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DE1640952B2 - Verfahren zum steuern einer beliebigen zahl elektrisch steuerbarer elektrischer schalter nach einem programm - Google Patents

Verfahren zum steuern einer beliebigen zahl elektrisch steuerbarer elektrischer schalter nach einem programm

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DE1640952B2
DE1640952B2 DE19671640952 DE1640952A DE1640952B2 DE 1640952 B2 DE1640952 B2 DE 1640952B2 DE 19671640952 DE19671640952 DE 19671640952 DE 1640952 A DE1640952 A DE 1640952A DE 1640952 B2 DE1640952 B2 DE 1640952B2
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DE
Germany
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field
program
preselection
switching
programs
Prior art date
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Granted
Application number
DE19671640952
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English (en)
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DE1640952C3 (de
DE1640952A1 (de
Inventor
Karl Heinz 1000 Berlin Wiesenewsky
Original Assignee
Licentia Patent Verwaltungs GmbH, 6000 Frankfurt
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Licentia Patent Verwaltungs GmbH, 6000 Frankfurt filed Critical Licentia Patent Verwaltungs GmbH, 6000 Frankfurt
Publication of DE1640952A1 publication Critical patent/DE1640952A1/de
Publication of DE1640952B2 publication Critical patent/DE1640952B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1640952C3 publication Critical patent/DE1640952C3/de
Expired legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05BCONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
    • G05B19/00Programme-control systems
    • G05B19/02Programme-control systems electric
    • G05B19/04Programme control other than numerical control, i.e. in sequence controllers or logic controllers
    • G05B19/07Programme control other than numerical control, i.e. in sequence controllers or logic controllers where the programme is defined in the fixed connection of electrical elements, e.g. potentiometers, counters, transistors

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
  • Supply And Distribution Of Alternating Current (AREA)
  • Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)

Description

640 952
ter. In manchen Schaltanlagen ist die Umgehungsschiene geteilt, z.B. in eine Nord- und eine Süd-Schiene. In diesen Fällen muß in der Kupplung ausgewählt werden, welcher Umgehuagsschienentrenntir zu schalten ist. Die große Zahl von Schalthandlungen und die zahlreichen Nebenbedingungen erschweren die Einbeziehung von ESB-Schaltungen in Programmsteuerungen erheblich, da hierfür umfangreiche Zusatzeinrichtungen erforderlich sind. Wenn außerdem von einer Programmsteuerung mehrere Anlagengruppen gesteuert werden sollen, beispielsweise ein 110-kV- und eine 220-kV-Anlage, dann muß auch noch eine Anlagengruppenauswahl durchgeführt werden.
Die Aufgabe besteht daher darin, zur Durchführung verschiedenartiger, mehrstufiger Anlagenprogramme nach dem Verfahren nach Patent 1 540 072 normale Standardprogramme als Unterprogramme zu verwenden. Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Programm für die Anlagesteuerung sich zusammensetzt aus einem Vorwahlprogramm und den Steuerprogrammen der beteiligten Felder entspiechend der Reihenfolge ihrer Beteiligung.
Da im Verlauf eines ESB-Programms vollständige Standardprogramme (z. B. Ein- oder Ausschalten eines Feldes) durchgeführt werden müssen, ist in der neuartigen Einrichtung eine bekannte Schaltstufensteucrung vorgesehen, durch die automatisch die Unterprogramme vorgewählt werden. Diese gleiche Einrichtung wird nach der Erfindung auch zur Unterprogrammvorwahl bei Sammelschienenwechselprogrammen benutzt, wenn erst die Kupplung eingeschaltet, dann in allen Feldern der Sammelschienenwechsel vollzogen und schließlich die Kupplung wieder ausgeschaltet wird.
Die an eine Umgehungsschiene angeschlossenen Umgehungsschienentrenncr müssen so gegeneinander verriegelt sein, daß immer nur der Umgehungsschienentrenncr eines Feldes zusammen mit dem Umgehungsschienentrenner der Kupplung bzw. des Ersatzfddes eingeschaltet weiden kann. Diese Forderung läßt sich nur durch die ständige Kontrolle der »Aus«- Stellungsmeldung aller an die Umgehun^sschicne angeschlossenen Trenner erfüllen. Die Anwendung einer Vorwahlsteuerung ist hier also nicht möglich, so daß für jeden Umgehungsschienentrenner ein eigenes ^Ause-Stellungsmelderelais erforderlich ist. Dieser offensichtliche Nachteil kann aber ausgeglichen werden, weil von den Abgangsfeldern immer nur eines auf die Umgehungsschiene geschaltet sein darr. Folglich kann man prinzipiell das Fehlen einer »Aus«- Stellungsmeldung als Zeichen für ein auf die Umgehungsschiene geschaltetes Feld ansehen und somit im Sinne der Erfindung für dessen Fcldvorwahl im Rahmen eines ESB-Programms ausnutzen.
Wenn zur Kontaktvervielfachung Stellungsmelderrelais verwendet werden, besteht die Ge.ahr. daß infolge einer Relaisstörung durch ein abgefallenes Relais zwei Felder gleichzeitig vorgewählt werden können. Bei der Wichtigkeit der Feldvorwahl ist es daher sicherer, die automatische programmgesteuerte Feldvorwahl auch von der »Ein <-Stellungsmekhing abhängig zu machen. In dieser Anordnung sind Fehler bei der Feldvorwahl ausgeschlossen.
Die gleichen Überlegungen gelten in umgekehrter Richtung auch für den Fall, daß die Umgehungsschiene, wie bereits erwähnt, in zwei Abschnitte aufgeteilt ist. Jetzt muß die Kupplung bzw. das Ersatzfeld eine Information darüber erhalten, zu welchem Umgehungsschienenabschnitt das vorgewählte Feld gehört, damit der zugehörige Umgehungsschienentrenner geschaltet werden kann.
Im folgenden wird die Erfindung näher erläutert: Ein Ausführungsbeispiel zeigen die F i g. 1 bis 5. Die Buchstabengruppen sind Symbole für folgende Unterprogramme:
ίο SSlE Sammelschiene 1 einschalten,
SS2E Sammelschiene 2 einschalten,
SS 3 £ Sammelschiene 3 einschalten,
FA Feld ausschalten,
Kl... K 3 Kuppelfeldvorwahl 1... 3, Fl... Fn Feldvorwahl 1... n,
UNE Umgehungsschienentrenner
Nord ein,
USE Umgehungsschienentrenner
Süd ein,
ao ATE Abgangstrenner ein,
EN Meldeschalterkontakte der
Umgehungsschiene Noι I,
ES Meldeschalterkonlakte der
Umgehungsschiene Süd.
In I- ι g. 1 sind die Einrichtungen zur automatischen Feldvorwahl dargestellt. F i g. 2 zeigt die Einrichtungen zur Untcrprogrammvorwahl. Die F i g. 3 enthält das Grundprinzip der Schutzumschaltung bei
ESB-Programmen, dessen zweckmäßigere Ausführung Fig. 4 enthält. Fig. 5 stellt eine Erweiterung der Fig. 1 das, die zusätzlich die Einrichtungen zur Durchführung vollständiger Sammelschienenwechselprogramme enthält.
In Fi g. 1 ist mit 1.0 der Steuerkontakt einer nicht dargestellten Stu.'ensteuereinrichtung zur Unterprogrammvorwahl bezeichnet. Diese Stufensteuereinrichtung hat den gleichen Aufbau wie eine entsprechende Einrichtung, die zur Schaltstufensteuerung bei der
4" Durchführung von Einzelfeldprogrammen verwendet wird. Zunächst sollen die Verhältnisse in einem ESB-»Ein«-Programm betrachtet werden, wenn das zu ersetzende Feld an der ersten Sammelschiene in Betrieb ist. Die Programmdurchführung kann erst beginnen, wenn neben der ESB-Programmvorwahl auch das zu ersetzende Feld vorgewählt wird, dessen Leistungsschalter durch den der Kupplung oder den eines besonderen Ersatzfeldes zu ersetzen ist. Durch diese von Hand oder durch eine Fernsteuerung vorgenommene Feldvorwahl kann in der ersten Unterprogrammstufe die automatische Feldvorwahl entfallen.
Im ersten Unterprogramm ist eine Information über die Sammelschiene zu speichern, an der das Feld in Betrieb ist, und der Umgehungsschienentrenner des zu ersetzenden Feldes einzuschalten. Dies geschieht in der Weise, daß das Signal vom Kontakt 1.0 uiis iil·.! den ESB-»Ein«-Vorwahlkontakt 4.1, die Schiene 2.0 und die Kontakte 6.0 und 7.0 zur Unterprogrammvorwahl 8 gelangt. Die Kontakte 6.. werden von einer nicht gezeichneten Einrichtung gesteuert, die ihre Anregung von den »Ein«-Stellungsmeldungen derjenigen Sammelschienentrenner des Feldes erhält, welches gerade auf die Zentralfeldsammelschienen geschaltet ist. Diese Stellungsmeldungen gehen in Selbsthaltung und werden bei ESB-Programmen erst am Ende des Hauptprogramms gelöscht.
Der Kontakt 6.0 schließt, wenn ein Melderelais in reitung der dritten Unterprogrammvorwahl muß die Selbsthaltung gegangen ist, im Beispiel also durch Programmsteuerung selbsttätig das Ursprungsfeld die Meldung des eingeschalteten Trenners der Sam- vorwählen. Dies geschieht in der Weise, daß von dem melschiene I. Hierdurch wird gewährleistet, daß eingeschalteten Umgehungsschienentrenner des UrVorwahlen und damit der Ablauf des ESB-Pro- 5 Sprungsfeldes die Stellungsmeldekontakte für die gramms nur dann beginnen, wenn die Festlegung der Steuerung der Feldvorwahl benutzt werden. Mit 11 £ führenden Sammelschiene erfolgt ist. ist ein ArbeitsLontakt der »Ein«- und mit 11.4 ein
An den Kontakt 6.0 schließt sich der Kontakt 7.0 Ruhekontakt der »Aus«-Stellungsmeldung des Um-
eines zentralen Feldvorwahlkontrollrelais an. das gehungsschienentrenners des Feldes F1 bezeichnet,
durch nicht dareestellte Kontakte an den Feldvor- io Die Feldvorwahl geht also über die Kontakte
wahlschaltem aller Felder in allen Anlagengruppen 1.0-4.1-7.1-8.13-8.25-10.12-1If-Il^-Fl.
im Zusammenhang mit einer Dauersignalvorwahl Nacli dem Absteuern der Feldvorwahl und dem
gesteuert wird. Da die Feldvorwahl bei Programm- erneuten Umschalten der Kontakte 7.0 und 7.1 wird
beginn von Hand erfolgt, ist der Kontakt 7.0 ge- über die Kontakte 1.0-4.1-6.0-7.0-8.12S.22-4.S-FA
schlossen. l5 das »Aus«-Programm FA vorgewählt, in dessen Ver-
Mit 8.11 ist der Ruhekontakt der ersten Stufe der lauf der Leistungsschalter, der Abgäügsüenner und
Unterprogrammvorwahl bezeichnet, über den das der Sammelschienentrenner ausgeschaltet werden.
Signal weitergeführt wird zum Kontakt 4.2, der zum Mit der Durchführung dieses dritten Unterprogramms
ESB-sEine-ProgrammvorwahJschalter gehört. An ist das ESB-»Ein«-Programm beendet, so daß mit
diesen Kontakt schließt sich die Unterprogrammvor- 20 der Löschung des Gesamtprogramms auch die In-
wahleinrichtung 9 zum Einschalten des Umgehungs- formation über die führende Sammelschiene gelöscht
schienentrenners an. werden kann.
Nach der Unterprogrammvonvahl öffnet der Kon- Während der gesamten Dauer des Ersatzschaltertakt 1.0. und die Unterprogrammvorwahl bereitet die betriebes sind keine besonderen Einrichtungen zur zweite Unterprogrammstufe vor, indem der Kontakt 25 Speicherung von Informationen notwendig, die spä- 8.11 öffnet und 5er Kontakt 8.12 schließt. Wenn der ter beim ESB-»Aus«-Programm benötigt werden. Umgehungsschienentrenner in dem zu ersetzenden Damit ist gewährleistet, daß die Programmsteuerung Feld eingeschaltet ist. werden das Unterprogramm weiterhin beliebige Programme in beliebigen An- und die Feldvorwahl gelöscht. Danach schließt der lagengruppen durchführen kann. Wenn für den ESB-Steuerkontakt 1.0 wieder. Da jetzt kein Feld vorge- 30 Betrieb ein besonderes Ersatzfeld vorgesehen oder wählt ist. ist auch der Kontakt 7.1 der zentralen eine zweite Kupplung vorhanden ist. kann auch in Feldvorwahlkontrolle geschlossen, so daß jetzt über dem den Ersatzbetrieb durchführenden Feld ein die Kontakte 8.13 und 8.24 der Unterprogrammvor- Sammelschienenwechsel vorgenommen werden, ohne wahlsteuerung das Feldvorwahlsignal zu den Kontak- daß dadurch dann beim Zurückschalten auf das Urten 10 gelangt. Diese sind nur vorhanden, wenn zwei 35 spmngsfeld die Gefahr einer ungewollten Querkuppoder mehr Anlagengruppen an eine Programmsteue- lung über die Umgehungsschiene auftreten könnte, rung angeschlossen sind. Ihre Steuerung wird von Die Durchführung eines ESB-»Aus<-Programms einer nicht dargestellten Dauersignalvorwahleinrich- verlangt eine andere Schaltreihenfokc als das ESB-♦une vorgenommen. Im vorliegenden Fall soll das »Ein«-Programm. Außerdem sind statt zweier auto-ESB-Programm in der ersten Anlagengruppe durch- 40 matischer Feld\ orwahlen beim »Ein^-Programm drei zuführen sein. d.h.. die Kontakte 10.11 und 10.12 beim »Aus«-Programm durchzuführen. Trotzdem sind geschlossen. Dann kann das Signal weiterlaufen soll die L'nterprogramm vorwahl, die auch die autozur Feldvorwahl des Kuppelfeldes Kl. mansche Feldvorwahl steuert, nicht umfangreicher
Wenn die Feldvorwahl der Kupplung erfolgt ist. werden als die gleichartig aufgebaute Schaltstufensteuern die Kontakte 7.0 und 7.1 um. so daß zu- 45 vorwahl in den Standardprogrammen, die normalcrnächst eine Selbstunterbrechung des Feldvorwahl- weise nur für drei Vorwahlen ausgelegt ist. Da außcrsignals erfolgt. Gleichzeitig gelangt das Signal von dem die Feldvorwahl für die erste L'nterproeramm-1.0 aus über die Kontakte 4.1-6.0^7.0-8.12-8.21-4.4 vorwahl von Hand vorgenommen werden muß, Λ.\- zu den Kontakten 6... deren zugehörige, nicht darge- mit die Programmsteuerung eine Information darstellte Relais die Information über die im ESB-Pro- 50 über erhält, in welcher Anlagengruppe sie arbeiten gramm führende Sammelschiene speichern. Im Bei- soll, sind Zusatzeinrichtungen erforderlich.
spiel ist dies die erste Sammelschiene, so daß der Bei der Vorwahl des ESB-»Aus«-Proeramm·; Kontakt 6.1 geschlossen und damit der Weg zur Vor- werden die Kontakte 5.. am entsprechenden Prowahl des Unterprogramms »Feld einschalten auf gramrnvorwahlschalter geschlossen. Da die Kupp-Sammelschiene I« frei ist (5Sl L). 55 lung ion Hand vorgewählt wurde, ist der Kontakt 7 0
Die Ui den ESB-Programmen möglichen Unter- geschlossen. Der Kontakt 6.0 schließt, wenn die füh-
programme »Feld ein-« bzw. »Feld ausschalten« stel- rende Sammelschiene, im Beispiel SSl. ermittelt ist.
len für sich vollständige Standardprogramme dar. Bei Nunmehr kann die Löscheinrichtung 12 über den
der Durchführung dieser Programme als Unterpro- Weg 1.0-5.1-6.0-7.0-5.2 13.2 erTegt werden. Da
gramme in der Kupplung wird automatisch statt des 60 kein Unterprogramm vorgewählt war. findet auch
Abgangstrenners der Umgehungsschienentrenner vor- keine Fortschaltung der Unterprogramrnvorwa'il 8.
gewählt. Während der Durchführung der ESB-Pro- sondern nur die Löschung der Feldvorwahl statt.
gramme wird die Handvorwahl aller Standardpro- Während der Feldvonvahllöschung wird das Zus.m-
gramme gesperrt, jedoch können die als Unterpro- relais 13 durch den Kontakt 12.1 erregt, üis über
gramme wirksam werdenden Standardprogramme in 65 den Kontakt 13.1 in Selbsthahung geht. Außerdem
der erfindungsgemäßen Weise vorgewählt werden. öffnet der Kontakt 13.2 und unterbindet damit eine
Nach der Durchführung des zweiten Unterpro- erneute Ansteuerung der Löscheinrichtung 12 ohne
gramms, der Feldvorwahllöschung und der Vorbe- Mitnahme der Unterprogrammvonvahlsteuerung.
Nach dem Loschen der Feldvorwahl und erneutem Schließen des Kontaktes 1.0 wird das Ursprungsfeld über folgenden Weg vorgewählt: Kontakt 1.0-5.1-2.0-5.3-8.14-10.12-11E-11/1-F1. Die Feldvorwahl wird durchgeführt, so daß nun als erstes Unterprogramm dieses Feld auf die Sammelschiene 1 eingeschaltet werden kann. Dies geschieht über den Strompfad·. 1.0-5.1-6.0 7.0-8.11-5.4 13.2-6.1-SS1E. Nach dem Einschalten des Feldes, der erfolgten Löschung und Fortschaltung der Unterprogrammvorwahleinrichtung auf die zweite Unterprogrammstufe, muß die Kupplung vorgewählt und ausgeschaltet werden. Zur Feldvorwahl wird folgender Stromkreis verwendet: 1.0-5.1-2.0-7 1-8.13-8.14-10.11-K1. Die anschließende ><Aas«-Unterprogrammvorwahl findet statt über den Stromkreis: 1.0-5.1-6.0-7.0-8.12-8.21- S.5-FA. Wenn auch dieses Unterprogramm erledigt ist. muß in dem Ursprungsfeld noch der Umgehungsschienentrenner ausgeschaltet werden, um den Ausgangszustand wieder herzustellen. Über die dritte Stufe der Unterprogrammvorwahleinrichtung wird die Feldvorwahl vorgenommen. Stromweg: 1.0-5.1-2.0-7.1-8.13-8.25-10.12-11 £-11 A-Fl. Danach wird der Umgehungsschienentrenner zum Ausschalten durch die Unterprogrammvorwahleinrichtung 14 vorgewählt und im Anschluß an die vollzogene Ausschaltung da., gesamte ESB-»Aus«-Programm gelöscht. Es ist also möglich, mit einem Zusatzrclais und zusätzlichen Arbeitskontakten am Programmvorwahlschalter für das ESB-»Aus«-Programm mit der beschriebenen neuartigen Einrichtung auszukommen.
'n manchen Fällen sind die Umgehungsschienen in zwei Teile aufgetrennt, z. B. in einen Süd- und in einen Nord-Abschnitt. In solchen Anlagen muß bei E SB-Pro--rammen in den entsprechenden Kuppelfeldern automatisch eine Entscheidung darüber getroffen werden, welcher Umgehungsschienentrenner zu schalten ist. Zu diesem Zweck wird wieder die Stellungsmeldung des Ursprungsfeldes verwendet.
Tm »Ein«- bzw. »Aus«-Programm in der Kupplung im Rahmen eines ESB-Programms wird bei der Vorwahl des Abgangstrenners, wie bereits erwähnt, eine Umsteuerung auf den Umgehungsschienentrenner durch die Kontakte 15.1 und 15.2 in F i g. 2 vorgenommen. Der Kontakt 15.2 ist mit einer Schiene 16 verbunden, an die die »Ein«-Stellungsmelduncen /.,V aller Umgehungsschienentrenner aller Anlaccngruppen angeschlossen sind. Sofern sie zur jeweiligen Nord-Gruppe gehören, arbeiten sie auf die Schiene 17. an welche die Schaltenorwahleinrichirung für den Umgehungsschienentrenner »Nordf der Kupplung angeschlossen ist. Die zu den «Süd«-Ciruppen gehörenden Umgehungsschienentrenner sind an die Schiene 18 angeschlossen, von der aus die Schaltervorwahl ^Umgehungsschienentrenner Süd« der Kupplung gesteuert wird.
Die Umschaltung eines Feldes auf eine Kupplung oder ein Ersatzfeld bedeutet, daß im Falle einer Störung auf der angeschlossenen Leitung der Ersatzleistungsschalter die Schutzauslösung übernehmen muß. Diese Aufgabe bereitet aber schon dann große Schwierigkeiten, wenn die Stromwandlcrübersetzungen der einzelnen Felder sehr unterschiedlich sind. Noch größere Schwierigkeiten ergeben sich, wenn die verschiedenartigsten Schutzeinrichtungen, wie Überstrom-, Differential·, Impedanz-, KU-Relais usw.. angeschlossen sind, da es bei der Auslösung auf die Einhaltung bestimmter Auslösezeiten ankommt. Um die bei einem Ersatzschalterbetrieb erforderlichen Schutzumschaltungen auf ein überschaubares Maß zu reduzieren, setzt man die Meßwandler häufig vor den Abgangstrenner in die abgehende Leitung, so daß diese Wandler auch beim ESB-Betrieb eingeschaltet bleiben. Während des Umschaltens sind für eine gewisse Zeit zwei Leistungsschalter eingeschaltet. Wenn während dieser Zeit eine Schutzauslösung
ίο durchzuführen ist, kann es nach den bisherigen Umschaltverfahren, bei denen in der Regel Umschaltkonti>kte verwendet werden, vorkommen, daß nur einer der Leistungsschalter ausschaltet. Wenn auch die Wahrscheinlichkeit gering ist, daß ein solcher Auslösevorgang während der Umschaltung vorkommt, so ist es doch zweckmäßig, bei einem automatisch ablaufenden ESB-Programm Vorsorge gegen einen solch unerwünschten Schaltzustand zu treffen. Dies geschieht in der Weise, daß mit dem Einschalten des Umgehungsschienentrenners des zu ersetzenden Feldes die Schutzauslöseleitung auf eine Auslöseschiene geschaltet wird, an der die Auslöseeinrichtung der Kupplung angeschlossen ist. In F i g. 3 ist das Grundprinzip dieser Schaltung dargestellt. Verschiedene Auslöscanregungen der Felder 1 und 2 sind mit 3 bis 5 bzw. 6 bezeichnet. In jedem Fall ist eine Auslöseeinrichtung 7 bzw. 8 für den Leistungsschalter des betreffenden Feldes vorhanden. Mit 9 ist die entsprechende Auslöseeinrichtung des Kuppel- oder Ersatzschalterfeldes 10 bezeichnet. Von jedem Feld aus kann die zu den jeweiligen Auslöseeinrichtungen führende Leitung über »Eim--Stellung1 meldekontakte 11 und 12 der Umgehungsschienentrenner auf die Auslöseschiene 13 geschaltet werden.
Tr. der Kupplung wird diese Auslöseschiene über den Kontakt 14 des Umgehungsschicncntrcnncrs auf die Auslöseeinrichtung des Kuppelfeldleistungsschalters geschaltet. Wenn zwei Umgehungsschienenabschnitte vorhanden sind, kommen der Kontakt 15 an der »Ein«-Stellungsmeldung des zweiten Umgehungsschienentrenners in der Kupplung und die zweite Auslöseschiene 16 hinzu. Durch diese Anordnung wird erreicht, daß bei USB-Programmen in der Zeitspanne, wenn zwei Leistungsschalter eingeschaltet sind, eventuell abgegebene Sehutzauslösekommandos unverzögert von beiden Leistungsschaltern ausgeführt werden. Diese an sich einfache Einrichtung ist jedoch mit einigen Nachteilen behaftet. So ist es beispielsweise ohne Handeingriff in die Auslö^eleitung eine?
ersetzten Leistungsschalters nicht möglich, die Auslöseeinrichtung 7. 8 ii<.\v. zu prüfen, weil sonst das Prüfsignal auch auf den Ersatzschalter gegeben würde. Außerdem müßten die häufig noch mit 220 V betriebenen Auslöseleitungen über die Schaltcrstellungsmeldckontnkte oder über besondere Starkstromkontakte an den Stelhingsmeldereiais geführt werden Beide Maßnahmen sind unvorteilhaft, entweder wegen der langen Kabclwegc oder weil die Schwach Stromrelais mit teilweise Starkstromkontakten vcr sehen werden müssen. Die dazu verwendeten Kon takte werden vielfach als nicht zuverlässig genug füi Schutzeinrichtungen angesehen
Um diese Nachteile zu beseitigen und außrrden die Programmdurchführung an einer bcsümmtei Stelle von der vollzogenen Schutzumschaltung ab hängig zu machen, wird die Einrichtung nach Fig.! durch die Einfügung besonderer Schaltglieder er gänzt (F i g. 4). Bei diesen Schaltgliedcrn handelt e
9 10
sich vorzugsweise um magnetbetätigte, mechanisch wird. Daran schließt sich eine Schiene 25 an, die verklinkte Schalter (M-Schalter). Selbstverständlich durch alle Felder einer Anlagengruppc führt. An können für diese Aufgabe auch Schütze oder ahn- diese Schiene ist entweder je Feld der Kontakt 32.1 liehe Schaltgeräte verwendet werden. M-Schaltcr bzw. 33.1 angeschlossen, mit dem in Reihe der Konsind deswegen besonders vorteilhaft, weil sie außer 5 takt 20.1 (Feld 2) liegt. Die Abgänge aller Kontakle während der Schaltvorgänge keine Versorgungsspan- 20.1 sind mit der Schiene 26 verbunden, die aus zwei llung benötigen und daher auch bei Spannungs- Teilen bestehen, wenn die Umgehungsschiene geteilt absenkungen, die oft Begleiterscheinungen von Netz- ist. Im Kuppelfeld führt die Schiene 26 über den störungen sind, zuverlässigen Koniakt geben. Kontakt 22.1 zum Kontakt 27 einer Lcistungsschal-
Bei Schutzeinrichtungen, die nur Schwachstrom- io terxorwahlcinrichtung. Von diesem Kontakt aus beanregesignale abgeben, können die in F i g. 4 gezeig- steht eine Verbindung zur zentralen Vemegeluncsten Einrichtungen mit zweckentsprechenden Geräten einrichtung 28, von der hier nur ein Eingang darnieder Schwachstromtecknik bestückt werden. In den stellt ist. Nur wenn alle Eingangsbedingungen erfüllt Feldern 1 und 2 sind unterschiedliche Methoden zur sind, kann ein Steuerbefehl abgegeben werden. Abtrennung der eigenen Auslöseeinrichiungen dai- 15 Im vorliegenden Beispiel kann der Leistiingssdialgesteiit, die aber beide in die Programmsteuerung ter in der Kupplung nur eingeschaltet werden, wenn eingreifen. Im Feld 1 ist eine Hand-, im Feld 2 eine im ESB-»Ein«-Programm (Kontakt 23 geschlossen) automatische Betätigung vorgesehen. das Kuppelfeld vorgewählt ist (Kontakt 27 geschlos-
Ein von den Schutzeinrichtungen 3 bis 5 ausgehen- sen), im Feld 2 der Kontakt 33.1 und 20.1 und in der der Auslösebefehl geht normalerweise über den 20 Kupplung der Kontakt 22.1 geschlossen und der Lei-Hebelschalter 32 zur Auslöseeinrichtung 7. Dieser stungsschalter in der Kupplung vorgewählt sind. Schalter ist an sich immer geschlossen. Nur bei ESB- Der Kontakt 33.1 hat beim ESB-»Ein«-Progiamm Betrieb wird er von Hand geöffnet, um ohne Störung keine besondere Bedeutung, da die Durchschaltung des Betriebes Prüfsignale auf die Auslöseeinrich- von der Auslöseeinrichtung 6 zur Auslöseeinrichtung 7 geben zu können. Im Feld 2 ist dieser Hebel- 25 tung 8 über den Schalter 33 den Normalfall darstellt, schalter durch einen M-Schalter 33 ersetzt. Er wird Der Kontakt 20.1 meldet, daß die Schutzanregung automatisch durch die Kontakte 19 des Abgangsiren- des zu ersetzenden Feldes auf die Kupplung gcschalners gesteuert oder, falls dieser nicht vorhanden ist. tct ist, und der Kontakt 22.1 gibt an. daß die Durchdurch die Sammelschienentrenner. Hierdurch wird schaltung der Schiene 26 auf die Auslöseeinrichtung 9 erreicht, daß der Schalter 33 vor dem Einschalten des 30 vollzogen wurde.
Leistungsschalter ein- und erst nach seinem Aus- Beim ESB-» Aus«-Programm laufen die Vorgänge schalten auch wieder ausschaltet. Hierdurch können in umgekehrter Richtung ab. Die Feldwmvahl Ixauch bei KU-Schaltungcn keine Schwierigkeiten auf- zieht sich dann beim Zuschalten des zweiten Leitreten. Bei ausgeschaltetem und durch Trenner vom stungsschalters auf das Ursprungsfeld, ebenso die Lei-Netz getrennten Leistungsschalter können also immer 35 stungsschaltervorwahl. Der Schalter 33 schaltet ein. Prüfsignale auf die Auslöseeinrichtung 8 gegeben wenn beim Unterprogramm »Ursprungsfeld einschalwerden, gleichgültig, ob das Feld ausgeschaltet oder ten« der Abgangstrenner eingeschaltet wird. Durch über die Umgehungsschiene in Betrieb ist. die beschriebene Einrichtung wird also zuverlässig
Wenn in Feld 2 ein ESB-Programm durchgeführt sichergestellt, daß zu keiner Zeit ein Leistungsschalwerden soll, dann ist der Schalter 33 geschlossen, 40 tcr eingeschaltet ist. auf den nicht die im Augenblick weil das Feld in Betrieb ist. Zunächst wird der Um- für ihn maßgebenden Schutzeinrichtungen geschaltet gchungsschienentrcnner eingeschaltet. Dadurch schal- sind.
ten die Kontakte 19 um. die von diesem Trenner ge- Eine vorteilhafte Weiterbildung gestattet, die steuert werden, so daß der M-Schalter 20 einschalten Unterprogrammvorwahleinrichlung für ESB-Prokann. Die Schutzauslösung der Auslöseeinrichtung 6 45 «ramme auch für vollständige Sammclschienenwechist damit in Abhängigkeit vom eingeschalteten Um- selprogramme mitzuvcrwenden. Unter vollständigem gehungssehiencntrenner des zu ersetzenden Feldes Sammelschienenwechselprogramm ist das Einschalauf die Schiene 13 durchgeschaltci. Im Zuge des ten der Querkupplung, die Durchführung des Sam-ESB-Programms wird mm die Kupplung cingc-chal- melschienenwechsels in allen interessierenden Feitet. Wie im Feld 2. so werden auch in der Kupplung 50 dem und das anschließende Ausschalten der Quer-10 mit dem Einschalten des Umgehungsschienen- kupplung zu verstehen. Es handelt sich also auch hier trenners die Kontakte 21 umgesteuert, woraufhin der um die Durchführung von drei verschiedenartigen M-Schalter 22 einschaltet. Die Auslöseeinrichtung 6 Unterprogrammen, wobei das zweite Unterprogramm ist nunmehr mit den Auslöseeinrichtungen 8 des in einer beliebig großen Zahl von Feldern stattfindet, eigenen Feldes und 9 der Kupplung verbunden, ob- 55 Wie bei den FSB-Programmen soll auch hier mit der wohl der Leistungsschalter in der Kupplung noch Betätigung von zwei Steuertasten die vollständige nicht eingeschaltet ist. Die Einschaltung des jeweils ProgrrmmJüuhiührung möglich sein. Dies wird dazwcitcn Leistungsschalters -- beim ESB-xEine-Pro- durch erreicht, daß nach der Hauptprogrammwahl, gramm des Leistungsschalters in der Kupplung, beim beispielsweise Sammelschienenwechsel von Schiene 1 ESB-»Aus«-Programm des Leistungsschaltcrs im 60 nach Schiene II, nur noch die Querkupplung vorge-Ursprungsfeld — wird erfindungsgemäß von der vor- wählt wird, in deren Anlagengruppe der Sanimelihcrigen Zuschaltung der entsprechenden Auslöse- schicnenwechsel durchzuführen ist. einrichtung9 bzw. 8 usw. abhängig gemacht. Diese Fig. 5 zeigt die Einrichtungen der Fig 1. die um Abhängigkeit wird dadurch erreicht, daß bei ESB- die Teile ergänzt wurde, welche für die Durchfüh-Ptogrammen der Kontakt 23 Spannung zum Kontakt 65 rung eines vollständigen Kuppelprogramms notwendig 24 liefert, der schließt, wenn ein Feld vorgewählt ist sind.
und selbst von einer nicht dargestellten zentralen Bei der Durchführung eines beliebigen Kuppelpro-
Feldvorwahlkontrolle einer Anlagengruppe gesteuert gramms schließen die Kontakte 15. Da zur An-
lagengruppenbestimmung das führende Kuppelfeld vorgewählt wurde, kann automatisch sofort das Einschaltprogramm der Querkupplung vorgewählt werden. Für die Vorwahl der Unterprogramme ist die Abfrage der Stellung der Sammelschienentrenner nicht erforderlich. Darum überbrückt der Kontakt 15.1 auch den Kontakt 6.«. Der Kontakt 7.0 (Feldvorwahl) ist ebenso wie der Kontakt 15.2 geschlossen. Die folgenden Kontakte 34... dienen zur Vorwahl 4er Kupplungs-»Ein«-Unterpogramme 35. Bei den Positionen 34, 35 und 36, 37 geben die Zahlen hinter «lern Punkt an, welche Sammelschienen miteinander tu verbinden sind und in welcher Richtung der Samtnelschicnenwechsel stattfindet.
Nach dem Einschalten der Querkupplung und der Feldvorwahllöschung kann im bereits vorbereiteter, zweiten Unterprogramm der Sammelschienenwechsel in den einzelnen Feldern vorgenommen werden. Über die Kontakte 15.3-7.1-18.3-8.24-15.4 wird die automatische Feldvorwahlsteuerung 38 angeregt, die die erste Feldvorwahl vornimmt. Mit dem ersten Ansprechen der Feldvorwahlsteuerung 38 wird die Fortschaltung der Unterprogrammvorwahl so lange unterbrochen, bis das letzte umzuschaltende Feld vorgewählt wurde. Erst dann können die Kontakte 8.2.. umschalten.
Die Feldvorwahlsteuerung 38 kann wie die Stufenfortschaltcinrichtung innerhalb der Programme bzw. wie die Unterprogrammvorwahleinrichtung aufgebaut sein. Sie unterscheidet sich von diesen nur durch die der Anzahl der maximal umzuschaltenden Felder entsprechende Schaltstufenzahl. Selbstverständlich können für diese Aufgabe auch alle anderen Arten von Schrittschaltwerken, wie Ordinaten-Haft-Schalter. Drehwähler usw., eingesetzt werden.
Wenn das erste umzuschaltende Feld vorgewählt ist. wird die Vorwahl des eigentlichen Sammelschienenwechselprogramms über folgenden Kontaktwes voraenommen: 1.0-15.17.0-8 12-8.21 15.5-36.12-37.12.
Beim Umschalten des letzten Feldes wird die nicht dargestellte Sperre der Unterprogrammvorwahleinrichtung aufgehoben, und die Kontakte 8.2 schalten um. Nach der Feldvorwahllöschung und dem erneu-♦en Schließen des Steuerkontaktes 1.0 wird das Kuppelfeld zum Ausschalten vorgewählt: Stromkreis 1.0 15.3-7.1-8.13 8 25-15.6-10.11 (Anlagengruppe eins) K 1. Als Folge davon schließt der Kontakt 7.0, so daß jetzt auch als drittes Unterprogramm das »Aus«-Programm vorgewählt werden kann. Dies geschieht über den Stromkreis: 1.0-15.1-7.0-8.12-8.22- 15.T-FA. Der Abschluß dieses Unterprogramms bildet gleichzeitig auch den Abschluß des Gesamtprogramms, so daß die Einrichtungen wieder für beliebigc andere Programme /ur Verfügung stehen.
Es wurde bereits vorgeschlagen, die Durchführung eines ESB-Programms zu stoppen, wenn während des ersten Unterpogramms eine Schutzauslösung erfolgt. Damit soll verhindert werden, daß unbeabsichligt z. B. auf einen Kurzschluß geschaltet wird, der während de* ersten Unterprogramms ordnungsgemäß abgeschaltet wurde. Diese Maßnahme bietet aber nur einen unvollkommenen Schutz, besonders beim ESB- »Ein«-Programm. da zwischen dem Einschalten des Umgehungsschienentrenncrs im ersten Unterprogramm und dem Einschalten des Kuppelfeld-Leistungsschaltcrs im zweiten Unterprogramm noch eine verhältnismäßig lange nicht erfaßte Zeit liegt.
Dieser Nachteil wird durch eine einfache Ergänzung des Schalters 22 in der Kupplung 10 beseitigt. Solange der Schalter 22 noch nicht geschlossen, die Auslösedurchschaltung also noch nicht erfolgt ist, könnte eine Schutzauslösung zu einem ungewünschten erneuten Einschalten führen. Daher wird die Schiene 26 über den Ruhekontakt 22.2 mit dem Relais 29 verbunden. Bei zwei Umgehungsschienen erfolgt der Anschluß des zweiten Abschnittes an das Relais 30. Die Kontakte 29.1 und 30.1 steuern die Programmstoppeinrichtung 31. Wenn nach dem Einschalten des Schalters 20 eine Schutzausiösung kommt, kann das Programm bis zum Ende durchgeführt werden, weil sichergestellt ist, daß nicht auf einen Fehler eingeschaltet wird.
Beim ESB-»Aus«-Programm tritt diese Schwierigkeit nicht auf. da hier der zweite Leistungsschaltei bereits im ersten Unterprogramm eingeschaltet wird Patentschutz wird nur begehrt jeweils
für die Gesamtheit der Merkmale eine jeden Anspruches, also cinschließlicl seiner Rückbeziehung.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (9)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Steuern einer beliebigen Zahl elektrisch steuerbarer elektrischer Schalter, bei dem jeder gesteuerte Schalter über einen Stellungsmeldekontakt das Ansteuern des laut Schaltprogramm folgenden Schalters einleitet, nach Patent 1540072, dadurch gekennzeichnet, daß das Programm für die Anlagen- steuerung sich zusammensetzt aus einem Vorwahlprogramm und den Steuerprogrammen der beteiligten Felder entsprechend der Reihenfolge ihrer Beteiligung.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- !5 kennzeichnet, daß die Steuerung der automati schen Vorwahl des Ursprungsfeldes bei ESB-Programmen in Abhängigkeit von der Stellungsmeldung des Umgehungsschienentrenners des Ursprungsfeldes erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß infolge des Fehlens von Hinrichtungen zur Speicherung von Informationen über Ursprungsfeld, Anlagengruppe i.nd führende Sammelschienen während eines ESB-Programms in der Zwischenzeit in beliebigen Aniagengruppcn beliebige Programme durchführbar sind.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer unterschiedlichen Anzahl von Feldvorwahlen bei ESB-PiOgrummen die für die kleinere Zahl von Feldvorwahlen ausgelegten Unterprogramm- und Feldvorwahleinrichtung dient, der ein Zusatzrelais eingefügt ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der in der Kupplung zu schaltende Umgehungsschiencntrenr.er bei geteilten Umgehungsschienen automatisch durch Steuerung vom Umgehungsschienentrenner des Ursprungsfeldes aus festgelegt ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung des Kuppelfeldes als Ersatzfeld bei Frsatzschalterbetrieb für die Kupplung normale »Fan«- und »Aus«-Standardprogramme verwendet werden, bei denen der oder die Umgehungsschienentrenner wie Abgangstrenner in Normalfeldern behandelt werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzumschaltung bei ESB-Programmen durch die Stellung der Umgehungsschiencntrenner gesteuert wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Einschalten der Auslöseeinrichtung des zuzuschaltenden Leistungsschalters vorbereitend durch den im Programm vor ihm zu schaltenden Trenner und das Abschalten der Auslöseeinrichtung des auszuschaltenden Leistungsschalter durch den im Programm nach ihm zu schaltenden Trenner erfolgt, so daß auch während der Durchführung eines ESB-Programms alle durch Schutzanregung durchzuführenden Schaltungen, insbesondere auch KU-Schaltungen. durchgeführt werden können.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1
bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Einschalten des zweiten Leistungsschalters in einem ESB-Programm und Fortsetzung des Programms nur dann erfolgt, wenn die Schutzauslöseeinrichtungen dieses zweiten Schalters mit den zur Zeit wirksamen Schutzeinrichtungen verbunden sind.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern einer beliebigen Zahl elektrisch steuerbarer elektrischer S(5ualter, bei dem jeder gesteuerte Schalter über einen Stellungsmeldekontakt das Ansteuern des laut Schaltprogramm folgenden Schalters einleitet, nach Patent 1540 072.
In Schaltanlagen, die durch eine derartige Programmsteuerung geschaltet werden, unterscheidet man zwei Piogrammgruppen. Es sind dies die Tinzelfeld- und die Anlagenprogramme.
Zu den Einzelfeldprogrammen gehören alle die Programme, in deren Verlauf nur in einem Feld Schaithandluagen durchgeführt werden, wie das z. B. beim Ein- und Ausschalten eines Feldes der Fall ist.
Zu den Anlagenprogrammen gehören alle die Programme, in deren Verlauf in zwei oder mehr Feldern einer Anlage Schalthandlungen durchgeführt werden. Hierunter fallen beispielsweise Sammelschienenwechsel- und Ersatzschalterprogramme, die in der Folge abgekürzt mit ESB-Programmen bezeichnet werden. ESB-Programme sind nur in Schaltanlagen mit Umgehungsschienen möglich. Unter einem solchen Programm ist folgendes zu verstehen:
In einem beliebigen Schaltanlagenfeld soll ohne Unterbrechung des Energiefiusses der Leistungsschalter durch den Leistungsschalter im Kuppelfeld oder in einem anderen, speziell für diesen Fall vorgesehenen Ersatzfeld ersetzt weider.. Dazu sind in Anlagen mit Vorwahlsteuerung folgende Schalthandlungen nötig, wenn sie von Hand ausgeführt werden:
1. Vorwahl des Feldes, in dem der Leistungsschalter freigeschaltet werden soll,
1.1. Einschalten des Umgehungsschienentrenners,
1.2. Löschen der Feldvorwahl;
2. Vorwahl des Kuppelfeldes,
2.1. Einschalten des richtigen Sammelschienentrenners,
2.2. Einschalten des Umgehungsschienentrenners,
2.3. Einschalten des Leistungsschalters,
2.4. Löschen der Feldvorwahl;
3. Erneute Vorwahl des Feldes, in dem der Leistungsschalter freigeschaltet werden soll.
3.1. Ausschallen des Leistungsschaltcrs.
3.2. Ausschalten des Abgangstrenners,
3.3. Ausschalten de^ SammelschienentR-nners,
3.4. Löschen der Feldvorwahl.
Am Ende eines Ersatzschalterbctriebes findet ein ESB-Programm in umgekehrter Reihenfolge statt.
Außer <1en hier genannten Schalthandlungen sind bei der Durchführung eines ESB-Programms aber noch andere Gesichtspunkte zu beachten. Hierzu gehört die Einrichtung für die Umschaltung der Schutzauslösung von einem auf den anderen Leistungsschal-
DE19671640952 1967-07-31 1967-07-31 Verfahren zum Steuern einer be liebigen Zahl elektrisch steuerbarer elek tnscher Schalter nach einem Programm Expired DE1640952C3 (de)

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