[go: up one dir, main page]

DE1533245C - Aluminiumlegierung - Google Patents

Aluminiumlegierung

Info

Publication number
DE1533245C
DE1533245C DE19661533245 DE1533245A DE1533245C DE 1533245 C DE1533245 C DE 1533245C DE 19661533245 DE19661533245 DE 19661533245 DE 1533245 A DE1533245 A DE 1533245A DE 1533245 C DE1533245 C DE 1533245C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alloy
content
aluminum
strength
silver
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19661533245
Other languages
English (en)
Other versions
DE1533245A1 (de
DE1533245B2 (de
Inventor
Joseph Temple City Calif Raffln (V St A)
Original Assignee
Olm Corp , Stamford, Conn (V St A )
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Olm Corp , Stamford, Conn (V St A ) filed Critical Olm Corp , Stamford, Conn (V St A )
Publication of DE1533245A1 publication Critical patent/DE1533245A1/de
Publication of DE1533245B2 publication Critical patent/DE1533245B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1533245C publication Critical patent/DE1533245C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Description

Die Erfindung betrifft Alüminiumlegierungen, insbe- 35 als 0,7% zu verwenden, da größere Mengen infolge
sondere Aluminium-Gußlegierungen von hoher Festig- des hohen Silberpreises die Kosten nur unnötig er-
keit, und Verfahren zu ihrer Herstellung. höhen würden, ohne daß die physikalischen Eigen-
Es besteht seit langem ein Bedürfnis nach Guß- schäften beträchtlich geändert oder die Neigung zur
stücken aus Aluminiumlegierungen von hoher Festig- Spannungskorrosion weiter herabgesetzt würde,
keit, und zwar nicht nur als Ersatz für die teueren 40 Eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Legie-
Aluminiumteile von hoher Festigkeit, die durch rung ist durch einen zusätzlichen Gehalt von 0,5 bis
Schmieden, Fließpressen, Kaltwalzen und spangebende 4,0%, vorzugsweise 1,0 bis 3,0% Zink gekennzeichnet.
Bearbeitung hergestellt werden, sondern auch zur Her- Dieser Zinkzusatz bewirkt eine weitere Verbesserung
stellung von kompliziert geformten Teilen. Es gibt von Zugfestigkeit, 0,2-Grenze und Dehnung,
zwar Aluminium-Gußlegierungen, doch haben die 45 Eine andere Weiterbildung der erfindungsgemäßen
Gußstücke eine geringere Festigkeit als spangebend Legierung besitzt einen zusätzlichen Gehalt von 0,15
bearbeitete Grobbleche und Knüppel, spangebend be- bis 0,7 %, vorzugsweise 0,2 bis 0,3 % Titan. Dieser
arbeitete Schmiedestücke und durch spanlose Ver- Titanzusatz gewährleistet in vorteilhafter Weise ein
formung erhaltene Anordnungen. feinkörniges Gefüge der Legierung, was für ein ein-
Dic Erfindung schafft eine verbesserte Aluminium- 50 wandfreies Lösungsglühen wichtig ist. In manchen
legierung, bei der im wesentlichen keine Spannungs- Fällen wird der Titangehalt an der unteren Grenze
korrosionsprobleme auftreten und aus der Gußstücke gehalten, und es wird mehr hinzugesetzt, wenn die
hergestellt werden können, die eine Zugfestigkeit über Legierung geschmolzen wird,' weil dadurch das Korn-
49 kp/mm2, eine 0,2-Grenze über 42 kp/mm2 und eine gefüge verbessert wird.
Dehnung von 4 bis 10% oder mehr haben. Insbe- 55 Gemäß einer anderen Weiterbildung der erfindungssondere können in technisch hergestellten Gußstücken gemäßen Legierung enthält diese 0,001 bis 0,01 % Bor. mit Schreckschichten eine Zugfestigkeit bis zu 45,7 kp/ Dieser Bor-Gehalt ist zwar für die Herstellung der mm2, eine 0,2-Grenze bis zu 38,7 kp/mm2 und eine Legierung nicht wesentlich. Im allgemeinen empfiehlt Dehnung bis zu 8% garantiert werden. In Sandguß- sich dieser Zusatz jedoch, wenn die Legierung zur Verstücken ohne Schreckschichten können eine Zugfestig- 60 besserung ihres Korngefüges umgeschmolzen wird.
keit von 42 kp/mm2, eine 0,2-Grenze von 35 kp/mm2 Für manche Anwendungsfälle der erfindungs- und eine Dehnung von 3 % erreicht werden. Diese gemäßen Aluminium-Gußlegierung kann es vorteilhaft Kennwerte konnten bisher nur in Schmiedestücken sein, wenn diese bis zu 0,3% Mangan, Molybdän aus Aluminium, aber nicht in Gußstücken aus Alu- und/oder Cer und bis zu 0,5% Chrom enthält,
minium erzielt werden. 65 In der nachstehend angegebenen Tabelle sind breite Die erfindungsgemäßc Aluminium-Gußlegierung be- und enge Bereiche der erfindungsgemäßen Aluminiumsteht aus 4,2 bis 6,0% Kupfer, 0,05 bis 3,0% Silber, Gußlegierung sowie die Legierungsgehalte eines spe-0,15 bis 0,4% Magnesium, Rest Aluminium mit ziellen Ausführungsbeispiels angegeben:
Tabelle
Elemente
Breiter Bereich 0,5 bis 6,0 Rest Enger Bereich Rest Beispielswert
^Gewichtsprozent) bis 3,0 bis 4,0 (Gewichtsprozent) 1,0 bis 3,0 (Gewichtsprozent]
4,2 bis 0,4 4,7 bis 5,3 4,9
0,05 bis 0,7 0,40 bis 1,0 0,60
0,15 0,15 0,20 bis 0,30 0,24
0,15 0,15 0,20 bis 0,30 0,25
bis 0,01 0,03 0
0,3 0,03 0
0,001 0,3 0,001 bis 0,01 0,002
0,3 0,3 0
0,5 0,3 0
0,05 0,3 0
0,15 0,3 0
0,05 0
0,15 0
Rest
2,0
Kupfer
Silber
Magnesium
Titan (wenn erwünscht) .......
Silicium (max.)
Eisen (max.)
Bor
Mangan (max.)
Molybdän (max.)
Cer (max.)
Chrom (max.)
andere (Maximum pro Element)
andere (Maximum insgesamt) .
Aluminium
Zink (wenn erwünscht)
Eine Schmelze der Legierung wurde wie folgt hergestellt: Etwa 54 kg umzuschmelzendes Rückgut (Eingüsse und Steiger von früheren Gießvorgängen) werden zusammen mit etwa 22,7 kg Aluminium hoher Reinheit (99,8 bis 99,99%) und etwa 1,8 kg einer Aluminium-Titan-Vorlegierung (5% Titan, Rest Aluminium) in einem gasbeheizten Ofen in einem Siliciumcarbidtiegel eingeschmolzen. Die Temperatur wurde mit Hilfe eines Chrom-Alumel-Thermoelements und eines Potentiometers geregelt. Nach dem Erreichen einer Temperatur von etwa 7040C wurden 1,25 kg Elektrolytkupfer und 0,15 kg Silber zugesetzt. Wenn ein Zinkgehalt erwünscht ist, wird das Zink zusammen mit dem Kupfer und dem Silber zugesetzt. Nach dem Auflösen der Metalle wurden in den Tiegel weitere 20,4 kg Rückgut von früheren Schmelzen eingebracht, so daß eine Zusammensetzung innerhalb der in der vorstehenden Tabelle angegebenen Bereiche erhalten wurde. Wenn die Temperatur erneut auf 704° C gestiegen war, wurde mit Hilfe eines Graphitrohrs Stickstoff durch die Schmelze geperlt, um schädliche Gase, beispielsweise durch die Zersetzung von Feuchtigkeit erzeugten Wasserstoff, zu entfernen. Die Temperatur wurde auf 76O0C ansteigen gelassen. Etwa 0,23 kg einer Aluminium-Titan-Bor-Legierung (5 °/0 Titan, 1 °/0 Bor, Rest im wesentlichen vollständig Aluminium) wurde zugesetzt, danach etwa 0,082 kg Reinmagnesium. Es wurde überprüft, ob das Metall noch gelösten Wasserstoff enthielt. Wenn ja, wurde noch mehr Stickstoff durchgeperlt, bis die Prüfung auf Wasserstoff negativ war.
Danach wurde der Schmelze etwa 0,045 kg eines Kornverfeinerungsmittels (Gemisch von zwei Teilen Titan-Kalium-Fluorid mit einem Teil Kaliumborfluorid) zugesetzt. Es wurde mindestens 10 Minuten lang gewartet. Wenn dann die Gießtemperatur von etwa 718 bis 7740C erreicht war (je nach Form und Größe des Gußstücks), wurde die Schmelze in eine Form gegossen, ferner in eine Prüflingsform, und eine Probe für die chemische Analyse entnommen. Eine Gießtemperatur von 7460C ist für die verschiedenartigsten Teile geeignet. Eine zu niedrige Gießtemperatur führt zu schlechteren mechanischen Eigenschaften.
Es wurde auch eine abgeänderte Ausführungsform dieses Einschmelzverfahrens mit Erfolg angewendet.
Dabei wurden etwa 28 g Hexachloräthanpillen pro 68 kg Metall in die Schmelze eingebracht, nachdem diese 7040C erreicht hatte. Auf diese Weise wurden etwa vorhandene Natriumspuren entfernt. Chlorgas kann für denselben Zweck verwendet werden. Danach werden das Magnesium und die Aluminium-Titan-Bor-Legierung zugesetzt. Nach dem Abschlacken der Schmelze wurde das Kornverfeinerungsmittel zugesetzt und wurde Stickstoff durch die Schmelze durchgeperlt, bis eine Prüfung zeigte, daß das Metall gasfrei war. Gleichzeitig wurde die Temperatur auf etwa 746 bis 7740C erhöht. Die bevorzugten Gießtemperaturen sind bei beiden Einschmelzverfahren dieselben.
Vorzugsweise verwendet man eine Gießform aus wasserfreiem Sand. Man kann auch gebundenen natürlichen oder synthetischen Sand verwenden, doch findet dann oft eine Gasaufnahme infolge der Reaktion zwischen dem Metall und der Feuchtigkeit des Sandes statt.
Die gegossene Legierung wurde dann in einem Elektroofen mit Abschreck-Tauchbehälter einer Lösungsglühbehandlung unterworfen, indem das Gußstück 3 bis 8 Stunden lang auf 527 bis 5380C gehalten wurde. Danach wurde das Gußstück in Wasser bei einer Temperatur von höchstens 54° C abgeschreckt. Beim Abschrecken wirft sich das Gußstück manchmal und wird dann in einer Presse oder mit einem Fäustel aus Kunststoff oder Holz geradegerichtet. Wenn das Gußstück in den nächsten 3 Stunden in der erforderlichen Weise geradegerichtet worden war, wurde es 8 bis 20 Stunden lang bei 138 bis 171° C vergütet.
Das Abschrecken hat den Zweck, den lösungsgeglühten Zustand aufrechtzuerhalten. Das Abschrekken soll so schnell und plötzlich erfolgen, wie dies ohne Bildung von Spannungsrissen möglich ist. Bei einem Abschrecken der Legierung von 543 0C traten selbst in kleinen Teilen Risse auf. Beim Abschrecken von Prüfstäben aus der Legierung von 538°C traten bei Prüfstäben keine Risse auf, doch wurden bei komplizierteren Gußstücken in einigen Bereichen einige leichte Oberflächenrisse festgestellt. Bei einem Abschrecken der Legierung von 535°C traten Risse in komplizierten Gußstücken mit starken Schreckschichten auf, jedoch keine Risse bei denselben Gußstücken ohne Schreckschichten. Bei einem Abschrecken der Legierung von 53O0C traten bei Gußstücken in einer Länge von bis
zu 150 cm keine Risse auf. Daher wird die erfindungsgemäße Legierung vorzugsweise von einer Temperatur von 350° C abgeschreckt, selbst wenn das Lösungsglühen bei 535 oder 538°C erfolgt. In diesem Fall wird die Temperatur vor dem Abschrecken vorzugsweise auf etwa 530°C herabgesetzt. 25 bis 38 cm lange Teile aus der Legierung mit einer Wandstärke von 6 bis 19 mm wurden von 535°C ohne Rißbildung abgeschreckt. Die Temperatur des Wassers ist vorzugsweise nicht höher als 49° C. Ein Abschrecken in Wasser, das sich auf Zimmertemperatur befindet, verbessert anscheinend die Beständigkeit gegenüber der Spannungskorrosion.
Das Lösungsglühen dient zum Auflösen der kupferreichen Verbindung, die während des Erstarrens der Legierung um die aluminiumreiche Grundmasse herum abgelagert wird, ohne '■ daß eine der Komponenten schmilzt. Unter Berücksichtigung der Größe, Form und Dicke des Gußstücks wird die Temperatur und Dauer des Lösungsglühens so gewählt, daß das Eutektikum in der Grundmasse praktisch vollständig aufgelöst wird. Dies wird durch mikroskopische Untersuchung überprüft.
Im allgemeinen genügt ein Lösungsglühen von etwa 5 Stunden für 64 mm dicke Teile. Mit einem Lösungsglühen bei einer Temperatur im Bereich von 530 bis 538°C wurden befriedigende Ergebnisse erzielt. Die besten Ergebnisse wurden erhalten, wenn bei 5stündigem Lösungsglühen die Temperatur während 2 bis 3 Stunden 535° C erreichte. In einem Ausführungsbeispiel wurde beim Lösungsglühen die Temperatur 1 Stunde lang auf 530° C gehalten, dann 3 Stunden auf 5350C und schließlich 1 Stunde wieder auf 530° C, so daß die Behandlung insgesamt 5 Stunden dauerte.
Bei Gußstücken mit einer Größe von nicht mehr als 38 · 38 cm und einer Dicke von nicht mehr als 19 mm kann ein einwandfreies Lösungsglühen erfolgen, indem die Teile 5 Stunden lang bei 535° C erhitzt werden. Kleinere Gußstücke in einer Größenordnung von etwa 203 -25-13 mm können etwa 4 Stunden lang bei 538° C behandelt werden.
Die Teile werden zum Ausscheiden der Kupferverbindung ausgelagert, wodurch die Legierung aushärtet. Die Temperatur und Dauer der Auslagerungsbehandlung sind davon abhängig, welche Eigenschaften am meisten erwünscht sind. Bei einer längeren Dauer und höheren Temperatur der Auslagerungsbehandlung wird die 0,2-Grenze erhöht, bei einer kürzeren Dauer und niedrigeren Temperatur dagegen die Dehnung. Eine höhere Kerbschlagzähigkeit erhält man, wenn man während eines längeren Zeitraums bei einer niedrigeren Temperatur auslagert, z. B. mindestens 5 Tage lang bei Zimmertemperatur, doch ist dann die 0,2-Grenze niedriger. Durch ein Auslagern der Legierung bei 160° C während eines Zeitraums von etwa 20 Stunden erhielt man ein sehr beständiges Material, das sich im Laufe der Zeit nicht veränderte und auch gegenüber der Spannungskorrosion sehr beständig war. Bei einer höheren Temperatur von 171° C konnte eine einwandfreie Aushärtung in kürzerer Zeit erzielt werden, doch war die Dehnung um einige Prozent geringer. Eine Legierung mit brauchbaren, gut aufeinander abgestimmten physikalischen Kennwerten wird erzielt, wenn man bei 1460C auslagert.
Ein typisches Lösungsglühen eines Gußstücks, beispielsweise einer Strebe für ein Fahrgestell eines Flugzeuges, wurde wie folgt durchgeführt: 1 Stunde bei 53O°C, 3 Stunden bei 535° C und 1 Stunde bei 530°C bei einer Gesamtdauer des Lösungsglühen von 5 Stunden. Danach Abschrecken in auf Zimmertemperatur befindlichem Wasser während eines Zeitraums von 5 Sekunden. Das Gußstück wurde dann 24 Stunden lang auf Zimmertemperatur gehalten und danach 20 Stunden lang bei 16Q0C ausgelagert.
Von Gußstücken, die nach den obigen Angaben hergestellt worden waren, wobei mit den bekannten Maßnahmen eine fortschreitende, gerichtete Erstarrung ίο begünstigt wurde, wurden durch spangebende Bearbeitung Prüflinge abgenommen, die mechanischen Prüfungen unterworfen wurden. Man erhielt folgende Ergebnisse: Zugfestigkeit 42,9 bis 49,3 kp/mm2, 0,2-Grenze 34,8 bis 45,3 kp/mm2, Dehnung 6 bis 17%. Die chemische Analyse der Prüflinge hatte folgendes Ergebnis:
Element Gewichtsprozent
Kupfer 4,74 bis 5,55
Magnesium 0,20 bis 0,31
Titan 0,22 bis 0,28
Silber 0,54 bis 0,61
Silicium-Eisen 0
Aluminium Rest
In der erfindungsgemäßen Legierung wird ein hoher Kupfergehalt verwendet, so daß die Verbindung CuAl2 in einer größeren Menge vorhanden ist. Diese Verbindung muß durch das Lösungsglühen aufgelöst werden. Die Löslichkeit der Verbindung nimmt mit der Temperatur zu. Dies ist wahrscheinlich auf die Tatsache zurückzuführen, daß das Lösungsglühen im Rahmen der Erfindung bei 530 bis 538° C erfolgt.
Die Analyse eines weiteren Prüfstabes ergab folgende Zusammensetzung:
Element Gewichtsprozent
Kupfer 4,73
Silber 0,61
Magnesium 0,21
Eisen 0
Silicium 0
Mangan 0,01
Titan 0,27
Chrom 0
Nickel 0,02
Aluminium Rest
Versuche haben gezeigt, daß die besten Eigenschaften mit einem Kupfergehalt von etwa 4,7 bis 5,3% erhalten werden. Beispielsweise hatten Prüfstäbe, die sich in jedem Satz nur durch den Kupfergehalt unterschieden, nach gleicher Wärmebehandlung folgende Zugeigenschaften:
55 Satz
Nr.
60 2 Cu
(Gewichts
Zugfestigkeit 0,2-Grenze Deh
nung
prozent) (kp/mm2) (kp/mm2) (%)
1 3 4,20 30,2 18,3 13
4,75 40,8 24,6 14
65 4 4,75 43,6 29,5 7,5
5,75 ■ 39,4 23,2 2,0
5 5,25 42,9 30,9 5,5
5,75 40,8 26,7 4,0
3,2 37,5 33,2 8,0
5,0 47,5 42,6 5,5
5,0 42,0 35,4 4,4
6,0 38,8 37,5 1 ?
X,—
In Aluminium-Kupfer-Gußlegierungen von hoher Festigkeit wird Magnesium manchmal als unerwünscht angesehen. Im Rahmen der Erfindung wurde jedoch festgestellt, daß es in den richtigen Mengen verwendet die 0,2-Grenze der erfindungsgemäßen Legierung erhöht. Beispielsweise hatten Prüfstäbe, die sich nur durch den Magnesiumgehalt unterschieden, nach gleicher Wärmebehandlung nachstehende Zugeigenschaften: '
Mg
(Gewichts-
Zugfestigkeit 0,2-Grenze Dehnung
: Prozent) (kp/mm2) - (kp/mm2) (Vo)
0,19 45,4 39,4 5,5
0,29 49,6 46,7 3,0
0,38 49,5 47,4 2,0
0,48 21,0 0,5
Bei dem Prüfling mit 0,48 % Magnesium traten in gewissem Umfang Verbrennungen auf. Der Magnesiumgehalt beträgt vorzugsweise etwa 0,20 bis 0,30 %. Wie aus dem vorstehenden Beispiel hervorgeht, wird durch einen Magnesiumgehalt in diesem Bereich die Zugfestigkeit und 0,2-Grenze um etwa 10 % erhöht.
Der Zusatz von elementarem Silber zu der Legierung erhöht deren mechanische Festigkeit und ihre Be-
ständigkeit gegenüber der Spannungskorrosion. Die mechanische Festigkeit der Legierung wird schon durch einen Zusatz von nur 0,2 % Silber verbessert. Mit einem Silbergehalt von 0,4 bis 1,5 % ist die Legierung im wesentlichen frei von Spannungskorrosion. Die mechanische Festigkeit erreicht anscheinend bei einem Silbergehalt von etwa 0,5 % ein Optimum, wird aber bei einem Silbergehalt von bis zu 3,0 % nur wenig herabgesetzt. Die Wirkung des Silbers auf die Kennwerte geht aus den nachstehenden Versuchen mit Prüfstäben hervor:
Satz
Nr.
15 T-I 20 Ag
(Gewichts
Zugfestigkeit 0,2-Grenze Deh
nung
prozent) (kp/mm2) (kp/mm2) (Vo)
2 O 41,8 31,3 6,0
0,60 48,5 40,2 8,5
0 42,2 35,2 4,4
0,20 47,1 42,9 2,5
0,30 47,1 41,5 5,0
0,70 47,8 42,6 4,6
Ein weiterer Satz enthielt auch unterschiedliche Magnesiummengen, doch hatte auch hier ein hoher Silbergehalt keine nachteilige Wirkung auf die Zugfestigkeit.
Satz Ag Mg Zugfestigkeit 0,2-Grenze Dehnung
Nr. (Gewichtsprozent) (Gewichtsprozent) (kp/mm2) (kp/mm2) (%)
3 0,60 0,19 45,4 39,4 5,5
1,1 0,20 44,7 39,7 4,5
1,6 0,15 43,5 33,8 10,0
2,1 0,15 43,5 32,8 8,0
2,6 0,19 44,9 33,8 8,0
Ein Zinkgehalt von etwa 1,0 bis 3,0 % führt eben- gehalt führt anscheinend nicht zu einer höheren Festigfalls zu einer beträchtlichen Verbesserung der Festig- 40 keit und setzt die Dehnung herab. Dies geht aus der keit. Dies geht aus den nachstehenden Versuchsergeb- Prüfung der nachstehenden Prüflinge hervor: nissen hervor:
Zn Zugfestigkeij 0,2-Grenze Dehnung
(Vo) (kp/mm2) (kp/mm8) (Vo)
0 45,9 39,7 5,0
1,0 47,8 40,6 9,0
2,0 50,8 44,9 5,0
3,0 51,1 45,1 5,0
4,0 48,5 45,8 2,0
Ti
(Gewichts-
45 prozent)
•Zugfestigkeit
(kp/mm2)
0,2-Grenze
(kp/mm2)
Dehnung
0,24
0,39
0,54
50 0,69
42
41,8
42,5
42,3
35,4
35,2
35,9
37,5
4,4
4,2
4,2
3,0
Titan ist ein gutes Kornverfeinerungsmittel. Mit einem Titangehalt von 0,20 bis 0,30% hat die Legierung ein feines Korn, welches die erforderliche Verteilung des Kupfers in der ganzen Legierung während des Lösungsglühens erleichtert, so daß Gußstücke erhalten werden können, die viel fester sind als Gußstücke, die mit den bekannten Aluminium-Gießlegierungen hergestellt worden sind. Ein höherer Titan-Die übrigen in der Legierung enthaltenen Elemente sind Verunreinigungen. Zwei von ihnen, Silicium und Eisen, sind in der Aluminiumgrundmasse übliche Verunreimgungen und für die erfindungsgemäße Legierung schädlich. Im allgemeinen soll der Eisen- und der Siliciumgehalt niedriger sein als 0,15 %, vorzugsweise niedriger als 0,03%. Mit zwei Sätzen von Prüflingen wurden folgende Ergebnisse erhalten:
Satz c; 0,16 Zugfestigkeit 0,2-Grenze Dehnung
Nr. 0 (kp/mm11) (kp/mm2) (Vo)
1 0,15 0,16 46,4 36,6 2,5
0 0,65 48,5 40,2 8,5
2 0,15 42,0 35,4 4,4
0,15 31,6 24,9 2,0
209 552/153
Die vorstehend angegebenen Ergebnisse wurden mit Prüfstäben erhalten, die ohne Schreckschichten in Sandformen gegossen worden waren und einen Durchmesser von 12,7 mm und einen 57,2 mm langen Teil von kleinerem Durchmesser hatten. Die Ergebnisse der einzelnen Sätze sind untereinander nicht vergleichbar, weil sich die Sätze auch in anderen Punkten voneinander unterschieden.
Von den anderen Elementen, die in der Legierung ent^ halten sein könnten, sind einige sehr schädlich, einige etwas schädlich und haben andere keine oder sogar eine leicht vorteilhafte Wirkung auf die Legierung.
Ein Cadmiumgehalt von 0,30 % führte während des Lösungsglühens zu starken Verbrennungserscheinungen und Rissen, wobei die Festigkeits- und Dehnungseigenschaften vollständig verlorengingen.
Ein Natrium-, Calcium- und Lithiumgehalt von 0,02 % führte zu einer Herabsetzung der Zugfestigkeit um 10 bis 20°/0 und der Dehnung um 30 bis 40% sowie zum Auftreten von Fehlern in den aus der Legierung bestehenden Prüfstäben.
Ein Kobaltgehalt von 0,30 °/0 führte zu einer Herabsetzung der Zugfestigkeit um 20 % und der Dehnung um 30 % sowie zu einer Kornvergföberung.
Ein Zinngehalt von 0,005 °/0 beeinträchtigte die Eigenschaften der Legierung nicht, führte jedoch beim Vorhandensein von 0,005% Wismut während des Lösungsglühens zu starken Verbrennungserscheinungen und Rissen.
Ein Antimongehalt von 0,005% führte zu einer ίο Herabsetzung der Zugfestigkeit um 10 % und zu einer ähnlichen Herabsetzung der Dehnung.
Ein Chromgehalt von 0,25% und ein Molybdängehalt von 0,25 % führte zu einer geringen Erhöhung der Zugfestigkeit. Bei 0,50% Molybdän wurde die Zugfestigkeit etwas herabgesetzt, während ein Chromgehalt von 0,50 % keine wesentlichen Änderungen bewirkte. Mangan, Nickel und Cer hatten in Mengen von je 0,30 % keine merkliche Wirkung auf die Eigenschaften der Legierung. Ein Zirkongehalt von 0,25 % führte zu einer geringen Herabsetzung der Zugfestigkeit.

Claims (6)

I 533 245 1 2 den üblichen herstellungsbedingten Verunreinigungen. Patentansprüche- Diese Aluminium-Gußlegierung hat nicht nur bessere Kennwerte als alle anderen bekannten Aluminium-Gußlegierungen, die nach einem Ausführungsbeispiel
1.Aluminium-Gußlegierung, bestehend aus 4,2 5 der Erfindung erhaltenen Gußstücke behalten darüber
bis 6,0%, vorzugsweise 4,7 bis 5,3 %>, Kupfer, 0,05 hinaus auch bei erhöhten Temperaturen gute Kenn-
bis 3,0%, vorzugsweise 0,4 bis 1,0%, Silber, 0,15 werte. Gegenüber der durch die französische Patent-
bis 0,4 %, vorzugsweise 0,2 bis 0,3 %, Magne- schrift 463 853 bekanntgewordenen Aluminium-Guß-
sium, Rest Aluminium mit den üblichen her- legierung, die neben Aluminium ebenfalls Kupfer und
stellungsbedingten Verunreinigungen. 10 Silber enthält, besitzt die erfindungsgemäße Alumi-
2. Legierung nach Anspruch 1 mit einem zu- nium-Gußlegierung durch den Magnesium-Zusatz eine sätzlichen. Gehalt von 0,5 bis 4,0%, vorzugsweise erhöhte Festigkeit. Die nach einem Ausführungs-1,0 bis 3,0, Zink. beispiel der Erfindung erhaltenen Gußstücke besitzen
3. Legierung nach den Ansprüchen 1 oder 2 mit bei 26O0C eine Zugfestigkeit von mehr als 23 kp/mm2, einem zusätzlichen Gehalt von 0,15 bis 0,7%, 15 eine 0,2-Grenze von mehr als 22 kp/mm2 und eine vorzugsweise 0,2 bis 0,3%, Titan. Dehnung von 14%. Selbst bei 316° G haben die Guß-
4. Legierung nach' einem der Ansprüche 1 bis 3 stücke eine Zugfestigkeit von mehr als 13 kp/mm2, mit einem zusätzlichen Gehalt von 0,001 bis 0,01 % eine 0,2-Grenze von über 13 kp/mm2 und eine Deh-Bor. nung von etwa 16%. Die Mehrzahl der bisher be-
5. Legierung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, 20 kannten Aluminium-Gußlegierungen verlieren ihre die bis zu 0,3 % Mangan, Molybdän und/oder Cer Festigkeit bei derart hohen Temperaturen fast voll- und bis zu 0,5% Chrom enthält. ständig.
6. Legierung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 Während das Silber, das in der erfindungsgemäßen mit maximal 0,15, vorzugsweise maximal 0,03%, Legierung zu etwa 0,05 bis 3,0%, vorzugsweise zu Silicium, maximal 0,15, vorzugsweise maximal 35 etwa 0,40 bis 1,0% enthalten ist, anscheinend die Ver-0,03%, Eisen und insgesamt maximal 0,15%, teilung des Kupfers in der Legierung verbessert, woeinzeln aber maximal 0,05%, übrige Verunreini- durch deren Festigkeit erhöht wird und ferner der auf gungen. den hohen Kupfergehalt von 4,2 bis 6,0, vorzugsweise
4,7 bis 5,3%, zurückzuführenden Neigung der AIu-
30 minium-Gußlegierung zur Spannungskorrosion ent-
gegen wirkt, erhöht der Magnesium-Zusatz von 0,15
bis 0,4%, vorzugsweise 0,2 bis 3,0%, die Festigkeit.
Es hat sich gezeigt, daß es wenig sinnvoll ist, einen
Silber-Anteil von mehr als 1,0% oder auch nur mehr
DE19661533245 1965-10-18 1966-10-14 Aluminiumlegierung Expired DE1533245C (de)

Applications Claiming Priority (5)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US49755765A 1965-10-18 1965-10-18
US49755765 1965-10-18
US56174766A 1966-06-30 1966-06-30
US57174766 1966-06-30
DEE0032647 1966-10-14

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1533245A1 DE1533245A1 (de) 1969-12-18
DE1533245B2 DE1533245B2 (de) 1972-12-21
DE1533245C true DE1533245C (de) 1973-07-26

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT502294B1 (de) Al-zn-knetlegierung und verwendung einer solchen legierung
DE3541781C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Bauteils aus einer hitzebeständigen, hochfesten, gesinterten Aluminiumlegierung sowie eine hitzebeständige, hochfeste Aluminiumlegierung
DE2052000C3 (de) Verwendung einer hochfesten Aluminiumlegierung
DE2704765A1 (de) Kupferlegierung, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung fuer elektrische kontaktfedern
EP1458898B1 (de) Verfahren zur herstellung eines aus aluminiumlegierung bauteils durch warm- und kaltumformung
DE2120618B2 (de) Verfahren zur herstellung eines stahles
DE1483228B2 (de) Aluminiumlegierung mit hoher zeitstandfestigkeit
DE2347059A1 (de) Aluminiumlegierung hoher festigkeit
DE3486352T2 (de) Aluminium-Lithium-Legierung.
DE2023446B2 (de) Aluminium-Gußlegierung mit hoher Festigkeit
DE2500083A1 (de) Aluminium-knetlegierungen und verfahren zur verarbeitung
DE2149546C3 (de) Verfahren zur Herstellung von superplastischen Bleilegierungen mit einer Dehnung von zumindest 100 % bei Raumtemperatur
DE3613224A1 (de) Aluminium-lithium-legierung
DE1533245C (de) Aluminiumlegierung
DE1533298A1 (de) Martensitaushaertbare Nickel-Molybdaen-Stahl-Legierung
CH504535A (de) Aluminium-Gusslegierung
DE2034838A1 (de) Verfahren zur Verbesserung der Verpreß barkeit von Aluminium Legierungen der Gattung AlMgSi
EP0410979B1 (de) Aushärtbare nickellegierung
DE2001712C3 (de) Aluminium-Gußlegierung
DE2105817A1 (de) Aluminiumlegierung
DE1204831B (de) Verfahren zur Herstellung von vergueteten Gussteilen aus einer Magnesium-Aluminium-Zink-Legierung
DE531693C (de) Verfahren zur Herstellung von Aluminium hoher elektrischer Leitfaehigkeit und grosser Festigkeit
DE2001712B2 (de) Aluminium-gusslegierung
DE1198570B (de) Verfahren zur Herstellung von warm-ausgehaerteten Kneterzeugnissen aus Aluminium-legierungen der Gattung AlZnMgCu
DE492460C (de) Verguetung von Kupfer-Silizium-Legierungen