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DE1645380C - Verfahren zur Polymerisation von Vinyl chlond - Google Patents

Verfahren zur Polymerisation von Vinyl chlond

Info

Publication number
DE1645380C
DE1645380C DE1645380C DE 1645380 C DE1645380 C DE 1645380C DE 1645380 C DE1645380 C DE 1645380C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polymer
vinyl chloride
porosity
vinylpyrrolidone
plasticizer
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Alexis Woluwe Saint Lambert Mathieu (Belgien)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Solvay SA
Original Assignee
Solvay SA
Publication date

Links

Description

>2
FUr eine große Zahl von Anwendungen muß Poly- Menge an Weicht$aöhff$i ajjjjqrbjeren, bilden die er-
vinylchlorid vor seinem Einsatz weich gemacht werden, firtdungsgemliß ^h^tejöin ' Polyvinylchloride leicht
Es muß daher eine mitunter erhöhte Menge an Weich- mit den Weichmachen trockene Gemische, die eine
inncher absorbieren -könnten. gute Fließfähigkeit blitzen und sich daher leicht hand-
Im Falle eines durch Polymerisation in wäßriger 5 haben lassen. ,
Suspension erhaltenen Polymerisats, das die Form von Außerdem sind diese Polymerisat-Weichmachcr-Körnem uufweist. ist bekannt, daß die Absorption Gemische sehr homogen und liefern bei ihrem Einsatz des Weichmachers von der Porosität der Körner ab- Endprodukte, wie z. B. Filme, die von größeren Fehhüngig ist. Wenn man wünscht, dall das Polymerisat lern, wie Fischaugen, frei sind,
rasch eine erhebliche Menge an Weichmacher absor- \q In den folgenden Vergleichsversuchen und Beispielen biert, ist es noiwcndig, ein Polymerisat zu verwenden,, ist der Porositätsgrad der Körner des Polymerisats dus die Form von ausreichend porösen Körnern auf« durch die Menge'des von 100g des Polymerisats abweist, sortierten Weichmachers in Gramm ausgedrückt.
Wenn man in wäßriger Suspension in Gegenwart Unter der Menge an absorbiertem Weichmacher von bekannten Suspeiujtonsstabilisatoren arbeitet, ge- »5 wird die Menge verstanden, welche sich nicht vom lingt es nicht, die Polymerisation unter angemessenen Polymerisat trennt, wenn die Mischung mechanischen Bedingungen iu bewirken und dabei gleichzeitig das Behandlungen unterworfen wird. Man benutzt folgen-Polymerisai in der Form von Körnern mit erhöhter des Prüfverfahren. Man setzt zu dem Polymerisat eine Porosität zu erhalten. Manche Suspensionsstabili- erhebliche Menge an Weichmacher in der Gröllensatoren rufen übermüßige Verkrustungen hervor und ao Ordnung von dem 2fachen des benutzten Polymerisatkönnen sogar Veranlassung zu einem Zusammen- gewichts zu. Man bildet dann ein homogenes Gemisch fließen geben. Andere führen zu gefärbten oder ther- und schleudert dieses dann an der Luft während 5 Mimisch instabilen Produkten. nuten in einer Zentrifuge ab, deren Zentrifugalbewe-
Schließlich liefern zahlreiche bekannte Suspensions- gung durch eine Beschleunigung von 100 g charakteri-
stabiliiatoren, wie beispielsweise Polyvinylalkohol und as siert ist. Durch diese Behandlung wird der nicht ab-
die Polymeren von Vinylpyrrolidon oder seine Misch- sorbierte Weichmacher beseitigt. Man wägt dann die
polymeren mit Vinylacetat oder Acryumid, Produkte Mischung aus Polymerisat und Weichmacher und be-
aus dichten und meistens kugeligen Körnern, die nur stimmt so die Menge an absorbiertem Weichmacher, eine ungenügende Porosität für manche Anwendungen
aufweisen. 30 Vergleichsversuch A
Es wurde nun gefunden, daß die Verwendung bestimmter besonderer Mischpolymeren von Vinyl- In einen Autoklav von 5 1 führt man 2800 g desnlpyrrolidon es ermöglicht, alle diese Mängel zu ver- . liertes Wasser, 3 g Polyvinylalkohol und 2 g Lauroylmeiden und unter guten Bedingungen ein Polymerisat peroxd ein. Man evakuiert dann den Autoklav, um den in der Form von Körnern erhöhterer Porosität zu er- 35 größten Teil des vorhandenen Sauerstoffs zu beseitigen, halten. Man fuhrt ύαιίη ■ '.00 g Vinylchlorid ein und erhöht die
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Polymeri- Temperatur im Inneren des Autoklavs unter Ruhr·.*,
sation von Vinylchlorid in wäßriger Suspension in der Reaktionsteilnehmer mit konstanter Gescrrwindig-
Gegenwart von monomerenlöslichen Katalysatoren keit auf 6O0C.
und Mischpolymerisaten aus Vinylpyrrolidon und 40 Nach 9stündiger Reaktion beträgt dc." LV1 * a · Jlungs-
äthylenisch ungesättigten Estern als Su&penbionsstabili- grad des Vinylchlorids zu lJolyv:ny!cfiit>«"i-.i ·.·*'.,';?
satoren, das dadurch gekennzeichnet ist, daß als 90°/0. Das erhaltene Pc!yr:<iais«ii wird gewaschen und
Suspensionsstabilisator ein Mischpolymerisat aus Vi- in gelüftetem Trockenschrank bei 6S0C bis zu kon-
nylpyrrolidon und einem Alkylacrylat, dessen Alkyl- stantem Gewicht getrocknet. Das erhaltene Polymeri-
gruppe mindestens 6 Kohlenstoffatome enthält, ver- 45 sat hat eine solche Porosität, daß es 15 g Dioctylphtha-
wendet wird. lat auf 100 g Polymerisat absorbiert.
Um ein Polymerisat zu erhalten, dessen Körner eine v . . . . „
ausreichend erhöhte Porosität aufweisen, verwendet vergleichsversucn B
man vorzugsweise ein Mischpolymerisat, worin das Man polymerisiert 1500 g Vinylchlorid unter den
Alkylacrylat einen Alkoholrest mit mindestens 8 Koh- so gleichen Bedingungen wie im Vergleichsversuch A mit
lenstoffatomen aufweist. der Abänderung, daß man den Polyvinylalkohol durch
Wenn der erwähnte Alkohol weniger als 6 Kohlen- ein Mischpolymerisat aus 90% Vinylpyrrolidon und
btuffatome enthält, ist die Porosität der Körner des 10°/0 Methylacrylat ersetzt.
Polyvinylchlorids für viele Anwendungen ungenügend. Nach 9stündiger Reaktion beträgt der Umwandlungs- Die vorzugsweise bei dem Verfahren der Erfindung 55 grad etwa 90%· Nach dem Trocknen hat das erhaltene
benutzten Mischpolymeren bestehen aus 70 bis 95% Polymerisat eine solche Porosität, daß es 12,5 gWeich-
Vinylpyrrolidon und 30 bis 5 % eines Alkylacrylats der macher auf 100 g Polymerisat absorbiert,
genannten Art. R ' ' I 1
Die Menge an eingesetztem Suspensionsstabilisator Beispiel
ist nicht entscheidend. Sie übt keinen Einfluß auf die 60 Man polymerisiert 1500 g Vinylchlorid unter den
Porosität der Körner des erhaltenen E'olyvinylchlo- gleichen Bedingungen wie im Vergleichsversuch A mit
rids aus. der Abänderung, daß man den Polyvinylalkohol durch
Die verwendeten monomerenlöslichen Polymeri- ein Mischpolymerisat aus 90% Vinylpyrrolidon und
sationskatalysatoren sind die üblichen, beispielsweise 10% Äthylhexylacrylat ersetzt.
organische Peroxyde, wie Bcnzoylperoxyd oder Lau- 65 Nach 9stündiger Reaktion beträgt der Umwand-
roylperoxyd, oder Katalysatoren von der Art des lungsgrad etwa 90%. Nach dem Trocknen hat das er-
Azodiisobutyronitrils. haltene Polymerisat eine solche Porosität, daß es 22 g Infolge ihms Vermögens, rasch eine erhebliche Weichmacher auf 100 g Polyvinylchlorid absorlbiert.
I 645
Bei spie I?
Man polymerisiert ISOOg Vinylchlorid unter den gleichen Bedingungen wie im Vergleichsversuch A mit der Abänderung, daß man den Polyvinylalkohol durch ein Mischpolymerisat aus 80% Vinylpyrrolidon und 20% Laurylacrylat ersetzt.
N achtstündiger Reaktion betrögt der Umwandlungsgrad ungefähr 90%. Nach dem Trocknen hat das erhaltene Polymerisat eine solche Porosität, daß es 28 g Weichmacher auf 100 g Polymerisat absorbiert.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Polymerisation von Vinylchlorid in wäßriger Suspension in Gegenwart von mono· mercnlösHchen Katalysatoren, und Misohpolymerisaten aus Vinylpyrrolidon und äthylenisch ungesättigten Estern als Suspcnsionsstabilisatorcri, dadurch gekennzeichnet, daß als Suspensionsstabilisator ein Mischpolymerisat aus Vinylpyrrolidon und einem Alkylacrylut, dessen Alkylgruppc mindestens 6 Kohlenstoffatom«) ent· hält, verwendet wird.

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