DE1532302C - Tunnelbackofen - Google Patents
TunnelbackofenInfo
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- DE1532302C DE1532302C DE1532302C DE 1532302 C DE1532302 C DE 1532302C DE 1532302 C DE1532302 C DE 1532302C
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- ceiling
- gases
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Description
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Die vorliegende Erfindung betrifft einen Tunnel- Vielmehr weist die bekannte Anordnung zusätzlich
backofen mit Sohlenheizkanäleri, in denen Heizgas eine Heizgäsverteilungsleitung auf, aus der an vervon
vorn nach hinten strömt und mit Deckenheiz- teilten Punkten des oberen und des unteren Heizkanälen, kanals regelbare Heizgasmengen zugeleitet werden,
Für Tunnelbacköfen zum Backen von Brot, zum 5 um eine gewünschte Temperaturverteilung zu erhandwerksmäßigen oder industriellen Backen von zielen. . T '
Backwerk, zum Backen von Zwiebäcken od. dgl. fin- Durch die vorliegende Erfindung soll die Strömung det immer mehr die sogenannte zyklothermische Hei- der Heizgase so gelenkt werden, daß die Bildung der zung oder Heizung mit Rückführung der Gase An- Kruste des Backwerks erleichtert wird,
wendung. Insbesondere werden laufend für den io Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einem Tunnel-' Zwangsumlauf der Heizgase eine oder mehrere Du- backofen der eingangs erwähnten Art gemäß der Ersen verwendet, welche die Gase in Rohre geeigneten findung vorgesehen, daß das Heizgas nach DurchQuerschnitts fördern, welche in der Längsrichtung strömen der Sohlenheizkanäle durch die Deckenheizinnerhalb des die Backkammer bildenden Tunnels so- kanäle von hinten nach vorn strömt und kurz vor Erwohl in der Decke als auch in der Sohle angeordnet 15 reichen des Ofenvorderteils wenigstens teilweise in sind. den Strömungskreis zurückgeführt wird.
Backwerk, zum Backen von Zwiebäcken od. dgl. fin- Durch die vorliegende Erfindung soll die Strömung det immer mehr die sogenannte zyklothermische Hei- der Heizgase so gelenkt werden, daß die Bildung der zung oder Heizung mit Rückführung der Gase An- Kruste des Backwerks erleichtert wird,
wendung. Insbesondere werden laufend für den io Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einem Tunnel-' Zwangsumlauf der Heizgase eine oder mehrere Du- backofen der eingangs erwähnten Art gemäß der Ersen verwendet, welche die Gase in Rohre geeigneten findung vorgesehen, daß das Heizgas nach DurchQuerschnitts fördern, welche in der Längsrichtung strömen der Sohlenheizkanäle durch die Deckenheizinnerhalb des die Backkammer bildenden Tunnels so- kanäle von hinten nach vorn strömt und kurz vor Erwohl in der Decke als auch in der Sohle angeordnet 15 reichen des Ofenvorderteils wenigstens teilweise in sind. den Strömungskreis zurückgeführt wird.
Zu diesem Zweck können beispielsweise ein oder Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsmehrere
Brenner für flüssigen oder gasförmigen form der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die
Brennstoff mit ihrer Flamme gegen einen feuerfesten Deckenheizkanäle am Ofenvorderteil in eine Sam-Mantel
gerichtet angeordnet sein; die stabilisierten ao melkammer münden, die. eine Steuereinrichtung zur
Verbrennungsgase werden sodann veranlaßt, paral- Veränderung der vom Heizgas längs der Decke zulele
Kanäle oder Füchse zu durchströmen, welche so- rückgelegten Wegstrecke aufweist. ■*
wohl in der Decke als auch in der Sohle angeordnet Durch die erfindungsgemäße Ausbildung wird ersind
und von dem Ende des Ofens, an welchem sich reicht, daß die heißen Gase eine konstante erhebliche
die Einschiebeöffnung befindet, zu dem entgegen- 25 Wärmezufuhr an der Sohle am Eingang des Ofens
gesetzten Ende des Ofens verlaufen. Die Gase, welche bewirken, was eine schnelle kräftige Ausdehnung der
so von der Einschiebestelle zu der Entnahmestelle Treibgase in dem Teig begünstigt. Nach Maßgabe
eine Heizkurve mit abnehmbarer Temperatur erzeugt seines Vorrückens in dem Tunnel nimmt die Temhaben,
werden durch eine Turbine angesaugt und in peratur der Ofendecke, welche die rückgeführten
den Heizmantel geführt, wo sie von neuem für einen 30 Gase in den Decken-Heizkanälen aufnimmt, zu,
weiteren Arbeitskreislauf erwärmt werden; dabei wird während die Temperatur der Sohle abnimmt, woein
geringer Bruchteil der aus den Heizkanälen aus- bei die Temperaturgleichheit zwischen der Decke und
tretenden Gase zur Erzeugung des für das Arbeiten der Sohle am Ende dieser Rückführzone erreicht
der Brenner erforderlichen Zugs dem Kamin zu- wird,
geführt. 35 Indem ferner die Deckenheizung vor der Rückkehr
geführt. 35 Indem ferner die Deckenheizung vor der Rückkehr
Aus der deutschen Patentschrift 921442 ist be- der Gase in den Rückführungskreis aufhört, wird
reits ein Wanderherd-Backofen bekannt, bei dem das hierdurch die Bildung der Kruste an den in den Ofen
Heizgas unter und über dem Backgut, nämlich in eingeführten Teigportionen verzögert, was die Wir-
Sohlenkanälen und Deckenkanälen, von vorn nach kung des in der üblichen Weise ständig eingeblasenen
hinten strömt und wobei zum Klimatisieren der 40 Dampfes begünstigt. Hierdurch wird ein optimales
Backraumatmosphäre zusätzlich ein beheizter Luft- Aufgehen des Teiges erreicht.
strom am Beschickungsende eingeführt wird, der am Am Ausgang dieser ersten Rückführungszone ge-Auslaßende
in einen auf der dem Backgut abgewand- langen die Brote oder das andere Backgut in die
ten Seite des Deckenkanals liegenden Rückführkanal zweite Backzone, wo der Backvorgang zu Ende gegeleitet
wird, wo er zum Beschickungsende zurück- 45 führt wird. Diese zweite Zone ist in der üblichen
fließt. Da hier der Deckenkanal zwischen diesem Weise ausgeführt, d. h., die Gase strömen in ihr par-Rückführungskanal
und dem Backgut liegt, wird das allel in dem Gewölbe und der Sohle von dem Aus-Backgut
durch den zurückfließenden Luftstrom nicht gang der ersten Zone bis zu dem Ausgang des Ofens,
aufgeheizt. sodaß die Temperatur in dieser Zone allmählich ab-
Weiterhin ist aus der französischen Patentschrift 50 nimmt.
1 397 735 ein Tunnelbackofen bekannt, bei dem die Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Er-
Beschickungsöffnung und die Auslaßöffnung über- findung an Hand der Zeichnung erläutert; in dieser
einander auf der gleichen Ofenseite angeordnet sind zeigt
und wobei sowohl das Backband als auch die Heiz- Fig. 1 im Längsschnitt den vorderen Abschnitt
kanäle für die Ober- und Unterhitze von vorn nach 55 eines Tunnelbackofens gemäß einer Ausführungsform
hinten verlaufen, dort umkehren und wieder zurück- der Erfindung, wobei dieser Abschnitt die erste Rückkommen.
Hierbei sind für die Kanäle über und unter führzone bildet,
dem Backgut zwei getrennte Heizgasumläufe gewählt, Fig, 2 eine Horizontal-Schnittansicht mit Schnitt
wobei die Strömungsrichtung des Heizgases in dem längs der LinieC-C der Fig. 1.
Kanal über dem Backgut der in dem Kanal unter 60 Der dargestellte Tunnelofen besitzt am Eingang
dem Backgut entgegengesetzt ist. eine Einschiebetür A, durch welche das Backgut auf
Ferner ist aus der deutschen Patentschrift 628 491 das Förderband 15 eingeführt wird, welches das
eine Umlaufheizung für Back- und Trockenkammern Backgut über die ganze Länge des Ofens bis zu der
bekannt, bei der zwar in den oberen Kanälen das nicht dargestellten Entnahmetür transportiert.
Heizgas in der gleichen Richtung wie das Backgut 65 Über dem Eingang des Ofens befinden sich der
fortschreitet, während in dem unteren Kanal das Brenner 1 mit seiner Brennkammer 2; aus der Brenn-
Hcizgas in umgekehrter Richtung strömt, jedoch han- kammer gelangen die von einer Turbine 3 angesaug-
dell es sich liier um keinen geschlossenen Kreislauf. ten Gase, welche sich mit einem Teil der zurück-
geführten abgekühlten Gase mischen, in eine unter dem Tunnel liegende Verteilerkammer 4 und von da
in Sohlenkanäle S, welche zu der am hinteren Ende liegenden Sammelkammer 6 führen; diese Sammelkammer
ist unter demjenigen Teil des Ofens angeordnet, welcher die vorstehend beschriebene erste
Rückführzone von einer zweiten nachfolgenden Rückfübrzone trennt, in welcher der Backvorgang zu
Ende geführt wird. Von dieser Sammelkammer 6 steigen die Gase durch den Mantel 7 in die Zwischensammelkammer
8 auf, von wo sie in Deckenheizkanäle9 eintreten, welche zu einer Deckensammelkammer
10 führen; diese steht mit einem der Saugwirkung einer Turbine 12 unterworfenen Mantel
11 in Verbindung, welcher über einem Punkt des Ofens liegt, der sich in nennenswertem Abstand vom
Eingang des Ofens befindet. Die Turbine 12 drückt die Gase, welche einen Teil ihrer Wärme verloren
haben, in einen die Brennkammer 2 umgebenden Mantel 13, wo sie von neuem erwärmt und wieder ao
in den Strömungskreis zurückgeführt werden, wobei sie sich, wie oben erwähnt, in der Turbine 3 mit den
frischen Gasen mischen. Ein Teil der kalten Gase wird vor dem Eintritt in die Turbine 3 abgezweigt
und durch einen mit einer Regelklappe versehenen Kamin 14 zur Erzeugung des Zugs abgeführt.
Es sei betont, daß die Deckensammelkammer 10 mit einer mehr oder weniger großen wirksamen
Länge benutzt werden kann, indem man die zurückgeführten Gase mehr oder weniger frühzeitig aus dieser
Kammer dem Mantel 11 zuführt. Hierfür können z. B. Regelklappen der bei 10' dargestellten Art benutzt
werden, um den Weg der Gase längs der Decke in Richtung auf den Eingang zu begrenzen. Durch
diese wahlweise Ein- und Ausschaltung eines Teils der Kammer 10 läßt sich die Länge der Heizzone in
der Decke entsprechend dem Zustand des Teiges verändern. Gleichzeitig ermöglicht es diese Ausbildung,
eine Veränderung des Zusammenfallpunktes zu berücksichtigen, d. h. desjenigen Zeitpunkts, zu dem der
Teig, welcher unter der Wirkung des »Aufgehens« sein größtes Volumen erreicht hat, zusammenzufallen
beginnt; dieser Fallpunkt wird im Laboratorium bestimmt. Die erwähnte Änderung der Weglänge der
Gase in der Decke, z. B. mittels einer Regelklappe, gestattet nun, den-Augenblick der Verfestigung der
Kruste nach vorwärts oder nach rückwärts zu verschieben, welche dann in dem-Augenblick des maximalen
Aufgehens der Teigportionen stattfindet, bevor ihr Volumen abnimmt.
Auf die erste beschriebene Rückführzone folgt eine zweite Rückführzone, welche das Backgut an den
Ausgang des Ofens bringt. Die das Zuendebacken in dieser zweiten Zone bestimmende Heizung erfolgt in
bekannter Weise mit einer gleichzeitig in der Decke und in der Sohle abnehmenden Temperatur; diese
auf die erste Zone folgende zweite Zone braucht hier nicht näher beschrieben zu werden und ist auch in
der Zeichnung nicht dargestellt.
Claims (2)
1. Tunnelbackofen mit Sohlenheizkanälen, in denen Heizgas von vorn nach hinten strömt und
mit Deckenheizkanälen, dadurch gekennzeichnet, daß das Heizgas nach Durchströmen
der Sohlenheizkanäle (5) durch die Deckenheizkanäle (9) von hinten nach vorn strömt und kurz
vor Erreichen des Ofenvorderteils wenigstens teilweise in den Strömungskreis zurückgeführt wird.
2. Tunnelbackofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckenheizkanäle (9) am
Ofenvorderteil in eine Sammelkammer (10) münden, die eine Steuereinrichtung (10') zur Veränderung
der vom Heizgas längs der Decke zurückgelegten Wegstrecke aufweist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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