DE1537259C - Einrichtung zur Erzeugung eines Farbfernseh-Bildsignals mit einer einzigen einstrahligen Bildaufnahmeröhre - Google Patents
Einrichtung zur Erzeugung eines Farbfernseh-Bildsignals mit einer einzigen einstrahligen BildaufnahmeröhreInfo
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- DE1537259C DE1537259C DE1537259C DE 1537259 C DE1537259 C DE 1537259C DE 1537259 C DE1537259 C DE 1537259C
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Erzeugung eines Farbfernseh-Bildsignals mit einer einzigen
einstrahligen Bildaufnahmeröhre, der ein optisches Farbstreifenfilter vorgeordnet ist, das drei hinsichtlich
ihres Farbdurchlässigkeitswertes unterschiedliche
Arten zueinander paralleler Filterstreifen aufweist und derart angeordnet ist, daß die Abtastzeilen
der Bildaufnahmeröhre jeweils aus zyklisch sich wiederholenden Folgen dreier unterschiedlich gefärbter
Bildelemente bestehen, und einem mit der Bildaufnahmeröhre ansteuerbaren Demodulator, der in vorbestimmter
Folge durch Taktimpulse aufsteuerbare und den Farbwerten der Bildelemente entsprechende
Signalanteile liefernde Gatterschaltungen enthält.
Eine derartige Einrichtung ist z. B. durch die TJSA.-Patentschrift
2 794 849 bekannt. Die Bildaufnahmeröhre dieser Einrichtung ist mit einer Gitterelektrode
versehen, die durch den Abtastvorgang des Elektronenstrahls im Inneren der Röhre Steuersignale liefert,
welche einen zur Erzeugung der Taktimpulse vorgesehenen Oszillator synchronisieren. Diese Art der
Synchronisation ist sehr aufwendig und erfordert komplizierte elektronische Schaltungen, Das verwendete
Farbstreifenfilter besteht aus drei Arten von Farbstreifen, die jeweils einer der Grundfarben zugeordnet
sind.
Es ist ferner bereits durch die deutsche Patentschrift 966 569 ein Verfahren zur Erzeugung eines
Farbfernseh-Bilsdignals bekannt, das mit zwei Aufnahrneröhren
arbeitet, wobei der einen Aufnahmeröhre ein Farbstreifenfilter vorgeordnet ist, während
die zweite Aufnahmeröhre Signalelemente in Zeitfolge liefert, die die Intensität von zwei verschiedenen Farbkemponenten
des aufgenommenen Bildes liefert. Beide Röhren liefern dann gemeinsam ein Signal, das die drei
Farbkomponenten des aufgenommenen Bildes enthält. Ein solches Verfahren ist gleichfalls sehr aufwendig
aufgebaut und hinsichtlich der elektronischen Steuerung kompliziert.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Einrichtung der eingangs genannten Art so zu verbessern,
daß komplizierte Synchronisationsschaltungen nicht erforderlich sind und daß eine Bildaufnahmeröhre
verwendet werden kann, die keine besondere Elektrode zur Ableitung eines Steuersignals enthält und ein Bildsignal
liefert, welches sich durch ein besonders günstiges Signal-Rauschverhältnis auszeichnet.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine solche Einrichtung erfindungsgemäß derart ausgebildet, daß die
Filterstreifen der ersten Art für Licht aller Farben, die Filterstreifen der zweiten Art für Licht einer Farbe und
die Filierstreifen der dritten Art für Licht einer weiteren Farbe durchlässig oder undurchlässig sind, daß
im Demodulator die ersten Steuereingänge mindestens zweier Gatterschaltungen mit dem von der Bildaufnahmeröhre gelieferten Signal angesteuert werden,
während zweite Steuereingänge mit Zählausgängen eines Taktgenerators verbunden sind, der mit einem
das von der Bildaufnahmeröhre gelieferte Signal hinsichtlich seiner Impulsamplituden und seiner Impulslängen
auswertenden Indexgencrator gesteuert wird, so daß an den Zählatisgängcn jeweils ein Taktimpuls
in zyklischer Wiederholung auftritt, der einer bestimmten Art von Bildclementcn zugeordnet ist, und
daß die Ausgänge der Gatterschaltungen über jeweils
eine Integrationsschaltung mit einer Matrix verbunden
sind, aus der gleichzeitig mehrere Primärfarbenbildsigmilc
ableitbar sind.
Durch die besondere Ausbildung des Farbstreifenfilters wird ein Signalverlauf des von der Bildaufnahmeröhre
gelieferten Bildsignals erzeugt, der die Verwendung eines besonders einfachen Demodulators der angegebenen
Art ermöglicht. Die Steuerimpulse für seine Gatterschaltungen können direkt aus dem von der
Bildaufnahmeröhre gelieferten Signal abgeleitet werden, ohne eine besondere Elektrode mit zugehörigen
Synchronisationsschaltungen verwenden zu müssen.
ίο Dieser Vorteil ist insbesondere durch die Filterstreifen
der ersten Art möglich, die für Licht aller Farben durchlässig oder undurchlässig sind.
Ein nach der Erfindung ausgebildetes Farbstreifenfilter enthält die Filterstreifen W, —R und —B oder
W, +R und +B, wobei das Minuszeichen die Undurchlässigkeit
der Filterstreifen für die jeweilige Farbe, das Pluszeichen die Durchlässsigkeit der Filterstreifen
für die jeweilige Farbe kennzeichnet. Wird ein solches Filter beispielsweise mit dem Energiewert 3 (Er +
so Eg + Eb) bestrahlt, so wird eine Energie durchgelassen,
die entweder den Wert 3EG + 2 (EG + Eb)
oder den Betrag Eg+ 2 (Er + Eb) hat, abhängig von
der Durchlässigkeit bzw. Undurchlässigkeit der Filterstreifen für die jeweilige Farbe. Bei einem Filter, wie
»5 es beispielsweise in der Anordnung nach der USA.-Patentschrift
2 794 649 Verwendung findet, sind hingegen lediglich die Filterstreifen +R, +G und +B
vorgesehen. Wird ein derartiger Filter mit einem Energiewert 3 (Er + Eg + Eb) bestrahlt, so wird nur
eine Energie mit dem Wert Er + Eg + Eb durchgelassen.
Ein Filter nach der Erfindung hat also gegenüber einem Filter bekannter Art den Vorteil des
höheren Pegels der erzeugten Signale und damit eines günstigeren Signal-Rauschverhältnisses. Gleichzeitig
wird eine fehlerlose Amplitudenauswertung für die Ableitung der Steuerimpulse gewährleistet.
Eine Einrichtung nach der Erfindung kann auch so aufgebaut sein, daß zwischen dem optischen Farbstreifenfilter
und der Bildaufnahmeröhre eine Vorrichtung zur Führung eines monochromatischen fotografischen
Aufzeichnungsträgers angeordnet ist, dessen durch das Farbstreifenfilter hindurch aufgezeichnetes
Bild auf die Aufnahmeröhre projizierbar ist. In dieser Ausführungsform ist eine Zwischenspeicherung des
aufzunehmenden Bildes möglich, so daß die Erzeugung der Farbfernseh-Bildsignale mit beliebiger Verzögerung
erfolgen kann.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele
an Hand der Zeichnungen. ' ■
F i g. 1 veranschaulicht schematisch in einem Blockdiagramm ein grundsätzliches Beispiel für ein erfindungsgemäßes
System;
F i g. 2 zeigt in einer vergrößerten Teildarstellung ein Beispiel für einen bei dem erfindungsgemäßen
System verwendbaren optischen Filter; .
F i g. 3 ist ein Wellenformdiagramm und veranschaulicht die Wirkungsweise des erfindungsgemäßen
Systems; .
F i g. 4 ist eine schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung;
Fig. 5A und 5B zeigen schematisch erfindungsgemäüe
Systeme auf der Basis der in Fig. 1 bzw. F i g. 4 schematisch dargestellten Anordnungen;
F i g. 6 zeigt ein Frequenzspektrum zur Veranschaulichung der Erfindung;
Fig. 7A und 7B zeigen schematisch weitere Ausbildungsformen
der Erfindung;
F i g. 8 ist eine schematische Darstellung eines Beispiels für das erfindungsgemäße optische System;
Fig. 9 A ist eine F i g. 8 ähnelnde schematische
Darstellung;
Fig. 9B zeigt in einer Teildarstellung ein Beispiel
für einen bei dem System nach F i g. 9 A verwendbaren optischen Filter;
Fig. 10 ist eine F i g. 8 und 9 A ähnelnde schematische
Darstellung;
Fig. 11 zeigt schematisch eine weitere Ausbildungsform
der Erfindung;
Fig. 12A und 12B zeigen eine Wellenform zur
Veranschaulichung eines Merkmals der Erfindung.
In F i g. 1 erkennt man bei 1 einen optisch aufzunehmenden Gegenstand, bei 2 eine Bildkamera oder
Aufnahmeröhre, z. B. ein Zwischenbildorthikon, ein Vidikon od. dgl., und bei 3 ein vor der Kameraröhre 2
angeordnetes optisches System. Bei einer Ausbildungsform der Erfindung umfaßt das optische System einen
optischen Filter 4, auf dessen Einzelheiten im folgenden näher eingegangen wird, eine vor dem optischen
Filter 4 angeordnete Objektivlinse 3a und eine hinter dem Filter angeordnete Relaislinse 3b. Somit wird ein
Bild des Gegenstandes 1 mit Hilfe der Objektivlinse 3a auf den optischen Filter 4 projiziert, so daß auf dem
Filter ein Bild entsteht, und das so erzeugte Bild wird seinerseits durch die Relaislinse 3b auf die photoelektrische
Umwandlungsschicht der Kameraröhre 2 projiziert.
Gemäß F i g. 2 setzt sich der optische Filter 4 aus einer Anordnung von aufeinanderfolgenden Streifenfilterelementen
zusammen; diese Filterelemente umfassen Streifenfilterelemente 4 W, die im wesentlichen
alle farbigen Lichtarten von dem Gegenstand durchlassen, ferner Streifenfilterelemente 4 R, die im wesentliehen
Licht einer bestimmten Farbe, z. B. rotes Licht, zurückhalten, sowie Streifenfilterelemente 4 B, die im
wesentlichen Licht einer anderen Farbe, z. B. blaues Licht, zurückhalten. Die Breite Dw bzw. Dr bzw. Db
der verschiedenen Streifenfilterelemente 4 W, 4R und AB kann so gewählt werden, daß alle Streifenfilterelemente
die gleiche Breite oder eine unterschiedliche Breite erhalten, oder daß zwei beliebige Streifenfilterekmente
die gleiche Breite haben, während sich die Breite des verbleibenden Streifenfilterelements von der
Breite der beiden zuerst genannten unterscheidet. Zur Vereinfachung der Darstellung bezieht sich jedoch die
folgende Beschreibung auf den Fall, daß alle Streifenfilterelemente die gleiche Breite haben. Der Filter ist so
ausgebildet, daß eine Teilung D0, die gleich der Gesamtbreite
von drei benachbarten Elementen 4 W, 4R und 4 B ist, der waagerechten Breite eines Farbbildelements
entspricht.
Der optische Filter 4 ist so angeordnet, daß die Verlaufsrichtung der Filterelemente die Richtung kreuzt,
in der ein Elektronenstrahl die photoelektrische Umwandlungsschicht der Kameraröhre abtastet bzw.
übertsreicht. Im allgemeinen sind die Filterelemente
so angeordnet, daß ihre Verlaufsrichtung die Abtastrichtung eines Elektronenstrahls im wesentlichen
rechtwinklig kreutz, doch könnte man diese Filterelemente auch gegenüber der Abtastrichtung des Elektronenstrahls
etwas geneigt anordnen, um die scheinbare Teilung der Anordnung der Filterelemente etwas
zu verändern. Wenn man das Ausgangssignal der Kameraröhre 2 gemäß F i g. 1 einem Verstärker 5
zuführt, ist es möglich, ein Bildsignal Ec am Ausgang des Verstärkers 5 erscheinen zu lassen, wie es in
Fig. 3 bei A dargestellt ist. Gemäß Fig. 3A besitzt
das Bildsignal Ec eine zyklische Periode T0, die einer
Teilung D0 entspricht, welche durch die Breite der benachbarten
Elemente 4 W, 4R und 4B bestimmt ist, und bei jeder solchen zyklischen Periode besteht das
Bildsignal aus der Summenamplitude der Ausgangssignale Er, Eg und Eb, die jeweils dem farbigen Licht
R bzw. G bzw. B während einer Zeitspanne Tw entsprechen,
welche ihrerseits der Breite Dw des Elements 4 W entspricht, ferner aus der Summenamplitude
der Ausgangssignale Eb und Eg während einer Zeitspanne
Tr entsprechend der Breite Dr des Elements 4 R sowie aus der Summenamplitude der Ausgangssignale
Er und Eg während einer Zeitspanne Tb, die
der Breite Db des Elements 4 B entspricht. Bei F i g. 3 A ist angenommen, daß innerhalb eines Teilungsintervalls
T0, das farbige Licht R, G und B jeweils die gleiche
Energie aufweist.
Bezüglich des Bildsignals Ec erkennt man aus Fig. 3A, daß das farbige Licht G alle Filterelemente
des optischen Filters passiert, so daß ein Ausgangssignal Eg erzeugt wird, das eine Frequenzkomponente
enthält, die höher ist als die Grundfrequenz/0, die durch die zyklische Periode T0 bestimmt wird, welche
einer Teilung des optischen Filters 4 entspricht. Hierin besteht einer der Vorteile der Erfindung.
Das in F i g. 3 A gezeigte Farbbildsignal Ec, das am Ausgang des Verstärkers 5 erscheint, wird dem nachstehend
an Hand von F i g. 1 beschriebenen System zugeführt, um drei Primärfarbensignale zu erzeugen..
Das Bildsignal Ec wird den Integratorkreisen 8 W, 8R und 85 über Gatterkreise IW, TR und IB zugeführt,
und gleichzeitig wird ein Teil dieses Signals einer Schaltung 9 zum Erzeugen eines Indexsignals
zugeführt. Die Schaltung 9 kann z. B. so ausgebildet sein, daß sie die Zeitspanne Tw im Hinblick darauf
diskriminiert, daß der Amplitudenpegel während dieser Zeitspanne den Amplitudenpegel während der
Zeitspannen Tr und Tb während jeder zyklischen Periode des Bildsignals Ec überschreitet, wie es in Fig. 3 A
gezeigt ist. Auf eine nähere Beschreibung einer solchen Schaltungsanordnung wird hier verzichtet, da es ohne
weiteres möglich ist, beliebige bekannte Amplitudenkomparator- oder Diskriminatormittel zu verwenden.
In jedem Fall ist die Schaltung 9 so ausgebildet, daß ein Impuls P0 erzeugt wird, z. B. am Ende der Zeitspanne
Tw bzw. am Anfang der Zeitspanne Tr innerhalb jeder zyklischen Periode T0 nach Fig. 3B. Der
so erzeugte Impuls P0 wird einer Gattersignalgeneratorschaltung
10 zugeführt, so daß drei Gattersignale Pw, Pr und Pb, von denen jedes eine zyklische Periode
von T0 bzw. eine Frequenz /0 aufweist, an den drei
Ausgangsklemmen 1OW, 1OR und 105 der Schaltung
10 erscheinen, wie es in F i g. 3 bei Cw, Cr und Cb dargestellt ist. Da die Konstruktion einer
solchen Gattersignalgeneratorschaltung 10 zum Erzeugen der Gattersignale Pw, Pr und Pb mit Hilfe
des Impulses P0 für jeden Fachmann auf der Hand liegt, dürfte sich eine nähere Erläuterung erübrigen.
Die so erzeugten Gatter- oder Zeitsteuersignale Pw, Pr und Pb werden ihrerseits den Gatterkreisen 7 W,
IR und IB zugeführt, um diese Gatterkreise so zu
steuern, daß die Bildsignale Ew (—Er + Eg + Eb),
E-r(= Eg + Eb) und E-b(= Er + Eg) an den Ausgängen
der Gatterkreise IW, IR und IB für die Zeitspannen
Tw, Tr und Tb jeder zyklischen Periode T0
zur Verfügung stehen, wie es in F i g. 3 bei Dw, Dr und Db gezeigt ist. Dann werden diese Bild-
signale Ew, E-r und E-b den Integratorkreisen 8 W,
8R und 85 zugeführt. Es sei bemerkt, daß die Zeitkonstante
jedes Integratorkreises so gewählt wird, daß sie im wesentlichen gleich der zyklischen Periode
T0 oder etwas länger als diese ist, so daß die Intergatorkreise 8 IV, 8 R und 85 die Signalpegel im
wesentlichen proportional zu den während der Zeitspannen Tw, Tr und Tb erscheinenden Ausgangspegeln
während einer Zeitspanne halten können, die im wesentlichen der zyklischen Periode T0 entspricht.
Somit erhält man die nicht unterbrochenen oder kontinuierlichen Bildsignale Ew', E'_R und ELB, wie es
in F i g. 3 bei Ew, Er und Eb dargestellt ist. In diesem Fall wird jedes dieser Bildsignale ein in einem
tieferen Band liegendes Bildsignal sein, dessen Bandbreite kleiner ist als die Frequenz/,,.
Die so erzeugten Bildsignale Ew', ELx und ELB
werden einer Matrixschaltung 11 zugeführt, so daß drei Primärfarbensignale Er', Eg und Eb entsprechend
dem roten bzw. dem grünen bzw. dem blauen Licht an den Ausgangsklemmen Hi?, HG
und 115 der Matrixschaltung 11 erscheinen, wie es in F i g. 3 bei Fr, Fg und Fb gezeigt ist.
Aus der vorstehenden Beschreibung ist ersichtlich, daß es die Erfindung ermöglicht, die Farbsignale Er,
Eg und Eb mit Hilfe einer vereinfachten Anordnung
zu erzeugen, bei der eine einzige Kameraröhre benutzt wird, der ein einfacher optischer Filter zugeordnet ist.
Die den Farben Rot und Blau zugeordneten Signale werden nacheinander bei jeder Periode entsprechend
der Grundfrequenz/0 unterbrochen. Daher könnte erwartet
werden, daß die sogenannte Moireerscheinung im Fall einer Szene auftritt, wenn ein Gegenstand
aufgenommen wird, der eine Frequenz liefert, die im wesentlichen gleich der Grundfrequenz/0 ist oder in
der Nähe dieser Grundfrequenz für das rotfarbige bzw. das blaufarbige Licht des Bildsignals Ec liegt.
Jedoch kann man das Auftreten dieser Erscheinung dadurch verhindern, daß man auf optischem Wege die
maximale Frequenz der Signale begrenzt, die in Beziehung zu den Farben Rot und Blau stehen, so daß
diese maximale Frequenz niedriger gehalten wird als die Grundfrequenz/0. Im Idealfall erfolgt diese Begrenzung
derart, daß die Grenzfrequenz so gewählt wird, daß sie niedriger ist als/0/2.
Vorstehend wurde der Fall beschrieben, bei dem das Bildsignal Ec unter zeitlicher Aufteilung den Integratorkreisen
8 W, 8 R und 8 B über die Gatterkreise 7 W, IR und 75 während der Zeitspannen Tw, Tr und Tb
zugeführt wird. Gemäß F i g. 4 ist es jedoch möglich, den Gatterkreis 7 W nach F i g. 1 fortzulassen. In
diesem Fall werden die Komponenten innerhalb aller Abschnitte jeder zyklischen Periode durch den Integratorkreis
8 W integriert, so daß man ein Bildsignal Ew' erhält, dessen Amplitude dem Ausdruck
(2ER + 2Eb +
entspricht. In F i g. 4 sind Teile, die in F i g. 1 gezeigten Teilen entsprechen, jeweils mit den gleichen
Bezugszeichen bezeichnet, so daß sich eine nähere Erläuterung erübrigen dürfte.
Es wurde festgestellt, daß es durch geeignete Wahl der Konstanten der Matrixschaltung 11 möglich ist,
drei Farbbildsignale Er', Eg und Eb ähnlich den
vorstehend an Hand von F i g. 1 beschriebenen zu erhalten. Wenn man die resultierenden Farbbildsignale
Er', Eg und Eb mit Hilfe der nachstehend beschriebenen
Anordnung verarbeitet, ist es möglich, solche Farbbildsignale zu erhalten, die durch eine höhere
Bildauflösung gekennzeichnet sind.
Fig. 5 A zeigt eine Ausbildungsform der Erfindung.
die auf der Anordnung nach F i g. 1 basiert. In Fig. 5 A sind in F ig. 1 gezeigten Teilen entsprechende
Teile jeweils mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet, so daß auf eine Wiederholung der betreffende
zeichnet, so daß auf eine Wiederholung der betreffenden Teile der Beschreibung verzichtet werden
kann. Bei der Anordnung nach Fig. 5A werden die
an den Ausgangsklemmen Hi? und 115 erscheinenden
Farbsignale Er und Eb den Gatterkreisen 12 i? bzw.
125 zugeführt, die durch die Gatter- bzw. Steuersignale Pr und Pb gesteuert werden, wie es in F i g. 3
bei Cr und Cb gezeigt ist, wobei diese Steuerung von der Schaltung 10 zum Erzeugen der Steuersignale aus
erfolgt. Auf die se Weise wird ein Farbsignal Er", das während der Zeitspannen Tw und Tb, jedoch nicht
während der Zeitspanne Tr, erscheint, und ein Farbsignal Eb", das während der Zeitspannen Tw und Tr,
jedoch nicht während der Zeitspanne Tb, erscheint, wie es in F i g. 3 bei Gr und Gb gezeigt ist, einer Subtraktionsstufe
13 zugeführt, und gleichzeitig wird das an Hand von Fig. 3 A beschriebene Farbsignal Ec
der Subtraktionsstufe 13 zugeführt.
Da der optische Filter 4 so ausgebildet ist, daß er eine G-Komponente, d. h. eine Grün-Komponente,
innerhalb seiner gesamten Fläche durchläßt, ist es möglich, innerhalb der gesamten Zeitspannen ein
Bildsignal Egn zu erhalten, das eine solche Grün-Komponente
repräsentiert, bei welcher die Bandbreite im wesentlichen nicht beschränkt ist. Das so erhaltene,
in F i g. 3 bei H dargestellte Bildsignal wird Mischkreisen 15i?, 15 G und 155 über einen Hochpaßfilter 14
zugeführt, und gleichzeitig werden die Bildsignale Er>, Eg und Eb diesen Mischkreisen von den Ausgangsklemmen
Hi? bzw. 11(7 bzw. 115 aus zugeführt.
Auf diese Weise erhält man Bildsignale £#", Eg" und Eb", von denen jedes eine Komponente mit einer Frequenz enthält, die oberhalb der Grundfrequenz/0 liegt, an den Ausgangsklemmen 16 i?, 16 G und 165 der Mischkreise 15i?, 15 G und 155. Jede dieser eine höhere Frequenz aufweisenden Komponenten ist eine Grün-Komponente, die eine große Wirkung auf die Bildauflösung ausübt. Infolgedessen kann man Farbbildsignale erhalten, die im Vergleich mit den mit Hilfe der Anordnung nach F i g. 1 erzielten Bildsignalen Er, Eg' und Eb eine erheblich verbesserte Bildauflösung zeigen.
Auf diese Weise erhält man Bildsignale £#", Eg" und Eb", von denen jedes eine Komponente mit einer Frequenz enthält, die oberhalb der Grundfrequenz/0 liegt, an den Ausgangsklemmen 16 i?, 16 G und 165 der Mischkreise 15i?, 15 G und 155. Jede dieser eine höhere Frequenz aufweisenden Komponenten ist eine Grün-Komponente, die eine große Wirkung auf die Bildauflösung ausübt. Infolgedessen kann man Farbbildsignale erhalten, die im Vergleich mit den mit Hilfe der Anordnung nach F i g. 1 erzielten Bildsignalen Er, Eg' und Eb eine erheblich verbesserte Bildauflösung zeigen.
Nachstehend wird ein Zahlenbeispiel für die soeben beschriebene Anordnung gegeben. Nimmt man an,
daß die wirksame Fläche der photoelektrischen Schicht der Kameraröhre 32 mm breit und 24 mm lang ist und
daß das Verhältnis zwischen der Relaislinse 3 b und dem Schirm der Kameraröhre 1:1 beträgt, muß der
optische Filter 4 so ausgebildet sein, daß seine wirksame Fläche eine Breite von 32 mm und eine Länge
von 24 mm hat. Ferner sei angenommen, daß die Verlaufsrichtung der Streifenfilterelemente die Abtastrichtung
des Elektronenstrahls rechtwinklig kreuzt, daß die Laufzeit entsprechend der Abtastung einer
Zeile durch den Elektronenstrahl 50 Mikrosekunden beträgt, und daß die Grundfrequenz/0 gleich 1 MHz
ist. Dann müssen 50 Sätze von Streifenfilterelementen AW, 4 i? und 45 vorhanden sein, und die Breite jedes
Satzes solcher Elemente, d. h. die Strecke D0, beträgt
0,64 mm. Infolgedessen erhält man für Dw, Dr und
7 8
Db jeweils eine Breite von 0,213 mm; dies gilt für den form der Erfindung handelt. Bei der Anordnung nach
Fall, daß Dw = Dr = Db ist. In diesem Fall erhält F ig. 7 A sind die dem Filter 14 nach Fig. 5A nachman
für T0 den Wert von 10-e see sowie Tw = Tr= geschalteten Elemente fortgelassen, so daß das BiId-
Tb = 1U · 10-6 see. signal Egn aus der Subtraktionsstufe 13, das seine
Die Frequenzspektren, d. h. die Rot-, Grün- und 5 niedrige Frequenzkomponente enthält, da es den
Blau-Komponenten Er, Eq und Eb, die in dem Färb- Filter 14 nicht passiert, an einer Ausgangsklemme 17 G
bildsignal Ec enthalten sind, das durch die Kamera- als grünes Farbbildsignal erscheint, während die beiden
röhre erzeugt wird, sind in F i g. 6 A für den Fall dar- übrigen Farbbildsignale Er und Eb an den Ausgangsgestellt,
daß man annimmt, daß die maximalen Fre- klemmen Hi? und 115 erscheinen. Zwar werden in
quenzen der Signale, die sich auf die Farben Rot und io diesem Fall den Bildsignalen ER' und Eb keine Kom-Blau
beziehen, optisch auf 500 kHz (0,5 MHz) be- ponenten von höherer Frequenz beigefügt, doch kann
grenzt werden, während das Signal, das sich auf die die Bildauflösung immer noch erheblich verbessert
grüne . Farbe bezieht, einer solchen Einschränkung werden, da die eine höhere Frequenz aufweisende
nicht unterworfen ist, so daß sich sein Frequenzbereich Komponente des Grün-Signals an Stelle der höher- ·
bis zu 4,5 MHz erstreckt, wie es gewöhnlich der Fall 15 frequenten Komponente des Helligkeitssignals verist.
Die Frequenzspektren der Farbbildsignale Er, wendet werden kann.
Eq und Eb, die an den Ausgangsklemmen Hi?, HG F i g. 7B zeigt eine Anordnung, die derjenigen nach
und UB der Matrixschaltung 11 erscheinen, sind in Fig. 7A ähnelt, abgesehen davon, daß der Gatter-F
i g. 6 bei B unter der Annahme dargestellt, daß sie kreis 7 W nach Fig. 7 A ebenso wie bei den Anorddurch
die Integratorkreise SW, 8i? und 8 B auf eine 20 nungen nach F i g. 4 und 5 B fortgelassen ist.
Bandbreite von weniger als 0,5 MHz begrenzt werden. In der vorstehenden Beschreibung wurde festgestellt,
Ferner wird die Grün-Komponente Egn mit der daß die Farben Rot und Blau so begrenzt werden, daß
höheren Frequenz, die am Ausgang der Subtraktions- die maximalen Frequenzen der diesen Farben zugv
stufe 13 erscheint, nachdem sie den Hochpaßfilter 14 ordneten Ausgangssignale niedriger werden als die
durchlaufen hat, der Darstellung in Fig. 6 bei C 25 Grundfrequenz/0, und zwar im Hinblick auf die
entsprechen, wenn die Grenzfrequenz des Hochpaß- Möglichkeit, daß bei den Farben Rot und Blau die
filters so gewählt ist, daß sie etwa 0,5 MHz beträgt. Moireerscheinung auftritt. Um ein konkretes Mittel
Dies ist auch aus der in Fig. 6 bei A dargestellten für diesen Zweck zu schaffen, kann man die Objektiv-Grün-Komponente
Eg ersichtlich. ________ linse 3 A so ausbilden, daß sie bezüglich des grünen
Infolgedessen erstreckt sich jedes der an den Aus- 30 Lichtes G eine hohe Bildauflösung repräsentiert,
gangsklemmen 16i?, 16G und 165 nach Fig. 5A .während sie bezüglich der Farben Rot und Blau eine
erscheinende Farbbildsignal über ein Frequenzband, Bildauflösung repräsentiert, die auf einen vorbestimmdas
seine höhere Frequenzkomponente enthält, wie ten Wert verringert worden ist. Alternativ kann man
es in F i g. 6 bei Dr, Dg und Db dargestellt ist ein optisches System der in F i g. 8 gezeigten Art ver-Zwar
könnte man annehmen, daß ein »Neben- 35 wenden, bei dem der Strahlenweg zwischen der Obsprechen«
auf tritt, wenn die Öffnung der Kameraröhre, jektivlinse 3 a und dem optischen Filter 4 in zwei
die von einem Elektronenstrahl passiert wird, eine Strahlenwege unterteilt wird, und zwar mit Hilfe eines
Größe hat, die im Vergleich zur Teilung der Streifen Farbtrennfilters 18, z. B. eines dichroitischen Spiegels,
in dem Bild eines gestreiften Gegenstandes nicht ver- der das grüne Licht G längs eines Strahlenwegs und
nachlässigt werden kann, doch kann man ein solches 40 das rote und das blaue Licht i? und B längs eines
Nebensprechen ζ. B. dadurch verhindern, daß man anderen Strahlenwegs fortgleitet. Um die Auflösung
die Zeitkonstafften der Matrixschaltung auf geeignete bei den Farben Rot und Blau zu begrenzen, kann man
Weise einstellt. Man könnte ferner annehmen, daß ein optische Mittel 19 außerhalb der Fokussierstellung der
Nebensprechen auftritt, wenn die Bandbreite des Objektivlinse im Strahlenweg für das rote und das
Übertragungssystems für das Bildsignal Ec nicht einen 45 blaue Licht anordnen, und man kann z. B. eine Linse
ausreichenden Wert hat, der größer ist als ein Mehr- mit zahlreichen Einzellinsen oder eine aufgerauhte
faches der Grundfreqeunz/0. Jedoch ist es möglich, Glasfläche verwenden, um eine »Verschleierung« zu
ein solches Nebensprechen ebenfalls dadurch zu ver- bewirken. Ferner ist es möglich, einen Filter 20 zu
hindern, daß man nur die Zeitkonstanten auf geeignete verwenden, der ein geeignetes Material, z, B. einen
Weise einstellt. Natürlich kann ein solches Einstellen 50 Mehrschichtenfilm-Interferenzfilter umfaßt, wobei dieder
Zeitkonstanten bei den Gatterkreisen 12 i? und ses Material teilweise in dem Filter verteilt ist und be-125
sowie bei der Subtraktionsstufe 13 erfolgen. züglich der Farben Rot und Blau im Vergleich zu an-F
ig. 5 B ähnelt F ig. 5 A, zeigt jedoch eine andere dersf arbigem Licht, d.h. im vorliegenden Fall zu
Ausbildungsform der Erfindung, die auf der Anord- gelbem Licht, einen erheblich andere a Brechungsindex
nung nach F i g. 4 basiert und es ermöglicht, Farbbild- 55 repräsentiert. Der Filter 20 kann außerhalb der Fosignale
bei einer besseren Bildauflösung zu erzeugen. kussiereinstellung zwischen der Objektivlinse 3 a und
Da F i g. 5 B eine Anordnung ähnlich derjenigen nach dem optischen Filter 4 angeordnet werden, wie es in
Fig. 5A zeigt, sind einander entsprechende Teile Fig. 9A gezeigt ist. Fig. 9B zeigt ein Beispiel für
jeweils mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet, so daß einen Filter 20, der aus einer durchsichtigen Grundsich
eine erneute Beschreibung der betreffenden Teile 60 platte 21, z. B. einer Glasplatte, besteht und mit punkterübrigen
dürfte. ähnlichen Mehrschichtfilmfilterelementen 22 a versehen Zwar wurde vorstehend der Fall beschrieben, bei ist, die einen Brechungsindex repräsentieren, der sich
dem versucht wird, ein Farbbildsignal mit hoher Bild- vom Brechungsindex der Grundplatte bezüglich nur
auflösung mit Hilfe einer Anordnung entsprechend des roten Lichtes i? unterscheidet, sowie mit punktden
Anordnungen nach F i g. 1 und 4 zu erzeugen, 65 ähnlichen Mehrschichtenfilmfilterelementen 22b, die
doch ist es auch möglich, ein solches Farbbildsignal einen Brechungsindex repräsentieren, der sich vom
mit Hilfe der in F i g. 7 A gezeigten Anordnung zu ge- Brechungsindex der Grundplatte bezüglich nur des
winnen, bei der es sich um eine weitere Ausbildungs- blauen Lichtes B unterscheidet, wobei die Filter-
elemente 22 a und 22 b in der Grundplatte verteilt sind.
In diesem Fall können beide Filterelemente den gleichen Brechungsindex haben oder sich bezüglich
des Brechungsindex unterscheiden. Bei gleich großem Brechungsindex der Filterelemente kann man mehrschichtige
Filterelemente einer einzigen Art verwenden.
Vorstehend wurde der Fall beschrieben, in dem Impulse P0 dadurch erzeugt werden, daß z. B. die Zeitspanne
Tw bezüglich der Amplitude mit Hilfe des Indexsignalgeneratorkreises 9 diskriminiert wird, um
Gatter- oder Steuersignale zu erhalten, die den Gatterkreisen für das durch die Kameraröhre 2 erzeugte Farbbildsignal
Ec zugeführt werden. Jedoch kann der in F i g. 2 gezeigte optische Filter 4 z. B. schwarze
Streifenfilterelemente; umfassen, die geeignet sind, keinerlei Licht durchzulassen, wobei jeder dieser
schwarzen Streifen unmittelbar vor jedem Filterelement 4 W angeordnet ist und in der Abtastrichtung
des Elektronenstrahls verläuft. Somit ist es auch möglich, solche Impulse P0 dadurch zu erhalten, daß
man die Zeitspannen diskriminiert, während welcher Amplitudenausgangssignale erscheinen, die den
schwarzen Streifenfilterelementen entsprechen, so daß die betreffenden Zeitspannen mit Hilfe der Schaltung 9
gegenüber den anderen Zeitspannen diskriminiert werden. Ferner ist es möglich, die Durchlässigkeit der
Streifenfilterelemente, die geeignet sind, Licht einer bestimmten Farbe zurückzuhalten und Licht anderer
Farben durchzulassen (im obigen Fall das blaue Licht i? bei den Elementen 4Pv und das rote Licht R
bei den Elementen 4B) herabzusetzen, und zwar bezüglich des Lichtes (im obigen Fall bezüglich des
grünen Lichtes G), das den Filter 4 über dessen ganze Fläche passiert, und zwar im Vergleich zu der Durchlässigkeit
der Elemente, die Licht aller Farben durchlassen, um so die Amplituden der Ausgangssignale
während der Zeitspannen Tw größer zu machen als
die während der übrigen Zeitspannen auftretenden Amplituden, so daß es möglich ist, mit größerer Sicherheit
die Impulse P0 mit Hilfe der Schaltung 9 zu erhalten, und zwar auch dann, wenn es sich bei dem von
dem Gegenstand kommenden farbigen Licht um einfarbiges Licht handelt, z. B. um rotes Licht Pv oder
blaues Licht B.
Weiterhin ist es möglich, daß längs der optischen Bahn, die zu der photoelektrischen Umwandlungsfläche der Kameraröhre führt, ein erforderliches
farbiges Licht, das sich von den von einem Gegenstand kommenden farbigen Lichtarten unterscheidet, von
einer Lichtquelle 23 aus gemäß Fig. 10 über einen durchscheinenden Spiegel 24 auf den gestreiften optischen
Filter 4 geleitet wird. Auf diese Weise können die Impulse P0 zwangläufig auch dann erzeugt werden,
wenn die Helligkeit des Gegenstandes zu gering ist. Vorstehend wurde der Fall beschrieben, daß das Bild
eines Gegenstandes durch den optischen Filter 4 auf die photoelektrische Umwandlungsfläche der Kameraröhre
projiziert wird, doch ist es auch möglich, das nachstehend beschriebene Verfahren anzuwenden, um
die gleiche Wirkung zu erzielen. Gemäß Fig. 11
wird das Bild eines Gegenstandes zuerst auf einen monochromen photographischen Film 25 projiziert,
der z. B. eine lichtdurchlässige Unterlage besitzt, und zwar mit Hilfe des beschriebenen optischen Systems
und des optischen Filters 4; dann wird dieser photographische Film entwickelt. Nunmehr wird der photographische
Film optisch mit Hilfe einer Bildkameraröhre oder einer Lichtpunktabtaströhre aufgenommen.
Auf diese Weise kann ein Bildsignal Ec ähnlich dem in F i g. 3 gezeigten mit Hilfe der Kameraröhre oder
der Lichtpunktabtaströhre erzeugt werden, so daß ebenfalls Rot-, Grün- und Blau-Bildsignale entstehen,
wie es für jeden Fachmann auf der Hand liegt.
Vorstehend wurden mehrere Ausbildungsformen der Erfindung beschrieben, wobei in jedem Fall der
optische Filter 4 verwendet wird, der sich aus den Streifenfilterelementen 4 W zum Durchlassen von Licht
ίο jeder Farbe, den Streifenfilterelementen 4R zum Zurückhalten
z. B. des roten Lichtes und den Streifenfilterelementen AB zum Zurückhalten z. B. des blauen
Lichtes zusammensetzt. Bei der in F i g. 4 gezeigten Anordnung kann sich jedoch der zu verwendende
optische Filter 4 von dem weiter oben beschriebenen unterscheiden. Mit anderen Worten, er kann Streifenfilterelemente
4 W umfassen, die Licht aller Farben durchlassen, ferner Streifenfilterelemente 4R, die z. B.
rotes Licht durchlassen, sowie Streifenfilterelemente 4 B, die z. B. blaues Licht durchlassen.
Wie schon erwähnt, können bei den vorstehend beschriebenen Ausbildungsformen die Indeximpulse P0
zwangläufig dadurch erzeugt werden, daß man die Amplitude während der Zeitspannen Tw größer macht
als die während der anderen Zeitspannen auftretenden Amplituden, und zwar selbst dann, wenn es sich bei
dem von einem Gegenstand kommenden farbigen Licht um monochromatisches Licht handelt. Nachstehend
wird ein solcher Fall näher erläutert. Nimmt man an, daß bei dem in F i g. 2 gezeigten Filter die
• Durchlässigkeitswerte jedes Filterelements 4 W für rotes bzw. grünes bzw. blaues Licht durch die Größen
Oi-WR, ocwG und ocwb gegeben sind, daß die Durchlässigkeitswerte
jedes Elements 4 R für grünes bzw. blaues Licht mit ocrg bzw. ocRB bezeichnet werden, und
daß die Durchlässigkeitswerte jedes Elements 45 für grünes bzw. blaues Licht mit ocbr bzw. ocbg bezeichnet
sind, so werden diese Durchlässigkeitswerte so gewählt, daß sie die folgenden Beziehungen befriedigen:
: "
OCWR >
OCWB > OCrb . . . ' . ■ . .
OCWG> OCrg OCwG OiBG ... .
Auf diese Weise ist es gemäß Fig. 12A möglich,
ein Farbbildsignal Ec zu erzeugen, das ein Ausgangssignal
Er während der Zeitspannen Tw und Tb umfaßt,
wobei ein solches Signal der Kameraröhre in dem Fall entnommen wird, in dem es sich bei dem von
einem Gegenstand kommenden farbigen Licht z. B.
nur um rotes Licht handelt. Da die Durchlässigkeit ocwr
bezüglich eines roten Lichtes während der Zeitspanne Tw höher ist als ocbr während der Zeitspanne Tb, ist
die Amplitude des so während der Zeitspanne Tw erzeugten
Bildsignals größer als während der Zeitspanne Tb, so daß sich eine zwangläufige Diskriminierung
zwischen diesen beiden Amplituden ergibt. Wenn das von dem Gegenstand kommende Licht nur
grünes oder nur blaues Licht ist, ist die Amplitude des Ausgangssignals während der Zeitspanne T w größer
als die Amplitude während der anderen Zeitspanne Tr oder Tb- Infolgedessen wird die Ausgangsamplitude
während der Zeitspanne Tw stets größer als die Amplitude für die übrigen Zeitspannen, und zwar selbst
dann, wenn das von einem Gegenstand kommende farbige Licht nach Bedarf seine Farbe ändert, was zur
Folge hat, daß die Indeximpulse auf zwangläufige Weise erzeugt werden können, wie es in Fig. 125
gezeigt ist.
Der optische Filter 4, der zur zwangläufigen Erzeugung von Indeximpulsen P0 geeignet ist, beschränkt
sich bezüglich seiner Anwendbarkeit nicht auf eine Anordnung der in F i g. 2 gezeigten Art. Mit anderen
Worten, man kann bei diesem optischen Filter die Filterelemente 4R so ausbilden, daß sie z. B. nur rotes
Licht durchlassen, und die Filterelemente 4 B können z. B. nur blaues Licht durchlassen. Ein solcher optischer
Filter kann bei den Systemen nach F i g. 1 und 4 verwendet werden, doch ist er nicht zur Verwendung
bei den Systemen nach Fig. 5A, 5B, 7A
und 7 B geeignet. Dies ist darauf zurückzuführen, daß kein farbiges Licht vorhanden ist, das sämtliche
Streifenfilterelemente passiert, so daß es nicht möglich ist, ein kontinuierliches Farbbildsignal mit einem
breiten Frequenzband zu erzeugen.
Claims (5)
1. Einrichtung zur Erzeugung eines Farbfernseh-Bildsignals mit einer einzigen einstrahligen Bildaufnahmeröhre,
der ein optisches Farbstreifenfilter vorgeordnet ist, das drei hinsichtlich ihres Farbdurchlässigkeitswertes
unterschiedliche Arten zueinander paralleler Filterstreifen aufweist und derart angeordnet ist, daß die Abtastzeilen der Bildaufnahmeröhre
jeweils aus zyklisch sich wiederholenden Folgen dreier unterschiedlich gefärbter
Bildelemente bestehen, und einem mit der Bildaufnahmeröhre ansteuerbaren Demodulator, der in
vorbestimmter Folge durch Taktimpulse aufsteuerbare und den Farbwerten der Bildelemente entsprechende
Signalanteile liefernde Gatterschaltungen enthält, dadurch gekennzeichnet,
daß die Filterstreifen (4 W) der ersten Art für Licht aller Farben, die Filterstreifen (4R) der zweiten Art
für Licht einer Farbe und die Filterstreifen (45) der dritten Art für Licht einer weiteren Farbe durchlässig
oder undurchlässig sind, daß im Demodulator die ersten Steuereingänge mindestens zweier Gatterschaltungen
(TR, 7 B) mit dem von der Bildaufnahmeröhre
(2) gelieferten Signal (Ec) angesteuert werden, während zweite Steuereingänge mit Zählausgängen
(1Oi?, lÖB) eines Taktgenerators (10) verbunden sind, der mit einem das von der Bildaufnahmeröhre
(2) gelieferte Signal (E0) hinsiehtlieh
seiner Impulsamplituden und seiner Impulslängen auswertenden Indexgenerator (9) gesteuert
wird, so daß an den Zählausgängen (1Oi?, 105) jeweils ein Taktimpuls (Pr, Pb) in zyklischer Wiederholung
auftritt, der einer bestimmten Art von Bildelementen zugeordnet ist, und daß die Ausgänge
der Gatterschaltungen (IR, IB) über jeweils
eine Integrationsschaltung (8i?, SB) mit einer Matrix
(11) verbunden sind, aus der gleichzeitig mehrere Primärfarbenbildsignale (Er, Eg, Eb) ableitbar
sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterstreifen (4R) der zweiten
Art für das Licht einer Farbe und die Filterstreifen (4B) der dritten Art für das Licht der
weiteren Farbe undurchlässig sind und daß ein Signalkomponentengenerator (13) vorgesehen ist,
der aus dem von der Bildaufnahmeröhre (2) gelieferten Signal (Ec) eine auf das Licht einer von
allen Filterstreif en (4 W, 4 R, 4B) durchgelassenen Farbe bezogene Signalkomponente (Egh) höherer
Frequenz ableitet, die entweder mit den Primär- farbenbildsignalen(Er, Eg', Eb) gemischt oder
gleichzeitig mit ihnen erzeugt wird.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtdurchlässigkeit der
Filterstreifen der ersten Art (4 W) für die von den Filterstreifen (4 R, 4B) der zweiten und der dritten
Art durchgelassenen Farben größer ist als die Lichtdurchlässigkeit der Filterstreifen (4 R, 4B)
der zweiten und der dritten Art, so daß die Taktimpulse (Pw, Pr, Pb) mit einer Teilung des optischen
Farbstreifenfilters (4) entsprechenden Frequenz erzeugt werden.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein weiteres optisches
Filter (20), z. B. ein mehrschichtiges Interferenzfilter mit darin verteilten dioptrischen Filterelementen,
der Bildaufnahmeröhre (2) an einer nichtfokussierenden Stelle vorgeordnet ist, so daß bei
Aufnahme eines Objekts (1) mit einer der Teilung des optischen Farbstreifenfilters (4) entsprechenden
oder in deren Nähe liegenden Grundfrequenz des Bildsignals (Ec) die auftretende Interferenz verringert
wird.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem
optischen Farbstreifenfilter (4) und der Bildaufnahmeröhre (2) eine Vorrichtung zur Führung
eines monochromatischen photographischen Aufzeichnungsträgers (25) angeordnet ist, dessen durch
das Farbstreifenfilter (4) hindurch aufgezeichnetes Bild auf die Aufnahmeröhre (2) projizierbar ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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