DE1644364C3 - Monoazoverbindungen. Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zum Färben von Textilgut - Google Patents
Monoazoverbindungen. Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zum Färben von TextilgutInfo
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Description
HO-H2C-H2C-O2S
in der R1 und R2 die in Anspruch 1 angegebenen
Bedeutungen haben, mit einer 1-Hydroxynaphthalinsulfonsäure der Formel
SO3H
3o
SO3H
(IV) in der die Sulfonsäuregruppe sich in den im Anspruch 1 genannten Stellungen befindet, bei
einem pH-Wert von 4 bis 7 kuppelt, worauf die Hydroxylgruppe des /i-Hydroxyläthylsulfonrestes
des Kupplungsproduktes in an sich bekannter Weise mit Schwefelsäure verestert wird, oder
B. ein diazotiertes Amin der Formel
HO-OjS-O-H2C-H2C-Q2S
NH2
R,
in der R1 und R2die im Anspruch I angegebenen
Bedeutungen haben, mit einer 1-Hydroxynaphthalinsulfonsäure der Formel IV bei obengenanntem
pH-Wert kuppelt.
3. Verwendung der Monoazoverbindungen gemäß Anspruch 1 zum Färben von Textilgut.
Es ist bekannt, daß man Monoazoverbindungen mit einem Sulfatoäthylsulfonylrest, z. B. einem Farbstoff
der Formel
OCH3 OH
HO3SO-CH2CH2-O2S
(Π)
SO3H Textilien rot färben kann (vgl. deutsche Patentschrift
9 65 902, Beispiel 38).
Diese Farbstoffe befriedigen jedoch nicht, so daß ein starkes Bedürfnis nach geeigneteren Farbstoffen
zum Färben von Textilien in tiefroten Farbtönen besteht.
Hier setzt die Erfindung ein.
Gegenstand der Erfindung sind wasserlösliche
Gegenstand der Erfindung sind wasserlösliche
45 Monoazoverbindungen der Formel
HO-O2S-O-H2C-H2C-O2S
// V
OH
N=N
SO3H
in der R1 einen Methyl-oder Äthylrest und R2 einen 55 deutungen haben, mit einer 1-Hydroxynaphthalin-Methylrest
bedeutet und die Sulfonsäuregruppe sich sulfonsäure der Formel in den Stellungen 4 und 5 zur Naphtholgruppe befindet
und ein Verfahren zu ihrer Herstellung, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß
A. Ein diazotiertes Amin der Formel
A. Ein diazotiertes Amin der Formel
OH
60
HO-H2C-H2C-O2S
(III)
in der R1 und R2 die vorstehend angegebenen Bein
der die Sulfonsäuregruppe sich in den obengenannten Stellungen befindet bei einem pH-Wert von 4
bis 7 gekuppelt wird, worauf die Hydroxylgruppe des /i-Hydroxyäthylsulfonrestes des Kupplungsproduktes
in an sich bekannter Weise mit Schwefelsäure
verestert wird, oder daß
B. ein diazotiertes Amin der Formel
B. ein diazotiertes Amin der Formel
HO-O2S-O-H2C-H2C-O2S
NH2 (V)
in der R1 und R2 die vorstehend angegebenen Bedeutungen
haben, mit einer 1-Hydroxynaphthalinsulfonsäure
der Formel IV bei obengenanntem pH-Wert gekuppelt wird.
Beispiele für die im erfindungsgerr.äßen Verfahren
zu verwendenden Amine sind 2-Methoxy-5-rnethylaniün-4-ii-hydroxyäthylsulfon,
2-Äthoxy-5-methylanilin - 4 - β - hydroxyäthylsulfon und die Schwefelsäureester
dieser Verbindungen.
Beispiele geeigneter 1-Hydroxynaphthalinsulfonsäuren
sind
1 -Hydroxynaphthalin-4-sulfonsäure und
l-Hydroxynaphthalin-5-sulfonsäure.
l-Hydroxynaphthalin-5-sulfonsäure.
Erfindungsgemäß wird 1 Mol eines Amins der Formel III mit Salzsäure und wäßriger Natriumnitritlösung
in an sich bekannter Weise diazotiert, worauf die so hergestellte Diazoniumsalzlösung in
eine mindestens 1 Mol einer 1-Hydroxynaphthalinsulfonsäure
der Formel IV enthaltende wäßrige Lösung eingetropft wird. Das Reaktionsgemisch wird
dabei durch Zugabe von Natriumcarbonat bei einem pH-Wert von 4 bis 7 gehalten.
Nach beendeter Umsetzung wird das Reaktionsgemisch mit Kaliumchlorid versetzt, wodurch der
Farbstoff kristallin ausgefällt wird. Die Kristalle werden abfiltriert und getrocknet.
Die trockenen Kristalle werden in 100%ige Schwefelsäure eingetragen. Das Gemisch wird so lange
gerührt, bis die Veresterungsreaktion vollständig ist.
Diazotiert man Amine der Formel V und kuppelt die Diazoniumsalze mit einer 1-Hydroxynaphthalinsulfonsäure
der Formel IV, so kann nach der vorstehend beschriebenen Methode gearbeitet werden,
wobei natürlich die an die Kupplungsreaktion anschließende Veresterung entfällt.
Die Kupplungsreaktion wird beim erfindungsgemäßein
Verfahren vorzugsweise bei einem pH-Wert von 4 bis 7 durchgeführt.
Führt man die Kupplungsreaktion bei einem höheren pH-Wert durch, so kann man Farbstoffe,
die zum Färben von Textilien im gewünschten, charakteristisch tiefroten Farbton geeignet sind, kaum
in hoher Reinheit erhalten Die Ursache hierfür ist darin zu sehen, daß, wenn man eine 1-Hydroxyttaphthalinsulfonsäure
als Kupplungskomponente verwen
25 det, die in 4-SteUung keinen Substituenten trägt, bei
höheren pH-Weiten die Kupplung kicht in 4-Stellung
erfolgt öberdies können keine Amine der Formel V, d.h. Amine, die bereits mit Schwefelsäure verestert
sind, verwendet werden, da bei höheren pH-Werten
Verseifung erfolgt. Bei pH-Weiten unter 4 verläuft die Kupplungsreaktion zu langsam.
Die erfindungsgemäß hergestellten Farbstoffe sind neu und können zum Färben von Textilien verwendet
werden, insbesondere solcher aus natürlicher oder regenerierter Cellulose, z. B. Baumwolle, Hanf oder
Kunstseide sowie aus Polyvinylalkoholmaterialien, die sich mit diesen Farbstoffen in einem charakteristischen
tiefroten Farbton einfärben lassen.
Mit den erfmdungsgeaiäß hergestellten Farbstoffen wird in an sich bekannter Weise in Gegenwart säurebindender
Mittel gefärbt, z. B. durch Tauchfärbung,
Klotzen oder Drucken. Die Farbstoffe können auch nach dem Aufdrucken oder Einfärben mit Hilfe säurebindender
Mittel ohne weitere Fixiermittel fixiert werden. Es 1st bemerkenswert, daß mit den erfindungsgemäß
hergestellten Farbstoffen im Vergleich zu den bekannten, vorstehend erwähnten Farbstoffen beim
Färben nach dem Imprägnierverfahren eine höhere Farbausbeute erzielt werden kann.
Die mit den erfindungsgemäß hergestellten Farbstoffen
zu erzielenden Färbungen zeichnen sich durch einen charakteristischen tiefroten Farbton und eine
hohe Wasch-, Licht- und Chlorechtheit aus.
In den folgenden Beispielen beziehen sich alle Angaben in Teilen oder Prozent auf das Gewicht.
In den folgenden Beispielen beziehen sich alle Angaben in Teilen oder Prozent auf das Gewicht.
Ein Gemisch aus 36,8 Teilen 2-Methoxy-5-methylanilin-4-hydroxyäthylsuIfon
und 90 Teilen 100%iger Schwefelsäure wird bei 15 bis 30' C 2 Stunden gerührt
und anschließend auf 270 Teile eines Eis-Wasser-Gemisches ausgegossen, wobei Kristalle ausfallen,
die abfiltriert werden.
Der so hergestellte Ester wird in 350 Teile eines Eis-Wasser-Gemisches gegeben und mit 16 Teilen
Salzsäure und einer wäßrigen Lösung von 8,2 Teilen Natriumnitrit diazotiert.
Die so hergestellte Diazoniumsaizlösung wird in eine Lösung von 34,0 Teilen 1-Hydroxynaphthalin-5-sulfonsäure
in 300 Teilen Wasser eingetropft, die mit 10,2 Teilen Natriumbicarbonat neutralisiert ist,
wobei man das Reaktionsgemisch durch entsprechende allmähliche Zugabe einer wäßrigen Lösung von etwa
20 Teilen Natriumcarbonat bei einem pH-Wert von 6 bis 7 hält.
Nach beendeter Umsetzung wird das Reaktionsgemisch mit 70 Teilen Kaliumchlorid versetzt. Die
ausgefällten Kristalle werden abfiltriert und getrocknet.
Der so hergestellte Farbstoff der Formel
40
OH
HO-O2S-O-H2C-H2C-O2S-X a,
CH3
(VI)
SO3H
färbt Baumwolle in einem brillanten blaustichigroten Farbton mit einer Licht-, Wasch- und Chlorechtheit
win 4 bis 5 oder höher.
10,8 Teile des gleichen Amins wie im Beispiel 1 werden in 100 Teilen eines Eis-Wasser-Gemisches
gelöst, das 5,5 Teile 35%iger Salzsäure enthält. Das
Gemisch wird mit 2,8 Teilen Natriumnitrit in wäßriger Lösung versetzt
Die so erhaltene Diazoniumsalzlösung wird in
eine Lösung von 10,5 Teilen 1-Hydroxynaphthalin-4-sulfonsäure
und 8 Teilen Natriumcarbonat in 100 Teilen Wasser eingetropft, die ständig gekühlt
wird. Nach beendeter Reaktion wird das Reaktionsgemisch mit 20 Teilen Kaliumchlorid ausgesalzen.
Die Kristalle werden abfiltriert und getrocknet.
Die getrockneten Kristalle werden bei 20" C in
100 Teilen 100%igcr Schwefelsäure gelöst
Das Gemisch wird 2 Stunden gerührt und anschließend in 200 Teile eines Eis-Wasser-Gemische-,
gegossen, das anschließend mit 15 Teilen Kaliumchlorid
versetzt wird, wodurch sich Kristalle ausscheiden, die abfiltriert werden.
Der feuchte Filterkuchen wird in 150 Teilen Wasser
gelöst. Der pH-Wert dieser Lösung wird durch Zugabe von wäßriger Natriumcarbonatlösung auf
6 bis 7 eingestellt. Dann wird die Lösung mit 15 Teilen
Kaliumchlorid versetzt, wodurch Kristalle ausgefällt werden, die man abfiltriert und trocknet.
Der so hergestellte Farbstoff hat die Formel
OH
HO-O2S-O-H2C-H2C-O2S
Mit diesem Farbstoff kann Baumwolle in einem leuchtenden, gelbroten Farbton gefärbt werden. Diese
Färbung besitzt Licht- bzw. Waschechtheitswerte von jeweils 5 oder mehr und eine Chlorechtheit von 4 bis 5.
Die im Beispiel 38 der deutschen Patentschrift 9 65 902 beschriebene Monoazoverbindung (Verbindung
A) wurde mit den Monoazoverbindungen der Beispiele 1 und 2 (Verbindungen B und C) verglichen.
Der Farbstoff A hat die folgende Formel:
OCH3
N=N
HO3SOCH2CH2O2S
SO3H
Beispiel 38 des deutschen Patents 9 65 902.
Färbebedingungen
Substrat Mercerisiertes
Baumwollgarn
YYl (VII)
CH3 SO3H
Farbstoffkonzenti ation 2%, bezogen auf das
Gewicht des Garns
Wasserfreies Natriumsulfat 50 g/l
Wasserfreies Natriumsulfat 50 g/l
Trinatriumphosphat 15 g/l
Temperatur 400C
Färbungsdauer 60 Minuten
Flottenverhältnis 1:20
Nach dem Färben wurde das Garn 5 Minuten mit einer wäßrigen Lösung auf 1000C erhitzt und
gewaschen, die 2 g/l eines neutralen Netzmittels enthielt.
Es wurden folgende Ergebnisse erhalten:
ReaktivfarbstoiT
Farbausbeule, %
40,5
60,0
54,4
60,0
54,4
Zur Bestimmung der Farbstoffausbeute wurde der mit dem Garn fixierte Farbstoff mit Schwefelsäure
ausgelaugt und die gelöste Menge an Farbstoff spektrophotometrisch bestimmt.
_ , „ „ Menge des mit dem Garn fixierten Farbstoffes
Farbstoffausbeute, % = 100
Menge des eingesetzten Farbstoffes
In der Färbetafel sind die mit den Farbstoffen A bis C gefärbten Baumwollgarne zusammengestellt.
Claims (2)
1. Monoazoverbindursen der Formel
HO-O2S-O-H2C-H2C-
in der R1 einen Methyl- oder Äthylrest und R2
einen Methylrest bedeutet und die Sulfonsäuregruppe sich in den Stellungen 4 oder 5 zur Naphtholgruppe
befindet.
2. Verfahren zur Herstellung von Monoazoverbindungen
gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man
A. ein diazotiertes Amin der Formel
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP7616665 | 1965-12-10 | ||
| DES0107351 | 1966-12-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1644364C3 true DE1644364C3 (de) | 1977-03-03 |
Family
ID=
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