Schrumpfung: | 20 i» |
| Spezifisches Schüttgewicht: | 1,42 |
| Biegefestigkeit: | 800 kg/cm |
| Beispiel 3 |
Ein Kohlenpech mit einem Erweichungspunkt von 85 0G, hergestellt von Kawasaki Seitetsu (Kawasaki Iron and Steel),
Japan, wurde bei 380 0C trockendestilliert. Der sich ergebende
pulverförmige Rückstand wurde bei Raumtemperatur Ozon ausgesetzt und anschließend durch Erhitzen bis auf .
eine Temperatur von 200 0G in Luft oxidiert. Dabei entstand
ein erstes Pechmaterial.
Die in Chloroform unlöslichen Bestandteile des Kohlenpechs
von Kawasaki Seitetsu wurden in Pulverform zur Oxidation in einer LuftatmoSphäre auf 200 0C erhitzt. Dabei entstand
ein zweites Material.
Das erste und zweite Material wurde in einem Gewichtsverhältnis von 1 : 3 gemischt und die Mischung gemahlen, wobei
man eine Pechmischung mit einem durchschnittlichen Wasserstoff/Kohlenstoff-Atomverhältnis
von 0,50 erhielt. Diese
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Mischung wurde bei einem Druck von 400 kg/cm in einen
Gegenstand ausgeprägter Form gebracht und danach den gleichen
Terfahrensschritten unterworfen, die bereits im Beispiel 1
vor dem Graphitierungsschritt beschrieben sind. Die Eigenschaften
dieses Gegenstandes waren die folgenden!
| Shore-Härte (Hs): | 115 - 125 |
| Porosität: | 15 1o |
| Schrumpfung: | 10 £ |
| Spezifisches Schuttgewicht: | 1,50 |
| Carbonisationsausbeute: | 89 $> |
| Bi e ge fest igke it s | 950 kg/cm |
| Beispiel 4 |
Kohlenpech derselben Art wie in den Beispielen 1 und 3 mit
einem Erweichungspunkt von 85 0C wurde 60 Minuten lang bei
380 0G trockendestilliert. Der Rückstand wurde nach Zusetzen
von 5 cß> Tetramethylthiuramdisulfid eine Stunde lang bei
300 0C hitzebehandelt und dann gemahlen. Man erhielt ein
Pech mit einem Wasserstoff/Kohlenstoff-Atomverhältnis von 0,45.
Dieses Pech wurde bei einem Druck von 150 kg/cm in eine
Scheibe mit einem Durchmesser von 20 mm und einer Stärke von
10 mm gepreßt. Diese Scheibe wurde anschließend den gleichen
Verfahrensschritten ausgesetzt, die bereits im Beispiel t. vor dem Graphitierungsschritt beschrieben sind. Die dabei,
gebildete Scheibe war gleichförmig und konnte zu einer spiegelnden Oberfläche poliert werden. Die Scheibe hatte ,
die folgenden Eigenschaften:
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| Shore-Härte (Hs): | 110 - 125 |
| Porosität: | 16 # |
| Schrumpfung: | 20 £ |
| Spezifisches Schuttgewicht: | 1,45 |
| Biegefestigkeit: η | 600 kg/cm |
| Beispiel 5 |
Kohlenpech mit einem Erweichungspunkt von 85 °C, hergestellt
von Kawasaki Se.itetsu, Japan, wurde 30 Minuten lang bei 380 0C trockendestilliert«, Der Rückstand wurde gemahlen und
bei Raumtemperatur 30 Minuten lang Chlorgas ausgesetzt. Das
sich ergebende Pech hatte ein Wasserstöff/Kohlenstoff-Atoinverhältnis
von 0,41.
" P
Dieses Pech wurde bei einem Druck von 300 kg/cm in der
gleichen Weise gepreßt und geformtywie es bereits im Zusammenhang
mit Beispiel 1 beschrieben wurde. Anschließend wurde es den gleichen Verfahrensschritten ausgesetzt, die
im Beispiel 1 vor dem Graphitierungsschritt beschrieben sind.
Der auf diese Weise gebildete Gegenstand war gleichförmig
und wies nach dem Polieren eine spiegelnde Oberfläche auf Die Eigenschaften des Gegenstandes waren die folgenden:
| Shore-Härte (Hs): | 105-120 |
| Porosität: | 20 i> |
| Schrumpfung: | |
| Spezifisches Schuttgewicht: | 1,40 |
| Biegefestigkeit: | 350kg/cm4 |
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-Beispiel 6
Als Ausgangsmaterial wurde ein Pech benutzt, das als Nebenprodukt
beim Petroleumnaphtha-Crackverfahren auftritt und einen Erweichungspunkt von 195 bis 205 0C hat und ein Wasserstoff/Kohlenstoff-Atomverhältnis
von 0,54 aufweist. Dieses Pech wurde gemahlen und dann bei einem Druck von 300 kg/cm in eine Scheibe mit einem Durchmesser von 20 mm
und eine Stärke von 5 mm gepreßt.
Diese Scheibe wurde in luft bei einem Temperaturanstieg von
1 bis 2 0C pro Minute auf 330 0C erhitzt und dann in einer
inerten Gasatmosphäre durch Erhitzen auf 1 000 0C bei einem
Temperaturanstieg von 5 0C pro Minute hitzebehandelt.
Der gebildete Gegenstand zeigte eine gute Gleichförmigkeit und hatte nach dem Polieren spiegelnde Oberflächen. Seine
Eigenschaften waren die folgenden:
| Shore-Härte (Hs): | 98 - 112 |
| Porosität: | 15 1° |
| Schrumpfung: | Ib <$> |
| Spezifisches Schüttgewicht: | 1,46 |
| Biegefestigkeit: | 600 kg/cm |
Zu diesem Pechmaterial wurden 35 # Graphitpulver hinzugesetzt
Diese Mischung wurde bei einem Druck von 500 kg/cm zu einem Gegenstand gepreßt, der anschließend in Luft bei einem Temperaturanstieg
von 0,5 0C pro Minute auf 300 0C erhitzt
wurde und danach durch Erhitzen bis auf eine Temperatur von 2 800 0C in Stickstoffgas graphitisiert wurde. Dieser Gegenstand
hatte leicht graphitisierbare Eigenschaften, wie man
durch Röntgenstrahlen feststellen konnte, und wies die folgenden Eigenschaften auf:
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Shore-Härte (Hs): Porosität: Biegefestigkeit:
Spezifischer Widerstand:
50
.16 <?o
.16 <?o
290 kg/cm 6 · 10~4 Ohm · cm
Kohlenpech mit einem Erweichungspunkt von 65 C, hergestellt
von Kawasaki Seitetsu, Japan, wurde zu feinem Pulver gemahlen und in dieser Form in einer Chlorgasatmosphäre auf 250° erhitzt.
Das sich dabei ergebende Material hatte ein Wasserstoff/ Kohlenstoff-Atomverhältnis von 0,38 und bis zu einer Temperatur
von 360 0C war kein Erweichungspunkt festzustellen.
Dieses Material wurde anschließend in ein feines Pulver gemahlen, das dann bei einem Druck von 400 kg/cm zu dem
gleichen Gegenstand gepreßt wurde wie im Beispiel 4.
Dieser Gegenstand wurde bei einem Temperaturanstieg von 2 bis 3 0C pro Minute in Stickstoffgas auf 500 0C erhitzt
und anschließend hitzebehandelt, indem er mit einem Tempera
turanstieg von 5 gebracht wurde.
0 pro Minute auf eine höhere Temperatur
Der sich ergebende Gegenstand hatte die gleiche äußere Erscheinung
wie die entsprechenden Gegenstände in den vorangegangenen Beispielen und wies die folgenden Eigenschaften auf:
Shore-Härte (Hs): 75-85
Porosität: 20 $>
Schrumpfung: 18 #
Spezifisches Schuttgewicht: 1f35
Carbonisationsausbeute: 70 $
Biegefestigkeit:
400 kg/cm'
209818/0803
Der in Chloroform unlösliche Bestandteil des Kohlenpechs von
Kawasaki Seitetsu, Japan, wurde als Ausgangsmaterial benutzt.
Dieses Material wurde in Pulverform gut ausgebreitet, so daß es mit Luft in Berührung kam und durch Erhitzen auf 220 0C
oxidiert. Hierbei erhielt man ein Pech mit einem Wasserstoff/
Kohlenstoff-Atomverhältnis von 0,50.
Dieses Pech wurde zu feinem Pulver zermahlen, das bei einem Druck von 450 kg/cm zu einer Scheibe mit einem Durchmesser
von 20 mm und einer Stärke von 7 mm gepreßt wurde. Die Scheibe wurde unter den gleichen Bedingungen wärmebehandelt, wie es
im Beispiel 5 angegeben ist. Der sich ergebende Gegenstand hatte eine äußere Erscheinung, die derjenigen der entsprechenden Gegenstände der vorangegangenen Beispiele ähnlich war und
wies folgende Eigenschaften auf:
| Shore-Härte (Hs): | 115 - 128 |
| Porosität: | 13 # |
| Schrumpfung: | 9 * |
| Spezifisches Schüttgewicht: | 1,50 |
| Carbonisationsausbeute: | 88 i» |
| Biegefestigkeit: | 850 kg/cm2 |
| Beispiel 9 |
500 g Steinkohlenteerpech mit einem Erweichungspunkt von
85 0C wurden 90 Minuten lang bei 400 0C trockendestilliert,
.wobei das Pech mit Luft angeblasen wurde. Man erhielt ein modifiziertes Pech mit einem Erweichungspunkt von 238 bis
245 0C und mit einem Wasserstoff/Kohlenstoff-Atomverhältnis
von 0,46. Dieses Pech wurde gemahlen und bei einem Druck von
209818/0803
400 kg/cm zu einem Gegenstand geformt. Der Gegenstand wurde
in Luft bei einem Temperaturanstieg von 0,3 °C pro Minute auf 300 0C erhitzt. Darauf folgte eine weitere Erhitzung auf
2 800 0C mit einem Temperaturanstieg von 5 °C pro Minute.
Ein scheibenförmiger Gegenstand mit einem Durehmesser von
40 mm und einer Stärke von 10 mm hatte eine Shore-Härte von 95, eine Porosität von 12 °/o und eine Biegefestigkeit von
600 kg/cm2.
Die Gitterabstände betrugen 3,39 ft, zu deren Bestimmung die
Röntgenstrahl-002-Beugungslinie benutzt wurde. Der spezifische
Widerstand betrug 3 · 10 0hm · cm. Das Endprodukt war ein Kohlematerial mit schwieriger Graphitisierbarkeit.
Petroleumasphalt wurde bei 390 0C unter Anblasung von Luft
trockendestilliert. Das sich ergebende Material wurde gemahlen und in einer Chlorgasatmosphäre bei einer Temperatur bis zu
250 0C hitzebehandelt. Das auf diese Weise gewonnene modifizierte
Pech hatte ein v/asserstoff/Kohlenstoff-Atomverhältnis
von 0,42 und einen Erweichungspunkt, der nicht genau bestimmt werden konnte.
Dieses Pech wurde bei einem Druck von 300 kg/cm in einen Gegenstand ausgeprägter Gestalt gepreßt, der in Luft bei
einem Temperaturanstieg von 1 0C pro Minute auf 300 0O und
anschließend in Stickstoff auf 2 800 0C erhitzt wurde. Das
auf diese Weise gewonnene Kohle- oder Kohlenstoffmaterial hatte eine Shore-Härte von 68, eine Porosität von 48 c/ot eine
Biegefestigkeit von 78 kg/cm und einen spezifischen Widerstand von 13 · 10 0hm · cm. Ferner wurde mit Röntgenstrahlen
festgestellt, daß das Material schwierig zu graphitiaierende Eigenschaften aufweist.
209818/0803
Claims (3)
1. Verfahren zum Herstellen von Gegenständen ausgeprägter
Gestalt aus Kohle, bei dem die Graphitierungseigenschaften
der Gegenstände in einem Bereich von einer leichten Graphitisierbarkeit bis zu einer schwierigen Graphitisierbarkeit
wählbar sind und die Gefügezustände vom glasartigen bis
zum porösen Zustand reichen, dadurch gekennzeichnet , daß ein modifiziertes Pech mit
einem Wasserstoff/Kohlenstoff-Atomverhältnis von 0,2 bis 0,6 und mit einem Erweichungspunkt von mindestens 170 0C hergestellt
wird, daß aus diesem als Hauptausgangsmaterial benutzten
modifizierten Pech ein Gegenstand ausgeprägter Gestalt geformt wird, und daß dieser Gegenstand in einer inerten Gasatmosphäre
einer Carbonisations- und bzw. oder Graphitierungsbehandlung
ausgesetzt wird oder stattdessen zuerst einer Oxidationsbehandlung und anschließend in einer inerten Gasatmosphäre
einer Carbonisations- und bzw. oder Graphitierungsbehandlung
ausgesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß das modifizierte Pech im
pulverförmigen Zustand zu dem Gegenstand ausgeprägter Gestalt geformt oder gepreßt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß das modifizierte Pech durch
mindestens eine Behandlung, wie eine Wärmebehandlung, eine Lösungsmittelextraktion oder eine Behandlung mit Sauerstoff,
Ozon, einem Halogen oder Schwefel aus Kohlenteerpech, Petroleumanphalt oder irgendeiner anderen als industrielles
Nebenprodukt auftretenden Pech oder Teer hergestellt wird.
209818/0803
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