DE1536865B - Filtrierpatrone - Google Patents
FiltrierpatroneInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Filtrierpatrone für den radialen Durchsatz von Flüssigkeiten oder Gasen aus
einem mit Querfalten versehenen Band aus Filtermaterial, wobei die Querfalten zu Knickprofilen zickzackförmig
geknickt sind und das Band in die Form eines Ringzylinders gelegt ist.
Es ist bekannt, Filtrierpatronen herzustellen (deutsche Auslegeschrift 1 038 530), indem ein Filterwerkstoffband
um seine. Längsmittellinie umgefaltet, mit wellenförmigen Querfalten versehen und hierauf hochkant
in mehreren Lagen rohrförmig gewickelt wird, derart, daß. die Wellenberge, einer Lage sich in die
Wellentäler der benachbarten Lage einsetzen, wobei die offenen Randseiten einer Lage mit den offenen
Randseiten der benachbarten Lage verbunden werden. Es ist weiterhin bekannt (ebenfalls deutsche Auslegeschrift
1 038 53O)/zur Herstellung der Filterpatrone
bandförmiges Filtermaterial zu verwenden, dessen Abmessungen einerseits von der eigenen Dicke und andererseits
von dem Außendurchmesser und der Höhe der Patrone sowie dem Durchmesser der Mittelöffnung
abhängig sind. Das Blatt-wird'zunächst in der Richtung, die später parallel zur Patronenlängsachse liegt,
mit querverlaufenden, übereinstimmenden, wellenförmigen Falten und dann mit ebenfalls übereinstimmenden,
längsverlaufenden, gleichfalls wellenförmigen falten versehen und hierauf zu einer Röhre gebogen.
Die Stoßslellen werden miteinander verbunden, beispielsweise
verklebt. Die Stirnflächen der Filterpatrone werden durch Ringscheiben abgedichtet, die auf einer
gelochten Hülse sitzen, die ihrerseits in dem rohrförmigen Innenraum angeordnet ist. Die auf diese
Weise gebildete Filtrierpatrone ist mit zickzackförmigen Querfalten versehen, die über einen Teil des Ringquerschnitts,
und zwar am inneren Rand, ineinandergreifen. Filtrierpatronen dieser Art besitzen große
Filteroberflächen und halten hohen mechanischen Beanspruchungen stand;
Es hat sich nun gezeigt, daß bei Filtern letztgenannter Art die Betriebsdauer verlängert werden kann,
wenn, ausgehend von eineF -Filtrierpatrone der eingangs
genannten Art, die Knickprofile über den gesamten Ringquerschnitt durchgehend ineinandergreifen.
Versuche zeigten, daß in einer überraschenden,
ίο vom Fachmann keineswegs vorherschaubaren Weise
durch diese einfache, erfindungsgemäße Maßnahme die ,Betriebsdauer der Filtrierpatrone bei gleicher
Filterfiäche wesentlich verlängert wurde.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weisen die Knickprofile an der äußeren Begrenzungsfläche des Ringzylinders einen Knickwinkel von 60 bis
120° auf.
In einer zweiten Ausgestaltung der Erfindung greifen die Knickprofile an der äußeren Begrenzungsfläche des
Ringzylinders über mindestens ein Viertel, vorzugsweise über mehr als die Hälfte der Knickhöhe ineinander.
In einer dritten Ausgestaltung der Erfindung verhalten sich die Durchmesser der äußeren und inneren
Begrenzung des Ringzylinders wie 3: 1 bis 5: 1.
Vorteilhafterweise beträgt die Höhe des Ringzylinders das 0,6- bis 0,8fache der ursprünglichen Breite des
Streifens aus Filterwerkstoff vor der Knickung.
. Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung werden
an Hand eines Ausführungsbeispiels gemäß der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt
F ig. 1 einen Längsschnitt einer erfindungsgemäßen .Filtrierpatrone,
F i g. 2 ein Segment der Filtrierpatrone nach ■F i g. 1 im Querschnitt, : ;
F i g. 3 den Druckabfall ρ in Abhängigkeit von der Betriebsdauer T für ein Filter, bei dem die zickzackförmigen
Querfalten nur am inneren Rand ineinandergreifen (Kurve«), und für ein .erfindungsgemäßes
Filter, bei dem die Querfalten über den gesamten Ringquerschnitt durchgehend,ineinandergreifen, und .
F i g. 4 und 5 die Abmessungen für eine bekannte Filtrierpatrone bzw. eine :erfindungsgemäße Filtrier-
. . patrone vor und nach ihrer Herstellung.
Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Filtrierpatrone wird ein,einziges rechteckiges Band aus Filtermaterial
verwendet, dessen Abmessungen einerseits von seiner Dicke und andererseits von dem Außendurchmesser
und der Höhe der Patrone sowie dem Durchmesser der Mittelöffnung abhängig sind. Das
Blatt wird zunächst in der Richtung, die später parallel
zur Patrone der Längsachse liegt, mit querverlaufenden übereinstimmenden, wellenförmigen Falten und dann
mit ebenfalls übereinstimmenden längsverlaufenden gleichfalls wellenförmigen Falten versehen und hierauf
zu einer Röhre gebogen. Die Stoßstellen werden dann miteinander verbunden,, beispielsweise verklebt. Die
senkrecht übereinanderliegenden; .Falten werden um ihre Längsachse gleichmäßig stufenförmig verteilt. Die
Stirnflächen der erfindüngsgemäßen Filtrierpatrone werden mit Ringscheiben 3 und 4 versehen. Durch
axiales Zusammenpressen wird dann die Patrone fertiggestellt, wobei die Ringscheiben mit einer im Innenraum
angebrachten, gelochten Hülse verbunden werden.
In Fig. 1 sind die Querfalten der Filtrierpatrone mit 2 bezeichnet, die einen Winkel A einschließen. Die
Filtrierpatrone ist zwischen den Ringscheiben 3 und 4 angeordnet. Wie aus F i g. 2 hervorgeht, greifen die
Querfalten über den Ringquerschnitt durchgehend ineinander.
Es hat sich herausgestellt, daß die Betriebszeit der erfindungsgemäßen Filtrierpatrone besonders günstig
beeinflußt wird, wenn die Knickprofile an der äußeren Begrenzungsfläche des Ringzylinders einen Knickwinkel
(A in F i g. 1) von 60 bis 120° aufweisen, die Knickprofile an der äußeren Begrenzungsfläche des
Ringzylinders über mindestens ein Viertel, vorzugsweise über mehr als die Hälfte der Knickhöhe (e) ineinandergreifen,
die Halbmesser der äußeren und inneren Begrenzung des Ringzylinders sich wie 3:1 bis 5 : I
verhalten bzw. die Höhe des Ringzylinders das 0,6- bis 0,8fache der ursprünglichen Breite des Streifens aus
Filterwerkstoff vor der Knickung beträgt. Diese vorteilhaften Maßnahmen können selbstverständlich auch
zusammen vorgenommen werden.
Ganz allgemein kann bei zylindrischen Filtrierpatronen mit einem z. B. zwischen 5: 1 und 3: 1 liegenden
Verhältnis R/r (F i g. 2) der Winkel A zwischen 70 und 90° liegen, wobei er jedoch Werte bis 120° annehmen
kann.
Bei dem konkreten Beispiel mit r= 15 mm und R = 40 mm wird der Winkel A zwischen 85 und 90°
gewählt.
Ein Wert der gleichen Größenordnung ist auch noch für Werte von 8 bzw. 32 mm für r und R geeignet.
Bei einem kleineren Verhältnis R zu r kann der Wert von A verringert werden. Wenn schließlich dieses Verhältnis
1 beträgt, was ebenen Filterbändern entspricht, kann der Wert von A noch weiter gesenkt werden,
z. B. bis auf 60° und noch weniger.
Der Fachmann hat in jedem Fall, den geeignetsten Wert von A durch Versuche zu bestimmen. Sie bestehen
im wesentlichen darin, die Zahl der Betriebsslunden bis zum Eintreten einer Verstopfung zu bestimmen,
welche einer merklichen Zunahme des Druckabfalls entspricht.
In F i g. 3 sind zwei Kurven α und h dargestellt,
welche zwei Filtrierpatronen mit gleicher Filterlläche und gleichen Abmessungen entsprechen. Die Kurve«
gilt für eine Filtrierpatrone, deren zickzackfönnige
ίο Querfalten sich nur im Bereich des Innenrandes überlappen,
die Kurven/) für eine erfindungsgemäße
Filtrierpatrone, bei der die Qiierfaltun über den ganzen
Ringquerschnitt durchgehend ineinandergreifen. Die Filterfläche beträgt in beiden Fällen 27,5 (dm)2, die
Höhe der Filtrierpatrone jeweils 70 mm. Die F i g. 4 und 5 geben die Abmessungen der Filtrierpatronen vor
und nach ihrer Herstellung an, wobei sich F i g. 5 auf die erlindungsgemäße Filtrierpatrone bezieht.
Der Vergleich der Kurven α und h zeigt, daß bei der
erfindungsgemäßen Filtrierpatrone der Druckabfall mit dem Wert y erst nach doppelt so langer Betriebszeil
eintritt als bei der an sich bekannten Filtrierpatrone, für die die Kurve α gilt.
Das Rechteck aus Filtermaterial für die erfindungsgemäße Filtrierpatrone ist stets ein Streifen, welcher
erheblich langer als breit ist. Aus einem derartigen einzigen Stück Filtermaterial können dabei f'iltrierpatronen
großer axialer Abmessungen hergestellt werden. Im Gegensatz dazu mußten die bekannten
Filtrierpatronen im allgemeinen in mehrere Elemente ' unterteilt werden, da die Breite des verfügbaren
Materials für gewisse Qualitäten von Filterschichten meistens gering ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Filtrierpatrone für den radialen Durchsatz von Flüssigkeiten oder Gasen aus einem mit Querfalten
versehenen Band aus Filtermaterial, wobei die Querfalten zu Knickprofilen zickzackförmig geknickt
sind und das Band in die Form eines Ringzylinders gelegt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Knickprofile über den ganzen Ringquerschnitt durchgehend ineinandergreifen.
2. Filtrierpatrone gemäß Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Knickprofile an der äußeren Begrenzungsfläche des Ringzylinders einen
Knickwinkel (A in F i g. 3) von 60 bis 120° aufweisen.
3. Filtrierpatrone gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Knickprofile an der äußeren
Begrenzungsfläche des Ringzylinders über mindestens ein Viertel, vorzugsweise über mehr als die
Hälfte der Knickhöhe (e) ineinandergreifen.
4. Filtrierpatrone nach Anspruch L, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Halbmesser der
äußeren und inneren Begrenzung des Ringzylinders wie 3 : 1 bis 5: 1 verhalten.
5. Filtrierpatrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe des Ringzylinders
das 0,6- bis 0,8fache der ursprünglichen Breite des Streifens aus Filterwerkstoff vor der Knickung
beträgt.
Family
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