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DE1644210C - Verfahren zur Herstellung von Pigmentpräparationen von Azofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pigmentpräparationen von Azofarbstoffen

Info

Publication number
DE1644210C
DE1644210C DE1644210C DE 1644210 C DE1644210 C DE 1644210C DE 1644210 C DE1644210 C DE 1644210C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pigment
parts
weight
percent
preparation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Reinhold Dr.; Siply Manfred Dr.; 6233 Kelkheim Deubel
Original Assignee
Farbwerke Hoechst AG, vormals Meister Lucius & Brüning, 6000 Frankfurt
Publication date

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Description

Z_
Die Einarbeitung von organischen Pulverpigmenten ,; Das vorliegende Verfahren bezieht sich auf die
in Polyvinyichloridmassen bereitet in der Praxis noch HerstelJung von Pigmpntpraparauonen von Azq-
immer gewisse Schwierigkeiten. Gründe dqfür sind pigmenten und deren VerlackungsprodUk en, Der
einmal die ungenügende Benetzbarkeit der Pigmente Zusatz der nach dem Verfahren der vorliegenden
im Polymeren, zum anderen die relativ hohen Scher- 5 Erfindung verwendeten Dispersion Kann m einem
kräfte, die zur Zerstörung der vorhandenen Pigment- beliebigen Stadium der Kupplung oder Verlockung
agglomerate notwendig sind, Die Folge davon sind erfolgen. So können die Dispersionen beispielsweise
farbschwache und zum Teil unregelmäßige Ausfär- gleichzeitig mit der Diazokomponente, aber separat,
bungen, der Kupplungskomponente zugefügt werden. Weiter-Mat hat deshalb bereits versucht, Pigmentpräpa- 10 hin kann man die Dispersionen der Fäljsäure, z, B.
rationen herzustellen, in denen die Pigmente in leich- Essigsäure, zugeben, mit der die alkalisch gelöste
ter dispergierbarer Form vorliegen, Solche Präpa- Kupplungskomponente ausgefällt wird. Es ist auch
!_; <ationen lassen sich z. B, durch Emkneten von fein- möglich, den Zusatz der Dispersionen erst tiachFäl-
f"': verteilten Pigmentpulvern in der Hitze in geeignete ' lung der Kupplungskomponente oder aber in einem
rr Trägermaterialien herstellen. Diese Methode erfordert 15 späteren Stadium der Kupplung vorzunehmen, wie
a jedoch einen zusätzlichen apparativen und zeitlichen z. B. während des Aufheizungsprozesses.
f Aufwand. Außerdem besteht die Gefahr der Schädi- Bei der Herstellung verlackter Azofarbstoffe kann
' gung von Trägermaterial und Pigment bei der Hitze- die Zugabe der Dispersion zu jedem Zeitpunkt der
'i behandlung. Verlackungsreaktion vorgenommen werden, erfolgt
;-. Ausgehend vom Pigmentpreßkuchen wird in der 20 aber zweckmäßig vor der Zugabe des Verlackungs-
* britischen Patentschrift 954 938 ein Verfahren zur reagenzes zur Lösung oder Suspension des Alkali-
Herstellung solcher Pigmentkonzentrate beschrieben, salzes der Farbstoffsäure.
bei dem das Pigment in einer wäßrigen Poiyvinyl- Die Dispersionen brechen im Herstellungsprczeß
§ chloriddispersion gemischt und die Dispersion durch der Pigmente bei der Kupplung oder Verlackung,
Erhitzen oder Elektrolytzusatz gebrochen wird. Auch 35 umhüllen die Farbstoffteilchen und erhalten die Fein-
hier muß der Herstellung der Präparation eine Fein- verteilung in der Präparation. Die Isolierung der
verteilung des Pigmentes durch Mahlen vorausgehen. Pigmentpräparationen erfolgt in der für Pigmente
Beide bekannten Verfahren gehen somit vom fer- üblichen Weise durch Absaugen, Waschen und
ι tigen Pigmentfarbstoff aus, der auf Grund der Her- Trocknen.
stellung in einer bestimmten Verteilung vorliegt, die 30 Nach diesem Verfahren lassen sich Pigmentprä- S nur durch zu ätziiche Behandlung in eine anwendungs- parationen von Azopigmenten herstellen, die durch technisch günstigere Form gebracht werden kann. Kupplung der Diazo- bzw. Tetrazoverbindungen von j Es wurde nun gefunden, daß die Herstellung von aromatischen Aminen ohne wasserlöslich machende ! farbstarken, in Polymeren leicht dispergierbaron Gruppen mit den in der Pigmentchemie üblichen '■ Pigmentpräparationen von Azofarbstoffen gelingt, 35 Kupplungskomponenten erhalten werden. Als Kupp-] wenn man bei der Kupplung oder Verlackung stabi- lungskomponenten kommen beispielsweise in Be- ! lisierte, %väßrige Polyvinylchlorid- oder Vinylchlorid- tracht: Naphthole, Hydroxynaphthoesäurearylide, ; Vinylacetat-Copolymerisat-Dispersionen als Träger- Pyrazolone, Acetessigsäureamide u. dgl. Enthalten material in einer Menge von 5 bis 95 Gewichtsprozent, diese Farbstoffe Sulfonsäure- oder Carbonsäuregrupbezogen auf die fertige Pigmentpräparation, zusetzt 40 pen, so können sie mit Erdalkalisalzen in der oben und dann in der für die Herstellung der Pigmente angegebenen Weise verlackt und präpariert werden, üblichen Weise weiterverfährt. Die nach dem Verfahren hergestellten Pigment-Indern man nach dem vorliegenden Verfahren die präparationen besitzen gegenüber den Pulverpigmen-Herstcllung des Pigmentfarbstoffes in Gegenwart ten bei der Polyvinylchlorid-Massefärbung eine deuteines geeigneten Trägermaterials vornimmt, kann 45 Hch verbesserte Dispergierbarkeit. Sie lassen sich man erreichen, daß einmal die beim Herstellungs- unter müden Anreibebedingungen gut und gleichprozeß erzielte feine Pigmentkornverteilung in der mäßig in das polymere Material einarbeiten und er-Präparation erhalten bleibt. Zusätzlich läßt sich geben eine deutlich höhere Farbausbeute im Verdurch geeignete Wahl des Trägermaterials und der gleich zu den entsprechenden Pulverpigmenten.
Reaktionsbedingungen eine für die Präparation opti- so In den nachfolgenden Ausführungsbeispielen bemale Kornverteilung erzielen. Der weitere technische deuten die Teile, sofern nicht ausdrücklich 8" iers Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, daß Pigment angegeben, Gewichtsteile.
Und Präparation in einem Arbeitsgang ohne zusätzlichen apparativen Aufwand erhalten werden. Beispiel 1
Als Trägermaterialien eignen sich für das erfin- 55 Man löst 60 Teile Acetessigsäure-Z.S-dimethoxye dungsgemäße Verfahren besonders wäßrige, stabili- 4-chloranilid in 200 Teilen Wasser und 30 Teilen sierte'Pölyvinylchloriddispersionen von Copolymeri- einer 33gewichtsprozettiigen Natriumhydroxydlösung. t säten aus 30 bis 95 Gewichtsprozent Vinylchlorid Diese Lösung gibt man zu einer Mischung aus und 5 bis 70 Gewichtsprozent Vinylacetat, Die Di- 593,4 Teilen einer wäßrigen, 55gewich(sprozentigen spersionen können durch anionische, fcationische 60 Polyvinylchlöriddispersion, die durch Emulsionspolyoder nichtionogene oberflächenaktive Substanzen rnerisation von Vinylchlorid erhalten wird und die stabilisiert sein. Der Feststöffgehalt der eingesetzten zur Latexstäbilisatiöfl 10 Gewichtsprozent Nonyl-Dispersionen liegt zwischen 30 und 70 Gewichts- phenolglykoläther als ttichtionögenes Verteilungsprozent, vorzugsweise bei 40 bis 50 Gewichtsprozent, mittel enthält, und 418,9 Teilen einer 4,5gewichtsdie Teilchengröße zwischen 0,1 und 10 μ, Die züge- 63 prözentigen wäßrigen Essigsäurelösufig. Zu der so setzte Menge an Trägermaterial beträgt vorzugsweise vorbereiteten Kupplungskomponente tropft man 20 bis 80 Gewichtsprozent, bezogen auf die fertige innerhalb von 2 bis 3 Stunden eine nach bekannter Pigmefltpräparation. Methode aus 25,3 Teilen 2,2'-Dichlorbenzidin her-
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gestellte Tetrazoniumsalzlosung. Das Kupplungsjemisch wird ml 85° C gebeizt und, etwa 15 Minufen bei dieser Temperatur gehalten. Danach wird ,das ausgefallene Produkt abßltriert, neutral gewaschen, bei 60° C getrocknet und in üblicher Weise gemahlen, Man erhält eine Pigmentpräparation mit 20 Gewichtsprozent Pigmentanteil, die sich hervorragend zum Färben von Polyvinylchloridmassen eignet.
Die anwendungstechnische Prüfung der so hergestellten. Pigmentpräparatioa erfolgt durch Einwalzen von 0,2 Teilen Pigmentpräpajration in ein Gemisch aus 2 Teilen Polyvinylchlorid, 1 Teil Weichmacher und 0,015 Teilen Titandioxyd bei 150° C. Die auf diese Weise erhaltenen Färbungen sind im Vergleich zu selchen, die durch Einfärben von Polyvinylchlorid mit 100%igeni Pulverpigment hergestellt werden, gleichmäßiger und deutlich farbstärker.
Beispiel 2
Man arbeitet gemäß Beispiel 1, fällt jedoch zuerst die Kupplungskomponente in der Essigsäure aus und versetzt die Fällung anschließend mit 148,3 Teilen der dort benutzten Polyvinylchloriddispersion. Es wird eine Pigmempräpaiation mit 50 Gewichtsprozent Pigmentfarbstoff erhalten, die ausgezeichnete Polyvinylchloridfärbungen liefert.
Beispiel 3
42 Teile Acetessigsäure-2,4-dimethylanilid werden in 800 Teilen Wasser und 27,2 Teilen einer 33gewichtsprozcntigen Natriumhydroxydlösung gelöst. Anschließend fällt man die Kupplungskomponente mit 21 Teilen Eisessig aus und setzt 167,1 Teile einer wäßrigen, 45gewichtsprozentigen Copolymerdispersion zu, die durch Mischpolymerisation aus 30 Gewichtsprozent Vinylchlorid und 70 Gewichtsprozent Vinylacetat nach dem Emulsionspolymerisationsvcrfahrcn erhalten wird. Zur Stabilisation der Teilchen enthält die Dispersion, bezogen auf Feststoff, 0,4 bis 0,5 Gewichtsprozent polyacrylsaures Natrium. Die Teilchengröße in der Dispersion liegt zwischen 0,8 und 1 μ. Zu der so vorbereiteten Kupplungskomponente tropft man innerhalb von 2 Stunden eine nach bekanntem Verfahren aus 32,2 Teilen 2,2',5,5'-Tetrachlorbenzidin hergestellte Tetrazoniumsalzlösung. Das Kupplungsgemisch wird anschließend auf 98° C erhitzt und 30 Minuten bei dieser Temperatur gehalten. Nach dem Abkühlen auf 700C wird das ausgefallene Produkt abfiltriert, neutral gewaschen, bei 60° C getrocknet und in üblicher Weise gemahlen. Man erhält eine Pigmentpräparation mit 50 Gewichtsprozent Pigmentanteil, die farbstarke Polyvinylchloridfärbungen ergibt.
Beispiel 4
Man stellt nach der üblichen Methode aus 17,3 Teilen Örthanilsäure eine Diazotüumsalzlösung her und läßt diese innerhalb 1 Stunde zu einer Kupplungskomponente tropfen, die durch Lösen von 37 Teilen 2-Hydroxy-3-na{)hthoesäure-(4''Sulfonsäure)'anilid (Natrtumsalz) in 300 Teilen Wasser und 12,2 Teilen einer 33gewlcht«prozentigen Natriumhydröxydlösung sowie 11 Teilen calc, Soda erhalten worden ist- Das gebildete Farbstoffsalze wird mit 180 Teilen Natriumchlorid ausgesalzen und abflltriert. Der feuchte Preßkuchen wird in 1100 Teilen Wasser, in Gegenwart von 40 Teilen des Natriumsalzes des Kondensationsprodwktes aus ölsäure und N-Methyl-aminoessigsäure, unter Erhitzen auf 850C gelöst. Dazu gibt man 140 Teile einer wäßrigen, 45gewichtsprozentjgen Copolymerdispersion, die durch Mischpolymerisation aus 60 Gewichtsprozent Vinylchlorid und 40 Gewichtsprozent Vinylacetat erhalten wird. Die Teilchengröße der Dispersion
ίο liegt unter 0,5 μ; ihr pH-Wert beträgt etwa 4. Zur Verlackung des Farbstoffes läßt man eine Lösung ,von 26 Teilen Bariumchlorid in 100 Teilen Wasser - innerhalb von etwa 5 Minuten zulaufen. Das ent- ; standene Produkt wird abfiltriert, gewaschen, bei
15^6O0C getrocknet und wie üblich gemahlen. Man erhält eine Pigmentpräparalion mit 50 Gewichtsprozent Pigmentfarbstoff, du- sich zum Färben von Polyvinylchloridmassen hervorragend eignet.
ao Beispiel 5
Werden die Versuchsbedingungen gemäß Beispiel 4 dahingehend abgeändert, daß man die genannte Dispersion gleichzeitig, jedoch getrennt, mit dem Verlackunj?sreagenz dem Farbstoffällbad zusetzt, so erhält man nach der dort angegebenen Aufarbeitung eine entsprechende Pigmentpräparation.
Beispiel 6
Die für die Herstellung des Pigments benötigte Kupplungskomponente wird durch Lösen von 37,2 Teilen l-(p-Tolyl)-3-methylpyrazolon-(5) in 700 Teilen Wasser und 24,5 Teilen einer 33gewichtsprozentigen Natriumhydroxydlösung und anschließende Ausfällung mit 46 Teilen einer 5n-Salzsäure erhalten. Zu der so vorbereiteten Kupplungskomponente gibt man 143 Teile der «;i Beispiel 4 genannten Copolymerdispersion. Nun läßt man innerhalb von 2 Stunden, in Gegenwart eines der üblichen Puffersysteme (pH 4 bis 7,5), eine nach bekannter
Methode aus 22 Teilen o-Dianisidin hergestellte Tetrazoniumsalzlösung zutropfen. Das Kupplungsgemisch wird anschließend auf 98 bis 100° C erhitzt und 1 Stunde bei dieser Temperatur gehalten. Nach dem Abkühlen wird der gebildete Farbstoff abfiltriert, gewaschen, bei 60° C getrocknet und in bekannter Weise gemahlen. Man erhält eine Pigmentpräparation mit 50 Gewichtsprozent Pigmentanteil. Diese eignet sich ausgezeichnet zum Färben von Polyvinylchlorid.

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Pigmentpräparationen von Azofarbstoffen, dadurch
gekennzeichnet, daß man bei < 'τ Kupplung oder Verlackung stabilisierte, wäßn, Polyvinylchlorid·* oder Vinylchlorid-Vinylacuat-Copolymerisat-Dispersiöüen als Trägermaterial in einer Menge von 5 bis 95 Gewichtsprozent» bezogen
6ü auf die fertige Figmentpräparation, zusetzt und dann in der für die Herstellung der Pigmente üblichen Weise Weiterverfährt.
2, Verfahren nach Artspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Trägermaterial in
Cj Mengen von 20 bis 80 Gewichtsprozent, bezogen auf die fertige Pigmentpräparation, einsetzt.

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