[go: up one dir, main page]

DE1643482B2 - Dithiophosphorigsäureester, deren Herstellung und Verwendung - Google Patents

Dithiophosphorigsäureester, deren Herstellung und Verwendung

Info

Publication number
DE1643482B2
DE1643482B2 DE1643482A DE1643482A DE1643482B2 DE 1643482 B2 DE1643482 B2 DE 1643482B2 DE 1643482 A DE1643482 A DE 1643482A DE 1643482 A DE1643482 A DE 1643482A DE 1643482 B2 DE1643482 B2 DE 1643482B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solution
reaction
acid esters
benzene
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE1643482A
Other languages
English (en)
Other versions
DE1643482A1 (de
DE1643482C3 (de
Inventor
Herbert F Jung
Shigeo Kishino
Shimpei Kuyama
Hans Scheinpflug
Gerhard Schrader
Yasuo Yamada
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer CropScience KK
Original Assignee
Nihon Tokushu Noyaku Seizo KK
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Nihon Tokushu Noyaku Seizo KK filed Critical Nihon Tokushu Noyaku Seizo KK
Publication of DE1643482A1 publication Critical patent/DE1643482A1/de
Publication of DE1643482B2 publication Critical patent/DE1643482B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1643482C3 publication Critical patent/DE1643482C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/06Phosphorus compounds without P—C bonds
    • C07F9/16Esters of thiophosphoric acids or thiophosphorous acids
    • C07F9/201Esters of thiophosphorus acids
    • C07F9/205Esters of thiophosphorus acids with hydroxyaryl compounds
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N57/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic phosphorus compounds
    • A01N57/10Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic phosphorus compounds having phosphorus-to-oxygen bonds or phosphorus-to-sulfur bonds
    • A01N57/14Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic phosphorus compounds having phosphorus-to-oxygen bonds or phosphorus-to-sulfur bonds containing aromatic radicals

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

2. Verfahren zur Herstellung von Dithiophos- 15 phorigsäureester der allgemeinen Formel
RO
in der R eine Alkylgruppe mit 2 oder 3 Kohlenstoff- 15 atomen bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise ein Phosphorigsäureesterdihalogenid der allgemeinen Formel
RO
Hai
Hal
Trockenfaule oder Brand (Hypochnus sasakü), d. h. von erheblichen Reiserkrankungen, die bisher auftraten, wurden Verbindungen, wie Phenylquecksilberacetat und Metallsalze von Methylarsensäure od. dglin großem Ausmaß auf Grund von deren überlegenen fungiciden Wirksamkeit und aus wirtschaftlichen Gründen verwendet
Später wurde jedoch festgestellt, daß die Anwendung von organischen Quecksilberverbindungen auf Reispflanzen in deren Wachstumszustand einen nachteiligen Einfluß auf die Volksgesundheit infolge ihrer unmittelbaren Toxicität und ihrer indirekten Resttoxicität gegenüber dem menschlichen Körper ausübt. Daher war die Entwicklung von Chemikalien für landwirtschaftliche Zwecke, die diese für Mensch und Tier schädlichen Schwermetalle nicht enthalten, und die gegenüber den vorstehend angegebenen Reiserkrankungen wirksam sind und billig sind, von erheblichem technischem Interesse. Bei Prüfung der biologischen Aktivität von verschiedenen organischen Phosphorigsäureestern zur Lösung des vorstehend geschilderten Problems wurde gefunden, daß bestimmte neuartige organische Phosphorigsäureester als fungicide Mittel für Landwirtschafts- und Gartenbauzwecke wirksam sind, obgleich sie mit Bezug auf ihre insectieiden Wirkungen schlechter sind, und insbesondere wurde gefunden, daß diese eine ausgezeichnete Wirksamkeit gegenüber den Hauptreiserkrankungen, wie Brand oder Mehltau, Brown-Flecken (Cochliobolus miyabeanus) und Blattscheidenzerstörung durch Trokkenfäule, aufweisen.
Gemäß der Erfindung werden Dithiophosphorigsäureesler der allgemeinen Formel
worin R die vorstehend angegebene Bedeutung besitzt und Hai ein Halogenatom darstellt, mit einer Verbindung der allgemeinen Formel
35 RO-P
MS
40
geschaffen, in der R eine Alkylgruppe mit
umsetzt, in der M ein Wasserstoffatom oder ein 3 Kohlenstoffatomen bedeutet.
Alkalimetall bedeutet. Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung
3. Verwendung von Dithiophosphorigsäureester 45 von Dithiophosphorigsäureester der allgemeinen der allgemeinen Formel Formel
RO-P
50 RO-P
in der R eine Alkylgruppe mit 2 oder 3 Kohlen- 55
Stoffatomen bedeutet, als Fungizid in Mengen in der R eine Alkylgruppe mit 2 oder 3 Kohlenstoff-
von 25 bis 100 g je 10 Ar, bezogen auf den aktiven atomen bedeutet, ist dadurch gekennzeichnet, daß
Bestandteil, zur Behandlung von Brand (Piricuraiia cryzae), Brown-Fleckenbildung (Cochliobolus miyabeanus) und Biattscheidentrockenfäule 60 {Hypochnus sasakü) von Reispflanzen.
man in an sich bekannter Weise ein Phosphorigsäureesterdihalogenid der allgemeinen Formel
RO-P
Hai
Hal
Die Erfindung betrifft bestimmte Dithiophosphorig- 65 säureester, deren Herstellung und Verwendung.
Zur Bekämpfung von Bfand oder Mehltau (Piri- worin R die vorstehend angegebene Bedeutung besitzt curalia cryzae) und Blattscheidenzerstörung durch und Hai ein Halogenatom darstellt, mit einer Verbin-
dung der allgemeinen Formel
umsetzt, in der M ein Wasserstoffatom oder ein Alkalimetall bedeutet.
Erfindungsgegenstand ist auch die Verv/endung von Dithiophosphorigsäureester der allgemeinen Formel
RO-P
in der R eine Aikylgruppe mit 2 oder 3 Kohlenstoffatomen bedeutet, als Fungizid in Mengen von 25 bis 100 g je 10Ar, bezogen auf den aktiven Bestandteil, zur Behandlung von Brand (Piricuralia cryzae),Brown-FleckenbildungiCochliobolus miyabeanus) und Blattscheidentrockenfäule (Hypochnus sasakii) von Reispflanzen.
In der nachstehenden Tabelle sind Beispiele für die gemäß der Erfindung verwendeten Verbindungen aufgeführt.
Verbindung Nr.
Tabelle 1 Strukturformel
s-
C2H5O- P
n- (oder i-)
C3H7O-P-
-•
Chemische Bezeichnung
O-Äihyl-S.S-diphenyldithiophosphu
O-n- (oder
iso)-Propyl)-
S.S-diphenyl-
dithio-
phDsphit
Die vorstehend angegebene Umsetzung kann gegebenenfalls in Anwesenheit eines organischen Lösungsmittels ausgeführt werden. Vorzugsweise wird jedoch die Umsetzung unter Erhitzen ausgeführt.
Die als Ausgangsstoffe eingesetzten Phosphorigsäureesterdihalogenide werden in an sich bekannter Arbeitsweise unter Verwendung des entsprechenden Alkohols und von Phosphortrichlorid mühelos synthetisiert. Als Ausgangsverbindungen eignen sich beispielsweise Phosphorigsäure-O-äthylesterdichlorid, Kp.: 54 bis 60°C/100 mm Hg, Phosphorigsäure-O-propylesterdichlorid, F: 143 bis 145° C.
Die Umsetzung kann unter Anwendung eines üblicherweise verwendeten Säurebindemittels, z. B. einer organischen Bas.e, wie Triäthylamin, Benzyldimethylamin und Pyridin, oder einer anorganischen Base, wie Natriumcarbonat, Kaliumcarbonat, Natriumbicarbonat oder Kaliumbicarbonat, ausgeführt werden. Wenn als Reaktionskomponente ein Thiophenol, in welchem M ein Wasserstoffatom bedeutet, verwendet wird, ist die Anwendung eines säurebindenden Mittels zweckmäßig und empfehlenswert.
Die Umsetzung kann normalerweise bei einer Temperatur innerhalb des Bereichs von 0 bis 80 C
S ausgeführt werden, wobei es jedoch auch möglich ist, gewünschtenfalls die Reaktion bei einer oberhalb oder unterhalb von dem angegebenen Bereich liegenden Temperatur auszuführen.
Bei Verwendung eines organischen Lösungsmittels
to als Reaktionsmedium kann ein Lösungsmittel, beispielsweise Kohlenwasserstoff (Benzol, Xylol, Hexan), chlorierter Kohlenwasserstoff, Äther oder Keton, verwendet werden.
Die Reaktionsdauer wird zweckmäßig in Abhängigkeit von der Reaktionstemperatur, den Reaktionskomnonenten und anderen Reaktionsbedingungen geändert, wobei jedoch gewöhnlich eine Dauer von 1 bis 10 Stunden ausreichend ist
Erforderlichenfalls kann die Umsetzung in einem Stickstoffgasstrom ausgeführt werden.
Nach Vervollständigung der Umsetzung kann das Produkt durch Abfiltrieren der erzeugten Salze, weiteres Waschen des Filtrats mit Wasser oder einer wäßr'gen Carbonsäurelösung und Trocknen mit wasserfreiem Natriumsulfat und anschließendes Entfernen des Lösungsmittels erhalten werden, worauf das Produkt erforderlichenfalls gereinigt wird.
Die Verbindungen gemäß der Erfindung, die nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren erhalten werden, sind ölige oder feste Substanzen, die im allgemeinen in Wasser unlöslich sind, jedoch in organischen Lösungsmitteln, z. B. Alkohol, Benzol, Xylol. Hexan. Äther, Keton, chloriertem Kohlenwasserstoff oder Kohlenwasserstoff, löslich sind. Wenn sie zur Anwendung gelangen, können sie nach verschiedenen Arbeitsweisen, die im Bereich der Landwirtschaft und des Gartenbaus bekannt sind, verwendet werden
Wenn nämlich die Verbindungen gemäß der Erfindung als Fungicide für Landwirtschafts- und Gartenbauzwecke zur Anwendung gelangen, werden sie direkt mit Wasser verdünnt oder in Vermischung mit Trägern oder nach überführung in einen Ansatz von benetzbaren Pulvern, emulgierbaren Konzentraten, Stäuben, Körnern oder Pasten nach de- für gewöhnliche Landwirtschaftschemikalien allgemein verwendeten Arbeitsweisen eingesetzt. Beispiele für feste Träger sind inaktive Materialien, wie Talk, Ton, Kaolin, MontmoriUonit, Diatomeenerde, Calciumcarbonat. Als flüssige Träger können sowohl Lösungsso mittel als auch Nichtlösungsmittel, die den aktiven Bestandteil dispergieren oder auflösen, mittels Hilfsmittel, verwendet werden, z. B. Alkohol. Benzol, Xylol, Dimethylnaphthalin, aromatisches Schwerbenzin, Dimethylformamid, oberflächenaktive Mittel.
Zur Sicherstellung ihrer Wirksamkeit können sie in Vermischung mit derartigen Hilfsstoffen.die für Chemikalien für Landwirtschaftszwecke im allgemeinen verwendet werden, wie Zerstäubungs- oder Streumittel, Emulgiermittel, Netzmittel, Klebemittel, aufgebracht werden.
Bei der Anwendung der Fungicide gemäß der Erfindung kann im Falle eines Pulvermaterials dieses unmittelbar auf die Blätter oder Stämme der Pflanzen aufgestäubt werden, oder es können die Samen damit
behandelt werden, und im Falle von Emulgiermittelkonzentraten können diese mit Wasser auf eine geeignete Konzentration verdünnt und auf die Blätter und Stengel von Pflanzen durch Aufsprühen mit
einem Zerstäuber aufgebracht werden, und im Falle von benetzbaren Pulvern können diese durch Zerstäuben in Fenn einer Suspension mit einer geeigneten Konzentration in Wasser zur An*vendung gelangen, und im Falle einer körnigen Mischung kann diese *> auf den Boden als solche gestreut werden.
Die Fungicide gemäß der Erfindung werden in einem Verhältnis von 25 g bis 10Qg, vorzugsweise 40 g bis 100 g, insbesondere 60 g bis 80 g, der aktiven Bestandteile je 10 Ar verwendet Die zur Anwendung gelangenden Mengen werden in geeigneter Weise in Abhängigkeit von der Art der aktiven Bestandteile, der Anwendungsmethode, der Anwendungsdauer, dem Zweck der Anwendung oder der Zusammensetzung der Fungicide geändert
Im Gegensatz zu den gebräuchlichen Fungiciden, die bisher zur Bekämpfung der meisten wichtigen Erkrankungen von Reispflanzen angewendet wurden und den ernsthaften Nachteil aufweisen, daß sie einen schlechten Einfluß bezüglich der direkten und indirektcn Toxicität auf Mensch und Tier infolge des Gehalts von Schwermetallen, wie Quecksilber und Arsen, ausüben, wird wie vorstehend bereits beschrieben bei den Fungiciden gemäß der Erfindung dieser Nachteil oder Mangel infolge der schädlichen Schwermetalle vollständig überwunden, und überdies besitzen sie ausgezeichnete fungicide Wirkungen gegenüber Reiskrankheiten, insbesondere Brand, Braunfleckenbildung und Blattscheidenfleckenbildung.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand von Beispielen näher erläutert.
Beispiel 1
C2H5O-P
Ein Lösungsgemisch aus 22 g Thiophenol, 20 g Triäthylamin und 100 ml Benzol wird tropfenweise in eine Lösung zugegeben, in welcher 14,7 g Phosphorigsäure-O-äthylesterdichlorid in 200 ml Benzo! bei 10 bis 15° C gelöst sind. Nach Beendigung des Zutropfens wird während weiterer 3 Stunden bei 10" C gerührt, und das gebildete Aminsalz wird abfiltriert. Das Filtrat wird mit Wasser gewaschen und 2mal mit l%iger wäßriger Natriumcarbonatlösung 2mal gewaschen und mit wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Nach Abdestillation des Benzols und Trocknung unter einem verringerten Druck (0,05 mm Hg) bei 100cC werden 26,5 g hellgelbes und öliges O-Äthyl-S,S-diphenyldithiophosphh erhalten.
von 100 ml Benzol, worin 150 g Phosphorigsäure-O-äthylesterdichlorid gelöst sind, tropfenweise bei 0 bis 5 C allmählich unter Rühren zugegeben. Nachdem die Reaktionsmischung während mehr als 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt wurde, wrd sie mit Eiswasser gewaschen, und die Benzollösung wird abgetrennt. Nach Trocknung der organischen Schicht über wasserfreiem Natriumsulfat und Abdestillation des Lösungsmittels unter verringertem Druck werden 265 g (90% der Theorie) von hellgelbem wasserunlöslichem und öligem O-Äthyl-S^-diphenyldithiophosphit, Kp.: 134°C (0,01 mm Hg), erhalten.
Beispiel 3
C2H5O-P,
13,2 g des Natriumsalzes von Thiophenol werden in 200 ml Methyläthylketon eingebracht. Zu dieser Lö«ung werden 7,3 g Phosphorigsäure-O-älhylesterdichlorid tropfenweise unter Rühren zugegeben. Nach Fortsetzen des Rührens während 8 Stunden bei 60 C wird das gebildete anorganische Salz abfiltrieri. Methyläthylketon wird abdestilliert,und der Rückstand wird in Äther gelöst. Nach Waschen mit einer 1 %igen wäßrigen Natriumcarbonatlösung und Wasser wird die Ätherlösung über wasserfreiem Natriumsulfat getrockneLund der Äther wird abdestilliert. Es werden dabei 11,5g O-Äthyl-S,S-diphenyldithiophosphit erhalten.
Beispiel 4
40 11-QH7O — P
8 g Phosphorigsäure-O-propylesterdichlorid werden tropfenweise zu einer Lösung zugegeben, in welcher
11 g Thiophenol und 10 g Triäthylamin in 200 ml
Benzol bei Raumtemperatur gelöst sind.
Nach Rühren während einer Stunde wird die Mischung während 2 Stunden unter Rückfluß gehalten. Nach Kühlen wird das Aminsalz filtriert und, wie im Beispiel 1 beschrieben, weiter behandelt. Unter verringertem Druck (0,05 nun Hg) bei 1000C werden 13,5 g eines nicht destillierbaren öligen O-Propyl-
SS S.S-diphenyldithiophosphits erhalten.
Beispiel 5
60
C2H5O-P
^C3H7O-P
205 g Triäthylamin werden in eine Lösung eingebracht, in welcher 220 g Thiophenol in 1000 ml Benzol gelöst sind. In diese Lösung wird die Lösung 124 g Triäthylamin werden einer Lösung zugegeben, in welcher 132 g Thiophenol in 600 ml Benzol gelöst sind. Zu dieser Lösung werden 7 g Phosphorig-
säure-O-propylesterdichlorid bei 0 bis 5° C unter Rühren und Durchleiten von Stickstoffgas zugegeben. Nach Rühren der Reaktionsmischung während einer Stunde wird sie mit Wasser gewaschen, bis dieses neutral reagiert. Dann wird die Benzollösung über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, und das Lösungsmittel wird abdestillierl. Dabei werden 147 g (80% der Theorie) von hellgelbem wasserunlöslichem und öligem O-Propyl-S,S-diphenyldithiophosphit erhalten.
Analyse: '■ Molekulargewicht 322).
Berechnet ... P 10,1, S 20,8%:
gefunden .... P 9,6, S 21,0%.
Beispiel 6
IsO-C3H7O-P
124 g Triäthylamin werden in eine Lösung eingebracht, in welcher 132 g Thiophenol in 600 ml Benzol gelöst sind. Zu dieser Lösung werden 97 g Phosphorigsäure-O-isopropylesterdichlorid tropfenweise bei 0 bis 50C unter Rühren zugegeben. Nach weiterem Rühren während einer Stunde wird die Reaktionsmischung in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise behandelt, wobei 150 g (81% der Theorie) von gelbem wasserunlöslichem und öligem O-Isopropyl-S,S-diphenyldithiophosphit, Kp.: 118 C 0,01 mm Hg, erhalten werden.
Die folgenden Beispiele erläutern die Herstellung von fungiciden Mitteln sowie deren Anwendung.
Es ist ersichtlich, daß die Zusätze und aktiven Bestandteile über einen breiten Bereich variiert werden können.
Beispiel 7
50 Teile O - Propyl - S,S - diphenyldithiophosphit, 48 Teile Ton, 2 Teile eines Emulgiermittels werden zu einem benetzbaren Pulver durch Zerkleinern und Mischen verarbeitet und nach Verdünnen mit Wasser angewendet.
Beispiel 8
30 Teile O - Äthyl - S.S - diphenyldithiophosphit, 50 Teile Xylol and 20 Teile eines Emulgiermittels werden zu einem emulgjerbaren Konzentrat durch Mischen and Vermählen verarbeitet and nach Verdünnen mit Wasser angewendet.
Beispiel 9
Eine Lösung von 5 Teilen 0-Äthyl-S.S-diphenyldithiophosphit in einem Lösungsmittel wird über 95 Teile Vermiculit zur Bildung einer körnigen Masse gestreut, und dieses körnige Produkt wird über den Boden als solches gestreut.
Prüfverfahren
Ca) Prüfung der Brandbekämpfung (Topfprüning)
Paddy-Reis (Jukkoku-Art) wurde in Topfen mit einem Durchmesser von 12 cm gepflanzt, und die Suspensionen der zu prüfenden Chemikalien wurden auf die Reispflanzen bei deren frühem ährenbildendem Abschnitt aufgesprüht. Vom nächsten Tag an wurden die behandelten Reispflanzen in einem Gewächshaus bei einer Temperatur von 25° C während 48 Stunden gehalten. Während dieser Zeitdauer wurden die Suspensionen von Sporen von Reisbranderregern zur Beimpfung 2mal aufgesprüht. Nachdem die beimpften Reispflanzen in dem Gewächshaus während 7 Tagen gehalten worden waren, wurden die Ausmaße des
ίο Krankheitsangriffes in den Graden von O (kein Angriff) bis 5 (starker Angriff) klassifiziert und bewertet. Die Kontrollwerte der zu prüfenden Chemikalien wurden durch die Indexzahlen berechnet, die von den Krankheitsangriffswerten von Paddy-Reis in den behandelten Topfen erhalten wurden, gegenüber denjenigen, die in den Kontrolltöpfen erhalten wurden.
(b) Prüfung der Bekämpfung der Blattscheidenzerstörung durch Trockenfäule (Topfprüfung)
ίο Die Suspensionen der Probechemikalien wurden auf Paddy-Reissämlinge (Kinmaze-Art) aufgebracht, die in Topfen mit einem Durchmesser von 12 cm angepflanzt waren, wobei das Aufbringen 14 Tage nach ihrem Ansäen erfolgte. Dann wurde eine Suspension von Sporen der Erreger oder Keime von Blattscheidentrockenfäule, die auf dem Gerstemedium während 10 Tagen gezüchtet worden war, zur Beimpfung an dem Teil in Nähe der Erde aufgesprüht Die Sämlinge wurden zur Beschleunigung des Krankheitsbefalls bei einer hohen Temperatur und Feuchtigkeit während 5 Tagen gehalten. Wie im Falle der Brandprüfung wurde das Ausmaß des Krankheitsangriffes in Graden von O (kein Angriff) bis 5 (starker Angriff) klassifiziert und bewertet. Dann wurden die Kontrollwerte der Probeverbindungen berechnet und verglichen.
(c) Prüfung der Bekämpfung von Pflanzenerkrankung
(Agarverdünnungsverfahren)
Die Verbindungen gemäß der Erfindung werden in dem Agarkulturmedium von Kartoffel gemischt, wobei die Konzentration auf die vorgeschriebenen Werte gebracht wurde. Nach dem Eingießen des Agarmediums in Schalen mit einem Durchmesser von
9 cm und nach dessen Härtung wurden Krankheitserreger (pathogen) eingeimpft. Nach einer Züchtung bei 27 C während 4 Tagen wurde der Wachs- oder Vermehrungszustand der Erreger untersucht, und die niedrigste Konzentration der Wachstumshemmung wurde ermittelt.
Die Ergebnisse bei den vorstehenden Prüfungen sind in den nachstehenden Tabellen II und III zusammengestellt.
55 Tabellen Br?1"1 Kon- Slflttschciden· Kon-
Kon trofl- tnx&enfanSe trofl-
zentra wert wert
tion an
■ ■Ii lai ■■ Ii
90 50
/Ln Verbindungen OKUVCtU AcsinaC 100 Ausmaf 94
Nr. Bestand- des Aa- 84 des An- 44
ttfl gluIS 90 grn» 76
(TeSe/ 05 2.5
Miffion» 0 0,3
65 » 200 as 2.8
500 <U 1?
2 200
500
409543/3!
Fortsetzung
Kon Ol c ncl Blattscheidcn- Kon
zentra trockenfäule troll
tion an iert
Verbindungen aktivem Ausmaß 10
Nr. Bestand des An Kon- Ausmaß 60
teil griffs troll- des An
(Teile 2,3 wert griffs
Million) 0,5 54 4,5
HandelsproduktK 200 0,6 90 2,5 84
(Vergleich) 500 88
Phenylqueck- 42 0
silberacetat
(Vergleich) _ 0,8
Produkt U 80 5,0
(Vergleich) 0 5.0
Keine Behandlung
Tabelle 111
Konzentration der Wachstumshemmung von Krankheitserregern nach dem Agarverdünnungs-
verfahren (Teile je Million)
Ver-
bin-
dun-
gen
Nr.
Piri-
cularis
cryzae
Cavara
Cochlio-
bolue
miya-
beanus
Hypo-
chnus
sasakii
Alter
naria
Kiku-
chiana
Tanaka
(Birne)
Myco-
sphatella
Melonis
(Gurke)
Fusarium
oxy-
sporium
1
2
10
10
25
25
25
50
50
100
50
100
50
100
Anmerkung:
1. Die Nummern der Verbindungen in den Tabellen II, Ml sind dieselben wie diejenigen der vorstehend in Tabelle 1 aufge führten Verbindungen.
2. Produkt K: O.O-Diäthyl-S-benzylthiophosphorsäureester.
3. Produkt U: Methylarsin-bis-dimethyldithiocarbamat.

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Dithiophosphorigsäureester der allgemeinen Formel 5
RO-P
10
in der R eine Alkylgruppe mit 2 oder 3 Kohlenstoffatomen bedeutet
DE1643482A 1966-12-01 1967-12-01 Dithiophosphorigsäureester, deren Herstellung und Verwendung Expired DE1643482C3 (de)

Applications Claiming Priority (5)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP7859466 1966-12-01
JP7859566 1966-12-01
JP239967 1967-01-12
JP1223167 1967-02-25
US8252870A 1970-10-20 1970-10-20

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1643482A1 DE1643482A1 (de) 1971-03-25
DE1643482B2 true DE1643482B2 (de) 1974-10-24
DE1643482C3 DE1643482C3 (de) 1975-06-19

Family

ID=27518244

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1643482A Expired DE1643482C3 (de) 1966-12-01 1967-12-01 Dithiophosphorigsäureester, deren Herstellung und Verwendung

Country Status (7)

Country Link
US (1) US3705241A (de)
BE (1) BE707271A (de)
CH (1) CH493202A (de)
DE (1) DE1643482C3 (de)
FR (1) FR1583740A (de)
GB (1) GB1210924A (de)
NL (1) NL6716404A (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4645780A (en) * 1986-01-13 1987-02-24 Koppers Company, Inc. Novel biocides employing resorcinol derivatives

Family Cites Families (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2861912A (en) * 1951-09-25 1958-11-25 Ciba Ltd Method for combating pests and preparations suitable therefor
US2769743A (en) * 1952-04-18 1956-11-06 Union Oil Co Pest control utilizing pesticidal compositions of phosphorus
NL134634C (de) * 1961-10-24

Also Published As

Publication number Publication date
US3705241A (en) 1972-12-05
DE1643482A1 (de) 1971-03-25
CH493202A (de) 1970-07-15
NL6716404A (de) 1968-06-04
BE707271A (de) 1968-04-01
FR1583740A (de) 1969-12-05
GB1210924A (en) 1970-11-04
DE1643482C3 (de) 1975-06-19

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH636600A5 (de) 2-hydroxybenzamidderivate und verwendung derselben als fungizide.
DE1953422C3 (de) Fungicides Mittel für Landwirtschaft und Gartenbau
DE2001770C3 (de) Amidothionophosphorsäureester, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Herbizide
DE1643482C3 (de) Dithiophosphorigsäureester, deren Herstellung und Verwendung
DE1670709A1 (de) Pestizide Mittel
DE1801861A1 (de) Phytologisch wirksame Mittel und die darin enthaltenen chemischen Wirkstoffe sowie hiermit durchgefuehrte Pflanzenbehandlungsverfahren
DE2539396C3 (de) Pestizide
EP0007020A1 (de) Organische Phosphorsäureester, Verfahren zu ihrer Herstellung, ihre Verwendung, Schädlingsbekämpfungsmittel und ihre Herstellung
CH616687A5 (de)
DE2533886A1 (de) Spirolacton-derivate, verfahren zu deren herstellung und deren anwendung als fungicide
CH619714A5 (en) Process for the preparation of novel thiophosphoric esters.
DE1667986C3 (de) Benzylthiophosphonsäure -O-alkyl-Sphenylester, Verfahren zu deren Herstellung und diese enthaltende Fungizide
DE2140842A1 (de) 2-chloraethanphosphonsaeurederivate
DE2604726A1 (de) S-triazolo eckige klammer auf 5,1-b eckige klammer zu benzthiazole, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung
DE2624094A1 (de) N-carbamoyl-n-phenylaminosaeure-derivate, verfahren zu ihrer herstellung und herbizide mittel
DE2362333A1 (de) Phosphororganische herbizide
DE954017C (de) In Landwirtschaft und Industrie anwendbare Mittel zur Bekaempfung lebender Organismen des Pflanzenreichs
DE2260763A1 (de) Mittel zum abtoeten von schaedlichen organismen
DE1567217C3 (de) Tetrachlorterephthalsäurederivate, Verfahren zu deren Herstellung und ihre Verwendung als Herbicide
DE1906700C3 (de) N Polyhalogenvinylthiocarbon saureamide und ihre Verwendung als Pesticide
DE2952483A1 (de) 0-sulfamoylglykolsaeureamid-derivate und sie enthaltende herbizide mittel
DE1955897A1 (de) Mittel zur Anwendung in Landwirtschaft und Gartenbau
DE2101149A1 (de) Fungizide
AT267958B (de) Herbizide Zubereitung
AT209347B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen N-Thiotrichlormethylderivaten heterocyclischer Stickstoffverbindungen

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
EHJ Ceased/non-payment of the annual fee