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DE1642357B1 - Das Pflanzenwachstum beeinflussende Staeubepraeparate,waessrige Loesungen oder Suspensionen - Google Patents

Das Pflanzenwachstum beeinflussende Staeubepraeparate,waessrige Loesungen oder Suspensionen

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Publication number
DE1642357B1
DE1642357B1 DE1967U0013773 DEU0013773A DE1642357B1 DE 1642357 B1 DE1642357 B1 DE 1642357B1 DE 1967U0013773 DE1967U0013773 DE 1967U0013773 DE U0013773 A DEU0013773 A DE U0013773A DE 1642357 B1 DE1642357 B1 DE 1642357B1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polyoxyethylene
ether
accompanying
suspensions
salt
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1967U0013773
Other languages
English (en)
Inventor
Jack Philips Corkins
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Uniroyal Inc
Original Assignee
Uniroyal Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Uniroyal Inc filed Critical Uniroyal Inc
Publication of DE1642357B1 publication Critical patent/DE1642357B1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D237/00Heterocyclic compounds containing 1,2-diazine or hydrogenated 1,2-diazine rings
    • C07D237/02Heterocyclic compounds containing 1,2-diazine or hydrogenated 1,2-diazine rings not condensed with other rings
    • C07D237/06Heterocyclic compounds containing 1,2-diazine or hydrogenated 1,2-diazine rings not condensed with other rings having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D237/10Heterocyclic compounds containing 1,2-diazine or hydrogenated 1,2-diazine rings not condensed with other rings having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D237/14Oxygen atoms
    • C07D237/16Two oxygen atoms

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Soil Conditioners And Soil-Stabilizing Materials (AREA)
  • Cultivation Of Plants (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

R-(OC2HJnOH
in der R eine verzweigtkettige Alkylgruppe mit 4 bis 30 Kohlenstoffatomen bedeutet und η eine Zahl mit dem Wert 6 bis 25 ist, enthalten.
Erfindungsgegenstand sind das Pflanzenwachstum beeinflussende, 6-Hydroxy-3-(2H)-pyridazinon (im folgenden als »MH« bezeichnet) oder einem Salz desselben als Wirkstoff enthaltende Stäubepräparate, wäßrige Lösungen oder Suspensionen, die dadurch gekennzeichnet sind, daß sie als aktivitätserhöhenden Begleitstoff eine Verbindung der allgemeinen Formel
R-(OC2HJnOH
35
in der R eine verzweigtkettige Alkylgruppe mit 4 bis 30 Kohlenstoffatomen bedeutet und η eine Zahl mit dem Wert 6 bis 25 ist, enthalten.
Die Phytoaktivität von »MH« und dessen Salzen ist aus der US-PS 26 14 916 bekannt. Feldversuche und Laboruntersuchungen haben erwiesen, daß die Phytoaktivität des »MH« und seiner Salze außerordentlich unregelmäßig ist, und zwar vor allem unter den Bedingungen einer relativen Feuchtigkeit von weniger als 70% und bzw. oder einer starken Belastung der Pflanzen, z. B. einem Streß, wie er durch Wassermangel verursacht wird. Darüber hinaus ist allgemein bekannt, daß selbst unter den Idealbedingungen einer hohen Feuchtigkeit und bei voll in Saft stehenden Pflanzen die generelle Wirksamkeit des »MH« recht gering ist; d. h., die von teilungsfähigen Zellen benötigte wachstumshindernde Menge an »MH« ist, gegenüber der auf die Pflanze aufzubringenden phytoaktiven Menge »MH«, gering.
Es wurde gefunden, daß der Zusatz von Begleitstoffen vom Typ der Polyoxyäthylen-alkylverbindungen mit verzweigtkettigem Alkylrest zu phytoaktiven Stoffmischungen führt, die ganz allgemein eine erhöhte Aktivität innerhalb eines weiten Bereichs von klimatischen Bedingungen aufweisen und ganz allgemein leistungsfähiger und von zuverlässigerer Wirkung sind als die zum Stand der Technik gehörenden, »MH«-enthaltenden Stoffmischungen.
Es ist aus der DT-AS 10 59401 bekannt, solche Polyoxyäthylen-alkylverbindungen für die Herstellung von Emulsionen für landwirtschaftliche Sprühprodukte zu verwenden. Aus der US-PS 2614916 ist ferner bekannt, Reaktionsprodukte langkettiger unverzweigter Fettalkohole, wie Oleylalkohol, mit Äthylenoxyd, z. B. solchen, die 10 bis 20 (OC2H4)-Gruppen enthalten, als nicht ionische oberflächenaktive Mittel zusammen mit »MH« als Mittel zur Regulierung des Pflanzenwachstums zu verwenden, wobei eine gleichartige Netzmittelfunktion jedoch auch von anionischen Netzmitteln, die z. B. Sulfonate darstellen, und kationischen Netzmitteln, wie Aminen, Amiden und quaternären Ammoniumsalzen,ausgeübt wird. Schließlich war bekannt, daß eine Reihe verschiedenartiger oberflächenaktiver Mittel dieser Typen für sich in höheren Konzentrationen eine gewisse herbizide Wirkung ausüben. Es konnte jedoch kein Zusammenhang zwischen Netzmittelwirkung und Herbizidwirkung nachgewiesen werden. In Verbindung mit anderen Herbiziden wurde zwar mit logarithmischem Anstieg der Netzmittelkonzentration eine Herbizidwirkungssteigerung gefunden, andere Netzmittel unterdrückten jedoch die Herbizidwirkung oder waren unwirksam. Eine gewisse Wirkungssteigerung konnte mit linearen Polyoxyäthylen-alkyläthern gefunden werden, die jedoch, wie Versuche mit C14-markierten Herbiziden zeigten, auf eine Verbesserung der Pene- tration der Herbizide in die Pflanze und somit auf f eine Netzmittelwirkung des oberflächenaktiven Mittels und Erhöhung der Konzentration des eigentlichen Wirkstoffs in der Pflanze zurückgeführt werden müssen.
Wie weiter gefunden wurde, verhalten sich Gemische von »MH« mit den erfindungsgemäß mitverwendeten verzweigten Polyoxyäthylen-alkylverbindungen ganz anders und ergeben eine synergistische Wirkungsverbesserung, die auf Translokation im Pflanzengewebe zurückzuführen ist. Dieses Verhalten war auf Grund des Standes der Technik und der bekannten Eigenschaften der beteiligten Stoffe nicht vorherzusehen. Deutliche Wirkungsverbesserungen ergeben sich auch zum Vergleich mit aus der DT-AS 10 59 401 bekannten analogen Netzmitteln, die jedoch endständige SO3H- oder PO3H2-Gruppen enthalten. Dagegen verhalten sich andere bekannte Herbizide, wie 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure, 3-Amino-l,2,4-triazol und 4,6-Dinitro-o-sek.-butylphenol mit den erfindungsgemäß verwendeten Begleitstoffen ganz anders und lassen eine vergleichbare Wirkungssteigerung ( vermissen.
Der erfindungsgemäß neben dem 6-Hydroxy-3-(2H)-pyridazinon oder dessen Salz in den Stäubepräparaten, wäßrigen Lösungen oder Suspensionen enthaltene Begleitstoff hat an einem Molekülende eine Polyoxyäthylenkette mit endständiger OH-Gruppe und an seinem anderen Ende einen an die Polyoxyäthylenkette über ein Sauerstoffatomen gebundenen verzweigtkettigen aliphatischen Rest mit 4 bis 30 Kohlenstoffatomen, insbesondere eine Alkylgruppe mit 8 bis 20 Kohlenstoffatomen. Die Anzahl der Polyoxyäthylen-Einheiten beträgt 6 bis 25, vorzugsweise 8 bis 16. Bei der praktischen Anwendung der Erfindung werden am häufigsten Verbindungen mit sekundären Alkylresten benutzt.
Beispiele solcher Begleitstoffe sind die Verbindungen der Formeln
(CHj)2C3H5(OC2HJ6OH
(CH3J3C4H6(OC2HJ8OH
(CH3).,C6H10(OC2HJ9OH
(C2H5J2C6H11 (OC2HJ10OH
(CH3)(C2H5)C7H13(OC2H4)10OH
(CH3)3C8H14(OC2H4)10OH
(CH3J2(C2H5)C10H18(OC2HJ12OH
(CH3)2(C2H5)2C14H25(OC2H4)18OH
und
(CH3)4C16H29(OC2H4)16OH
IO
Ihre Herstellung gehört zum Stand der Technik.
Zu den bevorzugt in Frage kommenden Salzen des 6-Hydroxy-3-(2H)-pyridazinons gehören die Alkali-, Ammonium- und Aminsalze, wie Salze der Alkylamine und Alkanolamine, insbesondere der C8- bis C18-Alkylamine, sowie der C2- bis C10-Alkanolamine. Diese Salze sollen zweckmäßigerweise nicht flüchtig sein. In Frage kommende Salze sind z. B. das Kalium-, Natrium-, Dodecylamin-, Äthanolamin-, Diäthanolamin-, Triäthanolamin- und Cholinsalz.
Auch die weniger gut löslichen Salze der mehrwertigen Metalle können Anwendung finden, so z. B. das Kupfer-, Zink-, Calcium-, Barium-, Magnesium- oder Eisensalz.
Die erfindungsgemäßen Stoffmischungen können auf die Pflanzen und Pflanzenteile, z. B. Saatgut, in Form eines Stäubepräparats, direkt oder im Gemisch mit einem pulverförmigen festen Träger, beispielsweise den verschiedenen Silikat-Mineralien, wie Glimmer, Talkum, Pyrophyllit und Ton, oder als Spritzpräparat in Lösung oder Suspension in Wasser aufgebracht werden. Die Stoffmischung kann im Gemisch mit geringen Mengen eines z. B. aus der US-PS 2614916 bekannten anionischen, nichtionischen, kationischen oder ampholytischen oberflächenaktiven Mittels aufgebracht werden, so daß ein netzbares Pulver erhalten werden kann, das entweder als solches direkt auf die Pflanzen aufgebracht oder mit Wasser geschüttelt werden kann, um eine Suspension der chemischen Verbindung (und des pulverförmigen Trägers) in Wasser herzustellen, die in dieser Form auf die Pflanze aufgebracht werden kann. Die Konzentration der chemischen Verbindung in dem inerten Medium hängt von der jeweils gewünschten Wirkung, der Jahreszeit, dem Alter, der Species und Varietät der Pflanze, den klimatischen Bedingungen und dergleichen mehr ab.
Es ist besonders vorteilhaft, die »MH«-Verbindung und den Begleitstoff in Form einer wäßrigen Lösung oder Suspension zur Anwendung zu bringen, in der zweckmäßig zur Verhinderung des Pflanzenwuchses 0,15 bis 30%, vorzugsweise 0,25 bis 20%,»MH«-Aktivstoff, bezogen auf das Gewicht der 'Gesamtlösung, vorhanden sein sollen. Entscheidend ist die Menge des »MH«-Aktivstoffs, die auf jeder Flächeneinheit der behandelten Bodenfläche abgeschieden wird. Die Spritzlösung wird in einer solchen Menge angewendet, daß pro Hektar der behandelten Fläche 0,56 bis 8,9 kg »MH«-Aktivstoff verteilt werden. Phytocid wirksame Mengen der Stoffmischung oder der angewendeten Konzentration müssen entsprechend erhöht werden. Als Menge »MH«-Aktivstoff wird die Gewichtsmenge 6-Hydroxy-3-(2H)-pyridazinon verstanden, die als solche oder in dem Salz vorhanden ist.
Für die Anwendung als Stäubepräparat oder als später zu lösendes Präparat können 0,05 bis 10 Gewichtsteile, vorzugsweise 0,1 bis 3 Teile und insbesondere 0,25 bis 1 Teil des Begleitstoffs mit einem Teil der »MH«-Verbindung vermischt werden.
Das Vermischen des Begleitstoffs mit der »MH«- Verbindung kann vor, gleichzeitig mit oder nach der Herstellung der Spritzlösung (oder dem endgültigen Trockenpräparat) erfolgen.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele erläutert.
B eis piel 1
Pflanzen der Gattung Thespesia populnea, die o,98 cm hoch waren, wurden mit einem 30%igen Diäthanolaminsalz des »MH«, das mit 1% Natriumlaurylsulfat formuliert worden war, in einer Menge von 2,24 kg pro Hektar, bezogen auf Aktivstoff, behandelt. Jeder Behandlungsversuch wurde 20fach angesetzt. Die verschiedenen Begleitstoffe, die verwendet wurden, und die erhaltenen Durchschnittsergebnisse sind in der untenstehenden Tabelle zusammengestellt, wobei die in Klammern angeführten Zahlen die Anzahl der Polyoxyäthylen-Einheiten bezeichnen. Die Versuche 1 bis 5 stellen Vergleichsversuche dar.
Tabelle I
Begleitstoffkonzentrationen Mittlere Prozen
in Gewichtsprozent Größen tuale
zunahme Wachs
in cm tumsver
nach hinderung
32 Tagen im Ver
gleich zur
unbehan-
delten
Kontroll
pflanze
1. Unbehandelte Kontrolle 16,2 0
2.2% Polyoxyäthylen(4)- 8,28 48,7
n-decyläther
3. 1% Polyoxyäthylen(5)- 7,62 52,8
n-decyläther
4.2% Sorbitanfettsäure- 6,8 57,8
partialester
5. 1 % Sorbitanfettsäure- 5,5 66,0
partialester
6. 1% Polyoxyäthylen(ll)- 2,6 83,8
trimethyldecyläther
7.2% Polyoxyäthylen(ll)- IS 88,3
trimethyldecyläther
Dieser Versuch wurde im Freien unter den Bedingungen einer geringen Feuchtigkeit durchgeführt. Der durch Polyoxyäthylen(l l)-trimethyldecyläther erzielte Fortschritt ist unmittelbar gegenüber den PoIyoxyäthylenalkyläthern mit linearem Alkylrest und den anderen Begleitstoffen, die nur die allgemein bekannte oberflächenaktive Wirkung ergeben, aus Tabelle I ersichtlich.
Es wurden weiterhin Feldversuche unter den Bedingungen einer hohen Feuchtigkeit durchgeführt. Die nach 20 Tagen erhaltenen Durchschnittsergebnisse sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:
Tabelle II
»ΜΗ«- Verwendetes Mittel Gehalt
(kg/ha)
Verhinderung des Pflanzenwuchses in % im Vergleich zu unbehandelten Kontrollpflanzen
1,12 »MH«-Diäthanolaminsalz 30% 7,1
plus 1% Natrium-laurylsulfat 2,24 desgl. 25,8
0,56 »KMH« mit 0,25% Polyoxy- 16,2 äthylen( 11 )-trimethylheptyläther
1,12 »KMH« mit 0,25% Polyoxy- 34,7 äthylen( 11 )-trimethylheptyläther
Die Ergebnisse veranschaulichen eine zweifache sonst sich am wirksamsten erwiesen hat, d. h. bei hoher Wirkungsverbesserung durch die erfindungsgemäßen Feuchtigkeit und bei in vollem Saft stehenden, schnell Mittel sogar unter Bedingungen, unter denen »MH« 25 wachsenden Pflanzen.
Beispiel 2
Haferpflanzen im Zwei- bis Dreiblattstadium wurden mit einer Gesamtvolumenmenge von 2901 pro Hektar des Präparats 1,12 kg pro Hektar =MH«- Aktivsubstanz behandelt. Die Versuche 1 bis 5 sind
Vergleichsversuche mit zwei bekannten oberflächenaktiven Mitteln.
Die Ergebnisse sind aus Tabelle III zu entnehmen.
Tabelle III
Behandlungen »MH«-Salz Konzentration Begleitstoff Durchschnittliche zu unbe-
in Gewichts prozentuale Wachs 1 Kontroll-
prozent tumsverhinderung im
Vergleich 14 Tage
handelten 19,1
pflanzen 25,6
7 Tage 29,6
1. Diäthanolamin keine keiner 28,3 1,8
2. Diäthanolamin 0,25 Natrium-laurylsulfat 36,0
3. Diäthanolamin 0,50 Natrium-laurylsulfat 28,3 24,9
4. Diäthanolamin 0,25 Polyoxyäthylennonylphenoläther + 3 Mol 14,7 74,2
Fettsäure 87,3
5. Diäthanolamin 0,50 desgl. 33,5 82,4
6. Kalium 0,25 Polyoxyäthylen( 12)-trimethylheptyläther 63,4 85,0
7. Kalium 0,50 Polyoxy äthylen( 12)-trimethylheptyläther 78,7
8. Kalium 0,25 Polyoxyäthylen( 14)-trimethylheptyläther 73,6
9. Kalium 0,50 Polyoxyäthylen( 14)-trimethylheptyläther 74,9
Diese Versuchsreihe wurde im Gewächshaus unter den Bedingungen einer größeren Feuchtigkeit als im Beispiel 1 durchgeführt. Der mit Hilfe der Erfindung erzielte Fortschritt bei den Versuchen 6 bis 9, bei welchen als Begleitstoffe die Polyoxyäthylenalkylverbindungen mit verzweigtkettiger Alkylgruppe verwendet wurden, ist aus Tabelle III ersichtlich.
Zur Feststellung des Einflusses der Zahl der Oxyäthyleneinheiten des Begleitstoffs wurde der Versuch mit analogen Begleitstoffen wiederholt. In jedem Fall wurden 1,12 kg des Kaliumsalzes von »MH« pro Hektar in Verbindung mit dem Begleitstoff angewendet.
Tabelle IV Tabelle VI
Begleitstoff
Durchschnitt
liche
Höhenzunahme
nach
14 Tagen
in cm
Wachstumsver
hinderung in % im
Vergleich zu
»KMH«- behandelten
Kontrollpfianzen
Behandlungslösung
Wachstumsver
hinderung in % im
Vergleich zu unbehandelten Kontrollpflanzen
Keiner
Polyoxyäthylen(7)-
trimethylheptyläther
Polyoxyäthylen(9)-
trimethylheptyläther
Polyoxyäthylen(l 6V2)
trimethylheptyläther
23,03 0
13,39 41,9
11,66 49,4
11,42 50,4
Tabelle IV läßt die Wirksamkeit der Begleitstoffe innerhalb eines weiten Bereichs von Polyoxyäthylen-Einheiten erkennen.
Weiterhin wurde der Vorteil einer Verzweigung in den Alkylgruppen des Begleitstoffs durch analoge Versuche gezeigt. Die Begleitstoffe wurden in einer Konzentration von 0,48% angewendet. Als Wirkstoff wurde das Kaliumsalz bei den Versuchen A und B und das Diäthanolaminsalz von MH bei Versuch C verwendet.
Tabelle V
A. Kaliumsalz von MH mit Polyoxy- 34,0
äthylenO 0)-trimethylnonyläther
B. Diäthanolaminsalz von MH mit 34,1
Polyoxyäthylen(10)-trimethylnonyl-
äther
C. Chölinsalz von MH mit Polyoxy- 41,2
äthylen( 10)-trimethylnonyläther
D. Diäthanolaminsalz von MH mit 1,0
Natriumlaurylsulfat
Abgesehen von der Überlegenheit der erfindungsgemäß verwendeten Begleitstoffe im Vergleich zu einem zum Stand der Technik gehörenden oberflächenaktiven Mittel des Versuchs D ist die gesteigerte Wirkung von drei verschiedenen »MH«-Salzen durch die erfindungsgemäßen Begleitstoffe der Taballe VI zu entnehmen.
Begleitstoff
Durchschnittliche Wachstumsverhinderung in % im Vergleich
zu unbehandelten Kontrollpflanzen
8 Tage 16 Tage
1,12 kg/ha 0,56 kg/ha
»MH«-2891/ha »MH«-1401/ha
21,5
50,7
A. R = lineare
Alkylgruppe
B. R = verzweigtkettige Alkylgruppe
C. Polyoxyäthylen- 28,5
nonylphenoläther
plus 3 Mol Fettsäure
10,0
55,8
16,7
Beispiel 3
Die Wachstumshemmung von im Gewächshaus gezogenen Haferpflanzen mit Präparaten, die verschiedene Salze des »MH« enthalten, wurde analog Beispiel 2 bestimmt. Das »MH« wurde in einer Dosierung von 0,56 kg Aktivsubstanz pro Hektar in 1401 Wasser pro Hektar aufgebracht. Die Begleitstoffe kamen in Konzentrationen von 0,5 Gewichtsprozent zur Anwendung. Jede Behandlung wurde 20fach durchgeführt. Die nach 14 Tagen erhaltenen Durchschnittsergebnisse sind nachstehend zusammengestellt. Versuch 1 mit einem bekannten Netzmittel stellt einen Vergleichsversuch dar.
Tabelle VII
Die Versuche A und B erfolgten mit Polyoxyäthylen(12)-alkyläthern; beide Alkylgruppen enthielten 12 Kohlenstoffatome. Der Trimethylnonyläther in Versuch B war in seiner Wirkung sowohl dem Dodecyläther des Versuchs A als auch dem zum Stand der Technik gehörenden oberflächenaktiven Mittel des Versuchs C überlegen.
Weiterhin wurde der Einfluß verschiedener MH-Salze in erfindungsgemäßen Mitteln in analoger Weise geprüft. Die Begleitstoffe wurden in einer Konzentration von 0,5% verwendet, und die »MH«- Verbindung wurde in einer Dosierung von 1,12 kg Aktivsubstanz pro Hektar angewendet. Die erhaltenen Durchschnittsergebnisse, die 14 Tage nach der Behandlung ermittelt wurden, sind nachstehend zusammengestellt.
50 Behandlungen 55 Begleitstoff Mittlere Wachs
Höhen tumsver
»MH«-Salz zunahme hinderung
in cm in % im
Vergleich
zu unbe
handelten
Kontroll
pflanzen
1. Diäthanolamin
2. Kalium
3. Diäthanolamin
Natriumlaurylsulfat
Polyoxyäthylen(14)-
trimethylheptyläther
Polyoxyäthylen(14)-
trimethylheptyläther
24,24 5,2
15,90 37,8
17,08 33,2
509 543/406
Fortsetzung
5. Diäthanolamin
Behandlungen Begleitstoff Mittlere Wachs
Höhen tumsver
»MH«-Salz zunahme hinderung
in cm in % im
Vergleich
zu unbe-
handelten
Kontroll-
pflanzen
Polyoxy-
äthylen(lO)-
trimethylnonyl-
äther
Polyoxy-
äthylen(lO)-
trimethylnonyl-
äther
15,92 37,7 17,54 31,4

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Das Pflanzenwachstum beeinflussende, 6-Hydroxy-3-(2H)-pyridazinon oder ein Salz desselben als Wirkstoff enthaltende Stäubepräparate, wäßrige Lösungen oder Suspensionen, dadurch gekennzeichnet, daß sie als aktivitätserhöhenden Begleitstoff eine Verbindung der allgemeinen Formel
DE1967U0013773 1966-04-18 1967-04-14 Das Pflanzenwachstum beeinflussende Staeubepraeparate,waessrige Loesungen oder Suspensionen Pending DE1642357B1 (de)

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US54314166A 1966-04-18 1966-04-18

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DE1967U0013773 Pending DE1642357B1 (de) 1966-04-18 1967-04-14 Das Pflanzenwachstum beeinflussende Staeubepraeparate,waessrige Loesungen oder Suspensionen

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Legal Events

Date Code Title Description
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