DE1537015C - Synchron Demodulatorschaltung fur Farbfernsehgerate - Google Patents
Synchron Demodulatorschaltung fur FarbfernsehgerateInfo
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Description
ι · ' " 2 ■'■■':
Die Erfindung betrifft einen Synchron-Demodula- Die Demodulatorschaltung besitzt auch eine zweite
tor für Farbfernsehgeräte zur Ableitung einer Mehr- Eingangsklemme für eine Bezugsschwingung von der
zahl von Farbsignalen aus einem in verschiedenen Frequenz des Farbträgers, die von einem Bezugs-Phasenlagcn
modulierten Farbträger mittels einer oszillator 11 erzeugt wird. Dem Oszillator wird das
Bezugsschwingung und einer Mehrzahl von zwischen 5 Farbsynchronsignal über eine Verbindungsleitung 11'
einem übertragenden und einem übertragungslosen zugeführt. ι Zustand umschaltbaren Verstärkern, an deren Ein- Der Synchron-Demodulator umfaßt ein Paar Vergangen
der Farbträger mit geeigneten Phasenlagen stärker 13, 14, die zwischen einem übertragungslosen
liegt, wobei eine auf die Bezugsschwingung an-. und einem übertragenden Zustand umschaltbar sind,
sprechende Schaltvorrichtung vorgesehen ist. io sowie eine Schaltvorrichtung 15 zur Steuerung der
Im allgemeinen werden die Farbdifferenzen durch Verstärker. Zur Schaltvorrichtung 15 gehört ein Tränsynchrone
Demodulation bei niedrigem Signalniveau sistor 16, der auf die einer Eingangsklemme 15a zugewonnen.
Dabei sind gesonderte Verstärkerstufen geführte Bezugsschwingung anspricht. Die Vorspanerforderlich,
um das Signalniveau auf das für die nung ist derart gewählt, daß der Transistor 16 wäh-Zuführung
zur Bildröhre erforderliche Maß zu. er- 15 rend eines Teils der Periode der Bezugsschwingung
höhen und zur Wiedereinsetzung des Gleichspan- gesättigt wird, wodurch die Verstärker 13 und 14 danungsanteils.
Bei den bekannten Schaltungen zur durch durchlässig gemacht werden, daß die Kathoden
Demodulation bei hohem Signalniveau waren jedoch niederohmig mit Masse verbunden werden,
besondere Schaltungen zur Wiedereinsetzung des Die Verstärker 13 und 14 enthalten Trioden 17 Gleichspannungsantcils erforderlich, wodurch die 20 bzw. 18, deren Steuergitter mit verschiedenen Aus-Schaltung ziemlich kompliziert und aufwendig wurde. gangen eines Netzwerks 12 verbunden sind, dessen
besondere Schaltungen zur Wiedereinsetzung des Die Verstärker 13 und 14 enthalten Trioden 17 Gleichspannungsantcils erforderlich, wodurch die 20 bzw. 18, deren Steuergitter mit verschiedenen Aus-Schaltung ziemlich kompliziert und aufwendig wurde. gangen eines Netzwerks 12 verbunden sind, dessen
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Eingang mit der Klemme 12a verbunden ist, und an
einfache Schaltung zur synchronen Demodulation bei dessen beiden Ausgängen das Farbartsignal mit
hohem Signalniveau zu schaffen, wodurch die demo- 0 bzw. mit 90° Phasendrehung erscheint. Hierdurch
dulierten Farbspannungen ohne zusätzliche Verstär- 25 führen die Verstärker 13 und 14 eine synchrone
kung zur Ansteuerung der Bildröhre verwendet wer- Demodulation bei verschiedenen Phasenwinkeln durch
den können und bei der der Gleichspannungsanteil und erzeugen verschiedene Farbdifferenzspannungen.,
schon im Demodulator vorhanden ist. Im allgemeinen leitet man zwei Farbdifferenzsignale:
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, aus dem Farbartsignal her und setzt aus diesen die
daß die Verstärker während eines Teils der Periode 30 dritte in einer Matrixstufe zusammen. Wegen der
der Bezugsschwingungen durch den Schalter an eine ' Entwicklung der integrierten Schaltungen kann es
den Übertragungszustand herbeiführende Spannung vorteilhaft sein, sämtliche drei Farbdifferenzsignale
gelegt sind. ... V1- unmittelbar durch Demodulation zu gewinnen* wobei
Durch den Artikel »Ein neues Verfahren zur der Demodulator nach F i g. 1 mit einem dritten Ver-
Demodulation von PAL-Farbfernsehsignalen« aus 35 stärker ergänzt werden müßte,
der Zeitschrift »Electronics Letters«, März 1966,
der Zeitschrift »Electronics Letters«, März 1966,
Bd. 2, Nr. 3, S. 103, von G. Krause ist die Verwcn- Wirkungsweise
dung eines Schalters, zur Steuerung eines Synchron- Die Synchron-Demodulatorschaltung nach Fig. 1
Demodulators an sich bekannt. Bei der bekannten bewirkt eine Abtastung des modulierten Farbträgers
Schaltung umfaßt der Demodulator keine Verstärker- 4° zu passenden Zeitpunkten' und mit passender Dauer,,
stufen, sondern Gieichrichterstufen, an die das Färb- damit die beiden Farbdifferenzsignale erzeugt wer-
artsijjnal über den periodisch durch das Bezugssigrial den. Die Erläuterung der Wirkungsweise geschieht im
geschlossenen Schalter angelegt wird. Hiervon unter- Anschluß an F i g. 2.
scheidet sich die Erfindung im wesentlichen dadurch, Kurve A in Fig. 2a zeigt den Verlauf des Farbart-
daß der Schalter zur Anlegung einer den Übcrtra- 45 signals am Gitter der Triode 17. Es umfaßt die Farb-
»iMi|>szustand herbeiführenden Spannungsqucllc an differenzsignale R-Y und B-Y mit dem gegendia
demodulierenden Verstärkerstufen dient. Hier-. seitigen Phasenunterschied 90°, die durch die Kur-
diircn ergibt sich eine einfache Lösung des Problems ven B bzw. C dargestellt sind. Das zur Triode 18 ge-
der Wiedereinführung des Gleichspannungsantoiis, langende Farbartsignal hat im Vergleich hierzu eine
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Synchron- 50 Phasenverschiebung von 90° ab, wodurch der B— Y-
Dcmodulalorschaltung; . · Anteil dieses Signals mit dem R — Y-Anteil ·des Si-
F ig. 2a zeigt den Verlauf eines Farbartsignals mit gnals des Verstärkers 13 gleichphasig wird. Die Ein-
zwei FarbdifTcrciizsignalen R-Y und B- Y; gangsspaniningen der Verstärker können von ver-
F i g. 2b zeigt die signulloscn Änderungen des sehiedener Amplitude sein, um den unterschiedlichen
Ariodehstroms der Röhre 17 beim Anlegen der Bc- 55 erwünschten Verstärkungsinassen für die Farbdiffe-
/ui'sschwingiing an den Transistor 16; rcnzsignale Rechnung zu tragen. Sie können auch von
Fi g. 2c zeigt den Verlauf des Anodenstroms des gleicher Amplitude und die Verstärker 13 und 14 von
Demodulators beim Anlegen des Farbartsignals nach verschiedenem Verstärkungsmaß sein, jedoch kann
F i,!'.. 2 a an das Gitter der Röhre 17. dies leichter zu einem Farbfehler durch Glcichstrom-
Dic in Fig. 1 gezeigte Demodulatorschaltung er- 60 drift in den Verstärkern führen. .
zeugt die Farbdifferenzsignalc R- Y und B-Y aus Zur Tastung der Verstärker 13 und 14 dient der
einem damit modulierten Farbträger, der von einer Transistor 16, an dessen Basis die Bezugsschwingung
Farbartsignalqueüc 10 aus einer Füngangsklcmme \2a über einen Transformator 19 gelegt wird. Die Phase
des Demodulators zugeführt wird, iis wird ani'cnom- derselben soll 90° mit Bezug auf die der Triode 17
mun, daß das Farbartsignal vom NTSC-Typ ist, das 65 zugeführlcn Bezugsschwingung betragen, wenn die
bei dem Phasenwinkel W)'1 mit Bezug auf das Färb- letztgenannte Bezugsschwingung nicht, wie an sich
Synchronsignal mit R Y und bei 180° mit B-Y möglich, unterdrückt wird. Die an der Basis des
moduliert ist. Transistors 16 erscheinende Schwingung ist daher
I 537 015
mit R-Y im Verstärker 13 und mit B-Y im Verstärker
14 in Phase. Durch sie wird der Transistor 16 während eines Teils jeder Periode gesättigt und während
des restlichen Teils undurchlässig gemacht. Im Sättigungszustand liegen die Kathoden der Trioden
17 und 18 praktisch an Masse und übertragen die an deren Gitter gelegten Spannungen. Bei gesperrtem
Transistor liegt ein sehr hoher Widerstand zwischen den Trioden 17 und 18 und Masse, und es findet
keine Übertragung statt.
Zur besseren Verständlichkeit soll die Herleitung von R-Y ausführlicher erläutert werden.
Fig. 2b zeigt schematisch den Verlauf des
Anodenstroms der Triode 17, wenn kein Signal am
Steuergitter liegt und die Bezugsschwingung dem Transistors 16 zugeführt wird. Die Zeitspannen von
T1, bis t2 und von fa bis tt sind die Sättigungsintervalley
während der Transistor 16 zwischen t% und t3 gesperrt
ist. Es wird angenommen, daß der Kondensator
20 groß genug ist, um den Farbträger zu unterdrücken.
Beim Anlegen des Farbartsignals nach F i g. 2 a an die Triode 17 wird der im Sättigungsintervall
fließende Anodenstrom in der in Fig. 2c dargestellten
Weise moduliert. Auch die R—Y- und B— Y-Änteue
des Anodenstroms sind zur besseren VeranschaufichuTTg
der Herfeitong von R-Y dargestellt.
Die richtige DemodTsIarion van R—Y ergibt sich,
wenn die Sätö'gtmgsiiiiteratffe Hüit den Spitzen des
R — F-Anteils zusammenfaHeri. im Sättigungsintervall
ist die Kathcdenspannung annähernd 0, und in
den dazwischenliegenden Intervallen hat sie einen
hohen- Wert. Die Triode 17 ist daher zwischen J1
und f2T d, 6). etwa mit der Spitze von; R-Y zusammen!
aHend, duTchlSssig, während sie zwischen t.2 und
/3, undurchlässig ist. Dfe hierdurch entstehende
Anodenstromfonn ist in Fig. 2c dargestellt. Der
Totalstrom entspricht der Kurve D und setzt sich aus dem Ruhestrom entsprechend der Kurve E, dem
querphasigen, von B-Y herrührenden Signalanteil
und dem gleichphasigen R— Y-Signalanteil zusammen.
Es ist ersichtlich, daß der querphasige, von
B-Y herrührende Anteil bei linearen Röhreneigenschaf
ten aus gleich großen; positiven und negativen
Teilen zusammengesetzt ist und dadurch ohne Einfluß auf den durchschnittlichen Anodenstrom bleibt.
Der gleichphasige R-Y-Anteil bewirkt eine Änderung,
des Anodenstroms, die zu R-Y proportional ist und somit am Belastungswiderstand das Farbdifferenzsignal R-Y erzeugt.
Diese Arbeitsweise ergibt eine ausgezeichnete Gleichstromstabilität im Anodenkreis der Triode 17.
Wenn der Transistor 16 durchlässig ist, liegt die
Kathode von 17 sehr nahe bei 0, und da der Transistor
gesättigt ist, wird das Kathodenpotential.durch
mäßige Schwankungen der Amplitude der Bezugsschwingung nicht beeinflußt. Die gemeinsame Verwendung
des Transistors 16 zur Umschaltung beider Verstärker bewirkt außerdem, daß beide Verstärker
in ähnlicher Weise in dieser Hinsicht beeinflußt werden.
Die Bemessung des den Transistor vorspannenden Widerstandes 22 und des Kondensators 23 beeinflußt
die Dauer des Sättigungszustandes. Wenn sich dieser über 180° erstreckt, was im Hinblick auf ein hohes
Übertragungsmaß des Demodulators wünschenswert erscheint, wirkt sich jegliche. Nichtlinearität der Verstärkerröhren"
durch ein Übersprechen des uner-
wünschten gegenphasigen Farbdiiferenzsignals in die
erwünschte Farbdifferenz aus. Es hat sich gezeigt, daß ein Tastwinkel von 90° einen befriedigenden
Kompromiß darstellt. Der Kondensator 20 und der Widerstand 24 im Anodenkreis sind im Hinblick auf
ίο die erforderliche Bandbreite zu bemessen, sowie derart,
daß die Ruhespannung der Anode in der Mitte
des linearen Teils der Anodenkennlinie zu liegen kommt. Beim Transistor 16 sind die Schalteigenschaften
zu berücksichtigen. Er muß dazu fähig sein,
die Röhren während etwa eines Viertele der Farbträgerperiode einzuschalten, und obwohl eine kleine
Verzögerung bei der Ein- oder Ausschaltung durch Einstellung der Phase der Bezugsschwingung ausgeglichen
werden kann, muß der Transistor während
ao des überwiegenden Teils des Schaltintervalls gesättigt
sein. Am besten sollte ein Schalttransistor verwendet werden, jedoch sind auch befriedigende Resultate
mit einem Siliziumtransistor erreicht worden. Weitere Einzelheiten der Schaltung ergeben sich
as aus der Fig. 1. Die Ausgangskreise der Transistoren
17 und 18 enthalten Tiefpässe, die aus einer Serienspule 29 bzw. 30 und aus Nebenschlußkondensatoren
2ff, 26 bzw. 27, 28 bestehen. Der Widerstand 21 liegt
parallel zur Sekundärwicklung des Transformators 19.
Claims (5)
1. Synchron-Demodulatorschaltung für Farbfernsehgeräte zur Ableitung einer Mehrzahl' von
Farbsignalen aus einem in verschiedenen Phasenlagen modulierten Farbträger mittels einer Bezugsschwingung,
einer Mehrzahl von zwischen einem übertragenden und einem übertragungslosen
Zustand umschaltbaren Verstärkern, an deren Eingängen der Farbträger mit geeigneten
Phasenlagen liegt, wobei eine auf die Bezugsschwingung ansprechende Schaltvorrichtung vorgesehen
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärker (13,14) während eines Teils
der Periode der Bezugsschwingungen durch den Schalter (15) an eine den Übertragungszustand
herbeiführende Spannung gelegt sind.
2. Synchron-Demodulatorschaltung nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltvorrichtung (15) einen Transistor (16) umfaßt,
der von der Bezugsschwingung während eines
Teils der Periode in den Sättigungszustand getrieben
wird.
3. Synchron-Demodulatorschaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vcr-
stärker (13,14) während eines Teils der Periode über den Transistor (16) an Masse liegen.
4. Synchron-Demodulatorschaltung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Transistor
(16) mit den Kathoden der Trioden (17,18) verbunden ist.
5. Synchron-Demodulatorschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Übertragungszustand etwa 90° der Periode umfaßt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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