[go: up one dir, main page]

DE1643741A1 - Verfahren zur Herstellung von Propionsaeure-3,4-dichloranilid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Propionsaeure-3,4-dichloranilid

Info

Publication number
DE1643741A1
DE1643741A1 DE19681643741 DE1643741A DE1643741A1 DE 1643741 A1 DE1643741 A1 DE 1643741A1 DE 19681643741 DE19681643741 DE 19681643741 DE 1643741 A DE1643741 A DE 1643741A DE 1643741 A1 DE1643741 A1 DE 1643741A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
propionic acid
dichloroaniline
dichloroanilide
reaction
thionyl chloride
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19681643741
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Dr Hertel
Helmut Dr-Ing Schlecht
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Publication of DE1643741A1 publication Critical patent/DE1643741A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides
    • C07C233/01Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms
    • C07C233/02Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms having nitrogen atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to carbon atoms of unsubstituted hydrocarbon radicals

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Badische Anilin- & Soda-Fabrik AG
Unser Zeichen: O.Z. 25 360 Ste/Do Ludwigshafen (Rhein), 16. Jan. 1968
Verfahren zur Herstellung von Propionsäure-3,4-diohloranilid
Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Her- " stellung von Propionsäure-3,4-dichloranilid durch. Umsetzung von 3,4-Dichloranilin mit Propionsäure und Thionylchlorid.
Propionsäure—3,4-dichloranilid ist bekanntlich ein wertvoller herbizider Wirkstoff, welcher in großtechnischem Maßstab hergestellt wird. Es sind bereits eine Reihe von Verfahren zur Herstellung dieser Verbindung bekannt. Die gebräuchlichsten Verfahren zur Herstellung von Propionsäure-3,4-dichloranilid bestehen in der Umsetzung von 3,4-Dichloranilin mit Propionylchlorid. Diese | Verfahren haben jedoch den Nachteil, daß der bei der Umsetzung entstehende Chlorwasserstoff entweder durch überschüssiges 3,4-Dichloranilin oder durch andere basische Stoffe wie Triäthylamin oder Natriumcarbonat gebunden werden muß. Außerdem erfordern diese Verfahren die Verwendung von lösungsmitteln. Aus der österreichischen Patentschrift 230 881 ist es ferner bekannt, Propionsäure-3, 4-dichloranilid herzustellen, indem man zur Lösung von 3,4-Dichloranilin und Propionsäure in Chlorbenzol überschüssiges Thionylchlorid zutropfen läßt. Bei diesem Verfahren scheidet sich 712b/67 - 2 -
1 09827/ 184 1
- ? - O.Z. 25 360
während der Umsetzung zunächst festes 3,4-Dichloranilin-hydrochlorid ab, das sich, aus dem entstehenden Chlorwasserstoff und roch, nicht umgesetztem 3,4-Dichloranilin bildet. Wegen des ausfallenden Hydrochloride sind verhältnismäßig große Mengen an Verdünnungsmittel erforderlich, um die Reaktionsmischung rührbar zu halten und die Reaktion zu Ende zu führen. Erst im weiteren Verlauf der Umsetzung wird auch das ausgefallene Hydrocb.lorid zum Anilid umgesetzt, wodurch die Mischung wieder leichter bewegt werden kann. Aber selbst bei Verwendung größerer Lösungsmittelmengen bilden sich an der Wandung des Reaktionsbehälters.leicht störende Krusten aus.
Wegen der Verwendung einer verhältnismäßig großen Verdünnungsmittelmenge, die bei der Aufarbeitung aufwendig entfernt und wiedergewonnen werden muß, erfordert das Verfahren hohe Kosten. Es bestand daher Bedarf an einem Verfahren zur Herstellung von Propionsäure-3,4-dichloranilid, das sich bei mindestens gleichem technischem Erfolg einfacher und mit geringeren Kosten ausführen läßt.
Es wurde nun gefunden, daß sich. Propionsäure-3,4-dichloranilid durch Umsetzung von 3,4-Dichloranilin mit Propionsäure und Thionyl· Chlorid vorteilhaft herstellen läßt, wenn man 3,4-Dichloranilin und Thionylchlorid in Abwesenheit eines Lösungsmittels und bei Temperaturen zwischen 40 und 1200C gleichzeitig zur Propionsäure zugibt, wobei man Propionsäure und Thionylchlorid im Molverhältnis von etwa 1:1 und in Mengen anwendet, d^'e, bezogen auf das 3,4-Dichloranilin, zwischen der stöchiometrischen Menge und einem unge-
- 3 109827/1841
- 3 - 16437Λ1 ο.ζ.25 36ο
fähr 20$igen Überschuß liegen.
Bei praktisch quantitativer Ausbeute wird nach, dem neuen Verfahren im Vergleich zu bekannten Verfahren eine wesentlich verbesserte Raum-Zeit-Ausbeute erzielt. Bei der Arbeitsweise nach, der Erfindung fällt überraschenderweise kein Hydrochlorid aus, so daß das Reaktionsgemisch während der gesamten Umsetzung flüssig und damit leicht rührbar bleibt.
Es war weiter überraschend, daß bei dem Verfahren nach, der Erfindung praktisch keine Nebenprodukte gebildet werden, da aus Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, Band 24 (1891), Seiten 745-757 bekannt ist, daß Thionylchlorid mit Anilin oder substituierten Anilinen in Gegenwart eines Lösungsmittels wie Benzol oder Äther je nach dem Verdünnungsgrad mehr oder weniger heftig unter Bildung von Thionylaniliden reagiert. Es mußte daher erwartet werden, daß bei der Umsetzung von Thionylchlorid mit 3,4-Dichloranilin, insbesondere in Abwesenheit eines inerten Lösungsmittels, in erheblichem Maße 3>4-Dichlorthionylanilin entstehen würde.
Das Verfahren nach der Erfindung wird bei Temperaturen zwischen 40 und 1200C, vorzugsweise zwischen 70 und 1000C, ausgeführt. Man arbeitet im allgemeinen unter Atmosphärendruck. Die Umsetzung nimmt je nach der Reaktionstemperatur im allgemeinen zwei bis fünf Stunden in Anspruch.
- 4 109827/ 1841
Das 3,4-Dich.loranilin wird vorzugsweise in geschmolzenem Zustand zur Reakti onsmi sch.ung zugegeben. Man leitet das flüssige 3,4-Dich.loranilin zweckmäßig direkt in die Reaktionsmisdrang ein, z.B. indem man ein Zulauf rohr benutzt, das in die Reaktionsmischung eintaucht. Hierdurch, wird verhindert, daß das Ausgangsanilin im Gasraum über dem Reaktionsgemisch, mit Chlorwasserstoff in Berührung kommt und im Zulaufrohr Verstopfungen durch, entstehendes 3,4-Dicb.loranilin-h.ydroeb.lorid auftreten. Um die vollständige Umsetzung des 3,4-Dichloranilins zu erreichen, werden Propionsäure und Thionylchlorid in einem Überschuß von vorzugsweise 10 bis 20 io zugegeben.
Nach, beendeter Reaktion ist es vorteilhaft, die Reaktionsmischung für kurze Zeit, z.B. für 10 Minuten, auf Temperaturen zwischen vorzugsweise 100 und 140 C zu erhitzen und dabei gleichzeitig verminderten Druck, z.B. 50 Torr, anzuwenden. Hierdurch werden noch vorhandene Ausgangsstoffe sowie noch, vorhandene Reste an Schwefeldioxid und Chlorwasserstoff entfernt. Das nach dem Abkühlen erhaltene Produkt kann ohne weitere Reinigung als Herbizid verwendet werden.
Beispiel 1
In einem mit Rückflußkühier versehenen Rührkessel werden 533 Gewichtsteile Propionsäure vorgelegt und auf 900C erwärmt. Innerhalb von fünf Stunden läßt man gleichzeitig 857 Gewichtsteile Thionylchlorid und 972 Gewichtsteile geschmolzenes 3,4-Dichloranilin zufließen, wobei man für die Zuführung eLes 3,4-Dicii.lor-
1 0 9 8 2 7 / 1 8 U 1
anilins ein in die Reaktionsmischung eintauchendes Zulaufrohr benutzt, durch welches zusammen mit dem Anilin über einen seitlich angebrachten Stutzen Stickstoff geleitet wird. Unter kräftiger Chlorwasserstoff- und Schwefeldioxid-Entwicklung findet die Reaktion statt, wobei das Reaktionsgemisch während der gesamten Umsetzungsdauer homogen flüssig bleibt. Fach Beendigung des Zulaufs wird noch eine Stunde bei 950C nachgerühmt. Anschließend wird bei einem Druck von etwa 50 Torr die Temperatur für etwa 20 Minuten auf 1300C erhöht. Danach wird die Schmelze auf 900C abgekühlt und in Wannen abgelassen. Fach dem Erstarren erhält man 1 300 Gewichtateile Propionsäure-3,4-cLiehloranilid (99 der Theorie) mit dem Schmelzpunkt von 85 bis 900C. Das Produkt läßt sich infolge seiner kristallinen Beschaffenheit leicht zerkleinern.
1 09827/184 1

Claims (1)

  1. Patentanspruch.
    Verfahren zur Herstellung von Propionsäure-^^-dichloranilid durch. Umsetzung von 3,4-Dichloranilin mit Propionsäure und Thionylchlorid, dadurch, gekennzeichnet, daß man 3,4-Di chlor anilin und Thionylchlorid gleichzeitig in Abwesenheit eines Lösungsmittels und bei Temperaturen zwischen 40 und 1200C zur Propionsäure zugibt, wobei man Propionsäure und Thionylchlorid im Molverhältnis von etwa 1:1 und in Mengen anwendet, die, bezogen auf das 3,4-Dichloranilin, zwischen der stöchiometrischen Menge und einem ungefähr 20$igen Überschuß liegen.
    Badische Anilin- & Soda-Eabrik AG
    109827/1841
DE19681643741 1968-01-17 1968-01-17 Verfahren zur Herstellung von Propionsaeure-3,4-dichloranilid Pending DE1643741A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB0096249 1968-01-17

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1643741A1 true DE1643741A1 (de) 1971-07-01

Family

ID=6988594

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19681643741 Pending DE1643741A1 (de) 1968-01-17 1968-01-17 Verfahren zur Herstellung von Propionsaeure-3,4-dichloranilid

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1643741A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2341560A1 (fr) * 1976-02-20 1977-09-16 Bayer Ag Procede de preparation de 3,4-dichloranilide d'acide propionique

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2341560A1 (fr) * 1976-02-20 1977-09-16 Bayer Ag Procede de preparation de 3,4-dichloranilide d'acide propionique

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2855764C2 (de)
DE1618207C (de)
DE1643741A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Propionsaeure-3,4-dichloranilid
DE4200512C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Halogenanthranilsäuren und aromatische Bromverbindungen als Vorstufen
DE1082907B (de) Verfahren zur Herstellung von 2, 5-diarylamino-3, 6-dihydro-terephthalsaeureestern
DE2648054C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Dichlornitroanilinen
EP0173201B1 (de) Verfahren zur Herstellung aromatischer Bromverbindungen
DE2814860A1 (de) Verfahren zur herstellung von aromatischen aminen
DE1618207B2 (de) Verfahren zur herstellung von alphachloracetessigsaeure-monoalkylamiden
DE2645544A1 (de) Herstellung von alpha-amino-gamma- methylmerkaptobutyronitril
DE1518417A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Bis (aminophenyl)methan
DE2202204A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von 2-mercaptobenzimidazol
DE1568629C3 (de) Verfahren zur Herstellung von organischen Isocyanaten
DE2000509C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 1-(N-Cyanoäthylamino)-benzolen
AT210885B (de) Verfahren zur Herstellung der neuen 3,4-Dichloranilide der Propion-, Isobutter- und α-Methylvaleriansäure
EP0014835B1 (de) Bis-(brom- und chlor-substituiertes propenyl)-äther, Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung bei der Herstellung von Trichloracrolein
AT227254B (de) Verfahren zur Herstellung von 2, 3, 6-Trichlorbenzonitril und 2, 3, 6-Trichlorbenzoesäure
CH633765A5 (en) Process for the preparation of o-substituted benzal bromides and benzyl bromides
CH630593A5 (de) Verfahren zur herstellung von 4-brom-2-chlorphenol.
DE929192C (de) Verfahren zur Herstellung von am Stickstoffatom acylierten oder sulfonylierten aliphatischen Aminocarbonsaeureamiden
AT274790B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen N-(Hydroxycyclohexyl)-halogen-aminobenzylaminen und deren Säureadditionssalzen
DE1518677A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Dihalogenkohlenwasserstoffen
DE2049055B2 (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Brom-23-dichlorphenol
AT239243B (de) Verfahren zur Herstellung von 2, 3-Dicyan-1, 4-dithia-anthrahydrochinon und -anthrachinon
DE2734809A1 (de) Verfahren zur herstellung von 2,3- dichlor-1-(c tief 1-7 )-alkoxybenzolen