[go: up one dir, main page]

DE1532376A1 - Verfahren zur Herstellung von Schokolademassen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schokolademassen

Info

Publication number
DE1532376A1
DE1532376A1 DE19661532376 DE1532376A DE1532376A1 DE 1532376 A1 DE1532376 A1 DE 1532376A1 DE 19661532376 DE19661532376 DE 19661532376 DE 1532376 A DE1532376 A DE 1532376A DE 1532376 A1 DE1532376 A1 DE 1532376A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cocoa
sugar
chocolate
mass
fineness
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19661532376
Other languages
English (en)
Inventor
Niediek Dipl-Ing Ernst Adolf
Rumpf Dr-Ing Hans
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
NIEDIEK DIPL ING ERNST ADOLF
RUMPF DR ING HANS
Original Assignee
NIEDIEK DIPL ING ERNST ADOLF
RUMPF DR ING HANS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by NIEDIEK DIPL ING ERNST ADOLF, RUMPF DR ING HANS filed Critical NIEDIEK DIPL ING ERNST ADOLF
Publication of DE1532376A1 publication Critical patent/DE1532376A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23GCOCOA; COCOA PRODUCTS, e.g. CHOCOLATE; SUBSTITUTES FOR COCOA OR COCOA PRODUCTS; CONFECTIONERY; CHEWING GUM; ICE-CREAM; PREPARATION THEREOF
    • A23G1/00Cocoa; Cocoa products, e.g. chocolate; Substitutes therefor
    • A23G1/04Apparatus specially adapted for manufacture or treatment of cocoa or cocoa products
    • A23G1/042Manufacture or treatment of liquids, creams, pastes, granules, shreds or powders
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23GCOCOA; COCOA PRODUCTS, e.g. CHOCOLATE; SUBSTITUTES FOR COCOA OR COCOA PRODUCTS; CONFECTIONERY; CHEWING GUM; ICE-CREAM; PREPARATION THEREOF
    • A23G1/00Cocoa; Cocoa products, e.g. chocolate; Substitutes therefor
    • A23G1/30Cocoa products, e.g. chocolate; Substitutes therefor
    • A23G1/32Cocoa products, e.g. chocolate; Substitutes therefor characterised by the composition containing organic or inorganic compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Confectionery (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Schokolademassen
    1 11
    Die Erfindung betrifft ein Herstelle' rtahren von Schokolademas Ien.
    1
    Bei de artigen Herstellungsverfahr n ist es erforderlich, die b h-
    Stoffe u zerkleinern, zu mischen d ejner Temperaturbehandlung
    zu unterziehen.
    Es ist @bekannt, zur Erfüllung d `: grtordorg.aseje t'
    i ci« zur
    Vers #teend1,Ohntäelt fit ' Y' Rhrin imtwend«3
    Beimtr#en.. verfahre ,, ,ttos ,
    I
    @@y. d J fei`
    Schema 1 zeigt den Verfahrensgang. Kakaobohnenkernbruch wird in speziellen Walzenmühlen oder Scheibenmühlen oder auch Prallmühlen grob vorzerkleinert. Die hierbei entstehende grobe Kakaomasse enthält noch einen Feststoffanteil von 15 - 50 96 mit Korngrößen größer als 100 Nm. Der Kristallzucker wird in Prallmühlen zu Puderzucker grob vermahlen. Der Puderzucker enthält nochao30 Ge- wichtsprozent mit Korngrößen größer als 100 jim. Grob zerkleinerter Kakaokernbruch und der Puderzucker werden mit Milchpulver und Kakaobutter in einem meist diskontinuierlichen Mischer oder gelegent- lich in einem kontinuierlichen Kneter gemischt. Diese Mischung wird auf Feinwalzenstühlen feinstzerkleinert und mehrere Tage lang conchiert. In die Conche werden Kakaobutter und Zusätze gegeben. Bei der Herstellung von milchfreier Schokolademasse entfällt die Milchpulverzugabe in den Mischer. (Literatur zu diesem Verfahren: Fincke, Handbuch der Kakaoerzeugnisse, 2. Auflage, Springer 1965, S. 18? # 226). i Das zweite Verfahren, in Fig. 2 dargestellt, geht von den Rohstoffen s Milchc rumb Kakaobutter und Zusätze eventuell Kakaomasse aus.
  • .. Mileharumb ist ein getrocknetes Gemisch aus in Frischmilch gelöstem Zucker und geehlenem Kaksokernbruch. Milclsrrumb wird fast aus- ,; aoMelioh in E lßnd und außereuropäischen Ländern benutzt, in . denen Milch zu estimmten Jahreszeiten kn*pp ist. Als Milchcrumb r@ i dte much lästere Zeit lagerfähig und wird von Schokoladenfabriken ,. iso. ` zur Zeit der)dilchschwemme für die obre Zeit des Jahres ein-..;1# , Milch@umb tot ein Halbfabrikat ud wird häufig mit relativ wenig Kakaomasse gehandelt, damit die verarbeitenden Schokola- denfabriken durch eigenen Zusatz von Kakomasse der Milch- schokolade einen besonderen Geschmack geben können. Milchcrumb wird grobzerkleinert, mit Kakaobutter und evtl. Kakao- ' masse gemischt und im Feinwalzwerk feinstzerkleinert und dann conchiert.
  • Ein sogenanntes Mosimann-Verfahren (Süßwaren, Benecke Verlag Hamburg, Heft5/65, Seite 251 - 258) befindet sich zur Zeit im Ausland in Entwicklung. Es unterscheidet sich nur dadurch von den beschriebenen Verfahren, daß statt des Feinwalzwerkes eine Kugelmühle und anschließend eine Conche benutzt wird. Außerdem findet die Grobzerkleinerung von Zucker und Milchpulver in Stick- stoffatmosphäre statt. Die prinzipiellen technologischen Vorgänge der gebräuchlichen Verfahren, Grobzerkleinerung - teilweise für die Komponenten getrennt - und Feinzerkleinerung des Gemisches aus allen Komponenten, wendet auch das Mosimann-Verfahren an. Die Feinstzerkleinerung im Feinwalzwerk bereitet große Schwierig- keiten. Das moderne hydraulische Feinwalzwerk arbeitet nur dann befriedigend, wenn es genau unter den Betriebsbedingungen betrie- ben wird, für die es konstruiert ist. Eine Vorstellung von der Pro- blematik des Walzenstuhls gibt die Angabe, daß zwischen den Walzen des letzten Walzenpaars ein gleichmäßiger Spalt von 10 - 15 um ein- gestellt sein soll. (Die Walzen haben i. a. einen Durchmesser von 40 cm und sind 1 m lang.) Die Oberflächenrauhigkeit geschliffener Metallflächen liegt zwischen 4 und 10 pm. Ein Grad Celsius Tem- peraturerhöhung vergrößert den Walzendurchmesser um 4 tÄm.
    Das Feinwalzwerk ist eine höchst empfindliche Maschine, deren
    vorschriftsmäßige Arbeitsweise dauernd von Spezialisten überwacht
    werden muß . Die meist funf Walzen dieser Maschine werden teil-
    weise hydraulisch zusammengepreßt. Die Größe der Reaktionskraft
    der Schokoladenrasse im Walzenspalt bedingt die Größe des Walzen-
    spaltes. Zur Erzielung gleichmäßiger Schokoladenrassen müssen
    darum folgende Bedingungen eingehalten werden:
    Aufgabegut auf das Walzwerk: Das Walzwerk ist für eine bestimmte
    Ausgangsfeinheit und Zusammensetzung der Rohstoffmischung aus dem
    Mischer oder Kneten konstruiert. Die Bonibierung der Walzen, die
    die Verformung der Walze durch die Durchbiegung ausgleichen soll,
    stimmt nur für eine bestimmte Viskosität und Zusammensetzung der-
    Aufgabennasse. Wenn eine Schokoladenfabrik die Rezeptur ändert, muß
    sie das Walzenwerk umbauen lassen oder unerwünschte Feinheitsän-
    derungen in Kauf nehmen.
    Wandtemperatur und Kühlung: Auch die Walzentemperatur bestimmt
    die Visl.;osität der Schokoladenmasse und damit die Durchbiegung der
    Walze. Die Walzen werden mit Wasser gekühlt. Die Walzentempera-
    tur wird geregelt, wobei der Temperaturunterschied zwischen Kühl-
    @s-asser urid Walze abgeschätzt wird. 1~;s ertribt sich dann ein großer
    Fehler, we@iiii ungereinigtes Kühlwasser be-@rrut.zt. wird, aus lern sich
    trrr vier tVal<<urrinnenwand Kesselstein ahlaert, der den u'ä.rmedur<@li-
    @@ari@@, @-Pr r@rirr@lcrt. Die Walzenoberflächerit(,rijl)<-!-atirr- wird dann zir
    rri<sclrii:; rrl@>_re@sc l1;.itzt. Auch örtliche 'I'errrpcrar.rrruntcrsclriE@d@ der \.'Val-
    rori ergubt@ri r!r r rh unterschiedliche @ärn,e.@:r;#:cl@lrnrrr;gen reine unt,Ic ;@.ifzirre l eirilre=;? der Schokoladenrasse. 1)c- 1,-rlilu,asser,kosten nia<:l;tn
    Pir-ien erhehliclren Anteil an den Produktiori,sli()sten der Zur-kleinerwig
    aus. Wasseraufbereitungsanlagen zur Vermeidung von Kesselstein gibt es nur in wenigen Fabriken. Bei hohen Wasserkosten oder Wassermangel müssen Rückkühlanlagen gebaut werden.
  • Der erfahrene Walzenfachmann muß aus der Farbe des Schokolademassenfilms auf der Walze auf die Schichtdicke und damit auf die Feinheit schließen. Er hat die Möglichkeit, mit Anpreßdrucken und Kühlwassertemperaturen der Walzen zu "spielen". Dies führt zu dauernden, unkontrollierbaren Feinheitsschwankungen der Teilchen in der Schokolademasse. Da die Arbeitsweise des Walzenstuhls laufend beobachtet wird, wurde das Walzwerk bisher nicht steril verkleidet.
  • Das Walzwerk ist eine Präzisionsmaschine und relativ teuer. Bei Überholungen, die alle 2 - 4 Jahre nötig sind, liegt es wochenlang still. Die Überholungen sind sehr teuer, da die Walzen zu den Walzwerkherstellern gingeschickt werden müssen.
  • Die Bearbeitungsbedingungen der Feinwalzwerke lassen nur bestimmte Rezepturen und zugehörige Feinheitseinstellungen bei vorgegebenem Mindestmengendurchsatz zu. Dadurch sind die möglichen Geschmacksvariationen der Schokolade eingeengt.
  • Die Arbeit des Feinwalzenstuhls besteht hauptsächlich in der Feinstzerkleinerung der Zuckerteilchen, wobei der Wirkungsgrad extrem schlecht ist, weil ein wesentlicher Anteil der Energie in der plastischen Kakaomasse dissipiert und nur zum kleinen Teil den Zuckerteilchen zufließt.
    Da die Schokoladerohstoffe im Gemisch feinstzerkleinert werden,
    können die einzelnen Komponenten in ihrer Endfeinheit nicht
    unabhängig voneinander eingestellt werden.
    Die hier beschriebenen Nachteile des heute zur Feinstzerkleinerung
    ausschließlich verwendeten Feinwalzenstuhls sind teilweise bekannt.
    Beim Mosimann-Verfahren hat man deshalb den Feinwalzenstuhl
    durch die Rührwerkskugelmühle zu ersetzen versucht. Man hat
    aber den eigentlichen Nachteil des konventionellen Verfahrens
    nicht erkannt, an dem man festhält, indem man das Gemisch aller
    Schokolademassenstoffe gemeinsam zerkleinert. Der Versuch, das
    Gemisch aller Schokolademassenbestandteile in den Rührwerkskugel-
    mühlen auf die für gute Schokolade erforderliche Endfeinheit und
    Verarbeitbarkeit zu bringen, ist bisher gescheitert und rnuß über-
    dies zum Scheitern verurteilt sein.
    Der Anteil der Zuckerkörner mit Korngrößen über 25 Mm bis 30 Mm
    in den fertigen Schokolademassen rnuß verschwindend klein sein, da
    Körner dieser Größe sich unangenehm auf den Geschmack auswirken.
    Wenn man in der Rührwerkskugelmühle diese Grenze einhalten will,
    muß man gleichzeitig einen großen Teil des Zuckers auf die unnötige
    Feinheit unter 10 pin zerkleinern. Dieser feine Zuckeranteil bewirkt
    einen starken Viskositätsanstieg der Schokoladennasse, der soweit
    geht, daß die Schokolademasse trotz hoher Temperatur steif wird
    und ihre Fließfähigkeit verliert. Nur durch reichliche Zugabe von
    reiner Kakaobutter bekommt die Masse die für das Eintafeln notwen-
    dige Fließfähigkeit wieder. Dadurch wird die Schokolade zu teuer. Um
    nach der Mossi=n@@nn-Methode Schokolade produzieren zu können, muß
    man sich reit eint rr-i Kornpromß aus erhöhtem Anteil an groben Kör-
    nerng uni E.y.@r@ct@@r; 1a etthetlarf abfinden, wovon das erste ein Qttati-
    täts.- und Nachtei bedeutet. Das
    Mosir:Ja nn.-Vet ri i;, ?:,t Maße als das konven-
    tiorIt-iie un fetthaltige Rezepturen. ge-
    bunden,
    Nachteile durch die Conchierung. Unter Conchierung wird ein
    Prozeß verstanden, der aus der schlecht schmeckenden Schoko-
    ladenrasse am Ende des Feinwalzenstuhls eine gutschmeckende
    Schokoladenrasse macht. Der Prozeß besteht darin, daß in einem
    auf 50 - ?0 °C beheizten Behälter die Endmasse des Feinwalz-
    werkes etwa 48 - ?2 Stunden lang intensiv gerührt wird. Dabei
    werden Gewürze, Kakaobutter und Stoffe, die die Viskosität er-
    niedrigen, zugegeben. Die wesentlichen Vorgänge hei dein 1'ro-
    zeß sind der Schokoladenindustrie heute noch unbekannt. Da die
    Schokoladeniasse nach dem Feinwalzen einen fast festen Zustand
    hat, ist die benötigte Antriebsleistung des Rührers während der
    Conchierung sehr groß. Die je Tonne Fertigmasse anzuwendende
    elektrische Energie fur das Conchieren ist etwa dreimal so groß
    %% ie diejenige für das Zerkleinern. Die Conchen arbeiten diskon-
    tinuierlich. Das Ein- und Ausladen der Schokoladeinasse erfordert
    Personal und %,iel Zeit und läßt sich nur schwer automatisieren.
    Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der Scho-
    kolademassenherstellung zu schaffen, dem die Nachteile des be-
    kannten Verfahrens nicht anhaften und das sich wirtschaftlich opti-
    mal gestalten läßt.
    Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die einzel-
    nen Schokolademassebestandteile oder Teilgemische aus Schokolade-
    massebestandteilengetrennt voneinander auf Endfeinheit gebracht und
    anschließend zu fertigen Schokolademassen miteinander vermischt
    werden.
    Unter den einzelnen. Massebestandteilen werden hierbei die Rohstoffe
    für die Schokolademasse: gerösteter und geschälter Kakaobohnenkern-
    bruch, reine Kakaobutter, Sprühmilch- oder Walzenmilchpulver auch
    Magermilch- oder Sahnepulver, Kristallzucker, Traubenzucker, Invert-
    zucker, und besonderem Milcherumb, hergestellt aus Kakaobutter und
    in Frischmilch gelöstem Zucker verstanden. Dazu kommen dann noch
    Gewürze und viskositätserniedrigende Zusätze, die entweder schon
    feinzerkleinert oder aber flüssig. vorliegen.
    ' Unter Schokolademasse soll nicht nur die Masse zur Herstellung von
    Schokoladetafeln, sondern auch im weiteren Sinne jede aus den an-
    gegebenen Rohstoffen hergestellte Masse, beispielsweise Überzugs-
    massen für Pralinen und Kekse, Massen für Hohlkörper usw. ver-
    standen werden.
    Unter Endfeinheit soll die Kornfeinheit verstanden werden, die die
    einzelnen Schokolademassenbestandteile oder ihre Teilgemische in
    der fertigen Schokolademasse haben.
    Immer, wenn im folgenden von der Zerkleinerung von Milchpulver
    gesprochen wird, gilt das gesagte aubh für die seltener verwen-
    deten Stoffe Sahnepulver und Magermilchpulver, die ebenso wie das
    Milchpulver sprüh- oder walzengetrocknet sein können. Zusätze sind
    Gewürze und viskositätserniedrigende Stoffe wie z. B. Lezithin.
    Statt zerkleinertem Kakaokernbruch ist auch häufig der Ausdruck
    Kakaomasse üblich.
    Die Frage, ob beim Conchieren eine Zerkleinerung stattfindet, wurde
    vielfach untersucht. Die übereinstimmende in Fachkreisen und der
    Literatur vertretene Meinung sagt aus, daß keine Zerkleinerung statt-
    findet.
    Überraschenderweise wurde gefunden, daß diese Beurteilung der Vor-
    gänge falsch ist und wahrscheinlich daran schuld ist, daß man die
    Wirkung der Conchierung seither nicht erkannt und deshalb an der
    empirisch gefundenen Methode des tagelangen Conchierens festhält.
    Dabei wird die Ansicht vertreten, daß die in der Conche stattfinden-
    den thermischen und chemischen Veränderungen eine so lange Zeit er-
    fordern. Im Gegensatz hierzu wurde gefunden, daß die wesentliche
    Wirkung der Conchierung ein Desagglomerierprozeß ist. Die das Fein-
    walzwerk verlassende Schokolademasse enthält in großer Menge Agglo-
    merate, die dadurch entstanden sind, daß die feinen Teilchen bei der
    Zerkleinerung im Walzenstuhl brikettiert werden. - .
    Das Wesen der Erfindung besteht mit darin, die störenden Agglome-
    rate im Zerkleinerungsendprodukt zu vermeiden und damit auch die aufwendige
    Desagglomerationsarbeit der Conche zu sparen. Dies wird erfindungs-
    gemäß dadurch erreicht, daß der Zucker getrennt von den anderen
    Schokolademassenbestandteilen auf die geforderte Endfeinheit in der
    fertigen Schokolademasse zerkleinert wird, vorzugsweise unter Einschaltung einer Windsichtung und dann mit den übrigen, gleichfalls auf Endfeinheit gemahlenen Schokolademassenbestandteilen zu fertiger Schokolademasse vermischt wird.
  • Es wurde festgestellt, daß die geschmacklich störenden Agglomerate durch die Druckzerkleinerung des Zuckers in der Schokolademasse auf dem Walzenstuhl entstehen. Zucker läßt sich besonders leicht zu festen Tabletten pressen. Wenn man den Zucker auf Endfeinheit prallzerkleinert und evtl. sichtet, enthält er keine Agglomerate störender Größe mehr. Es ist darum das Kennzeichen aller sich aus der Erfindung ergebenden Verfahren, die nicht mit Frischmilch (Milchcrumb) arbeiten, daß der Zucker getrennt von den übrigen Schokolademassebestandteilen auf die geforderte Endfeinheit zerkleinert wird. Ebenso wie den Zucker kann man auch relativ wenig kakaobutterhaltigen, kakaomassefreien Milchcrumb getrennt von der Kakaomasse durch Prallzerkleinerung und Windsichtung auf die geforderte Endfeinheit bringen und dann mit auf Endfeinheit zerkleinerter Kakaomasse und evtl. Kakaobutter zu fertiger Schokolademasse vermischen. Auch hierbei werden die Agglomerate der Feinwalzen vermieden und das übliche Conchieren entfällt.
  • Durch die getrennte Zerkleinerung des Zuckers wird weiterhin der Nachteil vermieden, der sich durch den relativ schlechten Wirkungsgrad der Zuckerzerkleinerung im Walzwerk ergibt. Dabei wird der weitere Vorteil gewonnen, das erfindungsgemäß das Zerkleinern der übrigen Schokoladernassebestandteile auf die jeweils günstigste Weise in jedem Fall getrennt vom Zucker vorgenommen werden kann. Vor allem ermöglicht die getrennte Zerkleinerung des Zuckers die vom Zea kleinerungs- und Mischverfahren unabhängige Einstellung der Rezeptu r. Die zu zerkleinernden Rohstoffe wie Milchpulver, Zucker, Kakaobohnenkerne und Milchcrumb haben sehr unterschiedliche Zerkleinerungseigenschaften. Zur Optimierung des Zerkleinerungsprozesses ist es daher sinnvoll, erfindungsgemäß den spröden Zucker anders als die stark fetthaltigen, weichen Stoffe Kakaobohnen und Milchpulver zu zerkleinern. Auf diese Weise läßt sich Zerkleinerungsenergie sparen und es lassen sich Maschinen mit relativ niedrigeren Investitionskosten und Betriebskosten als beim konventionellen Verfahren einsetzen.
  • Es ist besonders die Prallzerkleinerung zur Feinstzerkleinerung des Zuckers geeignet. Je nach der optimalen Endkornverteilung des Zukkers in der Schokolademasse kann direkt die Endkornverteilung der Prallmühle ausreichend sein oder aber diese Endkornverteilung muß durch Windsichteinrichtungen der optimalen Endkornverteilung angepaßt werden. Dabei kann wiederum genügen, entweder Grobgut oder aber Feingut abzusichten, da sich die Kornverteilung auch durch Mengen-und Luftdurchsatz durch die Mühle und durch die Umfangsgeschwindigkeit des Mühlenrotors verändern läßt. Schlimmstenfalls müssen Feingut und Grobgut abgesichtet werden. Die Sichtung kann entweder in einem getrennten, hinter die Mühle geschalteten Sichter vorgenommen werden oder zweckmäßig die Grobkornsichtung direkt in einer Mahlsichtmühle. Das abgesichtete Grobgut geht in die Mahlzone zurück, das abgesichtete Feingut wird zur Pralinen- und Marzipanlierstellung verwendet. Der feine Zucker besitzt gute Lösungseigenschaften für die Pralinenfüllungen und mußte bisher in speziellen Feinstmühlen erzeugt werden. Die getrennte Zerkleinerung des Zuckers auf die geforderte Endfeinheit in der Schokoladenrasse bringt viele Vorteile. Die Feststoffteilcllen in den Schokoladeniassen bestehen zum überwiegenden Teil aus Zuckerkörnern. Die Größenverteilung dieser Zuckerkörner bestimmt ent-
    scheident den Geschmack und die Fließeigenschaften der Schokolade-
    masse. Relativ grobe- Körnen geben der Schokolade einen schlechten
    Geschmack aber gute Fließeigenschaften, die zum Einformen der
    Schokolademasse oder zum Überziehen der Pralinen notwendig sind.
    Zu feine Zuckerteilchen erhöhen die Viskosität der Schokolademasse
    stark und geben besonders der Milchschokolade ein leicht klebriges
    Verhalten beim Genuß. Die durch den feinen Zucker erhöhte Vis-
    kosität kann nur durch unwirtschaftliche Kakaobutterzugabe ausge-
    glichen werden (1 % Kakaobuttereinsparung an der Schokoladenrasse
    erhöht den Jahresgewinn einer mittleren Schokoladefabrik von 15 000
    Jahrestonnen um rund 300. 000, -- DM). Andererseits hat Zucker die
    Rolle eines relativ billigen Füllstoffes in der Schokolade und man
    kann durch relativ feinen Zucker, wenn man die durch das Lebens-
    mittelgesetz vorgeschriebene obere Zuckergrenze einhält, einen viel
    weniger süßen Geschmac=k als bei groberen Körnern erzielen. Es
    gibt eine Menge gegenläufiger Einflüsse in Abhängigkeit der Zucker-
    kornverteilung. Unter allen möglichen Zuckerendkornfeinheiten gibt
    es darum eine Kornfeinheit, die für die wirtschaftliche Schokolade-
    herstellung optimal ist.
    Die Zuckerendkornfeinheit konnte bisher nicht optimal eingestellt wer-
    den. Nicht nur durch die Einstellung der Mühle, sondern auch durch
    die Veränderung der Kornverteilung durch Windsichtung läßt sich die
    Zuckerendkornverteilung einer idealen Zuckerendkornverteilung an-
    passen. Eine solche ideale Zuckerkornverteilung enthält kein vis-
    kositätserhöhendes Feinstgut mehr. Dies läßt sich. durch eine Wind-
    sichtung aus dern feinstzerkleinerten Zucker weitgehend entfernen und
    man kann so erhebliche Mengen Kakaobutter einsparen. Bei der Feinst-
    zerkleinerung im Walzwerk mußte der Feinstzucker in der Schokolade-
    masse in Kauf genommen werden.
    Bei der Zerkleinerung der Kakaobohnenkerne ist die Grobzer-
    kleinerung von der Feinzerkleinerung zu unterscheiden.
    Bei der Grobzerkleinerung wird aus dem rieselfähigen Kakaokern-
    bruch eine pastöse Masse erzeugt, bei der die grobzerkleinerten
    festen Kakaobohneninhaltsstoffe in Kakaobutter dispergiert sind.
    Zur Grobzerkleinerung können die bisher beim konventionellen
    Verfahren üblichen Zerkleinerungsmaschinen verwendet werden, es
    ist jedoch zweckmäßig, eine Mühle nach dem Prallprinzip zu be-
    nutzen, weil diese eine größere Endfeinheit nach der Grobzerklei-
    nerung bringen kann.
    Für die Feinzerkleinerung auf Endfeinheit der durch die Grobzer-
    kleinerung entstandenen Masse kann erfindungsgemäß jede geeignete
    Mahleinrichtung benutzt werden, z. B. auch ein Walzenstuhl. Zur
    Erzielung großer Feinheit ist jedoch eine Mühle mit lose bewegten,
    relativ feinkörnigen Mahlkörpern und heiz- oder kühlbarem Mahlge-
    fäß günstig. Prinzipiell sind dafür Kugelmühlen, Schwingmühlen,
    Planetenmühlen und Rührwerkskugelmühlen brauchbar. Zweckmäßig
    ist jedoch eine Rührwerkskugelmühle, die vom Sand-Mill-Prinzip
    abgeleitet ist.
    In diesen Rührwerkskugelmühlen läßt sich die Kakaomasse feiner als
    bisher für Schokolade üblich zerkleinern. Daraus ergeben sich mehrere
    besondere Vorteile. Versuche zeigten, daß die Viskosität der zer-
    kleinerten Kakaomasse bei konstanter Temperatur mit zunehmender
    Zerkleinerung abnimmt, d. h. es wird durch die extreme Feinzer-
    kleinerung mehr Fett aus den Kakaobohnenbestandteilen freigegeben.
    Ein hoher Gehalt an freiem Fett in der Kakaomasse ist wirtschaft-
    lieh günstig, weil dadurch der Zusatz an reiner Kakaobutter zur
    Schokolademasse vermindert werden kann. Durch die Wahl der
    Mahlkörpergröße, des Durchsatzes, der Rührergeschwindigkeit und
    der Temperatur läßt sich die Endfeinheit der Mühle variieren und
    auf ein Optimum einstellen. Eine Mahlkörperfüllung mit relativ
    großen Kugeln zerkleinert bevorzugt größere Teilchen während
    rel. kleine Kugeln zur Feinstzerkleinerung gut sind. Man kann
    die Masse durch mehrere hintereinander geschaltete Rührwerks..
    kugelmühlen laufen lassen, wobei mit zunehmender Feinheit die
    Mahlkörper kleiner gewählt werden. Diese Anordnung bringt bei
    rel. hohem Durchsatz einen rel. geringen Endgehalt an größeren
    Teilchen. Man kann auch die Mahlung so einrichten, daß mehrere
    Mahlstufen mit verschiedenen Mahlkörperfüllungen hintereinander
    geschaltet sind.
    Erfindungsgemäß kann man vor der Zerkleinerung oder nach einer
    Grobzerkleinerung das bei der Zerkleinerung störende Fett entfer-
    nen. Man kann in Schneckenpressen zunächst soviel Fett aus den
    Kernen abpressen bis der Schilfer (Preßkuchen) gut trocken zer-
    kleinern läßt. Diesen teilentfetteten Schilfen kann man vorzugsweise
    durch Prallzerkleinern und Windsichten genau nach den Methoden
    wie schon beim Zucker beschrieben, auf die Endkornverteilung in
    der Schokolademasse bringen. Dieses Verfahren bietet besondere
    Vorteile: grob zerkleinerter entfetteter Kernbruch kann zur Erzielung
    eines gewünschten Geschmackes in Flüssigkeiten besser als bisher
    der stark fetthaltige Kakaokernbruch vorbehandelt werden (Kapag-
    Behandlung in Fette, Seifen, Anstrichmitbe 1 63 (1961) 8, S. 717),
    Ein rel. hoher Wassergehalt in den Kakaobohnenkerrn wirkt sich
    beim Abpressen des Fettes aus den Kakaobohn-nkr:i-rien in Schnecken-
    pressen günstig aus. Es ist darum vorteilhaft, falls Bohnen verwendet werden, die sich ungeröstet gut schälen lassen, die eigentliche Rüstung und damit verbundene Trocknung erst am grobzerkleinerten Kakaokernpreßkuchen vorzunehmen.
  • Ein weiterer günstiger Weg ist der, zunächst nur leicht oder gar nicht die Kakaobohnen zu rösten, damit sie sich schälen lassen, dann eine Flüssigkeit entsprechend der Kapag-Behandlung zusetzt, das Fett mit den Schneckenpressen aus dem Kernbruch abpreßt und den grobzerkleinerten Preßkuchen anschließend trocknet.
  • Eine andere erfindungsgemäße Möglichkeit besteht darin, die flüssige Kakaokernbruchmasse nach der Grobzerkleinerung in Filterpressen auf einen bestimmten Restfettgehalt abzupressen. Der dabei entstehende Preßkuchen wird genau wie vorstehend beim Schilfer beschrieben auf Endfeinheit gebracht.
  • Das Milchpulver läßt sich wie die Masse aus dem Kakaokernbruch gut in den gleichen, wie dort beschriebenen Kugelmühlen feinstzerjcleinern, wenn das trockene Milchpulver mit einem anderen Schokoladenmassenbestandteil pastenförmig angerührt wird. Dafür brauchbare Massebestandteile sind Kakaobutter, Kakaokernbruchmasse und viskositätserniedrigende Zusätze. Bieraus ergeben sich mehrere Möglichkeiten für Gemisch: Mischung: Milchpulver, Kakaobutter, evtl. viskositätserniedrigender Stoff. Sieht die Schokolademasserezeptur eine große Kakaobutterzugabe vor, kann das Gemisch aus Milchpulver und Kakaobutter in Rührwerkskugelmühlen auf Endfeinheit zerkleinert werden, unter Umständen mehrstufi;, wobei der ersten Stufe nur ein Teil des Milchpulvers und den nächsten Stufen das Restmilchpulver zugegeben wird. Dieser Weg ist für die Viskosität günstig, weil bei der Zerkleinerung das Milchfett (25 1. 30 %) freigelegt wird. Da hier Milchpulver der einzige Feststoff ist, kann so die Milchpulverfeinheit unabhängig von der Feinheit der anderen Bestandteile gewählt werden. Mischung: Milchpulver, Kakaobutter, Kakaokernbruch evtl. viskositätserniedrigender Stoff. Hier sind viele Möglichkeiten offen, weil man unterschiedliche Mengen von Kakaobutter und Kakaokernbruch zum Milchpulver zugeben kann und weil der einzumischende Kakaokernbruch alle möglichen Feinheiten zwischen grobem Kernbruch und Endfeinheit haben kann.
  • Gibt man das Milchpulver mit Kakaokernbruch zusammen, das noch keine Endfeinheit hat (siehe Seite 13/14, optimale Kakaokernbruchfeinheit liegt bei extrem großen Feinheiten) lassen sich beide Kornverteilungen nicht unabhängig voneinander einstellen. Milchpulver läßt sich bereits zu BeKinn der Grobzerkleinerung oder vor Zwischenstufen der Grobzerkleinerung zugeben. Bei Zugabe vor einer Zwischenstufe erreicht man durch das rel. kalte Milchpulver eine günstige Zwischenkühlung. Kakaobutter wird an allen Zwischenstellen der Zerkleinerung in solchen Mengen zugegeben, daß die Viskosität der Mischung für die Zerkleinerung optimal ist.
  • Möchte man trotz Kakaomassezugabe die Endfeinheit von Milchpulver und Kakaobohnenkernbruchmasse getrennt einstellen, verwendet man bereits auf Endfeinheit zerkleinerte Massen zur Einmischung. Die Kakaomasse wird im Feinbruch dann bei relativ groben Kugeln kaum weiterzerkleinert und die Milchpulverfeinheit ist wählbar. ' Für die Lagerfähigkeit von Milchcrumb ist der Feststoffanteil des Kakaokernbruchs nicht von Bedeutung. Milchcrumb aus Kakaobutter und dem getrockneten Gemisch aus Frischmilch und Zucker ist gleich gut lagerfähig. Dieser spezielle Milchcrumb bei dem der Kakaobuttergehalt so niedrig wie möglich gehalten wird, läßt sich getrennt von der Kakaomasse auf die geforderte Endfeinheit zerkleinern. Die Milchcrumb-Schokoladen haben niedrigere Kornfeinheiten als die deutschen Schokoladen. Die Zerkleinerung ist daher besonders leicht durchführbar und wird erfindungsgemäß vorzugsweise in Prallzerkleinerungsmaschinen evtl. unter Einschaltung der Windsichtung auf Endfeinheit gebracht. Hier finden wieder die gleichen Mahl.. und Sichtmethoden, wie schon beim Zucker beschrieben, Verwendung.
  • Die Vermischung der einzelnen auf geforderte Endfeinheit zerkleinerten Schokolademassenbestandteile oder ihrer Teilgemische zur fertigen Schokolademasse kann in beliebigen Mischern geschehen. Diese Mischer müssen jedoch heizbar sein.
  • Man hat die Conchen bisher auch zum Trocknen der Schokolademasse benutzt. Der prozentuale Wassergehalt der Masse wurde um etwa 1 % bezogen auf die Gesamtmasse vermindert. Die Verminderung des Wassergehaltes verbessert die Fließeigenschaften und die Lagerfähigkeit der Schokolademasse. Die Trocknung erfolgte in den ersten Stunden der Conchierung und kann in allen beheizten diskontinuierlichen Mischern, die offen sind, wie bisher durchgeführt werden.
  • Vorteilhaft für die Zerkleinerung und die notwendige Mischzeit ist es, die Kakaokerne bereits beim Rösten auf Restfeuchtigkeiten von 2 f 3 % zu trocknen. (Der Verschleiß in den Zerkleinerungsmaschinen steigt durch Korrosion stark mit dem Wassergehalt. ) Dann braucht während der Mischung nicht mehr getrocknet zu werden und die Mischung kann rationell in kontinuierlichen Knetern erfolgen. Zur Mischung kann man beheizte Vakuumkneter verwenden, die eine Trocknung mit kontinuierlicher Arbeitsweise verbinden. Dabei lassen sich auch unerwünschte, in die Schokolademasse in Blasenform eingeschlossene oder gelöste Gase (z. B. Luft) entfernen.
  • Aus den beschriebenen einzelnen Schritten lassen sich eine große Zahl von Schokolademasseherstellungsverfahren durch verschiedene Kombinationen aus diesen Schritten herleiten. Folgend sind einige der besonders günstigen Verfahren schematisch dargestellt.
  • In der Anlage Verfahrensbeispiele 1 i. 5.
  • Mit diesem Verfahren werden gleichzeitig eine große Zahl von Vorteilen erzielt: Das Verfahren gemäß der Erfindung arbeitet wirtschaftlicherals die herkömmlichen Verfahren, da die Investitions- und Produktionskosten maximal nur noch 1/3 derjenigen des herkömmlichen Verfahrens betragen.
  • Die einzelnen Schokoladerohstoffe werden nach dem jeweils für sie allein günstigsten Verfahren zerkleinert. Zerkleinerungstechnisch läßt sich so das Verfahren optimieren.
  • Die Endkornverteilungen der Rohstoffe in der Schokoladenmasse können unabhängig voneinander so eingestellt werden, daß sie bei einem Minimum an Zerkleinerungs- und Sichtungskosten voll den geforderten Geschmacks-. und Fließeigenschaften gerecht werden. Es besteht Unabhängikeit zwischen optimaler Herstellungsweise und Rezeptur der Schokolademasse.
  • Die in den beschriebenen Kugelmühlen und speziell in der Rührwerkskugelmühle mögliche, extreme Feinzerkleinerung der Masse aus dem Kakaokernbruch vermindert den notwendigen Zusatz an reiner Kakaobutter zur Schokolademasse. Versuche zeigten, daß die Viskosität der zerkleinerten Kakaomasse mit zunehmender Zerkleinerung abnimmt, d. h. es wird durch die extreme Feinzerkleinerung mehr Fett aus den Kakaobohnenbestandteilen freigegeben. Die Möglichkeit der extremen Feinzerkleinerung der Kakaobohnenmasse bringt für die Schokolademasse einen weiteren Vorteil. Die festen Inhaltstoffe der Kakaobohne sind fast alle im Munde unlöslich und hauptsächlich aromabestimmend. Extrem kleine Kakaobohnenfeststoffteilchen lassen sich praktisch als Gewürz ideal homogen in der Schokolade verteilen -und ergeben einen "abgerundeten" Geschmack in der Schokolade.
  • Eine weitere Einsparung an der notwendigen zur Schokolademasse zuzusetzenden reinen Kakaobutter bringt das Heraussichten des feinsten Zuckers aus dem feingemahlenen Zucker. Der Anteil an Feinstzucker erhöht die Viskosität der Schokolademasse stark-. 1 % Kakaobutterersparnis an der Schokolademasse erhöht den Jahresgewinn einer mittleren Schokoladefabrik von rund 15 000 Jahrestonnen um rund 300. 000, -- I)141.
  • Das Verfahren kann automatisch und steril durchgeführt werden. Die Feinwalzprobleme fallen fort und das Endprodukt ist gleichmäßiger.
  • Durch Prallzerkleinerung und Sichtung des Zuckers im Feinstbereich kommen keine größeren, geschmacklich unangenehmen Agglomerate in das Zerkleinerungsprodukt und der bisher übliche tagelange Conchievprozeß entfällt.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1) Verfahren zur Herstellung von Schokolademassen, bei denen die Schokolademassenbestandteile Zucker, Kakaobohnenkerne, Kakaobutter, Milchpulver, Sahnepulver, Magermilchpulver, spezieller Milchcrumb und kleinere Zusätze zerkleinert und gemischt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Massebestandteile oder Teilgemische aus den Massebestandteilen getrennt voneinander auf Endfeinheit gebracht und anschließend. miteinander gemacht werden.
  2. 2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zucker getrennt von den Massebestandteilen oder Teilgemischen von diesen auf die erforderliche Endfeinheit zerkleinert wird.
  3. 3) Verfahren nach Anspruch 1 - 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Endfeinheit des Zuckers zusammen mit einem Zerkleinerungsprozeß) vorzugsweise einer Prallzerkleinerung oder im Anschlug daran durch Windsichtung optimal eingestellt wird.
  4. 4) Verfahren noch Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Feingut des zerkleinerten Zuckers unterhalb einer bestimmten Korngröße vorzugsweise durch Windsichtung aus dem zerkleinerten Zucker von dessen Einmischung in die Schokoladengasse abgetrennt wird.
  5. 5) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß Kakaokernbruch getrennt von den anderen Massebestandteilen auf seine Endfeinheit zerkleinert wird. 6) Verfahren nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kakaokernbr. uch in Mühlen mit bewegter Mahlkörperfüllung und heiz- und kühlbarem Mahlgefäß, vorzugsweise Rührwerkskugelmühlen, auf die erforderliche Endfeinheit zerkleinert wird. 7) Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kakaokernbruch vor der Zerkleinerung oder nach einer Vorzerkleinerung stark entfettet wird und anschließend auf die Endfeinheit trocken zerkleinern wird. 8) Verfahren nach Anspruch 1, 5, 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kakaokernbruch vor der Endzerkleinerung gei gebenenfalls nach einer Vorzerkleinerung in einer Schneckenpresse, Filterpresse oder ähnlichen Einrichtung entfettet wird und der Preßschilfer anschliedend vorzugsweise durch eine Prallzerkleinerung und eine Windsichtung auf die Endfeinheit gebracht wird und dann mit den übrigen Massebestandteilen vermischt wird. 9) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Milchpulver oder ein Milchpulver-Kakaobuttergemisch, das auch viskositätserniedrigende Stoffe enthalten kann, getrennt von den anderen Messebestandteilen auf seine Endfeinheit zerkleinert wird. 10) Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß zur Zerkleinerung Mühlen mit lose bewegter Mahlkörperfüllung und heiz-. und kühlbarem Mahlgefäß, vorzugsweise Rührwerkskugelmühlen verwendet sind. 11) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Milchpulver und Kakaokernbruch gegebenenfalls mit Kakaobutter öder viskositätserniedrigenden Stoffen gemeinsam auf Endfeinheit zerkleinert werden, wobei vor der gemeinsamen Zerkleinerung der Kakaokernbruch bereits eine beliebige Feinheit zwischen grobem Kernbruch und Endfeinheit aufweisen kann und zur Feinzerkleinerung Mühlen mit lose bewegter Mahlkörperfüllung und heiz- und kühlbarem Mahlgefäß, vorzugsweise Rührwerkskugelmühlen, benutzt werden. 12) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß " Milchcrumb, bestehend aus einem getrockneten Gemisch aus Kakaobutter und in Frischmilch (oder Sahne) gelöstem Zucker, getrennt von dem Kakaokernbruch auf Endfeinheit gebracht wird. 13) Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Milchcrumb durch Prallzerkleinerung, gegebenenfalls in Verbindung mit einer Windsichtung auf Endfeinheit gebracht wird.
DE19661532376 1966-03-09 1966-03-09 Verfahren zur Herstellung von Schokolademassen Pending DE1532376A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER0042778 1966-03-09

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1532376A1 true DE1532376A1 (de) 1970-07-09

Family

ID=7406750

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19661532376 Pending DE1532376A1 (de) 1966-03-09 1966-03-09 Verfahren zur Herstellung von Schokolademassen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1532376A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19931181A1 (de) * 1999-07-07 2001-01-11 Buehler Ag Verfahren und Vorrichtung zur Optimierung der Prozessführung sowie Prozessüberwachung in einer Anlage zur Schokoladeherstellung

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19931181A1 (de) * 1999-07-07 2001-01-11 Buehler Ag Verfahren und Vorrichtung zur Optimierung der Prozessführung sowie Prozessüberwachung in einer Anlage zur Schokoladeherstellung
DE19931181B4 (de) * 1999-07-07 2004-12-09 Bühler AG Verfahren und Vorrichtung zur Optimierung der Prozessführung sowie Prozessüberwachung in einer Anlage zur Schokoladeherstellung

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69425268T2 (de) Herstellungs verfahren von schokolade mit verringertem gehalt an kalorien und fett
AT410747B (de) Verfahren zur verringerung der viskosität geschmolzener schokolade
DE2529140B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Krume für Milchschokolade
CH635731A5 (en) Process for the preparation of cocoa products
WO2009015494A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung dunkler schokolade
DE60124741T2 (de) NAHRUNGSMITTEL MIT VERBESSERTEM AROMA UND FUNKTIONALITÄT AUFGRUND VON GRÖßENVERRINGERUNG IN EINER MODIFIZIERTEN ATMOSPHÄRE
DE2341639A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum herstellen von schokoladenmassen
DE1532376A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Schokolademassen
EP2446748B2 (de) Verfahren zur Herstellung einer Schokoladenmasse
DE3202929A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum herstellen von schokoladenmasse, kuvertuere, fettglasuren und dergleichen
DE102008001271A1 (de) Verfahren zur Verarbeitung einer Lebensmittelmasse
CH667184A5 (de) Verfahren und anlage zum herstellen von milchschokolade.
DE1482515A1 (de) Verfahren und Einrichtung zum kontinuierlichen Zerkleinern und Veredeln von Kakao- und Schokoladenmassen
AT218840B (de) Verfahren zur Verarbeitung von Kakaomassen
DE102022109275A1 (de) Verfahren zum Herstellen einer pumpbaren Paste aus den Samen von Nuss- oder Steinfrüchten
DE2552045B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Massen aus Fruchtkernen
DE1482515C (de) Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Zerkleinern und Veredeln von 7 Kakao und Schokoladenmassen
DE454597C (de) Verfahren und Maschine zur Herstellung fein gewalzter, karamelisierter, leicht schmelzender Schokolade mit vollem Aroma
DE1239926B (de) Verfahren zum Herstellen von Schokoladen-masse od. dgl.
DE1692387C (de) Verfahren zur Herstellung kakaohaltiger Fettglasurmassen
DE835387C (de) Verfahren zur Herstellung von Schokolade
AT124048B (de) Verfahren zur Behandlung von Kakaobohnen.
DE644411C (de) Vorrichtung zum Zerkleinern von Nuessen und Mandeln
DE1925170A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Schokoladen-Grundmasse
DE3803180A1 (de) Verfahren zur waermebehandlung von bei erhitzung zumindest teilweise fluechtige aromastoffe bildendem kerngut