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DE1643370C3 - Verfahren zur Herstellung von omega-Aminoalkannitrilen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von omega-Aminoalkannitrilen

Info

Publication number
DE1643370C3
DE1643370C3 DE19671643370 DE1643370A DE1643370C3 DE 1643370 C3 DE1643370 C3 DE 1643370C3 DE 19671643370 DE19671643370 DE 19671643370 DE 1643370 A DE1643370 A DE 1643370A DE 1643370 C3 DE1643370 C3 DE 1643370C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
silicate
catalyst
preparation
aminoalkanenitriles
aluminum
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19671643370
Other languages
English (en)
Other versions
DE1643370B2 (de
DE1643370A1 (de
Inventor
Otto Dr.; Schwarz Hans-Helmut Dr.; Schnell Hermann Dr.; 4150Krefeld Immel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Publication of DE1643370A1 publication Critical patent/DE1643370A1/de
Publication of DE1643370B2 publication Critical patent/DE1643370B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1643370C3 publication Critical patent/DE1643370C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

15
Die Erfindung bezieht sich auf ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von cj-Aminoalkannitrilendurch Umsetzung entsprechender Lactame mit überschüssigem Ammoniak bei erhöhter Temperatur in der Gasphase an Feststoffkatalysatoren. Während bisher für diese Umsetzung z. B. Kupfer auf Silicagel, Koalin, Aluminiumoxid (US-PS 28 30 072) oder Aluminiumphoshat (japanische Patentanmeldung 14092/66) oder Phosphorsäure auf einem Träger als Katalysator verwendet wird, ist das Verfahren der Erfindung durch die Verwendung von Magnesium-, Calcium-, Zink-, Aluminium-, Mangan- oder/und Eisensilikat und/oder fluoriertem Aluminiumsilikat als Katalysator gekennzeichnet
Die genannten Silikate können für sich allein, in Mischung und bzw. oder Verbindung miteinander, mit oder ohne Träger verwendet werden.
Für die Herstellung der m-Aminoalkannitrile ist es besonders vorteilhaft, wenn die genannten Katalysatoren Fluor enthalten. Sie liefern dann noch höhere Ausbeuten an ^-Aminoalkannitrilen als die entsprechenden fluorfreien Verbindungen.
Die fluorierten Silikate können dadurch erhalten werden, daß man die Silikate mit Flußsäure oder mit deren neutralen oder sauren Salzen oder mit kornplexen fluorhaltigen Säuren oder deren Salzen oder mit. Fluor enthaltenden Gasen behandelt. Auch kann man die Silikate aus einer fluorhaltigen Lösung fällen. Nach dem Trocknen können die Katalysatoren gegebenenfalls zwischen etwa 100 und 6000C calciniert werden. Der Fluorgehalt kann in weiten Grenzen schwanken, er liegt zweckmäßig zwischen etwa 0,1 und etwa 10 Gewichtsprozent.
Während die bisher verwendeten Katalysatoren entweder nur geringe Ausbeuten an Nitrilen oder beachtliehe Mengen Nebenprodukte (vgl. auch BE-PS 6 87 588) liefern oder nur geringe Aktivität besitzen oder sehr sauerstofiempfindüch sind (US-PS 30 36 113), besitzen die erfindungsgemäß zu verwendenden Katalysatoren diese Nachteile nicht.
Die Umsetzung der Lactame mit dem Ammoniak wird zweckmäßig unter normalem Druck im Temperaturbereich von etwa 250 bis etwa 4000C, vorzugsweise zwischen etwa 300 und etwa 3600C, durchgeführt
Die Ammoniakmenge beträgt zweckmäßig mehr als 5 Mol, vorzugsweise etwa 10 bis etwa 20 Mol/Mol Lactam.
Die Katalysatoren können als Festbettkatalysator oder als Wirbebchichtkatalysator verwendet werden.
Hat die Aktivist des Katalysators nachgelassen, so kann man diese durch Erhitzen des Katalysators mit Sauerstoff bzw. Luft wieder herstellen.
Für das Verfahren geeignete Lactame sind z. B. Butyrolactam, Valerolactam, Önanthlactam und Laurinlactam; von technisch überwiegender Bedeutung istjedoch die Überführung des ε-Caprolactams in das <r-Aminocapronitril. Man kann auch das durch Depolymerisation von Polycaprolactam gewonnene, sogenannte SpaJtJactam verwenden.
Die 1,-Aminoalkannitrile haben als Zwischenprodukte zur Herstellung z. B. der entsprechenden Diamine durch Hydrieren oder zur Herstellung von Schädlingsbekämpfungsmitteln Bedeutung.
Beispiele 1 bis 6
Die Silikate der Elemente Calcium, Magnesium, Zink, Mangan, Aluminium und Eisen werden entweder zu Pillen gepreßt oder mit Wasser zu einer Paste angeteigt und anschließend getrocknet, um so zu körnigem Material zu gelangen. Die Trocknung der Paste erfogte in üblicher Weise im Trockenschrank, d. h. bei einer Temperatur von etwa 100 bis 12O0C Dadurch wurde ein Trockenkuchen erhalten, der anschließend zerbröckelt wurde und aus dem die Körnerderangegebenen Korngröße ausgesiebt wurden. Die Wirkung dieser Silikate als Katalysatoren bei der Umsetzung von ε-Caprolactam mit Ammoniak zu T-Aminocapronsäurenitril wurde unter verschiedenen Bedingungen geprüft. Das Reaktionsprodukt enthält noch einen Teil der Ausgangsstoffe sowie <r-Aminocapronsäurenitril. Wasser und Nebenprodukte. Die Ergebnisse dieser Versuche sind in der folgenden Tabelle zusammengefaßt.
In den Spalten 8, 9 und 10 der Tabelle ist die Zusammensetzung des organischen Anteils des Reaktionsgemisches angegeben. In den Beispielen 1 und 3 beträgt die Versuchsdauer je 6 Stunden, in den übrigen Beispielen je 2 Stunden.
Bei Katalysator Kataly- Korngröße Ammo Capro- Tem Reaktionsgemisch Amino- Neben
spiel sator- niak lactam peratur Lactam capronsäure- produkte
menge nitril
Gewichts Gewichts
g mm Nl/h g/h 0C Gewichts prozent prozent
prozent 39,2 0,1
1 Ca-Silikat 70 1 bis 5 40 13,4 340 60,7 51 0,5
2 Mg-Silikat 20 0,5 bis 5 40 16,5 360 48,5 33,3 0,3
3 Zn-Silikat 60 1 40 12,5 320 66,4 27,7 0,3
4 Mn-Silikat 30 5 40 21,5 380 72,0 39 1
5 Al-Silikat 30 0,5 bis 1 40 10,5 300 60 31 0.6
6 FeÜD-Silikat 40 5 40 20 360 68.4
Beispiel 7
gleiche Aluminiumsilikat, das im Beispiel 5 als Katalysator verwendet wurde, wird fluoriert. Es hat eine Körnung von 0,6 bis 1 mm, eine spezifische Oberfläche von 485 nr/g und enthält 15,4 Gewichtsprozent A1;O:,. 300 g dieses Aluminiumsilikats werden mit einer Lösung von 75 g NH4HF2 in 450 ml Wasser bei Raumtemperatur getränkt und etwa 16 Stunden unter Wasserstrahlvakuum aufbewahrt. Anschließend wird der Feststoff von der Flüssigkeit abgetrennt und bei 1200C getrocknet Über 100 g des so erhaltenen Katalysators werden bei 3400C innerhalb von 2 Stunden etwa 12 g Ξ-Caprolactam zusammen mit44Nl Ammoniak geleitet. Der organische Anteil des Reaktionsproduktes besteht aus 61,7 Gewichtsprozent <i-Aminocapronsäurenitril und 383 Gewichtsprozent Lactam. Der Anteil der Nebenprodukte liegt hier — im Gegensatz ^u Beispiel 5 — unter 0,1 Gewichtsprozent.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von m-Aminoaikannitrilen durch Umsetzung von Lactamen mit einem Überschuß an Ammoniak bei erhöhter Temperatur in der Gasphase in Gegenwart von Feststoffkatalysatoren, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung mit Magnesium-, Calcium-, Zink-, Aluminium-, Mangan- oder/und Eisensilikat und/ oder fluoriertem Aluminiumsilikat als Katalysator durchführt.
DE19671643370 1967-10-14 1967-10-14 Verfahren zur Herstellung von omega-Aminoalkannitrilen Expired DE1643370C3 (de)

Applications Claiming Priority (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF0052884 1967-07-07
DEF0053776 1967-10-14
DEF0053776 1967-10-14
DEF0053775 1967-10-14

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1643370A1 DE1643370A1 (de) 1971-05-27
DE1643370B2 DE1643370B2 (de) 1976-01-29
DE1643370C3 true DE1643370C3 (de) 1976-09-09

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