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DE1646373B - Zündvorrichtung für Sprengladungen u. dgl - Google Patents

Zündvorrichtung für Sprengladungen u. dgl

Info

Publication number
DE1646373B
DE1646373B DE1646373B DE 1646373 B DE1646373 B DE 1646373B DE 1646373 B DE1646373 B DE 1646373B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ignition
detonator
delay
ignition device
delay set
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Jean Louis Alfred Ganshoren Pelousse (Belgien)
Original Assignee
S.A. Prb, Woluwe-Saint-Pierre (Belgien)

Links

Description

3 4
und 6 dicht verschlossen ist, und in dessen Innerem irgendwie geeignete Halterung aufgeklemmt werden
ein axial liegendes Rohrelement 7 angeordnet ist, kann.
welches praktisch über seine gesamte Länge eine seit- Die Arbeitsweise dieser Zündvorrichtung ist
liehe öffnung aufweist. Dieses Rohrelement ragt aus äußerst einfach und dürfte jedem Fachmann verständ-
der oberen Wandung der Stirnseite 5 hervor, und sein 5 Hch sein. Da die im Gehäuse 4 vollkommen abvorspringendes Ende 8 bildet eine Aufnahme für geschlossen angeordnete Zündschnur 12 entsprechend
einen Zündsatz 9. den gewünschten Zündbedingungen bzw. der Zün-
Die andere Stirnseite 6 des zylindrischen Gehäu- dung einer Sprengladung bemessen ist, braucht ledig-
ses 4 isi am Ende 10 mit einem Gewinde versehen, in Hch der Zündsatz 9 mittels der Reibzündfläche 20
welches der Sprengzünder 11 an sich bekannter Aus- io entzündet zu werden. Alsdann brennt diese innen-
bildung eingepreßt ist. liegende Zündschnur 12 während der vorgesehenen
Eine Zündschnur 12, von vorher genau berechneter Zeitspanne ab, bevor der Sprengzünder 11 gezündet Länge, ist um das axiale Rohrelement 7 herumgewun- wird und seinerseits die Sprengladung zur Explosion den, wobei ihr eines Ende derart durch die Mittel- bringt. Hierbei wird naturgemäß zunächst die untere öffnung des oberen Endes 8 des Rohrelementes hin- 15 Schutzkappe 3 vom Gehäuse 4 abgeschraubt,
durchgeschoben ist, daß es das entsprechende Ende Falls man jedoch die Zünddauer nochmals verländes Zündsatzes 9 berührt. Das andere Ende derZünd- gern bzw. eine Fernzündung durchführen will, bleibt schnur 12 stößt an das entsprechende Ende des diese Schutzkappe 3 auf de.a Gehäuse 4 aufSprengzünders 11. geschraubt, so daß über den Zündsatz 9 die innerhalb
Auf der oberen Stirnseite 5 des Gehäuses 4 ist eine so des Gehäuses befindliche Zündschnur 12, wie bereits geeignete Dichtung 13 angeordnet. Das zur Aufnahme erwähnt, innerhalb der vorgesehenen Zeitspanne abdes Schutzdeckels 2 bestimmte Ende des Gehäuses bremt und nach Zündung des Sprengzünders 11 die weist ein Außengewinde 14 auf, so daß der Schutz- zweite Zündschnur 25 durch die Stoßmellen seitens deckel 2, welcher bei diesem Ausführungsbeispiel als dieses Sprengzünders entzündet wird,
zylindrisches Gewindeteil 15 ausgebildet ist, mit 25 Naturgemäß lassen sich die verschiedenen Bestandseinem Innengewinde 16 auf das Gehäuse 4 auf- teile der vorbeschriebenen Vorrichtung in den vergeschraubt werden kann. Das Gewindeteil 15 des schiedensten Formen und Abmessungen herstellen, so Schutzdeckels setzt sich nach oben in eine höhte daß man jeder Einsatzbedingung gerecht werden Kappe 17 fort, welche diametral angeordnete Außen- kann. So lassen sich beispielsweise andere Zündrippen 18 und 19 trägt, die ein Festschrauben bzw. 30 elemente und Befestigungsorgane zwischen den ver-Lösen dieses Schutzdeckels erleichtern. schiedenen Bestandteilen denken als die in der vor-
Am äußersten Ende trägt dieser Schutzdeckel 2 stehenden Beschreibung und der Zeichnung erläuter-
außen an seinem Ende 10 eine Reibzündfläche 20, ten Ausbildungen, wenn auch das vorbeschriebene
welche eine Reibfläche für den Zündsatz 9 bildet, so Ausführungsbeispiel sich besonders bewährt hat.
daß nach Abnahme des Schutzdeckels 2 dieser Zünd- 35 So kann man beispielsweise auch den Zündsatz
satz, d. h. 'er aus dem Ende 8 hervorragende Teil abnehmbar gestalten, so daß er erst kurz vor Benut-
des Zündsatzes 9, mittels dieser Reibfläche wie ein zung eingesetzt wird. Dies erhöht naturgemäß den
Streichholz entzündet werden kann. Sicherheitsfaktor der erfindungsgemäßen Vorrich-
Die Schutzkappe 3 wird bei dem dargestellten Aus- tung. Außerdem kann der Zündsatz auf verschieführungsbeispiel durch ein flaches Teil 21 gebildet, 40 denste Art und Weise ausgebildet werden, und zwar welches eine Aufnahme IL aufweist, deren äußerstes kann er aus einem entflammbaren Material, d. h. Ende ein Gewinde 23 aufweist, se daß die Schutz- einem normalen Zündsatz bestehen oder auch aus kappe auf das mit Gewinde versehene Ende 10 des einer kleinen Sprengladung, die eine Zündpille und Gehäuses 4 aufgeschraubt werden kann. Diece Auf- eine kleine Ladung enthält. Als Werkstoff für das nähme 22 vermag den Sprengzünder 11 einwandfrei 45 Gehäuse und den Schutzdeckel bzw. die Schutzkappe aufzunehmen. Direkt anlegend an diese vorzugsweise läßt sicli naturgemäß jedes geeignete Material verzylindrische Aufnahme 22 ist ein zylindrischer Hohl- wenden, wobei allerdings vorzugsweise aus Gründen raum ausgebildet, dessen Durchmesser annähernd der Sicherheit diese drei Teile aus einem durchsichtigleich dem Außendurchmesser einer Zündschnur 25 gen Kunstharz ausgeführt werden,
ist, deren eines Ende in diesen Hohlraum 24 eingesetzt 50 Es dürfte jtdem Fachmann einleuchten, daß ein und befestigt wird. Dadurch liegt die Zündschnur 75 derartiger Werkstoff für jeden Einsatz besonders ge-In diesem Hohlraum 24 in ganzer Länge am Spreng- eignet ist, da steh hierdurch ein vollkommen dichter zünder 11 an. Die dem Hohlraum 24 gegenüber- Abschluß ergibt, so daß die erfindungsgemäße Vorliegende Seitenwandung der Schutzkappe 3 weist zwei richtung unabhängig von irgendwelchen klimatischen parallele Längsrippen 26 und 27 auf, so daß bei Be- 55 Bedingungen jederzeit betriebsbereit ist und sogar nutzung die ganze Vorrichtung bequem auf eine unter Wasser eingesetzt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

I 2 beeinträchtigen in den Hülsen vorgesehene Löcher, Patentansprüche: die ein Entweichen der Pulvergase nach Einleitung der Zündung ermöglichen, die Lagerhaltung.
1. Zündvorrichtung für Sprengladungen u. dgl., Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine bestehend aus einem einen als Zündschnur aus- 5 Zu -,.!vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung gebildeten Verzögerungssatz bestimmter Länge in einfachster Weise so zu gestalten, daß oei einfachtragenden Rohrelement mit einem an das eine stern Zusammenbau und Aufbau jederzeit entspre-Ende des Verzögerungssatzes anstoßenden Zünd- chend dem jeweiligen Sprengprogramm eine Einstelsatz und einem nahe dem anderen Ende des Ver- lung des Verzögerungssatzes auf unterschiedliche zögerungssatzes angeordneten Sprengzünder, da- io Brenndauer durchführbar ist.
durch gekennzeichnet, daß das Rohrele- Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß das
ment (7) seitlich offen ist und die Zündschnur (12) Rohrelement seitlich offen ist und die Zündschnur
um sein Mittelstück herumgewickelt und mit ihren um sein Mittelstück herumgewickelt und mit ihren
beiden Enden in die beiden Enden des Rohr- beiden Enden in die beiden Enden des Rohrelementes
elementes eingeführt ist, wobei im einen Ende (8) 15 eingeführt ist, wobei im einen Ende der Zündsatz
der Zündsatz (9) untergebracht ist und das andere untergebracht ist und das andere Ende ein Gewinde
Ende (10) ein Gewinde zur Befestigung des zur Befestigung des Sprengzünders aufweist. Um eine
Sprengzünders (11) aufweist. geschützte Lagerhaltung zu ermöglichen, geht ein be-
2. Zündvorrichtung nach Anspruch I, dadurch sonderer Vorschlag der Erfindung dahin, daß die gekennzeichnet, daß die Zündschnur (12) in 20 Zündschnur in einem zylindrischen Gehäuse untereinem zylindrischen Gehäuse (4) untergebracht ist, gebracht ist, durch dessen Stirnseiten die beiden durch dessen Stirnseiten (5, 6) die beiden Enden Enden des Rohrelementes hinausragen, und daß das des Rohrelementes (7) hinausragen, und daß das Gehäuse einen abnehmbaren Schutzdeckel für den Gehäuse einen abnehmbaren Schutzdeckel (2) für Zündsatz mit einer Reibfläche besitzt. Mittels des den Zündsatz (9) mit einer Reibzündfläche (20) 25 Schutzdeckels kann somit zusätzlich der Zündsatz auf besitzt. einfache Weise und ohne besondere Hilfsmittel ge-
3. Zündvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, zündet werden. Ein sicherer Schutz des Sprengzünders dadurch gekennzeichnet, daß auf dem den Spreng- kann dadurch gewährleistet werden, daß auf dem den zünder (11) tragenden Ende ("3) des Rohrelemen- Sprengzünder tragenden Ende des Rohrelementes tes (7) eine abnehmbare Schutzkappe (3) mit einer 30 eine abnehmbare Schutzkappe mit einer Aufnahme Aufnahme (22) für den Spren^-ünder und einem für den Sprengzünder und einem unmittelbar an diese unmittelbar an diese Aufnahme anstoßenden zy- Aufnahme anstoßenden zylindrischen Hohlraum be-Iindrischen Hohlraum (24) befestigt ist und daß festigt ist und daß in diesem zylindrischen Hohlraum in diesen zylindrischen Hohlraum das eine Ende das eine Ende einer dadurch dicht am Sprengzünder einer dadurch dicht am Sprengzünder anliegenden 35 anliegenden Zündschnur etngese\ü ist.
Zündschnur (25) eingesetzt ist. Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind
vor allem darin zu sehen, daß bei einfachem Aufbau eine leichte Montierbarkeit der einzelnen feile der
Zündvorrichtung gewährleistet ist. Es ist eine defi-
Die Erfindung betrifft eine Zündvorrichtung für 40 nierte und geschützte Unterbringung von Zündsatz, Sprengladungen u. dgl., bestehend aus einem einen Verzögerungssatz und Sprengzünder möglich. Insals Zündschnur ausgebildeten Verzögerungssatz be- besondere läßt sich jederzeit die Verzögerung des stimmter Länge tragenden Rohrelement mit einem an Verzögerungssatzes auf einfache Weise entsprechend das eine Ende des Verzögerungssatzes anstoßenden dem vorgesehenen Sprengprogramm auch noch nachZündsatz und einem nahe dem anderen Ende 45 träglich einstellen. Eine Kontrolle des Verzögerungsdes Verzögerungssatzes angeordneten Sprengzünder. satzes ist jederzeit auf einfache Weise durchführbar. Zündvorrichtungen der vorstehend beschriebenen Ferner läßt sich insbesondere nach den besonderer Gattung sind in verschiedenen Ausführungs- Vorschlägen der Erfindung eine geschützte Lagerformen bekannt. Bei einer dieser bekannten haltung verwirklichen.
Zündvorrichtung (vgl. USA.-Patentschrift 2 796 834) 50 Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer ist als Verzögerungssatz ein schraubenlinienförmig lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichausgebildetes Röhrchen mit einer Verzögerungsmasse nung näher erläutert. Es zeigt
eingebaut. Bei einer anderen bekannten Zündvorrich- F i g. 1 die erfindungsgemäße Zündvorrichtung in tung dieser Gattung (vgl. »Sprengstoff und Zündung Explosivzeichnung,
der Sprengschüsse«, 1904. S. 207, Fig. 116) ist eben- 55 Fig. 2 die gleiche Vorrichtung in zusammengebau-
falls als Verzögerungssatz zwischen Zündsatz und tem Zustand,
Sprengzünder ein das zylindrische Gehäuse ausfüllen- Fig. 3 eine Draufsicht auf den Schutzdeckel der
des langsam brennendes Pulver oder ein Stückchen Zündvorrichtung,
Zündschnur vorgesehen. Bei den vorstehend beschrie- Fi g. 4 einen Schnitt durch Fig. 1 in Richtung der
benen bekannten Zündvorrichtungen besteht das Ge- 60 Pfeile IV-IV und
häuse jeweils aus mehreren rohrförmigen bzw. hülsen- F i g. 5 einen Schnitt durch F i g. 2 in Richtung der
förmigen und koaxial zueinander angeordneten EIe- Pfeile V-V.
menten, die durch ringförmig eingebrachte Sicken Bei dem dargestellten Ausfuhrungsbeispiel besteht
miteinander formschlüssig verbunden sind. Eine die erfindungsgemäße Zündvorrichtung aus drei
Änderung der Zünddauer zur Anpassung an das 6s Hauptteilen, und zwar der eigentlichen ZUndvorrich-
Sprengprogramm läßt sich nach dem Verbund der tung !,einem Schutzdeckel 2 und einer Schutzkappe 3.
einzelnen Teile nicht mehr verwirklichen. Der Zu- Die eigentliche Zündvorrichtung 1 weist ein zylindri-
saiKrtienbau ist aufwendig und kompliziert. Ferner sches Gehäuse 4 auf, welches an beiden Stirnseifen S

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