DE1538399C - Schaltungsanordnung eines elektroni sehen Spannungs oder Stromstabihsators mit Kompensation der Heizspannungsanderun gen - Google Patents
Schaltungsanordnung eines elektroni sehen Spannungs oder Stromstabihsators mit Kompensation der Heizspannungsanderun genInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung auch der Heizstrom von den Belastungsänderungen
eines elektronischen Spannungs- oder Stromstabili- abhängig ist, was mittels einer Schaltung mit hinter-
sators mit einer Kompensation des Einflusses der einandergeschalteten Röhrenheizungswicklung und
Änderungen der Heizspannung durch Anwendung Last durchgeführt wird, was selbstverständlich ge-
von Eingangskompensation. 5 wisse Nachteile schalttechnischer' Natur mit sich
Bei der Konstruktion von stabilisierten Röhren- bringt. , ■ ,
quellen verwendet man gewöhnlich das sogenannte Zur Vermeidung der Einflüsse der Heizspannungs-
degenerative Verfahren, bei dem ein Teil der Ein- Schwankungen während des Betriebes eines Stabilisa-
gangsspannung bzw. des Eingangsstroms nach Um- tors werden in den Heizkreisen der Röhre des
Wandlung in eine Spannung mit einer konstanten io Stabilisators verschiedene nichtlineare Elemente an-
Vergleichsspannung verglichen wird. Die Abwei- geordnet oder die Heizspannung (bzw. Heizstrom
chung wird in einem Fehlerverstärker verstärkt und wird z. B. magnetisch stabilisiert,
reguliert dann mittels eines Stellelementes die Aus- Zweck der vorliegenden Erfindung ist es deshalb,
gangsgröße im entsprechenden Sinne derart, daß den Einfluß von Änderungen der Heizspannung auf
diese konstant bleibt. Um einen hohen Stabilitäts- 15 die Stabilisierung der Quelle zu beseitigen. Die Er-
faktor zu erzielen, muß die Verstärkung in der Rück- findung ermöglicht es also, schnelle Änderungen der
kopplungsschleife hoch sein, und sowohl die Ver- Speisespannung und auch die Heizung zu stabilir
gleichsquelle und der Vergleichskreis als auch die sieren.
erste Stufe des Fehlerverstärkers müssen eine hohe Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung eines
Stabilität besitzen. Den größten Einfluß auf die Sta- 20 Spannungs- oder Stromstabilisators mit Kompen-
bilität des Fehlerverstärkers üben Änderungen der sation des Einflusses der Änderungen der Heiz-
Heizspannung der ersten Röhre aus. spannung, unter Anwendung einer Eingangskompen-
In anspruchsvollen Quellen, bei denen gewöhnlich sation, ist dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des
ein Fehlerverstärker mit mehreren Röhren verwendet Kompensationskreises aus RCrGliedern besteht,
wird, können die Einflüsse der Änderungen der 25 deren Zeitkonstante der Zeitkonstanteri des Heiz-
Heizspannung durch eine symmetrische Verstärker- kreises einer Eingangsröhre eines Fehlerverstärkers
schaltung oder eine kompensierte Millerstufe korn- gleicht, welche durch die Schnelligkeit des Wärme-
pensiert werden. Übertritts aus dem Heizfaden in die Emissionsschicht
In Quellen mit mittleren Ansprüchen verwendet der Kathode gegeben ist.
man jedoch einen Stabilisator, dessen Fehlerverstär- 30 Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von
ker mit einer Doppel triode in Kaskadenschaltung Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt
bestückt ist. Diese Schaltung erzielt zwar eine höhere F i g. 1 ein Blockschema und
Verstärkung in der Schleife als eine einstufige Schal- F i g. 2 ein Ausführungsbeispiel der erfindungsge-
tung, jedoch kann hier keine symmetrische Kompen- mäßen Stabilisatorschaltungsanordnung,
sation der Heizung angewendet werden, ohne eine 35 Das Blockschema in Fig. 1 zeigt die Aufteilung
weitere Röhre in Anspruch zu nehmen. Dieser Nach- des Kompensationskreises in zwei Teile 1 (Wider-
teil kann zwar teilweise dadurch beseitigt werden, daß stand 7) und 2 (Widerstände 8,9 und Kondensator
die Kompensationsspannung aus dem Stabilisator- 10), die zwischen die Eingangsklemme 12 und erit-
eingang in den Fehlerverstärker verlegt wird, aber sprechende Punkte des Fehlerverstärkers 3 ange-
die unterschiedlichen Zeitkonstanten des Heiz- und 40 schlossen sind.
Kompensationskreises verhindern eine wirksame , Weitere Einzelheiten gehen dann aus F i g. 2 her-
Kompensation von schnellen Änderungen. Während vor:
die Zeitkonstante des Kompensationskreises infolge - Die Eingangsröhre 20 des Stabilisators ist mit dem
parasitärer Kapazitäten im Kreis in der Größen- Fehlerverstärker verbunden, der durch eine in Kas-
ordnung von Millisekunden liegen, ist die Zeitkon- 45 kadenschaltung angeordnete Doppeltriode 21 gebildet
stante des Heizkreises bei den üblichen, zur Ariwen- wird. Der Kompensationskreis für schnelle Änderun-
dung gelangenden geheizten Röhren infolge des gen wird gebildet durch Widerstand 7 und der Kom-
langsamen Wärmeübertrittes aus dem Heizfaden in pensationskreis für langsame Änderungen durch die
die Emissionsschicht der Kathode in der Größen- Widerstände 8 und 9 und den Kondensator 10.' Im
Ordnung von etwa einer Sekunde. 5° angeführten Beispiel besitzen beide Widerstände 8,9
Statt der schon angeführten Schaltungsanordnung den Wert 0,5 Megohm, und der Kondensator 10 be-
gen verwendet man zur Heizspannungsregelung auch sitzt einen Wert von 8 Mikrofarad. Den iVergleichs-
eine Schaltungsanordnung, bei der ein Heiztransfor- kreis bildet ein Spannungsteiler, bestehend aus
mator mit einer zusätzlichen Belastungswindung Widerständen 4,5 und 6 und einer Glimmröhre 22.
verwendet wird, wobei die Belastung dieser Windung 55 Die dargestellte Schaltungsanordnung arbeitet auf
regulierbar ist. folgende Weise: ,
Weiterhin sind stabilisierte Netzgeräte bekannt, Beim Abfallen der Netzspannung fällt auch die
bei denen die den Stromfluß regelnde Reihenröhre Spannung an den Eingangsklemmen 11,12 ab, und
durch einen ohmschen Widerstand überbrückt ist. die Ausgangsspannung an den Ausgangsklemmen 13,
Diese Schaltung hat den Vorteil, daß die den Strom- 60 14 beginnt ebenfalls abzufallen. Diese Spannungsfluß regelnde Reihenröhre für geringe Belastung verminderung wird durch den aus den Widerständen
dimensioniert werden kann, da nur ein Teil des Last- 4, 5 und 6 bestehenden Spannungsteiler auf die Röhre
stromes über die Röhre fließt. Bei geringer Belastung 2t übertragen und verringert deren Strom. Infolgeoder
während der Anheizzeit erhält man aber eine dessen steigt die Spannung am Gitter der Eingangsunstabilisierte
Spannung, welche unzulässig hoch sein 65 röhre 20 an, und der Abfall der Ausgangsspannung
kann. wird proportional zur Gesamtverstärkung in der
Weiterhin sind Schaltungsanordnungen bekannt, in Schleife abgeschwächt. Der restliche Abfall wird
denen zur Verbesserung des Stabilisationsvorganges durch geeignete Wahl des Widerstandes 7 kompen-
siert, welcher in diesem Falle die Röhre 21 sperrt.
Der Abfall der Heizspannung äußert sich später, und zwar derart, daß der Strom der Röhre 21 weiter verringert wird, so daß die Ausgangsspannung sogar
über den ursprünglichen Wert gesteigert wird. Diese Änderung, welche annähernd exponentiell ansteigt,
wird durch eine Spannung kompensiert, welche aus dem Eingang über die Widerstände 8, 9 in den gemeinsamen
Punkt 15 der beiden Trioden der Röhre 21 gelangt, wobei der Einfluß der Kompensationsspannung
durch den Kondensator 10 zeitlich verzögert wird. Dieser Kondensator 10 ist zwischen den
gemeinsamen Punkt der Widerstandes und 9 mit
konstantem Potential und üblicherweise der negativen Ausgangsspannung geschaltet. In der Praxis wird
der Wert der Elemente des T-Gliedes 8, 9,10 experimentell
eingestellt. '
Claims (2)
1. Schaltungsanordnung eines elektronischen. Spannungs- oder Stromstabilisators mit Kompen-
30 sation des Einflusses von Änderungen der Heizspannung unter Anwendung einer Eingangskompensation, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Teil des Kompensationskreises aus ÄC-Gliedern (8, 9, 10) besteht, deren Zeitkonstante
derZeitkonstante des Heizkreises einer Ein·^
gangsröhre (20) eines Fehlerverstärkers gleicht, welche durch die Schnelligkeit des Wärmeübertritts
aus dem Heizfaden in die Emissionsschicht der Kathode gegeben ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fehlerverstärker
eine Doppeltriode (21) in Kaskadenschaltung umfaßt, daß zwischen dem gemeinsamen Punkt (15)
der beiden Elektrodensysteme der Doppeltriode <
(21) und den Eingangsklemmen (11,12) ein
T-Glied angeordnet ist, welches aus zwei in
Reihe geschalteten Widerständen (8,9) und eineni
Kondensator (10) besteht und zwischen dem gemeinsamen Punkt der Widerstände (8,9) und der
negativen (11) oder positiven (12) Eingangsklemme angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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